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Der Sommer, der uns endlich befreit... Als Lena nach fünfzehn Jahren in ihr Heimatdorf zurückkehrt, will sie nur eines: das alte Haus verkaufen und wieder verschwinden. Doch dann sieht sie Mira. Im See. Nackt. Selbstbewusst. Und mit genau dem Blick, der Lena schon als Teenager den Atem geraubt hat. Was damals nur ein verbotenes Kribbeln war, wird jetzt zu etwas, das sich nicht mehr kontrollieren lässt. Zwischen Erinnerungen, Begehren und heimlichen Begegnungen entdecken die beiden Frauen eine Lust, die all die verlorenen Jahre vergessen lässt. Doch im Dorf wird jede Bewegung beobachtet – und nicht jeder will, dass alte Leidenschaften wieder aufleben. Dieses Buch ist für Erwachsene gedacht und enthält sinnliche, erotische Szenen. Nicht geeignet unter 18 Jahren.
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Seitenzahl: 46
Veröffentlichungsjahr: 2026
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Titelseite
Disclaimer
Kapitel 1: Das Wasser erinnert sich
Kapitel 2: Die Hütte und das Feuer
Kapitel 3: Der Abschied
© 2026
like-erotica
likeletters Verlag
Inh. Martina Meister
Sandgasse 19
63739 Aschaffenburg
www.like-erotica.de
like-erotica ist ein Imprint des likeletters Verlages.
Dieses Buch enthält sexuell anstößige Texte und ist für Personen unter 18 Jahren nicht geeignet.
Die Personen sind alle über 18 und wie der Inhalt frei erfunden.
Alle Rechte vorbehalten.
Autorin: Bernadette Binkowski
Cover: Midjourney/Canva
ISBN: 9783689793388
Teilweise kam für dieses Buch bzw. die Bilder künstliche Intelligenz zum Einsatz. Die Texte (und/oder Illustrationen) wurden dabei von der Autorin inhaltlich bearbeitet und weiterentwickelt.
Zwei Girls am See
Prickelnde Kurzgeschichte
Bernadette Binkowski
Dieses Buch ist für Erwachsene gedacht und enthält sinnliche, erotische Szenen. Nicht geeignet unter 18 Jahren.
Alle dargestellten Personen und Handlungen sind frei erfunden. Sämtliche sexuellen Handlungen erfolgen einvernehmlich und freiwillig.
Der Bus rumpelte über die holprige Dorfstraße, und Lena Voss spürte jeden Stoß in ihren Knochen. Sie hatte vergessen, wie uneben die Wege hier waren – oder vielleicht hatte sie es einfach verdrängt, zusammen mit allem anderen, was mit diesem Ort verbunden war. Durch das schmutzige Fenster beobachtete sie die vorbeiziehenden Häuser: niedrige, verwitterte Holzbauten mit blassen Blumenkästen und schiefen Dächern. Nichts hatte sich verändert. Und doch war alles fremd.
Sie war 31 Jahre alt, aber in diesem Moment fühlte sie sich wie das 16-jährige Mädchen, das vor 15 Jahren mit einem Koffer und einem gebrochenen Herzen in den Bus gestiegen war. Damals hatte sie geschworen, nie zurückzukehren. Und doch saß sie jetzt hier, die Hände um die Tasche auf ihrem Schoß geklammert, als könnte sie sich daran festhalten. Ihr dunkelbraunes Haar, fast schwarz, war zu einem strengen Dutt gebunden, der jede Locke bändigte. Die blasse Haut mit den Sommersprossen verriet, dass sie seit Jahren kein echtes Sonnenlicht mehr gesehen hatte – nur das künstliche Licht ihres Büros in München, wo sie als Architektin arbeitete. Ihre grünen Augen, fast smaragdfarben, musterten die Umgebung mit einer Mischung aus Abscheu und einer Sehnsucht, die sie sich nicht eingestehen wollte.
Als der Bus mit einem quietschenden Bremsen zum Stehen kam, atmete sie tief durch. Die Tür öffnete sich, und der Geruch von feuchtem Holz, Erde und etwas Undefinierbarem, das nur dieses Dorf hatte, schlug ihr entgegen. Sie stieg aus, die Absätze ihrer Stiefel versanken leicht im Schlamm der Straße. Die Luft war kühl, aber nicht unangenehm – ein Kontrast zu der sterilen Klimatisierung ihres Büros. Sie blieb einen Moment stehen, schloss die Augen und hörte das leise Rascheln der Blätter in den Bäumen, das ferne Muhen einer Kuh, das Klappern von Geschirr aus einem der Häuser. Alles war noch da. Alles war noch genau so, wie sie es verlassen hatte.
«Frau Voss?»
Die Stimme riss sie aus ihren Gedanken. Sie öffnete die Augen und sah eine ältere Frau vor sich stehen, das graue Haar zu einem strengen Knoten gebunden, die Hände in die Hüften gestemmt. Es war Frau Meier, die ehemalige Poststellenleiterin, deren Gesicht von tiefen Falten durchzogen war. Ihre Augen musterten Lena mit einer Mischung aus Neugier und etwas, das wie Erkennen aussah.
«Entschuldigen Sie, ich dachte erst, ich sehe ein Gespenst», sagte Frau Meier und lächelte leicht. «Aber Sie sind es wirklich. Lena Voss. Das Mädchen, das immer mit der kleinen Keller durch die Wälder gestreunt ist.»
Lena spürte, wie ihr Herz einen Schlag aussetzte. Mira. Der Name hallte in ihrem Kopf wider, als hätte jemand einen Stein in einen stillen See geworfen. Sie zwang sich zu einem höflichen Lächeln. «Ja, das bin ich. Ich bin nur kurz hier, um das Haus meiner Großmutter zu verkaufen.»
Frau Meier nickte langsam, als wüsste sie mehr, als sie sagte. «Das Haus steht schon lange leer. Aber es ist noch da. Genau wie alles andere.» Sie deutete mit dem Kopf in Richtung des Dorfausgangs, wo zwischen den Bäumen das Dach des alten Hauses ihrer Großmutter zu erkennen war. «Sie werden sehen, dass sich nicht viel verändert hat.»
Lena nickte knapp. «Danke. Ich werde es mir ansehen.»
Frau Meier musterte sie noch einen Moment, als wollte sie etwas sagen, doch dann drehte sie sich um und ging zurück in ihren Laden. Lena blieb stehen, bis die Tür hinter ihr ins Schloss gefallen war. Dann atmete sie tief durch und machte sich auf den Weg.
Das Haus ihrer Großmutter stand am Rand des Dorfes, umgeben von alten Apfelbäumen, deren Äste sich unter der Last der Früchte bogen. Das Dach war an einigen Stellen undicht, die Fenster mit Brettern vernagelt, und der Garten war ein wildes Durcheinander aus Unkraut und verwelkten Blumen. Lena blieb einen Moment vor dem Tor stehen und betrachtete das Gebäude. Es sah aus, als hätte es seit Jahren auf sie gewartet.
Sie holte den Schlüssel aus ihrer Tasche – ein altes, rostiges Ding, das ihre Großmutter ihr vor ihrem Tod gegeben hatte. «Für den Fall, dass du doch noch einmal zurückkommst», hatte sie gesagt. Lena hatte gelacht und den Schlüssel in eine Schublade gelegt. Jetzt drehte sie ihn im Schloss, und die Tür öffnete sich mit einem quietschenden Geräusch, als würde das Haus selbst seufzen.
