Carola Ralumi
Abnehmen mit Mahlzeitenersatz
Carola Ralumi
Abnehmen mit Mahlzeitenersatz
Das ideale Begleitprogramm für alle Diätpulver wie Almased®, Layenberger® Fit+Feelgood, Slimfast®, Yokebe® oder Multaben®
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Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://d-nb.de abrufbar.
Für Fragen und Anregungen:
Originalausgabe
1. Auflage 2018
© 2018 by riva Verlag, ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH
Nymphenburger Straße 86
D-80636 München
Tel.: 089 651285-0
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Wichtiger Hinweis:
Sämtliche Inhalte dieses Buchs wurden – auf Basis von Quellen, die die Autorin und der Verlag für vertrauenswürdig erachten – nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und sorgfältig geprüft. Trotzdem stellt dieses Buch keinen Ersatz für eine individuelle Ernährungsberatung und medizinische Beratung dar. Wenn Sie medizinischen Rat einholen wollen, konsultieren Sie bitte einen qualifizierten Arzt. Der Verlag und die Autorin haften für keine nachteiligen Auswirkungen, die in einem direkten oder indirekten Zusammenhang mit den Informationen stehen, die in diesem Buch enthalten sind.
Almased®, Layenberger® Fit+Feelgood, Slimfast®, Yokebe® oder Multaben® sind eingetragene Warenzeichen. Es besteht keine Kooperation mit den Markeninhabern, sondern es handelt sich um einen unabhängig recherchierten Ratgeber.
Redaktion: Matthias Michel
Umschlaggestaltung: Maria Wittek
Umschlagabbildungen: iStock, Shutterstock
Abbildungen im Innenteil: Shutterstock: S. 21, 22, 23, 24, 33, 51, 59, 63, 77, 79, 90, 100, 102, 107, 110, 112, 113, 115, 121, 123, 126, 128, 129, 133, 143 und 150
Fotolia: S. 20, 22, 24, 40, 62, 75, 95, 130, 136, 138 und 141
iStock: S. 17, 20, 26, 28, 30, 34, 36, 38, 42, 44, 47, 49, 52, 54, 57, 58, 61, 64, 68, 72, 74, 85, 87, 88, 92, 94, 97, 104, 108, 109, 117, 119, 125, 144, 148, 151, 152 und 153
Satz: Daniel Förster, Belgern
Druck: Florjancic Tisk d.o.o., Slowenien
Printed in the EU
ISBN Print: 978-3-7423-0523-7
ISBN E-Book (PDF): 978-3-7453-0075-8
ISBN E-Book (EPUB, Mobi): 978-3-7453-0076-5
Weitere Informationen zum Verlag finden Sie unter
www.rivaverlag.de
Beachten Sie auch unsere weiteren Verlage unter www.m-vg.de
INHALT
Abnehmen mit Programm
Was ist eine Formula-Diät?
Wie hilft ein Diätpulver beim Abnehmen?
Warum Proteine beim Abnehmen helfen
Warum brauchen wir hochwertiges Öl?
Muss man sich vor Kohlenhydraten hüten?
Die Hormone Insulin und Leptin
Snacks – nein danke?
Was soll ich trinken?
Die Praxis
Der Figur-Quickie
Moderat
Langsam, aber sicher
Aufgepeppt
Gemüsebrühen
Klassische Gemüsebrühe
Selleriebrühe
Snacks für den Notfall
Frühstück
Smoothies und Fruchtdrinks
Heidelbeer-Power
Melonen-Himbeer-Kefir
Kiwi-Birnen-Milch
Kiwi-Gurken-Mix
Spinat-Orangen-Smoothie
Avocado-Kefir
Brokkoli-Gurken-Milch
Melonen-Smoothie
Melone-Grapefruit-Drink
Erdbeer-Ananas-Smoothie
Erdbeer-Vanille-Milch
Erdbeer-Rhabarber-Smoothie
Belegte Brote
Vollkornbrot mit Sprossen
Pumpernickel mit Apfelkresse
Räucherlachs mit Ei auf Graubrot
Lachscreme auf Roggenbrot
Forellenkaviar auf Pumpernickel-Talern
Forellencreme mit Ketakaviar
Krabbenbrot
Joghurt, Quark und Co.
Joghurt mit Johannisbeeren
Mangojoghurt mit Cashewkernen
Melonenjoghurt mit Reisflocken
Apfelquark mit Beeren
Orangenquark mit Raspelschokolade
Grapefruit-Müsli mit Kefir
Eiergerichte
Omelett mit Spargel
Omelett mit Corned Beef
Omelett mit Pfifferlingen
Rührei mit Rucola und Parmesan
Mittagessen
Salate
Rote Bete mit Kumquat, Feta und Pinienkernen
Rote-Bete-Carpaccio mit Ziegenkäse
Bunter Salat mit Walnüssen und Käse
Garnelensalat mit Mangosauce
Fruchtiger Salat mit Nüssen und Körnern
Zucchinisalat mit Halloumi
Suppen
Rote-Bete-Suppe mit Tortellini
Selleriecreme mit Apfel
Kalte Kefir-Gurken-Suppe mit Garnelen
Tomatensuppe mit Gorgonzola
Gelbe Paprikacreme
Spinatcreme mit Minze
Rosenkohlcreme mit Haselnüssen
Hülsenfrüchte und Gemüse
Bohnensuppe mit Paprika und Lauch
Linsen mit Würstchen und Staudensellerie
Ratatouille mit Linsen
Mungobohnen mit Kohlrabi und Erdnüssen
Beluga-Linsen mit Zucchini und Radieschen
Kidneybohnen mit Staudensellerie
Riesenbohnen mit Orangen und Frischkäse
Kidneybohnen mit Rinderhack und gelbem Paprika
Kichererbsen-Pfanne mit Artischocken
Risotto mit Gemüse
Zucchini mit Kohlrabi und Reis
Erbsen-Kartoffel-Püree
Gratinierter Fenchel
Mangold-Tagliatelle
Grüner Paprika mit Couscous und Apfel
Currygemüse mit Ananas
Rote Bete mit Kräuterreis
Fisch
Steinbeißer mit exotischen Früchten
Gewürztes Tilapiafilet mit grünem Spargel
Penne mit Riesengarnelen
Gedünsteter Schellfisch auf Zuckerschoten
Thunfisch auf schwarzen Linguine
Flusskrebse mit Reisnudeln und Gemüse
Fleisch
Hähnchen in Orangensauce mit Sesam
Hähnchenbrust mit grünen Bohnen und Kokosmilch
Asia-Nudelpfanne mit Gemüse und Schweineschnitzel
Putengeschnetzeltes mit Mais-Schmorgurke
Scharfes Rindfleisch mit Zuckerschoten und Spinat
Paprika-Reisfleisch
Gebratenes Schweinesteak auf Möhren
Abendessen
Salate und Gemüsegerichte
Salatmix auf Roastbeef
Schweinefilet auf Salatmix
Pfifferlinge in Thymian-Vinaigrette
Fenchelsalat mit Lachsstreifen
Avocado-Thunfisch-Salat
Gemüse-Eierkuchen mit Salat
Gratin von Blumenkohl und Brokkoli
Auberginen-Tomaten-Lasagne
Austernpilze unter Kräuterhaube
Gebratene Champignons
Überbackener Fenchel
Curry-Blumenkohl in Kokosmilch
Pfannengerührter Rosenkohl mit Pilzen
Überbackene gefüllte Tomaten
Spinat mit Mozzarella überbacken
Mangold mit Tomaten und Gorgonzola
Suppen
Hähnchen-Pilz-Suppe
Lauchcreme-Suppe mit Mozzarella
Champignoncreme mit Lachs
Saure Sahne-Suppe mit Nordsee-Krabben
Rucolacreme-Suppe mit Schinkenwürfeln
Tomatensuppe mit Mangold und Konjak-Nudeln
Fleisch
Hähnchen-Geschnetzeltes mit Tomaten
Hähnchengeschnetzeltes mit Champignons
Hähnchengeschnetzeltes mit Zucchini
Schweinegeschnetzeltes mit grünen Bohnen
Schweinegeschnetzeltes mit Austernpilzen
Hähnchenbrust mit Mangold in Kokossauce
Rindfleisch à la Tafelspitz
Schweineröllchen auf Lauchgemüse
Pfannengerührtes Rindfleisch mit Sojasprossen
Schweinefilet mit Gemüse und Konjak-Nudeln
Gedämpfte Hähnchenbrust mit Pak Choi
Fisch
Rotbarsch mit Paprika und Bambussprossen
Gebratener Lachs mit Shirataki-Nudeln
Kabeljau mit Sesam auf Salat
Lachstatar mit Avocado
Gedämpfter Kabeljau mit Spinat und geschmolzenen Tomaten
Zander mit Dillgurken
Viktoriabarsch auf Curry-Fenchel
Süßes
Feigen mit Ziegenkäse
Joghurtflan mit Beeren
Erdbeercreme mit Pistazien
Knusperkekse
Buttermilchmousse mit Rhabarberkompott
Tropische Fruchtcreme mit Buttermilcheis
Zutatenregister
ABNEHMEN MIT PROGRAMM
Was ist eine Formula-Diät?
Als Formula-Diät wird eine Methode zum Abnehmen bezeichnet, bei der eine oder mehrere Mahlzeiten durch Nährstoffpulver ersetzt werden. Zusätzlich zu den Pulvern gibt es je nach Hersteller auch fix fertige Shakes und Snack-Riegel. Sie alle werden kontrolliert durch die Deutsche Diätverordnung, die maximal 400 kcal pro Mahlzeit erlaubt sowie vorschreibt, dass die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung einzuhalten sind. Die zugefügten Vitamine und Mineralstoffe sollen den Stoffwechsel aktivieren und sicherstellen, dass der Organismus ausreichend mit Nährstoffen versorgt ist. Der hohe Eiweißanteil sorgt dafür, dass der Hunger ausbleibt und die Muskelmasse nicht schrumpft.
Wie hilft ein Diätpulver beim Abnehmen?
Egal um welches Pulver es sich handelt, ob Almased®, Layenberger® Fit+ Feelgood, Slimfast®, Yokebe®, Multaben® oder ein anderes Produkt: Es werden ganze Mahlzeiten durch ein Eiweißgetränk ersetzt. Meist wird empfohlen, einige Esslöffel Diätpulver mit 200 ml Wasser oder fettarmer Milch anzurühren und wegen der essentiellen Fettsäuren unbedingt noch 2 Teelöffel Öl dazuzugeben. Auf Seite 17–18 finden Sie Anregungen, wie Sie Ihre Diät-Drinks abwechslungsreicher gestalten können.
Wenn Sie eine oder mehrere Mahlzeiten pro Tag auf diese Weise ersetzen, reduzieren Sie natürlich Ihre tägliche Menge an Kalorien erheblich und werden abnehmen. Und zwar umso schneller und nachhaltiger, wenn Sie bei den normalen Mahlzeiten auf eine ausgewogene und frische Ernährung achten. Dabei wird Ihnen unser umfangreicher Rezeptteil viele Anregungen geben.
Warum Proteine beim Abnehmen helfen
Eiweiß (Protein) ist der Treibstoff, der unsere Muskeln am Laufen hält. Dieses Eiweiß besteht aus Aminosäuren, wovon neun »essentiell« sind, also lebenswichtig. Diese kann unser Körper – im Gegensatz zu den übrigen 13 Aminosäuren – nicht selbst herstellen. Sie müssen mit der Nahrung zugeführt werden. Geschieht das nicht, greift der Körper auf seine eigenen Proteinvorräte zurück. Und die sind in den Muskeln. Wenn Sie also hochwertiges Eiweiß zu sich nehmen, beugen Sie dem Muskelabbau während einer Diät vor. Deshalb haben wir im Rezeptteil auch viel eiweißreichen Fisch eingebaut, und im Kapitel für Mittagsmahlzeiten widmet sich ein eigener Abschnitt den Hülsenfrüchten, denn Linsen, Bohnen und Co. enthalten wertvolles pflanzliches Eiweiß.
Proteine sättigen schneller und halten länger vor, denn sie gelangen vom Magen aus langsamer in den Darm. So fällt es leichter, Versuchungen zu widerstehen. Und: Wenn wir mit Kohlenhydrathaltigem (Brot, Teigwaren, Reis) reichlich Proteine kombinieren, wird die Aufnahme des darin enthaltenen Zuckers verlangsamt und die fatalen Heißhungerattacken bleiben aus.
Wenn Sie beim Abnehmen darauf achten, genügend Eiweiß aufzunehmen, beugen Sie Stimmungsschwankungen und schlechter Laune vor. Denn auch Ihre Psyche und Ihre Gefühle werden von den kleinen Eiweißbausteinen, den Aminosäuren, beeinflusst. Ohne Aminosäuren keine Neurotransmitter, keine Glückshormone!
Außerdem ist da auch noch der sogenannte »thermische Effekt«. Dieser Begriff bezieht sich auf die Energie, die wir zur Verdauung der aufgenommenen Nahrung benötigen. Proteine besitzen einen höheren thermischen Effekt im Vergleich zu Kohlenhydraten und Fetten, so dass wir bei der Verdauung von proteinhaltigen Lebensmitteln mehr Energie verbrennen.
Dieser Erkenntnis haben wir Rechnung getragen: Im Rezeptteil finden Sie im Kapitel für Abendmahlzeiten viele Gerichte ohne bzw. mit nur sehr wenigen Kohlenhydraten.
Die besten Eiweißlieferanten
pro 100 g
pro 100 g
Fisch
Flusskrebs
15
Leinsamen
29
Forelle
20
Mandeln
19
Garnelen
19
Sesamsamen
21
Heilbutt
20
Walnusskerne
15
Lachs
20
Hülsenfrüchte
Lachs, geräuchert
29
Bohnen, getrocknet
21
Rotbarsch
18
Kichererbsen
19
Thunfisch
21
Linsen
24
Fleisch
Mungobohnen
23
Hähnchenbrust
20
Käse
Putenbrust
19
Appenzeller (50 % Fett)
25
Rinderfilet
21
Bergkäse (45 % Fett)
29
Schweinefilet
22
Feta
17
Nüsse und Samen
Frischkäse (20 % Fett)
13
Cashewkerne
17
Harzer
30
Erdnüsse
26
Mozzarella
19
Für Erwachsene empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) die tägliche Aufnahme von 0,8 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht.
Warum brauchen wir hochwertiges Öl?
Die meisten Formula-Diäten empfehlen, 2–3 Teelöffel Raps-, Soja- oder Walnussöl in den Drink zu rühren. Das sichert Ihnen an Tagen, an denen Sie zum ganz schnellen Abnehmen nur Drinks zu sich nehmen, die Versorgung mit essentiellen Fettsäuren. Auf diese sollen und dürfen Sie nicht verzichten, nur um ein paar weitere Kalorien einzusparen, denn Ihr Körper kann sie nicht selbst herstellen.
Am Wichtigsten sind die Omega-3-Fettsäuren (enthalten in Fischen, Leinöl, Soja-, Raps- und Walnussöl) und die Omega-6-Fettsäuren (enthalten in Pflanzenölen, Milchprodukten und Fleisch). Fehlen dem Körper diese Fettsäuren, werden wir anfälliger für Infektionen, und es drohen Arteriosklerose und koronare Herzkrankheiten.
Das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 sollte etwa 5 : 1 betragen. Tatsächlich nehmen wir im Durchschnitt aber zu viel Omega-6 zu uns (vor allem bei hohem Fleischkonsum), während wir einen Mangel an Omega-3-Fettsäuren haben.
In unseren Rezepten kochen wir daher oft mit Rapsöl, verwenden Nussöl für Salate, fügen manchen Gerichten Nüsse und Leinsamen zu. Mit den Fischen in den Rezepten für Mittags- und Abendmahlzeiten sind Sie auf der sicheren Seite. Sie enthalten die wertvollen Proteine und die Fettsäuren, die unser Körper benötigt!
Muss man sich vor Kohlenhydraten hüten?
Nein, keineswegs, denn Kohlenhydrate liefern dem Körper die Energie, die er für Stoffwechsel und Leistung – körperliche wie geistige – braucht.
Also bitte die Kohlenhydrate nicht gleich ganz verteufeln – denn es kommt darauf an, welche Kohlenhydrate wir zu uns nehmen.
Dazu sollte man wissen: Alle Arten von Kohlenhydraten wie Stärke aus Brot, Teigwaren und Kartoffeln, Fruchtzucker aus Obst und Milchzucker in Milchprodukten werden im Darm letztendlich in Glukose zerlegt – also entsteht wieder Zucker, reiner Zucker. Der gelangt über das Blut in die sogenannten Glykogenspeicher in Leber, Muskulatur und Gehirn. Sind diese Speicher voll und ist immer noch Glukose im Blut, sorgt das Insulin aus der Bauchspeicheldrüse dafür, dass es in Fett umgewandelt und im Fettgewebe gelagert wird.
Nun gibt es Kohlenhydrate, die schneller in Glukose umgewandelt werden, und solche, bei denen das nach und nach geschieht. Dabei handelt es sich in erster Linie um komplexe Kohlenhydrate. Komplex deshalb, weil sie aus langkettigen Verbindungen bestehen, die im Darm zunächst zerlegt werden müssen. Das betrifft alle Vollkornprodukte, die meisten Gemüse und Hülsenfrüchte.
Als Faustregel können Sie sich merken: Je süßer etwas schmeckt, desto einfacher ist die Zuckerverbindung und desto schneller gelangt der Zucker ins Blut und vermutlich als Fett an die Hüften.
Die Hormone Insulin und Leptin
Das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird, kontrolliert den Blutzuckerspiegel. Insulin sorgt dafür, dass die Körperzellen mit Glukose versorgt werden. Es ist sozusagen der Türöffner, mit dem die Zellen aufgeschlossen werden, damit der Treibstoff hinein kann.
Andererseits ist Insulin aber schuld an der Achterbahnfahrt zwischen Sättigung und schneller Rückkehr des Hungergefühls. Ist ein Übermaß an Glukose im Blut (siehe oben), beschleunigt Insulin die Einlagerung von Glukose in den Zellen, unterstützt den Aufbau von Fett und verschlechtert die Blutfettwerte wie z. B. den Cholesterinspiegel.
Wenn ein hoher Blutzuckerspiegel also das Insulin aus der Bauchspeicheldrüse lockt, um den Zucker in die Zellen zu transportieren, heißt das umgekehrt, dass in Zeiten eines niedrigen Insulinspiegels die Zellen zur Energiegewinnung ihr eigenes Fett aufbrauchen müssen.
Und hier kommt das Proteohormon Leptin ins Spiel, das eng mit dem Insulin zusammenarbeitet und unter anderem den Appetit regelt. Leptin ist so etwas wie eine Tankanzeige für die Fettspeicher. Übergewichtige Menschen mit einem hohen Fettanteil besitzen einen hohen Leptinspiegel. Nimmt man zu schnell ab, fällt auch der Leptinspiegel schnell und der Körper signalisiert: Hungersnot! Er schaltet auf Sparflamme, das heißt, er kommt mit ganz wenig Kalorien aus. Das ist auch der Grund, warum man nach Crash-Diäten schnell wieder zunimmt. Proteine und Omega-3-Fettsäuren in der Nahrung helfen die Leptinwerte zu erhöhen, wodurch sich dieser Jo-Jo-Effekt in Grenzen hält.
Snacks – nein danke?
Also, Kuchen und Süßigkeiten auf gar keinen Fall! Auch Obst nicht, denn das enthält Zucker pur und ruft sofort das Insulin auf den Plan. Und wenn Insulin im Blut herumschwirrt, passiert nichts in Richtung Fettabbau. Deshalb gilt für Snacks: Alles, nur keine Kohlenhydrate. Da Sie aber auch die Kalorienzufuhr im Auge behalten sollten, haben wir auf Seite 20–24 Vorschläge für Snacks zusammengestellt, die etwa 100 Kalorien enthalten, ohne Kohlenhydrate auskommen und Ihr Hunger-oder Appetitteufelchen bis zur nächsten Mahlzeit hoffentlich in Schach halten.
Was soll ich trinken?
Wasser hilft beim Abnehmen, heißt es. Das gilt ganz sicher, wenn Sie süße Limonaden durch Wasser ersetzen. Als kleine Hungerbremse zwischendurch hilft oft ein Glas Wasser und füllt vor dem Essen den Magen, wodurch sich schneller ein Sättigungsgefühl einstellt. Zusätzlich, so haben Ärzte der Berliner Charité herausgefunden, bringt Wasser den Stoffwechsel auf Trab. Laut Empfehlung der DGE sind aber 1,5 Liter Wasser am Tag ausreichend – es sei denn, Sie treiben intensiv Sport oder es ist extrem heiß. Ansonsten können Sie Tee oder Kaffee trinken, so viel Sie wollen – aber ohne Zucker! Auf Seite 18–20 stellen wir Ihnen außerdem verschiedene Gemüsebrühen vor, die geeignet sind für den kleinen Hunger zwischendurch.
DIE PRAXIS
Manchmal möchte man nur zwei, drei Kilo abnehmen, damit die Hose oder der Rock nicht mehr so stramm sitzt. Dafür haben wir uns den Figur-Quickie ausgedacht.
Wenn sich die Pölsterchen schon länger bemerkbar machen und Sie zumindest eine Kleidergröße weniger anstreben, empfehlen wir Ihnen das Programm Moderat. Damit nehmen Sie zwar langsamer ab, dafür aber nachhaltiger.
Als Langzeitprogramm für alle, die sich ernsthaft Gedanken über eine Ernährungsumstellung machen müssen, ist das Programm Langsam, aber sicher gedacht. Es ist abwechslungsreich und erleichtert so das Durchhalten.
Der Figur-Quickie1
•Ziel: 2–3 Kilo
•Dauer: 10 Tage
Beim Figur-Quickie geht es eher streng zu. Aber der Zeitraum von nur 10 Tagen ist überschaubar und Sie sind wahrscheinlich hochmotiviert – da dürfte das Durchhalten kein Problem sein.
Die ersten drei Tage ersetzen Sie alle drei Mahlzeiten durch einen Drink aus Diätpulver. Dann folgen sieben Tage, an denen Sie nur mehr zwei Mahlzeiten ersetzen und sich eine Mahlzeit aus dem Rezeptteil aussuchen können. Achten Sie aber darauf, ein Rezept zu wählen, das mehr Proteine als Kohlenhydrate enthält.
Moderat
•Ziel: 4–5 Kilo
•Dauer: 4 Wochen