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Notizen einer Europäerin im 21. Jahrhundert über Unsterblichkeit, Ideale, unsere Gesellschaft, Utopie, Dunkelheit, politische Teilhabe, Kultur, Dankbarkeit, den Sinn des Lebens, Nostalgie, Krieg und Frieden, Schönheit, Vergänglichkeit, Flucht und Liebe Kriegskinder Wenn der Krieg endet und Frieden ist Und die Kriegskinder nicht mehr unter uns weilen Wenn ein ganzes Land die Geschichte vergisst Und der Wohlstand selbstverständlich ist Dann müssen wir nicht mehr dankbar sein Dann dürfen wir gegen Kinder hetzen Und rechte Parolen schreien Werden wir unsere Messer wetzen Und lassen niemanden herein Wenn der Krieg endet und Frieden ist Und niemand mehr aus Deutschland flieht Wenn niemand mehr den Kaiser vermisst Und die Demokratie selbstverständlich ist Unsere Kriegskinder sind ergraut Und viele schon von uns gegangen Doch wenn man sich umschaut Sieht man neue Kriegskinder Denn wenn Frieden ist, wird Krieg angefangen
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Seitenzahl: 44
Veröffentlichungsjahr: 2018
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ZEITGEFÜHL
Lyrik
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
in chronologischer Reihenfolge:
1, Schlaflosigkeit
2, Kategorien
3, Zeit und Vergänglichkeit
4, Alltägliche Schönheit
5, Liebeserklärung
6, Das Kind
7, Danke
8, Wohin
9, Ein Nachtgedicht
10, Freundschaft
11, Begegnen, erinnern
12, Unwichtig
13, Schöne Freundin
14, Abgrund
15, Vergessen
16, Keine Liebe
17, Betty, Spätsommeridylle
18, Vincent
19, Aus dem Leben eines syrischen Flchtlings
20, Erinnerung an den Schmerz
21, Vergessen
22, Relevanz
23, Schwäche
24, Revolution
25, Schönheit
26, Rausch
27, Dunkle See
28, Die Maske
29, Eine Ausrede
30, Lichtblick
31, Mr. A
32, Mein Liebstes
33, Reaktion einer Europäerin auf die Reaktion eines Sowjetbrgers
34, Dankbarkeit und Ungerechtigkeit und Glück und Leid und Leben
35, Ausbleiben der Revolution
36, Weltschmerz
37, Zwischenbilanz
38, Die alten Lieder
39, Abschied von Joseph
40, Zu Besuch
41, Enttäuschung
42, Zeit und Geld
43, Beweggründe
44, Klimakonferenz
45, Protest
46, Fadenstück
47, Glück, die Gelassenheit eines Freundes
48, Für mich
49, Als wäre nichts geschehen
50, Verliebt
51, Herbsttanz
52, Hinaus mit dir
53, Erinnerung in Liebe
54, Die Scham eines Mädchens
55, Reim
56, Bahnhofsphilosoph
57, Vielleicht ein Zeichen
58, Weiße Stille
59, Sinn
60, Beschämend jung
61, Der Fremde
62, Erwachsen spielen
63, Unsterblichkeit
64, Das Leuchten der Kindheit
65, Kriegskinder
66, An EL, sechzehn Jahre alt
67, Wie wir uns verliebten
68, Weit fort, Ignoranz
69, Gottvertrauen
70, Verkehrsteilnehmer
71, Mondgesicht, Blickwinkel
72, Ein Satz zur Weltlage
73, So viel Liebe
74, Verstaubte Ideale
75, Für wen?
76, Schuld
77, Stärke
78, Tabletten schlucken
79, Für Sonita Alizadeh
80, Natürlich liebenswert
81, Kulturelle Aneignung
82, Kein Monster
83, Drama oder Scherz
84, Der gute Repräsentant
85, Gerechtigkeit, Vergebung
86, Privilege of stability
87, Für immer
88, Dunkle Nacht
89, Gegen die Unterempfindlichkeit eines weißen Mannes
90, Carina (Teil Eins)
91, Carina (Teil Zwei)
92, Anlässlich des Tages der Befreiung von Menschen durch Menschen
93, Die Beziehung des Lebens zur Zeit
94, Schwerer Abschied, vorübergehend
95, Risse
96, Weniger Meer
97, Woher kommst du
98, Viel Meer
99, Noch mehr Meer
100, Goldwaage
101, Erklärung der Liebe
102, Raouf, mein Mittelpunkt bist du
103, Reflexion, Teil A
104, Reflexion, Teil B
105, Kinder dieser Erde
106, Lass mich fliegen
107, Geld für alle, ein Gedankenexperiment
108, Eine gute Idee: Kommunismus
109, Schönheitsideal
110, Eine gute Idee: Religion
111, Eine gute Idee: Der Zweck heiligt die Mittel nicht
112, Vorstellung
113, Essverhalten im globalen Vergleich
114, Ich vermisse dich
115, Begründung
116, Sprachliche Integration
117, Krieg im Wohnzimmer
Impressum neobooks
Februar 2015 - März 2018
Licht von Neonreklamen, Autoscheinwerfern
Von Straßenlaternen, dem Mond
Musik aus Clubs, Lärm, Motoren rattern, Menschen schnattern
Schlagzeilen des Tages, die bei Nacht geschehen,
Schreiende Babys in sterbenden Wehen
Wie weißer Nebel statt stillem Schwarz
Vor allem in meinem Kopf
Raubt mir den Schlaf
Hast mich in Bilder gezwängt, in Schubladen gepresst
Nur flüchtig betrachtet, nicht viel beachtet
Ein Wimpernschlag lang, flüchtige Aufmerksamkeit
Mit halbblinden Augen, tauben Ohren
Mich erdacht, beurteilt, verurteilt gar
Ohne zu wissen, bloß erahnen zu können
Wer ich eigentlich bin
Hab Angst vor der Zeit, davor
Sie nicht zu nutzen, gar entgleiten zu sehen
Vorbei fließen zu lassen, ohne zu erfassen
Wie gegenwärtig sie war
Hab Angst, mich zu verzetteln
Zwischen kreativ sein und Pflicht
Zeilen und Gedanken, Träumen
Und dem, was ist, ohne zu erkennen
Was ich will und was nicht
Hab Angst, zu vergehen, zu zerfallen
Wie ein Geruch, Staub im Wind
Hab Angst davor, es auszusprechen und
Mir einzugestehen, wie sinnlos es ist
Das Dasein, wie machtlos ich kleiner Mensch
Für die Schönheit der kleinen Dinge
Fehlen die Worte mir hier
An dieser Stelle leider gänzlich
Du bist schön in diesem Licht
Unbegreiflich
Du bist schön
Doch in diesem Licht noch mehr
Ein Mädchen um genau zu sein
Manchmal sah ich es weinen
Und nachts hörte ich es schreien
Einmal klopfte ich an seine Tür
Es schlafe
Sagte die Mutter
Und stand halb schlafend vor mir
Doch auch in jener Nacht
Hörte ich Schreie durch die Tür
Dass ich ich sein darf
Und dass du mit mir lachst
Dass du mich akzeptierst
Und es okay findest
Wenn ich seltsam bin
Danke
Dass ich nicht denke
Wie ich wirken könnte
Sondern einfach ich sein darf
Bei dir
Identität finden
Und irgendwo verschwinden
In Rollen oder Klischees
In einem Bild
Das du gemalt hast
Nicht ich
Mich fragen
Wofür ich stehe
Und wer ich bin
Und wohin der Weg mich führt
Oder ob ich gehe
Wohin
Ein Gespräch mit der Nacht führen
Und Türen öffnen
Die geschlossen besser sind
Mich dahinter verlaufen
Und kein Ende finden
Keinen Weg in den Schlaf
Etwas erzählen
Ohne allzu viel Erklärungsbedarf
Etwas erzählen
Und schweigen
Und wissen dass du es verstanden hast
Ist sicher nur
Denken und die Tür öffnen
Und kurz erschrecken
Weil du es bist
Verlegen verstecken
Hinter Stottern und Husten
Den Blick senken
Auf den Boden blicken
Aber bloß nicht
In dein Gesicht sehen
Nichts gegen dich
Gegen den Schmerz lediglich
Gegen das Erinnern
