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Der Gedichtband ist eine künstlerische Symbiose von Wort und Bild, eine poetische Wanderung durch die Landschaften von Gedanken und Stille. Ein Kaleidoskop aus Eindrücken, das sich den stetigen Veränderungen des Moments hingibt, zwischen den Ritzen des Gewohnten und dem Unausgesprochenen pendelt, stets auf der Suche nach der Tiefe, die in den flüchtigen Sekunden des Lebens verborgen liegt. Die Gedichte fangen das Fließen zwischen den Stürmen von Zorn und Wut sowie den ruhigen Momenten des Innehaltens ein. Der Band folgt keiner klassischen Ordnung, sondern lebt von der Anarchie seiner Struktur - ein Verzeichnis von Ungeordnetem, in dem Worte und Bilder gleichwertig miteinander in Dialog treten. In verspielten, manchmal nachdenklichen und auch kritischen Versen befragt der Gedichtband unterschiedliche Facetten der menschlichen Existenz, die Widersprüche der Gesellschaft und die besonderen Momente des Lebens. Es ist eine Einladung, sich auf die Unordnung der Welt einzulassen.
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Seitenzahl: 25
Veröffentlichungsjahr: 2026
Stille
Frau am Fenster
Parteisoldaten
Gedankenfetzen
Heilunkundige
Traumgespräche
Die Mutter im Weibe
Das Café um die Ecke
Mensch der Stille
Studium Moralis
Kriegstrommler
Der digitale Denunziant
Offenbarungen
Das Leben selbst bestimmen
Der Schlingel
Das Verstummen der Philosophen
Gipfelstürmer
So das Suppenhuhn
Weltenbeschauer
Mensch der Strasse
Der Dödel
Augenschein
Schöner Wohnen
Lügen haben auch lange Beine
Klatscher
Flohsingen am Abend
Die Keiltreiber
Weisheiten der Abuelos
Freiheit ist nicht jedermanns Verlangen
Jugendlenkung
Erinnerungen, die gehen
Dem Meer gehörte sein Leben
Spuren im Staub
Unbändige Wut
Der Zorn bleibt
Es fehlt
Was bleibt
Beim Schreiben leiden
Schlusswort – Ein wiederholtes Letztes
Das Wort erstickt im Laut,
weiß nicht, ob es sich traut.
Hilflos sucht es eine Stimme:
Was, wenn ihm keiner zustimme?
Es brennt die Seele lichterloh,
all die Geschichten, die nicht erzählten,
all die Erinnerungen, die ungezählten.
Am Fenster zur Straße im Nirgendwo.
Das Kissen durchtränkt vom Hoffen,
auf ein Wort, auf ein Zeichen,
auf Menschen, die nicht ausweichen.
Das Fenster zur Straße so weit offen.
Die Augen, heute suchen sie die Weite,
noch einmal schweifen in die Ferne,
ein Lächeln zum Flug der Vogelschwärme.
Das Fenster zur Straße – es befreite:
Vom Treiben in den Gassen, das nicht sah –
da war ein Mensch so nah.
Vom stummen Ruf, der nie gehört.
Er hat aufgehört.
An den Trögen der Macht herrscht reges Treiben,
jeder will so viel er kann sich einverleiben.
Die Fleischtöpfe randvoll gefüllt,
prätentiös mit Grünblatt umhüllt.
Die Maske muss wahren das Gesicht,
nicht, dass der Inhalt kommt ans Licht.
Die Schlacht am Buffet – sie kann beginnen,
los geht’s das Stechen und Ringen.
Die Schnellsten sind schon am Grunzen und Schmatzen,
erfreut über die Gaben beim Schwatzen.
Erkoren sind schnell die Besten,
belohnt für ergebenes Sich-Mästen.
Wenn sich in gehorsamer Erfüllung die Fleischeslast biegt
und es an der Schwerkraft allein nicht liegt,
weiß man, es ist nun vollbracht:
Die Partei hat ihre Soldaten gemacht.
Landauf, landab marschieren sie nun umher,
verkünden Worte in Hülsen so leer.
Ihr Lächeln so glänzend, die Blicke so kalt,
frag mich, warum das keiner schnallt.
All die Beteuerungen und Eide,
unzählige Meineide.
Die Hände, die schütteln für die eigenen Taschen,
bleiben am Ende doch reingewaschen.
Wer es wagt, dem Loblied zu widersprechen,
an denen werden sie sich rächen.
Mit Verboten und Strafanzeigen,
bis endlich herrscht ein Stillschweigen.
Auf den Straßen tanzt derweil der Chor der Laudatoren,
ganz im Sinne der Initiatoren.
Es will nicht raus, kein Satz, kein Text,
heute ist es wie verhext.
Gedanken nur wie auf der Flucht,
mit unendlicher Wucht.
Kann sie nicht fassen, nicht halten,
strömen wie Urgewalten.
Möge doch einer nur bleiben,
würde so gerne was schreiben.
Wohin sie wohl rauschen?
Wie gerne würde ich tauschen.
Nein, ganz ehrlich, das will ich nicht verzeihen,
nicht mehr meine Beachtung euch leihen.
Ihr habt verwirkt das Vertrauen, das man euch gab,
mit eurem Verrat Tag für Tag.
Habt geschworen einen Eid,
