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12 Jahre gingen wir gemeinsam durch das Leben.Er litt an Epilepsie,Ich an Lungenkrebs.Wie wir das Leben vor unseren Krankheiten genossen und wie wir beide später gemeinsam den anderen immer wieder aufbauten um mit unseren Krankheiten den Alltag zu bewältigen, soll anderen Menschen zeigen,wozu Mensch und Tier gemeinsam Imstande sind.
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Seitenzahl: 94
Veröffentlichungsjahr: 2018
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Paul Mauser
Warte auf mich
Liebe über den Tod hinaus
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Warte auf mich
Impressum neobooks
Warte auf mich
Lucky´s Leben
Paul Mauser
Impressum
Texte: © Copyright by Paul MauserUmschlag: © Copyright by Paul MauserVerlag:
Druck: epubli, ein Service der
neopubli GmbH, Berlin
Printed in Germany
Lucky kommt
Ich hatte Walter dem Schwiegervater meines Arbeitskollegen Marco schon öfter bei dessen Arbeit geholfen.Walter war selbständig, machte Entrümpelungen und handelte mit Antiquitäten.Als er mich eines Tages wieder mal anrief wegen einer Entrümpelung, wollte er das wir uns zur Besprechung bei ihm Zuhause trafen.Ich fuhr also in meinem VW Bus den ich damals hatte zu ihm und was ich da sah habe ich bis heute nicht bereut und werde es auch niemals bereuen.Walter und seine Frau hatten zwei kleine Hunde. Eine Chihuahua Hündin und einen kleinen Rüden einer mir unbekannten Rasse.Dieser Rüde war ein selten schönes Tier mit einem sehr liebevollen Blick und ich musste ihn einfach streicheln.Er gehörte ihrem jüngsten Sohn und hieß „Lucky“.Ein herrliches Tier.Ich fragte nach der Rassen,denn das wäre genau so ein Hund wie ich für meine älteste Tochter die bald zu mir ziehen würde
haben wollte.Er meinte es sei ein Pappion . Als ich nach der Besprechung wieder nach Hause fuhr ging mir der kleine Lucky nicht mehr aus dem Kopf. Ich ahnte nicht ,das dies eine Begegnung war die das Schicksal absichtlich veranlasst hatte.
Es waren gut zwei Wochen vergangen das sollte ich wieder zur Besprechung für einen neuen Einsatz kommen .Ich machte die Tür auf und sah sofort Lucky,der freudig wedelte. Ich freute mich das er so doll wedelte und ging direkt auf ihn zu um ihn zu begrüßen noch bevor ich Walter und seiner Frau die Hand gab. Während das Weibchen in einer Ecke des Raumes in ihrem Körbchen lag,war Lucky mit seiner Leine am Sofa fest gemacht,weil er die Hündin wohl nicht möchte und daher nicht in Ruhe ließ wie man mir auf meine Frage hin sagte.Sie sei nicht läufig aber Lucky mochte sie wohl einfach nicht. Noch bevor ich darauf etwas antworten konnte sagten sie mir,das dies nicht gut ginge und sie Lucky
verkaufen würden.Ich sah in das liebevolle Gesicht und Lucky wedelte direkt und quietschte leise, als hätte er verstanden und wolle mir sagen ich solle ihn mitnehmen.Er war so goldig das sich sofort mein Herz meldete und ich mich anbot ihn zu nehmen.Er sollte Tausend zweihundert Euro kosten.Ich willigte sofort ein,denn diesen liebevollen Hund wollte ich unbedingt.Meine älteste Tochter wünschte sich immer einen Hund und sollte ihn bei mir auch bekommen.
Obwohl er für meine Tochter sein sollte begann nun eine Freundschaft die nicht einmal der Tod trennen könnte. Lucky fuhr auf dem Beifahrersitz mit und wedelte die ganze Fahrt über. Er sah aus dem Fenster und es schien mir als wäre er völlig happy.Ab und an wollte er auch meinen Schoß ,was ich ihm aber wegen der Gefahr ausreden musste. Oh er war für einen einjährigen Hund schon sehr klug und begriff meine Worte sehr schnell.Ich hielt auf der hastündigen Fahrt trotzdem einmal an um zu sehen,ob
er wegen der Aufregung vielleicht mal Wasser lassen müsse.Zuhause angekommen ging ich erst einmal mit ihm ins Haus und ließ ihn schnüffeln.Walter hatte mir etwas Futter mit gegeben und da ich noch keinen Napf hatte musste ein kleiner Teller her halten.Als Trinkgefäß diente eine kleine Müsli Schüssel.Ich beschäftigte mich etwas mit Lucky ,dann gingen wir beide seine neue Heimat etwas erkunden.Hier würde für ihn ein glückliches und sehr interessante Leben beginnen ,denn hier lebten noch andere Hunde,Katzen,Ziegen,Pferde,Esel und da wir mitten im Wald waren auch noch eine Menge Wild.Hier war ich mit Marco und Heinz für die gesamte Anlage mitsamt den darauf befindlichen Häusern verantwortlich und auch für die Tiere und deren Gehege.An manchen Tagen hatte ich im Wechsel mit Marco auch noch Kneipen Dienst. Ich begann am nächsten Morgen früher aufzustehen als ich es üblicherweise tat,denn ich wollte Lucky mal sein gesamtes neues Revier zeigen bevor die Arbeit begann.Ich ließ ihn erst einmal an der Leine und wir gingen über den Parkplatz bis zum Waldrand hinter dem Campingplatz.Dort treten wir um und gingen über den Campingplatz,wo wir schon dem ersten Camper begegneten.Dieser Camper war öfter hier als in seiner Wohnung in Wiesbaden.Meistens hatte er auch seine Partnerin dabei und ab und zu den Schäferhund seiner oder ihrer Tochter.Trotzdem mochten ihn die hier lebenden Hunde nicht ,was ein Zeichen dafür war,das er einen schlechte Ausstrahlung haben musste.Er fragte ob das mein Hund sei und ich stellte Lucky vor. Lucky ging nicht zu ihm sondern ging lieber an der fünf Meter Leine schnüffeln. Dieser Mensch interessierte ihn nicht.Selbst
die Aufforderung des Mannes mal zu ihm zu kommen interessierte Lucky nicht.Ich brachte Lucky wieder nach Hause denn es war Zeit für die Tages Besprechung und das Frühstück mit der Chefin „Inge“ Dies war ein morgendliches Ritual.Der Chef selbst kam bis auf einige Ausnahmen nur Freitags dazu und brachte dann immer frische Fleischwurst und Brötchen mit.“Gerhard „war ein super Chef mit sehr menschlichen Zügen und man merkte es eigentlich nur an seinem Outfit das er „Cheffe“ war. Ich bin davon überzeugt,das es nirgendwo einen besseren Chef gab und gibt.Er kümmerte sich um jede Sorge der Bewohner und Camper.Er unterstütze mit Wissen und Erfahrung sobald jemand ein Problem hatte.Sein Motto war.Es gibt keine Probleme sondern nur Lösungen.
Nachdem Frühstück bei dem ich Inge vom Hund für meine in zwei Tagen ankommende Tochter „Sandra“ erzählt hatte ,wollte sie ihn natürlich mal sehen,denn sie hatten selbst eine „Nelli“.Ich bekam ihr ok,das Lucky mich bei meiner Arbeit begleiten durfte und so würde sie ihn dann auch zu sehen bekommen. Ich ging also erstein Haus und holte Lucky Ich lies ihn ohne Leine und er blieb fein in meiner Nähe.Als ich den Stall säuberte begutachtete er das Gehege und erschrak Anfangs bei jedem Geräusch der Tier oder wenn diese zu schnell auf ihn zu liefen.Er kam dann direkt zu mir und merkte bald,das er hier in Sicherheit vor den Tieren war. Besonders die Ziegen „Melchioriene“ und „Katapulta“ hatten es Anfangs auf ihn abgesehen. Irgendwann entdeckte er, die Heuballen im Stall und merkte das es schön weich war.Er sprang in das Heu hinein und hatte eine Menge Spaß daran sich darin wie ein Schneepflug durch zu wühlen.Ab und zu kam sein Kopf heraus und er musste niesen um dann wieder in der Tiefe zu verschwinden.Als ich mit dem füttern fertig war setzte ich mich auf meinen roten Rasenmäher Traktor an den extra eine Anhängerkupplung angebracht worden war um den Mist weg zu fahren.Als Lucky wieder ans Tageslicht kam fuhren wir den Mist auf einen am Waldrand über der Minigolfbahn angelegten Misthaufen. Lucky war begeistert und fuhr sehr oft auf dem Traktor mit.Da dieser nicht hoch war,konnte er auch wann immer er wollte abspringen.Ich hielt jedes mal an,wenn ich merkte das er runter wollte.Dann lief er in einem gewissen Abstand nebenher und schnüffelte dabei die Gerüche des Wildes das nachts hier herum gelaufen war.
Lucky fühlte sich sofort wohl in seiner neuen Heimat
Nach dem Ausmisten und füttern machten wir Mittagspause und setzten uns vor unser Haus .Dort hatte ich ein kleines Stück mit Waschbetonplatten ausgelegt und Tisch und Stühle unter einem Sonnenschirm aufgebaut.Jeder der Anwohner lies im allgemeinen seine Haustüre auf wenn er daheim war, so auch ich und Lucky konnte so immer an Wasser und Futter.Ich selbst holte mir eine Flasche Wasser und ein Stück Brot mit Wurst und klar doch auch einige Wurststücke für Lucky. Wir machten etwa eine viertel bis halbe Stunde Pause ,dann ging es weiter.Mit dem kleinen Traktor und Anhänger fuhren wir auf den Campingplatz um den Rasen auf den leeren Campingplätzen zu mähen.Das gab auch gleich einen Snack für unsere Huftiere.Da ich heute Lucky beim mähen dabei hatte,war ich besonders wachsam,nicht das er mir noch in das Mähwerk geriet.Aber der kleine war clever und setzte sich in der Nähe unter eine Reihe Bäume in den Schatten.Ein Camper aus Frankfurt hörte uns und kam mit einer kleinen Schüssel Wasser für Lucky. Prima so kannte der nächste ihn.Von diesem Mann lies Lucky sich auch streicheln.
Ich mähte drei Plätze dann war der Anhänger voll und allmählich Zeit für den Feierabend. Beim zurück fahren mit dem frischen Gras begegneten wir am Eingang des Geheges Inge.Während ich das Gras ins Gehege warf,machte Inge sich mit Lucky bekannt und war begeistert von dem kleinen Kerl. Nach dem entleeren des Anhängers sprang Lucky auf den Traktor und wir fuhren ihn in die Garage dann begaben wir uns nach Hause.Erst einmal duschen und etwas essen und einen Kaffee gemacht ,Lucky frisches Wasser und Futter mit raus genommen und dann setzten wir uns draußen hin.Hier saß man nie lange alleine,denn dank toller Nachbarn kam immer jemand vorbei und man unterhielt sich.Am nächsten Tag würde meine große Tochter Sandra in die andere Haushälfte einziehen.Dann würde Lucky sein neues Frauchen kennen lernen.“Yvonne“ die Freundin meines Kollegen Marco würde sie vom Bahnhof in Koblenz abholen ihr aber nichts von Lucky erzählen.Das sollte schließlich eine Überraschung werden.Am nächsten Tag kam Sandra endlich zu mir.Ich saß gerade in meinem Vorbau am Haus als ich Sie durch die Scheibe mit Gepäck auf mein Haus zulaufen sah.Sie hatte von Yvonne zwar erfahren ,das ich eine Überraschung für sie hätte,aber sie wusste nicht was es war.
Auch während ihrer Besuche bei mir hatte ich nie erwähnt das ich nach einem Hund für Sie Ausschau halten würde.Ich machte die Tür auf und ließ Lucky raus.Ich machte ihn auf sein nahendes neues Frauchen aufmerksam und er lief ihr entgegen.Was war es für ein herrlicher Anblick Sandra´s Freude zu sehen. Nachdem wir uns herzlich begrüßt hatten gingen wir ins Haus und tranken erst einmal einen Kaffee ,denn es gab ja viel zu erzählen. Ich ließ die Tür wie hier üblich auf und Lucky lief immer wieder rein und raus.Er ging dann immer direkt zu Sandra,denn die beiden verstanden sich auf Anhieb.Durch ihre Besuche bei mir hatte Sandra schon den ein oder anderen Nachbarn kennen gelernt und so machte Sie sich später daran die Bekannten zu besuchen,denn nun wohnte sie fest hier und wollte das auch genießen.Ich begleitete sie eine Weile und ging dann wieder nach Hause. Lucky folgte mir und ich begann etwas zu kochen. Manchmal sah ich Lucky der vor der Tür geblieben war nicht aber das war hier im Feriendorf nicht schlimm.Ich setzte mich mit einem Kaffee raus,nachdem ich mit dem kochen fertig war und wir warteten auf Sandra.
