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Judith Nika Pfeifer, die sich mit ihrer außergewöhnlichen Lyrik bereits einen Namen gemacht hat, legt mit »zwischen« ihren ersten Erzählband vor. Eine vielversprechende frische Stimme aus Österreich! Unprätentiös und mit faszinierender Leichtigkeit erzählt Judith Nika Pfeifer von unerhörten Begebenheiten. So entstehen Momentaufnahmen, die von der Absurdität des Alltags, unvorhersehbaren Wendungen, überstürzt getroffenen Entscheidungen oder alles verändernden Ereignissen zeugen. "Was wäre gewesen wenn?", fragt die Autorin und verarbeitet ein historisches Ereignis mit Todesfolge; eine ihrer Figuren lässt sich auf ein ungewöhnliches Experiment ein, das ihr aus einer finanziellen Misere helfen soll; Zwischentöne werden eingefangen auf einer Reise nach Edinburgh. Voller Sprachwitz und mit einem überbordenden Einfallsreichtum zeichnet Judith Nika Pfeifer in ihren Geschichten das einfühlsame Porträt einer jungen Generation, die ihren Platz in der Welt noch nicht gefunden hat: manchmal ironisch, häufig nachdenklich, ausgelassen und nie sentimental.
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Seitenzahl: 130
Veröffentlichungsjahr: 2014
Produziert mit Unterstützung des Landes Oberösterreich
Pfeifer, Judith Nika: zwischen / Judith Nika Pfeifer Wien: Czernin Verlag 2014 ISBN: 978-3-7076-0488-7
© 2014 Czernin Verlags GmbH, Wien Lektorat: Florian Huber Umschlaggestaltung: sensomatic Autorinnenfoto: Katharina Roßboth Produktion: www.nakadake.at ISBN E-Book: 978-3-7076-0488-7 ISBN Print: 978-3-7076-0487-0
Alle Rechte vorbehalten, auch das der auszugsweisen Wiedergabe in Print- oder elektronischen Medien
It’s always for you.
ARCADE FIRE
Wenn einer, ihr Vater, sie auf die Schultern nimmt, wenn sie merkt, dass der Himmel näher kommt, und wenn sie den Schaulustigen den Schrecken ersparen will, so ist es Zeit für sie, umzukehren, vorerst stillzuhalten, sacht, ihr Gewicht auszutarieren, fein, lautlos, etwa so wie Libellenhubschrauber schweben, wenn abends die Sonne über eine Ecke des Wassers glitzert, still, so, dass es der Vater, auf dessen Schultern sie sitzt, gar nicht merkt – und schnell!
So kommen die Särge in Gang: Rewind.
Und mit einem Mal wird der Trauerzug nicht mehr wissen, wo das Ende ist. Und ehe es noch begonnen hat, fallen die Blumen aus ihrem Grab zurück in die Hände der Menschen, winkt einer den Friedhofsmännern zu, und weil sie es nicht wissen, holen sie zuerst ihren Sarg zurück und nun den vom Vater, wandern die Kränze von Hand zu Hand zurück auf den kleinen Transportwagen, räuspert der Pfarrer gegen ein unsichtbares Staubkörnchen in der Kehle an, krächzen die Krähen, es gibt nichts zu sehen, und also macht ihre Mutter die rotgeweinten Augen zu, schickt das hundertundzweite Gebet, damit sie leben kann und weist den Arm ab, der sie stützen will. Na so was.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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