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Alte Kulturen haben uns Bauwerke und Artefakte hinterlassen, deren Ursprung unerklärbar ist. Haben die Inkas wirklich die gigantischen Zyklopenmauern erbaut? Warum stehen dieselben Mauern auch auf der Osterinsel? Hat Cheops wirklich die große Pyramide erbaut .All diese, und noch viele weitere schulwissenschaftliche Behauptungen werden in diesem Buch anhand von Fakten hinterfragt. Die heute noch bekannten Kulturen der letzten 12.000 Jahre hatten einen gemeinsamen Ursprung, einen gemeinsamen Baumeister und folgten demselben großen Plan. Dieser Ursprung war der Ort, von dem die "Götter" kamen, die die Zivilisationen gründeten, und die den Menschen Wissen und Kultur brachten. Diese "Götter" waren die Überlebenden der Sintflut.
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Seitenzahl: 187
Veröffentlichungsjahr: 2022
Einleitung
Erdgeschichtliche Entwicklung
Datierungsmethoden
Irrläufer der Evolution
Antike Überlieferungen
5.1 Das Gilgamesch Epos
5.2 Das Mahabharata
5.3 Das Kebra Negest
5.4 Die Bibel
Damals wie heute?
Das Eiszeitmysterium
Die magische Epoche
Die Welt der Pyramiden
9.1 Die großen Pyramiden
9.2 Die Pyramiden in Südamerika
9.3 Die Pyramiden Chinas
Mensch und Saurier
Behemot:
Leviatan:
Indizien
Riesen der Antike
11.1. Riesen im antiken Griechenland
11.2. Riesen in der Germanischen Mythologie
11.3. Riesen in Bibel, Tora und Koran
11.4. Riesen in Nordamerika
11.4. Archäologische Befunde
Mysteriöse Landkarten
12.1 Der Dashka-Stein (Die „Landkarte Gottes“)
12.2 Die Waldseemüller-Karte
12.3 Die Karte des Piri Reis
12.4 Die Orontius Phinäus Karte
Steinerne Unmöglichkeiten
13.1 Transporte
13.1.1. Baalbeck
13.1.2 Ägypten
13.1.3 Ollantaytambo
13.1.4 Stonehenge
13.1.5 Carnac
Felsenbauwerke
Megalithbearbeitung
Das Gleichgewicht der Energien
Versunkene Kulturen
17.1 Nan Madol
17.2 Mohenjo Daro
17.3 Rapa Nui
Vorsintflutliche Technik
Astronomie
Die Zeit nach dem Chaos
Die Tasche der Götter
Abschied von den Göttern
Stichwortverzeichnis
Literaturverzeichnis
„Wer die Zukunft erforschen will, muss die Vergangenheit kennen“ besagt ein altes chinesisches Sprichwort. Unsere Zivilisation kennt die Vergangenheit aus Geschichtsbüchern, die wiederum auf Erkenntnissen beruhen, die aufgrund der fortschreitenden Technik und der daraus folgenden immer effektiver werdenden Forschungsmethoden, längst korrigiert und überholt werden müssten. Laufend treten neue politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche und technische Aspekte antiker Völker ans Licht, die durch modernste Technologien bewiesen werden. Trotzdem hält man Großteils an den alten Erkenntnissen der Wissenschaft des vorigen Jahrhunderts fest und verbreitet bewusst falsche Informationen.
Vielfach wird durch moderne Forschungen bewiesen, dass manches nicht so gewesen sein kann, wie es unsere Historiker behaupten, jedoch bleibt man auch die Antwort und die handfesten Beweise wie es wirklich war, schuldig. Amtierende Vermutungen lassen keine anderen, wenn auch logischeren Theorien zu.
Aufgrund dieser Tatsache werden die, wenn auch noch so hieb- und stichfesten Beweise von der Schulwissenschaft beiseitegeschoben und ignoriert, denn man will keine offenen Fragen, und schon gar nicht Theorien, die Mysterien erzeugen. Anhänger oder Befürworter von Mysterien zu sein, gilt in unserer Gesellschaft als unseriös. Die Menschheit hat ein Weltbild, wer daran rüttelt ist ein Querulant.
Der österreichische Schriftsteller Alfred Polgar erkannte sehr treffend „Die Menschen glauben viel leichter eine Lüge, die sie schon hundertmal gehört haben, als eine Wahrheit, die ihnen völlig neu ist.“, und entsprechend diesem Zitat ist auch die breite Masse mit den Halbwahrheiten zufrieden, die ihr über unsere Vergangenheit erzählt werden.
Unsere Gesellschaft hat das Bedürfnis nach Realität und nüchternen Fakten. Mysterien und Dinge, die sich mit realistischen Maßstäben nicht messen lassen, sind Sache der Esoteriker und der weltfremden Spinner. In der Schulwissenschaft ist kein Platz für Unerklärliches. Obwohl weltweit unzählige merkwürdige Dinge existieren, in Museen ausgestellt werden und für Touristen öffentlich zugänglich sind, macht sich der Normalbürger keine Gedanken über deren Herkunft und Entstehung, und der Schulwissenschaftler versucht, diese Mysterien oft auf sehr peinliche Weise logisch zu erklären. So vertritt man in der Geschichtslehre die Meinung, Granit wurde mit Kupfer- und Bronzewerkzeugen bearbeitet, antike, flugtaugliche Flugzeugmodelle, trotz eindeutig sichtbarem Seitenruder wären Nachbildungen von Insekten, und eindeutig in Stein gemeißelte Panzer, Hubschrauber und U-Boote wären altertümliche Schriftsymbole, die nur zufällig wie Panzer, U-Boote oder Hubschrauber aussehen. Man nimmt auch gerne absolut unmögliche zeitliche und technische Theorien in Bezug auf altertümliche Bauwerke in Kauf, da jede andere Theorie offene Fragen und Mysterien aufwerfen würde. Nach dem Motto „Besser die abenteuerlichste und unmöglichste „realistische“ Antwort, als eine logische Theorie, die das Weltbild stört“, wird die Menschheit mit falschen Informationen gefüttert, die sie auch dankend annimmt, denn wer will schon ein weltfremder Phantast sein? Unsere Gesellschaft verbaut sich selbst die Wege zur Wahrheit. Man glaubt lieber an einen alten Mann mit weißem Bart, der hinter den Wolken wohnt und auf uns hernieder blickt, und der für all das Unerklärliche verantwortlich ist, als an Theorien die dem bisher geglaubten widersprechen. So wird auch alles, was die Archäologie zu Tage fördert und nicht logisch erklärbar ist, religiösen Kulten zugeschrieben. Skulpturen, Zeichnungen und Steingravuren, die merkwürdige Kreaturen darstellen, werden immer als Götter oder Dämonen kategorisiert, spätere schriftliche Schilderungen, die nicht weltbildkonform sind, sind Visionen des Verfassers. Man macht es sich sehr einfach. Was nicht einzuordnen ist, kommt in die Schublade für Religion, Kult und Phantasie. Bei näherer Betrachtung wird immer klarer, dass eigentlich die Schulwissenschaft Mythen produziert, die eigentlich gar keine sind. Legenden von Drachen, Riesen und untergegangenen Zivilisationen werden zu Kindergeschichten herabgewürdigt, aber sind sie es wirklich?
Ein kleiner, aber stetig wachsender Kreis von Wissenschaftlern hat sich zur Aufgabe gemacht, gerade diesen historischen Absonderlichkeiten auf den Grund zu gehen, und laufend werden mit hochtechnischen, modernen Forschungsmethoden atemberaubende Ergebnisse erzielt, die zu logischen Erklärungen führen. Jüngste Untersuchungen haben beispielsweise die geltende Lehrmeinung über die großen Pyramiden handfest widerlegt, trotzdem hält man daran fest, dass Cheops die Pyramide während seiner Amtszeit erbauen ließ. Ein Ding der Unmöglichkeit, sowohl zeitlich als auch technisch. Auch weiß man längst, dass Kolumbus einer der letzten Besucher Amerikas war, trotzdem gilt er nach wie vor als Entdecker Amerikas.
Im Verlauf des Buches werden historische Fakten aufgezeigt, über die sich die Schulwissenschaft ausschweigt, oder die einfach pseudorealistisch und falsch manifestiert werden. Jahrtausende alte Bauten in Südamerika, deren Herstellung mit neuzeitlichen Methoden unmöglich ist, Hinweise auf Menschen und Dinosaurier in derselben Epoche, Fakten, welche die Eiszeit, die Evolutionstheorie und die gesamte landläufige Meinung über die menschliche Existenz in Frage stellen sollen aufzeigen, wie wenig wir eigentlich über die Welt in der Vergangenheit wissen. Andererseits existieren altertümliche Überlieferungen und Schriften, die als religiös oder mystisch eingestuft werden, aber überraschend mit realen Ereignissen übereinstimmen. Gleichzeitig wird man aber wieder Zeuge dessen, dass man zwar einige dieser Schriften als wahr anerkennt, andere trotz derselben Quelle als Vision oder Phantasterei einstuft, weil sie nicht in unser Weltbild passen. Man pickt sich die Rosinen aus dem Kuchen, der Rest wird ignoriert, weil er einfach nicht sein darf. So ist unser gesamtes Weltbild, auch die Betrachtung der Erdgeschichte in schon peinlichem Narzissmus auf den Menschen und das Menschenzeitalter bezogen, obwohl dieses einen sehr geringen Prozentsatz des Erdzeitalters ausmacht und eigentlich für die Erdgeschichte vernachlässigbar klein ist. Wenn man bedenkt, dass die Dinosaurier die Erde fast 200 Millionen Jahre lang bevölkerten, ist sogar diese Epoche im Vergleich zu 4,5 Milliarden Jahren des Erdalters nur ein Wimpernschlag.
Es gab bereits 5 globale Katastrophen, die alles Leben auf der Erde auslöschten. Es gab auch schon unzählige Klimawechsel auf der Erde, lange vor den Menschen. Die aktuelle Klimaveränderung, deren Zeuge wir gerade sind, soll der Mensch verursacht haben. Es wird auch lange nach uns wieder Klimaveränderungen geben. Der heutige Mensch bezieht alles auf seinen Status der „Krone der Schöpfung“, sieht die Erde und das gesamte Sonnensystem als sein Eigentum an und wehrt alles ab, was diesen Status gefährden könnte. Der Gedanke daran, dass es höhere Lebensformen im Universum geben könnte, bereitet uns höchstes Unbehagen, weshalb wir diese Theorie eher belächeln als realistisch betrachten. Auch die Theorie einer vergangenen höheren Zivilisation auf der Erde wird nicht gerne angenommen, denn es darf in der Vergangenheit und in der Gegenwart nichts höheres geben als den Menschen, natürlich mit Ausnahme seiner diversen Götter, die in grauer Vorzeit möglicherweise wirklich existierten, jedoch deren Überlieferungen völlig falsch interpretiert werden. Trotz allerhöchster Technologie wissen wir noch immer nicht, woher wir kommen und hängen trotz besseren Wissens alten bereits überholten Theorien nach. Wir haben uns gemäß der Darwin’schen Evolutionstheorie aus einer affenähnlichen Spezies entwickelt, die irgendwann als Amphibie aus dem Meer stieg. Wir wissen bereits längst, dass es nicht ganz so war, aber es wird weiterhin so gelehrt, weil es keine andere fundierte Antwort gibt. Es existieren bereits logischere, modernere und plausiblere Theorien, wir sind aber nicht bereit, eine Theorie gegen eine andere Theorie einzutauschen. Wenn wir sie eintauschen, dann, wenn überhaupt, nur gegen einen handfesten Beweis. Und so gibt es für viele historische Bereiche bereits bessere Theorien, die auf moderneren Fakten und Beweisen beruhen, als die derzeitigen, die sich teilweise noch auf Erkenntnisse des vorigen Jahrhunderts stützen. Modernere Altersbestimmungen, DNA-Technologie, Bodenradar, LIDAR und viele andere neuzeitliche wissenschaftliche Methoden bringen ohne Frage verlässlichere und präzisere Erkenntnisse als Methoden aus dem 19. Jahrhundert. Man muss sie nur in die offizielle Meinung aufnehmen. Das Hauptproblem liegt offensichtlich darin, dass die Wissenschaft aus zwei sich rivalisierenden Lagern besteht. Wo die einen in jeder offenen Frage etwas Mystisches sehen wollen, so versuchen die anderen alles Mystische realistisch darzustellen. Aufgabe dieses Buches ist es nicht, Antworten auf offenen Fragen zu finden, jedoch auf diese offenen Fragen hinzuweisen, für die uns ersatzweise unrealistische „Hilfswahrheiten“ geboten werden.
Der folgende schulwissenschaftliche Einstieg in die Entwicklung der Erde und des Lebens lässt die gewaltigen Zeiträume erkennen, die die Erde vor dem Auftreten der ersten Menschen bereits durchlaufen hat, eine Entwicklung voller Veränderungen und gewaltiger Katastrophen. Trotzdem scheint der Mensch der Meinung zu sein, dass seit seiner Existenz diese Entwicklung abgeschlossen ist und das Geschick der Erde einzig und allein seinem Tun unterworfen ist.
Die Erde entstand vor ungefähr 4,6 Milliarden Jahren aus einer Wolke aus Gas und Staub, nahm durch laufende Kollisionen mit anderen Partikeln und Gesteinsbrocken an Masse zu, die sich durch die Gravitation verklumpten und zu einer Kugel formten. Die Kollision mit einem marsgroßen Himmelskörper, genannt Theia, sprengte einen Teil der Ur-Erde ab, und die Teile beider Himmelskörper gerieten in eine Erdumlaufbahn und formten den Mond. Dies geschah im Hadaikum, etwa 30 bis 50 Millionen Jahre nach der Staubphase. In weiterer Folge kühlte die Erde ab, bildete die Erdkruste und war schlussendlich vorwiegend von flüssigem Wasser bedeckt. Woher das Wasser kam, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig belegt, man geht von der These aus, dass ein Komet das Wasser auf die Erde brachte. Es wäre aber auch möglich, dass Wasser auf der Erde selbst entstand, nachdem die Erde ihre Atmosphäre bildete. In Südafrika, im Witwatersrand Bassins fanden Johanna Lippmann-Pipke von der Forschungsstelle Leipzig des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf und ihre Forschungskollegen im Jahre 2011 in einer tief gelegenen Diamantmine zwei Milliarden Jahre altes Wasser in 3km Tiefe. Darin tummeln sich auch Mikroorganismen, die sich abgeschieden von Licht und organischen Nährstoffen bildeten.
Viele Zufälle spielten zusammen, so dass sich auf der Erde das Leben bilden konnte, das wir heute kennen. Die Erde befindet sich in einer „Habitablen Zone“, in einem Abstand zur Sonne, der flüssiges Wasser zulässt. Wäre die Erde um nur 5% näher an der Sonne, würde das Wasser verdampfen, wäre sie weiter entfernt, würde es gefrieren. Für das Leben in unserer Form ist flüssiges Wasser bekanntlich die Existenzgrundlage.
Auch auf dem Jupitermond Europa und auf dem Saturnmond Enceladus entdeckten Wissenschaftler flüssiges Wasser. Wie die Raumsonde Cassini im Jahre 2005 messen konnte, besitzt Enceladus neben Wasser auch Wärme und organische Chemikalien, somit alle Grundlagen um Leben zu bilden, obwohl er sich weit außerhalb der Habitablen Zone befindet. Er bezieht die Wärme aus seinem Inneren, wie dies genau vor sich geht, ist noch nicht erforscht, man vermutet eine Art von Gezeitenreibung. Es wurden bereits 1235 Planeten in anderen Sternensystemen entdeckt, von denen sich über 50 in Habitablen Zonen befinden, also Leben beherbergen könnten. (Stand Anfang 2011)
Gegen Ende des Archaikums, vor etwa 2,4 Milliarden Jahren, begann der Sauerstoffgehalt in der Erdatmosphäre anzusteigen, wodurch sich Ozon bilden konnte, das die für Lebensformen schädliche UV-Strahlung der Sonne filterte. Cyanobakterien (Blaualgen), die sich im Wasser bildeten nutzten das Sonnenlicht zur Photosynthese und produzierten Sauerstoff als Abfallprodukt, der in die Atmosphäre entweichen konnte. Der Entwicklung lebender Organismen an Land stand somit nichts mehr im Wege. Ohne Sauerstoff, so ist man sich in wissenschaftlichen Kreisen einig, wäre kein höheres Leben auf der Erde entstanden.
1915 erschien sein Buch „Entstehung der Kontinente und Ozeane“ in sechs Auflagen. Vor etwa 135 Millionen Jahren zerfiel dieser Urkontinent in die uns heute bekannten Kontinente.
Wie und wann das Leben auf der Erde entstand, ist nicht bekannt. Die ältesten Spuren fand man in Westaustralien, im so genannten „Apex Chert“, in Form von fossilen Stromatolithen, deren Alter man auf etwa 3,46 Milliarden Jahre datierte. Der Apex Chert galt seither als Wiege der Evolution. (Bild 1)
Stromatolithen sind biogene Sedimentgesteine, die aufgrund des Wachstums und des Stoffwechsels von Mikroorganismen entstehen. Woher aber der Lebensfunke kam, ist nach wie vor nicht eindeutig erforscht. Es gibt sowohl Theorien, die die Entstehung des Lebens auf der Erde vermuten, als auch Theorien, dass das Leben von Himmelskörpern, die auf der Erde eingeschlagen haben, eingeschleppt wurde. Jedenfalls soll sich aus diesen Mikroorganismen im Laufe der Jahrmillionen durch Evolution die Artenvielfalt in der Pflanzen- und Tierwelt entwickelt haben. Diese Theorie ist jedoch nach wie vor umstritten, da sich keine eindeutigen evolutionären Nachfolger dieser primitivsten präkambrischen Lebensform nachweisen lassen.
Nach den globalen Eiszeitaltern der Erde (Schneeballerde) vor ca. 2,2 Milliarden Jahren (Makganyene-Episode) und von 850 bis 630 Millionen Jahren, wo in diesem Zeitraum zwei Vereisungszyklen stattfanden, lassen sich Lebensformen einreihen, die als Vorläufer der explosionsartigen Entstehung der Artenvielfalt im Kambrium (Kambrische Explosion) gelten könnten. 2004 entdeckte der chinesische Wissenschaftler Jun-Yuan Chen von der Universität Nanjing mit einem Forscherteam in der Doushantuo-Formation im Südwesten Chinas die ältesten fossilen Vielzeller mit zweiseitig symmetrischem Körper. Sie nannten diese bilateral organisierte Lebensform, entsprechend ihrem Auftreten nach den globalen Eiszeitaltern „Vernanimalcula“, was so viel bedeutet wie „kleines Frühlingstierchen“. Aber auch diese Entdeckung wird noch angezweifelt, es gibt Einwände, dass es sich hierbei überhaupt um Fossilien tierischen Ursprungs handle, sondern nur um Mineralkrusten, die sich rund um abgestorbene Mikroorganismen bildeten, was in China keine Seltenheit ist. Jedoch sollen zehn Funde gleicher Art und Größe die Theorie untermauern. Auch wenn dieser Fund als Vielzeller bestätigt wird, ist damit die Frage nach der heute existierenden Artenvielfalt noch nicht beantwortet. Die „Kambrische Explosion“ ist nach wie vor ein Mysterium, da im Zeitraum von 565 bis 530 Millionen Jahren explosionsartig fast alle Stämme in voll ausgeprägter Form auftraten. Das Mysterium besteht darin, dass man keine genetischen Vorfahren nachweisen kann. Es gibt auch keinen fossilen Hinweis darauf, dass diese im Kambrium entstandenen Arten einen gemeinsamen Vorfahren im Präkambrium haben. 1,2 Millionen vielzellige Arten sind uns heute bekannt, man schätzt, dass es insgesamt an die 10-20 Millionen Arten gibt.
1 Stromatolithen
Unsere Schulbücher weisen vorsichtig darauf hin, dass die Vorstufe zum Homo Sapiens evolutionär nicht eindeutig geklärt ist, jedoch setzt die erste Kontinuität der Evolution bereits vor über 500 Millionen Jahren aus. Charles Darvin, (* 12. Februar 1809 in Shrewsbury; † 19. April 1882 in Down) der britische Naturforscher und Begründer der Evolutionstheorie stützte seine Forschungen auf Beobachtungen der Natur, alles was er nicht mit freiem Auge sah, entzog sich seiner Aufmerksamkeit. Wie man durch die Verwendung moderner, heutiger Technik weiß, werden viele essenzielle Fragen in den Bereichen der Medizin, Biologie, Kosmologie, Physik und vielen anderen Wissenschaften erst durch die Verwendung von Mikroskopen und Elektronenmikroskopen, sowie hochmoderner Geräte beantwortet. Im neunzehnten Jahrhundert verfügte man noch nicht über solche Apparaturen, die man für die Forschung einsetzen konnte, daher sind mittlerweile viele dieser Erkenntnisse bereits überholt und widerlegt, obgleich sie noch nicht in die allgemeine Lehre durchgesickert sind.
Besonders in der Erforschung der Ur- und Frühgeschichte ist man in hohem Maße auf die Untersuchung von Gesteinsformationen und Funden angewiesen, da es aus dieser Zeit keine schriftlichen Überlieferungen gibt. Je moderner die Werkzeuge für die Untersuchungen sind, desto genauer werden auch die Ergebnisse.
Ob nun das weitere Leben nach der Kambrischen Explosion im Paläozoikum nach den Regeln der Evolutionstheorie erfolgte oder nicht, sei vorerst dahingestellt.
Im weiteren Verlauf des Paläozoikums entstanden die ersten Landpflanzen, die ersten Reptilien, geflügelten Insekten, Lungenfische und Landwirbeltiere. Diese, auch Erdaltertum genannte Epoche, teilt sich in Kambrium, Ordovizium, Silur, Devon, Karbon und Perm und dauerte von 543 bis 248 Millionen Jahre vor unserer Zeit. Die Übergänge dieser Epochen sind natürlich nicht hart abgegrenzt sondern fließend, da sich die Entwicklung nicht in allen Teilen der Erde gleichermaßen vollzog. Dies gilt auch für das nachfolgende Erdmittelalter, oder Mesozoikum, beginnend vor 248 Millionen Jahren, das sich in Trias, Jura und Kreide unterteilt und vor 65 Millionen Jahren endete. In dieser Zeit war die Erde von riesigen Dinosauriern dominiert, und war bereits Lebensraum der ersten Säugetiere, Lurche, Urvögel und Schildkröten. Mit dem Ende der Dinosaurierherrschaft ebnete sich der Weg für die Entwicklung der Säugetiere und somit auch letztendlich für den Menschen, so die Schulwissenschaft. Im Känozoikum, auch Erdneuzeit genannt, entwickelten sich die höheren Säugetiere. Das Känozoikum begann vor etwa 65 Millionen Jahren und teilt sich in die Abschnitte Tertiär und Quartär, die sich wiederum in Paläogen und Neogen, sowie in Pleistozän und Holozän unterteilen. Die aktuelle Epoche ist also das Holozän. Im Neogen trat der Australopithecus etwa vor 4,5 Millionen Jahren erstmals auf, die ersten Hominiden datiert man auf etwa 4,8 Millionen Jahre vor unserer Zeit. Der Name „Australopithecus“ hat nichts mit Australien zu tun, er erhält seinen Namen vom lateinischen Wort für „australis“, lat.“südlich“, und „pithekos“, altgriechisch „Affe“.
Vor 0,8 Millionen Jahren, im Pleistozän, soll der „Homo Sapiens“ erstmals die Bühne der Welt betreten haben, unser direkter Vorfahre, wie man behauptet.
Am 17. Dezember 1992 entdeckte man im Nordosten des heutigen Äthiopiens die ersten Knochen eines 4,4 Millionen alten, aufrecht gehenden schimpansenartigen Wesens, das heute „Ardi“ genannt wird. In den darauf folgenden 15 Jahren wurden laufend weitere Knochen des Skeletts gefunden, das Aufschluss darüber gab, dass dieser „Ardipithecus ramidus“ im Stammbaum genau zwischen dem aufrecht gehenden Menschen und den Schimpansen angesiedelt ist. Der letzte gemeinsame Vorfahre von Menschen und Schimpansen ist Ardi zwar nicht, aber sehr nahe an dem noch immer mysteriösen „Missing Link“. Die Schimpansen laufen auf ihren Knöcheln, Ardi tat das nicht.
Die berühmte „Lucy“, die seit 1974 bekannte Australopithecus-Dame, wurde auch in Äthiopien gefunden, wies ebenfalls Anzeichen des aufrechten Ganges auf und zählt zu den frühesten Vorfahren des Menschen. Das Vorkommen dieser Spezies datiert man auf etwa 3,7 bis 2,9 Millionen Jahre. Die jüngste Entdeckung stammt aus Südafrika, wo man zwei Skelette fand, die vor etwa 2,3 Millionen Jahren gelebt haben und Merkmale des affenähnlichen „Australopithecus africanus“ sowie des „Homo habilis“ aufweisen. Dieser Gattung gab man die Bezeichnung „Australopithecus sediba“. Aber auch diese Art kann noch nicht als das fehlende evolutionäre Bindeglied angesehen werden.
Der „Homo Habilis“ zählt bereits zu den frühen Vorfahren des „Homo Erectus“ und lebte etwa 2,6 bis 2,1 Millionen Jahre vor unserer Zeit, gefolgt von „Australopithecus robustus“, vor 2,0 bis 1,0 Millionen Jahren und dem „Homo Ergaster“, der vor 1,8 bis 1,5 Millionen Jahren lebte. Der „Homo Erectus“ lässt sich bis vor etwa 40.000 Jahre nachweisen. Er bildete die erste humanoide Spezies, die einfache Hütten baute und auch das Feuer gezielt nutzen konnte. Zeitlich überschneidend durchquerte auch bereits der Neandertaler Europa, dessen Vorkommen man auf 220.000 bis 30.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung festlegen kann. Er gilt nicht als Vorfahre des „Homo Sapiens“ der vor etwa 65.000 Jahren auftrat, sondern einer parallel auftretenden Art, mit der sich der Homo Sapiens gelegentlich vermischte, wie aus heutigen DNA Tests hervorgeht. Auch der moderne Mensch trägt Neandertaler-DNA in sich.
Das Erdzeitalter, ab dem der „Homo Sapiens“ vor etwa 750.000 erstmals in Mitteleuropa auftrat, liegt in der Altsteinzeit („Paläolithikum“), die in Afrika vor etwa 2,6 Millionen Jahren mit den ersten Steinwerkzeugen begann (vermutlich vom „Homo Ergaster“) und die vor etwa 10000 Jahren in die Mittelsteinzeit („Mesolithikum“) überging. Die Jungsteinzeit („Neolithikum“) begann vor etwa 7600 Jahren und endete vor 4200 Jahren in der Bronzezeit. Auf die Bronzezeit folgt vor etwa 2750 Jahren die Eisenzeit. Die Entwicklung der verschiedenen Kulturen erfolgte nicht synchron, und so sind auch die Abgrenzungen der einzelnen Epochen fließend. Wenn man bedenkt, dass es auch in der heutigen Zeit noch Urvölker gibt, die auf steinzeitlichem Niveau leben, lässt sich dies leicht nachvollziehen. So lebten manche Kulturen noch in der Mittelsteinzeit, während anderswo bereits die Bronzezeit und Eisenzeit Einzug hielten.
Die Herkunft des modernen Menschen, des Homo Sapiens Sapiens, ist nach wie vor ein Rätsel. Die Wissenschaft erhofft sich, eines Tages das fehlende Bindeglied in der Evolutionskette zu finden. Das Wissensmagazin „Scinexx“ berichtet in der online-Ausgabe vom 23.August 2021, dass der Wissenschaftler Belen Lorente-Galdos von der Universität Pompeu Fabra in Barcelona heutige Afrikaner genetisch unter die Lupe genommen hat und Gene einer bisher unbekannten Art entdeckte, mit der sich der moderne Mensch irgendwann im Laufe grauer Vorzeiten gekreuzt haben muss. Vor allem fand man diese genetischen Spuren in der DNA von Populationen aus Subsahara-Afrika, darunter den Khoisan, den Mbuti-Pygmäen und dem Volk der Mandinka. So lange ein Stein in der menschlichen Evolutionskette fehlt, kann der Mensch aus der Evolutionstheorie ausgeklammert werden und somit könnte sein erstes Auftreten irgendwann in der Geschichte platziert werden. Er könnte genauso gut bereits vor 2 Millionen Jahren voll entwickelt gelebt haben, oder vor 1 Million Jahren oder vor 100.000 Jahren. Er könnte bereits gemeinsam mit Dinosauriern gelebt haben, und es könnte bereits hoch entwickelte Kulturen in grauer Vorzeit gegeben haben, die durch Naturkatastrophen wieder verschwunden sind. Dies würde einige offene Fragen beantworten, die die Wissenschaft so krampfhaft zu ignorieren versucht. Die Bejahung dieser Theorie ist genauso wenig bewiesen wie die Verneinung, doch es sprechen mehr Indizien dafür als dagegen. War man lange der Meinung, der Homo Sapiens in unserer heutigen Form trat erstmals vor etwa 40000 Jahren auf, so berichtet die GEO-Ausgabe 07/2017 von Knochenfunden im Jahr 2007 in Marokko, die zweifelsohne von Unseresgleichen stammen und 300.000 Jahre alt sind. Dies wirft nun ein völlig anderes Bild auf die menschliche Entwicklung und es wäre an der Zeit, die Geschichte neu zu schreiben. Wenn man bedenkt, dass wir uns vom Steinwerkzeug bis zur Fähigkeit der globalen Selbstzerstörung nur 10000 Jahre benötigt haben, so hätte dies vor der Eiszeit, also in vorsintflutlicher Zeit bereits dreißigmal passieren können.
