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Wildkräuter, das ist Superfood for free. Garantiert regional und saisonal. Unschlagbar gesund und absolut umsonst. In diesem Buch erfahren Sie das wichtigste über essbare Wildkräuter: Von der Suche über die Bestimmung bis hin zu wilden Rezepten für Kräutersalz und Kräuterbutter, Salate, Suppen, Kleinigkeiten, Hauptgerichte, Sirup und Süßes. Diplom-Biologin und Kräuterexpertin Christine Schneider zeigt Ihnen die 33 besten Wildkräuter: wo Sie sie finden, wie Sie sie sicher erkennen und was Sie in der Küche daraus zaubern können. Gesund, umsonst, lecker: legen Sie los!
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 70
Veröffentlichungsjahr: 2021
Christine Schneider
WILDKRÄUTER FINDEN
DER BLITZKURS FÜR EINSTEIGER
Mit Illustrationen von Daniel Stieglitz
Cover
Titel
Auf zum Kräutersammeln
Gute Gründe
Man muss sie einfach lieben
Über Geschmack …
Wann und wo suchen?
Sie sind immer da
Warum in die Ferne schweifen …
Wo lieber nicht?
Richtig bestimmt und gesammelt
Sicherheit geht vor
Bestimmen Schritt für Schritt
Achtung, giftig!
Kräuter richtig sammeln
Das Who-is-who der Besten
Bärlauch
Sauerklee (Wald-Sauerklee)
Giersch (Geißfuß)
Knoblauchsrauke (Knoblauchskraut)
Hirtentäschel (Hirtentäschelkraut)
Waldmeister
Vogelmiere (Sternmiere, Hühnerdarm)
Feldsalat (Rapunzel, Rapünzchen)
Holunderblüten (Schwarzer Holunder, Holler)
Japanischer Knöterich (Japanischer Flügelknöterich)
Franzosenkraut (Knopfkraut)
Gänseblümchen (Maßliebchen)
Löwenzahn (Pusteblume, Kuhblume)
Scharbockskraut
Huflattich
Pastinak
Wiesenschaumkraut
Malve (Wilde Malve)
Rotklee (Roter Wiesenklee)
Taubnessel (Weiße, Gefleckte oder Purpurrote Taubnessel)
Dost (Wilder Majoran, Oregano)
Thymian (Feld-Thymian, Quendel, Sand-Thymian)
Indisches Springkraut (Drüsiges Springkraut)
Kleiner Wiesenknopf
Gundermann (Gundelrebe)
Veilchen (März-Veilchen, Duftendes Veilchen)
Brennnessel
Spitzwegerich
Breitwegerich
Sauerampfer
Beifuß
Buchenblätter (Rotbuche)
Fichtenspitzen
Vom Korb auf den Teller
Kräuter verarbeiten
Länger genießen
Frisch gemischt
Noch Fragen?
Kräuterexperte werden
Bildquellen
Dank
Impressum
Wildkräuterkalender
Die Top 10 der Wildkräuter
Gute Gründe
Wildkräuter sind gesund, leicht zu bekommen, lecker, etwas Besonderes und noch dazu umsonst. Das Sammeln bringt Bewegung in müde Glieder und verschafft Ihnen eine kleine Frischluftkur. Dann nichts wie los!
Seite 4
Wann und wo suchen?
Es ist Frühling – die beste Zeit zum Kräutersammeln. Sie schnappen sich eine Tüte und dieses Büchlein und starten Ihre Sammeltour. Die ersten essbaren Pflänzchen entdecken Sie schon im Vorgarten: Gänseblümchen, Löwenzahn und einiges andere Grün lacht Sie an.
Seite 10
Richtig bestimmt und gesammelt
Jetzt ist nur noch die Frage: Welche Pflanzen sind wirklich essbar, welche nicht und was ist sonst noch zu beachten? Sie studieren zunächst die Anleitung zum sicheren Erkennen und Sammeln, damit Sie sich und der Natur keinen Schaden zufügen.
Seite 20
Das Who-is-who der Besten
Ganz genau vergleichen Sie die Merkmale in Text und Bild in diesem Kräuterbuch mit denen Ihrer gefundenen Pflanzen und schließen giftige Doppelgänger aus. Zur Stärkung zwischendurch wird schon mal gekostet. Ehe Sie sich versehen haben Sie neun verschiedene Kräuter zusammen.
Seite 32
Vom Korb auf den Teller
Das erntefrische Sammelgut bringen Sie nach Hause, schnipseln es klein und zaubern daraus eine Neunkräutersuppe nach uraltem Rezept. Die hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit und macht stolz: Schließlich ist sie Ihr allererstes selbst gemachtes Wildkräutergericht.
Seite 100
Noch Fragen?
Das war lecker und hat Spaß gemacht! Sie wollen in Zukunft öfter Wildpflanzen genießen und sich ins Thema vertiefen. Hier finden Sie Tipps, wie Sie an botanisches und kulinarisches Expertenwissen kommen.
Seite 118
Es ist völlig unverständlich, dass das Wissen über das Sammeln und Zubereiten von wilden Kräutern so sehr in Vergessenheit geraten ist. Dabei haben sie – neben ihrem Geschmack – so viele gute Eigenschaften, die ihnen keiner nachmacht.
Während Kulturkräuter in erster Linie schön aussehen müssen und große Erträge bringen sollen, stellen sich Wildkräuter ganz anderen Herausforderungen. Keiner gießt sie, sticht lästige Konkurrenten aus oder schützt sie vor bedrohlichen Fressfeinden. Sie müssen sich schon selber helfen. Das gelingt ihnen auch, da eben niemand wichtige Inhaltsstoffe für das Überleben in der freien Wildbahn weggezüchtet hat. So kommt es, dass Wildpflanzen viel höhere Konzentrationen an Ballaststoffen, Vitaminen und Spurenelementen haben, die auch für uns Menschen gesundheitsfördernd sind.
Gartenfrisch auf den Tisch – tja, wie oft können Sie das von Ihrer Mahlzeit behaupten? Bis gekauftes Gemüse vom Feld oder Gewächshaus auf Ihrem Teller landet, können leicht einige Tage vergehen. Wer sein Grünzeug selbst im Garten anbaut, ist da natürlich besser dran, allerdings ist das nichts für Vielbeschäftigte. Für Wildgemüse und -salate brauchen Sie die Wochen und Monate vor der Ernte keinen Finger krumm zu machen.
Noch ein Frischetipp
Frischer als die Luft im Supermarkt ist die unter freiem Himmel. Genießen Sie den vielen Sauerstoff und die herrlichen Farben beim „Gemüsebesorgen“ in der Natur … so sparen Sie sich teure Wellnessaktionen als Ausgleich.
Wildkräutersammeln kann schnell zur Leidenschaft werden.
Sofern Sie nicht am Feld- oder Straßenrand sammeln und dabei ein bisschen auf Nachhaltigkeit achten, können Sie sich auf unbelastetes Essen freuen, das Sie mit reinem Gewissen genießen können. Für so ein gutes Gefühl ist kein Biobauer und kein Reformhaus, kein Ressourcenmanagement und kein fairer Handel nötig. Sie beziehen Ihre umwelt- und sozialverträgliche Biokost von bester Qualität einfach im Vorbeigehen.
… lässt sich ja bekanntlich immer streiten, so auch bei wildem Grün. Doch schmecken soll es Ihnen natürlich, sonst nützen die vielen tollen Eigenschaften wenig. Damit die Wildkräuter Ihnen oder Ihren Gästen auch wirklich Genuss versprechen, hier ein paar Tipps.
Wildpflanzen sind den meisten Menschen geschmacklich unbekannt. Für den einen schmecken manche Pflanzen beim ersten Probieren erstaunlich gut, für den anderen eher seltsam, für den nächsten „irgendwie nach nichts“. Bei vielen Menschen entwickelt sich aber eine gewisse Vorliebe auch erst nach mehreren Versuchen.
Tasten Sie sich erst langsam heran, dann kann die Liebe wachsen.
Da hilft nur eins: langsames Herantasten in kleinen Schritten. Sammeln Sie also von einer Pflanze, deren Geschmack Sie noch nicht kennen, erst einmal wenig und probieren Sie nach und nach verschiedene Zubereitungsarten aus. So finden Sie garantiert Ihre wilde Leibspeise.
Nur weil Wildpflanzen viele gute Eigenschaften haben, heißt das nicht, dass sie immer am besten pur zu genießen sind. Erstens kann so eine Ernte für die ganze Familie eine recht mühsame Geschichte werden und zweitens haben viele einen sehr intensiven Geschmack und sind solo nicht unbedingt ein kulinarischer Hochgenuss. Abgesehen davon können die Inhaltsstoffe mancher Kräuter in solch geballter Form auch Schaden anrichten. Praktischer und meist viel leckerer ist es daher, die selbst gesammelten Kräuter mit Gekauftem zu kombinieren. Wenn Sie eine Pflanze dann erst einmal liebgewonnen haben, lässt sich ja die Dosis immer noch erhöhen.
Blüten verwandeln jede Mahlzeit in eine Augenweide.
Das Auge isst mit, also nutzen Sie die Gelegenheit und garnieren Sie ihre Gerichte mit wilden Blüten. Meistens sind sie mild im Geschmack. Der angenehme Nebeneffekt: Ihr Gericht sieht richtig gut aus und wird mit Sicherheit Gesprächsthema.
Wildkräuter haben praktisch immer Saison. Das Frühjahr hat besonders viel zu bieten, erstaunlicherweise findet man aber auch so manches essbare Pflänzchen im Winter. Tageszeiten spielen nur eine untergeordnete Rolle. Es kann also sofort losgehen!
Im Frühjahr, Sommer und Herbst kann sich jeder frische Wildpflanzen vorstellen. Doch selbst im Winter bietet uns die Natur lebendige Nahrung.
Jede Pflanze hat dabei ihren eigenen Zeitplan, wann sie grünt, blüht, Früchte trägt und in welcher Form sie über den Winter kommt. Der Geschmack kann je nach Alter der Pflanze und Jahreszeit variieren.
Wann die beste Zeit zum Sammeln des jeweiligen Pflanzenteils ist, finden Sie bei den vorgestellten Arten (ab Seite 34) unter dem Stichwort Sammelzeit. Hier erst einmal ein kleiner Vorgeschmack, auf was Sie sich wann freuen können.
Das Wiesenschaumkraut ist ein Frühlingsbote.
Wenn die Zeit rast
Sie haben die Bärlauchzeit um ein Haar verpasst? Suchen Sie einfach in höheren Lagen. In den Mittelgebirgen kehrt der Frühling etwas später ein, da gedeihen die Pflanzen um wenige Wochen zeitversetzt.
Das Wildkräuterangebot im Frühling ist unübertroffen. Viele besonders beliebte Pflänzchen sind jetzt am besten zu sammeln: Bärlauch, Giersch, Knoblauchsrauke und viele mehr haben im Frühling Hochsaison.
Der Sommer fängt schon einmal gut an: mit der Holunderblüte, dem offiziellen botanischen Zeichen dafür, dass die wärmste Jahreszeit eingekehrt ist. Nun gedeihen aber auch die würzigen Kräuter wie Thymian und Wilder Majoran. Sie und viele weitere Pflanzen, die jetzt zu ernten sind, machen aus jeder Kräuterbutter fürs Grillfest etwas Besonderes.
Der Sommer lockt mit besonders aromatischen Kräutern wie dem Thymian.
Im Herbst sind vor allem Wurzeln gut zu sammeln, weil diese jetzt die ganze Kraft aus Frühling und Sommer gespeichert haben. Wie wäre es mit einer wärmenden Suppe aus Pastinak? Für die Vorspeise finden sich noch immer viele Blätter und Blüten, die einen farbenfrohen Salat ergeben.
Gundermann steht sogar im Winter bereit.
Manche essbaren Pflanzen gibt es sogar im Winter. Achten Sie einmal darauf: Gänseblümchen zum Beispiel blühen das ganze Jahr, Gundermann und Taubnessel sind irgendwie immer da. Theoretisch ist auch unter der Schneedecke einiges zu finden. Da diese aber die Pflanzen vor Kälte schützt und das Sammeln recht ungemütlich macht, ist es sinnvoll, auf die nächste schneefreie Phase zu warten. Im Allgemeinen sind die Kräutlein im Winter weniger zart.
