Zielpunkt Terra - Kurt Brand - E-Book

Zielpunkt Terra E-Book

Kurt Brand

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Beschreibung

Gehirne in Fesseln - auf Hope und auf der fernen Erde. Die POINT OF findet den Weg durch den Dschungel der Sterne. Aber Terra gehört nicht mehr den Menschen.

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Seitenzahl: 433

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Inhalt

Titelseite

Vorwort

Prolog

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

11.

12.

13.

14.

15.

16.

17.

18.

19.

20.

21.

Terminologie

Ren Dhark Classic-Zyklus

Impressum

Ren Dhark

Classic-Zyklus

 

 

Die große SF-Saga von Kurt Brand

 

 

Band 3

Zielpunkt Terra

Vorwort

Im zweiten Buch der Ren Dhark-Saga wurde bereits kurz auf spannende Entwicklungen in diesem Band eingegangen. Nun ist es soweit: »Zielpunkt Terra« verlagert das Hauptgeschehen zurück in jene Region, von wo aus die Kolonisten Monate zuvor aufbrachen. Und dort im Sol-System, das hat sich schon beim Start der Galaxis angedeutet, sind auf die Menschen harte Zeiten zugekommen.

Mehr sei hier an dieser Stelle aber nicht verraten.

Gleich im ersten Kapitel lernen wir den, wie Kurt Brand leider auch schon verstorbenen, Hermann Werner Peters kennen. Er führt die Person Art Hooker, einen Prospektor, ein und nimmt sich auf prägende Weise der Synties und Nogks an.

Die in dieses Buch einfließenden Originalromane sind in chronologischer Reihenfolge: Überfall vom achten Planeten von Hermann Werner Peters, In der Gewalt der Synties von Peter Krämer, Intervallfeld einschalten! von Kurt Brand, Das Gallertwesen von Hans-Joachim Freiberg, die drei Kurt-Brand-Romane Zielpunkt Terra, Gehirnwäsche droht und Die Zeitensonne sowie Gefährlicher Wahnsinn von Hans-Joachim Freiberg.

Ausdrücklichen Dank an »Vor-Leser« Heinz Mohlberg und »Endkontrolleur« Horst Hermann von Allwörden. Beide tragen mit ihrer Sachkenntnis und ihrem Gesamtüberblick über den Ren Dhark-Kosmos wesentlich dazu bei, die in die Originalromane eingeflossenen Fehler auszumerzen oder »gerade zu biegen«. Es erleichtert die Buchbearbeitung und trägt wesentlich zum »runden« Ergebnis bei.

 

Manfred Weinland, Hansjoachim Bernt

Prolog

Das Kolonistenraumschiff Galaxis wird in bislang unbekannte Sternentiefen verschlagen. Der Kontakt mit der heimatlichen Erde bricht ab. Zunächst ist nicht einmal bekannt, wo in der unermeßlichen Weite der Milchstraße das Sol-System zu suchen ist.

In einem Doppelsonnensystem mit achtzehn Planeten findet man eine marsgroße Sauerstoffwelt, die zur neuen Heimat wird. Man tauft diese Welt auf den Namen »Hope« - Hoffnung - und gründet auf einem der Inselkontinente die Stadt Cattan.

Ren Dhark, Sohn des schon während des Fluges verstorbenen Raumschiffkommandanten, entwickelt sich schnell zur Leitfigur der Besatzung und erringt durch sein beherztes Auftreten nach und nach den Respekt der Gestrandeten - auch jener, die vom machthungrigen Fanatiker Rocco aufgewiegelt wurden. Nach Roccos Tod und dem abgeschlagenen Invasionsversuch der Amphis wird endlich wieder ernsthaft nach der verschollenen Erde gefahndet.

Siebenhundert Kilometer entfernt von Main Island und Cattan liegt ein anderer, dschungelbedeckter Inselkontinent: Deluge. Im dortigen Gebirge stößt Ren Dhark mit seinen Gefolgsleuten noch während Roccos Unrechtsregime auf das Erbe einer längst verschwundenen, technisch ungemein hochstehenden Spezies.

Die wichtigste Entdeckung ist dabei zweifellos ein vor tausend Jahren im Bau begonnenes, ringförmiges Raumschiff, das nach der während des Amphi-Kriegs erfolgten Vernichtung des Kolonistenraumers für die auf Hope Gestrandeten der Schlüssel zurück zu den Sternen und zurück zum Sol-System sein könnte.

Aber dieses Raumschiff ist, als es von den Menschen gefunden und erforscht wird, noch unvollendet.

Als entscheidend auf dem Weg zu seiner Fertigstellung erweist sich ein geheimnisvolles Archiv, das in kleinen, weißen Pillen das Wissen der Erbauer zu vermitteln vermag - darunter den kompletten Konstruktionsplan des Ringraumers. Diese »Mentcaps« genannten, oral eingenommenen Lehrmittel ermöglichen das schrittweise Beherrschen der komplexen Wundertechnik. Aber sie verraten nicht das Know-how, das dieses Raumschiff so einzigartig macht.

Als der Ringraumer allen noch ein Fragezeichen war, wurde er POINT OF INTERROGATION getauft. Aber schon bald nennt ihn der Einfachheit halber jeder nur noch POINT OF. Er verfügt über Beiboote mit gleichartiger Bewaffnung sowie identischem Antriebsprinzip: die Flash.

Im Februar 2052 terranischer Zeitrechnung arbeitet man fieberhaft auf die endgültige Fertigstellung der POINT OF hin. Ihr Jungfernflug steht unmittelbar bevor - und damit die ernsthafte Suche nach der Erde, die im Dschungel der Sterne verlorenging.

Niemand macht sich Illusionen, die dortige Lage betreffend. Niemand hat die kurzen Funkkontakte mit Erdstationen vergessen, die allesamt abrupt unterbrochen wurden.

Die heimatliche Erde, so scheint es, gehört den Menschen nicht mehr...

1.

Art Hooker war kein Mann der vielen Worte. Das harte Leben in den Tycho-Minen des Erdmondes und in den arktischen Weiten hatte ihn geprägt.

Als er die Gestalten bei seinem Flugdozer sah, ließ er das Paket mit Nahrungsmitteln und Ersatzteilen fallen. Er sah, wie seine Frau verbissen den Einstieg zur Maschine verteidigte.

Mit wenigen Sätzen war Art Hooker heran. Das fahle Licht des dritten Hope-Mondes, der immer wieder zwischen den jagenden Wolken verschwand, lieh ihm die nötige Sicht.

Seine Rechte zuckte hoch. Der Getroffene stürzte wie vom Blitz gefällt zu Boden. Sein Mund klaffte auseinander, als er bewußtlos zusammensank.

Als nächstes packte Hooker den Kerl, der gerade versuchte, Jane aus dem Schott zu zerren. Er schmetterte ihn auf die geröllübersäte Lichtung, zog seinen Para-Schocker und drückte ohne Warnung ab. Dem restlichen Gesindel fächerte Schockenergie entgegen. Muskeln verkrampften inmitten der Bewegung.

Art Hooker hetzte zu seinem schweren Paket, riß es an sich und wuchtete es in den Zustieg des Flugdozers. Dann kümmerte er sich um seine völlig erschöpfte Frau und verriegelte das Außenschott.

»Jane, verständige Cattans Polizei!« Er verschwand vorn in der Kanzel.

Noch bevor sie reagieren konnte, kehrte er bereits zurück. Er wirkte völlig verändert und verlangte mit rauher Stimme: »Komm mit - aber versuche, die Nerven zu behalten!« Er zog sie in einen der Kontrollsitze der Kanzel. »Ganz still, hörst du?«

Dann zeigte er ihr die Ursache seines sonderbaren Verhaltens.

Grüne, verwaschene Flecke schwebten vom nahen Gebirge herab. Mit gespenstischer Lautlosigkeit zogen sie über den Boden hinweg.

»Um Himmels willen, was...?« Hookers sehnige Hand verschloß die Lippen seiner Frau.

Sechs der gespenstischen Punkte hingen bewegungslos über der Geröllfläche vor der Lichtung.

Von dem dunkel in der Nacht ruhenden Flugdozer - einer Mischung aus Helikopter und Planierraupe, bizarr und unheimlich - nahmen sie offenbar keine Notiz. Die von Hooker niedergerungenen Banditen erregten ihre Aufmerksamkeit.

Einer von ihnen sprang plötzlich vom Boden auf und hetzte davon. Er strauchelte, stürzte aber nicht.

Eines der grünleuchtenden Phänomene schwebte etwa zehn Meter höher. Der handtellergroße Fleck verschwand. Statt dessen hoben sich die Umrisse seines tropfenförmigen, eigentümlich gestaltlosen Körpers vor den nahen Bergen ab.

Die Bewegungen des Flüchtenden wurden langsamer. Als er schließlich stehen blieb, drehte er sich wie widerwillig zu dem Wesen, das jetzt auf ihn zukam, um. Panik erfüllte sein Gesicht.

Nun kamen auch die anderen Spukwesen heran und umkreisten den zur Salzsäule erstarrten Mann. Grün glomm es in der Nacht.

Art Hooker bewegte sich unruhig. Er wollte aus seinem Sitz gleiten, als es geschah.

Aus der Dunkelheit zuckte ein Blitz und erweiterte sich zu einem feinmaschigen Netz von milchig-bleicher Farbe.

Gemeinsam starrten die Hookers auf die Szene. Das Netz schnappte wie eine Falle über den grünen Punkten, die sich um den Flüchtling versammelt hatten, zusammen.

Doch die Punkte waren schneller und stoben in wilder Panik davon. Jeder schlug eine andere Richtung ein. Es gelang ihnen, in der Nacht unterzutauchen.

Nur ein Spukwesen schaffte es nicht. Der Tropfen wurde mit undefinierbarem Glanz überzogen. Dann schoß er gegen das bereits von allen Seiten geschlossene Netz. Die Energiemaschen spannten sich unter der Wucht, hielten aber.

Das Wesen wurde auf die Halde zurückgeschleudert und blieb wie benommen liegen. Die grüne Fläche an der Stirnseite flackerte.

Abermals warf sich der Tropfen empor. Sekunden später wurde die Nachtschwärze von einer heftigen Entladung zerrissen, die alles andere überstrahlte.

Das Netz über dem Tropfen und dem bewußtlosen Mann reagierte sofort. Seine Maschen zogen sich zusammen. Der Tropfen wehrte sich mit aller Kraft, doch je wütender er in den Fäden zappelte, desto mehr verfing er sich darin.

Jane Hookers Finger krallten sich in den Unterarm ihres Mannes, als sie eine etwa zweieinhalb Meter hohe Gestalt wahrnahm, die sich den Gefangenen - Mensch und Tropfenwesen - im Mondlicht näherte.

Jane und Art Hooker dachten sofort an ein Reptil mit faszinierend geschmeidigen und schnellen Bewegungen. Vier Fühler und zwei Facettenaugen charakterisierten den Kopf des Fremden, der in einer roten Uniform steckte.

Als der Ankömmling stehenblieb, spielten die Fühler unruhig über dem in seiner Fremdartigkeit erschreckenden Kopf. Die Facettenaugen richteten sich auf das weißliche Netzknäuel.

Dann durchlief ein plötzlicher Ruck den Körper. Die Facettenaugen fanden den Flugdozer, die Fühler zuckten heftiger. Gleich darauf war das Mischwesen aus Insekt und Reptil wie vom Erdboden verschluckt.

Eine dunkle Wolke schob sich vor den Mond. Irgendwo raschelte es nahe dem Dozer in den Büschen.

Jane Hooker schrie erstickt, als sie sich dem Libellenkopf durch die Kanzelverglasung gegenübersah. Aus unmittelbarer Nähe wirkte er noch furchterregender. Dunkle, schlanke Finger tasteten Scheibe und Einfassung ab. Es hörte sich an, als würde eine Schlange über heiße Steine kriechen.

Der Fremde löste ein dünnes, spiralförmig geschwungenes Rohr aus einer Schlaufe an seiner Hüfte. Art Hooker wartete nicht länger. Grob stieß er seine Frau in den Sitz. Während er die Verriegelung des Notausstiegs löste, beobachtete er aus den Augenwinkeln, daß der Fremde seine Waffe scheinbar unschlüssig in den langen, biegsamen Fingern wog.

Hooker stieß wuchtig gegen die entriegelte Luke und schleuderte sie hoch. Der Angriff überraschte den Fremden. Es wurde von der Luke geschleudert. Ein schriller, durch Mark und Bein gehender Schrei durchschnitt die Nacht.

Im nächsten Augenblick heulte der Reaktor des Dozers auf. Das schwerfällige Fahrzeug hob vom Boden ab. Aufgewirbelter Staub überdeckte die Lichtung.

Der Notausstieg schloß sich wieder. Der Flugdozer beschrieb einen weiten Bogen und jagte davon.

Den fahlen Blitz, der ihre Maschine nur knapp verfehlte, bemerkten die Hookers ebenso wenig wie das flirrende Netz, dessen Maschen vergeblich nach dem Dozer zu greifen versuchten, dann aber zusammenfielen und erloschen.

Die Hookers waren keine Menschen, die kaltblütig andere im Stich ließen. In dieser Nacht aber lag ihre einzige Chance in der Flucht.

»Kurs Deluge, Jane! Vielleicht sind wir in einen Krieg verwickelt, von dem wir noch gar nichts ahnen...!«

*

Ein eiförmiger, knapp fünfzig Meter langer Flugkörper erreichte die Lichtung. Das Schiff bewegte sich nur noch langsam und sank dabei tiefer. Wenige Meter über der Geröllfläche verharrte es. Unangenehme Vibrationen erfüllten die Luft.

Die Fremden mit den Libellenköpfen schienen sich davon jedoch nicht gestört zu fühlen. Lediglich ihre Fühler verrieten eine gewisse Unruhe.

Die Flanke des Schiffes öffnete sich wie eine Kamerafacette. Ein uniformiertes Wesen erschien. Mit für menschliche Augen kam nachvollziehbaren Bewegungen glitt der Fremde auf das noch immer am Boden befindliche Netzknäuel zu, in dem sich beide Gefangenen deutlich abzeichneten.

Ebenfalls schwach sichtbar war der grünliche Fleck der Tropfengestalt.

Das Libellenwesen wandte den Kopf. Aus dem Schiffsrumpf schossen armdicke Strahlen, die sich aber sofort zu einem Geflecht verbanden. Gleichzeitig lösten sich die Maschen des ursprünglichen Netzes auf.

Mensch und Tropfenwesen wurden mit dem Energienetz ins Innere des Raumschiffs gezogen. Kurze Zeit stand der Fremde noch wie lauschend in der Nacht. Seine Fühler ragten bewegungslos ins Mondlicht.

Weitere seiner Art traten aus dem Schiff. Einer von ihnen glitt mit unheimlicher Schnelligkeit zu dem ihm am nächsten liegenden Bewußtlosen und verweilte dort.

Er stieß den Körper ein paarmal an, ehe er sich bückte und seine Facettenaugen prüfend darauf richtete. Schließlich wurde das Wesen zurückbefohlen.

Bevor es im Schiff verschwand, drehte es sich noch einmal in Richtung des von ihm untersuchten Körpers.

Ein wesentlich schärferer Befehl ließ es sich endgültig davon abwenden. Sekunden später erschütterten wiederum starke Vibrationen die Luft. Einige verwitterte Geröllbrocken barsten unter den harten Impulsen.

Dann war der Spuk vorbei. Die Nacht schluckte ihn wie kurz zuvor den Flugdozer der Hookers.

*

Lee Porter stand hinter der Theke. Unablässig wanderten seine Augen durch das verräucherte Lokal. Und immer, wenn seine Blicke eine gewisse Gruppe von Männern streiften, bildete sich eine steile Falte über seiner Nasenwurzel.

Er war ein erfahrener Wirt. Irgendwie spürte er, daß es heute noch Ärger geben würde.

»Und ich sage dir, Mac, dieser Ren Dhark mit seiner Bande ist auch nicht besser als Rocco!« grölte ein baumlanger Kerl. »Sie wollen doch alle nur immer dasselbe. Oder warum, glaubst du, würden sie sonst plötzlich eine Währung einführen? Ich werde es dir sagen, Mister.« Er nahm einen gewaltigen Schluck des auf Hope gebrauten Bieres. »Solange hier niemand Geld hatte, waren wir alle gleich. Keiner konnte den anderen zwingen, etwas zu tun, wozu er keine Lust hatte. Trotzdem wurde Cattan ein richtiges Schmuckstück, oder etwa nicht? Aber wenn sie jetzt den verdammten Galax einführen, geht das ganze verflixte Spiel wieder los. Die gleichen Gauner wie auf der Erde werden den Rahm abschöpfen, die Dummen werden wieder wir sein, indem wir uns Schwielen für diese Burschen schuften. Es wird wieder eine Clique da sein, die uns sagt, was wir zu tun und zu lassen haben. Mit der Einführung des Galax ist die Freiheit auf Hope erledigt, Freunde! Wir sollten protestieren, und zwar sofort! Sollten diesem Dhark zeigen, daß er mit uns nicht machen kann, was er will!«

Ein mittelgroßer, untersetzter Siedler trat auf den Redner zu. Seine Augen funkelten vor mühsam unterdrücktem Zorn.

»Randy, du bist und bleibst ein ganz verdammter Narr! Ren Dhark hat recht, wenn er darauf besteht, daß wieder eine Währung eingeführt wird. Irgendwann wird jeder von uns wieder beginnen müssen, für sich und die Seinen zu sorgen. Hope wird sich eines Tages wieder mit der Erde vereinigen. Wir werden vielleicht ständigen Verkehr zwischen beiden Planeten unterhalten. Wie aber willst du auf der Erde oder sonstwo etwas kaufen, erwerben oder auch nur einen Urlaub verbringen, wenn du nichts hast, womit du bezahlen kannst? Wie soll Hope denn jemals seinen Platz unter anderen Planeten im Universum einnehmen, wenn wir und unsere Kinder die reinsten Habenichtse sind und bleiben? Ren Dhark hat recht, mein Freund, er denkt gottlob weiter als du!«

Randy setzte sein Glas mit einem Ruck auf die Theke. Ehe er in hellem Zorn etwas erwidern konnte, flog knallend die Tür des Lokals auf. Im Türrahmen erschien eine zerschundene Gestalt, der das nackte Grauen ins Gesicht geschrieben stand.

Der Ankömmling wankte einige Schritte ins Lokal hinein. »Hilfe! Sie sind hinter mir...«

Seine Stimme wurde schrill und sank zu unverständlichem Gurgeln. Er taumelte, vollführte eine halbe Pirouette und stürzte zu Boden. Im Nu hatte sich am Eingang des Lokals eine dichte Menschentraube gebildet.

*

Wenige Minuten vorher

Mike Bow vom Siedlerschutz schlenderte über Cattans Central Square, als ihn das Geräusch schneller Schritte herumfahren ließ. Er sah einen torkelnden Mann. »Halt! Bleiben Sie stehen!«

Als keine Reaktion erfolgte, rannte Bow los. Doch der Mann vor ihm entwickelte ein fast unheimliches Tempo.

Bow blieb stehen. Zum zweitenmal in dieser Nacht zogen sich seine Augenbrauen zusammen. In einiger Entfernung bemerkte er über Cattans Dächern eine Reihe grüner Punkte, die sich langsam auf die Hauptstraße herabsenkten und dort weiterjagten.

Bow verschwand mit einem Satz in einer Hausnische, langte nach seinem Schocker und entsicherte ihn. Die tropfenförmigen Körper waren verschwommen erkennbar. Sie folgten genau der Richtung, die der Torkelnde genommen hatte. Mike Bow zögerte nicht länger, sondern spurtete hinterher.

*

Unterdessen wurde der Bewußtlose im »Porter's Inn« auf einen der Tische gehoben und bekam vom Wirt behutsam den Inhalt eines Glases eingeflößt.

In das fahle Gesicht des Mannes kam Farbe. Sein Kopf machte unruhige Bewegungen, dann schlug er die Augen auf und blickte sich benommen um.

Gleich darauf rann über seine Lippen ein Schrei. Krampfhaft krallte er die Finger in Lee Porters Schürze. Der Wirt starrte dorthin, wohin die Augen des Mannes wiesen.

Drei tropfenförmige Körper glitten durch die offene Tür in den Schankraum. An ihrer Vorderseite leuchtete in unregelmäßigem Rhythmus jeweils ein einzelner grüner Punkt.

Lee Porter spürte sofort, daß von den Tropfen keine Gefahr drohte, und den anderen erging es ähnlich. Niemand verfiel in Panik.

Selbst der Mann auf dem Tisch wurde ruhig. Seine Augen schlossen sich.

Eines der Wesen glitt auf ihn zu und verharrte über ihm. Dann begann der Mann wie in Trance zu sprechen.

»Ja, sie haben es mitgenommen... Auch Ed haben sie mitgenommen. Sie waren - entsetzlich. Wie riesige Eidechsen, aber sie hatten... Libellenköpfe. Einer von ihnen hat mich untersucht. Er wußte, daß ich wieder bei Bewußtsein war. Seine harten Stiefel stießen gegen mich. Dann sind sie plötzlich abgehauen...«

Er hielt erschöpft inne. Dicke Schweißtropfen perlten auf seiner Stirn. Er hob abwehrend die Hände. Doch der grüne Punkt wurde noch heller, noch zwingender.

»Ich weiß es nicht! Sie waren nicht mehr da. Vielleicht konnten sie fliehen, vielleicht haben die Echsen sie auch vernichtet... Ich... weiß... es... nicht...!«

Er warf sich in den Armen, die ihn immer noch hielten, hin und her.

Das Tropfenwesen schien unschlüssig. Langsam glitten die beiden anderen heran. Und plötzlich bildete sich zwischen ihnen ein flimmerndes gleichschenkeliges Dreieck, in dessen Mitte sich der Mann heftig aufbäumte.

So trugen sie ihn davon. Seine Schreie gellten noch kurz durch die Schänke.

Aber als er aus der Tür getragen war, schwächten sie ab. Niemand rührte eine Hand für ihn.

Niemand?

*

Bow hatte den Hintereingang des Lokals erreicht und trat durch die Tür in einen Vorraum, in dem Lee Porter selbst manchmal saß, um ungesehen ein Auge auf das Publikum zu halten.

Bow hielt in seiner Bewegung inne, als er durch eine Zwischenverglasung, die wie ein Venezianischer Spiegel nur einseitig blickdurchlässig war, drei der Tropfenwesen in die Schänke dringen sah.

Gleichzeitig spürte Bow die fremdartigen Schwingungen. Aber sie betrafen ihn nicht. Er registrierte lediglich ihre einlullende Wirkung.

Das Verhör, das die unheimliche Tropfengestalt mit dem Mann auf dem Tisch durchführte, drang als überscharfe Bilder direkt auch in Bows Bewußtsein.

In aller Deutlichkeit entstand ein »Film«, der von Vorgängen auf einer Lichtung außerhalb Cattans handelte.

Als die Tropfen den Entschluß faßten, den Verhörten auch noch zu entführen und mit ihm auf den Ausgang zuglitten, handelte Bow entschieden.

Er riß die Tür auf, hob den Paraschocker und drückte ab.

Der Lähmstrahl traf nacheinander alle »Tropfen«. Sie schienen zusammenzuzucken, ließen ihr Opfer aber nicht los.

Ein greller Blitz durchzuckte den Raum. Irgendwo polterte ein Stuhl zu Boden, und eine Flasche zerplatzte. Schwäche ergriff Besitz von Bow. Er sah andere Männer fallen, dann stürzte er selbst zu Boden.

Die Entführer verschwanden mit ihrem Opfer.

*

Jane und Art Hooker hatten die Westküste von Main Island hinter sich gelassen. Mit eigenartig fauchenden Geräuschen bewegte sich der Flugdozer dicht über dem Wasser. Hooker strapazierte die Maschine am oberen Limit.

Ab und zu warf er einen unruhigen Blick auf das Bordchronometer. Bis Deluge hatten sie ungefähr noch 400 Kilometer zurückzulegen. Sie konnten ihr Ziel also niemals vor Sonnenaufgang erreichen.

Das war der Punkt, der ihm am meisten zu schaffen machte. Weder er noch Jane bezweifelten, daß die Fremden nach ihnen suchten - sie verfolgten. Sie konnten sich gar nicht leisten, sie entkommen zu lassen, vorausgesetzt, daß ihre Logik mit der menschlichen übereinstimmte.

Jane bedachte ihren Mann mit sorgenvollen Blicken. Sie wußte, warum er bisher jeglichen Gebrauch des Bordsenders vermieden hatte.

Durch einen einzigen Funkspruch würden sie auch den Verfolgern ihre Position verraten.

Es wäre einfacher gewesen, nach Cattan zu flüchten. Aber solange nur die vage Möglichkeit bestand, daß die Fremden die Stadt noch gar nicht entdeckt hatten, wäre dies fahrlässig gewesen.

Auf Deluge war man zweifellos wehrhafter als irgendwo sonst auf Hope. Ren Dhark verfügte dort über die Flash, deren Kampfkraft sich schon gegen die Amphis bewährt hatte.

Art Hooker drückte die Maschine tiefer auf die dunkle Wasserfläche hinab.

In wenigen Metern Höhe jagte der Flugdozer dahin. Gemessen an einem Schweber war er langsam. Dafür vermochte er sich mit unglaublicher Wendigkeit in unzugänglichstem Gelände zu bewegen. Wo die kräftigen Rotoren versagten, wurden sie eingefahren, und die beiden Plastikraupen traten in Aktion.

Greiferartige Hydrauliken räumten selbst größere Hindernisse mühelos aus dem Weg. Der Flugdozer konnte in jeder tragfähigen Atmosphäre eingesetzt werden, auch in lebensfeindlichen.

Der Rumpf war als Druckkörper ausgebildet, selbst unter Wasser, am Grunde von Flüssen und Seen, vermochte sich das Fahrzeug zu behaupten.

Seitlich in den Druckkörper eingelassene Tanks sorgten, je nach Untergrund oder Wassertiefe, bei allen Manövern für den notwendigen Gewichtsausgleich.

Die Maschine der Hookers war ein Unikat auf Hope. Auch Hooker war ein solches. Als einziger Prospektor auf dem Planeten forschte er im Auftrag des Stadtpräsidenten nach Erz- und Mineralvorkommen.

Durch Art Hooker ging ein Ruck. Seine grauen Augen bohrten sich in die Dunkelheit.

Sich gerade von dem schwach aufgehellten Horizont abhebend, sichtete er den eiförmigen Flugkörper. Er bewegte sich kaum merklich. Seine Höhe betrug einige hundert Meter über dem Meeresspiegel.

Hooker erbleichte. Dann handelte er und drosselte die Rotoren. Der Flugdozer verlangsamte. Gleichzeitig schwenkte er unmerklich nach Süden und bot dem Fremden seine Schmalseite. Wenn sie ihn nicht längst geortet hatten, sank die Wahrscheinlichkeit durch dieses Manöver noch weiter.

Die stumpfgraue Lackierung ließ den Dozer fast mit der Wasseroberfläche verschmelzen.

Überlebensmimikry, dachte Hooker hart.

Jane schob sie sich neben ihren Mann. Fast mechanisch folgte sie der Geste seines Kopfes. »Sie sind wieder da, Jane...«

Jane unterdrückte die aufdrängende Panik. An seinen Handgriffen erkannte sie, was er vorhatte. Sekundenlang krampften sich ihre Hände um die Rückenlehne des Sitzes.

Unter ihnen lag die schier endlose Fläche des Meeres. Es war so gut wie unerforscht, dennoch wußte man bereits, daß sich gefährliche Bewohner in den Tiefen verbargen.

»Du willst, Art...?

Er schüttelte den Kopf. »Wir müssen, Jane. Es ist unsere einzige Chance. Sie suchen uns. Wir sind für sie gefährliche Zeugen. Wenn sie uns in ihre Gewalt bekommen...«

Er brauchte nicht weiterzusprechen. Über die Gefährlichkeit der Fremden bestand kein Zweifel.

Der Flugdozer hing kurz bewegungslos über dem Meer. Dann sank er langsam, jede ungestüme Bewegung vermeidend, in die Tiefe. Die Plastikraupen tauchten in die See.

Die Maschine schwankte leicht. Ein heller Gischtstreifen leuchtete an ihrer Luvseite auf. Sekunden später leckte die See schon an Steuerbord hoch. Die ersten Spritzer klatschten auf die Kanzelscheiben.

Eine größere Woge klatschte gegen den Flugdozer. Gischtend spülte sie über den Rumpf, wo die Hydraulik gerade die Schutzklappen über den Rotoren schloß.

Der heller gewordene Horizont, vor dem sich das eiförmige Schiff jetzt überdeutlich abhob, streute erstes Tageslicht über die dunkle Wasserfläche.

Art Hooker unterdrückte eine Verwünschung. Der Gischtstreifen um den Dozer mußte weithin zu sehen sein...

Er hatte es kaum gedacht, als Bewegung in den Fremdraumer kam. Er beschleunigte.

Ortungsimpulse trafen den Dozer, als sich die Wasserfläche bereits über ihm zu schließen begann. Undeutlich sahen die beiden Insassen das Schiff herankommen und herabstoßen.

Ein greller Blitz fuhr unweit der Maschine in die See und brachte sie zum Kochen. Weitere folgten.

Aber sie fanden kein Ziel mehr. Die Maschine sank rapide.

In der Kanzel herrschte Dunkelheit, und es war totenstill. Die Hookers sprachen kein Wort. Die See war an dieser Stelle nicht allzu tief. Die breiten Raupen gaben der Maschine auf dem sandigen Grund einen festen Stand.

Vorsichtshalber hatte Art Hooker auch noch den schweren Buggreifer tief in den Sand gefahren. Der Flugdozer schwankte nur manchmal leicht unter einer plötzlich auftretenden Strömung.

Zwei Stunden verstrichen, ohne daß sich etwas über ihnen rührte. Die Sauerstoffaufbereitung funktionierte tadellos.

Art Hooker nutzte die Zeit, um nachzudenken. Mit der ihm eigenen Methodik überdachte er alles, was seit dem Überfall auf der Lichtung geschehen war.

Im Col-System gab es nach den Plagiatoren und den Amphis vom neunten Planeten nun zwei weitere, vorläufig unbekannte Rassen.

Art Hooker besaß Erfahrung. Aus diesem Grunde wurde er jetzt, bei ruhiger Überlegung, immer nervöser. Irgend etwas ging in der Galaxis vor, das spürte er. Von irgendwoher drohte Gefahr. Hope schien äußerlich ein friedlicher Planet zu sein, aber der Schein trog.

Art Hooker wandte den Kopf in die Richtung seiner Frau. »Wir tauchen wieder auf, Jane! Die Warterei hat keinen Zweck mehr. Es ist längst Morgen. Ich glaube nicht, daß die Fremden noch immer auf uns lauern. Auch sie müssen fürchten, entdeckt zu werden. Es wird höchste Zeit, daß wir nach Deluge kommen!«

Sekunden später saugten die Pumpen das Wasser aus den beiden Balancetanks, und die Maschine zog den ausgefahrenen Greifer wieder ein.

Leicht torkelnd stieg der Dozer an die Oberfläche zurück. In der Kanzel wurde es heller, und dann brachen die ersten Sonnenstrahlen durch das Kabinendach.

Von den Fremden war nichts mehr zu entdecken. Es schien, als hätte der neue Tag einen Alptraum fortgefegt.

Kurz darauf hob der Dozer von der Wasseroberfläche ab.

*

Bernd Eylers blaßgrüne Augen sahen Bow, an dessen Bericht er keine Zweifel hegte, aufmerksam an. Hinter seiner Stirn arbeitete es. Von den Gästen des »Porter's Inn« wußte keiner mehr etwas über die Vorkommnisse. Das wenige, woran sich Einzelne zu erinnern glaubten, verwischte mehr und mehr.

»Wurde inzwischen die Lichtung gefunden?«

Bow schüttelte den Kopf. »Es besteht auch wenig Hoffnung, sie zu finden, Eylers. Es gibt um Cattan herum zahllose solcher Stellen. Wir besitzen zu wenig Anhaltspunkte, an welchem Ort genau sich dieser Zusammenprall zweier Fremdrassen zutrug.«

»Geben Sie mir nochmal eine genaue Beschreibung der Maschine, die sich auf der Lichtung befand, Bow! Sie sagten doch, sie hätten diese... Geistesbilder während des Verhörs auch wahrgenommen...«

Bow nickte und kramte in seiner Erinnerung. Während er sprach fiel Eylers der Prospektor ein, der in Ren Dharks Auftrag unterwegs war.

Mit einem Ruck stand er auf und trat zu seinem Bürosuprasensor, der ihm die verlangten Auskünfte binnen Sekunden gab.

»Hooker«, stand auf dem Bildschirm. »Art und Jane Hooker. Prospektorenehepaar. Letzte Einsätze vor der Auswanderung: lunare Tycho-Minen und Antarktis, Erde...«

Die Hookers lebten sehr zurückgezogen. Nur dann und wann erschienen sie in der Stadt, um Einkäufe zu erledigen. Erst jetzt kam Eylers zu Bewußtsein, daß er den sagenhaft robusten, aber auch immens teuren Flugdozer niemals persönlich zu Gesicht bekommen hatte.

Er klopfte Bow auf die Schulter. »Wenn mich nicht alles täuscht, werden wir doch noch Augenzeugen finden! Ich möchte eine Akte einsehen. Kümmern Sie sich darum, daß einer der Schweber zur Verfügung steht. Wir fliegen nach Deluge. Ich möchte diese Sache nicht über Vipho abhandeln. Ren Dhark soll entscheiden. Die Leute haben die Beinahe-Zerstörung der Stadt durch die Amphis noch nicht vergessen. Wenn wir nicht vorsichtig sind...«

Er brauchte nicht detaillierter zu werden. Bow sah ihn an. In seinen kantigen Zügen arbeitete es. »Sollten wir nicht wenigstens die Laserbatterien in Kenntnis setzen?«

Bernd Eylers schüttelte den Kopf. »Nein, vorläufig nicht. Bis zum Abend kann Ren Dhark Flash hierher ordern, sie sind wahrscheinlich ein weitaus besserer Schutz als die Laser.«

Damit verließ Eylers den Raum. Bow folgte ihm mit unguten Gefühlen.

2.

Drei Stunden nach Sonnenaufgang spähte Janos Szardak Richtung Küste. Deutlich vernahm er das eigentümliche Geräusch, das sich schnell der kleinen Bucht, in der er in der Sonne lag, näherte.

Ahnungsvoll griff er nach seiner Uniform und schlüpfte hinein. Szardak verbrachte seine geringe Freizeit gern hier. Im Gegensatz zu vielen anderen machte ihm das Alleinsein nichts aus.

Sein starres Pokergesicht wandte sich lauschend in die Richtung, aus der der Lärm immer mehr anschwoll.

Unwille grub sich in seine Miene. Die letzten Tage in der Höhle hatten der künftigen Ringraumer-Besatzung fast die letzten Reserven abverlangt.

Deshalb ärgerte ihn diese Unterbrechung seiner knapp bemessenen Ruhestunden.

Im übrigen war es ungewöhnlich, daß die Insel von dieser Seite her angeflogen wurde. Grundsätzlich hielten sich die Fahrzeuge an die vereinbarte Einflugschneise.

Der dunkle Punkt kam direkt aus den Sonnen auf die Bucht zu und wirkte wie ein vorsintflutliches Ungeheuer. Szardak wollte sich seinem Flash zuwenden, der nur wenige Meter entfernt parkte, als er innehielt.

Seine geschulten Augen erkannten sofort, daß der Pilot des Fahrzeugs ihn gesehen hatte.

Die Maschine erreichte die Bucht. Die Rotoren bliesen Szardak einen wahren Orkan entgegen. Er wurde fast von den Beinen gerissen. Fluchend stemmte er sich dagegen.

Eine Sandwolke wirbelte empor, dann setzte das monströse Vehikel knirschend auf den Strand auf.

Ein großer, hagerer Mann erschien im offenen Schott. Für ein paar Augenblicke pendelten seine Blicke zwischen Szardak und dem Flash hin und her.

Dann rief er etwas in den Bauch der Maschine.

Szardak traute seinen Augen immer weniger, als die gertenschlanke, für seine Begriffe bildhübsche, wenn auch etwas herb anmutende Frau auftauchte.

Der Mann kam auf Szardak zu und musterte ihn aus kühlen, grauen Augen. »Art Hooker«, stellte er sich vor. »Das ist meine Frau Jane...«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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