Vom Himmel in die Traufe - Arto Paasilinna - E-Book

Vom Himmel in die Traufe E-Book

Arto Paasilinna

3,9
7,99 €

oder
Beschreibung

Bei ihrer Bruchlandung mit einem Heißluftballon in der lappländischen Ödnis hat die steinreiche Lena Lundberg Glück im Unglück. Hermanni Heiskari sitzt gerade sinnend am Eisloch, als die vornehme Dame vor ihm vom Himmel fällt. Er rettet Lena und schleppt sie durch die nordische Wildnis. Als Dankeschön schenkt Lena ihm ein ganzes Jahr Leben in Saus und Braus. Und es kommt wie es kommen muss: Lena verliebt sich in den rauen Burschen. Schließlich ist er ein Prachtstück von einem Mann. Zugegeben, nicht gerade ein Gentleman, aber ein ungeschliffener Diamant ...

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 296




Titel

Arto Paasilinna

Vom Himmel in die Traufe

Roman

Aus dem Finnischen von Regine Pirschel

Impressum

Lübbe Digital

Vollständige eBook-Ausgabeder bei Ehrenwirth erschienenen Hardcoverausgabe

Lübbe Digital und Lübbe Ehrenwirth in der Bastei Lübbe GmbH & Co. KG

Titel der finnischen Originalausgabe: TUOMIOPÄIVÄN AURINKO NOUSEEFür die Originalausgabe:Copyright © 1997 by Arto Paasilinna und Werner Söderström Ltd. (WSOY)Published by arrangement with Werner Söderström Corporation, Helsinki, Finland

Für die deutschsprachige Ausgabe:Copyright © 2010 by Bastei Lübbe GmbH & Co. KG, KölnTextredaktion: Anja Lademacher, Bonn

Satz + E-Book-Produktion:Kremerdruck GmbH, Lindlar-HartegasseISBN 978-3-8387-0447-0

Sie finden uns im Internet unter www.luebbe.deBitte beachten Sie auch: www.lesejury.de

Erster Teil

1

Über den sommerlichen Inarisee pfiff ein kalter Wind. Der arbeitslose Holzfäller Hermanni Heiskari starrte mürrisch in die runde Öffnung, die er in das gut einen Meter dicke Eis gebohrt hatte, und knurrte:

»Alles für die Katz.«

Aus diesem Eisloch hatte Hermanni Heiskari, 49, weder einen Saibling noch irgendeinen anderen Fisch gezogen, und auch nicht aus den zehn anderen Eislöchern, an denen er im Verlaufe der letzten zwei Tage geangelt hatte. Die Eisdecke auf dem See war immer noch so dick, obwohl es bereits Juni war. An den Ufern war hier und da bereits Schmelzwasser zu sehen, aber weiter draußen war das Eis ganz fest. Oft wurden auf dem Inarisee noch zu Mittsommer Wettbewerbe im Eisangeln ausgetragen. Die Männer feierten die ganze Nacht, veranstalteten anschließend die Wettkämpfe, und am nächsten Tag fuhren sie nach Hause, um Heu zu machen.

Wenn ein Angler statt Lachs Erbsensuppe aus der Dose essen muss, macht ihn das wütend, vor allem dann, wenn er arbeits- und mittellos ist. Und dazu dieses Wetter! Bereits am vergangenen Abend hatte der Wind in kalten Böen von Norden geweht, gegen Morgen hatte er auf Westen gedreht und war vor einer Stunde fast zum Sturm angeschwollen. Hermanni schätzte, dass jetzt um die Mittagszeit die Windgeschwindigkeit bereits fünfzehn Meter pro Sekunde betrug, und sie schien weiter zuzunehmen. Außerdem fielen Schneeflocken, die dem Angler ins Ge­sicht peitschten, sowie er sich nach Westen wandte.

Hermanni Heiskari war ein hochgewachsener Mann, er hatte ein längliches Gesicht, seine grauen Augenbrauen waren buschig und zurzeit bereift, und er hatte breite Pranken und einen langen Rücken. Man sah ihm an, dass er viel körperlich gearbeitet hatte. Er war ein Mann der Wälder, tief verwurzelt hier oben im Norden.

Doch immer öfter überkam ihn das Gefühl, dass es viel lustiger sein müsste, das Leben eines reichen Mannes zu führen. Eines Mannes, der es sich leisten konnte, in einem warmen Land am Swimmingpool zu liegen, und der sich nur körperlich anstrengen musste, um sich auf die andere Seite zu wälzen, wenn ihm die Sonne zu sehr den Pelz verbrannte.

Hermanni war nun schon fast anderthalb Jahre ohne Ar­beit. Das leistungsbezogene Tagegeld war nur noch wehmütige Erinnerung. Als armer Wanderarbeiter besaß er keinen Motorschlitten, und so konnte er nicht vor dem Sturm flüchten und rasch ans Ufer fahren. Also blieb er einfach vor seinem Eisloch sitzen und dachte, dass es letztlich egal war, ob er hier draußen erfror oder an Land verhungerte.

Es stürmte immer heftiger. Hermanni musste sich zusammenkauern, damit ihn die Böen nicht von seinem Angelhocker fegten. Er sagte sich, dass die Fische bei diesem Wetter vermutlich nicht anbeißen würden. Andererseits fragte er sich, wie sie unter dem dicken Eis überhaupt wissen konnten, welche Windverhältnisse hier oben herrschten? Vielleicht sagte der Luftdruck den Fischen ja wirklich mehr als den Menschen, und zurzeit herrschte Tiefdruck.

Luftdruck hin oder her, plötzlich spannte sich die Leine, und die Rute wäre fast ins Eisloch gerutscht. Ein Wunder! Hermanni rollte die Leine auf, und das machte richtig Mühe, fast so, als hätte ein großes Raubtier den Köder geschluckt. Der Sturm war vergessen, jetzt brachte der Eifer das Blut des Anglers in Wallung. Bald stieß das Maul des Fisches von unten gegen den Rand des Eislochs, aber das Tier war zu groß für die Öffnung. Hermanni warf sich bäuchlings aufs Eis und versuchte in die Tiefe zu spähen. Zu dumm, dass er keine Taschenlampe dabeihatte. Der Kopf des Fisches verstopfte die Öffnung, aber herausziehen ließ sich der Bursche nicht, da er zu dick war. Hermanni befestigte die Leine an seinem Angelhocker und machte sich daran, neben dem Eisloch ein zweites zu bohren. Er hoffte, dass der Fisch vielleicht durch die doppelte Öffnung passte, er musste nur vorsichtig sein, dass er beim Bohren nicht die Angelleine durchtrennte.

Dann trug der Sturm auf einmal aus westlicher Richtung, von den Inseln Kahkusaari und Viimassaari, ein lautes Geräusch herüber, ein Krachen, das sich anhörte, als würden Bäume umstürzen. Das Schneegestöber nahm Hermanni die Sicht, doch er hatte sowieso keine Zeit, dem Sturm zu lauschen, er musste seine Beute retten, einen Fisch, der so riesig war, dass er nicht durchs Eisloch passte.

Der Lärm verebbte, und unmittelbar darauf tauchte aus dem Flockenwirbel die Quelle des Geräusches auf. Ein riesiger, roter Heißluftballon trieb pfeilschnell über das Eis, er zog eine ramponierte, zerfetzte Gondel hinter sich her, in der sich mindestens eine Person befand, es war eine Frau, die gellend auf Schwedisch um Hilfe rief. Der Ballon sauste an Hermanni vorbei und wäre vom Schneegestöber geschluckt worden, doch dann traf er am Ufer der kleinen Selkäsaari-Inseln auf eine Gruppe Krüppelkiefern, in der er mit seiner Gondel und den verfitzten Seilen hängen blieb. Schwache Hilferufe klangen herüber. Dort war die Not groß, das wusste Hermanni sehr wohl, doch hatte er auch einen riesigen Fang am Haken, den es ebenfalls zu retten und aufs Eis zu ziehen galt.

Nein, er durfte nicht zögern. Hermanni ließ den Eisbohrer im halb fertigen Loch stecken und lief hinüber zu den Inseln, wo der Sturmwind den riesigen roten Ballon auf die Eisdecke peitschte und die Frauenstimme immer kläglicher rief:

»Hjälp! Hjälp! Hilfe! Hilfe!«

Hermanni Heiskari rannte schneller. Als er sich der äußeren Insel näherte, sah er den Ballon, der mit großen Lettern beschriftet war: Rotes Kreuz Åland. Im Korb hockte schlotternd eine Frau im Pelzmantel, sie hatte blutige Schrammen im Gesicht und stand offenbar unter Schock. Hermanni durchtrennte mit dem Dolch die sechzehn dicken Seile zwischen Ballon und Gondel. Als das geschehen war, stieg der riesige Ballon leicht wie eine Feder zum Himmel auf und verschwand nach wenigen Sekunden im Schneegestöber. Die Gondel plumpste aufs steinige Ufer, und heraus kroch zitternd eine etwa vierzigjährige Frau. Hermanni hob sie hoch und trug sie an eine geschützte Stelle hinter ein par kleinen Kiefern und großen Felsplatten.

»Ich bin Hermanni Heiskari, und wer sind Sie?«

»Bin ich in Finnland?«, rief die Frau verdutzt. Als Hermanni ihr das bestätigt hatte, jawohl, in Finnland, auf dem Inarisee, konnte sie es gar nicht glauben. Sie hatte angenommen, im Nordteil des Bottnischen Meerbusens, irgendwo bei Luleå, verunglückt zu sein.

»Ich heiße Lena Lundmark.«

Die Frau, erregt durch die Notlandung, war schön. Ihr offenes braunes Haar wehte im Wind. Die großen braunen Augen waren weit aufgerissen und die sinnlichen Lippen geschürzt wie bei einem kleinen Mädchen.

Hermanni machte Anstalten, sie zu untersuchen, denn sie klagte über ihre linke Hüfte und den Oberschenkel. Womöglich war die Hüfte ausgerenkt, vermutete Hermanni.

Lenas Winterkluft bestand aus Nerz. Es war kein Pelzmantel, sondern ein Ensemble aus Jacke und Hose, alles von einem weiblichen Tier aus Farmzüchtung. Hermanni öffnete den Reißverschluss der Hose und steckte prüfend die Hand ins linke Bein. Die Patientin klagte laut. Als er seine Hand anschließend betrachtete und beschnupperte, stellte er fest, dass kein Blut daran klebte, auch war kein entsprechender Geruch zu vermerken.

»Zum Glück sind keine Knochen kaputt.«

Hermanni bettete die Patientin hinter einen Stein und kehrte zu seiner Angelstelle zurück. Dort beendete er die Bohrung am zweiten Loch und zog aus der so entstandenen größeren Öffnung einen Saibling von sieben Kilo Gewicht, der noch lebte und in guter Verfassung war.

Lena Lundmark war völlig außer sich. Sie richtete sich auf und hielt nach dem Mann Ausschau, der einfach davongegangen war und dort draußen in aller Ruhe zu angeln schien. Sie rief auf den See hinaus, dass sie ihm alles geben würde, was er verlangte, wenn er nur zurückkehren und ihr helfen würde.

Hermanni tötete den Fisch, von der Insel klangen die fordernden Rufe der Frau herüber. Während er den dicken Lachs musterte, überkam ihn ein glückliches Gefühl. Vielleicht wendete sich ja jetzt sein Schicksal! Er hatte einen zweifach guten Fang gemacht, in seinen Händen hielt er einen wirklichen Riesenfisch, und drüben saß sein neuer Schützling, eine offenbar reiche Frau. Das eine war ihm von unten, das andere von oben gegeben worden, der Fisch kam aus den Tiefen des Inari, die Frau aus den Höhen des Himmels. Der Sturm war voller Verheißungen, so wie in der alten Legende, in der ein Geist in Gestalt eines Fisches dem armen Fischersmann die herrlichsten Versprechungen macht. Hermanni sammelte sein Zeug zusammen und machte sich mitsamt seinem Fang auf den Weg zu der notgelandeten Frau. Unterwegs sah er vier vom Sturm gezauste Schwäne, die sehr tief über die Selkäsaari-Inseln hinwegflogen. Unter lautem Geschrei schwebten sie, vom Flockenwirbel begleitet, gen Osten.

Hermanni Heiskari zog eine Decke aus seinem Rucksack und breitete sie für den Gast auf der Erde aus. Dann holte er seinen Proviant hervor und machte zwei Brote zurecht, zum Hinunterspülen bot er Kaffee aus seiner Thermosflasche an.

»Ich hatte Angst, dass Sie mich hier auf der Insel meinem Schicksal überlassen, weil Sie so lange wegblieben«, sagte die Frau. Sie begann sich zu beruhigen.

Hermanni erzählte ihr, dass er einen großen Saibling aus dem Wasser ziehen musste, der im selben Moment an seiner Angel angebissen hatte, da Frau Lundmark mit ihrem Ballon vom Himmel und mitten auf den See gefallen war.

»Ein prächtiger Fisch«, lobte sie.

Hermanni überlegte, wohin er die Verunglückte bringen sollte. Hier konnte er mit ihr nicht lange bleiben, sie war immerhin so schwer verletzt, dass sie nicht laufen konnte, und wegen des Sturms konnte er außerdem kein Feuer machen.

Lena Lundmark hatte ebenfalls über ihr Schicksal nachgedacht. Die Situation war ernst.

»Ein Wunder, dass ich überlebt habe.«

»Genau«, bestätigte Hermanni.

Lena Lundmark erzählte in aller Kürze, dass sie morgens am Nordkap in Norwegen mit dem Ballon aufgestiegen war, zu einem Zeitpunkt, als es noch fast windstill gewesen war. Sie hatte beabsichtigt, sich nach Süden treiben zu lassen, nach Åland, wo sie zu Hause war, oder, falls der Wind launisch gewesen wäre, vielleicht nach Oslo oder Stockholm.

»Ich bin von Beruf Abenteurerin. Und was treiben Sie?«

»Bin bloß ein gewöhnlicher fliegender Geselle.«

»Sieh an, also ebenfalls in der Luftfahrt, welch Zufall!«

Nun besprachen sie, wie weit es bis zum nächsten Krankenhaus wäre. Hermanni schätzte, dass die Entfernung nach Ivalo etwa fünfzig Kilometer betrug. Luftlinie allerdings, denn auf dem Weg über das Eis und durchs Labyrinth der vielen Inseln kämen zwei Meilen hinzu. Lena Lundmark wurde ernst. Sie schwieg lange, schließlich machte sie einen Vorschlag:

»Ich gebe Ihnen, was Sie wollen, wenn Sie mich ins Krankenhaus bringen. Ich bin eine reiche Frau.«

»Hätte ich bloß einen Motorschlitten, dann wäre die Sache einfach. Ich hab aber keinen, bin nicht reich, bin’s nie gewesen.«

»Ich zahle Ihnen bis zu einer Million Mark, wenn Sie mich retten«, versprach Lena Lundmark bereitwillig. Sie erklärte, dass sie Schiffe und ein großes Speditionsunternehmen besaß.

Hermanni meinte, dass es hier nicht ums Geld gehe. Wenn er wenigstens einen Ackja, den Lappenschlitten, besäße, aber auch diesbezüglich musste er passen.

»Könnten Sie nicht rasch einen Ackja oder einen Motorschlitten kaufen gehen?«

»Hier gibt es keine Läden.«

Hermanni erinnerte sich, dass es auf der Insel Kahkusaari, etwa drei Kilometer entfernt, eine Wanderhütte gab, die zumindest früher mit einem Telefon ausgestattet gewesen war. Dorthin würde er die verunglückte Abenteurerin tragen. Sie könnten übernachten und nach einem Flugzeug telefonieren, das die Patientin abholen und nach Ivalo bringen würde, wenn nur erst der Sturm nachgelassen hätte.

Hermanni untersuchte die Konsole des Heißluftballons, fand sie aber leer. Kein Proviant, nichts zu trinken, keine Wanderausrüstung. Der Nerzanzug und die Nerzkappe sowie die Stiefel an ihren Füßen waren das ganze Rüstzeug der Frau. Im Korb befand sich nicht mal mehr eine Gasflasche, die die Energie lieferte, damit sich der Ballon in der Luft hielt. Lena Lundmark erzählte ihm, dass sie gezwungen gewesen war, die gesamte Ausrüstung über Bord zu werfen, als der Ballon im Sturm ständig an Höhe verloren hatte. Sie hatte Angst davor gehabt, bei dem Wetter notzulanden. Der Ballon hatte sich zuletzt nur in der Luft gehalten, weil sie durch den Abwurf sein Gewicht verringert hatte, aber schließlich war alles Überflüssige von Bord und die Landung nicht mehr zu verhindern gewesen. Zum Glück war diese auf dem Eis und nicht im Wald erfolgt, auch wenn der Ballon zuvor bereits die Baumwipfel gestreift hatte.

Hermanni lobte sie für ihr mutiges Handeln, erkundigte sich aber zugleich, was eine Frau veranlasste, mit einem Ballon aufzusteigen, noch dazu ganz allein.

»Das war eine Aktion zur Unterstützung des Roten Kreuzes. Ich hatte mir vorgenommen, einen Rekord zu fliegen. In den Interviews mit der Presse hätte ich von all den großartigen Projekten des Katastrophenfonds erzählt.«

Lena Lundmark war der Meinung, dass man mit solchen spektakulären Aktionen die Aufmerksamkeit der heutigen Medien gewann. Schickte man den Journalisten Fotos hungernder Kinder oder blutender Soldaten, reagierten sie kaum, aber das Abenteuer mit einem roten Ballon, an dem in großen Lettern Rotes Kreuz stand, bekam mehr Spalten als ein kleiner Krieg.

»Hier sind aber keine Journalisten.«

Hermanni wartete, bis Lena Lundmark ihr Butterbrot gegessen und den Kaffee getrunken hatte. Dann schwang er sich den Rucksack über die Schulter, hob die Patientin auf seine Arme und stapfte in westliche Richtung davon, mitten hinein in den heulenden Sturm und das Schneegestöber.

Lena Lundmarks roter Ballon flog, vom Sturm gezaust, mit rasender Geschwindigkeit gen Osten. Er hielt sich viele Stunden in der Luft, bis schließlich die Kräfte sowohl des Sturmes als auch des Ballons erlahmten. Der Ballon landete in der Ponoi-Ebene auf der östlichen Halbinsel Kola, in der Nähe eines Dorfes, wo ihn der russische Afghanistan-Veteran Grigori Tschubakow in den Weidenzweigen am Flussufer entdeckte. Der auffallende Schriftzug vom Roten Kreuz Ålands veranlasste Grigori zu der flüchtigen Überlegung, ob er die Behörden über den Fund informieren müsste. Aber verflixt, warum eigentlich? Die vermaledeite Miliz würde den guten und teuren Stoff beschlagnahmen. Und so beschloss er, den Ballon für seine eigenen Zwecke zu nutzen. Im Laufe des Sommers nähte er daraus dreißig rote Zelte, die er entlang der Küste und in den Einöddörfern am Fluss an Jäger und Wanderer verkaufte. Das Geld vertrank er. Seine Ausbeute betrug fast hundert Flaschen Wodka.

2

Bei starkem Gegenwind eine erwachsene Frau zu tragen, und sei es auch nur über eine Distanz von drei Kilometern, ging auf die Kräfte, wie Hermanni Heiskari feststellte, der wahrlich kein kleiner Mann war. Wenn man lange arbeitslos war, ließ die Kondition nach, das musste er sich eingestehen. Am liebsten hätte er die Last zwischendurch auf dem Eis abgelegt und eine Zigarette geraucht, aber als Gentle­man-Waldbursche kämpfte er sich, mit Lena auf den Armen, bis zum Ziel durch. Die Hütte stand dicht am Ufer einer nach Südwesten hin offenen Bucht, vorgelagert war eine kleine Nebeninsel, außerdem ragten mehrere Felsen aus dem Eis. Es war eine karge Unterkunft, aber sie bot Schutz vor dem Wind, und, als Hermanni Feuer im Herd gemacht hatte, auch Wärme. In der Hütte waren Übernachtungsplätze für acht Wanderer, und in der Ecke stand ein Telefon, das allerdings nicht funktionierte. Im Gästebuch steckte ein Zettel, auf dem jemand notiert hatte: Telefon wegen wiederholter mutwilliger Beschädigung abgeschaltet. .: !

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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