Enzyklopädie der Dummen Dinge - Wolfgang Schmidbauer - E-Book

Enzyklopädie der Dummen Dinge E-Book

Wolfgang Schmidbauer

3,6

Beschreibung

Sie haben unseren Alltag bereichert und erleichtert: Kühlschrank, Handy, Dusche – darauf verzichten möchte niemand mehr. Wir nutzen diese Dinge heute völlig selbstverständlich, ohne darauf zu achten, wie sie – im Rücken unseres Lebens – Fühlen und Denken verändern. Was ist das eigentlich – Fortschritt? Was macht steter Konsum aus uns? Was kann man weglassen, was macht uns gar dümmer? Solche und ähnliche Fragen haben Wolfgang Schmidbauer schon immer beschäftigt. In seiner sehr persönlichen Enzyklopädie spürt er Gegenständen nach, die derart alltäglich sind, dass wir vergessen haben, zu hinterfragen, was sie neben ihrem Funktionieren mit uns machen. Hightechgeräte, die sich nicht mehr reparieren lassen und so unsere handwerklichen Fähigkeiten untergraben, schicke Wochenendhäuschen, die sich als arbeitsintensiver Ballast entpuppen, Toiletten, durch die bestes Trinkwasser rauscht – das sind nur einige Beispiele, die uns zeigen, dass Komfort mehr als nur eine bequeme Seite hat. Schmidbauer präsentiert einen neuartigen Blick auf die Welt der Dinge. Mal glasklar, mal berührend schreibt er mit nimmermüdem geistigem Vergnügen, das unterhält, überrascht und fesselt.

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Wolfgang Schmidbauer
Enzyklopädie derDummen Dinge
Mit Illustrationen vonBernd Wiedemann
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek: Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.
© oekom verlag München 2015Gesellschaft für ökologische Kommunikation mbH,Waltherstraße 29, 80337 München
Lektorat: Christoph Hirsch, oekom verlagKorrektorat: Silvia StammenInnenlayout, Satz: Ines Swoboda, oekom verlag
E-Book: SEUME Publishing Services GmbH, Erfurt
Alle Rechte vorbehaltenISBN 978-3-86581-942-0

Inhalt

EinführungWare und Intelligenz
Ampel
Auto
Automatik
Beistellherd
Bildschirm
Bleistiftspitzer
Cadillac
Drucker
Dusche
Einbauschloss
Einmalbesteck
Elektrische Küchenhelfer
Elektronische Waage
Fernsteuerung
Fernwärme
Geländewagen
Geschirrspüler
Gewehr
Handy
Hackfleisch
Haus
Hilfsmotoren
Kühlschrank
Kugelschreiber
Laufband
Leichtbau
Lichtschalter
Luxusartikel
Möbel
Plastik
Rasenmäher
Reißverschluss
Ruhezustand
Säge
Spielkonsole
Stacheldraht
Toilettenpapier
TÜV-Plakette
Verkleidung
Wasserleitung
Wochenendhaus
SchlussÜber Nostalgie und Kreativität
Literatur

EinführungWare und Intelligenz

Es ist eine abgründige Frage, warum Menschen das Richtige erkennen, es billigen – und dann doch das Falsche tun. Sie wurde viele hundert Jahre1) lang von Moralisten gestellt und bezog sich auf das Handeln von Individuen, die beispielsweise wissen, dass ihnen Alkohol schadet, dies auch ihren Kindern sagen – und sich dennoch betrinken. Heute beschäftigt uns angesichts des Widerspruchs zwischen gutem Wissen und schlechtem Tun weniger die Moral von Individuen als die Stabilität von Staaten, der Erhalt der Biosphäre, globale Energie-, Umwelt- oder Schuldenkrisen.
Die Konsumgesellschaften treiben Raubbau an der Gegenwart, verbrauchen mehr Rohstoffe, als nachwachsen und zahlen die Zinsen für ihre Kredite durch neue Schulden. Wer einen kleinen Kredit haben will und keine Sicherheit bietet, geht leer aus; wer einen Staat führt und nicht die geringste Wahrscheinlichkeit geltend machen kann, dass er dessen Schulden zurückzahlen wird, kann problemlos neues Geld leihen.
Wenn uns gegenwärtig unsere Intelligenz nicht daran hindert, Atomkraftwerke zu bauen, Tropenwälder zu roden und unser Klima zu gefährden, dann zeigt das, dass die Strukturen, die solche Entwicklungen bedingen, stärker geworden sind als die menschliche Einsicht. Ich nenne diese Strukturen die »Dummen Dinge«, auch wenn es vielleicht verkürzt wirkt, Dinge dumm zu nennen – ist nicht alle Materie weder dumm noch klug? Aber eine derart knappe Formel prägt sich gut ein und hat ihren Zweck erfüllt, wenn sie zum Nachdenken anregt. Inhaltlich geht es darum, weiterzuentwickeln, was Günther Anders (1956, 1980) mit der Rede von der Antiquiertheit des Menschen angedeutet hat.
Von den vielen möglichen Orientierungen über das, was klug und was dumm ist, bevorzuge ich eine möglichst erdnahe, die davon ausgeht, dass der Mensch seinen Platz in der Evolution vor allem durch seine Intelligenz erreicht hat. In einzelnen Leistungen sind uns viele Tiere überlegen. Den Mangel an spezialisierten Anpassungen kompensierten unsere Vorfahren in der Evolution durch geistige Fähigkeiten. Wenn gegenwärtig die Menschen auf diesem Planeten einerseits intelligent genug sind, die Grenzen seiner Belastbarkeit zu erkennen, andererseits aber dieses Wissen sie nicht daran hindert, die Natur zu plündern und die Ökosysteme über Gebühr zu belasten, dann erhebt sich doch die Frage: Was macht uns derart dumm? Was hindert uns am Denken, löscht Einsichten wieder aus, die schon einmal da waren, lässt kritische Fragen verschwinden, ehe sie zu Taten führen?

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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