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Für eine sichere und nachhaltige Trinkwasserversorgung muss die Qualität von Trinkwasser wie auch von Rohwässern ständig mithilfe immer komplexerer Wasseranalysen überwacht werden. In dieser vollständig überarbeiteten und an die aktuelle Trinkwasserverordnung angepassten Neuauflage seines Klassikers bietet Walter Kölle anhand von zahlreichen Beispielanalysen einmal mehr einen umfassenden Überblick über wasserchemische Grundlagen, die Relevanz verschiedener Messgrößen für die unterschiedlichen Wassertypen, das Vorkommen von natürlichen und anthropogenen Wasserinhaltsstoffen, sowie praktische Hinweise zur Berechnung und Auswertung von Analysedaten.
Die in Deutschland und in der EU gültigen Grenzwerte gemäß Trinkwasserverordnung und Europäischer Trinkwasserrichtlinie werden durchgehend berücksichtigt. Zahlreiche Parameter wurden neu aufgenommen, beispielsweise Arzneimittel, Bauchemikalien, Süßstoffe, Phthalate und Mikroplastik. Ein besonderes Augenmerk gilt der der Calcitsättigung und ihrer Bedeutung für die Trinkwassernutzung sowie ihrer Berechnung nach der neugefassten DIN-Norm. Auf der zugehörigen Webseite findet der Leser umfangreiches ergänzendes Bildmaterial u. a. zu den Reaktionspartnern des Wassers im Grundwasserleiter, zur Wasseraufbereitung, zu Biofilmen, Korrosionsprodukten und Asbest.
Ein unverzichtbarer und in der Praxis bestens bewährter Leitfaden für jeden, der beruflich mit der Überwachung der Wasserqualität zu tun hat.
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Seitenzahl: 807
Veröffentlichungsjahr: 2017
Cover
Titel
Autor
Impressum
Vorwort zur vierten Auflage
1 Grundlagen
1.1 Maßeinheiten: Menge und Masse
1.2 Dezimalvorsilben
1.3 Reaktionstypen
1.4 Reaktionsgeschwindigkeiten und Hemmung von Reaktionen
1.5 Titration
1.6 Ionenbilanz
1.7 Aufbau eines Analysenformulars
1.8 Angabe von Analysenergebnissen
1.9 Angabe von Mischungsverhältnissen
1.10 Laboratorien, Analysenwerte, Grenzwerte
1.11 Umgang mit großen Datenmengen und s„Ausreißern“
1.12 Umgang mit Kundenreklamationen
1.13 Datenverarbeitung, Datensicherung
2 Wassertypen, Identifizierung von Wässern
2.1 Destilliertes (vollentsalztes) Wasser
2.2 Regenwasser
2.3 See- und Talsperrenwasser
2.4 Grundwasser
2.5 Flusswasser
2.6 Wasser in Wasserwerken
2.7 Wasser in Hallenbädern
2.8 Abwasser
2.9 Meerwasser
2.10 Mineralwässer, Quellwässer, Tafelwässer, Heilwässer
2.11 Lagerstättenwasser
2.12 Identifizierung von Wässern
2.13 Sonstige, spezielle Wässer
3 Physikalische, physikalisch-chemische und allgemeine Parameter
3.1 Temperatur
3.2 Elektrische Leitfähigkeit
3.3 pH-Wert, Säure und Lauge in der Umwelt
3.4 Sauerstoff
3.5 Kohlenstoffdioxid
3.6 Geruch und Geschmack
3.7 Färbung
3.8 Trübung
3.9 Redoxspannung
3.10 Aufgegebene Parameter (Abdampfrückstand, Glührückstand)
4 Anorganische Wasserinhaltsstoffe, Hauptkomponenten
4.1 Erdalkalimetalle, Härte
4.2 Alkalimetalle
4.3 Eisen und Mangan
4.4 Anionen (außer Nitrit und Nitrat)
4.5 Stickstoff und Stickstoff ver bindungen
4.6 Chemische Verschmutzungsindikatoren
5 Anorganische Wasserinhaltsstoffe, Spurenstoffe
5.1 Datenbasis
5.2 Mobilisierungs- und Immobilisierungsprozesse
5.3 Parameter
6 Organische Wasserinhaltsstoffe
6.1 Allgemeines
6.2 Substanzen, die aus Molekülen einheitlicher Beschaffenheit bestehen
6.3 Refraktäre Substanzen
6.4 Organische Wasserinhaltsstoffe, Parameter
6.5 Methan (Gärung und Faulung)
7 Calcitsättigung
7.1 Einführung
7.2 Kohlensäure
7.3 Rolle des Calciums
7.4 Beurteilung eines Wassers im Hinblick auf die Calcitsättigung
7.5 Analysenangaben
7.6 Grenzwert
7.7 Ausschlusskriterien
7.8 Beeinflussung des Sättigungszustandes
7.9 Bedeutung der Calcitsättigung
8 Mikrobiologische Parameter und Desinfektionsmittel
8.1 Bakteriologische Verschmutzungsindikatoren, Hygiene
8.2 Desinfektionsmittel
9 Radioaktivität
9.1 Vorbemerkung
9.2 Allgemeines
9.3 Radioaktive Spaltprodukte
9.4 Aktivierungsprodukte, Tritium
9.5 Maßeinheiten
9.6 Daten
9.7 Erfahrungen
9.8 Grenzwerte
9.9 Gefährdungssituation in der Bundesrepublik
10 Chronik der gesetzlichen Rahmenbedingungen
10.1 Rechtlicher Rahmen
10.2 Entwicklung
Anhang A: Tabellenanhang
Anhang B: Analysenanhang
Abkürzungsverzeichnis und Glossar
Literatur
Sachverzeichnis
Wiley Endbenutzer-Lizenzvereinbarung
1 Grundlagen
Abb. 1.1 Beispiele für Häufigkeitsverteilungen.
Abb. 1.2 Bearbeitung von Häufigkeitsverteilungen im Wahrscheinlichkeitsnetz.
2 Wassertypen, Identifizierung von Wässern
Abb. 2.1 Ermittlung der Zusammensetzung eines Mischwassers im Dreiecksdiagramm.
3 Physikalische, physikalisch-chemische und allgemeine Parameter
Abb. 3.1 Temperaturverlauf des Leinewassers, a) Zeitreihe; in b) sind die Temperaturverläufe von jeweils einem Jahr übereinandergezeichnet.
Abb. 3.2 Temperaturänderungen bei der Wasserentnahme in Hausinstallationssystemen, (a) Privatwohnung, (b) Hochschulinstitut.
Abb. 3.3 Titrationskurven.
Abb. 3.4 Anstieg des CO
2
-Gehaltes der Atmosphäre im Zeitraum von 1800 bis 2007.
Abb. 3.5 E
h
/pH-Diagramm der Redoxspannungsbereiche mit Nitrat- und Sulfatreduktion im Grundwasser des Fuhrberger Feldes und Stabilitätslinien verschiedener wichtiger Wasserinhaltsstoffe, nach Böttcher et al. (1985), mit freundlicher Genehmigung des Autors.
4 Anorganische Wasserinhaltsstoffe, Hauptkomponenten
Abb. 4.1 Kaliumkonzentrationen in Brunnenwässern im Fuhrberger Feld.
Abb. 4.2 Eisenkonzentrationen deutscher Grundwässer, aufgetragen gegen das jeweilige Jahresfördervolumen.
Abb. 4.3 Modellvorstellung zur Rolle von gelöstem Eisen(II) in der Natur (Bildung von Eisen(III)-oxidhydrat durch natürliche Verlagerungsprozesse).
Abb. 4.4 Reaktionsschemata für die Denitrifikation durch Eisendisulfid bzw. für die Mobilisierung von Eisen(II) durch den oxidierenden Einfluss von Nitrat.
Abb. 4.5 Prozentuale Eisenausbeute der Denitrifikation in Abhängigkeit von der Säurekapazität bis pH 4,3.
Abb. 4.6 Mangankonzentrationen deutscher Grundwässer, aufgetragen gegen das aufsummierte Jahresfördervolumen.
Abb. 4.7 Verhalten von Ammonium und Mangan bei der Uferfiltration im Wasserwerk Düsseldorf-Flehe nach Tacke und Bayer (1998) und Schullerer et al. (1998).
Abb. 4.8 Korrelation zwischen Mangan und Sulfat im Wasser des Brunnens 4 des Wasserwerks Fuhrberg (die eingefügten Jahreszahlen geben einen Eindruck von den Konzentrationsschwankungen).
Abb. 4.9 Änderung der Chloridfracht des Rheins im zeitlichen Verlauf und entlang der Fließstrecke nach Schullerer et al. (1998).
Abb. 4.10 Verlauf der Chloridkonzentration in der Leine.
Abb. 4.11 Korrelation zwischen Chlorid und Magnesium in der Leine.
Abb. 4.12 Korrelation zwischen Chloridkonzentration von Grundwässern und dem Anteil landwirtschaftlich genutzter Flächen in Prozent des Einzugsgebietes.
Abb. 4.13 Verlauf der Chloridkonzentration entlang einer Brunnenreihe im Fuhrberger Feld.
Abb. 4.14 Schema eines Korrosionsproduktes von Graugussleitungen, das innerhalb einer spröden Schale nur Eisen(II)-chlorid enthielt.
Abb. 4.15 (a) Verlauf der Phosphatkonzentration in der Leine (Jahresmittelwerte), (b) Verlauf der mikrobiellen und der Phosphat-P-Belastung des Zürichsees (gleitendes Mittel) nach Forster und Gammeter (1999).
Abb. 4.16 Versuch einer Korrelation der Braunkohlekonzentration im Grundwasserleiter mit der Phosphatkonzentration im Grundwasser.
Abb. 4.17 Ammoniumbelastung der Leine bei Laatzen-Grasdorf seit 1968.
Abb. 4.18 Abhängigkeit der Ammoniumkonzentration vom landwirtschaftlichen Einfluss (hier Sulfatgehalt) im Grundwasser im Bereich der Brunnen 1 und 4 des Wasserwerks Fuhrberg.
5 Anorganische Wasserinhaltsstoffe, Spurenstoffe
Abb. 5.1 Metallkonzentrationen aus dem geochemischen Begleitprogramm für den Ausbau des Niedersächsischen Landesmessnetzes Grundwasserbeschaffenheit, Konzentrationsbereich 0,001–1000mg/kg.
Abb. 5.2 Wie Abb. 5.1, Konzentrationsbereich 0,1–100000 mg/kg.
Abb. 5.3 Trennung von Eisen und Nickel durch eine natürliche Abfolge unterschiedlicher Redoxbedingungen (Schema).
Abb. 5.4 Konzentration von gelöstem Aluminium in Abhängigkeit vom pH-Wert (Löslichkeitskurve).
Abb. 5.5 Benzinabsatz in der Bundesrepublik und die auf der Verbrennung von verbleitem Benzin beruhende Bleiemission nach von Storch et al. (2000) (mit freundlicher Genehmigung der Autoren).
Abb. 5.6 Prozentuale Beiträge der Metalle Zink, Nickel und Cobalt an der Gesamtbelastung von Wasserproben mit diesen drei Metallen.
Abb. 5.7 Gesamtzinkgehalt im Rhein bei Bimmen/Lobith (Grenze D/NL) nach Malle (1992).
6 Organische Wasserinhaltsstoffe
Abb. 6.1 Huminstoffkonzentration deutscher Grundwässer, aufgetragen gegen das jeweilige Fördervolumen.
Abb. 6.2 Organische Belastung der Leine bei Laatzen-Grasdorf seit 1969.
Abb. 6.3 Periodische Schwankungen der organischen Belastung der Leine.
Abb. 6.4 Anstieg der Sulfatkonzentration und gegenläufige Erniedrigung der organischen Belastung als Kaliumpermanganatverbrauch (mg/l KMnO
4
) am Brunnen 3 des Wasserwerks Fuhrberg der Stadtwerke Hannover AG.
7 Calcitsättigung
Abb. 7.1 Der anorganische Kohlenstoff in Abhängigkeit vom pH-Wert nach Sontheimer et al. (1980).
Abb. 7.2 Calcitsättigungskurve.
Abb. 7.3 Beurteilung der Abweichung eines Wassers von der Calcitsättigung.
Abb. 7.4 Mögliche Abweichungen der Calcitsättigung von den Ausgangsbedingungen durch Änderung von Parametern der Wasserbeschaffenheit.
Abb. 7.5 Gleichgewichts-pH-Wert in Abhängigkeit von der Säurekapazität bis pH 4,3 und der Calciumkonzentration für 10 °C (Daten aus Tab. 1 in Grohmann, 1991).
Abb. 7.6 Calcitlösekapazität in Abhängigkeit von der Konzentration an überschüssigem CO
2
und der Säurekapazität bis pH 4,3.
Abb. 7.7 Auswirkungen von 22,6 mg/l organischem Stickstoff (entsprechend 100 mg/l Nitrat) im neu gebildeten Grundwasser auf die Calcitsättigung in einem reduzierenden, kalkhaltigen Grundwasserleiter.
8 Mikrobiologische Parameter und Desinfektionsmittel
Abb. 8.1 Absterberate fäkaler Keime nach Carlson (1986).
Abb. 8.2 Warmwassertemperatur in vom Autor benutzten Hotels (Messung nach Erreichen der Temperaturkonstanz).
9 Radioaktivität
Abb 9.1. Nuklidkarte
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Inhaltsverzeichnis
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Vierte Auflage
Walter Kölle
Autor
Dr. Walter Kölle
Heesternwinkel 7
30657 Hannover
Deutschland
4. Auflage 2017
Alle Bücher von Wiley-VCH werden sorgfältig erarbeitet. Dennoch übernehmen Autoren, Herausgeber und Verlag in keinem Fall, einschließlich des vorliegenden Werkes, für die Richtigkeit von Angaben, Hinweisen und Ratschlägen sowie für eventuelle Druckfehler irgendeine Haftung.
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Mobi ISBN 978-3-527-80789-5
oBook ISBN 978-3-527-80787-1
Nichts ist beständiger als der Wandel. Mit der vierten Auflage wird das Buch „Wasseranalysen – richtig beurteilt“ erneut aktualisiert. Die vier Auflagen spiegeln über einen Zeitraum von 15 Jahren sowohl die Entwicklung des Buches, als auch des Sachgebietes wider. Diese Entwicklung kann anhand der Vorworte für die Auflagen 1 bis 3 (die inzwischen auf die Website verschoben worden sind) nachvollzogen werden. Darüber hinaus geben die Vorworte auch Auskunft darüber, wem der Autor zu Dank verpflichtet war und auch heute noch ist.
In der vierten Auflage beziehen sich die Hinweise auf die Trinkwasserverordnung nun auf die aktuellen Fassungen vom August 2013 und danach, nachdem in der dritten Auflage auf den Referentenentwurf zur Fassung der Trinkwasserverordnung vom Mai 2011 Bezug genommen werden musste. Soweit möglich wurden alle Wasserqualitätsparameter nicht nur nach Maßgabe der Grenzwerte nach der Trinkwasserverordnung beurteilt, sondern auch im Hinblick auf die Zielwerte nach dem Europäischen Fließgewässermemorandum bewertet.
Gründlich überarbeitet wurden auch die Bilderserien und die Erläuterungen dazu auf der Website. Dort sind auch Hilfsmittel verfügbar wie z.B. Wahrscheinlichkeitsnetze. Die Internet-Adresse lautet: www.wiley-vch.de/home/wasseranalysen.
Im Text waren zahlreiche Aktualisierungen erforderlich. Besonders weitreichend waren sie in den folgenden Kapiteln:
Organische Wasserinhaltsstoffe (Kap. 6): Die Fortschritte der Analysentechnik führen dazu, dass immer mehr neue Substanzklassen in den Gewässern gefunden werden. Mit elf neu aufgenommenen Parametern wird dieser Tatsache Rechnung getragen.
Berechnung der Calcitsättigung (Kap. 7): Die Rechenmethode zur Berechnung der Calcitsättigung nach DIN 38404-10 ist im Dezember 2012 überarbeitet worden. Ausführlich erörtert wird die aktualisierte Rechenmethode anhand der Softwareprodukte CAS 4.2 von Klaus Johannsen, Hamburg-Harburg, WinWASI 5.0 der Firma Bieser und Partner, Bensheim und dem Online-Rechenmodul „Kalk-Kohlensäure-Gleichgewichts-Berechnung“ des Technologiezentrums Wasser, Karlsruhe. Ebenfalls getestet wurde das thermodynamische Rechenprogramm PHREEQC. Anhand der Analysen aus dem Analysenanhang wurden die Rechenergebnisse verglichen.
Radioaktivität (Kap. 9): Mit der Fassung der Trinkwasserverordnung vom November 2015 wurde die Bewertung radioaktiver Stoffe aktualisiert. Die Bewertungsmethode wird ausführlich und anhand von vier Tabellen wiedergegeben.
Der Autor dankt an dieser Stelle den Herren PD Dr. Klaus Johannsen und Dipl.-Ing. Rüdiger Böckle für die Überlassung der von ihnen entwickelten Softwareprodukte zur Berechnung der Calcitsättigung. Nicht zuletzt dankt er seinem Freund und ehemaligen Kollegen Herrn Dr. Bernd Schneider, der – wie immer – wertvolle Hinweise gegeben hat.
Hannover, Januar 2017
Walter Kölle
