ADAC Reiseführer Oslo und Südnorwegen - Christian Nowak - E-Book

ADAC Reiseführer Oslo und Südnorwegen E-Book

Christian Nowak

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7,99 €

Beschreibung

Die ADAC Reiseführer plus bieten mit ihrer einzigartigen Kartografie, einem umfangreichen Magazinteil und der praktischen Spiralbindung alles, was es für eine gelungene Reise braucht.
Die Maxi-Faltkarte: Diese hochwertige Straßenkarte im Großformat enthält auch Kurzbeschreibungen aller Sehenswürdigkeiten sowie die ADAC Traumstraße, die die schönsten Seiten des Reiseziels in einer perfekten Tour zusammenfasst.
Unterhaltsam werden die Themen des Landes im 46-seitigen Magazinteil geschildert, z.B. wie ticken Land und Leute, was wird hier gern gegessen, wie ist die Geschichte der Region?

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 212

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Impressum

aktualisierte Neuausgabe

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2020

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2020

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

ADAC Reiseführer Markenlizenz der ADAC Medien und Reise GmbH, München

Leserservice:

[email protected]

Tel. 00800/72 37 33 33 (gebührenfrei in D, A, CH)

Mo–Do 9–17 Uhr, Fr 9–16 Uhr

Autor: Christian Nowak

Leitender Redakteur: Benjamin Happel

Verlagsredaktion: Nadia Terbrack (verantw.), Gernot Schnedlitz, Silke Tauscher

Lektorat: Beate Martin, München

Bildredaktion: Dr. Nafsika Mylona

Reihengestaltung: Independent Medien Design, Horst Moser, München; Eva Stadler, München

Kartografie: Huber Kartographie GmbH, www.kartographie.de; Kunth Verlag GmbH & Co. KG, München

eBook-Herstellung: Mendy Willerich, Martina Koralewska

ISBN 978-3-95689-849-5

1. Auflage 2020

GuU 89-849 05_2020_02

Bildnachweis

Camillas Hus> – HUBER IMAGES: Massimo Borchi >, >; Lucie Debelkova >; Günter Gräfenhain >; Christian Bäck >; Lucie Debelkova >; Udo Bernhart > – INTERFOTO: Bernd Ritschel >; LP > – laif: Alberto Bernasconi > – Lorry: Bauergroup > – mauritius images: Bruce yuanyue Bi/Alamy >; Danita Delimont >; Gabriele Dessì/Alamy >; George Brice/Alamy >; Walter Bibikow >; Udo Bernhart >, >; Hilda Weges/Alamy > – Oscarsborg Castle Hotel & Resort> – seasons.agency: Jalag/Stephan Göttlicher > – Shutterstock.com: Nanisimova >; GagliardiPhotography >; Tumar >; Marius Dobilas >, >; Giedrius Akelis >; fotografcic >; Voyagerix >; my nordic >; saiko3p >, >, >, >; Kiev.Victor >, >; Anna Jedynak >; Alex Cimbal >; Dmitry Naumov >, >, >; Nanisimova >, >; paparazzza >; Emma_Griffiths >; Barnabas Davoti >; Editos foto >; Baloncici >; Dmitry Chulov >; Tatiana Popova >; freeskyline >; Nightman1965 >; Andrew Mayovskyy >; Thijmen Piek >; aquatarkus >; Jan-Dirk Hansen >; Sergey Kamshylin >; Bosstiaan >; Michael Schroeder >; Rudmer Zwerver >; Jonas Tufvesson >; HildaWeges Photography >; Zimneva Natalia >; Paul D Smith >; Olesya Kuznetsova >; Giedrius Akelis > – stock.adobe.com: samott >; Rico Ködder >; Sven >

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Bei Interesse an maßgeschneiderten B2B-Produkten: Roswitha Riedel, [email protected]

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ADAC Top Tipps
 
ADAC Empfehlungen

Das müssen Sie gesehen haben! Die zehn Top Tipps bringen Sie zu den absoluten Highlights.

 

Unterwegs gut beraten: Diese 25 ausgesuchten Empfehlungen machen Ihren Urlaub perfekt.

 

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Preise für ein Hauptgericht:

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ADAC Top Tipps

Diese zehn Highlights müssen Sie gesehen haben!

Übersichtskarte Südnorwegen | Übersichtskarte Oslo und Umgebung

Nasjonalmuseet, Oslo

| Museum |

Das Nationalmuseum ist Norwegens größte Kunstsammlung. Es gibt einen umfassenden Überblick über norwegische Malerei, Architektur und Design. Der neue Museumsbau am Hafen bietet den spektakulären Rahmen. >

Den Norske Opera og Ballett, Oslo

| Opernhaus |

Eines der Wahrzeichen der Stadt aus weißem Marmor liegt direkt am Fjord und ist im wahrsten Sinne des Wortes ein begehbares Kunstwerk. Vom Dach genießt man einen schönen Blick über die Stadt und den Fjord. >

Vikingskipshuset, Oslo

| Museum |

Im Wikingerschiffmuseum kann man drei 1000 Jahre alte Schiffe besichtigen, von denen eines so gut erhalten ist, dass es scheinbar noch auf große Fahrt gehen könnte. Dazu gibt es weitere archäologische Funde aus der Wikingerzeit >

Vigelandsparken, Oslo

| Skulpturenpark |

Der Park ist das Lebenswerk des Bildhauers Gustav Vigeland. Den »Monolith«, das »Rad des Lebens« und den »Trotzkopf« ergänzen weitere 200 Skulpturen des Kunst-Workaholics. >

Vulkan, Oslo

| Szeneviertel |

Aus dem seit den 1950er-Jahren brachliegenden Industrieviertel am Fluss ist ein innovatives Quartier mit umweltfreundlicher Architektur geworden. Könnte so die Stadt der Zukunft aussehen? >

Preikestolen

| Naturschauspiel |

Der Blick auf den türkisfarbenen Lysefjord ist unvergesslich. Den Preikestolen erreicht man allerdings nur nach einer zweistündigen Wanderung. >

Bryggen, Bergen

| Architektur |

Von Bryggen aus haben die Kaufleute der Hanse den Handel mit Stockfisch organisiert. Die rund 60 Gebäude am Bergenser Hafen, von der UNESCO als Weltkulturerbe geführt, geben einen guten Einblick in vergangene Zeiten. >

Borgund Stavkyrkje

| Stabkirche |

Um 1150 erbaut, gilt das Gotteshaus in Borgund als besterhaltene Stabkirche und wegen ihrer tief heruntergezogenen Dächer, züngelnder Drachenköpfe und des säulenverzierten »Svalgang« als absolutes Meisterwerk. >

Telemark-Kanal

| Schifffahrt |

Der Kanal, eine bereits 1892 fertig gestellte historische Wasserstraße, führt von der Schärenküste am Skagerrak bis zur Hardangervidda durch die Wälder der Telemark. Am schönsten erlebt man den Kanal an Bord eines der Veteranenschiffe, die ihn täglich durchfahren. >

Jotunheimen

| Nationalpark |

Hier ragen die höchsten Berge Norwegens auf und laden Bergsteiger zu Gipfeltouren ein. Aber auch Wanderer und Autofahrer kommen in den Genuss baumloser Fjelllandschaften und eiskalter Gebirgsseen. >

ADAC Empfehlungen

Unterwegs gut beraten: Hier lohnt sich ein Besuch.

Übersichtskarte Südnorwegen | Übersichtskarte Oslo und Umgebung

Oslos Zentrum: zwischen Schloss und Akershus
Rådhus, Oslo

| Architektur | >

Aker Brygge, Oslo

| Flaniermeile | >

Astrup Fearnley Museum, Oslo

| Museum | >

Munch Museet, Oslo

| Museum | >

Grand Hotel, Oslo

| Hotel | >

Oslos Westen und westlicher Fjord
Norsk Folkemuseum, Oslo

| Freilichtmuseum | >

Vigeland Museet, Oslo

| Museum | >

Holmenkollen, Oslo

| Aussichtspunkt | >

Scandic Holmenkollen Park Hotel, Oslo

| Hotel | >

Oslos Osten und östlicher Fjord
Ekebergparken, Oslo

| Skulpturenpark | >

Drøbak

| Stadtbild | >

Wallmans, Oslo

| Dinnertheater | >

Blå, Oslo

| Club | >

Die Südküste: Norwegens Badeparadies
Risør

| Stadtbild | >

Lyngør

| Insel | >

Kap Lindesnes

| Aussichtspunkt | >

Skudeneshavn

| Fischerort | >

Baroniet Rosendal

| Schloss | >

Vøringfoss

| Wasserfall | >

KODE, Bergen

| Museum | >

Norwegen in Miniatur

| Naturschauspiel | >

Täler und Fjells im Süden
Heddal Stavkyrkje, Notodden

| Stabkirche | >

Gaustatoppen

| Aussichtspunkt | >

Bergensbanen

| Verkehrsmittel | >

Maihaugen, Lillehammer

| Museum | >

Drei Tage in Oslo und Südnorwegen

Erster Tag

Beginnen Sie ihren Oslotag nach dem Frühstück am Schloss und spazieren Sie die Karl Johans gate entlang bis zum Bahnhof. An der Flaniermeile liegen Universität, Nationaltheater, Storting, Grand Hotel (>), Domkirche und die Basarhallen. Danach geht es über die Fußgängerbrücke Akrobaten ins moderne Oslo mit den schlanken Hochhäusern Barcode. Über die Halbinsel Sørenga mit ihren modernen Wohnhäusern gelangt man zu zwei Architektur-Highlights, der Oper und dem neuen Munch-Museum. Durch den nach dem Stadtbrand von 1624 angelegten Stadtteil Kvadraturen6 kommt man, vorbei an der Festung Akershus, zum Rathaus1, dem klobigen Wahrzeichen der Stadt. Vom Rathausplatz sieht man schon eine weitere Flaniermeile, Aker Brygge2, und auch das neue Nationalmuseum. Eine kleine Fähre bringt Sie in wenigen Minuten nach Bygdøy9, hier haben Sie die Qual der Wahl, welches Museum Sie sich anschauen, aber lassen Sie sich noch genügend Zeit für einen Abstecher zum Vigelandpark10.

Zweiter Tag

Heute geht es immer an der Küste entlang in Richtung Süden. Unterwegs warten viele Küstenstädte mit den typischen, strahlend weißen Holzhäusern. Zu den schönsten gehören Åsgårdstrand24, in das sich schon Edvard Munch verliebt hat, Kragerø27, Risør28 und Grimstad30, wo Henrik Ibsen sein erstes Stück geschrieben hat. Die Besichtigung von Kristiansand31 können Sie relativ kurzhalten, denn viel schöner ist das kleine Mandal32 mit seinen Holzhäusern und einem der schönsten Strände Südnorwegens.

Dritter Tag

Von Mandal ist es nur ein kurzer Abstecher zum Kap Lindesnes32, dem südlichsten Punkt Norwegens inmitten einer sehenswerten Schärenlandschaft. Durch das ursprüngliche Setesdal43 und auch auf dem Weg zur Stabkirche von Heddal40 bekommt man zumindest einen kleinen Eindruck von Norwegens Gebirgswelt. Auf dem Weg zurück nach Oslo müssen Sie mindestens noch einen Stopp in der alten Bergbaustadt 40 einplanen, um mit einem kleinen Zug in die aufgelassene Silbermine einzufahren.

Impressionen aus Oslo und Südnorwegen

Oslo und Südnorwegen: Abwechslung garantiert

Von der grünen Hauptstadt am Fjord zu sonnenverwöhnten Südküstenstädten, ins Fjordland, aufs kahle Fjell und durch weite Täler

© Shutterstock.com: Nanisimova

Traumblick über Fjord und Landschaft von der Felskanzel des Preikestolen

»Die Landschaft ist so schön, daß es innerlich schmerzt.«

Liv Ullmann (*1938, norwegische Schauspielerin und Regisseurin)

Uchlu, wie die Einheimischen ihre Stadt nennen, hat einen erstaunlichen Wandel vollzogen. Noch vor 100 Jahren war die Stadt arm und relativ unbedeutend. Und selbst wer vor 25 Jahren das letzte Mal in Oslo war, würde es heute nicht mehr wieder erkennen. Die Erdöl- und Erdgasfunde in der Nordsee haben soviel Geld in die Kassen gespült, dass Norwegen heute eines der reichsten Länder der Welt ist und eine beeindruckende Anzahl an Infrastrukturprojekten verwirklichen konnte.

Davon hat auch Oslo profitiert, viel Autoverkehr wird mittlerweile in Tunneln durch das Zentrum geschleust, und spätestens seit dem Beginn des Megaprojektes Fjordbyen im Jahr 2000 verändert sich die Gegend um den Oslofjord zum sehenswerten Schaufenster der Stadt.

Es ist die größte städtebauliche Erneuerung, seit König Christian IV. im 17. Jh. das alte Kristiania nach einem Brand hinter der Festung Akershus neu errichten ließ. Vor dem Beginn von Fjordbyen bestand das Fjordufer aus tristen Hafenanlagen, Eisenbahngleisen und einem Gewirr von Autobahnen – eine wenig attraktive Visitenkarte der Stadt.

© Shutterstock.com: GagliardiPhotography; Tumar

Oslo in den Farben des Sommers (links) – Begehbare Architektur: Die Oper in Oslo lädt zum Spaziergang ein (rechts)

Auf dem Oslofjord in die Stadt

Die schönste Art, sich Oslo zu nähern, ist mit dem Schiff. So hat man genügend Zeit zu schauen, wie sich der Fjord bei Drøbak zu einem schmalen Durchlass verengt, sich wieder weitet und sich die Stadt langsam ins Blickfeld schiebt.

Oslos Lage ist unvergleichlich. Die Häuser ziehen sich die Hänge am Fjordende hinauf und verlieren sich irgendwann im Grün der Wälder der Oslomark. Eingebettet in diesen grünen Gürtel um die Hauptstadt liegen rund 300 Seen, von denen viele zum Baden einladen. Wer lieber im Meer schwimmen möchte, macht einen Abstecher zu einer der Inseln im Fjord.

Hoch über der Stadt ist die kühn geschwungene Holmenkollenschanze zu erkennen, am Fjordufer das klobige Rathaus aus Backsteinen, seit seiner Fertigstellung 1950 unverwechselbares Wahrzeichen der Stadt, wenn auch von vielen ungeliebt. Je näher man kommt, desto mehr Details der Skyline lassen sich erkennen. Auf einem Vorsprung thront das Relikt aus dem Mittelalter, die Festung Akershus, doch ansonsten sieht man fast nur kühne Neubauten und Kräne als Symbol, dass das moderne Oslo noch lange nicht fertig ist.

Die schneeweiße Oper, europäisches Bauwerk des Jahres 2008, ragt heraus, aber auch das ehemalige Werftgelände Aker Brygge und seine Fortsetzung Tjuvholmen mit dem zeltartigen Bau des Astrup Fearnley Museums, das Nationalmuseum, die Deichmann-Bibliothek, das Munch-Museum und die Hochhausreihe Barcode wurden von bekannten Architekten entworfen, um Oslo ein modernes, unverwechselbares Fenster zur Welt zu geben.

Glücklich sein und feiern

Es ist noch gar nicht so lange her, dass man das Gefühl hatte, in Norwegens Hauptstadt würden die Bürgersteige am Abend hochgeklappt. Vor allem an Wochenenden kann man mittlerweile erleben, wie ausdauernd die Nordländer beim Feiern sind, denn erst nach Mitternacht kommt so richtig Leben in die Szene. Die Hotspots liegen rund um die ehrwürdige Flaniermeile Karl Johans gate, auf Aker Brygge und im Stadtteil Günerløkka.

Aber auch wenn die Osloer gerade nicht feiern, genießen sie das Leben mit Gelassenheit, nicht umsonst belegt Norwegen immer einen der Spitzenplätze im Welt-Glücks-Report. Vielleicht auch, weil das Wetter gar nicht so schlecht ist wie sein Ruf, denn immerhin können sich die Hauptstädter im Durchschnitt über 1690 jährliche Sonnenstunden freuen.

© HUBER IMAGES: Massimo Borchi; Lucie Debelkova; Shutterstock.com: Marius Dobilas

Oslo brandneu: die Hochhausreihe Barcode (oben) – Parade zum Nationalfeiertag am 17. Mai (unten links) – Meeresfrüchte dominieren die norwegische Küche (unten rechts)

Perlen der Südküste

Entlang der Südküste grüßen kleine Orte wie Kragerø, Risør oder Grimstad mit strahlend weißen Holzhäusern. Manchmal wirken sie mondän, dann wieder verschlafen, stets sind sie voller sommerlicher Urlaubsstimmung. Im Gewirr der Schären, wo sich Land und Meer verzahnen, verstecken sich viele Traumplätze, die sich am besten mit dem Boot erkunden lassen. Wenn die Sonne von einem tiefblauen Himmel scheint, wartet hier ein fast mediterranes Badevergnügen.

© Shutterstock.com: Dmitry Naumov

Lustfahrt auf dem Telemark-Kanal, der historischen, 1892 fertig gestellten Wasserstraße

Die größten Fjorde und eine alte Hansestadt

Bis zu 200 km reichen die Fjorde Westnorwegens an einigen Stellen ins Land und verästeln sich, je weiter sie sich vom offenen Meer entfernen, in immer engere Arme. Eingerahmt werden sie oft von bis zu 1000 m hohen, fast senkrechten Felswänden. Wenn auf den Gipfeln noch der Winterschnee glitzert, blühen im Frühsommer rund um den Hardangerfjord schon die Obstbäume, und die Wiesen zeigen sich in saftigem Grün. Zwischen den beiden größten Fjorden liegt die alte Hansestadt Bergen mit schöner, alter Holzarchitektur und Lebensfreude, die sich die Bergenser auch durch den Titel »Regenhauptstadt« nicht vermiesen lassen.

Weite Täler und baumloses Fjell

Der »Bauch« Norwegens wird von einer Handvoll weiter Täler in Nord-Süd-Richtung durchzogen. Sie bilden mit die ältesten Kulturlandschaften des Landes mit uralten Bauernhöfen und ebensolchen Traditionen. Hier liegen auch die schönsten Fjelllandschaften und beliebtesten Nationalparks Norwegens wie Jotunheimen, Hardangervidda und Rondane. In Jotunheimen, der »Heimat der Riesen«, befinden sich die höchsten Berge Skandinaviens. Das gebirgige Herz Norwegens ist ein Dorado für Wanderer und Liebhaber urwüchsiger Natur. Natürlich kommen die meisten Besucher im Sommer, doch auch der Herbst hat seinen Reiz, wenn innerhalb weniger Tage die Vegetation in einem Farbenrausch explodiert. Der grüne Teppich des Sommers verwandelt sich für kurze Zeit in leuchtendes Rot und Gelb. Ist der Indian Summer eine Jahreszeit zum Schwärmen, empfinden den Winter viele als zu kalt und zu dunkel. Doch er überzieht die Berge mit feinem Pulverschnee, und die tief stehende Sonne verwandelt die kurzen Tage in eine endlose Abfolge von Sonnenauf- und -untergängen. Jetzt zieht es die Norweger mit Langlaufskiern ins Gebirge, um von Hütte zu Hütte zu wandern.

© Shutterstock.com: Giedrius Akelis

Unterwegs zu den Inseln im Oslofjord: viel Natur abseits des Großstadttrubels

Der Reiz des Nordens

© HUBER IMAGES: Lucie Debelkova

Unterwegs

Ein Segeltörn im Fjord, ein Spaziergang auf dem berühmtesten Dach Oslos oder auch ein Blick hinein ins spektakuläre Opernhaus sind ein schöner Auftakt für einen Besuch Oslos und Südnorwegens

ADAC Quickfinder

Das will ich erleben

So groß wie das Land, so vielfältig sind auch seine Höhepunkte – selbst wenn man sich auf eine Reise in den Süden beschränkt. Natürlich lockt die Natur nach Norwegen, die hier so grandios ist wie sonst kaum in Europa. Aber auch die Geschichte ist präsent: Einmalig sind die mittelalterlichen Stabkirchen, und auch so manches Freilichtmuseum bietet Erstaunliches. Vor allem in Oslo, aber auch in Bergen und Stavanger locken die urbanen und kulturellen Highlights: vielfältige Museen, kulinarische Köstlichkeiten, typisch norwegisches Design und einige aufsehenerregende Beispiele moderner Architektur.

© mauritius images: Bruce yuanyue Bi/Alamy

Die besten Museen

Allein in Oslo gibt es rund 50 Museen zu allen möglichen Themen, von der Wikingerzeit bis zu Edvard Munchs Werk. Aber auch die anderen großen Städte haben einiges zu bieten, wie die Westküstenmetropole Bergen, in der die Hansezeit vielfältige Spuren hinterlassen hat.

1 Nasjonalmuseet, Oslo >

Die wichtigsten Kunstwerke des Landes

7 Munch Museet, Oslo >

Ein Schaufenster für Norwegens bekanntesten Maler

9 Vikingskipshuset, Oslo >

Kunstvoll verzierte Wikingerschiffe und Grabbeigaben

37 KODE, Bergen >

Kunstschätze der ehemaligen Hansestadt

© Shutterstock.com: Jan-Dirk Hansen

Die schönsten Stabkirchen

Nur noch einige Dutzend von einst rund 1000 Stabkirchen sind als einzigartige Dokumente mittelalterlicher Baukunst erhalten geblieben. Mit ihren übereinander gestaffelten Dächern, geschnitzten Fabeltieren, kunstvollen Ranken und Menschendarstellungen, Runeninschriften und Wandmalereien geben sie Einblicke in die Zeit des noch jungen Christentums in Norwegen.

39 Urnes Stavkyrkje, Ornes >

Einzige Stabkirche mit Weltkulturerbestatus

39 Borgund Stavkyrkje >

Schönstes Zeugnis mittelalterlicher Kirchenbaukunst

40 Heddal Stavkyrkje, Notodden >

Die »Holzkathedrale« unter den Stabkirchen

© stock.adobe.com: samott

Fantastische Ausblicke

In Norwegen gibt es eine Fülle großartiger Aussichtspunkte. Einige sind mit dem Auto zu erreichen, einige mit der Seilbahn, andere muss man sich aber auch mit einer anstrengenden Wanderung erarbeiten.

11 Kragstøtten, Oslo >

Weit reicht der Blick auf den Fjord und Oslos Stadtteile

37 Ulriken >

Bergens einmalige Lage bewundern

41 Gaustatoppen >

Höchster Berg der Telemark mit grandiosem Weitblick

© seasons.agency: Jalag/Stephan Göttlicher

Typisch norwegisch shoppen

Was ist typisch norwegisch? Natürlich der Pullover aus dicker Wolle mit dem charakteristischen Muster. Immer eine gute Wahl sind die Husfliden-Läden, die Produkte einheimischer Kunsthandwerker verkaufen. Aber auch ein Blick auf moderne norwegische Designprodukte lohnt sich.

4 Den Norske Husfliden, Oslo >

Garantiert made in Norway

4 Illums Bolighus Vikaterrassen, Oslo >

Modernes norwegisches Design für zu Hause

4 Oslo Sweater Shop, Oslo >

Norwegerpullover: gerüstet für den nächsten Winter

37 Juhl’s Silvergallery, Bergen >

Silberschmuck, gefertigt nach samischer Tradition

© laif: Alberto Bernasconi

Kulinarik auf norwegische Art

Kaffee, Kuchen, Waffeln und Hausmannskost sind die Klassiker. Doch mittlerweile ist zumindest in den Städten die Küche der ganzen Welt angekommen. Auch Michelin-Sterne haben den Weg nach Oslo gefunden, Esben Holmboe Bang kann sich in seinem Restaurant Maaemo sogar über die höchste Auszeichnung von drei Sternen freuen.

4 Fenaknoken, Oslo >

Norwegische Delikatessen: getrocknet und gesalzen

10 Lofotstua, Oslo >

Saisonaler Fisch, traditionell zubereitet

32 Under, Lindesnes >

Norwegens einziges Unterwasserrestaurant

© Shutterstock.com: Voyagerix

Die eindrucksvollsten Naturschönheiten

Norwegens Natur ist atemberaubend. Wasserfälle, Fjorde, Hochebenen und Täler warten überall darauf, erkundet zu werden. Am besten zu Fuß, mit Rad oder Boot.

34 Preikestolen >

Schwindelerregender Ausblick auf den Lysefjord

36 Hardangerfjord >

Obstgarten Westnorwegens am Sonnenfjord

39 Sognefjord >

König der Fjorde: 200 km lang, mit vielen Nebenarmen

48 Jotunheimen >

Ausflug in die »Heimat der Riesen«

© HUBER IMAGES: Günter Gräfenhain

Spaß für die ganze Familie

Als Entschädigung für lange Autofahrten und Stadtbesichtigungen gibt es einen Besuch beim Weihnachtsmann mitten im Sommer, Abenteuer und Aktivitäten im Trollschloss in einem der meistbesuchen Familienparks oder Wölfe, Elche und Rentiere in ihrer natürlichen Umgebung.

10 Barnekunstmuseet, Oslo >

Ein Museum mit Kunstwerken von Kindern für Kinder

21 Tregaarden’s Julehus, Drøbak >

Hier wohnt der Weihnachtsmann

45 Langedrag, Tunhovd >

Alle Tiere des Nordens, artgerecht gehalten

49 Hunderfossen Familiepark >

Aktivitäten für die ganze Familie nahe Lillehammer

© HUBER IMAGES: Christian Bäck

Traditionelle Holzarchitektur

In der Vergangenheit hat Feuer ganze Stadtteile zerstört. Heute werden vom Feuer verschonte Holzhausviertel liebevoll saniert und zählen zu den beliebtesten Wohnlagen.

27 Kragerø >

Ins »St. Tropez Norwegens«

28 Risør >

Die Stadt der weißen Kaufmannshäuser

28 Lyngør >

Eine sonnige Schärenidylle vor der Küste

35 Skudeneshavn, Karmøy >

Relikte aus der Zeit des Heringsbooms

© Shutterstock.com: my nordic

Die besten Sporterlebnisse

Die meisten Norweger sind begeisterte Anhänger von »friluftsliv«, Aktivitäten in der Natur. Eigentlich nicht überraschend, denn die Möglichkeiten sind schlichtweg unbegrenzt. Dabei spielt die Jahreszeit überhaupt keine Rolle.

12 Oslo Vinterpark Tryvann >

Die besten Skipisten in der Nähe der Hauptstadt

38 Rallarvegen >

Mit dem Fahrrad auf die Hardangervidda

48 Besseggen >

Der magische Grat, über den man gegangen sein muss

© mauritius images: Danita Delimont

Die bewegte Geschichte Norwegens

Zeugnisse der langen Siedlungsgeschichte, die schon bald nach der letzten Eiszeit begann, findet man allerorts: von den rätselhaften Felsritzungen der Stein- und Bronzezeit über Schiffe und Höfe der Wikinger bis hin zu mittelalterlichen Kirchen. Die jüngere Vergangenheit dokumentieren die zahlreichen Freilichtmuseen.

9 Norsk Folkemuseum, Oslo >

Bäuerliches Norwegen inmitten der Hauptstadt

10 Bymuseet, Oslo >

Oslos Geschichte bis zum großen Stadtbrand

37 Bryggen, Bergen >

Wie zu Zeiten der Hanse: Holzhäuser und enge Gassen

49 Maihaugen, Lillehammer >

Die Sammelleidenschaft eines Zahnarztes

© HUBER IMAGES: Massimo Borchi

Moderne Architektur

Uralte grasgedeckte Bauernhöfe, mittelalterliche Stabkirchen und bunte Holzhäuser prägen Norwegens Städte und Dörfer. Norwegen ist aber auch das Land aufregender moderner Architektur und präsentiert sich vor allem in Oslo als Experimentierfeld kühner städtebaulicher Ideen.

3 Astrup Fearnley Museum, Oslo >

Ein Museum wie ein Zeltdach von Renzo Piano

7 Den Norske Opera og Ballett, Oslo >

Das Osloer Opernhaus: einem Eisberg nachempfunden

7 Barcode, Oslo >

Hochhäuser, die von fern wie ein Barcode anmuten

Oslos Zentrum: zwischen Schloss und Akershus

In Oslos Stadtmitte säumen Restaurants und Cafés die Flaniermeilen, hier liegen zahlreiche Museen und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

Oslos Zentrum ist seit vielen Jahren im Wandel begriffen. Das Megaprojekt Fjordbyen hat die Ufer des Oslofjords bereits grundlegend verändert, eine Entwicklung, die noch einige Jahre andauern wird. Trutzig ragt noch immer die Festung Akershus in den Fjord, und auch das rote klobige Rathaus ist nicht zu übersehen. Flankiert werden diese aber mittlerweile von komplett neuen Stadtteilen. Westlich sind die Flaniermeile Aker Brygge und Tjuvholmen mit dem Astrup Fearnley Museum entstanden, östlich sind es die Stadtteile Bjørvika und Sørenga mit dem neuen Munch Museum, der Deichmanschen Bibliothek und der Oper aus weißem Marmor. Landeinwärts hat sich hingegen wenig gewandelt, die Karl Johans gate, die vom Schloss bis zum Bahnhof führt, ist immer noch, wie schon zu Zeiten Edvard Munchs und Henrik Ibsens, ein Anziehungspunkt für Einheimische und Besucher.

In diesem Kapitel:
1 Rund um das Rathaus >
2 Aker Brygge >
3 Tjuvholmen >
4 Rund um die Karl Johans gate >
5 Nördlich der Karl Johans gate >
6 Kvadraturen >
7 Bjørvika und Sørenga >
8 Inseln im Oslofjord >
Am Abend/Übernachten >/>
ADAC Top Tipps:
Nasjonalmuseet, Oslo

| Museum |

Das Nationalmuseum ist Norwegens größte Kunstsammlung. Es gibt einen umfassenden Überblick über norwegische Malerei, Architektur und Design. Der neue Museumsbau am Hafen bietet den spektakulären Rahmen. >

Den Norske Opera og Ballett, Oslo

| Opernhaus |

Eines der Wahrzeichen der Stadt aus weißem Marmor liegt direkt am Fjord und ist im wahrsten Sinne des Wortes ein begehbares Kunstwerk. Vom Dach genießt man einen schönen Blick über die Stadt und den Fjord. >

© Shutterstock.com: Kiev.Victor

ADAC Empfehlungen:
Rådhus, Oslo

| Architektur |

Seit der Eröffnung 1950 ist der klobige Backsteinbau am Fjord nicht unumstritten und trotzdem das markanteste Wahrzeichen der Stadt. >

Aker Brygge, Oslo

| Flaniermeile |

Aus dem ehemaligen Werftgelände ist eine beliebte Flaniermeile mit sehenswerter Architektur geworden, gleichermaßen beliebt bei Einheimischen und Touristen. >

Astrup Fearnley Museum, Oslo

| Museum |

Der Bau des italienischen Architekten Renzo Piano, überspannt von einem markanten, segelförmigen Glasdach, gibt den Rahmen für eine der bedeutendsten Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst in Nordeuropa. >

Munch Museet, Oslo

| Museum |

Dem Wegbereiter des Expressionismus, Edvard Munch, ist in Oslo ein ganzes Museum gewidmet, das von dem spanischen Architekturbüro Studio Herreros entworfen wurde und 13 Etagen umfasst. >

Grand Hotel, Oslo

| Hotel |