Winterperlen -  - E-Book

Winterperlen E-Book

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Beschreibung

Dieses Büchlein, in lesefreundlicher Schriftgröße, enthält ausgewählte Geschichten und Gedichte von einer kleinen Gemeinschaft schreibfreudiger Damen aus der AWO-Gruppe in Teltow und Gastbeiträgen. Es sind "Perlen unserer Erinnerung", die nicht verloren gehen sollen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 44

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Geschichten

aus der Reihe „Perlen unserer Erinnerung“

Inhalt

Hilfe - die Invasion ist da!

Gedanken an Toni zur Weihnachtszeit

Es kann nur besser werden

Das Weihnachtsfoto

Jahreswende

Weihnachtsfeiern

Christnacht

Wäschetag(e) im Winter

Wir gehen „auf die Wäsche-Rolle“!

Meine einzige schöne Puppe

Meine ersten Bücher

Die Botschaft für mich aus der Weihnachtszeit

Das grüne Röckchen!

Glück

Unsere Krippe

Die Weihnachtsbäckerei

Worte für den Tag/auf den Weg, 3. – 8.9.2018, Pastor Christian Voller-Morgenstern, Potsdam | Evangelisch-methodistische Kirche |

Vorwort

Carmen Sabernak hatte die Idee, die Erinnerungen unterschiedlicher Menschen zu sammeln.

Erinnerungen, die wertvoll wie Perlen sind. Sie fragte in der Teltower AWO-Gruppe nach und es fanden sich schnell MitstreiterInnen.

Einmal im Monat trafen sie sich, tauschten Erinnerungen aus, lasen aus ihren Geschichten und verbrachten schöne gemeinsame Stunden. So wurde recht schnell der Entschluss gefasst, diese „Perlen unserer Erinnerungen“ in kleinen Büchern aufzubewahren.

Die Geschichten sind so unterschiedlich, wie die Menschen, die sie erlebt haben. Einzelne Geschichten wurden zum Teil schon vor einigen Jahren verfasst. Deshalb finden sich teilweise auch noch Texte in der alten Rechtschreibung. Diese wurden absichtlich nicht angepasst, denn es sind Perlen aus der betreffenden Zeit.

Wir wünschen Ihnen ebenso viel Vergnügen beim Lesen, wie wir Freude hatten, das Buch zu gestalten.

Herzliche Grüße das AutorInnenteam

Hilfe - die Invasion ist da!

Sie fragen, welche Invasion?

Sind etwa die Aliens gelandet? Na ja – damit kommen wir der Sache schon näher. Es ist ja wirklich erschrekkend, was die moderne Zeit so mit sich bringt. Mit Wehmut denke ich an meine Kindheit zurück. Mit so um die 70 kann man jetzt ganz schön ins Grübeln kommen. Was hatten es unsere Eltern doch gut.

Schon die Erwähnung des Weihnachtsmannes brachte uns Kinder dazu, ganz artig zu sein und zum schüchternen Versuch, begangene Unarten wieder gut zu machen. Nun ja – es muss jetzt wohl unwahrscheinlich viele ungezogene Kinder und bestimmt auch Erwachsene geben, denn so viele Weihnachtsmänner hat es bestimmt vorher noch nie gegeben.

Sie sind überall. Auf den Straßen vor den Kaufhäusern sprechen sie Kinder und Eltern an, um sie zum Besuch der Einkaufsmeile zu überreden. Im Kaufhaus wird es dann meist noch schlimmer.

Erstarrt stehen sie überall herum. Bei den Auslagen nicken sie uns freundlich zu und winken mit der Rute, um uns zum Kaufen zu animieren. Wenn man dann bedrückt die Einkaufsstätte verlässt, ist man noch lange nicht von der Weihnachtsmännerinvasion erlöst. Zumindest nicht, wenn man in einer etwas aufgelockerten Wohngegend zu Hause ist.

Überall Weihnachtsmänner. In den Gärten kommen sie mit dem Rentierschlitten daher. Ohne Schnee bestimmt für die Rentiere eine Strafe, denn Schlittenfahren ohne Schnee macht sich bekannter Weise sehr schlecht.

Den Weihnachtsmännern macht das aber gar nichts aus. Sie klettern an Regenrinnen, sogar an der glatten Hauswand hoch, erklimmen Balkone und das schon lange vor dem Weihnachtsfest. Ich frage mich, was wollen die eigentlich schon Wochen vor dem Weihnachtfest? Haben unsere Weltraumunternehmen sie vielleicht aus ihren himmlischen Gefilden vertrieben und sie sind obdachlos geworden?

Mir, und ich weiß es auch von vielen älteren Leuten, war jedenfalls unser oft beschriebener, aber in der Hautsache unsichtbarer, Weihnachtsmann lieber. Die Zeit der Heimlichkeiten, wo jeder versuchte seine Lieben mit einem persönlichen Geschenk eine Freude zu machen, wird mir immer im Gedächtnis bleiben.

Wie unpersönlich sind jetzt Glanz und Glimmer. Schnell noch ins nächste Geschäft, das Sonderangebot an Schokoladenweihnachtsmännern genutzt und ab damit nach Hause, um noch schnell die kleinen Stiefel, die die KITA - Kinder in Erwartung des Nikolauses geputzt haben, damit zu füllen. Nikoläuse sind ja Gott sei Dank noch relativ selten und so im Alter von vier Jahren glaubt man noch daran.

Die Zerstörung von Illusionen in Kinderherzen ist die eine Seite. Doch es gibt noch eine weitere negative Seite. Einerseits wird um jede Einsparung an Elektrizität gekämpft, denn die Erzeugung der Energie kostet uns nicht nur Geld, sie zerstört auch langsam aber sicher unsere Umwelt. Das wird das ganze Jahr über allen deutlich gemacht, doch um die Weihnachtszeit ist anscheinend alles vergessen. Da kann es nicht genug leuchten, ganz egal, wie viel Elektroenergie verpulvert wird. Koste es, was es wolle.

Nun ja – alle alten Kulturen sind immer in Glanz und Gloria untergegangen. Hoffentlich kommen die nächsten Generationen zur Einsicht, dass nicht immer das, das Größte ist, was am hellsten leuchtet. Vielleicht gibt es dann auch wieder ganz besinnliche Weihnachten

Eva-Maria Kluck

Gedanken an Toni zur Weihnachtszeit.

Es ist Weihnachten. Der 24. Dezember, Heilig Abend. In diesem Jahr ist alles anders. Nur leider nicht besonders schön. Unser Wettergott Petrus lässt uns überlegen, ob es Weihnachten oder doch schon bald Ostern ist. Außer dem frühen Einbruch der Dunkelheit, der Illumination in den Vorgärten und den Weihnachtsliedern in Funk und Fernehen lässt gar nichts darauf schließen, dass der Weihnachtmann sich auf den Weg macht. Für mich war es immer etwas Besonderes. Heilig Abend waren wir Omas immer bei unseren Kindern und Enkelkindern.

Nun gut – inzwischen sind letztere aus dem Kleinkindalter heraus, aber der gemeinsame Abend war immer stimmungsvoll und schön. Doch in diesem Jahr sitzen wir Omas jede allein zu Hause, denn bei den Kindern hat die Erkältungswelle zugeschlagen und verbietet die Gemeinsamkeit. Zu anstrengend für die Kranken und zu ansteckend für Leute über achtzig.

So sitze ich nun und blättere im wahrsten Sinne in