Weg der Seele - Judith und Urs Parolo - E-Book

Weg der Seele E-Book

Judith und Urs Parolo

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Beschreibung

Das Leben mit all seinen Facetten ist manchmal schwierig zu begreifen. Vieles geschieht und man hat keine Ahnung warum. Hier finden Sie Antworten auf viele Fragen, welche sich in der Entwicklung stellen. Die Texte sind medial aufgenommen; Sie werden direkt angesprochen. Es bleibt Ihnen überlassen, ob Sie sich direkt ansprechen lassen. Alle Texte beschäftigen sich mit dem Weg der Seele: woher kommt sie, was widerfährt ihr und wo will sie hin. Achtung: die Lektüre dieses Buches kann Ihr Denken verändern!

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Seitenzahl: 550

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Weg der Seele

Eine Sammlung von Infobriefen

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen, die bei der Entstehung dieses Buches mitgeholfen haben

Das Wort DAN ist ein gesetzlich geschützter Markenname des DAN Institutes ©2016 by Parolo GmbH / DAN Verlag, Muri Alle Rechte vorbehalten Jede Wiedergabe, auch von einzelnen Teilen, bedarf der Zustimmung des DAN Verlags.

Parolo GmbH / DAN Verlag alte Buttwilerstrasse 7 CH-5630 Muri

Inhaltsverzeichnis
Weg der Seele 1
Weg der Seele 2
Die fünf Seelenqualitäten
Reinkarnation und Echo
Spiritualität
Spiritueller Hochmut
Religion
Erneuerung
Kosmische Aufpasser
Intuition
Selbstehrlichkeit
Leben
Rechte und Pflichten
Entwicklung
Wer bin ich?
Was will ich?
Steine im Gepäck
Schönwetterprioritäten
Gesunder Menschenverstand
Freude
Geburt und Sterben
Beziehungen
Reinheit - Reinigung
Lebenshaltungen
Freude als Lebensziel
Seelenaufgabe - an seinem Platz stehen
Lebensziel - Lebenssinn
Bedingungslose Liebe
Harmonie und Ruhe
Wissen und Weisheit
Heilung
Kraft auf allen Ebenen
Prioritäten

Liebe Leserinnen und Leser

Wenn man Botschaften aus Shamballa liest, denken viele an irgendwelche esoterische Weisheiten, welche ganz wichtig erscheinen, sich aber in irgendwelchen vergeistigten Sphären bewegen und die mit dem Alltag nicht viel zu tun haben.

Als wir begonnen haben, solche Botschaften aus Shamballa aufzuschreiben, war es stets ein Anliegen, dass die Informationen etwas mit dem Alltag zu tun haben und dass sie praktischen Wert haben, damit sie bei jedem etwas bewirken können.

Wir erinnern uns noch gut an die ersten Texte, welche immer und immer wieder überarbeitet werden "durften", weil sie diesem Anspruch an Einfachheit noch nicht genügten.

Viele verwechseln einfach mit nichtssagend, simpel oder gar unbedeutend. Tatsache ist aber, dass es meist viel schwieriger ist, einen Sachverhalt auf das Wesentliche zu vereinfachen, ohne dabei den Sinn zu verändern. Es ist weniger schwierig, etwas auf vielen Seiten mit "technischen" Begriffen zu erläutern, als es kurz und präzise auf den Punkt zu bringen - und zwar so, dass es nachvollziehbar und im Alltag umsetzbar ist.

Bei diesen Texten handelt es sich nicht um theoretische Abhandlungen zu irgendwelchen "sogenannt esoterischen" Themen. Nein - im Gegenteil. Es ist uns ein Anliegen, dass die praktische Seite, die Hilfe, die im Alltag wirklich gebraucht werden kann, im Vordergrund steht. Dass unser Verhalten, unser Weg, überhaupt unser ganzes Sein nicht nur uns selbst etwas angeht, sondern auch unsere Erde, sollte eigentlich selbstverständlich sein.

All diese Texte sind als Informationsbriefe des DAN Institutes erschienen. Nun liegen sie als E-Books vor; die Reihenfolge der Kapitel ist mehr oder weniger zufällig, es ist also möglich, das eBooks kapitelweise zu lesen, je nachdem welches Thema gerade interessiert oder aktuell ist.

Viele der Themen sind auch in unsere Ausbildungen, Seminare und Webinare eingeflossen - Infos zu diesen Angeboten finden Sie unter www.dan.ch

Von wem stammen diese Texte?

Es gibt nicht inkarnierte Wesen, also Wesenheiten in der geistigen Welt, die es sich zur Aufgabe gestellt haben, für das Wohl der Erde und von uns Menschen zu arbeiten. Die geistige Welt ist hierarchisch aufgebaut - ohne allerdings unsere Wertung zu beachten. Die Wesenheiten, welche die vorliegenden Texte übermitteln, gehören der Führung der Planetarischen Hierarchie an. Diese Hierarchie ist verantwortlich für die Geschicke auf der Erde, sie bildet praktisch die "Konzernleitung aller Unternehmen", welche auf der Erde tätig sind.

Da diesen Wesen unser Wohl und unsere Entwicklung sehr am Herzen liegt, sprechen sie uns in ihren Mitteilungen direkt mit "Du" beziehungsweise mit "Ihr" an. Es liegt an uns, ob wir uns von diesen Wesenheiten ansprechen lassen und ob wir ihre Hilfen auch annehmen. Sie geben uns Hilfsmittel in die Hände, die einfach sind und im Alltag ohne grossen Aufwand praktiziert werden können. Es ist ihr Anliegen, dass wir diese Hilfen gebrauchen, anwenden. Es nützt nämlich ihnen, der Erde und auch uns selbst nichts, wenn wir nur wissen wollen - wir müssen unser Wissen auch anwenden.

Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, erschien in jedem Informationsbrief zu Beginn der nachfolgende Eintrag. Dieser diente dazu, dem Leser immer wieder bewusst zu machen, woher die vorliegenden Informationen stammen und welchen Zweck sie verfolgen. 

Diese Informationen stammen von der Führung der planetarischen Hierarchie, also jenen Wesenheiten der geistigen Welt, die für die Erde und ihren Weg tätig sind. Sie wollen uns Menschen Hilfsmittel in die Hand geben, damit wir unseren Weg durch die Zeit des Wachsens einfacher finden. Ebenfalls sollen uns die vielen praktischen Hinweise helfen, unsere Aufgaben anzunehmen und sie zu erfüllen. Da diesen Wesenheiten der geistigen Welt unser Wohl sehr am Herzen liegt, sprechen sie uns in diesen Informationsbriefen direkt mit "Ihr" an. Es liegt also an uns, dass wir uns auch direkt ansprechen lassen, dass wir uns diesen Hilfen aus der geistigen Welt gegenüber öffnen.

Lesen Sie diese Zeilen nicht nur mit dem Kopf, lassen Sie die Worte auch in Ihrem Herzen anklingen. Wenn Ihnen dies gelingt, dann erst können Sie die Tiefe, die oft in der Einfachheit liegt, in ihrem ganzen Umfang erfassen. Auch empfiehlt es sich, die einzelnen Kapitel immer wieder von neuem zu lesen; Sie werden die wirkliche Tiefe erst bei wiederholtem Lesen beachten.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen bei der Lektüre dieses Buches viel Vergnügen und viele interessante Erfahrungen.

Muri, Juni 2016

Judith und Urs Parolo

Weg der Seele 1

Weg der Seele

Viele von Euch werden sich wahrscheinlich schon gefragt haben, warum der Kreislauf von Geburt und Sterben, von Werden, Wachsen und Vergehen auf der Erde nötig ist. Für viele erscheint dieser Weg mühsam, beschwerlich und gefährlich. Es wäre doch einfacher, wenn alle, die wollen, einfach so in den Ursprung zurückgehen würden. Dadurch wäre vielen Leid, Kummer und ein sich abmühen erspart.

Dies ist nicht möglich, denn zuerst müssen noch viele Sachen gelöst werden. Genauer gesagt, es muss alles, was irgendeinmal gebunden wurde, wieder gelöst werden. Wir möchten Euch im folgenden einen Einblick geben in den grossen Zusammenhang Eures Seins auf der Erde. Mit diesen Informationen sollte es Euch verständlich sein, wieso auf der Erde und bei Euch selbst gewisse Prozesse so und nicht anders laufen können. Wir hoffen auch, dass Ihr dann versteht, wo in Eurem Leben die Prioritäten sind und welches die Ziele Eures Lebens, Eurer jetztigen Inkarnation sind. Auch soll dieser Text mithelfen, damit Ihr Euch in dieser Erdenschule wieder zurechtfindet und Euren Weg findet und gehen könnt.

Wir möchten Euch zuerst über den Plan informieren, eben über den Weg der Seele in der Erdenschule, danach werden wir Euch aufzeigen, was alles geschen ist, warum nicht alles nach Plan verlaufen ist.

Sinn des Ganzen - die Erfahrung

Vor langer Zeit waren alle Seelen im Gottesbewusstsein, in der Zentralsonne, im Ursprung (oder was immer Ihr für Begriffe für diesen Zustand gefunden habt) vereint. Hier herrscht die Einheit, jegliche Polarität oder Dualität fehlen hier. Die einzelnen Seelen gehen auf in diesem grossen Ganzen, ähnlich wie ein Wassertropfen im Ozean. Dennoch verlieren sie ihre Identität (sofern es soetwas auf dieser Ebene überhaupt gibt) nicht. Hier herrscht Friede und Harmonie. Es ist dies ein paradisischer Zustand, wo alles eins ist mit dem Ganzen. Für Euch ist es wahrscheinlich schwierig, sich diesen Zustand vorzustellen. Aber tief in Euch verspürt Ihr immer wieder die Sehnsucht nach dieser Einheit; hier ist Euer wahres zu Hause, hier gehört Ihr hin.

Alles im Kosmos ist in Entwicklung, alles geht weiter. So geschah es auch, dass in dieser Einheit der Wunsch aufkam, die Materie zu erfahren. Man wollte - um der Erfahrung willen - die Dichtheit der Materie kennenlernen und man wollte wissen, wie man sich wieder aus dieser Dichtheit lösen kann. Daher entschlossen sich drei Gruppen von Seelen, dieses Abenteuer auf sich zu nehmen und den "Abstieg" in die Materie zu versuchen. Dies alles stellte sich als nicht ganz so einfach dar, wie es sich anhört. Ihr könnt Euch vorstellen, dass es für ein Wesen, welches in der Einheit lebt, schwierig ist, in die Dualität hineinzutauchen. Die Wesen in der Zentralsonne kennen keine Polarität, sie sind ganzheitlich. Auch diese Erfahrung musste nun also gemacht werden, wie man aus der Einheit in die "Zweiheit" kommt.

Der "Abstieg" in die Materie erfolgte schrittweise. Es ist nicht so, dass nun sofort Menschen auf der Erde wandelten und sich der Materie erfreuten. Nein, dieses Eintauchen erfolgte in gewissen Schritten. Ihr könnt es Euch so vorstellen, dass immer der nächste Schritt wieder vorbereitet werden musste.

So geschah es auch mit der Dualität. Diese war nach dem Verlassen des Ursprungs nicht sofort erreicht, sondern erst in einer tieferen Schicht. Es mussten zuerst die Voraussetzungen geschaffen werden. Dies war einer der kompliziertesten Schritte des Abstieges - es war sozusagen der definitive "Abstieg" und der Beginn des Seins in der Materie. Erst durch die Dualität konnten die Seelen die Materie überhaut "erleben" und erfahren. Mit dieser Dualität begannen allerdings auch die Schwierigkeiten, davon aber später mehr.

So verliessen also die drei Seelengruppen damals den Ursprung und machten sich auf zu diesem langen Eintauchen in die Materie. Bedenkt immer, es ging und es geht auch heute immer noch um nichts anderes als um die Erfahrung. Man wollte die Dichtheit der Materie erfahren - dies ist alles. Allerdings ist das Ganze aus den Fugen geraten, wie Ihr ja selbst seht.

Jedes Wesen ist mit einem grossartigen Geschenk betraut worden. Dieses Geschenk hat aber auch eine sehr gefährliche Seite. Es ist der freie Wille, den jedes Wesen in sich trägt. Mit diesem freien Willen kann jedes Wesen selbst entscheiden, ob, wann und wohin es gehen will. Dieses Geschenk war nötig, denn nur die Erfahrung, wie man sich aus freiem Willen wieder aus der Materie löst, interessierte. Allerdings ist eben gerade dieses Geschenk für sehr viele Wesen zum Stolperstein geworden und sie haben sich aus freiem Willen der Materie untergeordnet.

Geplant war eigentlich ein Eintauchen in diese Dichtheit, ein Leben darin, ein Lösen davon und zum Schluss wieder ein "Aufsteigen", also ein wieder Zurückgehen in den Ursprung. Aber sehr vieles ist geschen, was dieses Zurückgehen nun sehr erschwert.

Man kann dies mit einer Zeichnung verdeutlichen. Der Plan bestand darin, dass diese Erfahrung harmonisch und ohne grosse Schwierigkeiten abgelaufen wäre. Leider ist dies aber nicht so verlaufen, wie es geplant war.

Abstieg in die Materie - Verstrickungen

Ihr werdet Euch nun fragen, was denn geschehen ist, dass dieses Experiment derart eskaliert ist. Wir möchten Euch in der Folge die wichtigsten Gründe aufzeigen, die dazu geführt haben, dass auf der Erde momentan ein solches Chaos herrscht.

Verlieren der Verbindung zum Ursprung

Das erste und zugleich auch gravierenste Ereignis war, dass mit dem schrittweisen Eintauchen in die Materie viele der Wesen ihren Kontakt zum Ursprung verloren. Anfangs war das Ganze noch eng verbunden mit der Einheit, die Wesen auf der Erde fühlten sich noch als Teil der Einheit, als Teil des Ganzen. Aber je tiefer sie die Materie erlebten, umso mehr ging das Bewusstsein verloren, dass es nur um die Erfahrung geht. Die Freude, welche bis anhin herrschte, wurde langsam abgelöst - das Leben wurde schwer und ernst. Damit verbunden ging auch die Verbundenheit mit dem Ursprung bei vielen Menschen immer mehr verloren, bis sie sich zuletzt nicht mehr bewusst waren, um was es eigentlich geht. Es war nun die Materie, die ihre absolute Macht über die Menschen ausbreitete. Dies war nur möglich, weil die Verbundenheit mit der Einheit, dem Ursprung fehlte. Der Sinn des Lebens ging verloren, viele trugen das Gefühl in sich, einsam und verlassen zu sein. Aber nicht der Ursprung hat Euch verlassen, sondern Ihr habt die Verbindung mit dem Ursprung verlassen. Das ist der Grund, weshalb auch heute noch soviele Menschen in ihrem Innern einsam und alleine sind.

Dies äussert sich heute auch darin, dass viele Menschen nicht mehr erkennen, dass sie Teil eines Ganzen sind. Sie leben in der Auffassung, dass ihnen alles zu Füssen liegt und sie mit Ihrer Umgebung und ihrer Umwelt machen können, was sie wollen. Sie haben die Einsicht verloren, dass auch sie Teil eines grossen Systems sind. Erst wenn diese Verbundenheit mit der Natur, mit anderen Lebewesen, mit der geistigen Welt wieder da ist, erst dann ist es diesen Menschen wieder möglich, überhaupt zu erkennen, wieso sie auf der Erde sind.

Lernt wieder, in allem ein Teil des Ganzen zu sehen, bewegt Euch wieder so, wie es einem Teil des Ganzen angebracht ist. Wenn Ihr ein Uhrwerk habt und in diesem Ganzen entschliesst sich ein Teil, nehmen wir an eine Feder, nicht mehr so zu funktionieren, wie sie eigentlich sollte, wird das ganze Uhrwerk zu Schaden kommen, es wird nicht mehr fähig sein, exakt zu funktionieren. Der Uhrmacher sieht sich nun gezwungen, diesen störrischen Teil zu entfernen, zum Wohle des Ganzen. Erweist Euch nicht als "störrischer Teil" im grossen Uhrwerk. Ihr habt Qualitäten in Euch, von denen Ihr kaum eine Ahnung habt. Also sucht die Verbindung mit dem Ursprung und erlebt Euer Sein aus einer völlig anderen Perspektive, nämlich als Teil eines Ganzen. Ihr alle seid eingebettet in eine grosse Gemeinschaft. Diese Weltengemeinschaft ist nichts Getrenntes, sie ist, so verschieden sie auch aussieht, eins mit dem Ursprung. Wenn Ihr dies einmal erkannt habt, werdet Ihr auch wieder die Verbundenheit mit uns und allen feinstofflichen Helfern spüren. Dann ist es Euch möglich, dass Ihr wieder beginnt an Eurer ersten und eigentlichen Aufgabe zu arbeiten, nämlich am Zurückgehen zum Ursprung, am nach Hause gehen - wir freuen uns auf Euch.

Das Beherrschen der Materie

Die Materie übte auf die Menschen eine grosse Faszination aus. Qualitäten wie Neid und Hass, Besitz und Eigentum tauchten auf. Mit dem schrittweisen Zurückgehen der Verbindung mit dem Ursprung gewann die Materie selbst an Bedeutung. Plötzlich war sie nicht mehr etwas, was einer Erfahrung dienen sollte, sondern sie wurde die Hauptsache. Anders gesagt, die Menschen benutzten die Materie nicht mehr, sondern sie wurden von ihr benutzt und beherrscht. Dies ermöglichte aber noch mehr, dass die Verbindung mit uns weiter zurückging, denn die Materie selbst hat diesen Platz eingenommen.

Beim Austreten aus dem Ursprung und vorallem beim Eintauchen in die Ebene der Dualität, hat sich eine Gruppe von Seelen sehr schnell und fast bedingungslos der Materie verschrieben. Bei dieser Gruppe ist die Verbindung mit uns, mit dem Ursprung, bedingt durch den rasanten Abstieg, praktisch vollständig gerissen. Ihre Orientierung war von diesem Augenblick nur noch die Materie. Je mehr Wesen in diesen materiellen, polaren Ebenen eintauchten, um so grösser wurde die Gefahr für die erste Gruppe, denn mehr Wesen bedeutete auch mehr Konkurrenz, mit der man seine Schätze teilen musste. Also setzten sie alles daran, diese "Neuankömmlinge" zu beherrschen und sie für ihre Ziele einzuspannen. Sie wollten die ganze Macht in ihren Händen halten - dazu war ihnen und ist ihnen auch heute noch jedes Mittel recht. Dies sind Teile der Schatten oder der dunklen Kräfte, die immer mit der Materie kämpfen und die immer die Materie zur Verfügung haben. Dieses "ihr Hilfsmittel" setzen sie auch rücksichtslos ein, wenn es darum geht, ihre Ziele zu erreichen. Bedenkt immer, das Ziel dieser Kräfte ist persönliche Macht, das Beherrschen von anderen und persönliches Besitztum.

Die Entwicklung, dass die Verbindung mit dem Ursprung immer mehr zurückging, haben sich eben diese dunklen Kräfte zu Nutzen gemacht und haben sie zusätzlich genährt. Daraus entwickelten sich die Zwistigkeiten und Kriege. Wenn Ihr Euch achtet, geht es bei jeder Auseinandersetzung immer um das Gleiche: um das Besitzen wollen von materiellen Dingen und um die Vermehreung der persönlichen Macht. Diese Neigungen sind aber erst in der Dualität entstanden und haben mit dem Ursprung nichts zu tun. Uns ist das Besitzdenken fremd, denn wir wissen, dass wir nichts besitzen können, wir dürfen es lediglich für eine gewisse Zeit gebrauchen, nachher benötigt es jemand anders.

Die dunklen Mächte, deren Ziel es ist, die Herrschaft über die Erde zu gewinnen und die Menschen an ihrem Zurückgehen zu hindern, sind auch heute noch am Werk. Sie wirken auf allen Ebenen und nähren die Samen, die gelegt wurden, immer wieder aufs neue. Da sich das gesellschaftliche Denken ebenfalls auf dem Besitzdenken bewegt, ist es für diese Kräfte ein Einfaches, Menschen, welche auf dem Weg zurück sind, Hindernisse in den Weg zu stellen.

Es könnte nun der Eindruck entstehen, dass Ihr alles Materielle ablegen sollt und nur noch von der Luft und der Liebe leben sollt. Dieser Zeitpunkt wird einmal kommen, aber davon sind wir noch weit entfernt. Ihr seid immer noch im Bereich, wo Ihr Euch von der Materie lösen müsst. Was heisst dies nun praktisch. Wir möchten Euch dies anhand eines Beispiels etwas genauer erläutern.

Zwei Personen haben sich ein Haus erbaut. Sie haben sehr viel in dieses Heim investiert und müssen auf vieles verzichten, nur damit sie dieses Haus halten können. Das Haus beherrscht ihr ganzes Denken und Handeln - alles ist darauf ausgerichtet, dieses Heim zu unterhalten. Auf diese Weise beherrscht das Haus, also die Materie, diese Menschen. Es ist für die zwei undenkbar, dass sie ausziehen könnten, es ist doch ihr Haus, es gehört ihnen. Damit nichts schief gehen kann, beginnen sie sich noch zusätzlich abzusichern, mit Versicherungen... Trotz allem bleibt aber immer eine Angst zurück, sie könnten dieses Haus verlieren. So verlieren sie auch die Freude, sie arbeiten verbissen daran, dass ihnen niemand ihr Heim wegnehmen kann. Ihr seht, diese Personen sind also völlig im Banne der Materie.

Wie kann man sich aber nun aus diesem Bann lösen, wie kann man sich davon befreien? Es ist dies eine Arbeit des Bewusstseins. Es geht nun nicht darum, auf den Marktplatz zu gehen und das Haus irgend jemandem zu verschenken, sondern es geht darum, sich von diesem Haus zu lösen. Diese Personen müssen sich irgendeinmal klar werden, dass sie hier Gast sind und dass dieses Haus ihnen dazu dient, den Aufenthalt auf der Erde zu ermöglichen. Der Aufenthalt, also die Inkarnation, hat aber sicher nicht zum Ziel, dieses Haus zu besitzen, sondern es geht darum, sich zu lösen und somit wieder frei zu werden. Mit Eurem Bewusstsein könnt Ihr hier arbeiten, indem Ihr Euch klar werdet, dass materielle Güter keine Wichtigkeit für Euer Zurückgehen haben. Sie dienen Euch auf bestimmten Abschnitten Eures Weges, aber nachher sind sie nur noch Ballast.

Hütet Euch also davor, dass die Materie Euch besitzt, denn dies ist vergleichbar mit einer Ankerkette, welche das Schiff am Weitersegeln hindert. Befreit Euch also von den Fesseln der Materie, indem Ihr Euch bewusst macht, dass materielle Güter Hilfsmittel sind, die Euch in einer Inkarnation zur Verfügung gestellt werden. Ihr könnt Materie nicht besitzen, dies merkt Ihr spätestens beim Tod oder bei der Geburt. Noch niemand konnte materielle Güter in andere Ebenen mitnehmen, nicht im Sterben, nicht bei der Geburt.

Wir haben gesagt, dass es nicht darum geht, die Materie zu verleugnen und sie abzulehnen. Nein, versucht in einem ersten Schritt das Gleichgewicht zwischen Geist und Materie wieder herzustellen. Nehmt dafür das kosmische Kreuz als Symbol, es zeigt die Ausgeglichenheit, die Harmonie zwischen Geist und Materie.

Dies ist mit dem Lösen von der Materie gemeint. Wenn Euch dies gelungen ist, erst dann kommt der nächste Schritt, nämlich das endgültige Lösen von der Materie und das Eingehen in den Ursprung; bis dahin ist aber noch viel Arbeit am Bewusstsein von Nöten.

Persönliche Bindungen und Verstrickungen

Bedingt durch das Beherrschen lassen von der Materie habt Ihr Euch im Laufe Eurer Entwicklung auf der Erde immer wieder an Gegenstände gebunden. Diese Bindungen könnt Ihr mit Ketten vergleichen, welche Euch in der Ebene der Materie halten, sie hindern Euch am Weitergehen. Wie kommt so eine Bindung oder Verstrickung zustande?

Wenn sich das Denken des Menschen immer mehr auf die Materie ausrichtet, dann verliert er sein Gleichgewicht zwischen Geist und Materie - es verlagert sich auf die Materienseite hin. Zudem bekommt auch der Kopf Oberwasser und das Herz, die Intuition verkümmert mit der Zeit. Wenn diese Entwicklung weitergeht, kommt der Punkt, wo die Meinung aufkommt, alles ist technisch machbar. Es wird nun ausprobiert und "getüfftelt" - aber immer nur mit dem Kopf. Dies alles sind Eigenschaften der Materie. Um nun ein sich gestecktes Ziel zu erreichen, investieren diese Menschen sehr viel. Das Ziel ist ihr ganzer Lebensinhalt; das heisst, sie ketten sich an das Erreichen dieses Ziels. Die Bindung an ihre Vorstellung erlischt aber mit ihrem physischen Tod nicht, sondern wird in der nächsten Inkarnation wieder aufgenommen und weitergeführt. Auf diese Weise entstehen Verstrickungen und Verkettungen.

Oftmals betrifft dies nicht ein Ziel, sondern ganz einfach materielle Güter. Ihr erinnert Euch an das Beispiel mit dem Haus. Auch so kann eine Verkettung zu einem Gegenstand oder einer Sache entstehen, die über Inkarnationen anhält. Ihr werdet Euch fragen, wielange denn eine solche Verstrickung dauert. Dies lässt sich nicht sagen, denn sie hält, solange sie von Euch gehalten wird. Nicht die Materie kann halten - Ihr haltet die Materie fest. Es ist an Euch, hier aus freiem Willen die Lösung anzustreben, auf dass Ihr Euren eigentlichen Weg weitergehen könnt.

Solche Bindungen können auch zu Personen entstehen. Überall wo sich zwei Menschen finden, wo eine Beziehung entsteht, wächst die Liebe. Wenn nun diese Liebe aber nicht bedingungslos ist, wenn auch im zwischenmenschlichen Bereich das Besitzdenken aufkommt, dann besteht die Gefahr, dass eine Verstrickung zustande kommt.

Wieviele Menschen fürchten sich davor, von ihrem Partner verlassen zu werden und versuchen alles, um ihn an sich zu binden. Genau das tun sie dadurch, nur dass diese Bindungen dann aber auch in späteren Inkarnationen halten, auch wenn sie nicht mehr erwünscht sind. Denkt nur einmal an die widersinnigen Treueschwüre "in alle Ewigkeit", "Du bleibst immer bei mir", "ich gehöre Dir, Du gehörst mir" usw. Hier wird versucht, den Partner, genau gleich wie die Materie zu besitzen. Zusätzlich will man sich aber diesen "Besitz" noch absichern, indem man ihn mit Schwüren und Eiden an sich bindet. Dies ist nur ein Beispiel, wie sich Personen aneinander ketten können.

All diese Verstrickungen halten solange, wie Ihr sie haltet. Nun kommt die Frage auf, wie Ihr denn diese Verstrickungen wieder lösen könnt. Hier gilt es zu beachten, dass Verstrickungen immer in der Umgebung gelöst werden müssen, in der sie entstanden sind. Das heisst, dass dieselbe Konstellation von Personen da sein muss, in der diese Bindungen entstanden sind. Nun taucht aber eine weitere Schwierigkeit auf. Das Auflösen von Verstrickungen setzt etwas sehr Wichtiges voraus, nämlich die Fähigkeit, verzeihen zu können - hier ist der Schlüssel zum Lösen. Erst wenn es Euch möglich ist, Euch selbst und allen anderen Wesen zu verzeihen, erst dann könnt Ihr Eure Verstrickungen auch wirklich lösen.

Geht also in Euch und verzeiht zuerst einmal Euch selbst, bittet nachher alle, denen Ihr etwas zugefügt habt, um Verzeihung und verzeiht zum Schluss allen - aber wirklich bedingungslos - die Euch in irgendeiner Art und Weise geschadet haben. Dies ist der erste und wichtigste Schritt auf dem Weg des Lösens. Wenn Ihr nun wieder mit "alten" Widersachern zusammenkommt - Ihr merkt dies, wenn plötzliche, unbegründete Abneigung oder sogar Hass einer Person gegenüber auftritt - dann begegnet dieser Situation und dieser Person mit bedingungsloser Liebe. Denkt immer daran, dass Ihr verziehen habt, dass nichts mehr da ist, wofür Ihr Euch an dieser Person "rächen" müsst. Wenn Ihr solche Situationen in Eurem Leben wieder durchlebt, wenn Ihr mit diesen Personen wieder zusammengeführt werdet, ist es sehr wichtig, dass die alten Verstrickungen nicht noch mehr gefestigt werden, indem Ihr Euren Emotionen erst recht den Lauf lasst, sondern dass Ihr diese Verstrickungen in bedingungsloser Liebe auflöst.

Es ist für Euch wichtig zu wissen, dass zuerst alle diese Verstrickungen und Bindungen gelöst werden müssen, bevor es Euch möglich ist, wieder in den Ursprung zu gelangen. Also beginnt heute schon mit dem Lösen - Ihr werdet sehen, wie befreiend es ist, wenn die Ketten, die Euch halten, von Euch abfallen und Ihr immer freier werdet. Wir freuen uns über jede Verstrickung, die Ihr löst.

Bindungen und Verstrickungen von Gruppen und Völkern

Es ist aber auch möglich, dass solche Verstrickungen nicht nur im persönlichen Bereich entstanden sind, sondern dass sich Gruppen oder ganze Völker auf diese Art und Weise auf ihrem Weg behindern. Wenn Ihr Euch einmal die Lage auf der Erde anseht und dabei gleichzeitig auch in die Geschichte zurückblickt, werdet Ihr erkennen, dass viele der heutigen Probleme ihren Ursprung in alten Verknüpfungen haben.

Nehmen wir die Situation auf dem Balken oder im Nahen Osten. Hier herrscht wieder einmal Hass, Neid, Terror und Angst. Dies ist aber nicht neu in diesem Gebiet. Schon seit vielen Jahrhunderten ist diese Region und damit die Menschen dort immer wieder mit dem Krieg konfrontiert. Jedesmal wurde aber der Friede von aussen her erzwungen. Die Menschen dort haben den Frieden nicht aus freiem Willen geschlossen. Somit ist die alte Verstrickung aber nicht gelöst und die gleiche Situation wird bei der nächsten Begegnung dieser Menschen wieder auftauchen. Dies alles wird solange geschehen, bis diese Region aus freiem Willen Frieden mit sich und mit den anderen schliessen kann. Auch hier führt der Weg - trotz aller Greueltaten - wiederum über das Verzeihen.

Solche Verstrickungen von Gruppierungen gibt es heute leider immer mehr. Überall wo Dogmen propagiert werden, entstehen wieder solche Bindungen, überall wo versucht wird, den freien Willen auszuschalten, da wachsen neue Bindungen, welche wieder gelöst werden müssen.

Zurückgehen zum Ursprung

Wir haben versucht, Euch aufzuzeigen, was beim "Abstieg" in die Materie geschehen ist. Dies sind die allgemeinen Informationen. In den nächsten Teilen werden wir darauf eingehen, was alles zu dem heutigen Zustand auf der Erde beigetragen hat. Nun könnt Ihr Euch selbst vorstellen, wie der "Aufstieg", also das Zurückgehen zum Ursprung vor sich geht. Alle Schritte müssen wieder getan werden, aber in die andere Richtung. Ihr - und das heisst sowohl im persönlichen Bereich, wie auch im globalen Sinn - müsst nun alle Verstrickungen und Bindungen, welche irgendwann einmal gewoben wurden, wieder lösen. Alles, was Euch hält, müsst Ihr auflösen, transformieren. Dies ist ein Prozess, der schrittweise vor sich geht. Seid Euch bewusst, dass Stolz und Eigensinn auf diesem Weg sehr hinderlich sind.

Ihr habt auf diesem Weg zurück zum Ursprung viele Helfer auf der feinstofflichen Ebene - ruft sie um Hilfe und sie werden Euch helfen. Sie sind für Euch da und freuen sich, wenn sie Euch helfen dürfen und können. Es ist auch für sie eine grosse Freude, wenn sie sehen und spüren, dass der Wille da ist, wieder zurückzugehen und sich zu befreien.

Auch habt Ihr auf Eurem Weg Hilfsmittel. Orientiert Euch in allen Lebenslagen an den fünf Seelenqualitäten :

Freude

Bedingungslose Liebe

Bescheidenheit

Demut

Wahrheit - Selbstehrlichkeit

Diese Wegweiser zeigen Euch die Richtung an, in der Euer Leben weiterführen soll. Sie führen zum Ursprung zurück.

Weg der Seele 2

Was ist Dualität?

Ihr sprecht viel von Dualität und von Polarität. Wir möchten Euch im Folgenden nun erklären, was es mit diesen Begriffen auf sich hat.

Da Ihr in der Materie lebt, könnt Ihr eine Einheit nicht wahrnehmen, Ihr könnt sie gar nicht erfassen, eben weil Ihr Euch in der Dualität befindet. Jede Äusserung, die Ihr wahrnehmt, ist eine duale. Wenn Ihr auf eine Einheit stosst, ist diese für Euch verborgen, weil diese Einheit auf einer anderen Schwingungsebene ist als ihr selbst seid.

Die Dualität entsteht, wenn sich eine Einheit "zeigen" möchte, will oder muss. Diese Einheit geht dann den Weg in die Materie genau gleich, wie Ihr ihn gegangen seid (siehe Kapitel Weg der Seele 1). Erst auf der Ebene, wo die Dualität entsteht, kann sich diese Einheit dann manifestieren, indem sie verschiedene Aspekte oder Qualitäten ihres Seins voneinander trennt. Durch diese "Trennung", dieses sich Aufteilen - eben das Eingehen in die Dualität - wird sie nun wahrnehmbar. Ihr könnt nun die einzelnen Teile, die sich manifestiert haben, mit Euren Sinnen wahrnehmen. Ihr könnt aber die ganze Einheit nicht erfassen, dafür ist Euer Wahrnehmungssensorium noch nicht ausgebildet. Anders gesagt, Ihr könnt die Teilbereiche einer Einheit sehr gut erfassen, aber das Ganze bleibt Euch verborgen.

Trotzdem ist in Euch ein Rest dieses Erkennens geblieben. Das Herz (nicht das physische) hat sich diesen Rest bewahrt. Ihm ist es möglich, klarer zu erahnen, wo die einzelnen Aspekte sich zu einer Einheit finden. Wenn Ihr also mit Eurem Herzen fühlt und denkt, so ist es Euch eher möglich, die Einheit, die Ihr sucht, zu erkennen - der Kopf, also der Intellekt kann dies nicht, weil er absolut in die Ebene der Dualität gehört. Das Herz hat sich eine gewisse Verbindung mit der Einheit bewahren können.

Viele von Euch erfahren immer wieder eine tiefe Sehnsucht. Oftmals wisst Ihr nicht, wonach und warum. Dies ist in den meisten Fällen die Sehnsucht nach der Einheit, also nach dem Zurückgehen. Diese Sehnsucht fühlt Ihr mit und in Eurem Herzen, und zwar immer dann, wenn Ihr voll und ganz in Eurem Herzen zentriert seid. Denn nur dann erlebt Ihr das Trennende in der Dualität, und somit in der Materie, in der vollen Auswirkung. Dann taucht eben der Wunsch wieder verstärkt auf, in die Einheit zurückzugehen, das Trennende hinter sich zu lassen und die Einheit zu erleben. Diese Sehnsucht begleitet Euch und ist zugleich auch ein Motor für Eure Bemühungen, Euer Ziel zu erreichen.

Also erst, wenn sich eine Einheit in ihre verschiedenen Aspekte "aufteilt", wird sie für Euch fassbar. Zuweilen taucht dann der Irrtum auf, ein einzelner Aspekt sei das Ganze. Dem ist nicht so - denn alles, was Ihr wahrnehmt, ist immer nur ein Teil eines Ganzen, es ist nie die Einheit selbst. Die Einheit lässt sich nicht von aussen her wahrnehmen - sie wird nur dann erlebt, wenn man in sie eintritt.

Sinn der Dualität

Ihr fragt Euch nun vielleicht, welchen Sinn dann die Dualität hat. Wie Ihr wisst, geht es darum, die Dichtheit der Materie zu erfahren und wie Ihr Euch aus dieser Dichtheit wieder lösen könnt. Um diese Erfahrung zu machen, musstet Ihr Euch aber zuerst in diese Dichtheit begeben.

Damit sich Materie aber überhaupt manifestieren, also zeigen kann, muss eine Einheit in Teilaspekte aufgespalten werden. Dies geschieht in der Ebene, in der die Dualität entsteht. Erst ab dieser Ebene kann sich die Materie "zeigen", erst von hier weg kann sie "wirken" und erst in dieser Ebene beginnen die Verstrickungen.

Die Materie ist also eine direkte Folge der Dualität. Ohne Dualität gäbe es keine Materie und somit könntet Ihr diese Erfahrungen auch gar nicht machen.

Es nützt wenig, wenn Ihr versucht, Euch einfach von der Materie zu lösen oder sie sogar verneint. Dies ist Euch nicht möglich, weil Ihr selbst Teil dieser Materie seid. Nur auf dem Weg zurück zum Ursprung werdet Ihr einmal an den Punkt gelangen, wo die Dualität ihre Wirkung verliert - dann verliert auch die Materie ihre Daseinsberechtigung.

Aus all diesen Tatsachen wird Euch vielleicht nun klar, warum wir immer wieder betonen, dass die Materie eine Illusion ist. Die Illusion besteht darin, dass nur das Wesen, das in der Dualität lebt - beziehungsweise leben muss, um die Erfahrung in der Materie zu machen - diese Materie auch wahrnimmt, und zwar als sehr real (was auch immer das heisst, wenn man die Ebene der Einheit als Grundlage nimmt).

Die Dualität stellt also die Voraussetzung für die Materie dar. Ohne diese Dualität wäre die Materie nicht möglich und somit könntet Ihr die Erfahrungen nicht machen.

Es geht nun aber darum, dass Ihr dies erkennt, dass Ihr begreift, wozu die Materie, beziehungsweise die Dualität da ist. Es ist die Voraussetzung für dieses Spiel auf der Erde, es ist nicht das Spiel selbst. Macht nicht die Voraussetzungen zum Hauptpunkt Eures Seins. Erst wenn Euch dies klar ist, dann seid Ihr in der Lage, Euch auch wieder schrittweise aus der Materie zu lösen, indem Ihr immer mehr wieder die Einheit in allem sucht und findet - mit Eurem Herzen.

Im folgenden möchten wir Euch nun einige dieser Dualitäten oder Polaritäten aufzeigen und Euch spüren lassen, dass es die Einheit ist, die den Weg zurück zeigt. Denn je mehr das Trennende untersucht und seziert wird, umso mehr leidet die Einheit.

Gut - Böse

Gut und Böse sind diejenigen Begriffe, welche der Menschheit am meisten zu schaffen machen, weil fast jeder Mensch in Anspruch nimmt, es "gut zu machen". Viele von Euch sind geradezu versessen, dass sie es gut machen. Was heisst aber nun gut, was ist böse.

Wie wir bereits erläutert haben, ist der Ursprung allen Seins die Einheit. Erst wenn nun eine Energieform aus dieser Einheit austritt und in die Ebene gelangt, in der die Dualität entsteht, dann wird sie in ihre Teilaspekte aufgeteilt, dadurch wird sie wahrnehmbar, sie manifestiert sich.

In der Einheit gibt es weder gut noch böse, es gibt nur das Sein. Sowohl gut wie auch böse sind also Erscheinungsformen des Seins. Aus dem Blickwinkel der Materie sieht dies aber anders aus. Da werden Dinge, Taten, Personen bewertet, nach ihren Taten gerichtet, also sind sie gut oder böse. Dies mag aus Eurer Sicht seine Gültigkeit haben, aber es ist, wie alles in der Dualität, nur ein Teilaspekt.

Bewertungen wie eben gut und böse sind Eigenschaften der Materie, sie sind von Euch selbst gemacht. Dies merkt Ihr spätestens dann, wenn Ihr Euch in Eurer Entwicklungsgeschichte näher umseht. Was vor hundert Jahren noch als "gut" galt, ist heute verpönt und in weiteren hundert Jahren wird es vielleicht sehr "böse" sein. Ihr seht also, dass diese Bewertungen von der Entwicklung abhängig sind. Es existieren auch völlig unterschiedliche Bewertungen derselben Sache in der gleichen Zeit, je nach Standort. Es sind also nicht allgemein gültige Bewertungen, denn die gibt es nicht in der Materie.

Vielleicht taucht nun die Vermutung auf, dass es ja dann keine Rolle spielt, ob ein Mensch gut oder böse ist, dass er also alles tun und lassen kann, was und wie er will. Auf Grund des freien Willens könnt Ihr tätsächlich alles tun und lassen, was Ihr wollt (die Menschheitsgeschichte beweist diese Tatsache zur Genüge). Aber - jetzt kommt das aber - jede Eurer Taten und Eurer Nichttaten bewirkt etwas, sie setzt Energien frei oder sie hindert Energien. Die Auswirkungen Eures Tuns oder Nichttuns kommen wieder auf Euch zurück. Das hat nichts mit der Kindervorstellung zu tun, welche auch unter Erwachsenen verbreitet wird: "Für Gutes wirst Du belohnt und für Böses wirst Du bestraft!" Oder, jeder Mensch muss für seine Sünden büssen. Dies ist eine sehr einfache Vorstellung, welche eben auf der Bewertung gut - böse basiert; sie umfasst aber nicht das Ganze. Denn wer von Euch entscheidet, was gut ist und was böse.

Wir möchten Euch an einem Beispiel aufzeigen, wie mit den Begriffen gut und böse in der Materie verfahren wird. Es herrscht Krieg. Viele Menschen gehen aufeinander los und töten sich mit immer ausgeklügelteren Methoden. Wer am meisten Gegner oder Feinde umbringt, der ist der Held der Nation. Es wird zur Ehrensache erhoben, es ist eine gerechte Sache, es ist gut, den Feind zu vernichten, ihn zu töten. Der Krieg ist zu Ende, die Jahre gehen ins Land. Der einstige Kriegsheld tötet wieder einen Menschen (wieder einen Feind?). Nun ist diese Tat aber plötzlich ein Verbrechen, sie ist böse. Unser Kriegsheld versteht die Welt nicht mehr - wo ist der Unterschied, was hat sich geändert? Wir überlassen Euch das Urteil, hört in Euch hinein und sucht in Euch nach einer Antwort.

Es gibt aber - in der Materie würdet Ihr dies Richtlinien nennen - Wegweiser, Hilfsmittel, Leitplanken, die Euch helfen, den Weg zurück zu gehen. Diese Hilfsmittel wurden von unserer Seite schon in verschiedensten Formen an Euch weitergegeben, es sind aber immer dieselben Grundqualitäten: die fünf Seelenqualitäten.

Wenn Ihr Euer Tun, und was ebenso wichtig ist, auch Euer Nichttun, an diesen Qualitäten messt, sie als Grundlage Eures Wirkens nehmt, dann habt Ihr keine Bewertungen mehr nötig. Denn Euer Weg zurück führt nicht über Bewertungen von gut und böse, welche von Eurer Hand geschaffen wurden, sondern nur über die Qualitäten der Seele, die in jeder Lebenslage gelebt werden. Dann habt Ihr Euch über die Bewertung erhoben und diese Einheit erkannt.

Weiblich - Männlich

Eine weitere Dualität, welche in der Materie sehr offensichtlich zutage tritt, ist die Aufspaltung in weiblich und männlich. Als äusseres, sichtbares Zeichen sind dies die Frau und der Mann. Zu Beginn der Entwicklung in der Dualität war es auch so, dass sich das Weibliche mehrheitlich in der Frau und das Männliche vor allem im Mann manifestiert hatte. Im Laufe Eurer Entwicklung haben aber immer mehr Menschen an sich gearbeitet und entdeckt, dass beide Pole in ihnen vorhanden sind - ungehindert des physischen Geschlechts. In der jetzigen Entwicklungsphase geht es darum, beide Pole in sich zu erkennen und zu leben. Dies heisst aber nicht, dass Ihr beim Ausleben dieser Pole stehen bleiben dürft. Nein, es geht vielmehr darum, dass Ihr dieses Weibliche und Männliche in Euch vereint, zu einer Einheit bringt.

Vielfach wird gesagt: "Ich muss mein männliches Prinzip mehr leben!", und dann werden die Ellbogen zu Hilfe genommen; oder es heisst etwa: "Ich darf meine weibliche Seite nicht vernachlässigen!" und man gibt sich dann dem Seelenschmerz und Selbstmitleid hin. Dies ist falsches Denken, weil Ihr eine Zerrform des betreffenden Pols lebt und dafür eine Entschuldigung braucht.

Es geht darum, in sich diese Pole zu erkennen, sie zu finden und von diesem Moment an zu erkennen, dass dies nur Teile des Ganzen sind. Sucht nicht das Weibliche in Euch, sucht nicht das Männliche, sondern sucht alle Eure Pole und vereint sie zu einem Ganzen. Es wird immer viel von ganzheitlich gesprochen. Hier beginnt sie, in jedem von Euch. Sucht und findet in Euch den ganzen Menschen. Er besteht nicht aus 50 % weiblich und 50 % männlich, sondern er besteht aus 100 % ganzem Mensch.

Es ist heute Mode, alles auf seine Polarität hin zu untersuchen. Diese Polaritäten findet man auch überall. Es kommt dann zu Auflistungen darüber, was ist männlich, was ist weiblich. Dies wird bei Energien, bei Organen, Blumen, Kristallen.... gemacht. Dabei wird aber vergessen, dass dies immer nur Teilaspekte des Seins sind. Man untersucht etwas und stellt fest: "Es ist weiblich!". Damit ist überhaupt nichts erreicht, weil es nur den Ist - Zustand darstellt. Hier müsste nun die Forschung weitergehen. Wenn Ihr als Ziel die Einheit vor Euch habt, dann dürft Ihr Euch nicht begnügen, einfach nur festzustellen, dass dies weiblich oder männlich ist. Nein, Ihr müsst erkennen, dass es einmal ganz war, eine Einheit. Durch das Eintauchen in die Materie hat es seine Polarität bekommen und jetzt müsst Ihr daran arbeiten, dass es wieder ganz wird, dass die Einheit wieder entsteht. Begnügt Ihr Euch damit festzustellen, dass irgendetwas männlich ist, dann unterstützt Ihr die Dualität.

Das heisst nun nicht, dass man sich nicht dafür interessieren darf, welches die gegenwärtig herrschenden Polaritäten sind. Aber vergesst nie, dies ist eine Erscheinungsform auf dem Weg zurück zur Einheit, und nicht das Endgültige. Habt immer das Ganze vor Augen, richtet Euer Denken auf die Einheit, dann seid Ihr in der Lage, die Polaritäten als das zu erkennen, was sie sind, nämlich Momentanaufnahmen der Entwicklung - und diese Entwicklung führt zurück zum Ursprung, in die Einheit.

Aufheben der Dualität - das Leben in der Einheit

Auf Eurem Weg in die Materie hinein habt Ihr damals die Ebene der Dualität erreicht. Von da weg war das ganze Erfahrungsspiel überhaupt erst möglich. Nun gilt es, den Weg wieder zurück zu gehen. Ihr werdet also wieder - irgendeinmal - auf diese Ebene gelangen. Dann ist es wieder möglich, die Einheit direkt zu erleben, weil Ihr dann in der Einheit drin seid.

Es ist nicht möglich, in der Materie zu leben und zu wirken und gleichzeitig die Dualität aufzuheben, denn die Dualität ist die Voraussetzung für das Existieren der Materie. Also versucht nicht, durch irgendwelche Dinge und Rituale, die Polaritäten aufzulösen, denn sonst entzieht Ihr Euch Eure Grundlage für Euer Sein in der Materie. Es ist ebenfalls nicht möglich, jetzt einfach im Schnellzugstempo durch diese Entwicklung zu brausen, denn jede Blockade, jede Verstrickung muss oder darf auf derjenigen Ebene gelöst werden, in der sie entstanden ist. Dies ist eine Tatsache, welche Ihr beachten müsst. Wenn eine Blockade in der Materie entstanden ist, so muss sie auch in der Materie gelöst werden.

Für Euch ist es aber sehr wichtig, dass Ihr Euren Blick nicht mehr auf die Dualität, auf die Polaritäten richtet, sondern, dass Ihr immer das Ziel der Einheit vor Augen habt. Bedenkt, jede Manifestation in Eurer Ebene ist immer nur ein Teilaspekt des Ganzen. Räumt diesem Teilaspekt nicht den Platz des Ganzen ein, sondern sucht und findet die anderen Aspekte, auf dass alles in und um Euch wieder ganz, heil wird. Auf diese Weise könnt Ihr mitarbeiten, die Dualität zu überwinden. Überwindet sie zuerst in Eurem Denken, in Eurem Herzen. Dann wird es Euch nicht mehr viel Mühe machen, die Schritte auf diesem Weg zu gehen.

Vielleicht versteht Ihr nun auch, wieso nicht nur eine Elite, eine kleine Schar diese Entwicklung hin zur Einheit machen kann. Solange noch eine Seele in der Dualität "lebt", solange ist die Dualität nicht überwunden. Es müssen alle "alten Sachen", alle Verstrickungen, welche in der Dualität entstanden sind, in der entsprechenden Ebene gelöst werden, dann ist es möglich, mit dieser Ebene abzuschliessen und sie nur noch aus der Sicht der Erfahrung heraus zu betrachten.

Das Leben in der grossen Einheit ist für Euch nicht vorstellbar, da Ihr mit Eurem Denken nur die Teilaspekte als Manifestation des Ganzen wahrnehmen könnt. Oftmals wurde diese Einheit als Paradies geschildert, wo der Löwe neben dem Lamm liegt. Es ist in der Tat ein Paradies, aber auch die materiellen Gegensätze sind da nicht mehr existent, es gibt keine Löwen und keine Schafe mehr, weil auch dies nur Teilaspekte des grossen Ganzen sind.

In der Einheit aber gibt es keine Teilaspekte mehr. Ihr könnt Euch dies etwa als Wassertropfen im Ozean vorstellen, wobei der Wassertropfen den Teilaspekt verkörpert und der Ozean das Ganze. Stellt Euch nun weiter vor, es gibt nur noch Ozean, bestehend aus vielen Wassertropfen. Dieser Ozean hat keine Grenzen, er ist absichtslos und bedingungslos. Wenn es Euch gelingt, dies in der Vorstellung zu erahnen, dann habt Ihr einen ganz kleinen Einblick in die Einheit gewonnen.

Irgendeinmal werdet Ihr wieder nach Hause zurück kommen. Es ist oftmals ein langer und beschwerlicher Weg, viele, scheinbar grosse Steine, versperren den Weg. Aber wenn Ihr diesen Weg geht, Euch immer wieder bewusst seid und bewusst macht, worum es eigentlich geht, werden diese Steine plötzlich kleiner.

Die fünf Seelenqualitäten

Die fünf Seelenqualitäten

Was sind das nun, die fünf Seelenqualitäten? Bei diesen Qualitäten handelt es sich um die menschlichen Grundwerte, die jedes Wesen, wenn es dereinst in den Ursprung zurückgehen möchte, wieder erlernen und be-herrschen muss, soll oder darf. Es sind dies folgende Qualitäten:

Bedingungslose Liebe

Freude

Demut

Bescheidenheit

Wahrheit - Selbstehrlichkeit

Auf den ersten Blick erscheint dies eine Kleinigkeit, diese Qualitäten zu leben oder nach diesen zu handeln. Ihr alle aber wisst, wie schwierig es in Eurem täglichen Leben manchmal ist, eben genau diese Qualitäten zu zeigen und zu leben. Wie oft im Laufe eines Tages stolpert Ihr über die bedingungslose Liebe. Wie oft steht Euer Ego quer, wenn es um Demut oder Bescheidenheit geht.

Aber Ihr seid auf dieser Erde, in dieser Schule, um eben diese Qualitäten zu lernen, das heisst, genauer gesagt, sie wieder zu erlernen. Nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit dem Herzen, so dass sie jede Faser Eures Körpers, jede Zelle, überhaupt alles, was Euch ausmacht durchdringen. Erst dann habt Ihr diese Qualitäten in Euch.

Die Möglichkeiten, in diesen Seelenqualitäten zu fehlen, ist in keiner Schule der Entwicklung so gross, wie bei Euch auf der Erde. Umgekehrt sind aber auch nirgends so grosse Fortschritte möglich, wie auf der Erde. Bedenkt dies immer wieder. Weil die Materie so tief schwingt, sind die Möglichkeiten, sie zu halten oder es zuzulassen, von ihr gehalten zu werden, so gross. Dies führt dann immer wieder zu Verstrickungen, welche wieder den fünf Seelenqualitäten entgegenlaufen. Bedenkt, es ist Eure erste Aufgabe in all den Inkarnationen, diese Qualitäten zu erlernen, sie in Euch aufzunehmen und in Eurem Reden, Denken und Handeln widerzuspiegeln. Wenn Ihr dies zu tun in der Lage seid, ist Euch die Rückkehr in den Ursprung gewiss; dann habt Ihr den Schlüssel in der Hand, um die Türe zu öffnen - wir freuen uns auf Euren Einzug.

Oftmals werdet Ihr in die Lage kommen, wo diese Qualitäten scheinbar nicht mehr gelebt werden können, wo es Euch zuviel kostet. Bedenkt aber, es gibt immer einen Weg, wenn man sich darum bemüht. Dieser Weg ist vielleicht nicht immer der einfachste, aber er ist der zielstrebigste. Es gibt nur einen Weg zurück - und dieser Weg führt über die Tugenden. In jeder Lebenslage lassen sich diese Qualitäten leben, nur erscheint Euch dies oftmals unmöglich. Unmöglich ist es aber nur dann, wenn Ihr Eure Egoseite, also Eure Persönlichkeit, vor Eure Seele stellt. Vielleicht ist das Leben dieser Qualitäten mit Verlusten (was immer auch das heissen mag) auf der materiellen Seite verbunden.

Wenn Ihr aber einmal erkannt habt, dass diese materielle Seite nicht Eure Bestimmung ist, dann wird es Euch einfacher erscheinen, den Weg der Seelenqualitäten zu gehen.

Wir sind immer für Euch da, wir helfen und führen Euch. Ruft uns und wir kommen. Aber lasst Euch auch helfen und führen, hört auf Eure innere Stimme und handelt danach. Dann werdet Ihr auf diesem Weg Schritt für Schritt weitergehen. Habt immer vor Augen, dass es ein gewaltiges Stück Weg ist, das Ihr unter Eure Füsse genommen habt. Lasst Euch nicht von Rückschlägen umwerfen, lasst den Kopf nicht hängen, wenn Ihr bemerkt habt, dass Ihr nicht so gehandelt, geredet oder gedacht habt, wie es hätte sein sollen. Aber nehmt dies immer als Ansporn, Euch das nächste Mal zu bemühen - und das nächste Mal kommt schnell. Macht dies solange, bis Euch diese Qualitäten in Fleisch und Blut übergegangen sind, bis sie ein Teil Eurer selbst geworden sind - dann be-herrscht Ihr die fünf Seelenqualitäten.

Wir möchten Euch nun die einzelnen Seelenqualitäten vorstellen und Euch mitteilen, was wir unter diesen, zum Teil durch die Menschen bereits abgegriffenen, Worte verstehen.

Bedingungslose Liebe

Bedingungslose Liebe ist der Grund, auf welchem das ganze Sein steht und ruht. Jeder Antrieb des Seins, jede Schöpfung entspringt diesem Prinzip. Ohne diese Liebe ist kein Leben, in irgendeiner Form, möglich - es ist das, was das ganze grosse Sein zusammenhält und überhaupt ausmacht. Diese Gedanken sind für Euch schwer zu verstehen, weil sie Dimensionen umfassen, welche Ihr nicht mehr mit Eurem Intellekt erfassen könnt, sondern nur noch mit Eurem Herzen.

Viele von Euch koppeln Liebe mit Sexualität. Dies ergibt eine, für uns, ganz komische Mischung. Es entsteht eine besitzende Liebe. Liebe kann nie etwas zu tun haben mit Besitz, Liebe ist immer um der Liebe willen da. Es ist ein Geschenk, welches wir alle spüren dürfen. Wie kann ein Mensch einem anderen gehören? Wie kann ein Mensch von einem anderen verlangen oder ihn sogar dazu zwingen, nur noch für ihn da zu sein. Dies ist nicht möglich. Liebe heisst immer geben, nicht besitzen.

Wir meinen aber nicht, dass zum Beispiel in einer Partnerschaft nun jeder tun und machen soll, was ihm gerade so einfällt oder wohin er sich gerade treiben lässt. Eine Partnerschaft, sofern sie wirklich eine Partnerschaft ist und diesen Namen auch verdient, ist eine Lebensgemeinschaft, in welcher man alles miteinander teilt. Dies sind angenehme, aber auch unangenehme Erscheinungen. Gerade wenn es unangenehm wird, zeigt sich die bedingungslose Liebe, indem man zu einem Menschen stehen kann, ihm Vertrauen entgegenbringt und ihn unterstützt, auch wenn es schwierig ist.

Bedingungslose Liebe solltet Ihr allem Leben entgegenbringen - ohne Ausnahme. Dies erscheint angesichts der Meldungen über Kriege und Machtkämpfe eine fast unlösbare Aufgabe. Beginnt aber bei Euch, in Eurer Umgebung. Schliesst Frieden mit Euch und Eurer Umgebung und lasst nun diesen Frieden weiter nach aussen strahlen. Sät diesen Frieden, wo immer Ihr seid. So helft Ihr mit, Liebe, Frieden und Glück zu verbreiten.

Wie soll ich das nun tun, werdet Ihr vielleicht fragen. Wir haben gesagt, dass jedes Leben Achtung verdient. Es ist Eure Bewertung, welche einem Lebewesen die Daseinsberechtigung - in Euren Augen - gibt. Es ist aber nicht an den Menschen zu richten über Leben und Tod, zu entscheiden, ob ein Lebewesen nun hier sein darf oder nicht, ob es gut ist oder schlecht. Diese Entscheidung liegt in anderen Händen.

Wenn Ihr jedes Leben achtet, was habt Ihr dann gegen eine Fliege, welche um Euch herum brummt oder gegen eine Mücke, welche Euch umsurrt? Hier in diesem ganz einfachen Beispiel möchten wir zeigen, was nun mit bedingungsloser Liebe gemeint ist. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie Ihr auf diese Insekten reagieren könnt. Ihr könnt den Insektenspray oder eine Fliegenklatsche nehmen und diesen Tierchen nachjagen und sie töten - dann habt Ihr Ruhe. Ihr könnt Euch aber auch hinlegen und Euch an dem Gesumme erfreuen und freudig auf den Stich der Mücke warten. Beides sind Extremfälle - in der Mitte liegt das richtige Verhalten.

Im ersten Fall löst Ihr das Problem mit dem Auslöschen dieses Lebens - sicher keine Tat in bedingungsloser Liebe. Ihr stellt Euer Bedürfnis nach Ruhe und Ungestörtheit über das Leben einer anderen Kreatur. Im zweiten Fall ordnet Ihr Euch dem anderen Lebewesen völlig unter, Ihr gebt Euch für diesen kurzen Moment auf und lasst Euch von diesen Insekten völlig absorbieren.

Was sollte man nun tun? Es gibt eine Möglichkeit - Insekten reagieren, wie alle Lebewesen, auf verschiedene Stoffe allergisch. Macht Euch dies zu Nutze. Wenn Euch diese Tierchen stören, zeigt ihnen, dass Ihr sie in Eurer Umgebnung nicht haben wollt. Zeigt es ihnen an, indem Ihr Düfte im Raum verströmt, welche sie nicht lieben. Somit vertreibt Ihr sie und Ihr könnt ungestört Euren Beschäftigungen nachgehen. Jedes Lebewesen ist dann an dem Ort, wo es hingehört - beide leben nebeneinander, ohne sich zu schaden.

Ihr seht an diesem ganz einfachen Beispiel, wie Ihr das Prinzip der bedingungslosen Liebe leben könnt. Wenn wir nun auf eine andere Ebene gehen - in ein Kriegsgebiet, wie sieht es nun da aus? Überlegt Euch einmal, was das heisst: "Liebet Eure Feinde!" Wenn das Prinzip der bedingungslosen Liebe wirklich das ganze Sein durchdrungen hat, gibt es gar keine Feinde mehr. Aber sobald Eure Existenz bedroht wird, das heisst, die materielle Seite Eures Seins, reagieren in Euch eben die materiellen Seiten und beginnen sich zu wehren - je nach Bewusstsein, mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln: Ihr verteidigt Euren Besitz und Euer Recht. Ist dies aber auch der rechte Weg? Diese Frage muss sich jedes Wesen stellen und - auf Grund des freien Willens - auch selbst beantworten. Wenn die bedingungslose Liebe das ganze Sein durchdrungen hat, braucht es da noch Besitz und Rechte? Antwortet selbst!

Freude

Die Freude ist eine sehr hoch schwingende Qualität. Sie soll und darf die Grundlage Eures Tuns und Denkens sein. So ist es möglich, dass Ihr Eure ganze Lebensweise von dieser hoch schwingenden Tugend durchströmen lasst. Jede Eurer Handlungen, jeder Eurer Gedanken wird dann zu einem Boten dieser hohen Schwingung, Ihr verströmt sie.

Die Freude ist Euch Menschen schon vor langer Zeit immer mehr verloren gegangen. Sobald die Materie über Massen berücksichtigt wird, sobald Verstrickungen in der Materie entstehen, verliert die Freude an Boden. Die Freude ist eine Qualität, die weder fordert noch einem Zweck dient. Somit läuft sie dem Spiel um die Materie entgegen. Wenn die Materie Oberhand gewinnt, verliert die Freude ihre Grundlage - der Ernst des Lebens macht sich breit. Dieser Ernst des Lebens, die sogenannte Realität, ist aber eine Illusion, denn er spielt sich nur in der Materie ab.

Die Freude ist eine Qualität des Herzens, sie ist bedingungslos und sehr ansteckend. Wenn Ihr Freude ausstrahlt, könnt Ihr Eure ganze Umgebung damit anstecken, Ihr durchströmt sie mit dieser Qualität und helft so mit, auf ganz effiziente Art und Weise, Licht zu verbreiten.

Freude findet Ihr überall. Da es eine Qualität des Herzens ist, braucht es keine logische Voraussetzung dafür. Wie befreiend kann doch ein herzhaftes Kinderlachen sein. Dieser urtümlichen Freude kann nichts widerstehen, es ist ansteckend. Diese Freuden findet Ihr in Eurer Umgebung immer wieder. Ihr müsst nur die Augen öffnen und sehen. Da gibt es in der Natur diese vielen kleinen und grossen Wunder am Wegrand - lernt wieder zu staunen darüber, ehrfürchtig und freudig. Betrachtet doch wieder einmal eine Blume ganz genau und lasst Euch von Ihr von Euren Sorgen wegtragen, für Augenblicke den Alltag vergessen. So könnt Ihr Euer Herz der Freude gegenüber wieder öffnen.

Mit Hilfe der Freude zieht Ihr auch freudvolle Wesen an. Dies geschieht nicht nur auf der physischen Seite, nein, auch auf der feinstofflichen Ebene gilt diese Gesetzmässigkeit. Wenn Ihr freud- und lustlos durch die Weltgeschichte wandert, werden Euch auch entsprechende Wesen begleiten. Seid Ihr aber in Freude, so habt Ihr dementsprechend freudige Begleiter. Also, wählt Eure Begleitung selber aus, es liegt bei Euch.

Wenn Ihr Euch in Eurer Umgebung umschaut, werdet Ihr merken, dass die Freude vielerorts nicht mehr vorhanden ist. Sie wurde verdrängt durch Euren sogenannten Ernst des Lebens. Wenn jemand eine Tätigkeit mit Freuden ausführt, ist das für viele schon suspekt. Wenn jemand dann noch Freude zeigt bei einer Routinearbeit, dann stimmt irgendetwas nicht mit dieser Person.

Viele Menschen sind der Ansicht, dass Arbeit nichts mit Freude zu tun hat. Vielmehr wird noch fleissig mitgedreht bei dem Rad von Hektik, Stress und Freudlosigkeit. Es herrscht dann zwar eine sehr angespannte Atmosphäre, aber die Arbeit, welche erledigt wird, hat keine Ausstrahlung - das heisst, es fehlt ein ganz wesentlicher Teil, sie ist nicht ganz. Nur über die Freude könnt Ihr diese Arbeit wieder ganz machen.

Freude lässt sich bei jeder Arbeit verspüren. Sicher erwartet niemand, dass nun alle laut zu jubeln beginnen, wenn sie irgend eine Arbeit tun dürfen. Es geht ja nicht um die Arbeit selbst, sondern um das Bewusstsein, mit dieser Arbeit etwas zu einem grossen Ganzen beizutragen. Mit diesem Bewusstsein ist keine Tätigkeit wichtiger als die andere, sondern es ist eine Arbeit, ein Auftrag, den Ihr erfüllt.

Nun könnt Ihr viellleicht auch erahnen, wieso die Freude so wichtig ist. Wenn Ihr freudvoll an eine Tätigkeit herangeht, gebt Ihr diese Qualität in dieses Produkt. Ihr macht also Lichtarbeit im wahrsten Sinne des Wortes, indem Ihr mithelft, diese Freude zu verbreiten. Nun werdet Ihr wahrscheinlich merken, dass es nicht so darauf ankommt, ob das nun diese oder jene Tätigkeit ist - die Hauptsache ist, dass Ihr mit Freuden darangeht.

So werdet Ihr auch selbst immer mehr durchdrungen von dieser Qualität und werdet Euren Weg immer klarer sehen und spüren, denn wenn die Freude, diese Qualität des Herzens in Euch ist, kann auch das Herz sprechen und Euch die nötigen Impulse geben, die Ihr dann auch aufnehmt. Fehlt Euch aber die Freude, so setzt Ihr diese Impulse nicht um und Ihr habt das Gefühl, dass Ihr alleine seid. Also sucht und findet die Freude und Ihr findet uns und Euch selbst.

Demut

Mit dem Begriff der Demut haben viele von Euch Mühe, weil dieser Begriff schon mehrfach zurechtgebogen wurde. Die häufigste Verdrehung des Begriffes wurde zu Kadavergehorsam, also jener Form von Gehorsam, welche unabdingbar, absolut ist. Dies ist falsch verstandene Demut, weil sie den freien Willen eines Menschen zu umgehen versucht. Dies darf und kann aber niemand.

Demut heisst in seiner Grundbedeutung, seinen Platz im grossen Ganzen erkennen und einnehmen, seine Hilfsmittel annehmen und gebrauchen - dann erfüllt Ihr demütig Eure Aufgabe.

Jeder Mensch hat seine Aufgabe und hat dafür einen Platz zugeordnet bekommen. Eigentlich ist dies falsch ausgedrückt. Ihr habt Euch nämlich Euren Platz vor Eurer Inkarnation selbst ausgesucht; Ihr habt selbst bestimmt, welche Aufgabenbereiche Ihr in dieser Inkarnation angehen wollt - nur habt Ihr dies bei der Geburt wieder "vergessen".

In Eurer Denkart, welche sehr stark von Bewertungen geprägt ist, von höher und tiefer, von besser und schlechter, erscheinen nun die Plätze, welche die einzelnen Menschen einnehmen, plötzlich als mehr oder weniger wert. Nun beginnt sich bei vielen das Ego, also die rein persönliche Seite des Seins zu regen und vergleicht die eigene Position mit der der anderen. Es bleibt nicht nur beim Vergleich, es wird bewertet. Sehr schnell erkennt Ihr dann, dass ein anderer eine Position innehat, bei der das Leben auf den ersten Blick viel einfacher und schöner erscheint. Nun wird versucht, diese andere Position einzunehmen.

Um dies zu erreichen sind zwei Dinge nötig: einerseits müsst Ihr Euren eigenen Platz verlassen und andererseits stört Ihr den anderen. Wenn Ihr aber Euren Platz verlasst, erfüllt Ihr die Aufgabe, die Ihr Euch gestellt habt nicht - Ihr vergeudet also Eure Zeit und Eure Energie, weil Ihr einer falschen Sache nachrennt, weil Ihr das Ganze aus den Augen verloren habt. Zudem erschwert Ihr einem Mitmenschen seine Arbeit, indem Ihr ihn behindert, weil Ihr auf seinen Platz, auf seine Aufgabe aus seid. Dies geschieht leider in der heutigen Zeit auf der Erde sehr viel.

Der Gedanke, dass alles machbar ist, dass jeder jede Aufgabe erfüllen kann, der ist falsch, sogar widersinnig. Jeder soll seine Aufgabe erfüllen, dazu ist er da. Ob nun diese Aufgabe in der gegenwertigen Gesellschaft als angenehm, also ehrenvoll oder sogar ruhmreich betrachtet wird, ist im Endeffekt egal. Ihr fragt warum - ganz einfach, weil dies Eure Bewertungen sind, nicht unsere. Wir bewerten die erfüllten Aufgaben nach ganz anderen Kriterien. Daher sollte Euer Trachten nicht der weltliche Ruhm und die Anerkennung der Massen sein, sondern die Anerkennung der geistigen Welt. Hier solltet Ihr Euch Achtung erwerben.

Wie erwerbt Ihr Euch die Achtung der geistigen Welt? Indem Ihr in Demut lebt und handelt. Also indem Ihr Eure Aufgabe an Eurem Platz erfüllt und Euch nicht durch Bewertungen der Gesellschaft verunsichern lasst. Auch wenn Eure Umgebung den Kopf schüttelt, weil Ihr im materiellen Bereich nicht die grosse Priorität seht - Ihr lasst Euch davon nicht beirren. Ihr steht zu Euren Aufgaben und Ihr steht an Eurem Platz, das heisst, Ihr steht zu Euch selbst.

Oft wird sehr viel über geistige Werte gesprochen und diskutiert. Noch öfter aber bleibt es beim Diskutieren. Sobald dann die nötigen Handlungen erfolgen sollten, haben viele Menschen immense Ausreden, weil sie Angst haben, sich in ihrer Umgebung offen zu diesem oder jenem zu bekennen. Diese Menschen leben nicht in Demut, denn sie stehen nicht zu sich selbst und zu ihren Aufgaben, welche sie sich selbst gestellt haben. Sie verleugnen sich selbst. Dies kann auf die Dauer nicht gut gehen, denn sie verstricken sich immer tiefer in ein Gebilde von Ausreden und von Weltbildkorrekturen.

Lebt Ihr aber in Demut, das heisst, kennt Ihr Euren Platz innerhalb des Ganzen und habt Ihr erkannt, dass jeder ein Rad ist - nicht das grösste Rad, nicht das kleinste Rad, sondern eben DAS Rad - dann läuft die Maschine wie geschmiert. Will aber ein Rad an den Platz eines anderen Rades, dann läuft die Maschine nur noch stockend, zum Schluss überhaupt nicht mehr.

Ihr habt gesehen, dass Demut nicht eine Qualität ist, wo man sich verkriechen muss, wo man seine Fähigkeiten verleugnen soll und wo man ja nichts fordern soll. Nein, im Gegenteil, Demut ist etwas sehr Aktives, etwas, das vorwärts schreitet - aber jeder an seinem Platz. Dann funktioniert die grosse Weltenmaschine wieder wie geölt, dann können Prozesse, welche uns im Moment Mühe bereiten, wieder ungehindert geschehen. Dann ist es auch möglich, dass Ihr wieder ganz in Eurer Mitte steht. Denn nur wenn Ihr Eure Aufgabe und Euren Platz kennt und einnehmt, könnt Ihr in Eurer Mitte stehen.

Also, geht in Demut Euren Weg, ergründet, wo Eure Aufgabe liegt und wenn Ihr sie gefunden habt, geht diesen Euren Weg zielstrebig, denn es ist Euer Weg. Wir begleiten Euch gerne und helfen Euch, wo wir nur können.