Woher, wohin, was ist der Sinn? -  - E-Book
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Beschreibung

Wann hat die Zeit angefangen – und wann hört sie wieder auf? Warum bin ich auf der Welt? Wie ist es im Himmel? Warum müssen Menschen sterben? Auf diese und viele andere Fragen antworten bekannte Theologinnen und Theologen: leicht verständlich, pfiffig illustriert und mit vielen guten Anregungen zum Weiterdenken. Ein „sinnvolles“ Geschenk – nicht nur für neugierige Kinder!

  • Wissen für Kinder zu den großen Fragen unseres Lebens
  • Das Buch der großen Kinderfragen
  • Für Kinder ab 9 und ihre Eltern

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 127

Veröffentlichungsjahr: 2012

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Quellennachweis

Die Geschichte vom barmherzigen Vater (Kapitel: Straft Gott böse Menschen?) ist mit freundlicher Genehmigung entnommen aus: Irmgard Weth, Neukirchener Kinderbibel. Mit Bildern von Kees de Kort, 17. Auflage 2011. © Neukirchener Kalenderverlag, Neukirchen-Vluyn.

Inhaltsverzeichnis

QuellennachweisVorwortWie alt ist Gott? Oder: Warum wir so viele Fragen haben!
Es gibt ganz unterschiedliche Arten von FragenWie Gregor nach einer Antwort suchtJede Antwort ist der Anfang einer neuen Frage
Copyright

Vorwort

Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Warum leben wir hier auf dieser Erde? Seit es Menschen gibt, denken sie über diese Fragen nach. Die großen griechischen Philosophen haben darüber nachgedacht. Und genauso berühmte Physiker unserer Zeit. Max Planck zum Beispiel, der für seine Forschungen den Nobelpreis bekommen hat, musste eingestehen: »Woher komme ich und wohin gehe ich? Das ist die große, unergründliche Frage, die für jeden von uns gleich lautet. Die Wissenschaft kennt die Antwort nicht.«

Unser Leben hier auf der Erde ist ein großes Geheimnis. Es gibt viele, viele Rätsel, die noch nicht gelöst sind und die unser Leben spannend machen. Niemand hat uns gefragt, ob wir in diese Welt kommen wollen. Auch unsere Eltern wurden von ihren Eltern nicht danach gefragt. Und wir können nichts dagegen tun, dass unser Leben hier auf dieser Erde eines Tages zu Ende gehen wird. Aber dazwischen ist viel Zeit, um miteinander nachzudenken, zu forschen und nach guten Lösungen zu suchen, die das Leben hier auf unserer Erde besser und schöner machen.

Dieses Buch stellt Antworten vor, aber es gibt keine fertigen Antworten. Die Antwort muss jede Leserin, jeder Leser, jede Denkerin und jeder Denker für sich selbst entdecken. Das ist nämlich das Besondere an den Fragen hier in diesem Buch: Sie hören nie auf. Und: Deine eigene Antwort, die du für dich findest, ist die richtige!

Also: Komm mit uns auf Antwortsuche! Und auch wenn das nicht immer leicht ist  – die Freude beim Suchen und Entdecken, beim Nachdenken über unser Leben soll nicht zu kurz kommen. In einem mittelalterlichen Lied hat das ein Dichter so ausgedrückt:

Ich komm’, weiß nicht woher, Ich bin, ich weiß nicht wer, Ich leb’, weiß nicht warum, Ich sterb’ und weiß nicht wann, Ich geh’, weiß nicht wohin –Mich wundert’s, dass ich fröhlich bin.

Kinder und Erwachsene können gemeinsam dieses Buch lesen, darüber sprechen und so selbst zu theologischen Forscherinnen und Forschern werden, Kinder sind nämlich oft die besten »Theologen«. Diese Erfahrung haben wir immer wieder gemacht. Uns Erwachsenen scheint oft vieles ganz selbstverständlich. Dabei ist der Anfang der Weisheit, dass man neugierig ist, dass man Fragen stellt und nicht mit der ersten Antwort zufrieden ist. Das können Kinder ganz hervorragend. Davon können wir Erwachsene viel lernen.

Unser erstes Buch »Gibt’s Gott?«, in dem wir uns gemeinsam mit vielen anderen Forscherinnen und Forschern auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Religion begeben haben, war ein großer Erfolg und ist von vielen Menschen, Kindern wie Erwachsenen, gelesen worden. Wir wünschen auch diesem Buch »Woher, wohin, was ist der Sinn?« den Weg in die Herzen der Menschen.

Prof. Dr. Albert Biesinger

Prof. Dr. Helga Kohler-Spiegel

PETRA FREUDENBERGER-LÖTZ

Wie alt ist Gott? Oder: Warum wir so viele Fragen haben!

Wer die Welt und sich selbst verstehen will, muss Fragen stellen und nach Antworten suchen.

Das gilt für Kinder wie für Erwachsene. Es gilt für alle Menschen auf der Welt, auch für dich.

Das Spannende daran ist: Wenn du eine Antwort gefunden hast, suchst und forschst du weiter, weil es neue Fragen gibt, die dich interessieren.

Das Fragenstellen und Antwortsuchen hört also nie auf  – so lange du neugierig bist und neugierig bleibst.

Mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern habe ich einmal Fragen gesammelt. Alle hatten Zeit, über eigene Fragen nachzudenken und diese aufzuschreiben. Anschließend haben wir einander die Fragen vorgelesen. Wir waren überrascht, wie viele Fragen zusammengekommen waren. Und je mehr Fragen in der Mitte unseres Kreises lagen, desto schneller kamen weitere Fragen hinzu.

Stefanie überlegte daraufhin: »Werde ich immer Antworten auf meine Fragen finden?«

Es wurde ganz still und alle Kinder dachten nach. Es war eine sehr kluge Frage, die Stefanie gestellt hatte. Wir haben uns einige Stunden lang Gedanken gemacht und sind zu spannenden Ergebnissen gekommen. Davon möchte ich jetzt erzählen.

Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Fragen

Um Stefanies Frage beantworten zu können, haben wir uns erst einmal alle unsere Fragen angesehen. Dabei haben wir gemerkt, dass Fragen sehr unterschiedlich sein können und wir sie nach verschiedenen Kriterien ordnen können.

Es gab Fragen, die waren leicht zu beantworten, und Fragen, die waren schwer zu beantworten. Es gab Fragen, da konnten wir »richtige« von »falschen« Antworten eindeutig unterscheiden. Und dann gab es wiederum Fragen, die konnten zwar beantwortet werden, aber es gab nicht nur eine richtige Antwort, sondern mehrere gute und zutreffende Antworten. Wir haben darüber nachgedacht und festgestellt: Es gibt Wissensfragen und Glaubensfragen.

Wissensfragen sind Fragen, die eindeutig beantwortet werden können. Die Antwort kann als richtig oder falsch bezeichnet werden. Wissensfragen, die die Kinder gestellt hatten, waren zum Beispiel: »Wie heißen die Planeten unseres Sonnensystems?«, »Warum wird das Tote Meer ›tot‹ genannt?«

Wenn du eine Antwort auf eine Wissensfrage finden willst oder wenn du eine Antwort beurteilen willst, kannst du in einem Lexikon oder in einem Fachbuch nachschlagen. Du kannst Experten fragen und im Internet suchen.

Kein Mensch kann in allen Bereichen alle Wissensfragen beantworten. Darum gibt es Experten. Das Wissen über unsere Welt nimmt durch die Forschungen der Experten ständig zu. Aber es kommen immer wieder neue Fragen auf. Und die Wissenschaftler forschen und forschen, um darauf eine Antwort zu finden. Ich denke nicht, dass es einmal eine Zeit geben wird, in der alle Wissensfragen beantwortet sein werden und keine neuen Fragen mehr gefunden werden können.

Auch Glaubensfragen können beantwortet werden. Aber es gibt mehrere Antwortmöglichkeiten. Die Antworten hängen vom Glauben der Menschen ab, die die Antwort geben. Glaubensfragen, die die Kinder aufgeschrieben hatten, waren zum Beispiel: »Wie alt ist Gott und wie alt wird Gott?«, »Was kommt nach dem Tod?«, »Was ist der Sinn des Lebens?« Es kann sein, dass dich eine Glaubensfrage lange begleitet und du deine Antwort immer weiter entwickelst. So ging es auch den Kindern, die diese Fragen gestellt hatten. Wenn du eine Antwort auf eine Glaubensfrage prüfen und beurteilen willst, dann kannst du dich zunächst fragen, ob die Antwort gut begründet ist und ob sie aus deiner Sicht einleuchtend ist.

Übrigens sind die meisten Fragen in diesem Buch Glaubensfragen. Wenn du die Beiträge liest, wirst du sehen, dass die Autorinnen und Autoren oft Geschichten und Beispiele erzählen, um die Antwort zu begründen. Sie wollen dir helfen, selbst in das Thema hineinzufinden und darüber nachzudenken. Denn bei Glaubensfragen musst du deine eigene Antwort finden. Nur du kannst letztlich entscheiden, ob eine Antwort für dich richtig ist. Du bist aber nicht auf dich allein gestellt. Es gibt Menschen, mit denen du darüber sprechen kannst. Du kannst überlegen, ob du schon einmal eine Geschichte aus der Bibel gehört hast, die dir bei der Antwort hilft. Du kannst nachforschen, ob es Denker des Glaubens gibt  – also Philosophen und Theologen  –, die sich zu diesen Fragen schon einmal Gedanken gemacht und Antworten entwickelt haben. Diese Antworten können dich weiterbringen. Vielleicht hast du schon einmal im Religionsunterricht über die Frage nachgedacht. Die Religionen halten Antworten auf Glaubensfragen bereit, die du prüfen kannst.

Wenn du dich viel mit Glaubensfragen befasst, kannst du Experte oder Expertin für Glaubensfragen werden. Die Kinder, über die ich in diesem Beitrag schreibe, fanden die Glaubensfragen besonders spannend, weil jeder durch eigenes Nachdenken Antworten finden, prüfen und weiterentwickeln kann.

Wie Gregor nach einer Antwort sucht

Eine Frage hat uns länger beschäftigt. Es war Gregors Frage: »Wie alt ist Gott und wie alt wird Gott?« Schnell war klar, dass es sich um eine Glaubensfrage handelt. Es gibt also nicht nur eine richtige Antwort. Mehrere Antwortmöglichkeiten sind denkbar. Die Antworten hängen davon ab, wie Menschen über Gott denken und was sie von Gott erfahren haben.

Lege dieses Buch einmal kurz zur Seite und überlege für dich, welche Antwort du findest und was du glaubst.

Gregor hat auch zuerst allein überlegt. Doch war er mit seiner Antwort, die er dabei gefunden hat, nicht zufrieden und es fiel ihm schwer, seine Ideen in Worte zu fassen. Wie geht es dir mit deiner Antwort? Bist du zufrieden?

Gregor hat dann seine Mitschülerinnen und Mitschüler befragt. Im Gespräch hat er einige Vorschläge bekommen, wie man eine Antwort auf die Frage finden könnte. Gemeinsam haben wir nach Geschichten aus der Bibel gesucht, die zu seiner Frage passen. Gregor hat ein Bibelvers besonders gefallen. Er steht in der Offenbarung des Johannes, im 10. Kapitel, Vers 6: »Gott lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.« Gregor hat sich überlegt, was »Ewigkeit« wohl bedeuten könnte und wie er sich das Leben Gottes in Ewigkeit vorstellen kann. Ewigkeit, kannst du dir das vorstellen? Wenn du möchtest, schließe einmal die Augen und versuche, dir Ewigkeit vorzustellen.

Jede Antwort ist der Anfang einer neuen Frage

Gregor hat dann als Antwort auf seine Frage formuliert: »Gott lebt nicht so wie wir Menschen, sein Leben ist ein anderes. Ich stelle mir Gott als Geist vor, der in den Herzen der Menschen für immer wohnt. Und die Menschen wohnen nach dem Tod bei Gott. Ich kann mir allerdings nicht richtig vorstellen, dass Gott schon immer da war und immer da sein wird. Darüber muss ich noch weiter nachdenken.«

Copyright © 2011 Kösel-Verlag, München, in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Umschlag: fuchs_design, München, unter Verwendung einer Illustration von Mascha Greune

eISBN 978-3-641-08246-8

Weitere Informationen zu diesem Buch und unserem gesamten lieferbaren Programm finden Sie unter www.koesel.de

www.randomhouse.de

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