Achilles - Pascal Debra - E-Book

Achilles E-Book

Pascal Debra

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Beschreibung

Der postmoderne, dystopische Roman ´Achilles´ bringt jegliche von Menschen gemachte Bedrohung zur Kulmination: Die Auslöschung der USA durch nukleare Raketen. Mittendrin: Der NSA-Hacking-Spezialist Seneca, der Stratege Dogen sowie der Übermensch Achilles. Welche Bedeutung haben diese drei Personen hinsichtlich dieser na-henden Apokalypse und welche Bedeutung haben Baba Yaga, Hele-na und Calisto? Die Flucht nach Mexiko ist scheinbar die einzige Lö-sung. Wird diese Flucht gelingen?

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Seitenzahl: 116

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Über das Buch:

Der postmoderne, dystopische Roman „Achilles“ bringt jegliche von Menschen gemachte Bedrohung zur Kulmination: Die Auslöschung der USA durch nukleare Raketen. Mittendrin: Der NSA-Hacking-Spezialist Seneca, der Stratege Dogen sowie der Übermensch Achilles.

Welche Bedeutung haben diese drei Personen hinsichtlich dieser nahenden Apokalypse und welche Bedeutung haben Baba Yaga, Helena und Calisto? Die Flucht nach Mexiko ist scheinbar die einzige Lösung. Wird diese Flucht gelingen?

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Epilog

"U.R.A. Fever"

The Kills

Album: Midnight Boom, 2008

Kapitel 1

Ein Mute-Knopf den man gedrückt halten müsste, den man, wenn er erfunden worden wäre, gedrückt halten müsste, mit einer empfindlichen, schimmernden, edlen Oberfläche und einer halbmillimetergroßen Aussparung am runden Übergang zwischen Fläche und Knopf. Er gäbe anfangs leicht nach, anschließend würde man einen minimalen Widerstand an der Fingerkuppe spüren bevor man ihn durchgedrückt hätte und manihn loslassen könnte nachdem ein leichtes, zartes Klickgeräusch hörbar gewesen wäre. Ein Mute-Knopf für die Welt und das Leben und für alle Menschen um sich herum. Wenn die Menschen an einem vorbeirauschen, gehetzt, gejagt von der Arbeit, überspannt vom Privatleben, sexlos, frustriert, genötigt durch die Arbeitszeiten, die weder einem biologischen Rhythmus untergeordnet noch der Natur entsprungen ist, sondern ihn, den Rhythmus, eher vorgeben, diktieren, das Leben dirigieren. Man wird durch die Tage gelotst wie ein blindes Tier in einem Labyrinth, mit Kabeln und Dioden die einem aus dem Hirn sprießen, wie Alfalfa der in einem Keimlingsteller sprießt, wachgehalten durch Stockhiebe wie ein Hund, dann ist die Zeit gekommen stillzustehen und aufzuhorchen. Man fühlt sich wie Lachse die gegen den Strom sich windend, springend schwimmen und nahrungslos strapaziös dem Tode entgegen tauchen. Wenn Lachse nicht mehr essen, sich zu Tode hungern, auf ihrem langen Wege in die Berge, immer der Stromschnelle entgegen, verflüssigen sich ihre Organe und werden nur noch Brutstätte. Sie brüten ihre Eier in sich selbst aus und vernachlässigen ihre Organfunktion, lösen genetisch bedingt die spezifischen Organe zu einem Brei auf und funktionieren sie in Nahrung, in Energie um. Diese Organe sind nur noch zur Energiegewinnung nutzbar und daher muss der Körper anschließend nach der strapaziösen Reise sterben. Der Lachs hat keinen weiteren Zweck mehr als schwimmen und brüten.

Wir geben unser Menschsein auf um einer Funktion zu folgen, wie die Lachse. Es ist ein Programm, ein simples Programm.

Ein Mute-Knopf reicht aus um uns still werden zu lassen. Man sieht nur noch, man blickt in die Gesichter, man verzieht sein eigenes nicht einmal mehr. Verschlossene Gesichter, wie aus Wachs gegossen.

Mute.

Das hell erleuchtete Singapur in Mute-Stellung.

Das verschneite New York. Das vernebelte Paris. Sydney. Seoul. Das trockene Ouagadougou. Das ewig wie ein Tumor wachsende, sich immer im Außen wandelnde, moderne Dubai. Alles Mute. Kein Mensch spricht. Alles rauscht in Stille vorbei. Ein Fehler im System?

Nur Bilder, hochpixelig, Ultra-HD in realem Leben. Real-Life-HD sozusagen. Und dreidimensional.

Wir sehen in der Totalen, aus dem Weiß eingeblendet den Wüstensand der Mojave.

Links eine Straße auf der nur in der Ferne ein blaues Auto verschwindet. Dann wiederum Stille, aber keine Mute-Stille, sondern einfache natürliche, echte und ursprüngliche Stille. Es gibt hier keine großen Menschenansammlungen die für Unruhe hätten sorgen können. Hier gibt es nur vereinzelt Menschen, denn der Lebensraum ist eher lebensfeindlich. Der blaue Himmel strahlt in der Totalen und in Ultra-HD so blau als hätte man ihn nachbearbeitet, als hätte man ihn digital retuschiert, aber dem ist nicht so.

Ein Lightroombild erster Klasse.

Natürlich hört man nicht nichts.

Man hört den Wind wie er leicht über den Sand streicht und das Knarren eines alten Schildes, das verloren in der Sonne glüht und nichts anzeigt außer einem Pfeil, der weit nach draußen zeigt. Rechts kurz hinter dem nichtexistierenden Bordstein, da die Straße ohne Übergang direkt abfällt, sich mit dem Sand zur Wüste hin vermischt, liegen drei abgenutzte LKW-Reifen. Warum keine vier? Das Schild aber zeigt scheinbar auf die gesamte Wüste, ein unsinniger, stummer Witz in seiner simplen, unansehnlichen, tumben und von der Sonne verwitterten Darstellung. Am Schild scheint man Schießübungen veranstaltet zu haben.

Zu Übungszwecken wurde es mehrfach getroffen und durchsiebt. Durchlöchert steht das Schild wie wartend und durch die Löcher scheint heroisch und unerbittlich die Sonne. Es sieht nach trostloser Endgültigkeit aus. Nach aussichtloser Endgültigkeit und nach Endzeitlichkeit, aber das tut es ohnehin immer in der Mojave Wüste. Aus der Totalen fließt das Bild nach rechts, neigt sich leicht über den Sand der ein wenig verwirbelt als die Kamera sich dem Boden nähert.

Dann eine Halbtotale.

Wir blicken in ein Gesicht.

Kurz darauf: Schnitt.

Nunmehr sind nur die Augen sichtbar.

Auf der Stirn ruht ein Tropfen Schweiß der in seiner Entschiedenheit nur noch durch eine Hinabbewegung weitere Bedeutung erlangt. Damit wird der Schweiß zeitlich. Bild für Bild.

60 frames per second.

Das Bild ist fast unnatürlich scharf gestellt.

Die Sonne glitzert in der Schweißperle die sich ihren Weg nach unten über die Wange bahnt und am Dreitagebart hängenbleibt.

Wir sehen den Bart, die Poren, das markante Kinn. Dann ein Zoom auf die für einen Kerl hübsch geschwungenen Lippen.

Zwischen den Lippen steckt eine Zigarette, die jetzt, wo die Kamera draufhält von einer Hand aus dem Mund gezogen, zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten wird und der Rauch die Kamera vernebelt zurücklässt.

Der junge Mann atmet aus, die Hitze flirrt über den gräulichen Asphalt der Straße, der Rauch strömt aus seinen Lungen. Die andere Hand hält er schützend vor die Augen.

Halbtotale.

Der Kerl lehnt an einem weißen Chrysler Dodge Ram 3500 SLT mit dem 5,9 Liter Dieselmotor.

Gänzlich weiß ist er nicht; ein reizloses, staubiges, hässliches Grau schmückt die Seiten des Wagens.

Man hört ein plätscherndes Geräusch. Es kommt nicht von dem Kerl der lässig wartend am Dodge steht. Die Kamera dreht kurz nach rechts und zeigt wie ein Rinnsal den trockenen, kargen Asphalt verdunkelt. Wie eine Marmorierung verziert er die Straße.

„Du pisst wie ein Pferd!“ sagt der rauchende Kerl zum pissenden Burschen mit dem Cowboyhut.

Die sengende Sonne über der Wüste drückt die Hitze unerbittlich auf die Felsen und in den Sand und fügt den fahlen ausgewaschenen Farben der Ebene nur einige Schlieren hinzu, wie eine Fieberglut in der man badet wie ein emporsteigender Phoenix.

Wie eingeäscherte Geister fühlt man sich, wenn man nur ein paar Stunden hier draußen herumläuft, in Schweiß gebadet, dumpf und schwerfällig. Es gibt Menschen die hier sterben. Es gibt Menschen die sich überschätzen und einfach hier draufgehen, umfallen und tot sind und niemand findet sie in dieser Einöde. Niemand kann helfen.

„Niemand wird dir helfen“ hört man eine krächzende Stimme aus dem Inneren des Wagens.

Die Worte sind für den Mann am Wegesrand bestimmt.

Der Kerl mit der Zigarette zieht noch ein letztes Mal am Stummel, schnippt ihn dann über die Straße in den Sand und zwischen die Felsen. Ein kurzes Funkeln glitzert auf, dann bleibt nur noch Rauch übrig der alsbald verstummt.

„Na mach schon, verstau dein Ding.“ krächzt es aus dem Wagen. Man sieht in Nahaufnahme ein zusammengekauertes Wesen im Schatten der Rückenlehne im hinteren Teil des Dodge. Das Gesicht ist verborgen hinter einer großen weißen Hutkrempe. Noch sieht man nicht, dass er asiatischer Abstammung ist. Sein Pass behauptet sein Name wäre Dogen und er fühlt sich amerikanischer als so manch anderer, so denkt er zumindest. Er ist überzeugt ein Patriot zu sein, aber einer der sich gegen das System stellt, ja, sehr wohl, das tut er, aber in seinem Inneren, so ist er mehr als bereit sich für sein Land, seine Nation einzusetzen, wenn auch nicht als Kanonenfutter, nicht als Fußsoldat, sondern im Hintergrund, als Strippenzieher, als Brain, als Gehirn, als Mind, als Teil eines Thinktank, als einer derjenigen, die strategisch denken. Dogen ist ein zuverlässiger Stratege, ohne Zweifel. Nicht umsonst hatte ihn die Regierung vor drei Jahren rekrutiert, als Verteidigungsanalyst, also hochbezahlten Computerspezialist, der hochgeheime Projekte der Regierung schützen sollte.

Derjenige der sich seine Hose zuknöpft, hört auf den wohlklingenden Namen Seneca.

Seneca stopft sich sein Hemd in die Hose, seufzt und öffnet die staubige Tür des Dodge, hievt sich hinein und lässt sich in den Sitz fallen wie ein nasser Sack.

„Ich glaube wir können endlich weiter“ sagt er und nickt Achilles zu, der nun nicht mehr am Kühler lehnt und auch keine weitere Zigarette angezündet hat.

Achilles deutet etwas missmutig an, er habe hier das Kommando, denn schließlich sei er der Fahrer.

Senecas Augen verraten Ungeduld.

Achilles Weisung ist nicht gemäßigt, sein entschlossener Wille ist richtungsgebendes Dekret, denn er ist der goldene Gott, so würden die Schicksalsgöttinnen sagen, er ist das Meistergehirn; seine Instruktionen sind gottgleiche Vorschrift und obgleich Dogen ihn strategisch übertrumpfen mag und das auf eine Weise die nur wenige zu verstehen vermögen, Komplexitäten versteht die kein normales Menschenhirn mehr wahrnehmen kann, bleibt Achilles derjenige der so gänzlich überirdisch, übermenschlich erscheint, dass man ihm mit natürlicher Ehrfurcht begegnet.

Das ist eine Stratosphäre des abstrakten Denkens die hier inmitten des Nichts, des menschenfernen Wüstensandes, quadratkilometerweit keine Bedeutung hat. Hier sind die Männer nur schwitzende, Kohlenstoffdioxid ausatmende Wesen die versuchen aus dem 124.000 Quadratkilometer großen Niemandsland hinauszugelangen, dem nahezu herrenlosen Gebiet der Ödnis.

Irgendwo auf der Kelso Cima Road nach Norden beugt sich Dogen nach vorne, richtet seinen Hut und fragt die beiden Radio hörenden Gestalten im vorderen Bereich des Dodge, wie lange es wohl noch dauert bis man den Mojave Freeway weiter westlich erreichen mag, dann, abrupt das Thema wechselnd, ob Calisto den beiden auch die Geschichte mit dem Bären erzählt hätte. Achilles schüttelt kaum merklich den Kopf, steckt sich jedoch eine weitere Zigarette an und bläst erwartungsvoll den bleichen Rauch nach oben zur Decke des Wagens.

Unaufgefordert folgt dann seine Geschichte: Calisto in Saqqaq, Grönland. Die Meerenge, die dicken Wanderstiefel auf dem Steg. Die Stegplanken nass und teilweise morsch, teilweise schon kaputt oder herausgebrochen.

Ein Winken.

Dann streifte sie durch das Dörfchen das aus roten Holzhäuschen bestand und knipste mit ihrem Sony-Fotoapparat die Niederlassungen aus allen Perspektiven.

Stunden später.

Man sieht wie Calisto durch den wütenden Schneesturm lief, orientierungslos im heulenden Wind, wie die nackte Angst ihren zierlichen Körper durchfuhr und sich zu frostklirrender Panik wandelte als sie die Gestalt vor sich sah, keine zwanzig Meter weit weg.

Das Klopfen des Herzens in ihrer Schläfe, der hartnäckig verharrende Schmerz potenziert durch die schrille Kälte die alle Nerven zu veröden schien wie die Glut eines geschmiedeten Messers und das mühsame Zirkulieren des Blutes, mühsam, Herzschlag um Herzschlag.

Die Schneebrille.

Alles unklar.

Dunkler Schatten.

Dann die unbändige, lähmende Gewissheit: Ein Bär. Das ist ein Bär. Ein Eisbär. Diese gräulich-weiße Gestalt. Calisto alleine in ihrer Orientierungslosigkeit, ohne Richtung, ohne Zenit und doch am höchsten Punkt ihrer gesammelten Erfahrung, angehäuft, vertieft und doch leer in diesem Moment. Die Gestalt wendete sich nicht, sie schritt nicht voran. Der Bär schien statisch.

Calisto verwirrt. Gedankenlos.

Ohne Regung, wie vereist.

Dann sah Calisto, dass der Bär bäuchlings liegend vor ihr im Schneesturm ruhte.

Glücksgefühle im Schädel. Körpereigene Opioide und Endorphine durchströmten die Adern. Hypothalamus und Hypophyse in Aktion. Aufputschende Aufregung, Aktivierung aller Muskeln und Sehnen.

Dieser Körper war noch warm.

Calisto auf Knien im Schnee.

Sie blickte sich um. Kein Dorf sichtbar, nur eine graue 360Grad-Wand. Sie sah sich selbst wie sie ihr Messer aus der Lederscheide zog das sie für Notfälle mitgenommen hatte. Ihr Stich in den Leib des Bären. Rotes Blut floss auf den weißen Schnee – ein schönes Bild, fand sie.

Poetische Natur.

Ein ästhetisches Gesamtbild.

Konzeptuell.

Sie fühlte durch die Handschuhe wie diese das Blut aufzusaugen schienen und später spürte sie sogar die Wärme des Bluts. Der Bär schien in der Tat erst kürzlich gestorben zu sein. Ohne zu zögern riss sie die Bauchdecke wie in Raserei auf, zog die Faszien auseinander, das weißgelbe Unterfett, mehr Blut. Dann zog sie die Gedärme aus dem toten Tier, zog so fest daran, dass sie nach hinten stürzte als das Gedärm sich aus dem Leib löste.

Dann versuchte sie die Brustkorbknochen zu

brechen, aber es gelang ihr nicht. Kraftlos schaute sie auf den Bären vor sich, ausgeweidet aber noch warm. Er dampfte förmlich. Sie zwängte sich in den Bauchraum, ihren Kopf schob sie an den Rippen vorbei ins Innere.

Wahrnehmung #1: Gestank. Totes Tier.

Wahrnehmung # 2: Der Geschmack von Blut auf ihren Lippen. Eisengeschmack.

Wahrnehmung # 3: Die Wärme des toten Tiers.

Wahrnehmung # 4: Der Schneesturm wie ein fremdes Wesen der Außenwelt, sie nur noch geringfügig tangierend. Darüber hinaus: Das Gefühl geschützt zu sein vor dem Sturm und der Kälte.

So überlebte die zierliche Calisto im Inneren des Bären bis der tobende Schneesturm vorbei war.

Letztes Bild: Die blutüberströmte Gestalt, wie ein roter wandelnder Punkt am Horizont, wie sie sich den roten Holzhäuschen näherte. Ausdrucksvoll. Ästhetisch. Die Geräusche ihrer Stiefel auf dem Eis und im Schnee. Die roten Abdrücke.

Die Kamera bewegt sich nach hinten, zurück zum Meer in einer Großaufnahme und endet in einem High-Angle-Shot. Mute.

Die Kamera in einer kombinierten Schrägsicht/Untersicht vom Rücksitz aus, fokussiert unseren Protagonisten Achilles.

Achilles schnippt seine gerauchte Zigarette aus dem Wagenfenster. Man sieht den Wagen von oben.

Kamera im Top-Shot-Modus.

Unschärfe an den Rändern des Bildes.

Dann bewegt sich die Kamera ruhig über den Dodge hinweg. Das Bild ist großflächig in High-Definition in hellbraune Schattierungen gebettet.

Wüste, Geröll, Steine.

Dann sagt er: „Was für ein Blödsinn!“

Hoch über ihnen fliegt ein Adler. Keiner hat ihn gesehen. Er ist wie unsichtbar.

Ein Stealth-Adler.

"Burning Thunder"

Lazer Lloyd

Album: Lazer Lloyd, 2015

Kapitel 2

Elf Stunden früher.

Da brennt er. Lichterloh. Der große unbewegte, leblose Mann. Die in der Nacht ein wenig erkaltete Wüste ist von matter Finsternis und nur der Mann brennt, die Beine, fest, heroisch im Wüstensand vergraben, sicher stehend wie ein Heros der auf eine Armee wartet um sie niederzumetzeln. Die Arme? Was