Alles bezahlt! - Hans-Wilhelm Ermen - E-Book

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Hans-Wilhelm Ermen

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Beschreibung

Nichts geht mehr! Die eben noch so vielfältige Geräuschkulisse rund um den Spieltisch ist erstorben. Zehn, zwölf oder mehr Augenpaare starren jetzt wie gebannt auf die kleine weiße Kugel, die mit feinem, sirrendem Geräusch Runde für Runde ihren Weg durch den sich drehenden Zahlenkessel findet und schließlich, in enger werdender Bahn ein paar rhombenförmige Metallhindernisse überspringend, in eins der siebenunddreißig Nummernfächer fällt. Die Anspannung der Beobachter löst sich, das Stimmengewirr brandet wieder auf. Enttäuschung und unterdrückte Freudenschreie vermischen sich mit der Ansage des Croupiers, der jetzt die verloren gegangenen Jetons zusammenharkt, die Gewinne auszahlt und den Coup dann mit einem "Alles bezahlt" beendet. Sollten Sie bisher nur selten zu denjenigen gehören, die den Roulettetisch mit einem Gewinn verlassen haben, könnte sich das nach Studium des vorliegenden Büchleins, vor allem aber durch Beachtung der hier abgegebenen Empfehlungen, bald ändern. Also… machen Sie Ihr Spiel!

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Veröffentlichungsjahr: 2020

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Nichts geht mehr! Die eben noch so vielfältige Geräuschkulisse rund um den Spieltisch ist erstorben. Zehn, zwölf oder mehr Augenpaare starren jetzt wie gebannt auf die kleine weiße Kugel, die mit feinem, sirrendem Geräusch Runde für Runde ihren Weg durch den sich drehenden Zahlenkessel findet und schließlich in enger werdender Bahn ein paar rhombenförmige Metallhindernisse überspringend, in eins der siebenunddreißig Nummernfächer fällt. Die Anspannung der Beobachter löst sich, das Stimmengewirr brandet wieder auf. Enttäuschung und unterdrückte Freudenschreie vermischen sich mit der Ansage des Croupiers, der jetzt die verloren gegangenen Jetons zusammenharkt, die Gewinne auszahlt und den Coup dann mit einem „Alles bezahlt“ beendet.

Sollten Sie bisher nur selten zu denjenigen gehört, die den Roulettetisch mit einem Gewinn verlassen haben, könnte sich das nach Studium des vorliegenden Büchleins, vor allem aber durch Beachtung der hier abgegebenen Empfehlungen, bald ändern.

Also…machen Sie Ihr Spiel!

HANS-WILHELM ERMEN

Alles bezahlt!

Gedanken zum professionellen Roulettespiel

Hans-Wilhelm Ermen lebt auf einem ländlichen Anwesen in der Eifel und ist ursprünglich gelernter Diplom Sportlehrer. Er war 25 Jahre als Journalist tätig und realisierte in dieser Zeit fast 1000 Fernsehbeiträge als Autor und Regisseur, u.a. über zehn Jahre lang die erfolgreichste Fußballsendung der Welt. In den 1980er Jahren entdeckte er das Roulette für sich und erkannte nach intensiver Beschäftigung mit der Materie, wie man an dieses Spiel herangehen muss, um dauerhaft auf der Gewinnerseite zu stehen. Seine Erfahrungen von über dreißig Jahren am Spieltisch ließ er jetzt in dieses Buch einfließen.

© 2020 Hans-Wilhelm Ermen 1. Auflage

Umschlaggestaltung, Illustration: Robin Ermen

Umschlagfoto: Marion Koell

Lektorat, Korrektorat: Hans-Wilhelm Ermen

Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN Taschenbuch: 978-3-7497-9375-4

ISBN e-Book: 978-3-7497-9377-8

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Ich kann mir gar keinen ehrlicheren Beruf vorstellen, bei dem die Arbeit und die Ziele so einfach und so vorhersehbar sind.

A.Frank Glahn

VORWORT

Um von Anfang an alle Irrtümer auszuräumen…dies ist kein Systembuch. Ich werde Ihnen auf den folgenden Seiten nicht erklären, warum d’Alembert oder Martingale nicht funktionieren, wie chancenreich die Amerikanische Abstreichprogression ist oder ob man besser mit der oder gegen die Bank spielt. Auch möchte ich Sie nicht mit Zahlen, Statistiken und Wahrscheinlich keitsrechnungen langweilen. Es ist nicht von Nachteil, wenn Sie darüber etwas gelesen, das eine oder andere System bereits erprobt haben, für den Erfolg am Roulettetisch ist all dies Wissen aber nur zweitrangig. Und sollte Sie die Geschichte des Spieles interessieren, ob die Ursprünge nun in Frankreich oder Italien liegen, oder ob die Chinesen wieder einmal die ersten waren, so finden Sie auch dazu einschlägige Literatur.

Dieses Buch möchte Ihnen die wichtigsten Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Spiel an die Hand geben, die Rahmenbedingungen erläutern, ohne deren Beachtung auch das beste System nicht funktioniert. Es möchte Gesetzmäßigkeiten und Verhaltensregeln aufzeigen, die unbedingt beachtet werden müssen, um am Spieltisch dauerhaft erfolgreich zu sein. Dabei handelt es sich um ganz einfache Richtlinien, die teilweise schon jahrhundertelang bekannt sind, vielleicht nie zuvor in so komprimierter Form zusammengestellt und veröffentlicht wurden, die aber nur von einem verschwindend geringen Prozentsatz von Spielern und Spielerinnen beachtet werden.

Apropos Spielerinnen….es ist mir leider nicht gelungen irgendwo verlässliche statistische Angaben über den Anteil von Frauen beim klassischen Roulette zu finden. Intuitiv, von meinen Beobachtungen ausgehend und aus Gesprächen mit Kennern der Szene, schätze ich ihn auf knapp 30 %. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass in vielen deutschen Casinos, und das sind natürlich konkrete Zahlen, bereits ein Drittel der Tische mit weiblichen Croupiers besetzt sind. Übrigens heißen sie eigentlich Croupière, aber das Wort konnte sich bei uns bisher nicht durchsetzen.

Mein Buch richtet sich nicht an Menschen, die ab und zu mal ein paar unterhaltsame Stunden Casinoflair genießen wollen, um dort zu sehen und gesehen zu werden; Menschen, die im Casino gesellschaftliche Zerstreuung, nicht alltägliche Anregung und Abwechslung oder auch beim Internetspiel etwas Nervenkitzel suchen. Es ist auch nichts für diejenigen, die der Meinung sind, dass beim Roulette ausschließlich verloren wird, dass die Bank sowieso am längeren Hebel sitzt und der normale Spieler von Anfang an chancenlos ist. Diese Klientel wird auch weiterhin ihr Geld - sei es nun im Casino oder beim Onlinespiel - brav verlieren, sogar Spaß dabei haben und dafür sorgen, dass der versierte Profi, der Sie ja gerne werden möchten, stets aus dem Vollen schöpfen kann.

Dieses Buch soll in erster Linie den Systemspieler mit einiger Erfahrung, den ernsthaften Branchenkenner ansprechen; Menschen, für die das Spiel nur Mittel zum Zweck ist und das sind übrigens weniger als ein Prozent aller Spielerinnen und Spieler. Ich möchte denjenigen Mut machen, denen bisher noch der letzte Schritt zum dauerhaften Erfolg gefehlt hat, auch denen die vielleicht schon resigniert aufgegeben haben und ihnen zeigen, dass es im Endeffekt doch funktionieren kann.

Das heißt aber nicht, dass auch der Anfänger, selbst derjenige, der noch nie eine Spielbank betreten oder ins Internetspiel hineingeschnuppert hat, aus meinem Buch kein Kapital schlagen könnte, denn so weiß er bereits vor seinem ersten Einsatz, was er besser nicht tun sollte. Es gibt ihm eine gewisse Sicherheit, die ihn davon abhält unnötig Geld im Casino zu lassen oder gar in sein finanzielles Verderben zu rennen.

Der erfahrene Roulettekenner mag es mir nachsehen, wenn ich hier und da auch auf einige grundlegende Dinge eingehe, die für ihn lange selbstverständlich, für den Amateur und Gelegenheitsspieler aber äußerst hilfreich sind.

Am Ende dieses Vorwortes möchte ich noch folgende kühne Behauptung aufstellen: Wenn jeder Mensch sein Spiel streng nach den hier aufgezeigten Grundsätzen und Empfehlungen durchziehen würde, müsste innerhalb weniger Monate auch das letzte Casino schließen und der letzte Internetanbieter resigniert aufgeben.

1  Eine kurze Einführung oder auch ein kleiner Ausflug in die Vergangenheit

Als ich an einem Abend im Februar 1984 zum ersten Mal ein Spielcasino betreten habe, empfand ich dies wie einen Schritt in eine andere, mir bisher nicht bekannte Welt. Als Neuling ist es ausgesprochen schwer, sich dem Zauber und Flair der Spielsäle zu entziehen.

Die luxuriöse Ausstattung, sprich goldgesäumte Brokatvorhänge, gediegenes Mobiliar, prunkvolle Kristallkronleuchter und mittendrin, die damals noch in einheitlichem Grün gehaltenen, schweren Spieltische, waren recht beeindruckend. Das alles untergebracht in einem stattlichen, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude. Es war übrigens die Spielbank von Bad Neuenahr-Ahrweiler, die auch heute noch als eine der schönsten Spielbanken Deutschlands gilt. Während in der kleinen Kur- und Kreisstadt um diese Uhrzeit das Leben und die Betriebsamkeit auf den Straßen schon lange erstorben, die Bürgersteige sozusagen bereits hochgeklappt waren, pulsierte im Casino das Leben. Ich möchte sagen, hier herrschte ein wenig Weltstadtflair, jedenfalls das, was ich mir damals darunter vorgestellt habe und kein Mensch hätte zu jener Zeit für möglich gehalten, dass nur etwa fünfzehn bis zwanzig Jahre später der weitaus größte Teil des Roulettespiels am heimischen Computer stattfinden würde.

Gespielt wurde - für heutige Verhältnisse unvorstellbar - an sage und schreibe bis zu zweiundzwanzig Tischen. Eine Atmosphäre, die mich als Neuling sofort in ihren Bann gezogen hat. Das Casino war vor allem an Wochenenden gut besucht, da in der Region konkurrenzlos. Der Einzugsbereich ging über Bonn und Köln bis ins Ruhrgebiet, im Norden bis zum Dreiländereck an die holländisch-belgische Grenze, denn die Spielbanken in Aachen, Dortmund oder Duisburg gab es noch nicht. Von Köln aus fuhr sogar täglich ein kostenloser Casinobus nach Bad Neuenahr und zurück. Man legte Wert auf eine gepflegte Garderobe, das heißt, es gab eine offizielle Kleiderordnung. Für die Herren waren Jackett und Krawatte obligatorisch, von den Damen erwartete man einen entsprechend gehobenen Dresscode.

Der Zwang zur äußeren Etikette hat sich in den meisten Casinos inzwischen allerdings gelockert und ist gepflegter Freizeitkleidung gewichen. Eine Maßnahme, die den Besucherrückgang aber auch nicht stoppen konnte, denn die Goldgräberzeiten sind für die Spielbanken lange vorbei. Zum einen durch die Eröffnung immer neuer Casinos zum anderen aber und vor allem unter dem immens wachsenden Druck der Internetspielmöglichkeiten.