Ägyptomanie II - Arnold Lamm - E-Book

Ägyptomanie II E-Book

Arnold Lamm

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Beschreibung

In Gedenken an Hans und alle anderen Akteure, die mich im beruflichen und privaten Leben begleiteten und an Esmatt, unserem Fahrer in Ägypten, der in der Libyschen Wüste mein Leben rettete. 6. Band: Bildband einer Biografie mit 224 Seiten, und 570 farbigen Bildern und Zeichnungen. Zum ausführlich beschriebenen Thema - Ägyptische Pyramiden - werden zusätzlich einige besondere erlebte Geschehnisse beschrieben (eigene erlebte Terroranschläge), die bei Reisen in Ägypten, Sudan, Israel und Jordanien erlebt worden sind. Kurz wird das Erlebte in der Nachkriegszeit beschrieben, bis die Ägyptomanie entfacht wurde. Ferner wird beschrieben, wie Maschinenbauer sensationelle Entdeckungen machten. Pyramide durch eigene Luftaufnahmen entdeckt, Rampe zum Gisa-Plateau entdeckt, Pharaonen-Mumie in einem nicht ägyptischen Museum in Kanada entdeckt, Ursache für die eingestürzte Vorkammer in der Sahure-Pyramide entdeckt u.v.m. Ein 4 m hohes Modell (M 1:50) zeigt einen Schnitt durch die Cheops-Pyramide mit Gang- und Grabkammern sowie die Verschiedenartigkeit der verwendeten Baumaterialien. Ferner wird die Bestattungszeremonie dargestellt und das Verriegeln der Zugänge zu den Grabkammern durch die Priester und das Abseilen zur unteren Felsenkammer nach der Verriegelung. Außerdem werden 3 Modelle der Cheops-Pyramide (M 1:500) mit Palast, Taltempeln, Mastabas, Königinnen-Pyramiden und den Tura-Steinbrüchen auf der anderen Nilseite. Und zwar in 10-jaehriger sowie nach 20- und 30-jaehriger Bauzeit. Der Transport und die Bautätigkeit werden mittels 60.000, ca. 7 mm großen Modellfiguren dargestellt. Ferner werden die selbst erlebten Terroranschläge, z.B. Anschlag im Hatschepsut-Tempel, beschrieben und u.v.m.

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Seitenzahl: 377

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Bild Cover Vorderseite

Diese monumentale Pavian Statue steht in der Nähe des Kuppel-Friedhofs von Kom el Ahmar in Mittelägypten. Bild: www.hobby-aegyptologen.de

Bilder Cover Rückseite

Oben: Die Erlaubnis, nachts im Kairoer Museum (Gebühr 8.000,- DM) fotografieren zu dürfen, ergab sensationelle Aufnahmen. Es bestand die Auflage, ohne Blitz, Lampen und nur mit der Notbeleuchtung des Museums zu fotografieren. Dieser Zufall zeigt die Tutanchamun Maske in einem mystischen Licht. Bild: www.hobby-aegyptologen.de

Unten: Honest John Rakete, beim Abschuss. Bild: WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA (U.S. Army, 10.7.2007) gemeinfrei, auch USA

Bildnachweis:

Die Bilder, die von WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA® übernommen wurden, sind gemeinfrei, auch in den USA Staaten. Am Ende eines jedes Bildes wird der Fotograf/Autor und das Datum seiner Freigabe (Klammer) angezeigt. Ein Teil der Bilduntertitel ist übernommen worden.

Es wurden Bilder und Zeichnungen von den NEU-ULM/AACHENER Hobby-Ägyptologen übernommen.

Bilder vom Kruzifix Enghausen: Die Bilder wurden vom Erzbischöflichen Ordinariat München, Hauptabteilung Kunst (Fotos, Achim Bunz) zur Verfügung gestellt.

Bilder der antiken Stadt Petra: Die Bilder wurden freundlicherweise vom Fotografen Jürgen Reichmann zur Verfügung gestellt.

http://www.juergen-reichmann.de

Karte Malariagebiet: Dr. Gontard -

http://www.TROPENINSTITUT.DE

pixelio.de

- Harald Lapp / Gila Hanssen

In Gedenken an Esmatt (†), unserem jahrelangen Fahrer, der in der Libyschen Wüste mein Leben rettete. Hier steht er an der Statue von Ramses II. in Kairo, die am Bahnhof stand. Heute steht sie am neuen Museum, in der Nähe der Gisa Pyramiden.

In Gedenken an Hans (†), der mich im beruflichen und privatem Leben begleitete.

VORWORT

Diese Biografie entstand, in Gedenken an Hans, der mich im beruflichen und privaten Leben begleitete und an Esmatt, unserem langjährigen Fahrer in Ägypten, der in der Libyschen Wüste mein Leben rettete. Ferner an die Personen, die an einen Großteil der unglaublichen Begebenheiten in meinen Leben mitgewirkt haben.

Ebenso ist das Buch als Brief an die Jugendlichen im Verein gerichtet. Oftmals werden bei Diskussionen die Informationen aus dem Internet als Argumentation vorgebracht. Wurden diese widerlegt, kommt oft die Antwort: „Der Beweis steht im Internet“. Deshalb ist diese Biografie mit all meinen negativen und positiven Erlebnissen entstanden und soll als Motivation dienen, nachzuforschen. Erst einmal gestartet, wurde die Recherche meiner Lebensabschnitte immer weiter intensiviert. Nach der Nachkriegs- und Berufsphase packte mich das Ägyptomanie-Fieber. Das Weihnachtsgeschenk 1978 von meinen Kindern (Kunst- und Reiseführer „ÄGYPTEN“) von der berühmten Ägyptologin Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut (†), entfesselte in mir solch eine Begeisterung von der antiken ägyptischen Kultur, die bis heute anhält. Frau Prof. Dr. Emma Brunner-Traut (†) hat später über meine Pyramiden-Bücher (Band 1 & 2) eine Rezension geschrieben. Ein Satz aus dieser über meine Bücher und Bauzeichnungen sei kurz erwähnt:

„Außer ihrem Werk gibt es kein vergleichbares Handbuch, das unter den verschiedensten Gesichtspunkten einen Überblick über den ägyptischen Pyramidenbau bietet.“

In den 80er Jahren gründeten Gleichgesinnte einen Verein (Hobby-Ägyptologen e. V.). Wir fuhren über 30 Jahre lang, ein bis dreimal jährlich nach Ägypten, Sudan, Israel und Jordanien, zwecks Erforschung der Bauwerke, Steinbrüche und Kupferminen. Durch Vermessungen der Bauwerke, Steinbrüche und Nekropolen sowie der Erstellung der dazugehörigen Bauaufnahmen und Bauzeichnungen (über 300) wurden die baulichen Situationen erfasst und mittels Bücher archiviert. Ferner wurden weltweit fast alle ägyptischen Museen besichtigt. Ich wünsche mir, dass unsere Jugend ebenfalls solch eine Begeisterung für irgendwelche Dinge des täglichen Lebens entwickeln würde. Eine Lebenserfahrung kann ich allen jungen Menschen mitgeben: Das gehörte und geschriebene Wort, ob es in Büchern und insbesondere im Internet steht, sollte immer kritisch hinterfragt werden.

Es wurden zahlreiche Bildbände von mir erstellt, die imposante und gigantische Bauwerke aufzeigen. Das Besondere dieser Bücher ist, sie zeigen auch das Negative auf, das geschehen kann, wenn Länder wie Ägypten oder der Sudan besucht werden. Es ist zwar nicht verkaufsfördernd für die Bücher, wenn über eine Terrorphase bzw. über Bakterien und Viren gesprochen wird, die einem begegnen können, wenn man diese Länder bereist; insbesondere, wenn es sich um tödliche Gefahren handelt und Vereinsmitglieder daran gestorben sind. Mir ist es deshalb ein großes Anliegen, Reisende über Gefahren zu informieren.

1| NACHKRIEGS PHASE

1.1 GLÜCKSMOMENT 1 (FLUTWELLE)

Viele Kinder, insbesondere der Jahrgang 1944, dem ich angehöre, wurden in der Evakuierung geboren. Ein kleines Dorf bei Fritzlar (Hessen) im Edertal ist mein Geburtsort. Man nannte mich Arnold (Aachener Mundart, Nöll) nach dem Sänger und Musiker von Karl dem Großen. Er lebte im 8/9. Jahrhundert in Ginnizweiler, heute Düren-Arnoldsweiler bei Aachen. Er wird als Heiliger der katholischen Kirche verehrt und war Musiker (Harfenspieler und Sänger) am Aachener Hof von Karl dem Großen um 800 n. Chr. in Aachen. Meine Mutter mit ihren vier Kindern wurde nach Fritzlar (Hessen) in der Nähe der Edertalsperre evakuiert, die kurze Zeit nach der Evakuierung durch Bomben der Royal Air Force zerstört wurde. Die enorme Flutwelle ging durch das Tal der Eder bis nach Kassel (50 km entfernt). Die Opfer wurden auf 2000 bis 3000 geschätzt. Wenn der damalige Wohnort meiner Mutter nur 10 m tiefer gelegen hätte, könnte diese Biografie von mir nicht geschrieben werden, weil ich kurze Zeit später an diesem Ort geboren wurde. Beim Einmarsch der amerikanischen Soldaten in meinen Geburtsort war ich wenige Monate alt. Meine Mutter, meine 3 Schwestern und mein Bruder hatten große Angst vor den schwarzen Soldaten, bedingt durch die Nazi-Propaganda. Sie behaupteten, dass schwarze Soldaten kleine Babys essen. Die Angst meiner Mutter ist heute noch nachvollziehbar, als mich ein schwarzer Soldat aus meinem Kinderbett (Leiterwagen) hochhob, um nach Waffen zu suchen. Aber besonders die schwarzen Soldaten waren sehr kinderlieb, wie meine Schwestern berichteten. Sie waren freigebig mit Kaugummi und Corned Beef Dosen. Einige Monate nach diesem Vorfall machte sich meine Mutter mit 5 Kindern (ich im Leiterwagen) zu Fuß von Fritzlar (Hessen) in Richtung unserer Heimatstadt Aachen auf (ca. 300 km). Vorhandene Züge konnten nicht fahren, da das Streckennetz im Westen total zerstört war. Durch die Recherche zu diesem Buch war ich nach 72 Jahren zum ersten Mal in meiner Geburtsstadt (Dorf ). Erstaunt musste ich erkennen, dass Fritzlar nicht nur eine Dom- und Kaiserstadt ist, sondern auch eine der schönsten Kleinstädte, die ich je gesehen habe. Es ist mit einer sehr gut erhaltenen 2,7 km langen Stadtmauer umgeben, die den mittelalterlichen Stadtkern umfasst. Eine weitere Besonderheit zeigt sich in dem gut erhaltenen mittelalterlich geprägten Stadtbild mit den zahlreichen Fachwerkhäusern. Die Gründung geht auf den englischen Mönch Bonifatius, der spätere Apostel der Deutschen, zurück. An diesem Standort fällte er 723 eine Eiche, die dem Gott Donar geweiht war. Die erste Bezeichnung für Fritzlar war Friedeslar (Ort des Friedens). Bonifatius errichtete eine kleine Kirche, aus der bis zum 13. Jahrhundert ein stattlicher Dom errichtet wurde. Das Rathaus entstand 1109 und ist somit das älteste urkundliche erwähnte Amtshaus in Deutschland.

Fritzlar, Marktplatz

Fritzlar, Dom St. Peter

Altes Fenster im Dom St. Peter

Heutige Edertalsperre

1.2 GLÜCKSMOMENT 2 (9 m FALLHÖHE)

Unsere alte Wohnung (Im Mariental) lag mitten in Aachen, zwischen Polizeipräsidium und Aachener Dom. Dieses Stadtviertel war bis zu 80 % zerstört. In unserer Wohnung im 2. Stock war im Kinderzimmer der Erker zum Teil eingestürzt, und durch ein Deckenloch konnte man den Himmel sehen. Im Vergleich zu den anderen Wohnungen in unserem Viertel war diese Wohnung noch gut erhalten.Das Dach und der Erker wurden mit Nachbarschaftshilfe, einer braunen Presspappe (Kunststofffolie war noch unbekannt) und Holzbalken abgedichtet. Die Materialien waren in den Ruinen und Trümmern zahlreich vorhanden. Trotz Abdichtung war es im Winter 1945/46 (insbesondere bei Wind) im Kinderzimmer sehr kalt. Heizung kannten wir nicht, sodass mein Bruder und ich in einem Bett schliefen. Der Winter 1946 war einer der kältesten Winter, dass sogar der Rhein zugefroren war.

Als Dreijähriger spielte ich auf dem Balkon im 2. Obergeschoß und kletterte am Geländer hoch, um nach den anderen Kindern die unten spielten, zu schauen. Dabei stürzte ich 9 m kopfüber in den Hinterhof. Zum Glück in einem nassen Grasboden. Ich hatte außer einer 5 cm großen Platzwunde am Kopf sonst keinerlei Verletzungen. Das heute noch existierende Krankenhaus „Luisenhospital“ am Boxgraben liegt direkt in der Nähe. Hier wurde ich als „Wunder von Aachen“ durch den Frauensaal (30 - 35 Betten) getragen. Das Einzige, was in Erinnerung geblieben ist, war das Geschenk einer Apfelsine von einer Frau. Ich wusste nicht, was ich damit anfangen sollte. Die Krankenschwester schälte sie mir und zeigte, dass sie essbar ist. Zum Krankenhaus ist zu sagen, es gab in der damaligen Zeit keine Einzelzimmer, sondern nur 2 große Säle, einen für Männer und einen für Frauen. Das weibliche Pflegepersonal waren zu jener Zeit katholische Nonnen. Die Anrede war „Schwester“, weil sie sich untereinander auch „Schwester“ nannten. Es gibt heute kaum noch Nonnen in den Krankenhäusern, die Anrede für das weibliche Pflegepersonal mit „Schwester“ ist bis heute geblieben.

Die Ecke des Erkers, der damals eingestürzt war, im heutigen Zustand

9 m Absturzstelle im 2. OG in einem 2 m tiefer gelegenem Hinterhof

1.3 GLÜCKSMOMENT 3 (WAFFENFUNDE)

Unser Stadtviertel war ein Abenteuerspielplatz soweit das Auge reichte. Wir konnten zum Dom (1 km) oder zum Kaiserplatz (2 km) über Trümmer oder durch Ruinen gehen. Nur die Straßen waren von Trümmern befreit. Im Viertel gab es drei Feuerlöschteiche. Der größte Teich war an der Hauptpost am Kapuzinergraben. Ein herrlicher See für unsere Floßfahrten und Piratenspiele. Meine Mutter sagte immer: „Vorsicht vor den Libellen, deren Stich kann tödlich sein.“ Sie wollte uns nur Angst machen, weil in den Löschteichen bereits Kinder ertrunken waren. Erst als junger Mann habe ich erfahren, dass Libellen nicht stechen.

Als wir einen Armeeklappspaten in den Trümmern entdeckten, fing die Zeit der unterirdischen Entdeckungen an. Der Aufbau der Häuser damals war aus Ziegelsteinen und Holzbalkendecken. Nur die Kellerdecken und die Kellertreppen waren aus Beton. Durch diese Bauweise waren in den zerbombten Häusern die Kellerräume noch erhalten geblieben. Wir brauchten nur die Kellertreppe freilegen und konnten uns dann im Keller frei bewegen, dabei dachten wir noch Leichen zu finden. Diese wollten wir für die Bestattung bergen. Zur damaligen Zeit wussten wir nicht, dass die Häuser durch Mauerdurchbrüche verbunden waren und man beim Einsturz ins Nachbarhaus flüchten konnte. Bedingt durch die Buddelarbeiten haben wir auch Munition gefunden. Beim Fund einer Flak Granate brachten wir diese sofort ins Polizeipräsidium. Da es Samstag war, mussten wir schellen. Der Wachmann öffnete die Tür: „Onkel, wir haben etwas gefunden“. Stolz zeigten wir unseren Fund. Kreidebleich schrie er, wir sollten die Granate vorsichtig hinlegen und uns entfernen. Aus sicherer Entfernung sahen wir die komplette Wachmannschaft herauslaufen und die Kreuzung für Autos und Fußgänger absperrten. Der Aachener nennt diese Kreuzung „Drei Räuber-Eck“. An einer Ecke ist das Polizeipräsidium, an der gegenüberliegenden Ecke das alte Finanzamt und dem gegenüber die Villa des Bischofs. Nach kurzer Zeit kam der Opel-Blitz von der Entsorgungsstelle und nahm die Granate mit. Eigentlich darf man es nicht erzählen; bevor wir die Granate abgaben, haben wir sie in einer Ruine aus 6 m Höhe mehrmals heruntergeworfen. Als nichts passierte, trugen wir sie zur Polizei. Die bronzene Klingel am Eingang des Präsidiums ist noch vorhanden. Wenn ich heute dort vorbeifahre, kommen in mir alte Erinnerungen auf, wenn ich die Klingel sehe.

Nicht nur die Trümmer waren ein Spielparadies, sondern auch die Straßen. So gab es keine parkenden Autos und keine geteerten Straßen. Sie waren mit Katzenköpfen (Pflastersteine) bedeckt. Dadurch konnten wir

Aachen: Einer der schönsten Eingänge von Aachen. Das frühere Polizeipräsidium von 1910, das den Krieg überstanden hat.

Zeichnung vom Dolch der Wehrmacht.

Bild: WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA (1.2.2010) gemeinfrei, auch USA

Als die Clique erfuhr, dass in einem anderen Viertel Jugendliche einen Dolch der Wehrmacht gefunden haben, wurde jede freie Minute in den Trümmern nach einem Dolch gebuddelt. Dieser Dolch war der Traum von uns allen und sogar der Fußball (Bettlaken mit ausgestopften Stoffresten) blieb unbenutzt.

Pflastersteine entfernen, um dort zwei selbst gezimmerte Fußballtore einzusetzen. Im Mariental befand sich auch das Eingangstor der Polizei, aus dem die Polizeiwagen zum Einsatz fuhren. Wenn sich das Tor öffnete und das Martinshorn erklang, zogen wir die Fußballtore aus der Straßenpflasterung heraus. Nachdem der grüne VW-Käfer der Polizei vorbeigefahren war, wurden die Tore wieder eingesetzt.

Über eine Verhaftung durch die Polizei muss berichtet werden. Wie bereits vorher erwähnt wurde, liegt das Polizeipräsidium an der Kreuzung „Drei Räuber-Eck“. Vor dem Finanzamt war ein großer Vorplatz, der mit Platten bedeckt war, auf dem wir oft Fußball spielten. So geschah es, dass wir den Ball an einem Samstag durch die Fensterscheibe schossen, der in den Räumen des Finanzamtes verschwand. Ohne Überlegung bildeten wir eine Menschenleiter, worüber einer der Gruppe ins Finanzamt einstieg und den Ball herausholte. Es dauerte keine 5 Minuten, und wir waren von Polizisten umzingelt. Darauf folgte ein ausführliches Verhör. Die Scheibe mussten wir bezahlen, wobei der Vorfall als Bagatelldelikt gelöscht wurde.

In der Franzstraße, wo heute der Media Markt steht, hatte man damals ein Trümmergelände entfernt und darauf einen Parkplatz errichtet. Durch Stacheldraht abgezäunt, lag dahinter ein ebenes, aber noch mit Schutt übersätes Gelände. In wochenlanger Arbeit haben wir den Schutt entfernt, zwei Tore errichtet, und so hatten wir einen tollen Bolzplatz. Es dauerte nur wenige Wochen, da war der Stacheldrahtzaun entfernt, und auf unserem Bolzplatz standen geparkte Autos.

Außer dem Fußballspiel organisierten wir auch „Olympische Spiele“. Das Trümmergelände im Mariental neben dem Polizeipräsidium war entfernt worden. Auf diesem Gelände wurde später das erste Arbeitsamt errichtet. Dort fanden unsere „Olympischen Spiele“ statt. Nicht nur Sportarten der Leichtathletik wurden durchgeführt, sondern auch ein Reitturnier, natürlich ohne Pferde. Eine unserer Sportarten ist bei den olympischen Sportarten nicht zu finden. Wir führten ein Dart-Turnier durch. Meine Schwester, die in Wales (Großbritannien) verheiratet war, hatte mir eine Dartscheibe mit drei Pfeilen zugeschickt. Auf dem frei geräumten Platz stand eine riesige Kastanie. An dieser wurde die Dartscheibe befestigt. Stolz waren wir, als diese Aktion mit Bildern in der Aachener Volkszeitung stand. Der Chefredakteur der Aachener Volkszeitung, der angrenzend am Platz wohnte, hatte diese Aktion veröffentlicht.

Aachener Dom

Die Straßenschlachten zwischen Straßengangs waren damals zahlreicher als bei den nachfolgenden jugendlichen Generationen. Im Sommer wurden samstags oder auch sonntags nach der Messe unsere Schilder und Holzschwerter hervorgeholt und Gangs anderer Straßen angegriffen. In jeder Straße gab es eine Gang, wie man heute auf Neudeutsch sagt.

Carbid-Reaktor zur Erzeugung von Acetylen Gas Bild: WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA (Andy Dingley-8.3/011) gemeinfrei, auch USA

Nach dem Krieg wurde das Gas Acetylen zum Metallschweißen mit einem Reaktor von den Schlossern selbst hergestellt und danach in Gasflaschen abgefüllt. Acetylen (C2H2) ist das am heißesten brennende Schweißgas. Zu dessen Gewinnung wird in diesem Reaktor mit Calciumcarbid (CaC2) und Wasser (H2O) Acetylen und das Nebenprodukt Löschkalk (Ca(OH)2) erzeugt. Angrenzend am Hinterhof unserer Wohnung lag ein leeres Fabrikgebäude, in dem sich eine Schlosserwerkstatt befand. In einem Schuppen daneben lagerten zur Acetylen-Herstellung die schneeweißen Carbidsteine. Schnell hatten wir herausgefunden, dass man mit Wasser gefüllten Bierflaschen eine Bombe bauen konnte. Kleine Carbidsteine wurden in die Flasche eingeworfen, sobald der Schaum oben herausquoll, wurde der Bügelverschluss geschlossen. Es war eine Frage der Zeit, bis die Flasche explodierte. Man kann sich gut vorstellen, wie das damalige Trümmergelände nach zahlreichen Versuchen aussah, und zwar „schneeweiß“.

Die heutige Brutalität von Jugendlichen ist erschreckend. Bei unseren zahlreichen Schlachten kam es nie vor, wenn jemand auf dem Boden lag, ihn dann noch zu treten, was heute oft vorkommt.

Über einen Glücksfall der besonderen Art ist zu berichten. In unserem Nachbarhaus wohnte ein junger Mann, Anfang 20, der uns immer freundlich gesonnen war. Mit dem Hinweis, uns etwas Interessantes zeigen zu wollen, lud er die Clique in seine Wohnung ein. Dann bedrohte er uns mit einem Küchenmesser und schloss uns in der Küche ein. Als seine Mutter von der Arbeit kam und die versperrte Wohnungstüre vorfand, rief sie die Polizei. Sie brach die Eingangstüre der Wohnung auf und brachte den jungen Mann ins Alexianer-Kloster, dem eine Klinik für Psychiatrie angegliedert war.

1.4 GLÜCKSMOMENT 4 (ANITA)

Dieser Glücksmoment besteht eigentlich aus zwei glücklichen Gegebenheiten. In meinem Stammlokal „ejjet Vöjelche“ (Im Vögelchen) am Adalbertsteinweg in Aachen, gegenüber vom Gericht, befand sich hinter der Gaststätte ein kleiner Tanzsaal, wo die Jugend Rock`n Roll tanzen konnte. Das war der Tanz, der damals „in“ war. Edith hieß die Kellnerin, die für die Theke und die Bedienung zuständig war. In den Sommerferien brachte sie ihre 14-jährige Schwester mit, die in Volkach am Main (Franken) in einem Internat zur Schule ging. Ihre Mutter wohnte in der Nähe von Schweinfurt in einem Dorf namens Hofheim. Es war Liebe auf den ersten Blick und wir hatten uns sehr gut verstanden. Leider gehen Ferien zu Ende und sie fuhr wieder nach Hause ins Internat.

Aachen: Heirat 1965, Bild am Standesamt

Aachen: 1965 kirchliche Trauung in St. Michael

St. Michael Aachen

Anita, als ich sie kennenlernte

mein Aussehen zu dieser Zeit

Ich muss gestehen, dass ich zu dieser Zeit ein Luftikus war. Da ich gut Rock`n Roll tanzen konnte und Tanzturniere mitmachte, waren die Mädchen verrückt danach, mich als Tanzpartner zu bekommen. So ist es verständlich, dass meine jetzige Ehefrau schnell vergessen war. 5 Jahre später war ich auf Montage in einem Chemiewerk in Wiesbaden. Karnevalssamstag fuhren alle Monteure nach Mainz-Kastell, um in den Kneipen am Main Fasching (Karneval) zu feiern. Dort hatten wir Mainzerinnen kennengelernt, die uns sagten, dass heute Abend auf der anderen Mainzer Seite im Kurfürstlichen Schloss „Mainz, wie es singt und lacht“ stattfindet. Sofort machte sich die Gruppe auf zum Schloss, um Karten zu kaufen. Natürlich gab es keine Karten mehr, die waren bereits ein Jahr vorher ausverkauft. Enttäuscht gingen wir wieder über die Brücke zurück nach Mainz-Kastell. An dieser Brücke stand ein Schild „Hofheim 9 km“. Sofort fiel mir die Schwester von Edith ein, die hatte erwähnt, dass Anita in Hofheim wohnt. Ich habe mich sofort mit der Schwester von Anita in Verbindung gesetzt und ihre Arbeitsadresse erfahren. Und zwar, dass sie im Landratsamt Hofheim arbeiten würde. Das war aber nicht richtig, sie arbeitete im Überlandwerk. Und hier geschieht der zweite Zufall. Der junge Mann, der die Post im Landratsamt verteilte, kannte Anita, und der Brief kam glücklicherweise an die richtige Adresse. Von Anita erfuhr ich, dass es nicht Hofheim im Taunus (9 km entfernt von Mainz) war, sondern es handelte sich um Hofheim in Unterfranken, 250 km entfernt. Freitags nach der Arbeit machte ich mich auf die 250-km-Reise, die noch einige Überraschungen für mich bereithielt. Ein Jahr danach haben wir uns in Würzburg in der Wallfahrtskirche „Käppele“ verlobt. Ein weiteres Jahr später haben wir geheiratet, das war 1965.

Käppele gegenüber von Würzburg, auf der anderen Mainseite. Bild: WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA (Rainer Lippert-12.9.2007) gemeinfrei, auch USA

1.5 DIE SCHMUGGLERZEIT

Aachen liegt direkt an der belgischen und holländischen Grenze. Kurz nach dem Krieg waren viele Familien gezwungen, sich durch Schmuggelgut (Kaffee, Zigaretten) einen Nebenverdienst zu schafften. So hat sich meine älteste Schwester aus Betttüchern ein Unterkleid geschneidert, an das große Taschen für den Kaffeetransport genäht wurden. Ich, gerade Schulkind geworden, wurde mitgenommen. Wir fuhren mit der Straßenbahn über die Lütticher Straße bis zur Endstation am Ausflugslokal Waldschenke in Bildchen, direkt an der belgischen Grenze. Auf der anderen Seite, im Wald gelegen, liegt das Waldrestaurant Gut Entenpfuhl. Die belgische Regierung hatte die Grenze 3 km vorverlegt. Heute verläuft sie wieder an der alten Stelle. Vom Zollhaus aus ging es 3 km zu Fuß auf der Chaussee de Liege in Richtung Kelmis. Ein belgischer Bauer hatte sich auf Kaffee spezialisiert und in einer Scheune zahlreiche Säcke Kaffee gelagert. Mit Kaffee vollgestopftem Unterkleid meiner Schwester wanderten wir zur Grenze zurück. In einem Waldgebiet in der Nähe der Waldschenke (Waldschlösschen) führt ein 200 m langer Eisenbahntunnel von Belgien nach Deutschland. Die Grenze verlief genau mitten durch den Tunnel (heute ist sie wieder zurückverlegt). Meine Schwester nahm mich an der Hand und wir gingen durch den Tunnel nach Deutschland. Am Ende des Tunnels warteten bereits zwei deutsche Zöllner, die sich rechts und links postiert hatten. Ich an der Hand meiner Schwester, gingen wir zwischen den beiden Zöllnern hindurch, ohne dass sie uns beachteten. Hier muss zur Erklärung gesagt werden, dass wir nicht alleine waren. Der Tunnel war voll von Schmugglern (50 - 100 Personen). Mir kommt es heute noch vor, als ob es Tausende Menschen waren. So ging das Kalkül meiner Schwester auf. Weil die Zöllner nur 2 Personen festhalten konnten, wurden jene ausgesucht, die ohne Kinder waren und große Rucksäcke trugen. Wir sind nur ein Mal verhaftet worden, was vor Gericht kam. Nach der Verurteilung war meine Schwester vorbestraft, ich ging straffrei aus. Diese Schmugglerurteile wurden 1955 annulliert. Danach habe ich in späteren Jahren nur Diesel geschmuggelt. Man fuhr mit seinem Dieselauto über die holländische Grenze nach Vaals und tankte dort Diesel, weil dieser 0,25 DM/Ltr. (€ 0,13/Ltr.) billiger war als in Deutschland. Bei der Rückfahrt am deutschen Zoll fragte der Zöllner immer: „Haben sie in Holland getankt?“ Die Antwort war natürlich nein, und er musste einen fahren lassen, denn er konnte es nicht beweisen.

Belgien: Schmugglertunnel von der belgischen Seite. Bild: © Harald Lapp / pixelio.de

Waldschlösschen, Bild: WIKIMEDIA COMMONS/WIKIPEDIA (Franz Erb, 19.10.2018) gemeinfrei, auch USA

1.6 DIE BESCHAFFUNG VON HEIZENERGIE

Die Energieversorgung in Aachen war in den damaligen Haushalten Gas. Eine Kriegerwitwe mit 5 Kindern konnte sich Gas nur bedingt leisten. Fast jeder Haushalt hatte zusätzlich zum Gasherd einen Holz-Kohleherd. So war es üblich, dass mein 6 Jahre älterer Bruder und ich in den Wald gingen (3 km), um Holz zu sammeln. Dabei gab es ein Problem, man durfte keine Bäume fällen. Wir durften nur alte Wurzeln mitnehmen, aber die steckten fest im Boden. So wurde gegraben und mit einem Hackbeil Stücke abgehackt. Dann erfuhr mein Bruder, dass am Ronheider Berg Kohlezüge der Belgier vorbeikommen würden. Auf dem Ronheider Berg verlief eine steile Bahnstrecke, auf der die Besatzer die Steinkohle aus dem Aachener Raum durch den vorgenannten Schmugglertunnel nach Belgien transportierten. Hier fuhren große offene Waggons, gezogen und gedrückt von zwei Dampfloks, den Ronheider Berg hoch. Die Strecke war sehr steil, sodass die Geschwindigkeit sehr gering war. Das ermöglichte den älteren Jungs aufzuspringen, um die großen Steinkohlebrocken vom Waggon zu werfen. Die Jüngeren sammelten die Kohlestücke auf und transportierten sie zur Sammelstelle. Hier wurde nach der Aktion die Kohle unter den Gruppen aufgeteilt. Der Abtransport erfolgte mit alten Kinderwagen, Leiterwagen und umgebauten Seifenkisten. Viel mehr Kohle haben wir in den von uns freigelegten Kellern in den Trümmern gefunden. In einem Kellerraum haben wir einige m3 klein geschlagenes Anzündholz für den Ofen entdeckt. Nach dem Trocknen konnten unsere Mütter dieses Holz gut gebrauchen. Ein kleines Bündel Anzündholz kostete im Lebensmittelladen 15 Pfennige (0,08 €). Zum Vergleich, ein Hering kostete 15 Pfennige (0,08 €) und ein Ei ebenfalls 15 Pfennige.

1.7 GELDERWERB DURCH SAMMELN VON SCHROTT (ALTMETALL)

Die 50er-Jahre sind geprägt durch das Interesse an Kinobesuchen, insbesondere an Ritter- und Cowboyfilmen. Später waren es auch Kriegsfilme. Da bei einer Kriegerwitwe mit fünf Kindern kein Geld vorhanden war, konnten wir uns nur durch das Sammeln von Metall aus den Trümmern Kinokarten leisten. Aachen war die größte Kinostadt Deutschlands, es gab mehr Kinos als in Berlin. Erstaufführungen wurden gleichzeitig in Aachen und Berlin gezeigt. Es gab eine Zeit, wo wir 4 x am Samstag und 4 x am Sonntag (11.00 / 13.00 / 15.00 und 17.00 Uhr) ins Kino gingen. Um an Kinogeld (pro Besuch 0,50 DM / € 0,25) zu gelangen, mussten von uns in den Trümmern große Erdbewegungen gemacht werden, um den Schrott zu finden. Und hier zeigte es sich, wer Ausdauer hatte bzw. wir wurden gezwungenermaßen zur Ausdauer erzogen. Den größten Fund machten wir in der Matthiashofstraße. Wir dachten, wir hätten einen großen Gusskessel gefunden und hatten ihn bereits 1 m tief freigelegt. Am anderen Tag konnten wir nicht weiter fortfahren, weil die Straße von der Polizei abgesperrt worden war. Dann erfuhren wir das unser Fund eine 20 Zentner Bombe (2,2 m lang) gewesen war. Heute werden noch 10 Zentner Bomben entdeckt (1,2 m lang). Alle Häuser der Matthiashofstraße wurden evakuiert und die Entschärfung dauerte 2 Tage.

So sah es in Aachen aus, als eine Kriegerwitwe mit 5 Kindern aus der Evakuierung zurückkam. Unsere alte Wohnung (Treppenhaus, Räume), war bis auf die Vorderfront, die eingestürzt war, noch relativ gut erhalten. Ein Trauma für Eltern, aber für uns einer der schönsten Abenteuer-Spielplätze aller Zeiten. Bild: WIKIMEDIA COMMONS/ WIKIPEDIA (US Army, 6.11.2012) gemeinfrei, auch USA

10 Zentner Bombe, unser Bombenfund war 1 m länger. Bild: WIKIMEDIA COMMONS/ WIKIPEDIA (MoserB, 31.12.2012) gemeinfrei, auch USA

Stolz wie Oskar, als mir die Gemüsehändlerin eine Feldmütze WH M43 schenkte. Sie wurde von den Soldaten im Panzer getragen und von mir noch nachts im Bett .

Wie auf dem Bild zu sehen ist, war die Zerstörung in Aachen sehr groß, über 80 % in unserem Viertel. Es ist heute noch gut vorstellbar, dass die Säuglinge in dieser Zeit keine Milch bekamen, weil keine vorhanden war. So wuchs ich mit Rübensirup auf, weil im Umfeld von Aachen Zuckerrüben angebaut wurden. Ferner kannte ich in meiner Kindheit nur Brote mit Schmalz und Rübenkraut, aber ohne Butter, sonntags gab es Kartoffelpüree mit Blutwurst (Puttes). Ab 1946 schickte das amerikanische Volk C.A.R.E.-Pakete nach Deutschland, gefüllt mit in Dosen abgepackten Lebensmitteln. Die Pakete wurden über den Hamburger Hafen nach Deutschland eingeführt. In Norddeutschland waren die meisten Flüchtlinge aus dem Osten gestrandet (2 Mill.), deshalb hat es die Verteilung der C.A.R.E.-Pakete in den ersten Nachkriegsjahren bis Aachen nicht geschafft.

Ein Haus in der Matthiashofstraße, das sogenannte Zöllnerhaus, war damals der erste Neubau im Viertel. In dem Haus waren Flüchtlinge, und zwar Zöllner aus dem Osten, einquartiert worden. Wir sind in den Kellerräumen der Häuser herumgeschlichen, immer auf der Suche, etwas Essbares zu finden. Im Zöllnerhaus haben wir zum ersten Mal eingemachtes Obst in Gläsern entdeckt. Als Städter kannte man so etwas nicht. Wir haben eine Dachlatte der Absperrung vorsichtig gelöst und nach Entwendung eines Einmachglases wieder versperrt. So hatten wir längere Zeit Obst, bis an den Dachlatten eine Blechplatte befestigt worden war. Neben dem Zöllnerhaus lag das Trümmergelände, auf dem wir die 20 Zentner Bombe entdeckt hatten, an der Vorderfront wurde der erste Zigarettenautomat angebracht. In den Zigarettenpackungen waren 5 Zigaretten mit Namen Juno, ECKSTEIN und Roth-Händle. Uns verleitete es, nur 50 Pfennige einzuwerfen und ohne jegliche Aufsicht von Erwachsenen an Zigaretten zu kommen. In unserem „Lager“ wurde dann gepafft. Ich bin zum Glück Nichtraucher geblieben.

In der Karmeliter Straße, gegenüber dem Polizeipräsidium, stand eine Hausruine, deren Treppenhaus eingestürzt war. Zu den Geschossen kam man nur über Leitern. Im 2. Obergeschoss stand eine schwere Gussbadewanne. Wir warfen sie aus der 2. Etage hinunter, und die Wanne zersprang in zahlreiche Stücke, die von der Gruppe auf unseren Leiterwagen geworfen wurden. Zu unserem Nachteil gab es einen großen Knall, und gegenüber schauten aus den Fenstern des Polizeipräsidiums die Polizeibeamten unserem Treiben zu. Eilig flüchteten wir durch die Kasernenstraße zu unserem Lager im Trümmergelände. Wir hatten bemerkt, dass uns die Polizei mit Hunden verfolgte. Die Angst war so groß, dass wir den Schrott erst nach einer Woche zum Schrotthändler brachten. Dieser hatte eine schmale Einfahrt in einem Trümmergelände am Alexandergraben. Direkt am Eingang befand sich eine kleine Holzbude, darin saß hinter einem großen Schreibtisch ein sehr beleibter Schrotthändler. Er hatte immer eine dicke Zigarre im Mund, die meistens nicht brannte, und er bewegte sich nur bis vor den Eingang zur Waage, wenn er etwas wiegen musste. Im hinteren Bereich war das Geländer ca. 100 m lang. Nach dem Wiegen mussten wir den Schrott dem passenden Schrotthaufen zuordnen. Wenn wir eine Weinflasche (Erlös 5 Pfennige, € 0,03) brachten, stand er nicht auf und gab uns das Geld sofort. Im hinteren Bereich war ein riesiger Berg von Weinflaschen, worauf wir unsere Flaschen deponierten. Das gesamte Gelände war mit einem zweifachen gesicherten Stacheldrahtzaun, der 2 m hoch war, eingezäunt. An dem hinteren Zaun grenzte ein Trümmergelände. Hier kam uns die Idee, einen Tunnel von diesem Gelände aus unter dem Zaun zu graben. Es dauerte zwei Monate, bis der 4 m lange Tunnel, der auch fachgerecht mit Brettern abgestützt wurde, fertig war. Der Schacht nach oben wurde ebenfalls fachgerecht abgestützt und nur eine kleine Öffnung von 20 x 20 cm blieb erhalten. Danach entfernten wir mit einem Stock vorsichtig die Erde bis zu den Flaschen. Damit es nicht auffiel, entwendeten wir nur 4 bis 6 Flaschen und verkauften sie wiederum dem Besitzer. So vollzog sich der Weinflaschen Diebstahl mehrere Monate. Als wir für den Kinobesuch wieder einmal Geld benötigten und dazu Flaschen holen wollten, sahen wir, dass der Gang eingebrochen und mit Flaschen gefüllt war. In den nächsten Tagen trauten wir uns nicht, dem Händler Schrott anzubieten, um keinen Verdacht auf uns zu lenken. Nach geraumer Zeit versuchten wir es wieder und stellten fest, dass er nichts von unserem Vorhaben bemerkt hatte.

Die Clique (Lutz fehlt) mit dem selbst gebastelten Karren für den Transport von Kohle, Holz und Schrott, ich vorne.

Aus allen Fenstern des Polizeipräsidiums schauten die Polizisten unserem Treiben zu

Nach den Eisenexkursionen durch die Trümmerlandschaft war es üblich, ein Lagerfeuer zu entzünden und Brot zu rösten. Dann brachte Lutz, einer aus der Gruppe, ein Gusswaffeleisen, welches mit Spiritus betrieben wurde, und Teig mit. Nach Herstellung einiger Waffeln wollte Lutz Spiritus nachfüllen. Die Gefahr mit Spiritus besteht, (jeder wusste es nach dem Unfall), dass bei Tageslicht die Flamme nicht sichtbar ist. Der Feuerstrahl schoss vom Waffeleisen in die Flasche und brachte sie zur Explosion. Lutz hatte sie noch in der Hand, als sie explodierte. Sein Oberkörper stand in Flammen und die Älteren reagierten schnell und haben alle Kleidungsstücke, die ausziehbar waren, über die Flammen geworfen. Mit größter Wahrscheinlichkeit hat dies sein Leben gerettet, was auch später die Ärzte bestätigten. Ein Besuch im Krankenhaus zeigte uns erst das Ausmaß. Er lag mit Bändern eingehüllt wie eine Mumie auf dem Bett.

Das Kaufhaus Tietz am Aachener Markt gegenüber dem Rathaus schmückte sich mit einer der schönsten Fassaden der Stadt. Nach dem Krieg stand noch die komplette Fassade, das Gebäude dahinter war nur noch ein großes Trümmergelände. Hier haben wir im Schutt sehr viel Altmetall gefunden. Die Familie Tietz hatte in vielen Städten Kaufhäuser. Den größten Baufehler der Nachkriegszeit machte die Stadt Aachen, als sie diese schöne Fassade abriss und an diese Stelle ein Haus in hässlicher Nachkriegsbauweise errichtete.

Wenn kein Geld für den Kinobesuch vorhanden war, wurde sich reingemogelt, insbesondere wenn der Film ab 18 Jahre war. Im Élysée Kino am Theater war dies eine Leichtigkeit. Der Hinterausgang lag in der Elisabethstraße. Wenn die Besucher aus dem Kino strömten, gingen wir hinein und stellten uns in der Toilette auf den Toilettenrand, damit man unsere Füße nicht sehen konnte. Nachdem der Vorfilm angefangen hatte, führten Platzanweiserinnen die Besucher mit einer Taschenlampe zum Platz. Als diese wieder zurück zum Eingang gingen, schlichen wir uns in die Sitzreihen. Noch einfacher war es im größten Kino von Aachen, dem Eden Palast in der Franzstraße. Eine große Treppe führte hier nach oben in eine Loge. Hinter der Eingangstüre hingen bis zum Boden reichende schwere braune Vorhänge. Dahinter passten rechts und links je 3 Personen. Wenn die Platzanweiserin im Dunkeln die Besucher zum Platz führte, konnte sie uns hinter dem Vorhang nicht sehen. Wir haben uns Kriegsfilme oder auch andere Filme angesehen, die erst ab 18 Jahren zugelassen waren. Die Kinopreise betrugen 50 Pfennige (€ 0,25) und im Skala, genannt Flohhuck (Floh-Ecke) in der Grosskölnstraße, 40 Pfennige (€ 0,20).

Aachen: Kaufhaus Tietz am Markt. Bild: WIKIMEDIA COMMONS (26.8.2011, gemeinfrei, auch USA

Nach dem 2. Weltkrieg gab es in Krankenhäusern keine Einzelzimmer, sondern nur einen Männer- und einen Frauensaal.

Seit dem Mittelalter pflegten Nonnen in ihrer Tracht die Kranken, so auch 1950 Bilder: WIKIMEDIA COMMONS / WIKIPEDIA (23.3.2009 + 21,12,2005) gemeinfrei, auch USA

1.8 DIE JUGENDLICHEN MUTPROBEN

Mutproben unter den Jugendlichen durften nicht fehlen, z. B. einen lebendigen Regenwurm zu essen. Ich konnte es nicht, aber in der Gruppe gab es einige, die einen Wurm schluckten. In der Adalbertstraße wurde damals das erste Kaufhaus in Aachen eröffnet, der Kaufhof. Zum Zeitvertreib schlenderte die Gruppe oft durch den Warenpark, insbesondere durch die Spielwarenabteilung. Dabei entstand die Idee, als Mutprobe etwas zu stehlen (Öcher Platt klauen). So habe ich ein kleines Matchboxauto (Modellauto) stibitzt. Es war der einzige Diebstahl in meinem Leben, wenn man von Altmetall und Obst absieht. Apropos Obst, am Drei-Räuber-Eck lag die Villa des Bischofs. Es war das einzige Grundstück in unserem Viertel, das Obstbäume im Vorgarten hatte. In der Erntezeit war es üblich, die nötigen Vitamine hier zu organisieren. Wir hingen mit vollgestopften Backen in den Bäumen, als Lutz aufschrie und auf seine Wunde am Bein zeigte. In seiner Wunde steckte ein Diabolo Projektil, ein Bleigeschoss aus einem Luftgewehr. Als wir den Hausmeister mit einem Gewehr auf uns zulaufen sahen, gaben wir Fersengeld. Für heutige Verhältnisse undenkbar, aber damals bekam Lutz von seinem Vater als Strafe eine Ohrfeige. Wenn der Bischof in unserer Pfarrkirche St. Michael an der Messe teilnahm, haben vier Jungs demonstrativ die Messe verlassen.

Wie bereits berichtet, kam bei unseren Olympischen Spielen eine Dartscheibe mit drei Pfeilen zum Einsatz. Besonderen Mut besaß derjenige, der die 3 Dartpfeile hochwarf und so viele wie möglich mit der Scheibe auffing. So warf auch Lutz die 3 Pfeile hoch und fing einen Pfeil. Nach einem Schrei sahen wir, dass ein Pfeil in seinem Kopf steckte.

Die größte Mutprobe bestand darin, in der Wachstube der Polizei im Polizeipräsidium den Bleistiftständer zu entwenden. Auf dem Pult stand ein Ständer, an dem ein Bleistift an einer Feder hing. Bei den Polizisten waren wir sehr bekannt, weil wir bereits zahlreiche gefundene Munition bei ihnen abgegeben hatten. Mit einer scharfen Patrone ging die gesamte Gruppe ins Wachlokal. In einem unbeaufsichtigten Augenblick verschwand der Bleistift samt Ständer unter der Jacke von Josef, genannt Jupp. Er steht bestimmt heute noch auf seinem Schreibtisch.

Burtscheider Brücke | Richtung Stadtmitte. Hinten das Dach vom Marschiertor, altes Aachener Stadttor.

Richtung Burtscheid

Den Aachener Stadtteil am Marschiertor verband vor dem Krieg eine Eisenbahnbrücke mit dem Stadtteil Burtscheid, die im Krieg zerstört wurde. Deshalb musste man verbotenerweise über die Gleise nach Burtscheid gehen. Später wurde eine neue Bogenbrücke aus Stahl errichtet. Sofort nahmen wir die Überquerung der Bögen als Mutprobe in unser Programm auf. Beide Hauptbögen hatten eine Breite von 0,5 m. Eine außergewöhnliche Mutprobe, die nur wenige aus der Gruppe schafften, war es, über die Querträger zu laufen. Die hatten nur eine Breite von 0,3 m und waren schräg. Heute hat man spitze Dornen aufgeschweißt, damit keiner mehr darüber gehen kann.

1.9 BESONDERE GESCHEHEN IN DER FAMILIE

Wir waren eine Groß-Familie, meine Mutter mit 5 Kindern sowie Onkel und Tanten. Einige „Onkel“ gehörten nicht zur Familie, es waren Freunde meiner erwachsenden Schwestern, die ich immer mit Onkel und dem Vornamen ansprach. Bei einer großen Schmugglerfamilie, die wir waren, roch es jeden Tag bei nach Kaffee und Zigaretten. Zu dieser Zeit waren das Raritäten. Wenn man unten zum Hauseingang hereinkam, roch man bereits den Kaffee im Hausflur. So war es üblich, dass auch die anderen Hausbewohner bei uns Kaffee trinken kamen. Aus Brettern wurde extra ein Kaffeeschrank gezimmert, in dem verpackt in kleinen selbstgeschneiderten Leinensäckchen der Kaffee lagerte. Es gab auch einen selbstgezimmerten Zigarettenschrank. Meine Schwestern waren Kellnerinnen und brachten oft Zigarettenstangen mit nach Hause, besonders die von den belgischen Soldaten. Kurz nach dem Krieg war es oft üblich, in „Zigarettenwährung“ den Lohn zu erhalten. Da Aachen von den belgischen Truppen besetzt war, wurden Zigaretten oft als Trinkgeld gegeben. Die belgische Zigarettenmarke hieß BELGA, die später in Lucky Strike umbenannt wurde. Von meiner Mutter und meinen Schwestern wurde die Ware auch verkauft oder damit gehandelt. Es wohnte im Haus ein Bäcker, der uns immer die Backwaren im Tausch gegen Kaffee brachte, aber wir tauschten auch gegen Hühner oder Kaninchen. So hatte meine ältere Schwester ihren eigenen selbstgezimmerten Zigarettenschrank. Wenn meine Mutter wieder einmal in Geldnot war, das kam bei einer Kriegswitwe häufig vor, schraubte sie von hinten die Wand ab und entwendete einige Packungen Zigaretten. Meine Schwester hat das nie bemerkt, erst bei späteren Familienfesten machte diese Geschichte die Runde. Zu dieser Zeit war ich 4 Jahre alt. Wenn die Familie bummeln ging, das Wort „Shopping“ war noch nicht bekannt, war das Ziel immer die Adalbertstraße (Einkaufsstraße), und ich war stets im Kinderwagen dabei. So passierte es öfters, dass ich von zu Hause fortlief, immer Richtung Adalbertstraße. Die Polizei kannte mich schon und die Streifenpolizisten, die durchs Mariental zum Polizeipräsidium mussten, brachten mich dann nach Hause. Wenn meine Mutter am Herd kochte und ich hinter ihr auf dem emaillierten Toilettentöpfchen pudelnackt saß, ist es schon mal vorgekommen, dass ich mir den Topf als Hut überstülpte. Oftmals war Inhalt darin und entsprechend sah das Hemd aus. Aus diesem Grund wurde ich dann pudelnackt auf das Toilettentöpfchen gesetzt. Einmal passierte es, als meine Mutter am Kochherd stand, dass ich unbemerkt ausbüxte, diesmal pudelnackt. Ich lief 1 km bis zum Elisenbrunnen, dort wurde ich von Passanten der Polizei übergeben, die mich bereits kannte und nach Hause brachte.

Beim Friseur und das mir die Haare geschnitten wurden, waren bei mir als Kleinkind für meine Mutter und Geschwister ein Drama. Mit Zappeln und lautem Geschrei wollte ich verhindern, dass der Friseur mir die Haare schneiden konnte. Nur wenn in der Nähe eine Kerze brannte, hielt ich still. So liefen meine Mutter oder eine meiner Schwestern um den Friseurstuhl mit einer Kerze in der Hand, um mich abzulenken.

Die Familie in der Karnevalszeit

Wir und die gesamte Verwandtschaft waren Karnevalsnarren. In der Karnevalszeit stand unser Haus kopf. Da wir kein Badezimmer hatten, wurde nur ein Mal in der Woche gebadet, und zwar samstags. In eine kleine ovale Zinkwanne wurde heißes Wasser geschüttet, das auf einem Kohleofen erwärmt wurde. Zuerst kamen die Kinder dran, dann im selben Wasser meine Mutter. Zum Schluss wurden mit dem Wasser noch die Treppe und Wohnung geputzt.

In der Karnevalszeit konnten wir zwei Wochen nicht baden, weil die Wanne eine andere Verwendung fand. So wurden in der Wanne 100 Heringe eingelegt (Kosten für 100 Heringe, DM 15- € 7,50) mit sehr viel Zwiebeln obendrauf. Die Heringe wurden für das große Familienfest am Aschermittwoch benötigt. Es kamen nicht nur die Verwandtschaft, sondern auch die Freunde, Hausbewohner und Bekannte. Nicht nur zur Karnevalszeit sang man Karnevalslieder, sondern immer, wenn Familie und Verwandtschaft zusammenkam, so auch am Heiligen Abend. Nach dem obligatorischen „Heilige Nacht“ Lied und einigen Schnäpsen folgten Öcher (Aachener) Karnevalslieder. Die Nachbarn im Haus frotzelten: „Jetzt ist bei denen da oben der Heilige Geist eingetroffen“

Unsere Badewanne, die jeden Samstag aus dem Keller geholt und im Badezimmer (Küche) aufgestellt wurde, außer in der zweiwöchigen Karnevalszeit, als sie für eingelegte Heringe benötigt wurde. Bild: © Gila Hanssen / pixelio.de

Wie bereits erwähnt, kannten wir kein Badezimmer und auch keine Zahnpasta oder Zahnbürste. Diese habe ich erst mit 18 Jahren auf Montage kennengelernt, als ich im Badezimmer das Glas mit den üblichen Zahnpflegeutensilien der anderen Monteure sah. Auch kannten wir kein (wie heute üblich) Toilettenpapier auf Rollen. Ich als Jüngster musste aus Zeitungen Streifen reißen und dann mit einem Zwickel-Bohrer ein Loch in die Blätter bohren und mit einer Kordel versehen im Toiletten-Raum (1 x 1 m) an einem Nagel aufhängen. Dieser Zwickel-Bohrer, den ich noch besitze, hatte ähnlich wie ein Schweizer Offiziersmesser viele Verwendungsmöglichkeiten, z. B. als Flaschenöffner oder als Dübelbohrer. Die Fischerdübel waren noch nicht erfunden. In die Wand wurde mit dem Zwickelbohrer ein Loch gebohrt und dann ein Stück Holz hineingeschlagen. Die wichtigste Verwendung des Zwickelbohrers kam aber zu Weihnachten. Da wir uns keinen Weihnachtsbaum leisten konnten, mussten mein Bruder und ich am Heilig Abend zum Markt am Dom gehen und einen Baum besorgen. Wenn dann die Baumhändler beim Aufräumen waren, lagen in einer Ecke die sogenannten Krüppel-Bäume, die später auf einer Müllkippe landeten. Es waren schlecht gewachsene Bäume, an denen auch Äste fehlten. Aus diesem Haufen von Krüppel-Bäumen konnten wir uns kostenlos einen aussuchen. Dann trat meine Mutter in Aktion. Mit dem Zwickel-Bohrer bohrte sie Löcher in den Baumstamm und setzte dort abgeschnittene Äste wieder ein. Jedes Jahr schaffte sie es, eine Baumform zu gestalten, die so schön war, wie sie die Natur nicht hervorbringen konnte. Es war üblich, so viel Lametta und Glaskugeln über den Baum zu hängen, dass das Grün kaum noch sichtbar war. Lametta ist ein bleihaltiges Streifen-Material (Stanniol), das heute verboten ist, auch bei den Weinflaschen.

Nach dem Krieg das berühmte Allzweckwerkzeug, der Zwickelbohrer

1.10 DIE JUGENDLICHE PUBERTÄTZEIT