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Das große Wissen für die kleinen Momente
Dieses Buch bietet Ihnen in 999 spannenden Fakten aus dem Fundus der Weltgeschichte nicht nur den Schlüssel zu Bildung und Macht, es ist Ihr kluger Begleiter für die ruhigen Momente des Tages. Lassen Sie sich inspirieren und besteigen Sie den Thron des Wissens.
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Seitenzahl: 262
Veröffentlichungsjahr: 2018
Buch
Dieses Buch bietet Ihnen in 999 spannenden Fakten aus dem Fundus der Weltgeschichte nicht nur den Schlüssel zu Bildung und Macht, es ist Ihr kluger Begleiter für die ruhigen Momente des Tages. Lassen Sie sich inspirieren und besteigen Sie den Thron des Wissens.
WC-Pedia
Das große Wissenfürs stille Örtchen
Aus dem Italienischenvon Ingrid Exo
Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt und enthält technische Sicherungsmaßnahmen gegen unbefugte Nutzung. Die Entfernung dieser Sicherung sowie die Nutzung durch unbefugte Verarbeitung, Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Zugänglichmachung, insbesondere in elektronischer Form, ist untersagt und kann straf- und zivilrechtliche Sanktionen nach sich ziehen.Sollte diese Publikation Links auf Webseiten Dritter enthalten, so übernehmen wir für deren Inhalte keine Haftung, da wir uns diese nicht zu eigen machen, sondern lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung verweisen.
Die italienische Originalausgabe erschien 2016 unter dem Titel »WC Pedia« bei Rizzoli Libri, Mailand, Italien.1. Auflage
Deutsche Erstausgabe April 2018
Copyright © 2016 Rizzoli Libri der Originalausgabe: Rizzoli Libri S.p.A./BUR Rizzoli, Milan
Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe: Wilhelm Goldmann, München,
in der Verlagsgruppe Random House GmbH,
Neumarkter Str. 28, 81673 München
Illustrationen: studio pym, Milano
Umschlag: Uno Werbeagentur, München
Umschlagmotiv: FinePic®, München
Redaktion: Eckard Schuster
Satz: Uhl + Massopust, Aalen
JE ∙ Herstellung: IH
ISBN 978-3-641-21541-5V001
www.goldmann-verlag.deBesuchen Sie den Goldmann Verlag im Netz
Inhalt
Bevor es losgeht
Schöngeistiges – Sprache und Literatur
Mondäne Zeiten – Kino und Mode
Auf Bildungsreise – Geschichte und Archäologie
Im Reich der Tiere – Kurioses und Abseitiges
Was die Welt zusammenhält – Wissenschaft und Technik
Wunderkammer menschlicher Körper – Obskures und Faszinierendes
Glaubensfragen – Kulturanthropologie und Religion
Zu Tisch – Essen und Genuss
In der Welt des Sports – Rekorde und Denkwürdiges
Gott und die Welt – Philosophie und Philosophen
Der blaue Planet – Länder und Meere
Im Garten der Musen – Kunst und Musik
Register
Bevor es losgeht
Wissen Sie eigentlich, wie viel eine vollständige Enzyklopädie mit mindestens zweiunddreißig Bänden wiegt? Ungefähr 58,5 Kilogramm. Also mehr oder weniger so viel wie eine durchschnittliche Erwachsene. Und wissen Sie, wie viele Seiten sie hat? 35000.
Sie werden mir sicher zustimmen, dass es sich dabei nicht gerade um einen handlichen Wissensschatz handelt, den man überall rasch zur Hand hätte. Schon gar nicht in der heutigen Zeit, wo Platz und Zeit immer nur sehr begrenzt verfügbar sind.
Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht nicht danach aussieht, ist auch das, was Sie gerade in Händen halten, eine Enzyklopädie, mit Tausenden von Einträgen und Hunderten von Illustrationen, in zwölf Kategorien unterteilt, angelehnt am klassischen Wissenskanon, wie er auch in der Schule gelehrt wird, um sich wirklich auszukennen: Geschichte, Geografie, Naturwissenschaften, Literatur, Kunst, Philosophie, Religion. Hinzu kommen Sport, Kino, Kulturgeschichte, Mode, Kochkunst sowie Technik und TV-Serien, um auch dem Nerd im Autor gerecht zu werden.
An dieser Stelle werden Sie sich natürlich zu Recht fragen, was denn da – abgesehen vom Umfang – den Unterschied ausmacht.
Tja, der Unterschied besteht in dem, was drinsteht.
WC-Pedia ist ein Kompendium von eigenartigen und ungewöhnlichen Tatsachen und Kuriositäten, von Dingen, die einen mit offenem Mund staunen lassen und die man nicht für möglich hält, im Wechsel mit ganz ernsthaften und strengen Angelegenheiten.
Doch eins steht fest: Die Lektüre wird Sie gewiss weder langweilen noch kaltlassen. Sie werden etwas zu lachen haben oder genervt aufstöhnen, und ganz bestimmt wird Ihr Allgemeinwissen um so manche Anekdote bereichert. Neue Aspekte werden Ihnen präsentiert, und Sie werden so manches unter neuem Blickwinkel sehen. Vielleicht werden Sie künftig auch mehr hinterfragen, denn, um es mit Goethe zu sagen: »Mit dem Wissen wächst der Zweifel.«
Und wenn Sie dann gemütlich so dasitzen – auf der Toilette, versteht sich, aber da gibt es keine Vorschriften, in eine Decke eingekuschelt auf dem Sofa geht natürlich auch –, werden Sie einen weiteren Vorteil dieser einzigartigen und vergnüglichen Enzyklopädie entdecken: Sie können sie systematisch durchlesen, von der ersten bis zur letzten Seite, oder mit der Rubrik beginnen, die Sie am meisten anspricht. Oder Sie stöbern einfach nur herum und picken ganz nach Lust und Laune spontan hier und da etwas heraus.
Ah, WC-Pedia hat das Wissen auf gut 200 Gramm und 330 Seiten eingedampft!
Schöngeistiges – Sprache und Literatur
In der Originalausgabe von Herman Melvilles Moby Dick fehlte der Epilog, und zwar aufgrund eines Fehlers des Druckers.
Das englische Wort Quiz bezeichnet ein Fragespiel, ein Rätsel, und genau das, ein Ratespiel, war es seinem Ursprung nach auch. Dublin im Jahr 1791: Ein Theaterdirektor namens Daly wettet, es würde ihm gelingen, innerhalb von 24 Stunden ein neues Wort in die englische Sprache einzuführen. Er heuert ein paar Leute an, mit denen er in der Nacht auf alle Mauern der Stadt ein Wort schreibt, das er erfunden hat, nämlich »Quiz«. Tags darauf ist die eigenartige Neuschöpfung in aller Munde, auch wenn keiner weiß, was sie bedeutet. Von da ist es nur noch ein kleiner Schritt, das neue Wort mit der Bedeutung Rätselspaß in Verbindung zu bringen, und so hat es auch Eingang in unsere Sprache gefunden.
Alexandre Dumas engagierte einen Ghostwriter, der ihm beim Schreiben der Drei Musketiere half.
Es gibt Wörter, die kann man einfach nicht übersetzen. Das Filipino-Wort layogenic ist so eines. Es bezeichnet eine Person, die nur von Weitem gut aussieht.
Vladimir Nabokov verfasste Lolita auf ein paar Seiten eines Notizblocks, als er auf der Suche nach Schmetterlingen für seine Sammlung durch die USA reiste.
Fifty Shades of Grey ist der meistverkaufte englische Bestseller aller Zeiten.
Als man sich in Schottland einmal ein neues Spiel ausgedacht hatte, das Männern vorbehalten bleiben sollte, nannte man es Gentlemen Only Ladies Forbidden. Abgekürzt G.O.L.F. Welcher Sport also ist gemeint?
Bevor er Schriftsteller wurde, war Dan Brown Popsänger.
In jedem anständigen Western taucht irgendwann ein Indianer auf, der »Howgh!« sagt. Dabei kommt das Wort in den Sprachen der bekannten Stämme gar nicht vor. Des Rätsels Lösung besteht darin, dass die ersten westlichen Kolonisatoren der unendlichen amerikanischen Prärien Englisch sprachen. Wenn sie auf Ureinwohner trafen, waren sie bemüht, in kurzen Sätzen zu kommunizieren, etwa »Wie jagt ihr? Wie lebt ihr?« (englisch: How do you hunt? How do you live?) Und da diese Fragen eben häufig mit »How« eingeleitet wurden, dachten die Indianer, dies sei ein heiliges Wort oder zumindest eines, das dem weißen Mann angenehm sei, und begrüßten ihn deshalb auf diese Weise.
Die Kinderbuchreihe Wo ist Walter? des britischen Autors Martin Handford wurde anfangs verboten, weil sich auf den Wimmelbildern auch eine barbusige Frau befand.
Google: Alle kennen es, aber weiß jemand – warum es so heißt? Noch während ihrer Studienzeit in Stanford suchten die beiden Gründer, Larry Page und Sergey Brin, einen sprechenden Namen für die uferlose Menge an Informationen, die im Netz verfügbar ist. Und so kamen sie auf Googol, ein Begriff, der 1938 für die unfassbar große Zahl einer Eins mit hundert Nullen geprägt wurde. Weil sie aber nicht genau wussten, wie man das schreibt, wurde daraus Google. Einen Tag nach der Freischaltung der Domain bemerkten sie den Fehler, doch nun war die Seite bereits unter diesem Namen registriert.
Franz Kafka bat einen Freund, seine Werke zu verbrennen. Der Prozess, Das Schloss und Der Verschollene (unter dem Titel Amerika veröffentlicht) erschienen gegen seinen Willen posthum dann doch.
Ähnlich wie Haribo (Hans Riegel Bonn) oder Adidas (Adolf »Adi« Dassler) ist Tesa ein Akronym, ein Kunstwort, das aus Teilen anderer Wörter (meist Namen) zusammengesetzt wurde. Bei Tesa war es Elsa Tesmer, damals Sekretärin bei der Herstellerfirma Beiersdorf, auf die der Name des Klebebandes zurückgeht. Es ist heute aus keinem Haushalt wegzudenken, sei es als Tesafilm oder als Kreppband zum Abkleben bei Malerarbeiten.
Es ist seiner Ehefrau Vera zu verdanken, dass Nabokov die ersten Entwürfe zu Lolita nicht verbrannt hat.
In Tausendundeiner Nacht ist Aladin ein chinesisches Kind.
Das Wort Sandwich geht auf seinen Erfinder, John Montagu, 4. Earl of Sandwich, zurück, einen englischen Offizier und Diplomaten des 18. Jahrhunderts. Vermutlich hat seine Erfindung ihren Ursprung darin, dass er seinen Schreibtisch nicht wegen des Essens verlassen wollte und sich dieses Toastbrot als Zwischenmahlzeit zubereiten ließ. Nach Meinung des Wall Street Journal ist das Sandwich Großbritanniens größte Leistung im Bereich der Kulinarik.
Sherlock Holmes ist die literarische Figur, die am häufigsten auf großer Leinwand zu sehen ist. Elementar, mein lieber Watson!
In Scott Fitzgeralds Diesseits vom Paradies kommen zum ersten Mal in der Literatur die Wörter cool, Daiquiri und T-Shirt vor.
1888 nannte der Unternehmer George Eastman den ersten transportablen Fotoapparat Kodak. Eastman wählte diesen Namen, weil er kurz, prägnant und leicht auszusprechen war. Vor allem aber gab es keine Probleme mit eingetragenen Warenzeichen – denn dieser Name hatte keinerlei Bedeutung.
Es heißt, die Bibliothek von Harvard bewahre vier Gesetzesbände auf, die in Menschenhaut gebunden sind.
Das längste Wort der Welt ist das schwedische Sparvagnsaktiebolagsskensmutsskjutarefackforeningspersonalbeklandnadsmagasinsforradsforvaltaren. Und es heißt so viel wie Verwalter desLagers für die Uniformausgabe an das Gleisreinigungspersonal der Trambahngesellschaft.
Die Geschichte vom Prinzen Genji, um das Jahr 1000 verfasst von Murasaki Shikibu, ist vermutlich der älteste Roman der Welt.
Der längste Roman der Welt? Das ist Henry Dargers The Story of the Vivian Girls, in What is known as the Realms of the Unreal, of the Glandeco-Angelinian War Storm, Caused by the Child Slave Rebellion. Mal eben 16000 Seiten.
Das kleinste Buch der Welt ist eine Bibel, die so winzig ist, dass man ein Mikroskop braucht, um sie zu lesen. Wissenschaftler des Israel Institute of Technology (Technion) in Haifa haben sie mithilfe eines Gallium-Ionenstrahls erstellt.
Dorothy Straight ist die jüngste Autorin der Geschichte. Mit nur vier Jahren schrieb sie die Antwort auf die Frage ihrer Mutter nach dem Ursprung der Welt nieder. How the World Began wurde 1964 veröffentlicht.
Alice im Wunderland ist in China verboten, weil darin sprechende Tiere vorkommen, denen menschliche Intelligenz zugeschrieben wird.
Lyman Frank Baum ließ sich für den Titel seines Zauberers von Oz von der Beschriftung eines Karteikastens mit der Aufschrift »O–Z« inspirieren.
In Gullivers Reisen werden Größe und Umlaufgeschwindigkeit der Marsmonde bereits mehr als ein Jahrhundert vor ihrer Entdeckung durch die Astronomen beschrieben.
John Steinbecks junger Hund fraß das Manuskript von Früchte des Zorns.
Macken und Marotten von Autoren1.
TRUMAN CAPOTE
Konnte sich 90 Prozent aller seiner Unterhaltungen merken.
Fing niemals freitags mit einem neuen Buch an.
Ließ nie mehr als drei Zigarettenstummel im Aschenbecher liegen. Die überzähligen steckte er in die Jackentasche.
J.R.R. Tolkien tippte die gesamte Trilogie von Herr der Ringe mit zwei Fingern.
Angeblich rauchte die US-amerikanische Schriftstellerin Louisa May Alcott (1832–1888) Opium und war überzeugt, im früheren Leben ein Pferd gewesen zu sein.
Woher kommt die Redewendung Dreck am Stecken haben? Sie stammt aus Zeiten, als die Wege und Straßen für die gewöhnlichen Leute noch nicht befestigt waren und man sich bei entsprechender Witterung die Schuhe schmutzig machte. Ehe man dann ein Haus oder gar einen Palast betrat, musste man den Dreck entfernen und tat dies zum Beispiel mit dem Arm oder einem mitgeführten Wanderstecken. Der Dreck am Stecken verriet also, dass hier etwas beseitigt wurde, was andere nicht sehen sollten. Gleichzeitig wurde Dreck schon länger mit Schuld assoziiert. So wurde die Redewendung »Dreck am Stecken« zur Bezeichnung für Blender und Betrüger, die ihre schmutzige Vergangenheit zu verbergen trachten.
Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1997 wurde Harry Potter und der Stein der Weisen in mehr als siebzig Sprachen übersetzt, darunter auch in Latein und Altgriechisch.
Jack Kerouac, Protagonist der Beatgeneration, war in Wirklichkeit ein frommer Katholik, der Hippies nicht ausstehen konnte und den Vietnamkrieg befürwortete.
James Joyce konnte Hunde auf den Tod nicht leiden, auch Donner und Denkmäler mochte er nicht. Aber er hatte eine Vorliebe für SM-Spiele, denn in verschiedenen Briefen an seine Geliebte Nora Barnacle wünscht er sich geohrfeigt, verprügelt und ausgepeitscht zu werden.
Was man unter dem Titel Mein Kampf kennt, sollte ursprünglich Viereinhalb Jahre Kampf gegen Lüge, Dummheit und Feigheit heißen. Das jedenfalls war Hitlers Vorschlag, die kürzere Version stammte vom Verleger Max Amann.
Während seiner Zeit in Venedig war Lord Byron allein in einem Jahr mit 250 Frauen im Bett (und nebenbei auch mit einem jungen Mann). Von jeder einzelnen bewahrte er eine Locke ihres Schamhaars auf, säuberlich verwahrt in einem Umschlag und mit dem Namen der Eigentümerin versehen.
Edgar Allan Poe hatte Angst vor Dunkelheit. Mit irgendwas muss man ja schließlich anfangen!
Virginia Woolf schrieb ihre Romane im Stehen – aus Rivalität zu ihrer Schwester Vanessa, die ebenfalls im Stehen malte.
Es war 1930, als sich J.R.R. Tolkien beim Korrigieren einer studentischen Hausarbeit dermaßen langweilte, dass er auf ein weißes Blatt Papier den Satz »In einer Höhle in der Erde, da lebte ein Hobbit« kritzelte. Das Wort »Hobbit«, das er noch nie zuvor gebraucht hatte, beschäftigte ihn außerordentlich. Aus seinen Überlegungen dazu ist Der Hobbit hervorgegangen.
Zur Zeit der Kreuzzüge verbreiteten die Assassinen mit ihren Mordattentaten auf politische Gegner Angst und Schrecken. Ihr in Europa zum Mythos gewordener Name leitet sich ursprünglich aus dem Arabischen ab. Von ihren (arabischen) Gegnern wurden diese Angehörigen einer schiitischen Glaubensgemeinschaft – ihre korrekte Bezeichnung lautet eigentlich »Nizariten« – als haššāšīn (»Haschisch-Leute«) denunziert. In Verbindung mit den von ihnen verübten spektakulären Mordanschlägen wurde daraus in den romanischen Sprachen und im Englischen die Bezeichnung für Mörder, assassino, assassin etc.
Harper Lee schrieb Wer die Nachtigall stört, weil ihr ein Freund als Weihnachtsgeschenk anbot, den Gegenwert eines Jahresgehalts zu zahlen – unter der Bedingung, dass sie sich ausschließlich ihrem Buch widme.
Starbucks wurde nach einer Figur aus dem Roman Moby Dick benannt: Der erste Offizier des Walfängers Pequod hieß Starbuck.
Es gibt Wörter, die kann man einfach nicht übersetzen … Das japanische baku-shan ist so eines. Es ist die Bezeichnung für ein Mädchen, das nur von hinten gut aussieht.
Wer kennt sie nicht, die Avocado – die ovale Frucht von grüner Farbe? Aber hätten Sie gedacht, dass die ursprüngliche Bezeichnung ahuacatl lautete? Es ist das aztekischen Wort für – Hoden.
Mark Twain aß gern in Gesellschaft, mit der er dann lebhaft über Flatulenzen diskutierte.
Victor Hugo erwartete derart gespannt die Reaktionen des Publikums auf Die Elenden, dass er gleich nach der Veröffentlichung seinem Verleger einen Brief schrieb, in dem nichts weiter stand als ein Fragezeichen. Um ihn vom großen Erfolg in Kenntnis zu setzen, schickte der Verleger daher ein Blatt, auf dem lediglich ein Ausrufezeichen prangte.
Ethnologue, das größte Verzeichnis aller auf der Welt gesprochenen Sprachen, verzeichnet derzeit 7099 Idiome weltweit.
T. S. Eliot beendete eine Vorstandssitzung seines Verlages damit, indem er dem Vorsitzenden eine Handvoll kleiner Knaller zwischen die Beine warf.
Als Sylvia Plath ihren zukünftigen Ehemann Ted Hughes zum ersten Mal traf, war sie so aufgeregt, dass sie ihm ins Gesicht biss.
Macken und Marotten von Autoren2.
CHARLES DICKENS
War Ordnungsfanatiker. Er konnte keine Zeile schreiben, wenn Tisch und Stuhl nicht so standen, wie er das wollte.
Er war sehr abergläubisch, deshalb berührte er alles dreimal.
Er legte sich zum Schlafen immer mit dem Gesicht nach Norden, und zwar wegen des Energiefeldes der Erde und seiner positiven wie negativen elektrischen Ladung.
Bei Theateraufführungen seiner Werke war er immer so aufgeregt, dass er manchmal sogar ohnmächtig wurde.
Emilio Ceretti, Journalist und Herausgeber der italienischen Ausgabe des Brettspiels Monopoly, ließ sich bei der Benennung der Grundstücksfelder von Straßennamen seines Wohnorts Mailand inspirieren, denn dort gründete er auch den Spieleverlag Editrice Giochi, der Monopoly in Italien herausbrachte.
Taushiro, Tanema und Kaixan sind die am wenigsten gesprochenen Sprachen der Welt. Der Grund? Sie werden jeweils nur noch von … einer einzigen Person gesprochen!
Der Totenkopf wird irrtümlicherweise mit Hamlets berühmtem Monolog »Sein oder nicht sein« im dritten Akt des gleichnamigen Shakespeare’schen Dramas in Verbindung gebracht. Der Totenkopf kommt erst im fünften Akt ins Spiel.
In früheren Zeiten war Sex in England nicht ohne die Erlaubnis des Königs gestattet. Wer sich Kinder wünschte, musste sich das Einverständnis des Herrschers geben lassen. Die Interessenten erhielten angeblich ein Schild, das während der »Ausübung« an der Haustür anzubringen war. Die Aufschrift lautete F.U.C.K. (Fornication Under Consent of the King – Unzucht mit Einverständnis des Königs).
In Nathanel Wests Roman Der Tag der Heuschrecke aus dem Jahr 1939 gibt es eine Figur namens Homer Simpson.
Man sagt, der Spitzname »Banana« der Autorin Mahoko Yoshimoto sei auf ihre Vorliebe für die roten Blüten der Banane zurückzuführen.
Für Schiller soll der Geruch nach faulen Äpfeln inspirierend gewesen sein.
Unübersetzbare Wörter, die Dritte: Kehdata – die Bedeutung dieses finnischen Wortes lässt sich beschreiben als: etwas tun, obwohl es mit eventuellen Peinlichkeiten verbunden ist.
Der Literaturhistoriker und Literatur-Nobelpreisträger Giosuè Carducci war ein Freund von gutem Essen und gutem Wein. In Castagneto fanden Essen mit Freunden statt, die morgens begannen und abends aufhörten.
Robert Baden-Powell, Begründer der Pfadfinderbewegung, bat Rudyard Kipling, sein Dschungelbuch als Benimm-Handbuch für die Altersgruppe der Wölflinge nutzen zu dürfen. Der Schriftsteller war sofort einverstanden.
Amélie Nothomb ist eine sehr produktive Schriftstellerin. Seit ihrem Debüt im Jahr 1992 hat sie jedes Jahr ein Buch veröffentlicht.
Stephen King muss täglich ein Pensum von 2000 Wörtern schaffen.
Gmäeß eneir Sutide dre elgnihcesn Uvinisterät Cmabrdige, ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wort snid, wcthiig ist aleiln, dsas der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sien. Tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen. Das ist so, wiel wir nciht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wrot als gseatems. Ehct ksras! Das ghet wicklirh! ;-)
»Glocke« ist ein Wort mit vielen Spielarten, hier nur einige davon: Glockenapfel, Glockenbecher, Glockenblume, Glockenform, Glockengeläut, Glockenhut, Glockenklang, Glockenkurve, Glockenläuten, Glockenrock, Glockenschlag, Glockenschwengel, Glockenspiel, Glockenstuhl, Glockenturm. Im Deutschen ist das Wort »Glocke« etwa seit dem Jahr 1000 bekannt, es ist aus dem althochdeutschen glokka und dem mittelhochdeutschen glogge hervorgegangen. Abgeleitet aber ist es vom keltischen cloc bzw. altirischen clocc und wurde über irische Mönche in Kontinentaleuropa verbreitet.
Im antiken Rom musste jemand, der ein öffentliches Amt bekleiden wollte, in einer weißen Toga erscheinen. Candidus ist das lateinische Wort für weiß. Aus dem bisweilen ironisch gebrauchten candidatus leitete sich die Bezeichnung »Kandidat« für einen Amtsbewerber ab.
Rudyard Kipling ist der jüngste Literaturnobelpreisträger aller Zeiten. Er bekam die Auszeichnung im Alter von nur 41 Jahren.
Joyce war nahezu blind. Zum Schreiben legte er sich in einem weißen Hemd bäuchlings aufs Bett. Dadurch wurde in der Abenddämmerung noch etwas Licht von den Seiten reflektiert.
Edgar Allan Poe trennte sich niemals von seiner Katze Cattarina. Wenn sie schnurrte, während er etwas schrieb, sah er das als ein Zeichen der Zustimmung an.
Unübersetzbare Wörter, die Vierte: Das arabische gufra bezeichnet die Menge Wasser, die man mit einer Hand schöpfen kann.
Lewis Carroll soll an einer seltenen neurologischen Erkrankung gelitten haben, die zu Halluzinationen und Wahrnehmungsstörungen führte, sodass Dinge völlig verzerrt aussahen, eben so, wie es Alice im Buch ergeht. Diese von John Todd 1955 als Begleiterscheinung einer Migräne erkannte Erkrankung trägt daher den Namen Alice-im-Wunderland-Syndrom oder Todd-Syndrom.
Das Wort, das im Guinness-Buch der Rekorde als das weltweit prägnanteste gelistet ist, lautet mamihlapinatapai. Es stammt aus dem südlichen Argentinien und Chile und bedeutet in etwa »das Austauschen eines Blickes zwischen zwei Personen, von denen jeder wünschte, der andere würde etwas initiieren, was beide begehren, aber keiner bereit ist zu tun.«
Den längsten Taufnamen der Welt gab Scott Roual Sör-Lökken, ein Amerikaner aus Montana, seiner 1979 geborenen Tochter S. Ellen Georgianna. Das S. ist die Abkürzung des Namens mit 598 Buchstaben, den der Vater wählte, um die Computer der Bundesbehörden zum Absturz zu bringen.
Die Hiulihans waren eine lebhafte irische Familie, die um das Jahr 1890 im Süden von London lebte. Sie waren derart berühmt-berüchtigt für ihr Unruhestiften, dass ihr Name in viele Sprachen als Inbegriff von Unruhestiftern eingegangen ist: Hooligans sind heute jedem ein Begriff.
Unübersetzbare Wörter, die Fünfte: das japanische kyoikumama. Damit ist eine Mutter gemeint, die ihr Kind unentwegt zu schulischem Erfolg antreibt.
George Sand trug nicht nur einen männlichen Namen, sondern auch Männerkleidung, denn die fand sie bequemer.
H.G. Wells hatte immer zwei Stifte bei sich, einen für große Worte, wie er sagte, und einen feineren für die weniger großen.
J. M. Barrie bestellte zum Essen immer Rosenkohl, doch er aß ihn nie. Ihm gefiel der Name – im Englischen Brussels sprouts – einfach so gut, dass er ihn gerne aussprach.
Ayapaneco, eine Sprache in Mexiko, ist vom Aussterben bedroht, weil die einzigen beiden Menschen, die sie beherrschen, nach einem Streit nicht mehr miteinander sprechen.
Auf der kanarischen Insel La Gomera spricht man El Silbo, eine Sprache, die aus vier Konsonanten, ebenso vielen Vokalen und mehr als vierhundert Vokabeln besteht, die ausschließlich … aus Pfiffen gebildet werden. Damit können sich Hirten über große Distanzen verständigen. Zur Verstärkung der Pfiffe nehmen sie einen, zwei oder drei Finger in den Mund, oder sie benutzen die Hände als Lautsprecher. Das funktioniert so gut, dass man die Pfiffe bis zu fünf Kilometer weit hören kann. El Silbo wäre sicherlich ausgestorben, wenn die kanarische Regierung es nicht 1999 zum Bestandteil des Schulunterrichts auf den Kanaren gemacht hätte.
Es heißt, Gabriel García Márquez habe beim Schreiben immer eine gelbe Rose oder Tulpe auf seinem Schreibtisch gehabt, denn das sollte Glück bringen. Er war sehr abergläubisch und war überzeugt davon, dass Schnecken hinter der Tür, Pfauen, Plastikblumen und auch ein Frack Unglück bringen könnten. Aus diesem Grund trug er bei der Verleihung des Nobelpreises auch keinen Frack.
Percy Bysshe Shelley hasste Katzen so sehr, dass er während eines Gewitters wohl einmal eine an einen Drachen angebunden hat, in der Hoffnung, sie würde vom Blitz getroffen.
Man schätzt, dass Roald Dahl mehr als 500 Wörter erfunden hat, wovon viele immer noch in Gebrauch sind.
Kafka stand auf FKK, auch wenn er es selten praktizierte. Er verbrachte die Ferien in einem Nudistenhotel, doch mochte er sich nicht ausziehen. Daher nannten ihn die anderen Gästen »den Mann mit der Badehose«.
Unübersetzbare Wörter, die Sechste: das lettische kaapshljmurslis. Es bezeichnet das Gefühl, zwischen zwei Transportmitteln zerquetscht zu werden.
Agatha Christie hatte eine Dyslexie. Sie wird also ihre Romane nicht »von eigener Hand« geschrieben haben.
Elsa Morante hatte sich bekanntermaßen in Luchino Visconti verliebt. Als sie ihn jedoch in Venedig treffen wollte, versuchte er, ihr unter allen Umständen aus dem Weg zu gehen. Die Schriftstellerin ließ sich davon jedoch nicht entmutigen: Um seine Aufmerksamkeit zu erlangen, zeigte sie ihm auf der Piazza San Marco ihre Geschlechtsteile.
Macken und Marotten von Autoren3.
OSCAR WILDE
Trug oft eine grüne Nelke im Knopfloch, die daraufhin zum Zeichen für Homosexualität wurde.
Lächelte nie, weil er sehr schlechte Zähne hatte.
Ertrug es nicht, graue Haare zu haben, daher verwendete er sämtliche Haarfärbemittel, die er bekommen konnte. Leider bekam er davon diverse Hautreizungen.
Unübersetzbare Wörter, die Siebte: das brasilianische cafuné: mit den Fingern einer anderen Person sacht durch die Haare streichen.
Vor seiner religiösen Bekehrung war Leo Tolstoi ein Wüstling. Er hatte zahlreiche Liebschaften, liebte Glücksspiel, Alkohol und Duelle. In der Hochzeitsnacht zwang er seine Frau, die Tagebücher zu lesen, in denen er all seine erotischen Abenteuer beschrieben hatte. Wenn das kein guter Start ist …
Natürlich gibt es auch Fantasiesprachen! Am bekanntesten ist vielleicht das Klingonische, das von den klingonischen Kriegern in Star Trek gesprochen wird. Doch das ist nicht die einzige: Anthony Burgess schuf 1962 eine Mischung aus Englisch und Russisch, welche die Protagonisten in seinem Roman Uhrwerk Orange sprachen. Tolkien hingegen erfand für seine Bücher Grammatik und Vokabular der Elbensprache Eldarin sowie weitere zehn Sprachen.
Bei Linguisten erfreut sich Guugu Yimithirr besonderer Beliebtheit, eine Sprache, die nur von einer kleinen Gruppe australischer Aborigines gesprochen wird. Eine Besonderheit stellt die Tatsache dar, dass es in dieser Sprache keinen räumlichen Ausdruck gibt, der mit unserem Konzept von rechts, links, vorne und hinten zu vereinbaren wäre. Die einzigen Bezugspunkte im Guugu Yimithirr sind die Himmelsrichtungen. Es ist mit anderen Worten die einzige Sprache, bei der man einen Kompass im Kopf braucht, um sich verständlich zu machen.
Tolkien schnarchte dermaßen, dass seine Frau ihn zwang, in der Badewanne zu schlafen.
Unübersetzbare Wörter, die Achte: das schottische tartle. Damit ist das Herumstammeln gemeint, wenn man sich bei der Begrüßung nicht an den Namen einer Person erinnern kann.
Der Titel von Marco Polos Reisebericht Il Milione leitet sich von »Emilione« ab. Diesen Namen benutzte Marco Polo, um sich von anderen Familien Venedigs zu unterscheiden, weil sein Nachname dort sehr häufig vorkam.
Der produktivste Autor aller Zeiten ist der Brasilianer José Carlos Ryoki: Seit 1986 hat er 1075 Bücher veröffentlicht, 1058 davon allein in den zehn Jahren von 1986 bis 1996.
Wussten Sie, dass der Name Vanessa eine Erfindung des englischen Schriftstellers Jonathan Swift ist (des Verfassers von Gullivers Reisen)? Er fügte dafür die Anfangssilben vom Vor- und Nachnamen seiner Geliebten Ester (Essa) Vanhomrigh zu einem Decknamen zusammen.
1953 gewann Winston Churchill den Literaturnobelpreis. Er war tatsächlich nicht nur ein großer Politiker und Diplomat, sondern auch Autor bedeutender Bücher wie z. B. Der Zweite Weltkrieg: Mit einem Epilog über die Nachkriegsjahre.
Unübersetzbare Wörter, die Neunte: das japanische age-otori – wenn man nach dem Haareschneiden schlimmer aussieht als vorher.
Auf einer Reise mit der Familie nach Acapulco hatte Gabriel García Márquez den entscheidenden Einfall für Hundert Jahre Einsamkeit, weshalb er sofort nach Hause zurückkehrte, um mit dem Schreiben anzufangen.
Die am meisten übersetzte Autorin der Welt ist Agatha Christie. 7000 Versionen ihrer Romane gibt es.
Die erste Bibel, die nach der Erfindung des Buchdrucks noch von Hand geschrieben wurde, hat acht Millionen Dollar eingebracht. Zwölf Jahre hat ihre Herstellung gedauert.
Unübersetzbare Wörter, die Zehnte: das norwegische palegg – alles, was sich aufs Brot schmieren lässt.
Jules Vernes Reise um die Erde in 80 Tagen wurde wahrscheinlich von den Erfahrungen des amerikanischen Millionärs George Francis Train angeregt.
In seiner Erzählung From the »London Times« of 1904 nimmt Mark Twain die Erfindung des Internets vorweg. Das Telectroskop, das darin beschrieben wird, ist eine öffentliche Einrichtung, mit der man sich ins weltweite Telefonnetz einwählen und so selbst mit dem entferntesten Winkel der Welt kommunizieren kann. Das erinnert an das World Wide Web.
In einer Bergregion im mexikanischen Bundesstaat Chiapas lebt eine indigene Ethnie, die Tzeltal spricht. In dieser Sprache sind die einzigen Richtungsbezeichnungen »nach oben« und »nach unten« und »anderswo«. Wenn sie in der Ebene leben würden, hätten sie ein Problem!
John Steinbecks Roman Of Mice and Men (dt.: Von Mäusen und Menschen) sollte ursprünglich den Titel Something that happened erhalten.
Der siebte Band der Harry-Potter-Reihe, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, hatte die höchste Startauflage aller Zeiten.
Die größte Buchhandlung der Welt ist Powell’s Books (in Portland, Oregon). Sie nimmt einen ganzen Häuserblock ein, rund 200 Angestellte arbeiten dort, verkauft werden jährlich etwa eine Million Titel.
Gabriele D’Annunzio hatte schlechte Zähne. Deshalb aß er lieber allein, und wenn er mit einer Dame ausging, dann niemals zum Essen.
Unübersetzbare Wörter, die Elfte: girafer bezeichnet im afrikanischen Französisch den langen Hals, den ein Schüler beim Abschreiben macht.
An seinem Hauptwerk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit arbeitete Marcel Proust in völliger Abgeschiedenheit und ausschließlich nachts. Er ließ die Wände seines Schlafzimmers mit Kork auskleiden, um Geräusche zu dämpfen, und schlief tagsüber in größtmöglicher Dunkelheit hinter verhängten Fenstern.
Vor einigen Jahren ging die Meldung durch die Medien, dass ein frischgebackener Vater aus der chinesischen Provinz Zhengzhou seinem Kind den Namen @ geben wollte. Und zwar deshalb, weil der Klammeraffe auf allen PC-Tastaturen zu finden und leicht zu merken ist und quasi für Modernität steht. Üblicherweise sagt man heute ja eher At-Zeichen statt Klammeraffe, und das englische at wiederum klingt im Mandarin ähnlich wie ai ta, was so viel heißt wie »liebt ihn«.
Alexandre Dumas schrieb seine Romane auf blauem, Gedichte auf gelbem und kürzere publizistische Beiträge auf rosafarbenem Papier.
John Steinbeck schrieb nur mit Bleistift. Auf seinem Schreibtisch lag immer ein Dutzend davon, alle ordentlich aufgereiht und schön gespitzt.
Vladimir Nabokov und Gertrude Stein schrieben bevorzugt mit der Schreibmaschine. Damit hoben sie sich vom Rest der Welt ab.
1934 schrieb Ole Kirk Kristiansen unter seinen Angestellten einen Wettbewerb aus, um einen passenden Namen für seine Firma zu finden. Und wissen Sie, wer gewann? Er selbst, unter Verwendung des dänischen leg godt – zu Deutsch »Spiel gut«. Genau, die Rede ist von Lego.
Unübersetzbare Wörter, die Zwölfte: das schwedische fyllekäk – die Art von Essen, das man gern zu später Stunde in alkoholisiertem Zustand zu sich nimmt, meist Fast Food wie Pizza oder Döner.
Agatha Christie saß gerne in der Wanne und aß Äpfel, um sich die Verbrechen für ihre Bücher auszudenken.
Der US-amerikanische Schriftsteller John Cheever schrieb einen Großteil seiner Werke in Unterhosen. Komplett bekleidet fuhr er mit dem Fahrstuhl in den Keller, wo er sich auszog. Er hatte Angst, ohne dieses Ritual könnte ihm seine Inspiration abhandenkommen.
Auf Wunsch J. D. Salingers gab es auf dem Titel von DerFänger im Roggen keine Abbildung, denn er wollte, dass man das Buch allein wegen des Inhalts und nicht wegen seiner Aufmachung kaufte.
Namensgebung im Informationszeitalter: Like Adler (in Anlehnung an den Like-Button bei Facebook) und Facebook Jamal Ibrahim, um den bedeutenden Anteil der sozialen Netzwerke an der Entstehung des »Arabischen Frühlings« zu würdigen. In Schweden gibt es Menschen namens Oliver Google Kai und Linux.
Pier Paolo Pasolini liebte Fußball. Man erzählt sich, dass er während eines Drehs einmal ein Match zwischen seiner Crew und der von Bernardo Bertolucci organisierte. Der jedoch engagierte Spieler vom Fußballclub Parma und machte die Gegner fertig. Pasolini hat das nicht allzu gut aufgenommen.
Manchmal geht die Herkunft eines Wortes auf real existierende Personen zurück. Dies ist zum Beispiel beim Verb »boykottieren« der Fall. Der Brite Charles Cunningham Boycott war Grundstücksverwalter in einer irischen Grafschaft. Er zahlte weniger als vereinbart und schikanierte seine Leute. Überflüssig zu sagen, dass ihn alle hassten. Die Arbeiter weigerten sich, auf den Ländereien zu arbeiten, die er verwaltete. So war es um das Gut bald schlecht bestellt, und Boycott wurde gefeuert.
Warum spricht man davon, Krokodilstränen zu vergießen? Ganz einfach, weil Krokodile heulen müssen, wenn sie ihre Beute verdrücken. Aber bestimmt nicht, weil es ihnen leidtäte!
Bei seinem Aufenthalt auf Capri trug Alberto Moravia eine Eule mit sich herum. Seine Frau Elsa Morante hingegen führte ihre siamesische Katze am Halsband spazieren.
Unübersetzbare Wörter, die Dreizehnte: hanyauku. Das Wort aus Rukwandgali (Namibia) bezeichnet das Gefühl, auf Zehenspitzen über heißen Sand zu laufen.
Auf der Nordhalbkugel gibt es die Sprachfamilie der Yupik. Sie umfasst fünf Sprachen, die von den auf der russischen Tschuktschen-Halbinsel und in Alaska lebenden gleichnamigen Yupik, einer Untergruppe der Eskimo, gesprochen werden. Sie alle sind polysynthetisch, was im Extrem bedeutet, dass ein Satz aus einem einzigen Wort bestehen kann. Manche dieser Wörter haben außerdem den Nachteil, dass sie nur zu einer bestimmten Jahreszeit verwendbar sind. Beispielsweise tuntussuqatarniksaitengqiggtuq – »Der, der noch nicht Bescheid gegeben hat, dass er sich auf den Weg zur Rentierjagd macht.«
Tom Sawyer lebte wirklich und war ein Feuerwehrmann. Mark Twain lernte ihn 1863 kennen und hörte sich drei Jahre lang beim ein oder anderen Getränk dessen Geschichten an. Sie haben ihn zu den Erlebnissen des gleichnamigen Jungen inspiriert.
Arthur Conan Doyle glaubte an Feen. Durch ihn wurden 1917 zwei Mädchen aus Yorkshire berühmt, die behaupteten, welche gesehen zu haben. Er gab eine Million Pfund Sterling für sie aus und schrieb außerdem The Coming of the Fairies.
Jean-Paul Sartre hatte sich, um seine Vorstellungskraft anzuregen, Meskalin spritzen lassen. Eines Tages allerdings glaubte er sich von einer riesigen Languste verfolgt.
Woher kommt der Ausdruck, jemandem ein X für ein U vormachen? Er leitet sich von den römischen Zahlen ab – X steht für zehn und V für fünf. Unser heutiges U stammt vom V des lateinischen Alphabets ab. Das V wiederum lässt sich in den Diagonalen zu einem X verlängern. So steht diese Redewendung für Manipulationen in betrügerischer Absicht, speziell in pekuniärer Hinsicht.
