POLYGLOTT on tour Reiseführer Norwegen - Christian Nowak - E-Book

POLYGLOTT on tour Reiseführer Norwegen E-Book

Christian Nowak

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8,99 €

Beschreibung

POLYGLOTT on tour Norwegen

Besucher Norwegens werden unweigerlich in dessen Bann gezogen: spektakuläre Landschaften, historische und zugleich sehr moderne Städte, folkloristisches Erbe und natürlich die unvergleichlichen Nordlichter lassen eine einzigartige Atmosphäre entstehen. Eine Reise hierher verspricht großartige Erlebnisse und wunderschöne Erinnerungen.

Mit dem POLYGLOTT on tour lässt sich der Herzschlag Norwegens hautnah erspüren. Der Autor Christian Nowak führt in 18 ausgeklügelten Touren durch die Vielseitigkeit des skandinavischen Landes und stellt Typisches, Besonderes und Eigenheiten vor. Schnuppern Sie nordisches Lebensgefühl und lernen Sie das Land kennen! Besichtigen Sie den größten Gezeitenstrom der Welt, machen Sie eine Walsafari unter dem Polarkreis und spazieren Sie durch das wunderschöne und abwechslungsreiche Stadtbild Oslos. Bei Ausflügen zu den Fjorden oder einer Schlittentour durch die Schneelandschaft fühlt man sich wie die Einheimischen. Dank individueller Tipps zu spannenden Entdeckungen können Sie persönlich ins Leben des weitläufigen Landes eintauchen und sind mittendrin.

Auf einen Blick:

  • TYPISCH-Kapitel mit „Eine Reise wert“, „50 Dinge“ und „Was steckt dahinter“
  • Faltkarte für die perfekte Orientierung vor Ort
  • E-Book mit Verlinkungen zu Standorten der Adressen
  • POLYGLOTT im Web unter www.polyglott.de oder bei Facebook

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 237

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Impressum

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

Redaktionsleitung: Grit Müller

Verlagsredaktion: Anne Kathrin Scheiter

Autoren: Christian Nowak, Jens-Uwe Kumpch und Reinhard Ilg

Redaktion: Karen Dengler, Werkstatt München

Bildredaktion: Nina Saller

Layoutkonzept/Titeldesign: fpm factor product münchen

Kartografie: Theiss Heidolph und Kunth Verlag GmbH & Co. KG

eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska

ISBN 978-3-8464-0628-1

1. Auflage 2019

GuU 0628 03_2019_02

Bildnachweis

Coverabbildung: AWL Images/Mackie, Tom

Fotos: Alamy/Jansson, Bo: >; Alamy/Folio Images: >; Alamy/Kuttig-Travel: >; Fotolia/andreslebedev: >; Fotolia/Andrushk, Galyna: >; Fotolia/Incredible Arctic: >; Fotolia/tsuguliev: >; Fotolia/Tupungato: >; Getty Images/DanitaDelimont.com/Norrsell, Fredrik: >; Getty Images/Greuel, Jörg: >; Getty Images/Hjort, Hakan: >; Getty Images/Lonely Planet Images/Leue, Holger: >; Getty Images/WIN-Initiative: >; GlowImages/Deposit Photos: >; GlowImages/Grüner, Günter: >; Huber Images/Bernhart: >; Huber Images/Gräfenhain: >, >, >, >; Huber Images/Huber, Hans-Peter: >; Huber Images/Kaos02: >; Huber Images/Merten, Hans-Peter: >; Huber Images/Mezzanotte, Susy: >; Huber Images/Mirau, Rainer: >; Huber Images/Stefano, Cellai: >; Huber Images/Taylor, Richard: >; Husfrua Gårdshotell: >; laif/Aurora/Azel, Jose: >; laif/Galli: >, >; laif/Harscher, Reiner: >; laif/hemis: >; laif/hemis/Gardel, Bertrand: >; laif/Linkel, Thomas: >; laif/Modrow, Jörg: >; mauritius images/age: >; mauritius images/Alamy/Ramsay, Alex: >; mauritius images/Westend61: >; Nowak, Christian: >, >, >; Shutterstock/Armyagov, Andrey: >; Shutterstock/Bildagentur Zoonar GmbH: >; Shutterstock/Fotos593: >; Shutterstock/Gozitano: >; Shutterstock/Harding, Ben: >; Shutterstock/Hauge, Jostein: >; Shutterstock/Harvepino: >; Shutterstock/hpbdesign: >; Shutterstock/Kolbjornsrud, Kjetil: >; Shutterstock/Leonte, Alis: >; Shutterstock/Mark, Oleksiy: >; Shutterstock/mihaiulia: >; Shutterstock/Miko, Jan: >; Shutterstock/Molina Grande, David: >; Shutterstock/Nanisimova: >, >, >; Shutterstock/Nicram, Sabod: >, >; Shutterstock/Pasic, Amra: >; Shutterstock/Pecold: >; Shutterstock/Plotnikov, Igor: >; Shutterstock/ressormat: >; Shutterstock/Ritz O.C.: >; Shutterstock/S-F: >; Shutterstock/Tupungato: >; Shutterstock/Varentsov, Mikhail: >; Shutterstock/Varga, David: >; Shutterstock/Vlada Z: >; Shutterstock/Yuriy, Brykaylo: >; stock.adobe.com/Feel good studio: >; stock.adobe.com/Matthias: >; stock.adobe.com/nanisimova: >; stock.adobe.com/Nightman1965: >; stock.adobe.com/Reiner, Rudi : >; stock.adobe.com/Tupungato: >; stock.adobe.com/Yvann K: >.

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Bei Interesse an maßgeschneiderten B2B-Editionen: [email protected]

Die Polyglott-Homepage finden Sie im Internet unterwww.polyglott.de

www.facebook.com

SYMBOLE ALLGEMEIN

L

Erstklassig: Besondere Tipps der Autoren

C

Seitenblick: Spannende Anekdoten zum Reiseziel

1

Top-Highlights und

0

Highlights der Destination

TOUR-SYMBOLE

1

Die POLYGLOTT-Touren

6

Stationen einer Tour

1

Hinweis auf 50 Dinge

PREIS-SYMBOLE

Hotel DZ

Restaurant

bis 1000 NOK

bis 200 NOK

€€

1000-2000 NOK

200-300 NOK

€€€

über 2000 NOK

über 300 NOKR

Zeichenerklärung der Karten

Autobahn Schnellstraßebeschriebene Region (Seite=Kapitelanfang)Hauptstraße sonstige Straßen FußgängerzoneSehenswürdigkeitenEisenbahn StaatsgrenzeTourenvorschlagLandesgrenze Nationalparkgrenze

TOP-12-HIGHLIGHTS

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

1 MUSEUMSINSEL BYGDØY IN OSLO >

Einige der interessantesten Museen des Landes sind hier versammelt.

2 LYSEFJORD >

Dem unvergleichlichen Licht, lys, verdankt der Fjord seinen Namen.

3 BRYGGEN IN BERGEN >

Zwischen den bunten Holzhäusern spürt man noch den Geist der Hanse.

4 NÆRØYFJORD >

Der Seitenarm des großen Sognefjords ist ein überwältigendes Naturwunder.

5 JOSTEDALSBREEN >

Das Gletschermassiv beeindruckt mit atemberaubenden Formationen.

6ÅLESUND >

Die Stadt ist eine Perle des Jugendstils.

7 STABKIRCHE UVDAL >

Die Stabkirche Uvdal ist im Innern besonders reich bemalt.

8 FREILICHTMUSEUM MAIHAUGEN >

Maihaugen lädt zu einer faszinierenden Reise durch die Vergangenheit ein.

9 RØROS >

Die fast komplett erhaltene Bergwerksstadt (18. Jh.) ist UNESCO-Weltkulturerbe.

! NIDAROSDOM IN TRONDHEIM >

Das Nationalheiligtum Norwegens ist ein beeindruckender gotischer Bau.

@ NUSFJORD (LOFOTEN) >

Nusfjord zählt zu den schönsten alten Fischerdörfern der Lofoten.

# FELSRITZUNGEN VON HJEMMELUFT >

Die bis zu 6000 Jahre alten Felsritzungen wirken erstaunlich frisch und modern.

ALLE TOUREN AUF EINEN BLICK

mehr entdecken, schöner reisen

Perfekte Planung > Parallel > aufschlagen

TOUREN

REGION

DAUER

TOUR1

Von Oslo zur schwedischen Grenze

Oslo und Umgebung

2 Tage

TOUR2

Durch die Schleusen des Telemark-Kanals

Der Süden

2 Tage

TOUR3

Durch das Setesdalen zur Südwestküste

Der Süden

3–5 Tage

TOUR4

Die Perlen der norwegischen Riviera

Der Süden

3 Tage

TOUR5

Von Bergen zum Sørfjord

Das Fjordland

3 Tage

TOUR6

Zum Nærøy- und Sognefjord

Das Fjordland

3 Tage

TOUR7

Zum Jostedalsbreen und Geirangerfjord

Das Fjordland

5 Tage

TOUR8

Um den Hardangerjøkulen

Täler und Fjells

5 Tage

TOUR9

Zu den Höhepunkten des Jotunheimen

Täler und Fjells

5 Tage

TOUR0

Wandern im Rondane-Gebirge

Täler und Fjells

4 Tage

TOUR!

Zur Olympiastadt Lillehammer

Täler und Fjells

2 Tage

[email protected]

Auf dem Riksvei 17

Unter dem Polarkreis

mind. 4 Tage

TOUR#

Lofoten-Panoramafahrt

Unter dem Polarkreis

4 Tage

TOUR$

Im Land der Samen

Der Norden

3 Tage

TOUR%

Von Hammerfest zum Nordkap

Der Norden

2 Tage

TOUR^

Zu den Highlights des Südens

Extra-Tour

2 Wochen

TOUR&

Fjorde und Fjells

Extra-Tour

2 Wochen

TOUR*

Von Oslo zum Nordkap und zurück

Extra-Tour

4 Wochen

© Shutterstock/Miko, Jan

Das Fischerdorf Reine auf der Lofoten-Insel Moskenesøy

TYPISCH

NORWEGEN IST EINE REISE WERT!

Was für ein Land! Unendlich lang und vielfältig wie kein anderes in Europa erstreckt sich Norwegen von den fast mediterran anmutenden Schären im Süden bis zum arktisch-kargen Nordkap, das weit jenseits des Polarkreises liegt.

© Nowak, Christian

CHRISTIAN NOWAK

zieht es immer wieder von Berlin in den Norden. Besonders gerne und häufig ist er in Norwegen unterwegs, denn das Land fasziniert ihn zu jeder Jahreszeit. Er hat es unzählige Male bereist und entdeckt doch immer wieder Neues. Christian Nowak ist Mitglied des Berliner Büros »Die Reisejournalisten«.

»Ja, vi elsker dette landet!« – Ja, wir lieben dieses Land! So beginnt die norwegische Nationalhymne, verfasst vom späteren Nobelpreisträger Bjørnstjerne Bjørnson. Auch wenn die folgenden, ziemlich pathetischen Zeilen heute vielleicht nicht mehr jedermanns Geschmack sind, gibt es wohl kaum einen Norweger, der nicht der ersten Zeile aus ganzem Herzen zustimmen würde. Vielen Norwegenfans, und auch mir, geht es ähnlich.

© Huber Images/Gräfenhain

Strand in der Bucht Kvalvika bei Fredvang auf der Lofoten-Insel Moskenesøy

Schon bei der ersten Reise, die mittlerweile Ewigkeiten zurückliegt, habe ich mich mit dem Norwegenvirus angesteckt. Seitdem hat es mich immer wieder nach Norden gezogen, schon ein Jahr der Abstinenz lässt die Sehnsucht nach den baumlosen Fjells, wilden Fjorden, ungebändigten Flüssen, klaren Seen und endlosen Wäldern übermächtig werden. Die Regentage mit bleiern grauem Himmel, die auch im Sommer nicht ausbleiben, vergesse ich dagegen immer schnell. Im Gedächtnis bleiben hingegen die hellen Nächte mit dem sanften Licht der Mitternachtssonne und eine grandiose Natur fast ohne Zivilisationsnarben.

© Shutterstock/Nicram, Sabod

Nyksund, ein Fischerdorf an der Nordwestspitze der Vesterålen-Insel Langøya

Tief beeindruckt haben mich die erste Begegnung mit den urtümlichen Moschusochsen auf dem Dovrefjell, die Gletscherzungen des Jostedalsbreen, die Aussicht von der Felskanzel des Prekestolen auf den Lysefjord, der weite Blick vom höchsten Gipfel des Rondane-Gebirges oder das Auftauchen der Lofoten-Wand aus dem Meeresdunst über dem Vestfjord. Diese Aufzählung könnte ich endlos fortsetzen.

Auch wenn die Fahrt bis über den Polarkreis kein Ende nehmen will, zieht es mich doch immer wieder auf die Lofoten. Denn dort wartet eine Landschaft wie aus dem Märchen: bizarre Berge, dunkel drohend oder mit sattem Grün überzogen. Strände von karibischer Schönheit mit weißem Sand und türkisfarbenem Meer, nur die Palmen fehlen zum vollkommenen Glück. Und das Wasser könnte doch gerne ein paar Grad wärmer sein. Dafür gibt es Dörfer wie Postkartenmotive, gesprenkelt mit roten Ruderhäusern, den rorbuer, die auf hölzernen Pfählen im Wasser stehen, und Häfen, in denen die Fischerboote schaukeln. Grindwale wagen sich fast bis ans Ufer, Seeadler kreisen am Himmel und Schafe grasen auf grünen Wiesen.

Wenn dann noch die Mitternachtssonne scheint, ist das Glück vollkommen und ich möchte ewig bleiben. Jede Annäherung der Sonne an den Horizont hat ihren ganz eigenen Reiz. Oft verschwindet sie kurz über dem Horizont hinter einem dünnen Dunstschleier und das Licht wird fahl. Ein anderes Mal strahlt sie zwar kräftig, aber ihr Licht wird von der Atmosphäre regelrecht verschluckt. Doch manchmal verzaubert sie kurz vor Mitternacht die Landschaft mit ihrem dunklen Rot, so als ob alles von innen glühen würde. Das sind die seltenen Augenblicke der vollkommenen Harmonie, die ich am liebsten an einem Strand im hohen Norden genieße.

© Shutterstock/Yuriy, Brykaylo

Die Felsklippe Trolltunga bei Tyssedal im Fjordland

Egal, zu welchem Schauspiel sich die Sonne entschließt, immer legt sich um Mitternacht die Ruhe der Nacht wie ein Schleier über die Landschaft, auch wenn es noch taghell ist. Diese hellen Nächte bereiten vielen Schlafprobleme, mich dagegen machen sie süchtig. Schon die erste dunkle Nacht auf dem Rückweg nach Süden erfüllt mich deshalb mit Sehnsucht nach den 24-Stunden-Tagen.

Die norwegische Landschaft fasziniert, doch auch die Städte lohnen einen näheren Blick, vor allem die Hauptstadt Oslo. Das war nicht immer so. Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Besuche zu einer Zeit, als beispielsweise Aker Brygge noch eine Industriebrache war. Die Lage am Fjord war damals einmalig, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Skilaufen, wandern und baden in den Wäldern der Oslomark und im Fjord: ein absolutes Highlight! Ansonsten merkte man der Stadt aber an, dass sie am Rande Europas liegt. Die Restaurantszene damals: eher mager. Kneipen, Kultur und Szene: ziemlich langweilig. Was hat sich seitdem nicht alles getan, mit viel Geld sind neue Stadtteile entstanden, und wer heute gut essen und ausgelassen feiern möchte, hat reichlich Auswahl – wenn nur nicht alles so teuer wäre!

Norwegen ist ein Land mit vielen Gesichtern, die mich immer wieder aufs Neue überraschen und faszinieren. Vor allem sind es die unzähligen Möglichkeiten, die Natur zu erleben. Dabei hat jede Jahreszeit ihren ganz speziellen Reiz: Im Winter beindruckt die Einsamkeit der tief verschneiten Gebirge, im Frühjahr das kraftvolle Aufblühen der Vegetation, im Sommer die Mitternachtssonne und im Herbst das kurze Aufflammen des Indian Summer. Dies sind für mich die besten Argumente, immer wieder gen Norwegen aufzubrechen!

WAS STECKT DAHINTER?

Die kleinen Geheimnisse sind oftmals die spannendsten. Hier werden die Geschichten hinter den Kulissen erzählt.

WARUM LIEBEN DIE NORWEGER SCHWEDENWITZE?

Nachbarn erzählen gern Witze übereinander, die Holländer und die Österreicher etwa über die Deutschen und natürlich umgekehrt. Ebenso ist es mit Norwegern und Schweden. Doch die Norweger nehmen das Witzeerzählen etwas ernster als die Schweden. Ein Grund dürfte in der gemeinsamen Geschichte liegen, denn der große Nachbar führte sich jahrhundertelang wie eine Weltmacht auf, während man in Norwegen Mühe hatte, satt zu werden, und in einer unfreiwilligen Union der Juniorpartner war. Diese Rivalität zeigt sich heute besonders beim Skilanglauf, dessen Erfindung die Norweger bekanntlich für sich reklamieren. Besser als Schweden muss man im Medaillenspiegel sein, dann ist alles gut. Meist gelingt Norwegen das sogar, was mit einem süffisanten Lächeln und ein wenig Schadenfreude genüsslich zur Kenntnis genommen wird.

WARUM IST BENZIN IN NORWEGEN SO TEUER?

Norwegen ist ein teures Land, nicht nur für Besucher, auch Einheimische stöhnen über die hohe Steuerlast. Ein Grund sind die extrem hohen Lohnkosten und die niedrigen Jahresarbeitszeiten. Doch Norwegen ist auch eines der größten Erdölförderländer, könnte dies denn nicht zu moderateren Benzinpreisen führen? Nein, denn der Staat legt den größten Teil der Erdöleinnahmen in einem Fonds für zukünftige Generationen an, wenn das Erdöl mal nicht mehr sprudeln wird.

Den Begriff Staatsverschuldung kennt man in Norwegen nicht, das Land zählt nicht nur in der Gegenwart zu den reichsten, und durch diese vorausschauende Politik muss den Norwegern auch vor der Zukunft nicht bange sein.

WIE ENTSTAND DAS LOCH IM BERG TORGHATTEN?

Der hutförmige Berg vor der Küste bei Brønnøysund weist gut 110 m über dem Meeresspiegel ein weithin sichtbares Loch von 35 m Höhe und bis zu 20 m Breite auf, das einen ca. 160 m langen Durchlass bildet. Der Volksglaube hält das Loch für das Werk von Riesentrollen, die Wissenschaft hat eine recht nüchterne Erklärung: Während der letzten Eiszeit wurde das Land durch das ungeheure Gewicht des Eispanzers so tief eingedrückt, dass sich der Teil des Berges mit dem heutigen Loch in Höhe des Meeresspiegels befand. So konnten Wind und Wellen ein Loch auswaschen. Nach dem Abschmelzen des Eises hob sich das von der Last befreite Land wieder – bis heute um mehr als 110 m.

50 DINGE, DIE SIE …

Hier wird entdeckt, probiert, gestaunt, Urlaubserinnerungen werden gesammelt und Fettnäpfe clever umgangen. Diese Tipps machen Lust auf mehr und lassen Sie die ganz typischen Seiten erleben. Viel Spaß dabei!

… ERLEBEN SOLLTEN

1Mit Huskys durch die Winterlandschaft Erfahrene Musher vermitteln das notwendige Know-how, bevor man mit der kläffenden Husky-Meute im eigenen Gespann auf Tour durch die winterliche Wildnis geht. Hundeschlittentouren werden zum Beispiel von Sven Engholm in Karasjok angeboten (www.engholm.no, 5 Tage ab 12.000 NOK).

2Wilder Ritt auf der Sjoa Der Fluss Sjoa im Heidal bietet ein ideales Revier zum Raften. Die Fahrt mit den großen Schlauchbooten durch die Stromschnellen ist ein großartiges Erlebnis (www.sjoarafting.com, Kurztrip ab 825 NOK).

3Spuren im Schnee Unauslöschliche Eindrücke erfährt, wer sich zu einer Skitour durch das norwegische Fjell aufmacht. Wer noch nicht so viel Erfahrung mit den breiten Brettern hat, ist gut bei den Angeboten des Bergvereins DNT aufgehoben (Infos und Preise unter www.dnt.no).

4Mit den Norwegern den Nationalfeiertag feiern Am 17. Mai gibt sich das Königshaus besonders volksnah, denn dann steht die royale Familie auf dem Balkon des Osloer Schlosses > und winkt den Fähnchen schwenkenden Schulkindern zu. Kommen Sie unbedingt rechtzeitig, denn an diesem Tag ist die ganze Stadt in Feierlaune. Feiern Sie ausgelassen mit!

5Die Serpentinen des Trollstigen erfahren Zwischen Åndalsnes und dem Geirangerfjord warten auf Autofahrer die elf Serpentinen des Trollstigen >. Schon aus dem Autofenster bieten sich atemberaubende Ausblicke auf wilde Berge, und auf der Passhöhe hat man dann den Rundumblick.

6Ostern bei den Samen In gelebte samische Kultur können Sie eintauchen, wenn Sie die Osterwoche in Karasjok > und Kautokeino > verbringen und beim mehrtägigen Osterfestival mitfeiern (www.samieasterfestival.com).

7Fotosafari zu den Moschusochsen Über das karge Dovrefjell > streifen einige Dutzend wilde Moschusochsen in kleinen Gruppen. Mit ein wenig Glück sieht man sie auf einer geführten Tagestour, oder man nähert sich den launischen Schwergewichten auf einer Fotosafari mit einer Übernachtung im Zelt (www.moskussafari.no, 475–12495 NOK).

8Schwimmende Sauna Man nehme eine Handvoll Idealisten, Treibholz und handwerkliches Geschick und fertig ist eine herrliche Bretterbude, in der bis zu zwölf Freunde nach Herzenslust saunieren können: Das schwimmende Saunavergnügen mitten im Oslofjord vor der Osloer Oper wird Ihnen unvergesslich bleiben, der Sprung ins kalte Wasser ebenso (www.sbha.no, 2 Std. ab 800 NOK)

© Shutterstock/Nicram, Sabod

Von Mitte Mai bis Mitte September gibt es geführte Gletscherwanderungen am Nigardsbreen

9Gletschererkundung Vom Jostedalsbreen fließen rund zwei Dutzend Gletscherzungen zu Tal. Eine der meistbesuchten ist der gut zu erreichende Nigardsbreen >. Unter kundiger Führung kann man bei unterschiedlich langen und schwierigen Eiswanderungen am Seil, mit Pickel und Steigeisen erste faszinierende Gletschererfahrungen machen (www.bfl.no/de/nigardsbreen-de, ab 8 Jahre, ab 600 NOK).

0500.000 Vogelkehlen Entlang der Küste und auf den vorgelagerten Inseln gibt es mehrere Vogelfelsen. Einer der größten befindet sich auf der Insel Runde >. Hier brüten zwischen Mai und September einige Hunderttausend Seevögel und veranstalten ein Riesenspektakel: Das Geschrei und Gezeter ist ein einzigartiges (Hör-)Erlebnis.

… PROBIEREN SOLLTEN

!Brunost Der süße braune Käse ist z.B. als Gudbrandsdalsost oder Geitost im Handel, gehört zu jedem Frühstücksbuffet und wird auf eine Scheibe flatbrød gehobelt und mit etwas Marmelade gekrönt. In jedem Supermarkt gibt es rund ein Dutzend Sorten, die sich hinsichtlich Fettgehalt und Anteil an Ziegenmilch unterscheiden.

@Koldtbord Bei einem skandinavischen Buffet darf geschlemmt werden: Aufgetischt wird alles, was die Speisekammer hergibt – Fisch kalt und warm in allen Variationen, Salate, Fleisch und diverse Nachspeisen. Berühmt sind die Buffets auf den Hurtigrutenschiffen >.

#Rømmegrøt Ein Brei aus fetter saurer Sahne (rømme), der mit Mehl oder auch Grieß gebunden wird. Wer möchte, kann ihn noch mit Zucker, Zimt, Marmelade oder Butter verfeinern. Das Nationalgericht wird in fast jeder Berghütte serviert, z.B. im Halne Fjellstova >.

$Fischsuppe Viele norwegische Restaurants rühmen sich, die beste Fischsuppe weit und breit zu zaubern, denn überall sind die Zutaten in bester Qualität vorhanden. Probieren Sie die »allerbeste« im Stangholmen > – der einmalige Ausblick steigert den Genuss zusätzlich.

%Mineralwasser Norwegen besitzt nur eine einzige Mineralwasserquelle, und zwar die Kong Håkonskilde bei Larvik. Ihr Wasser kommt als Farris in den Handel. Urteilen Sie selbst, ob es »königlich« schmeckt.

^Stockfisch Die Lofoten sind seit dem Mittelalter berühmt für ihren tørrfisk. Heute bekommt man im Supermarkt kleine Tüten mit Trockenfischstücken, die wie Chips geknabbert werden. In der Adventszeit wird aus dem tørrfisk durch Einlegen in Lauge und Wässern der lutefisk. Eine der besten Adressen dafür ist das Lofoten Fiskerestaurant > in Oslo.

&Elch & Rentier Elchfleisch besitzt einen eher würzigen, Rentierfleisch einen feinen Wildgeschmack. Zu beiden werden als Beilage oft Preiselbeeren serviert. Bekannt für seine hervorragenden Wildgerichte ist das Restaurant Gamle Raadhus > in Oslo.

© Shutterstock/ressormat

Moltebeeren wachsen ausschließlich wild

*Moltebeeren Die brombeerartigen gelben Früchte wachsen vor allem in Nordnorwegen. Mit Zucker und Sahne wird aus den frischen Beeren das Dessert multekrem. Fragen Sie ab Mitte Juli z.B. in Emmas Drømmekjøkken > danach.

(Smørebrød Aus dem einfachen Butterbrot – die ursprüngliche Bedeutung von smørebrød – ist mittlerweile eine Spezialität geworden. Gehen Sie an einem Werktag in der Mittagszeit ins Engebret Café Online-Karte in Oslo und lassen Sie sich am Buffet überzeugen (Bankplassen 1, www.engebret-cafe.no).

)Spekemat In jedem norwegischen Supermarkt gibt es eine Trockenfleischauswahl – Schinken und Würstchen z.B. eignen sich bestens als Wanderproviant. Im Kafe Seterstua von Frognerseteren > wird spekemat zu rømmegrøt serviert.

qErdbeeren Die roten Früchte gedeihen in einigen sonnigen und warmen Gegenden Norwegens erstaunlich gut und schmecken zuckersüß. Insbesondere südlich des Trollstigen > im Valldal lohnt es sich, an einem der Straßenstände eine Schale zu kaufen.

… BESTAUNEN SOLLTEN

wMitternachtssonne oder Nordlicht Auf den abwechslungsreichen Vesterålen > elektrisiert die Mitternachtssonne und kann einen um den Schlaf bringen. Im Winter, wenn das spektakuläre Nordlicht über den Nachthimmel wabert, liegt eine geradezu mystische Stimmung über den verschneiten Inseln.

© Shutterstock/Nanisimova

Das Astrup Fearnley Museum für Moderne Kunst in Oslo

eThis building is a roof So beschreibt Renzo Piano seinen spektakulären Neubau des Astrup Fearnley Museums >, der zusammen mit der Osloer Oper die neue Silhouette der norwegischen Hauptstadt prägt. Das Museum auf der Halbinsel Tjuvholmen besteht aus drei Pavillons unter einem markanten Glasdach.

rHolmenkollen Die Skisprungschanze > aus 100 t Stahl zählt zu den modernsten Sprungschanzen der Welt und ist ja schon mehr als beeindruckend, doch der Blick vom Schanzenturm des Osloer Wahrzeichens auf die Stadt und den Oslofjord ist einfach traumhaft.

tGemäldekonzert Ein Gemäldezyklus aus elf großflächigen Bildern von Edvard Munch lässt sich im Rahmen eines Konzerts in der Aula der Osloer Universität > besichtigen. Hingehen, hören, sehen und staunen! (Konzerttermine unter www.uio.no/english/about/culture/aula).

yLofoten-Panorama Fahren Sie auf der E 10 bis nach Å >. Nach einem kurzen Spaziergang erreichen Sie die Landspitze und genießen von einer Anhöhe das beeindruckende Panorama. Die Strudel des Moskenstraumen wirken gefährlich, und aus dem Dunst am Horizont erhebt sich die Insel Mosken.

uStadtblick Steigen Sie von der Gamle Bybru zur Festung Kristiansten > hinauf und lassen Sie sich von dem Blick auf Trondheim und den Nidarosdom verzaubern. Am schönsten ist es hier am frühen Morgen oder bei Sonnenuntergang.

iBerg mit Loch Entlang der norwegischen Küste gibt es unzählige Bergformationen, die die Fantasie anregen – so auch der durchlöcherte Torghatten >. Eine kurze Wanderung führt zu dem Loch gut 110 m ü. d. M., durch das Sie gleichzeitig einen traumhaften Blick auf die Schärenlandschaft haben.

© Shutterstock/Gozitano

Magerøya, die »karge Insel« des Nordkaps, liegt zwar in der subarktischen Klimazone, doch dank des Golfstroms ist hier das Meer auch im Winter eisfrei

oWinterblick Wenn Sie den von Schluchten durchzogenen dunklen Schieferfelsen des Nordkaps > und die karge Insel Magerøya ohne Trubel erleben wollen, sollten Sie im Winter kommen: Das Nordkap-Erlebnis ist dann noch eindrücklicher.

pGamle Stavanger Die Altstadt von Stavanger > zählt zu den schönsten des Landes und bezaubert mit engen Gassen, Holzhäusern und kleinen Gärten. Bestaunenswert ist aber auch der Kontrast zu den modernen Gebäuden der Ölmetropole.

… MIT NACH HAUSE NEHMEN SOLLTEN

QMessermagie Traditionell gefertigte Samenmesser kaufen Sie am besten in Karasjok, denn hier arbeitet der unübertroffene knivsmed – der Messerschmied. Mit seinem KS8-Messer führen Sie auch zu Hause eine scharfe Klinge (Markangeaidnu 10, http://samekniv.no, Mo–Fr 8 bis 18 Uhr, ab 1230 NOK).

© Shutterstock/Harding, Ben

Das Norweger-Strickpullovermuster »Marius« in den norwegischen Nationalfarben

WNorweger Warm und beinahe unverwüstlich sind die klassischen Norwegerpullis aus reiner Wolle. Eine große Auswahl bietet der Norway Shop Online-Karte in Oslo (Fridtjof Nansens plass 9, https://norwayshop.com, Mo bis Sa 9–21, So 11–19 Uhr, ab 1400 NOK).

ETrolle Mit den tapsigen, knollennasigen Gestalten packen Sie ein Stück nordische Mythologie für zu Hause ein. Es gibt sie als kitschige Massenware oder als Holzschnitzarbeit, z.B. bei Holm Online-Karte in Oslo (Hieronymus Heyerdahls gate 1, www.thv-holm.no, Mo–Fr 10–18, Sa bis 16 Uhr).

RTalisman Im Fossheim Steinsenter in Lom > wird Norwegens geologische Schatztruhe für Sie geöffnet. Schöne Steine, zum Beispiel in der Form von Fjells, gibt es bereits für wenig Geld.

TTraditionelles In jeder größeren Stadt gibt es einen Husfliden-Laden mit vor allem Wollwaren, Trachten und Schmuck – alles so, wie es heute in Norwegen getragen wird. Wenn der Koffer aber schon voll ist: einfach Wollknäuel kaufen, beispielsweise im Osloer Husfliden Online-Karte, und zu Hause zu Norwegenerinnerungen verstricken (Rosenkrantz gate 8, www.heimenhusfliden.no, Mo–Fr 10–19, Sa bis 18 Uhr).

© Shutterstock/Ritz O.C.

In Norwegen wird traditionell Silberschmuck gefertigt

YSilberschmuck Das Land der Samen ist für hervorragenden Silberschmuck bekannt. Im traditionsreichen Kautokeino lohnt ein Besuch von Juhls Silver Gallery >, wo es zum Beispiel wunderschöne Ringe gibt (ab ca. 1000 NOK).

ULinie Aquavit Das alkoholische Nationalgetränk Norwegens > muss, bevor es in den Handel kommen darf, auf einem Schiff einmal über den Äquator und zurück. Diese lange Reise soll ihm den unvergleichlichen Geschmack bringen. Sparfüchse kaufen ihn nicht im Vinmonopol, sondern auf der Fähre.

IKulinarische Genüsse Sie haben Gefallen an Geitost, rømmegrøt und spekemat gefunden? Dann sollten Sie in Oslo unbedingt noch einen Stopp im herrlichen Feinkostladen Fenaknoken Online-Karte einplanen (Tordenskiolds gate 12, http://fenaknoken.no, Mo bis Fr 10–18, Sa bis 16 Uhr).

OModernes Kunsthandwerk Wie das Kunsthandwerk in anderen skandinavischen Ländern ist auch das norwegische farbenfroh und innovativ und überzeugt mit klarer Linienführung – seien es Gebrauchsgegenstände oder Dekoartikel. Eine breite Auswahl bietet die Galleri Format Online-Karte in Oslo, die Werke von ca. 300 Künstlern zeigt. Die Keramikschalen von Elisa Helland-Hansen etwa zieren auch den heimischen Esstisch (Rådhusgaten 24, http://format.no, Di–Fr 12–17, Sa, So bis 16 Uhr).

… BLEIBEN LASSEN SOLLTEN

PTakk vergessenTakk! – Danke! – ist das erste norwegische Wort, das Sie lernen und danach möglichst oft anwenden sollten. Denn in Norwegen bedankt man sich viel häufiger als bei uns.

aZu schnell fahren Norweger sind sehr disziplinierte Autofahrer und halten sich genauestens an die Höchstgeschwindigkeit. Ein paar Stundenkilometer zu schnell – bei uns eine Bagatelle – kosten in Norwegen mehrere Hundert Euro.

sFalsch parken Auch Falschparken wird in Norwegen mit empfindlichen Bußgeldern belegt.

dZu viel Alkohol einführen Im Land der Mitternachtssonne ist Alkohol teuer. Fahren Sie trotzdem nicht mit einem Kofferraum voll Hochprozentigem über die Grenze: Norwegen ist kein EU-Land, und die Mengen, die zollfrei eingeführt werden dürfen, sind gering >.

fMit Feuer sorglos umgehen Von Mitte April bis Mitte September ist wegen der erhöhten Waldbrandgefahr offenes Feuer verboten.

© Shutterstock/Hauge, Jostein

Angeln gehört in Norwegen zum Lebensstil

gAngeln ohne Lizenz Nur im Salzwasser dürfen Sie – außer Lachs und Meerforelle – kostenlos angeln. Ansonsten benötigen Sie eine staatliche Lizenz und eine Angelkarte für das jeweilige Gewässer.

hAbseits der Wege Motorisiert dürfen Sie abseits von Straßen und Wegen gar nicht unterwegs sein, aber auch als Radler und Wanderer sollten Sie sich unbedingt an bereits existierende Wege halten. Die Natur im Norden ist extrem empfindlich, und eine zerstörte Vegetationsdecke braucht Jahre zur Regeneration.

jDas Jedermannsrecht überstrapazieren Auch in Norwegen ist die Freiheit nicht grenzenlos – selbst wenn das Jedermannsrecht > dies vermuten lässt. Insbesondere Urlauber mit Wohnmobilen fallen häufiger durch rücksichtsloses Verhalten sehr unangenehm auf. Korrigieren Sie diesen Eindruck!

kUngeduldTing tar tid, gut Ding will Weile haben, ist fast so etwas wie ein norwegisches Lebensmotto. Folgen Sie ihm und drängeln Sie sich nirgends vor.

lRatschläge missachten Hören Sie auf die Ratschläge von Ortskundigen. Werden Sie vor einer Wanderung z.B. vor einem Wetterumschlag gewarnt, dann lassen Sie sie aus Sicherheitsgründen lieber ausfallen.

ARauchen In Norwegen herrscht in allen öffentlichen Gebäuden, Verkehrsmitteln, Restaurants und Kneipen striktes Rauchverbot.

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Die Oper in Oslo ist einem treibenden Eisberg nachempfunden

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Norwegen ist einzigartig: Gebirge, Gletscher, Hochebenen, Wälder, Meer, Seen, Flüsse und Fjorde, etwas Ackerland – und ein Himmel, der der Landschaft je nach Tageszeit und Wetter sozusagen die Krone aufsetzt.

Der Rest Europas müsste die Norweger um ihre Hauptstadt beneiden. Wenn es um architektonische Meisterleistungen oder um Prunk und Pracht der letzten Jahrhunderte geht, kann Oslo zwar nicht mit den Großen mithalten, doch bei der Lage punktet die Stadt gewaltig: Hufeisenförmig schmiegt sie sich um den Oslofjord, die Häuser erklimmen terrassenförmig die grünen Hügel. Ob zu den Inseln im Fjord oder zu den Seen und Wäldern der Oslomark, weit ist es nie zu einem der Naherholungsgebiete. In der Stadt überrascht die Vielfalt der Museen, und auch die Flaniermeilen, die Hafencity und die Restaurantszene haben sich in den letzten Jahren rasant entwickelt.

Der Süden Norwegens ist ein Badeparadies; stolz sprechen die Einheimischen von der »Norwegischen Riviera«. Die Küstenstädtchen begrüßen Besucher mit strahlend weißen, gepflegten Holzhäusern unter einem meist blauen Himmel. Etwas mehr urbanes Flair strahlt die größte Stadt der Südküste, Kristiansand, aus. Die ganze Küste ist von der Sonne verwöhnt und bietet Strände für jeden Geschmack. Mal sind es sandige Abschnitte, dann wieder glatt polierte Schärenbuckel. Im Landesinnern liegt die Traditionsprovinz Telemark mit Wäldern, Seen und vielen alten Gehöften in traditioneller Holzbauweise. Und auch das tief eingeschnittene Setesdalen, das den Süden Norwegens in zwei Hälften teilt, ist noch ganz den bäuerlichen Traditionen verhaftet.

Für viele Reisende bildet das Fjordland