Welpen Leitfaden - Karin Adamczyk - E-Book

Welpen Leitfaden E-Book

Karin Adamczyk

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Beschreibung

Ein kleiner Leitfaden für diejenigen, die gerade einem Welpen ein neues Zuhause geben. Tips und Erfahrungswerte nach jahrelangen Haare raufen, kaputten Teppichen und angekauten Möbeln!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 113

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Welpenleitfaden

Ein kleiner Terrorkrümel kommt ins Haus

© Karin Adamczyk

Inhalt

Cover

Titelblatt

Erwachen

Die Ankunft im neuen Zuhause

Bewegung und ein paar Worte in eigener Sache

Bedeutendste Fütterungsfehler im Wachstum

Geschirr oder Halsband

Kommt er oder kommt er nicht?

Das Thema Kämmen und Bürsten

Welpen Leitfaden

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Titelblatt

Erwachen

Das Thema Kämmen und Bürsten

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In eigener Sache …

Mit Sicherheit findet sich bei genauerem Hinsehen der eine oder andere Schreib-, Satz- oder Stellungsfehler. Ich habe keinen Lektor und schreibe einfach, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ich bitte um Nachsicht! Aber wenn einer möchte, darf er gerne alles korrigieren. Ich wünsche Ihnen trotzdem Freude, an meinem kleinen gutgemeinten Welpenleitfaden.

P.S Die Bilder sind leider durch das Drucken sehr unvorteilhaft in der Darstellung. Ich wünschte, ich könnte daran was ändern, zumal die Originale sehr gut sind.

Besser ist es, sich mit Engagement an die Perfektionierung des Vorhandenen zu machen, als untätig von der Vollkommenheit zu träumen!

Welpenleitfaden oder auch … Ein kleiner

Terrorkrümel kommt ins Haus …!

Checkliste für die Ausstattung im neuen Zuhause:

1) Hundekorb oder besser noch Kennel

2) Kuscheldecke

3) Näpfe

4) Spielzeug

5) Handtücher

6) Bürste

7) Zeckenzange

8) Erste-Hilfe-Set

9) Hundebademantel (besonders hilfreich im Herbst und Winter

10) Kausnacks (getrocknete Hühnerhälse, Schweineknabberohren, Welpensticks, Kauschuhe aus Rinderhaut oder ähnliches).

Zunächst einmal möchte ich Ihnen herzlich zu Ihrem neuen kleinen Hausbewohner gratulieren.

Ab sofort haben Sie einen tierischen Freund an Ihrer Seite und das Allerwichtigste in einem Satz vorab …

Er braucht Sie jetzt ganz dringend! 17 Tage war er alt, als er das erste Mal bewusst eine menschliche Hand wahrnehmen konnte.

Die Hand, die ihn jeden Tag gewogen, und ihn, wenn er mal Angst hatte, sanft gekrault hat.

Die menschliche Stimme hat er das erste Mal wahrgenommen, da war er immerhin schon zwanzig Tage alt.

In dieser Zeit hat er gelernt, dass der Mensch sein unerschütterlicher Freund ist, und er hat zudem gelernt, dass die Zweibeiner tolle Rudelmitglieder sein können.

Zumindest hat er das verstanden, wenn er bei einem verantwortungsvollen Züchter aufgewachsen ist.

Ein Züchter, der ihn liebevoll und zugleich sachverständig durch die erste Lebensphase seiner noch kleinen und begrenzten Welt begleitet hat.

Schnell erreichen die kleinen Babys die erste überaus wichtige Sozialisierungsphase.

Die beginnt übrigens bereits mit dem 25sten Lebenstag.

Und was die wenigsten wissen … sie ist mit der zwölften, maximal 16. Lebenswoche komplett abgeschlossen.

Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen gerne einmal erzählen, was so ein Welpe in den ersten Wochen und Monaten erlebt. Was er empfindet und durch was er in dieser Zeit maßgeblich geprägt wird.

Wenn Sie das nicht interessiert, dann überspringen Sie diesen Teil einfach.

Erwachen

Wie immer geht die Initiative für eine lebenslange Freundschaft vom Menschen aus. Er streckt die Hand zu dem gerade geborenen Welpen aus, dessen Geruchsempfinden bereits erwacht ist.

Der kleine Kerl besitzt schon taktile Fähigkeiten und kann auch schon saugen. Er genießt entspannt die Wärme, die von dieser Hand ausgeht. Er selbst erreicht seine normale Körpertemperatur jedoch erst mit seinem zehnten Lebenstag.

Er überlässt sich in dieser sensiblen Phase völlig der Handfläche und schmiegt sich unbekümmert in den warmen Handteller.

Bis zur dritten Lebenswoche kennt der Welpe keinerlei Angst, und der ihn umsorgende Mensch flößt ihm bei ruhiger und liebevoller Handhabung absolutes Vertrauen ein. Die Hand ist das allererste Bindeglied zwischen dem Menschen und dem winzigen Hundebaby.

Jeden Tag beim Wiegen verstärkt sich die Bindung und der Geruch seiner Umgebung prägt sich ein.

Nach der Hand entdeckt der Welpe langsam auch die Stimme des Menschen, der ihn pflegt.

Bis er die Hände des dazugehörenden Menschen in vollem Umfang erkennen und auch die für ihn so wichtige Stimme einordnen kann, hat er seine 3te Lebenswoche erreicht und ist 21 Tage alt.

Das ist dann das Alter, in dem der kleine Kerl anfängt, mit dem Menschen zu kommunizieren.

Die Stimme des Züchters löst die ersten sozialen Interaktionen des Welpen aus.

Meist ist das verbunden mit einem irren Trommelwirbel gleichenden, rotierenden Schwanzwedeln.

Noch unter der sogenannten vegetativen Phase benutzt der Welpe bereits seine Stimme, er „bellt“ schon in einem Alter von zehn Tagen. Er hört aber seine eigenen Lautäußerungen erst ab der dritten Woche.

Er jammert, und der Mensch fühlt sich gerufen. Selbstverständlich eilt er an die Wurfbox, um sich zu vergewissern, ob auch alles in Ordnung ist.

Schließlich könnte der kleine Kerl ja Bauchschmerzen haben, oder vielleicht hat sich seine Mutter etwas unglücklich auf die Füße des Kleinen gelegt, oder er hat ein anderes Problem, bei dem man ihm helfen muss.

Der Welpe wird hochgenommen und spürt die Wärme und Zuwendung der menschlichen Hand, der Geruch ist ihm bereits vertraut und er beruhigt sich merklich.

Seine Stimme … das ist seine beste Waffe, schließlich funktioniert diese ausgeklügelte Methode des Welpen einwandfrei.

Ab der zweiten Woche wird der kleine Hund wie wild mit seiner Rute wedeln und versuchen, die Hände und das Gesicht seiner Menschen zu erreichen.

Er betrachtet dieses Wedeln als ein lebenslanges Freundschaftsangebot.

Er zweifelt nicht eine Sekunde an der Stabilität seines kleinen vollkommenen Daseins, und schenkt dem Menschen uneingeschränktes Vertrauen.

Wir reden natürlich von einem behüteten und umsorgten Welpen, der bei verantwortungsvollen Züchtern aufwächst. Bestenfalls kennt dieser die einzelnen Phasen, die ein Hundekind durchlebt, und kann gewissenhaft darauf eingehen.

Nur dann ist gewährleistet, dass die Entwicklung des Hundebabys so verläuft, wie ich sie gerade schildere.

Ansonsten kann man in dieser sensiblen Zeit auch ein lebenslanges tiefes Misstrauen schaffen, bestenfalls noch ein passives Miteinander erzeugen, das von Unsicherheit geprägt ist.

Diese Unsicherheit wird den Hund dann sein Leben lang begleiten.

Die Bindung, auch an liebevolle neue Besitzer, wird das nicht mehr gänzlich kompensieren können!

Ab der dritten Woche beginnen die Hundebabys, reges Interesse an ihrer Umgebung zu zeigen.

Sie finden alles, was man ihnen jetzt anbietet, superspannend, und fangen bereits an, zu verstehen.

Sie erlernen jetzt auch schon Verhaltensweisen und setzen diese sehr gezielt und verhaltensorientiert ein.

Ihr Geruchssinn ist ausgeprägt, ihre taktilen Sinne sind ganz da und alles wird nun beknabbert und begeistert bespielt.

Übrigens, ihre Sozialisierung beginnt genau … jetzt!

Jetzt … ab der dritten Woche … da werden Freundschaften fürs Leben geschlossen. Spielzeuge und auch Gegebenheiten und neue Situationen werden unvoreingenommen geprüft und bei gegenseitiger Akzeptanz angenommen. Andere Tiere, kleine und große Menschen, egal um was es sich handelt, seien es rollstuhlfahrende Menschen, Kinder, egal ob behindert oder auch nicht, werden von den Welpen ohne Vorbehalte begeistert als gegeben akzeptiert und als positiv abgespeichert.

In ihrem ganzen Leben prägt sie das, was von nun an passiert, am allermeisten, legt den Grundstein für ein freundliches Miteinander und für eine gelungene Sozialisierung.

Schließlich ist das auch die Zeit, in der sie die sozialen Regeln erlernen.

Für die Verständigung mit ihren Artgenossen übernehmen die Welpen in der Regel die Codes von ihrer Mutter und üben sie mit ihren Geschwistern.

Dort lernen sie die aktive Unterwerfung, z. B., wenn sie zu fest zwicken, oder den anderen so in Bedrängnis bringen, dass die Mutter mit einem Griff über den Fang des kleinen Rabauken diesem sofortigen Einhalt gebietet.

Sie lernen bestimmte Spiel-Jagd und UnterwerfungsHaltungen einzunehmen, aber auch signifikante Beruhigungssignale und die Aufforderung zum gemeinsamen Fangenspiel.

Auch die Warnung des Gegenübers wird bereits aktiv erlernt.

Der Erfolg des Lernprozesses ist nicht zuletzt von der Sicherheit der Mutter abhängig.

Unsichere, ängstliche oder nervöse Hündinnen geben jetzt, genau jetzt … bereits falsche Informationen an ihre Welpen weiter.

Durch ihre Reaktionen geben sie ihre eigenen Verhaltensfehler an ihre Kinder weiter.

Wenn die Mutter eine zu hohe Schmerztoleranz hat, werden in diesem Fall auch die Welpen mit Artgenossen, sehr wahrscheinlich, äußerst unsanft umgehen.

Dass das letztendlich zu Problemen führt, brauche ich wohl nicht extra zu erwähnen.

Bei zu ängstlichem und zu nervösem Verhalten der Mutter lernt der Welpe ab der dritten Woche, dass man sich entweder durch Flucht entzieht oder aber aus Angst lieber auch mal zuschnappt.

Bereits zu diesem Zeitpunkt lernen die Welpen, das Verhalten der Mutter zu imitieren, zu kopieren und zu verstehen.

Aber auch für das Erlernen der Regeln, die für die menschliche Kommunikation wichtig sind, werden bereits jetzt die Grundvoraussetzungen geschaffen.

Übrigens verkehrt sich all das, was die Welpen mit der dritten Woche so spielerisch und selbstverständlich lernen und auch akzeptieren, mit der fünften Lebenswoche der Babys, und es wird tatsächlich zur Aversion. Das ist wie mit meinem Sauerkraut, früher mochte ich Sauerkraut, man konnte fast sagen, es war mein Lieblingsessen, und plötzlich, aus welchen Gründen auch immer, bekam ich es nicht mehr hinunter. Bei den Welpen läuft es ähnlich, Sachen und Dinge wie z.B. eine sich im Wind bewegende, laut knatternder Fahne, die dem Welpen vor kurzem gar nichts ausgemacht hat, wird nun plötzlich „wahnsinnig gefährlich“! (Dasselbe passiert noch einmal, und zwar in der Pubertät der Welpen) Besuch, der mit der 3ten Woche begeistert angenommen wurde, wird nun auf einmal selektiert. Die Welpen fangen an Persönlichkeiten zu werden und gemäß ihren Charaktereigenschaften eigene Entscheidungen zu treffen. (Aversion wird im späteren Verlauf noch mal aufgegriffen)

Auch wenn das vielleicht für den einzelnen Hundebesitzer unglaublich klingt, aber die Babys verbringen ihre Zeit nicht mit Fernsehgucken oder Zeitunglesen, sondern lernen ununterbrochen, vom ersten Augenblick ihres Lebens an.

Sie haben nichts anderes zu tun, als zu beobachten, und aus diesem Beobachten wird Lernen. Sie machen kein Puzzle oder spielen Karten, sie hören kein Radio, schauen ins Handy oder gucken TikTok.

Sie studieren ihre Brüder und Schwestern und lernen an ihnen durch Interaktion und erproben, ob sie stärker oder schwächer sind als diese. Sie orientieren sich an ihrer Mutter und deren Reaktionen auf die Umwelt, und letztendlich sind die Aktivitäten ihrer Bezugspersonen, der ihnen bekannten und wichtigen Menschen, das Spannendste überhaupt.

Denn diese können Kühlschranktüren öffnen, Töpfe mit leckerem Futter füllen, Spielzeug, das von den Welpen als Ressource angesehen wird, herausgeben, und vor allem … sie können ihnen Wärme, Geborgenheit und Sicherheit vermitteln.

Natürlich auch das Gegenteil davon, aber das ist jetzt hier nicht das Thema.

Die dritte bis fünfte Woche ist äußerst bedeutungsvoll. Genau in diesem Zeitraum lernt der kleine Welpe alles, was sein weiteres Leben bestimmen wird.

Zudem wird der Grundstein für die Kommunikation mit der Außenwelt gelegt.

Selbst die Umwelt mit all ihrem Lärm und ihrer enormen Betriebsamkeit wird in diesem Zeitrahmen als selbstverständlich hingenommen.

Je mehr man ihm zeigt, umso bereitwilliger geht der kleine Welpe mit allem um. Auch immer wiederkehrende Aktionen, gleich welcher Art, erlernt der Welpe in diesem Zeitraum.

Die Mutter muss in jedem Fall der sichere Hafen sein. Selbstbewusst sollte sie ihren Welpen Ruhe, Sicherheit und Bestimmtheit vermitteln.

Die übrigen Rudelmitglieder sollten sich unbedingt bei den Welpen vorstellen dürfen, denn auch sie tragen maßgeblich zu einem gesunden Aufwachsen bei. Die Kleinen lernen ein stabiles Umfeld kennen und schätzen.

So werden sie später ihre neuen Aufgaben in der Familie mit sozialer Kompetenz und Sicherheit meistern können

Auch das Bewerten von ungewöhnlichen oder unbekannten Situationen wird in diesem Zeitrahmen erlernt.

Das Verhalten der Welpen ist dabei allerdings sehr unterschiedlich und unterliegt den angeborenen und nicht veränderlichen Charakterzügen.

Für den Züchter, der mit intelligenten Welpentests arbeitet, bietet sich bei deren korrekter Anwendung ein breites Potpourri an Verhaltensmustern, das die noch unverfälschten Charaktere der einzelnen Babys offenbart.

Werden die Welpentests etwas später angewendet, werden die Ergebnisse, die man erhält, bereits durch Erlerntes oder erworbene Erfahrungen verfälscht wiedergegeben.

Man sollte als Züchter unbedingt den korrekten Zeitpunkt für die Welpentests anwenden, in denen die Hundebabys noch nicht ein durch eigene Erlebnisse angepasstes Verhalten aufzeigen.

Ab der fünften Woche erfolgt die sogenannte Aversion, die Welpen möchten nun nicht mehr unvoreingenommen neue Orte entdecken und sind plötzlich nicht mehr daran interessiert, neue Arten zu erforschen.

Sie weichen gerne mal zurück, um sich dann dem absonderlichen „Objekt“ wieder vorsichtig zu nähern.

Die sogenannte Aversionsphase korrespondiert mit der langsamen Loslösung von der Mutter.

Sie lesen richtig … ab der fünften Woche beginnt die Mutter, die Welpen massiv abzusetzen.