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Für Aphorismen, die der Autor für Brillanten des menschlichen Denkens hält, ist er seit Jugend begeistert. Seiner Meinung nach, kann ein mancher kurzer Spruch den Inhalt einer langen Erzählung beinhalten und auch ersetzen. Nachdem er zwei große Weisheitssammlungen aus fremden Werken und zwei eigene Gedankenbücher in deutscher und russischer Sprachen veröffentlichte, liegt nun sein neuer Band vor, in dem er persönliche Ansichten in einem eigenartigen Wörterbuch präsentiert. Die thematisch und alphabetisch geordneten, feinen Beobachtungen sind sachlich, frei von Nachahmungen und häufig ironisch bzw. humorvoll. Sie bestechen durch Ehrlichkeit und stammen aus Lebenserfahrungen eines Menschen, der nichts verbirgt.
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Seitenzahl: 785
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Für Aphorismen, die der Autor für Brillanten des menschlichen Denkens hält, ist er seit Jugend begeistert. Seiner Meinung nach, kann ein mancher kurzer Spruch den Inhalt einer langen Erzählung beinhalten und auch ersetzen. Nachdem er zwei große Weisheitssammlungen aus fremden Werken und zwei eigene Gedankenbücher in deutscher und russischer Sprachen veröffentlichte, liegt nun sein neuer Band vor, in dem er persönliche Ansichten in einem eigenartigen Wörterbuch präsentiert. Die thematisch und alphabetisch geordneten, feinen Beobachtungen sind sachlich, frei von Nachahmungen und häufig ironisch bzw. humorvoll. Sie bestechen durch Ehrlichkeit und stammen aus Lebenserfahrungen eines Menschen, der nichts verbirgt.
Illustrationen von V. Dombrowskajazu folgenden Stichwörtern: Alkoholiker, Autobahn, Bauch, Doppelzüngigkeit, Füttern, Hörner, Klang, Maulwurf, Menschenscheu, Sattheit, Schachspieler, Seitensprung, Stricken, Tanzmusik, Trinker, Tür, Ware, Zahn.
VORWORT
A
B
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D
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F
G
H
I
J
K
L
M
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Q
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Auch mit diesem Buch „Am Anfang war der Gedanke“ ist Alexander Windholz seiner Orientierung auf sprachlich-intellektuelle Nachschlagewerke treu geblieben. Die hat er schon in den 60-ern Jahren genommen. Damals, parallel zum Journalistik-Studium an der Kasachischen Staatsuniversität, verfasste er ein Synonym-Wörterbuch und veröffentlichte Fragmente daraus in der Hochschul-Zeitung. Nachdem aber in Moskau das Lexikon russischer Synonyme herauskam, widmete er sich der Erweiterung bereits vorher begonnenen Sammlung weiser Gedanken, die aus persönlich gelesenen literarischen und philosophischen Werken entnommen wurden. Nach vieljähriger Arbeit daran, neben der journalistischen Tätigkeit, beendete er das Buch, konnte es aber nicht in seiner ehemaligen Heimat veröffentlichen. Das gelang ihm erst später in Deutschland, wo es herauskam unter dem Titel „К слову сказать...“ (Zum Wort gesagt…). Berlin, dissertation.de-Verlag, 2000. 577 S. ISBN 3-89825-048-2.
Die zweite, überarbeitete und erweiterte Ausgabe dieses Werkes erschien mit dem gleichen Namen nach vier Jahren in Russland im Sibirischen Universitätsverlag. Nowosibirsk, 2004. 687 S. ISBN 5-94087-215-8.
Später veröffentlichte er einen ähnlichen Sammelband tiefsinniger Sprüchen und Gedanken, die ebenfalls aus selbst gelesenen, diesmal aber deutschen Büchern stammten. Sie heißt „Zitaten- und Weisheitssammlung“. Berlin, 2005. 468 S. ISBN 3-89825-940-4.
In Zeiten der Arbeit an diesen zwei originellen und geistreichen Büchern hat sich beim Verfasser auch eigenes Material angehäuft, nur im Vergleich zu Weisheiten etwas anderer Art, eher philologisches als literarisches, nämlich, eine scherzhafte Deutungs-Kollektion von doppelsinnigen Wörtern, die aufgrund ihrer Schreibweise und Aussprache humorvoll, wortspielerisch bzw. kalauerhaft definiert wurden. Daraus ist ein amüsantes deutsches Werk mit dem Titel „Das ironische Wörterbuch“ entstanden. Österreich, novum-Verlag, 2009. 280 S. ISBN 978-3-85022-955-5.
Merkwürdig wäre es, wenn er, sich viel mit russischer Literatur und Sprache beschäftigend, keinen ähnlichen kurzweiligen Stoff auch hier sich angelegt hätte. Natürlich, notierte er neben deutschen auch russische „komische“ Begriffe und definierte sie nach eigener Fantasie. Das Material reichte für einen heiteren, 300 Seiten-starken Foliant, den er benannt hat „На волне каламбура“ (Auf der Welle des Kalauers). Berlin, 2011. ISBN 978-3-86624539-6.
Für Aphorismen und Lebensweisheiten, die der Autor für Brillanten des menschlichen Denkens hält, ist er von früher Jugend begeistert. Seiner Meinung nach, kann ein mancher kurzer Sinnspruch den Inhalt einer langen Erzählung, wenn nicht eines ganzen Romans beinhalten – und vielleicht auch ersetzen! Selbstverständlich, kamen ihm bei der Suche und Systematisierung zweisprachiger fremder Weisheiten oft auch persönliche Überlegungen – nach der Devise, die unter dem Stichwort Lesermotto zu finden ist: Fremdes lesen – Eigenes denken! Verschiedene Auffassungen fielen ihm in beiden Sprachen immer häufiger ein und so nahm er sie in Notizbüchern auch auf. Nach dem Prinzip aber, zuerst das anzupacken, was am schwierigsten ist, hat er sich abermals entschlossen, zunächst das deutsche zur Reife zu bringen. Und daraus ist ein inhaltsreicher Gedankensplitter-Band entstanden mit dem lustigen Titel „Schadenfreude entspringt aus dem Dachschaden“. Berlin, 2011. 200 S. ISBN 978-3-86624-540-2. Eigentlich ist es, wie alle seine vorherigen Bücher, ein Nachschlagewerk, in dem er, als Experiment, nur die alphabetisch geordneten Stichwörter entfernt hat. Es enthält über 2.700 kurze, sowohl tiefe als auch scherzhafte Ansichten.
Danach begann er jene Interpretationen aus seinen Notizblocks zu bearbeiten, die ihm in verschiedenen Zeiten auf Russisch einfielen. Die Mehrheit von ihnen ging in den nächsten Sammelband ein, der „Ничто порочное не прочно“ heißt (Es ist kein Übel haltbar). Moskau, 2013. 383 S. ISBN 978-5-9765-1779-0.
Buch, das Sie nun in Ihren Händen haben, ist eine gründlich überarbeitete und wesentlich erweiterte Ausgabe deutscher Gedanken, zu denen auch die übersetzten russischen kamen. Ein Buch, also, aus zwei! Nach fester Überzeugung des Verfassers, verdient jeder Geistesblitz, in welcher Sprache und Form er auch immer uns kommt, wie ein nobler Gast freudig aufgenommen zu werden. Was man aus ihm später macht, ist eine zweite Sache, wichtig – dass man ihn nicht verliert! Gerade deshalb wurde das Notizbüchlein sein ständiger Begleiter und, dank ihm, hat er viele interessante Einfälle sorgfältig aufbewahrt. Ihre Zahl wird hier mit knapp 7.000 geschätzt. Aus Bescheidenheit traut er sich nicht, sie als Aphorismen oder weise zu bezeichnen, obwohl die Mehrheit von ihnen tiefsinnig und feinfühlig ist.
Nach seiner Meinung, kann fast jedes Wort nicht nur als Gesprächsthema, sondern auch als Objekt ernster oder scherzhafter Überlegung dienen. Und wenn wir nicht ein Roman schreiben, führt er fort, sondern eigene intellektuelle Erfindungen bekannt geben möchten, dann besteht die Pflicht darin, dass Texte nicht nur bedeutend und verständlich sind, sondern auch geordnet dargestellt werden, sodass einzelne Themen und Bestandteile leicht zu finden sind. Als beste Art der Präsentation solcher Miniaturen hält er jene, die gleichzeitig zwei Formen aufweist – thematische und alphabetische. Eine nicht derartig aufgebaute Sammlung ist für ihn unvorstellbar, da sie für Leser nur schwer benutzbar ist und weil man nicht wissen kann wo darin was steht. Deshalb sind hier alle Gedanken nach Themen zusammengeführt und befinden sich unter ihren Stichwörtern (die diesmal nicht entfernt wurden!) auf entsprechenden Stellen in alphabetischer Reihe. Nicht weniger hilfreich beim Finden bestimmter Gedanken sind auch zahlreiche Querverweisungen am Ende der meisten Gruppierungen. – Sie navigieren zu anderen Themen und verwandten Begriffen.
In diesem Zusammenhang ist es notwendig, Leser nicht nur auf den allgemeinen Charakter des Buches, sondern auch auf einzelne interessante Funde des Autors und ihre Vielfältigkeit durch konkrete Beispiele aufmerksam zu machen. Gewiss, sind nicht alle seine Meinungen unumstritten oder gehören zu den einzigen Wahrheiten. Außerdem ist nicht auszuschließen, dass manche Ansichten in irgendwelcher Form schon von anderen Persönlichkeiten geäußert wurden. Aber auch solche, falls es sie gibt, sind einzigartig und betrachten Dinge unter neuen Sehwinkeln, bestechen durch ihre Offenheit, kommen aus Erfahrungen eines Menschen, der nichts verbirgt – sie sind klar, realistisch und frei von allerlei Nachahmungen. Vielen Gegenständen und Taten schenkt A. Windholz eigene, manchmal unerwartete, oft humorvolle Erklärungen und Definitionen. Dieser Charakter seiner Sophismen bestätigt die Meinung, dass in jedem Scherz ein Teil der Wahrheit steckt. So meint er: •Im Leben ist alles möglich, nur nicht alles – in einem Leben! •Ich – das ist jedes Menschen allernächster Unbekannter. Bemerkenswert sind seine politische Anspielungen: •Den Flüchtlingsstrom verhindernd, vergessen Italiener, dass alle Wege nach Rom führen! •Politiker sind Menschen, die am besten den Geruch fauler Eier kennen. Moralischen Themen stellt sich der Autor ebenfalls: •Aus zwei Übeln wähle auch das kleinste nicht! Niemand, sagt er, hat Antworten auf alle Fragen, die uns das Leben stellt. Deshalb bleibt ihm manchmal auch nichts anderes übrig, als – zu fragen! Und das macht er oft nicht ohne Ironie oder Sarkasmus, hinter denen sich mögliche Antworten abzeichnen: •Unter Kranken sich befindend, wer fühlt sich da völlig gesund? Aus eigener Kenntnis beschließt er: •Leicht liest sich das, was schwer geschrieben wurde. Einen besonderen Platz bekommen Sprüche über das Leben und den Tod, häufig scherzhafte oder auch überraschende: •Glaubt man, dass bei jedem Sterben ein Stern vom Himmel fällt, könnte der Tod unsere Sternstunde sein! •Als stärkste aller Künste gilt die militärische! Nicht uninteressant sind auch seine ernste Quintessenzen: •Arme Kinder urteilen meist wie Erwachsene, reiche Erwachsene reden nicht selten wie Kinder!
Obwohl in diesem anregenden Band die meisten Gedanken ohnehin stimmungsvoll sind, ist von Ironie und Humor mehr als die Hälfte aller Aussprüche bezeichnet (diese sind mit dem Lach--Emoticon vermerkt). Klar, dass hinter ihnen der Wunsch steht, etwas zu bessern, da ja gescherzt hauptsächlich nur über Mängel wird. Zu diesem Ziel des Lachens in Georg Lichtenbergs Aphorismen hat sich mal präzise J.W. Goethe geäußert: „Worüber er scherzt, dort ist ein Problem verborgen.“ In diesem Buch von A. Windholz werden Scherze unwillkürlich und unaufdringlich eingesetzt, Humor verleiht seinen kurz formulierten Gedanken eine zusätzliche emotionale Kraft. So bemerkt er etwa nebenbei: •Wer alles glaubt, muss nicht viel wissen! Und man empfindet, dass all sein Scherzhaftes aus eigener Beobachtung kommt: •Als klügster unter zwei Dummen erweist sich gewöhnlich der stärkste! Oder so ein komischer Dialog, dessen Zeuge er eventuell selbst war: •Sitzt ein Mann und strickt. Fragt ihn sein Kumpel: „Spinnst Du?“ Beeindruckend sind auch seine Räte: •Eile wie die Eule – und Du kommst immer nach! Manche Sprachminiaturen bietet er in Form von Rezepten: •Eine leichte Krankheit wird man am schnellsten durch schwere Arbeit los. Anlässlich eines bekannten biblischen Dogmas wird überzeugend behauptet: •Am Anfang war der Gedanke, dem eine Tat folgte, und erst dann kam das Wort! Mutig nimmt A. Windholz den ersten Teil dieses Satzes zum Titel des Werkes, um anzudeuten, wie ernst er es meint.
V. Dombrowskaja, Philologin.
Abend
Der späte Abend ist das Alter des Tages, der frühe Morgen – die Stunde seiner Geburt.
Abendzeitung
Die Abendzeitung ist eine solch hochaktuelle Herausgabe, die schon vormittags komplett fertiggestellt wird, erst zum Tagesende aber ihre Leser erreicht.
Abenteuers. Gefängnis.
Aberglaube
Fällt ein Stern vom Himmel, ist nach einem Aberglauben jemand gestorben oder eine Ehe zerbrochen. Sollte diese Astrologie stimmen, so müsste nach jeder Geburt und Hochzeit auch ein neuer Planet entstehen, andernfalls wäre das Firmament schon längst leer!
s. Spiegel.
Abfahrts. Zugverspätung. Abgabes. Steuer, Zinsen.
Abgase
Abgase sind der moderne Weihrauch, durch den uns Technik für die Treibstoff-Verwendung „entschädigt“.
Abgeordneter
In einem demokratischen Staat, wo viele Volksrepräsentanten jahrzehntelang im Parlament sitzen, sich regelmäßig Diäten erhöhen und unter Realitätsverlust nicht mehr sehen, wie es dem Volk, das sie delegiert hat, geht, kann keine Rede mehr von einer Gerechtigkeit und echter Demokratie sein.
Wenn die Parlamentsabgeordneten sich selber ihre Diäten erhöhen, dann müssten bei Demokratie dasselbe auch Arbeiter machen dürfen. Dies würde aber zum Chaos führen, an dem alleine unsere Volksvertreter schuld wären. Sollte daher nicht selbst das Verfassungsgericht über Diäten der Delegierten entscheiden und über die Gehälter der Verfassungsrichter – das Parlament?
Nach dem Sieg auf der Front der demokratischen Wahlen stehen einem objektiven Volksabgeordneten die wichtigsten Schlachten noch bevor.
s. Versprechen, Wahlen.
Abgewöhnens. Lehren.
Abgrund
Einen Menschen können nur zwei Dinge vor dem Abgrund retten: berufliche Begeisterung und Verwirklichung eigener Ideen. Dabei benötigt er aber nicht selten auch noch die Hilfe des Zweiten.
s. Zocken.
Abhängigkeit
Völlige Unabhängigkeit voneinander und von der Umgebung gibt es weder bei Menschen noch bei Tieren und Pflanzen. Gäbe es auf der Erde keine globale Abhängigkeit, gäbe es auf ihr auch kein Leben.
Der Grund für unsere Abhängigkeit von anderen und damit verbundener Unfreiheit liegt in uns selbst.
Von wem man abhängt, auf den ist man neidisch.
s. Haben, Sein, Unabhängigkeit.
Abkürzungs. DB. Ablehnens. Überlegung.
Ablenken
Die Fähigkeit, von kleinen Angelegenheiten zugunsten der größeren abzulenken, ist ein Zeichen der unerschütterlichen Entschlossenheit und willensstarken Natur.
Um von einer Sache ein wenig abzulenken, muss man sich für die andere etwas mehr begeistern.
s. Erschütterung, Unglück.
Abnehmen
Will man weniger wiegen, soll man auch weniger zu sich nehmen!
Das beste und gesündeste Abnehmen heißt „Nicht zunehmen!“.
Zwei einfache, aber wirkungsvolle Mittel für diejenigen, die abnehmen und schlanker werden wollen: „Iss weniger, trinke mehr!“; „Sitze und liege weniger, laufe mehr!“
Abneigung
Bei gegenseitiger Gefälligkeit profitieren beide, bei Abneigung können sie nur verlieren.
s. Gewalt, Liebe.
Abnutzung
Nutzen wir im Leben nicht nur vieles ab, um selber dabei aufgebraucht zu werden?
Abonnents. Werbung.
Abrechnung
Die kleinste „Abrechnung“ verursacht oft die größte Rechnung.
s. Rache.
Abrüstung
Die Abrüstung ist keine Entwaffnung, sie legt der Aufrüstung noch lange kein Ende!
Absagens. Stelle. Abschaltens. Spielen. Abscheus. Neid, Schuft, Tat.
Abschied
Nicht jeder, der sich verabschiedete, ist auch schon fort!
Ungewöhnlicher Abschied: „Einen schönen Totensonntag noch!“
s. Begrüßung, Kleidung, Unbekannter.
Abschlusss. Sache, Vollenden. Abschnitts. Zeit. Abschreibens. Plagiat.
Absicht
Solche Absichten sind perfekt, die nicht nur im Einklang mit realen Möglichkeiten stehen, sondern auch denkbare Konsequenzen berücksichtigen.
s. Unzufriedenheit, Wunsch.
Abstammung
Unklar, warum Wissenschaftler nur die Abstammung der Menschen von Affen behaupten! Dass alle anderen Tiere von sich selbst entstammen, bezweifeln sie scheinbar nicht!
Laut Darwins Theorie, stammen nicht wir von Affen ab, sondern unsere Vorfahren, daher können wir uns als Menschen in Ruhe auch weiter fortpflanzen!
Interessant zu wissen, wem wir unsere Abstammung zuschreiben würden, wenn es die Affen nicht gäbe?
So ein Widersinn: obwohl wir wissen, dass Störche uns Kinder bringen, glauben wir, dass Menschen von Affen stammen!
s. Affe, Heimat.
Abstands. Mächtiger. Abstinenzlers. Trinker.
Abstraktion
Abstraktionen sind in ungewöhnlicher Form dargestellte Fantasien von Künstlern, die irrtümlich überzeugt sind, dass das Publikum ihre Visionen genauso empfinden wird, wie sie.
Absturzs. Medien. Abwechslungs. Freizeit.
Abwesenheit
Der Abwesende ist häufig nur deshalb schuld, weil er sich nicht vor den Anwesenden rechtfertigen kann.
Abwesend kann man aus drei Ursachen sein – entweder wollte, konnte oder musste man nicht kommen.
Im Grunde sind wir alle dauernd fast überall abwesend, weil wir nur dort sein können, wo wir uns gerade befinden.
s. Beschuldigen, Fehlender, Vergesslichkeit.
Achtens. Lieben, Respektieren. Ackers. Pflug.
ADAC
Die Zeitschrift „ADAC-Motorwelt“ schreibt viel über seine „gelben Engel“, die in der Not als kostenlose Autofahrer-Retter eilig vom Himmel flattern. Fast kein Wort aber über ihre „gelben Teufel“, die auf Erden als Abschleppdienste wesentlich schneller auftauchen und damit ein viel lukrativeres Gewerbe betreiben!
Adelig
Adelig, ob arm oder reich, ist nur, wer ein edles Herz, eine freundliche Seele und einen fürstlichen Kopf hat.
Zu wahren Adeligen sollten nur Weise, Gelehrte und Hochintellektuelle zählen und nur dann, wenn sie höchst human und gerecht sind.
Adoptions. Kinder und Eltern.
Affäre
Jene Frau und Mann wurden noch nicht geboren, denen es gelungen ist, ihre Affären zu verhehlen.
Könnte es nicht einen direkten Zusammenhang zwischen den Worten „Affäre“ und „Affe“ geben?
Affe
Zu Menschen haben offensichtlich nur solche Affen gewechselt, die stark zu ihnen neigten. Dies könnte darauf hindeuten, dass alle Affen – wenn sie wollten – schon lange Menschen wären.
Es könnte sein, dass sich viele Affen nur deshalb in Menschen umgewandelt haben, weil sie zu fleißig waren. Daher ist nicht auszuschließen, dass faule Leute sich rückwärts in Affen umwandeln könnten.
Sollten sich irgendwann alle Affen in Menschen verwandeln, würde die Gefahr der Überbevölkerung real.
Dass der Mensch sich vom Affen entwickelt hat, ist noch nicht hundertprozentig erwiesen. Es hätte genau das Gegenteil sein können, nämlich dass wir, degradierend, uns immer noch im Prozess der Re-Evolution befinden.
Erstaunlich, wie viele Affen sich schon in Menschen verwandelt haben!
s. Abstammung, Mensch, Nacktheit, Rasieren.
Affe und Mensch
Nimmt man die Hypothese von Charles Darwin über die Herkunft des Menschen wahr, ist es logisch zu fragen, von wem selbst die Affen abstammen? Und warum sollen manche Lebewesen von anderen herkommen, während die dritten sich Jahrtausende unverändert und unabhängig von allen fortpflanzen?
Wenn, wie Darwin glaubte, Menschen sich von Affen entwickelt haben, ist es logisch, dass letztere sich langsam in Menschen verwandelt haben. Gemessen an der Tatsache, dass es auf der Welt noch jede Menge Affen gibt, ist dieser Prozess noch lange nicht abgeschlossen!
Aggression
Menschen mit gesundem Verstand sehen nie ernsthafte Gründe für Aggressionen. Deshalb kann man sich nur wundern, dass es den kriegerischen Politikern trotzdem immer wieder gelingt, sein Volk von solchen „Notwendigkeiten“ zu überzeugen.
s. Fahnenflucht, Krieg.
Ahnen(stamm) s. Herkunft, Kinderlosigkeit, Unheil.
Ähnlichkeit
Ähnlich aussehende Menschen sind, möglicherweise, potentielle Geistesbrüder!
Ahnungs. Gefallen, Lösung. Akkords. Lohn. Akteurs. Lehrer, Theater.
Aktien
Die besten Aktien sind solche, die niemand kauft!
Aktivität
Eifrige Aktivität des Einzelnen bringt häufig die geordnete Tätigkeit eines ganzen Teams durcheinander.
s. Herz, Krise, Lebensende, Tag.
Aktualitäts. Journalist.
Akzeptieren
Einen Menschen so zu akzeptieren, wie er ist, ist nur dann leicht, wenn er gut, bzw. so ist, wie wir sind oder wie wir wollen, dass er sein soll.
Wenn Er Ihr sagt: „Ich liebe und akzeptiere Dich, wie Du bist!“, dann täuscht Er sich vorwiegend, weil die Partnerin doch nach seinen Vorstellungen sein sollte und Sie müsste sich danach wenigstens etwas ändern. Dasselbe möchte auch Sie und verändert Ihn auch meistens. – Und zwar viel erfolgreicher!
s. Partnerschaft.
Alibis. Verdächtigung.
Alkohol
Ein trinkender Wissenschaftler rechtfertigte sich damit, dass er Experimente zu Alkoholauswirkungen auf den menschlichen Organismus durchführt.
s. Drogen, Hungern, Hungersnot, Schnaps, Trinker, Wein.
Alkoholiker
Sagt ein Alkoholiker, er könne sofort mit dem Trinken aufhören, wenn er nur wollte, dann sollte man ihn fragen, ob er das irgendwann auch mal wollen könnte!
Viele Alkoholiker ziehen abermals Konsequenzen, aber nur aus Flaschen, die sich leider zu konsequent und schnell entleeren.
Alkoholiker sind wie Kamele – ab und zu schaffen es auch sie, bis zu zwei Wochen nicht zu saufen.
s. Lecken, Schnaps, Süchtiger, Trinken, Trinker, Wodka.
Alkoholismus
Ist einer von Eheleuten von Alkoholismus betroffen, so liegt oft die Schuld beim anderen.
All
Alles hat ein Anfang und ein Ende, nur das All nicht!
s. Anfang und Ende, Unendlichkeit.
Allein
Wenn alleine – sind wir so, wie wir sind, zusammen – ganz anders!
Außer siamesischen Zwillinge, stehen wir alle alleine da!
Man schafft zuweilen mehr alleine als zu zweit!
s. Selbständig, Selbsterkenntnis.
Alless. Haben, Können. Allmächtigs. Gott. Alltags. Überlegung, Wunder.
Almosen
Für Almosen und Spenden hatte der kleine und arme Bürger schon immer mehr übrig gehabt, als der Große und Reiche.
Nicht jedes Almosen wird dem Geber als solches auch angerechnet. Nach der Bibel ist nur der letzte Pfennig wertvoll, den man dem Bedürftigen beisteuert. Wer aber gibt schon sein Letztes? Außerdem würde nachher ein mancher großzügig gebender selber als Mittelloser da stehen!
s. Glück.
Alphabetischs. Wörterbuch.
Alt
Man ist dann alt, wenn kein Kissen mehr weich und kein Schuh mehr bequem genug ist!
Alt ist, wer langgenug jung war! Wer kann das über sich aber sagen?
Es liegt nicht daran, dass der Mensch alt ist, sondern ob er gutherzig war und blieb. Der Gütige fühlt sich immer viel jünger und lebt länger.
Wer nicht alt ist, wird es!
Es werden alle mit der Zeit älter, nur wir nicht!
Alt werden – das geht noch, alt aber sein – nicht!
s. Neu.
Alt und Jung
Man ist so lange jung, bis man nicht über sein Alter nachdenkt.
Je älter man wird, desto jünger möchte man sein!
Wer sich älter vorkommt, will jünger werden.
s. Sauberkeit, Verlieben.
Alter
Wie ein Schicksal ist das Alter – jeder bekommt sein einmaliges!
Das Alter kommt schleichend.
Dann ist das Alter angekommen, wenn wir vor dem Wecker wach werden.
Am exaktesten von allen Zählern ist der Alterszähler, obwohl es jedem vorkommt, dass er zu schnell läuft.
Nach unseren Handlungen ist das Alter schwer festzustellen, da ein mancher Junger ziemlich weise vorgeht, ein Greis dagegen – auch mal völlig leichtsinnig!
Eine Frau soll man nicht nach ihrem Alter fragen, sondern nach dem, wie jung sie ist!
Wäre das Alter eine Krankheit, würden viele das Dreifache leben!
s. Frauenalter, Freund, Gesicht, Gesundheit, Greis, Heilbarkeit, Jahreszeit, Jubilar, Jubiläum, Jugend, Jung, Krankheit, Lachfalten, Langlebig(keit), Müdigkeit, Schönheitsoperation, Selbsterkenntnis, Weise, Zeit.
Alter (hohes)
Das hohe Alter ist eine Lebensperiode, in der wir bei zunehmender Weitsichtigkeit sorgfältiger in die Ferne blicken können.
Nicht nur an vielen Jahren wird ein fortgeschrittenes Alter gemessen, sondern an guten Taten, starken Leistungen und großen Erfolgen.
Je mehr Jahre wir auf dem Buckel haben und je weniger uns bleiben, desto öfter zählen wir sie!
Im tiefen Alter zählen nicht die Jahre, sondern die Gesundheit!
Du bist auch als Greis noch jung – im Vergleich mit denen, die älter sind!
s. Schaffen, Sterben.
Alter (ideales)
Kinder wollen schneller heranwachsen, die Heranwachsenden – jugendlich aussehen, Teenager wollen wie reife Männer sein. Alte Menschen jedoch möchten etwas jünger aussehen. Welches ist aber das ideale Alter, in dem sich die meisten befinden mögen? Es liegt, wie eine Umfrage zeigte, bei etwa siebenundzwanzig Jahren.
Unser bestes Alter war das, in das wir mal wieder zurück möchten!
Alter (wirkliches)
In Wirklichkeit sind wir alle neun Monate älter als es in der Geburtsurkunde steht, da wir uns schon ab dem Moment der Zeugung beginnen zu entwickeln, was bedeutet, dass wir auch schon leben!
Es gibt eine Methode, nach der das Alter jeder Frau fast genau festgestellt werden kann – man schätzt es ungefähr nach ihrem Aussehen und legt noch bis zu fünfzehn Jahre drauf!
s. Spiegel.
Alter Mensch
Die Auffassung „alter Mensch“ scheint relativ zu sein, da einer auch mit vierzig schon altersschwach ist, der andere – auch mit achtzig noch rüstig.
Älter als er ist, fühlt sich kaum ein Junger. Jeder Alte aber empfindet sich in der Regel viel jünger.
Die Alten träumen nicht viel von Jünger-werden, sondern wünschen sich ein stabileres Weiter-leben.
Es wollte noch kein Alter das werden, was aus ihm wurde!
Man wird zunehmend nur von Alten gut gehalten!
s. Greis, Hochbetagt, Sterben, Tod, Wundern.
Alter und Jugend
Wie schön die Jugend sein kann, verstehen nur die Alten, wie widerlich das Alter ist, wissen am besten ebenfalls nur sie!
Im Vergleich zur Jugend hat das Alter einen großen Vorteil – es wird uns im Laufe der Jahre immer treuer und verlässt uns nicht bis ins Grab hinein, während die Jugend abtrünnig ist und lässt uns gerade in den besten Jahren auf immer im Stich.
Alter und Krankheit
Nur der Kranke denkt über sein Alter nach. Der Gesunde ist jung.
Nicht das Alter ist ein Kreuz, sondern Krankheiten, die es zunehmend begleiten.
Der Unterschied zwischen Alt und Jung: Krankheiten besuchen den ersten immer öfter und bleiben ständig viel länger, zum zweiten kommen sie selten und verlassen ihn rasch.
Älter werden
Je älter man wird, desto schneller vergehen die Jahre!
Alle um uns herum wachsen und werden schnell älter. Wir aber, wie es uns vorkommt, bleiben dauernd unverändert jung. Vielleicht aber nur deshalb, weil wir uns selbst am wenigsten beobachten?
Je älter wir werden, desto jünger möchten wir sein.
Wurde Ihrer Meinung nach jemand viel älter, machen Sie ihm ein Kompliment – er sehe immer toller aus!
s. Rauchen.
Altern
Niemand weiß, wann er alt wurde. Vielleicht an den Tagen der selbstlosen Hingabe? In Stunden der höchsten kreativen Arbeit? Oder in Momenten des größten Glückes? Höchstwahrscheinlich aber altern wir am schnellsten von Niederlagen, Elend und Unglück.
Zu altern beginnen wir ab dem Geburtstag!
Schneller altert, wer sich am meisten mit dem Zählen seiner Jahre beschäftigt.
Vielleicht altern ja Menschen nur deshalb, weil sie mit den Jungen nicht mithalten können?
Man beginnt dann zu altern, wenn man anfängt über seine Jahre nachzudenken. Wir tun es aber im verschiedenen Alter. Deshalb trifft man nicht selten alte Jungen und junge Alten.
s. Geschenk, Seele, Unbeliebtheit, Wissen (2).
Altersgenosses. Kommunikation.
Altersheim
Altersheime sind die Schwellen zu Friedhöfen.
Altersunterschied
Es gibt ein natürliches Gleichgewichts-Gesetz, nach dem es junge Menschen zu etwas älteren lockt und ältere zu jüngeren. Das Geheimnis liegt in der Erfahrung, von der zuerst Junge profitieren, dann Ältere.
Wir fühlen uns so, wie jung unser Gesprächspartner ist, nie aber so, wie ein Älterer.
Wenn sich zwei Menschen im verschiedenen Alter lieben, ist es zwar ungewöhnlich, aber nachvollziehbar: Sie ist für Ihn schön und jung, Er für Sie – reif und erfahren. In diesem Unterschied liegt für beide der Reiz. Was die Zukunft angeht, interessiert sie heute nicht – sie leben ja und lieben nicht morgen!
Altess. Neues.
Altmetall
Anscheinend steht die Haltung mancher Menschen zur Altmetallsammlung mit ihrem Hämoglobin- bzw. Eisengehalt im Blut zusammen!
s. Metallschrott.
Altpapiers. Makulatur. Altruists. Egoist.
Amateur
Der Unterschied zwischen Amateur und Profi liegt nicht in der Tiefe und dem Umfang ihrer Pläne, sondern in Maßstäben und Qualitäten der ausgeführten Taten.
Amateure sind von ihrer Beschäftigung mehr als Profis begeistert, selbstloser und träumen weniger über Belohnung und Popularität.
Ameise
Bei aufmerksamen Blicken auf Ameisen stellt man sich unbewusst die Frage: „Wer lebt nach welchem Prinzip – sie nach unserem, oder wir nach ihrem?“
s. Revolution, Unterschied.
Ammes. Kind. Amokläufers. Medien.
Amoralität
Amoralisch ist, was man nachher bereut oder beschämend findet.
Ampels. Verkehrsampel.
Amt
Amtsstunden der meisten Behörden bilden den Eindruck, dass die Beamten nur halbtags beschäftigt bzw. auf Basis eingestellt sind.
Amtsniederlegung
Rechtzeitig auf sein Amt verzichten zu können ist das, was nur wenige Hochrangige fähig sind zu erlernen. Das Leben warnt aber – wer nicht rechtzeitig mit Ehre gehen kann, muss früher oder später seinen bequemen Posten mit Schande räumen.
Amüsierens. Langweilig.
Analphabet
Warum gibt es heutzutage noch Analphabeten? – Unter anderem auch deshalb, weil es den Überfluss von Radio- bzw. Fernsehkanälen gibt, wo es ausreicht, wenn man hören und zuschauen kann, das Lesen und Schreiben aber nicht unbedingt beherrschen muss.
s. Schreiben, Schreibtechnik.
Analysierens. Kritiker. Anarchies. Demokratie, Ordnung. Anästhesies. Rippe.
Ändern
Selbst können wir und wollen uns kaum ändern, möchten aber, dass sich andere unbedingt umstellen – und zwar nach unseren Vorstellungen und unserem Willen.
s. Beständigkeit, Konservatismus, Neuanfang, Seele, Trennung, Veröffentlichung, Weisheit.
Änderung
Das Leben ist eine ständige Änderung – was sich nicht ändert und erneuert, stirbt ab.
Es führen manche Änderungen – zum Ende!
s. Technik.
Aneignungs. Öffentliches. Anekdotes. Liebling, Neologismus.
Anerkennung
Nicht die Anerkennung sucht nach dem Menschen, sondern er schreitet hartnäckig zu ihr.
Späte Anerkennung ist ein Lob dem gestrigen Wetter.
Anfang
Jeder Anfang liegt nicht in den Händen, sondern im Kopf.
Der Anfang aller Anfänge ist die Tat.
Nicht jeder Anfang ist schwierig, hart ist nur der richtige.
s. Eile, Erreichen, Idee, Neologismus, Richtung, Ring, Unendlichkeit, Wort.
Anfang als Hälfte
Man sagt: „Der Anfang ist die halbe Sache!“ Wie oft würden wir eine Arbeit unterbrechen und mit dem Rest wieder beginnen, wenn es so wäre!
Nur bei Faulenzern ist der Anfang schon die halbe Sache!
Traum eines Müßiggängers: „Wäre doch der Anfang nicht die Hälfte, sondern die ganze Aufgabe!“
Anfang und Ende
Ein Anfang ist der erste Schritt zum Ende.
Jeder Anfang setzt auch das Ende voraus, wie das Einatmen – ein Ausatmen, die Geburt – den Tod.
Lobe nicht den schönen Anfang, sondern das gute Ende!
Sollte alles einen Anfang und ein Ende haben, müsste es auch das All betreffen.
s. Sache.
Anfangen
Gut, dass wir vorab nie genau wissen können, wie viel Zeit und Mühe ein neues Vorgehen von uns verlangen wird, ansonsten würden wir vieles nie anfangen.
s. Zweifeln.
Anfertigen
Die meisten Menschen können selber den einfachsten Gegenstand nicht anfertigen, jeder von ihnen findet aber sofort einen Mangel an dem, was der andere schaffe, und kann ihm auch sagen, wie er es am besten hätte machen sollen.
s. Machen, Schönes.
Anführers. Krieg. Angebots. Sozialismus, Ware. Angehöriges. Selbstmord, Sterben, Tod, Verstimmen. Angeklagters. Gericht, Richter.
Angenehmes
Das Angenehme mit dem Nützlichen ist dann leicht zu verknüpfen, wenn man sich beides leisten kann!
s. Überraschung.
Angestellters. Uniform. Angewohnheits. Rückfall.
Angler
Leidenschaftliche Angler sind, wie bekannt, tiefsinnige Menschen, große Fantasten und teilweise sogar Philosophen. Daher wäre es interessant zu wissen, ob auch große Philosophen und Weisen leidenschaftliche Angler waren?
Das Problem des Anglers-Philosophen besteht darin, dass wenn er sich für Gedanken begeistert, verpasst er große Fische, des Philosophen-Anglers dagegen – wenn er sich für Fische entflammt, verliert er wertvolle Gedanken.
Zwei Räte dem Angler:
Springt der Fisch aus dem Wasser und fängt Fliegen, hat er keinen Fraß mehr!
Beißt der Fisch nicht an, sollte man abwarten, bis er hungrig wird!
s. Zocker.
Angriffs. Krieg.
Angst
Angst ist nicht nur die Mutter der Feigheit, sondern auch der Niedertracht und Gemeinheit.
In jeder Angst steckt die Furcht vor einer Schwierigkeit.
Ängste, die nicht gleich durch mutige Taten besiegt werden, wachsen schneeballartig.
Wer ständig Angst hat, hat seinen Platz auf der Welt entweder noch nicht gefunden oder schon verloren.
Große Angst kann dem Menschen die letzte Kraft nehmen, sie ist aber auch fähig, seine Stärke zu verdoppeln!
s. Arbeit, Hass, Konservatismus, Sterben, Tod, Toter, Versicherung.
Anhaltens. Zeit. Anhänglichs. Zuneigung. Anklages. Justiz.
Ankommen
Bis bei manchem etwas ankommt, ist es meistens schon vorbei!
s. Zugverspätung.
Anmaßung
Wie bei Menschen, so auch bei Kontinenten und Ländern: Europa, zum Beispiel, wird anmaßend von Amerika betrachtet, Afrika – von Europa…
Annäherung
Jede Annäherung zweier Menschen hält auch ihre Trennung für möglich.
Anomalies. Talent.
Anonymität
Anonyme Berichte sind meistens kritisch und verachtend, sie kommen in der Regel von Egoisten, neidischen und feigen Menschen, die offen fähig sind, nur schmeichelhaften Lob zu äußern.
Anpassung
Bei Anpassungen erwirbt jedes Lebewesen neue Fähigkeiten und Eigenschaften, meistens positive bzw. bessere.
Will man sich anpassen, muss man bereit sein, sich zu ändern, nicht andere ändern zu wollen.
s. Kinder, Zusammenpassen.
Anreizs. Versuchung. Anrufs. Handy, Telefonat. Ansässigers. Wohlstand. Anschaffens. Sozialismus. Anschauens. Sehen. Anschuldigungs. Rechtfertigung. Ansichts. Grobheit, Konservatismus, Meinung, Unterhaltung, Weiser.
Ansprache
Die deutsche Ansprache „Meine Damen und Herren!“ könnte von einem Sprachneuling buchstäblich verstanden werden – nämlich, als würde das Publikum aus Sklaven des Redenden bestehen.
Anspruchs. Generation, Zufriedenheit.
Anspruchsvoll
Anspruchsvoll zu unseren Nächsten zu sein ist leicht, viel schwerer – zu dem allernächsten unter ihnen – zu sich selbst!
s. Sorglosigkeit.
Anständigkeit
Das Herz eines Anständigen schlägt ruhig und gleichmäßig.
Den ruhigsten Schlaf genießt nicht der Gesündeste, sondern der Anständigste.
Dass ein anständiger Mensch auch mal blanke Schweinereien sich anhören muss – da kommt er nicht immer drum herum. Schockierend ist, wenn er selbst Obszönes liefert.
Um von der Öffentlichkeit als Anständiger gehalten zu werden, würde es auch dann nicht ausreichen, wenn man ein Engel wäre!
Anständige Männer sind bei Frauen selten erfolgreich, obwohl bei Männern den größten Erfolg schon immer anständige Frauen hatten.
s. Ehrlich, Gewissenlosigkeit, Schlaf, Tod.
Ansteckungs. Grippe.
Anstrengung
Ohne Anstrengung geht im Leben sogar das Sterben nicht!
s. Musiker, Stress, Ziel.
Anteilnahmes. Kranker, Mitgefühl, Mitleid, Unterstützung, Versprechung.
Antibaby-Pille
Antibaby-Pillen gehören weder in kinderfreundliche Familien, noch in kinderarme Gesellschaften.
Antisowjets. Sowjetunion. Antlitzs. Gesicht, Maler, Schönheitsoperation. Antriebs. Langweilig, Zeit.
Antwort(en)
Wer alle Fragen blitzschnell beantwortet, ist entweder sehr scharfsinnig oder zu beschränkt.
s. Improvisation, Interviewer, Wissbegier.
Anverwandtes. Vorfahren.
Anwalt
Es müssen immer mehr Angeklagten vor ihren Anwälten geschützt werden.
Anwendungs. Weisheit.
Anwesenheit
Anwesend ist man immer, es kommt nur darauf an, wo und zu welcher Zeit.
Anzugs. Uniform.
Aphorismus
Jeder Aphorismus ist eine unbegründete, von der Wissenschaft nicht nachgewiesene private Meinung.
Die Mehrheit von Aphorismen sind Hypothesen.
Aphorismen sind Einsichten von Menschen, die im Vergleich zu uns etwas „tiefer graben“.
Als Aphorismus kann man jeden einfachen Gedanken bezeichnen, vorausgesetzt – er ist kompliziert ausgedrückt.
Aphorismen sind Gedanken, die auch normalen Menschen einfallen, von ihnen aber wegen Bedeutungslosigkeit nicht notiert und nicht veröffentlicht werden.
Aphorismus (guter)
Geniale Aphorismen kommen großen Denkern in einem Augenblick. Die Mittelmäßigkeit wiederholt und variiert sie tausende von Jahren.
Gut sind solche Aphorismen, die man gerne ergänzen oder kürzen möchte, scheitert aber daran.
Schreiben kann man einen Aphorismus schon! Wichtig dabei ist nur, dass ihn als solchen auch die Leser betrachten werden.
Aphorismus und die Herkunft
Viele Aphorismen stammen aus weltweit bekannten Sprichwörtern, Volksweisheiten und Redewendungen, die von Denkern nur überarbeitet wurden.
Die meisten Aphorismen basieren auf Vergleichen. Und je genauer oder ungewöhnlicher die Gegenüberstellungen sind, desto faszinierender klingen Aphorismen.
s. Vergleich.
Aphoristik
Aphoristik ist eine Sphäre des Tiefdenkens, die das ganze Dasein abdeckt. Sie ist unendlich, wie die menschliche Phantasie und das Universum.
Aphoristiker
Genial ist jener Aphoristiker, dessen Gedanken die Gefühle mehrerer Menschen in längsten Zeiträumen anregen.
Jeder Aphoristiker hofft, dass der Leser aus seinem Geistesgut wenigstens ein paar Gedanken für sich herausfindet und auf seinen Weg mitnimmt.
Aphoristiker schreiben deshalb keine Romane, weil sie ihre Gedanken nicht irgendwelchen Helden in den Mund legen möchten und sie nicht in großen Werken zerstreuen wollen.
Aphoristiker fühlen sich teilweise als Gesetzgeber!
s. Kurz, SMS.
Appetit
Einen guten Appetit kann nur der Hunger bringen, wie einen erholsamen Schlaf – nur die Müdigkeit.
Zum Hungrigen kommt der Appetit vor dem Essen, zum Satten – während des Essens, beim Vielfraß vergeht er gar nicht!
Einen guten Appetit wünschte der Bösewicht nur seinem Feind und dachte dabei: „Verschlucke Dich doch!“
s. Hunger(n), Hungersnot, Nahrung, Wein.
Appetitlosigkeit
Keinen Appetit haben nur die Satten und Kranken.
Der Hungrige leidet nie an Appetitlosigkeit.
Arbeit
Als „Freie Zeit auf der Arbeit“ sollten nur Mittags- und ein paar Verschnaufpausen verstanden werden, auf keinen Fall jedoch – Rauchpausen!
Hinter Angst vor der Arbeit kann Willensschwäche stecken, Depression oder auch Faulheit.
s. Erholung, Faulenzer, Fleiß, Geld(spielsucht), Hobby, Job, Kollektiv, Kommunismus, Kompetenz, Krankheit, Kreativität, Kunst, Leiden, Lesen, Planerfüllung, Reichtum, Schaffen, Tag der Arbeit, Stress, Urlaub, Vollenden, Vorankommen, Werk.
Arbeit (leichte und schwere)
Die härteste Arbeit ist einfach, wenn man sie zu tun weis, die leichteste, dagegen, ist schwer, wenn man sie noch nie getan hat.
Schwere Arbeit und Stress machen genauso krank, wie die Sklaverei. Eine vernünftige und mäßige aber hält körperlich und geistig fit.
Am leichtesten ist jene Arbeit, die von anderen erledigt wird.
Schwierig ist zuweilen, mit jemand eine leichte Arbeit zu teilen!
Arbeit und Belohnung
Jede Arbeit muss nicht nur gut getan, sondern auch entsprechend belohnt werden.
Bekommt einer für leichte Arbeit einen hohen Lohn, müssen andere für ein niedriges Gehalt hart schuften!
s. Lohn, Streik, Trinkgeld.
Arbeit und Ernährung
Die praktische Umsetzung des grausamen Mottos: „Wer nicht arbeitet, der isst auch nicht!“ hat nicht nur vielen Faulenzern das Leben gekostet, sondern auch tausenden von Kranken und Behinderten, die gerne gearbeitet hätten, aber nicht konnten. In der Bibel jedoch, aus der es angeblich wörtlich entnommen wurde, sprach Apostel Paulus viel humaner. Er sagte: „Wenn jemand nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen!“
Wer sein Brot ehrlich verdient, ist kein Sklave seines Jobs, sondern der Wirt. Wer sich aber Mittel für den Lebensunterhalt unehrlich beschafft, ist ein Dieb fremder Arbeit.
Arbeit und Spaß
Seine Arbeit lieben bedeutet – ohne Zwang sie nicht nur gut machen, sondern auch mit Freude und Spaß bestens zu Ende führen.
Spaß macht die Arbeit dann, wenn man sie nicht lassen kann!
s. Spaß.
Arbeiten
Menschen, die schuften wie Tiere, arbeiten in der Regel schwarz.
Wer voll in die Arbeit taucht, sollte den Boden unter den Füßen trotzdem nicht verlieren!
Es arbeiten manche wie Tiere nur am Tisch!
Wer wie ein Tier arbeitet, führt oft ein räuberisches Leben.
s. Reicher.
Arbeiters. Kündigung, Schriftsteller, Vorgesetzter, Waffe, Zwangsarbeiter.
Arbeitgeber
Nicht alle Arbeitgeber mögen kreative Arbeiter. Diesen werden demütige, zufriedene und anspruchslose vorgezogen, besonders aber – produktive Maschinen und Automaten.
Welcher Arbeitgeber träumt nicht von Mitarbeitern, die Roboter-Fähigkeiten besitzen?
s. Lohn.
Arbeitnehmers. Lohn, Prämie.
Arbeitsagentur (Arbeitsamt)
Die deutsche Agentur für Arbeit ist mit ihrem riesigen Personalapparat eher ein Statistikamt für Arbeitslose als ihr Berater und Vermittler!
Arbeitsamkeit
Für viele Zeitgenossen bedeutet Arbeitsamkeit nur noch den fleißigen Gang zum Arbeitsamt – die „Arbeits-Amt-keit“, so gesagt.
s. Müßiggänger.
Arbeitsgesetz
Im Dschungel der Arbeitsgesetze können sich am besten Müßiggänger aus, die sie dadurch am erfolgreichsten auch umgehen!
Arbeitsleistung
Hohe Arbeitsleistung bei guter Qualität ist ein Talent!
Leistungsfähiger ist meistens jener, der am wenigsten hohe Produktivität anstrebt.
Je weniger Zeit uns für etwas bleibt, desto schneller steigt die Leistung.
Am produktivsten arbeitet man dann, wenn außer Arbeit nichts zu tun ist.
Arbeitslosengeld
Das Problem der Arbeitslosigkeit in vielen Industrieländern liegt auch noch darin, dass viele gesunde Menschen zufrieden sind mit dem Niveau des Arbeitslosengeldes. Da es ihnen ein bescheidenes Leben zu führen ermöglicht, haben sie kein Interesse an einer regulären Beschäftigung.
s. Automat.
Arbeitslosigkeit
Die Arbeitslosigkeit sollte von verschiedenen Seiten betrachtet werden – eine Sache, wenn der Mensch keine Stelle findet und auf Arbeitslosengeld angewiesen ist, etwas anderes aber, wenn er eine Beschäftigung hat, guten Lohn bekommt, dabei aber kaum was zu tun hat – ein beschäftigungsloser Arbeitnehmer, so gesagt.
Es kam oft ein älterer Arbeitsloser in einen Spielzentrum und flipperte zwei bis drei Stunden täglich. Das hat ihm wenig gekostet, aber viel Spaß gemacht. Wäre er verpflichtet gewesen, dies als Ein-Euro-Job anzunehmen, hätte er es abgelehnt!
s. Fachkräfte, Unersetzlich.
Arbeitslosigkeit auf null
In der gegenwärtigen Internetzeit ist die Arbeitslosigkeit praktisch von selbst auf null gesunken – fast alle Arbeitsuchende sind vollbeschäftigt – durch das tägliche Surfen im Netz.
Auf null Prozent kann die Arbeitslosigkeit nur in solchen Ländern gedrückt werden, wo das Volk bei Wahlen hundertprozentig für die Politik der Führung abstimmt.
In der ehemaligen Sowjetunion gab es offiziell keine Arbeitslosigkeit und nur deshalb, weil es darüber keine Statistik gab.
s. Vollbeschäftigung.
Arbeitslosigkeit und Fachkräfte
Dass man im eigenen Land eine Vielzahl von Arbeitslosen hat und jährlich tausende von qualifizierten Arbeitskräften aus dem Ausland nimmt, ist schwer nachvollziehbar. Warum schult man nicht genügend einheimische Arbeitslose um? Nur weil es teurer ist? Man schadet damit aber der Zukunft des eigenen Landes und auch Staaten, aus denen ausgebildete Fachkräfte aufgenommen werden.
Arbeitslosigkeit und Kinder
Die Ursache hoher Arbeitslosigkeit im Westen liegt nicht nur am Mangel von Arbeitsplätzen, sondern auch Kinderstätten und nicht zuletzt an der Erziehung von Kindern, die solche Einrichtungen nicht besuchen. Im frühen Alter entwickelt sich bei denen ein gewisses Privileg, da sie im Gegensatz zu anderen morgens nicht früh aufstehen, nirgendwo hingehen müssen und keine ernsten Verpflichtungen haben. Als Schüler lernen sie dann schlechter, haben als Erwachsene weniger Lust auf reguläre Beschäftigung und geben sich zufrieden mit winzigem Arbeitslosengeld.
Arbeitsplatz
Es gibt erfolgreiche Unternehmer, die für viele Menschen neue Arbeitsplätze schufen. Manche beklagen sich dann aber darüber, dass sie ihnen auch noch Gehalt zahlen müssen!
Arbeitsscheus. Reich sein.
Arbeitstag
„Wenn ich den versäumten Arbeitstag, überlegte sich ein Säufer, auf meine Überstunden zurückführe, dann könnte es für einen Urlaubstag reichen!“
s. Tag, Wochenende.
Archäologies. Müll. Archipels. Insel.
Architekt
Architekt, der angeblich einen großartigen Palast „errichtete“, war in der Tat kein Baumeister oder Arbeiter, sondern ein Schöpfer und Künstler.
Ausgehend von Skizzen und Projekten der Architekten, bauen sie nicht, wie es üblich ist über sie zu reden, sondern malen bloß und zeichnen zukünftige Bauwerke.
Wil Lipatow, ein russischer Schriftsteller, schrieb mal bezüglich auf Straßenbauten, dass der Mensch das einzige Wesen ist, das gerade Linien ziehen kann. Haben manche Architekten ihn nicht so verstanden, als gäbe es keine anderen Linien?
Architektur
Das Gesicht jedes Ortes ist seine Architektur.
Ein architektonisch armes Gebäude wird von Baukünstlern oft reich und bunt bemalt – weil sie wissen, dass grelle Farben auffallend sind und ziehen unsere Augen stärker an. Aber sie berechnen sich, da die Augen bunte Farben nicht lange ertragen. Wir schauen viel länger auf so ein Gebäude, das alles in sich harmonisch vereint: Form, Stil und Farbe, die nur zusammen uns eine wahre Schönheit verleihen können.
Nur ein seltenes architektonisch reiches Bauwerk kann die es umringende Natur schmücken oder ergänzen. In den meisten Fällen verdirbt es sie.
s. Kirche.
Archiv
Archive sind mit Friedhöfen vergleichbar – was in sie reingesteckt wird, ist fast begraben und schon bald halbvergessen. Sie unterscheiden sich nur dadurch, dass man Archiv-Grabstätten schneller wiederfinden und leichter ausheben kann.
s. Kartothek.
Ärgers. Gutes tun, Wahrheit. Arms. Gerechtigkeit, Mode. Armbanduhrs. Uhr.
Armee
Das Wort „Armee“ kommt von zwei anderen – „arm“ und „Arm“, da schon im tiefen Zeitalter nur die ärmsten zur Wehrdienst einberufen wurden. Dabei reichte es schon aus, wenn sie wenigstens einen Arm hatten. Jede Armee, wie bekannt, war, wenn nicht dürftig, dann arm. Ist es meistens auch heute noch! Die Verhältnisse in fast allen Armeen sind erbärmlich. Und solche armen Armeen mussten seit Jahrtausenden ihr eigenes armes Volk beschützen. Es kam auch oft vor, dass sich das arme Volk vor der eigenen armseligen Armee schützen musste.
s. Uniform.
Armer
Auch in reichen Ländern gibt es viele arme Menschen. Allerdings könnte ein mancher von ihnen im Vergleich zum Mittellosen aus einem unterentwickeltem Land als Wohlhabender gelten.
Der Arme ist immer mutig. Muss er ja auch, da das Wort „Armut“ aus „arm“ und „Mut“ besteht.
Von der Hand in den Mund leben jene, die beim Essen keinen Besteck benutzen.
s. Geld, Heilig, Helfen, Präsident, Schönheit, Zocker.
Armut
Armut ist die Folge einer Verletzung der ausgewogenen Verhältnissen zwischen Produktion, Lohnentwicklung und Konsum. Daran kann entweder das ganze staatliche System schuld sein oder einzelne falsche politische Entscheidungen.
Die Armutsursache einer Gesellschaft liegt immer in ihr selbst. Die Armut eines einzelnen Menschen dagegen kann nur selten ihm alleine zugeschrieben werden – hier ist meistens auch die Gesellschaft schuld, in der er aufgewachsen ist, die ihn vernachlässigt oder benachteiligt hat.
Wir leiden alle an einer Armut, wenn nicht an materieller, dann an intellektueller.
Armut, Dummheit und Faulheit sind Geschwister.
s. Erbe, Fleiß, Geldspiel, Hungern, Hungersnot, Phantasie, Sauberkeit, Schleifen, Sparsamkeit, Spende, Wohlstand.
Armut und Reichtum
Armut und Reichtum sind relative Begriffe, weil man reich an Erfolgen sein kann, dabei aber einen Schuldenberg haben.
s. Reich sein, Souveränität.
Armutsgrenzes. Wohlstand. Arrests. Verbrecher. Artikels. Zeitung.
Arznei
Nach Meinung des Spießbürgers, wenn ein Arzneimittel unschädlich ist, ist es auch nützlich.
s. Bewegung, Genesung, Krankheit, Medikament, Verbindung, Wort.
Arzt
Wann gehen wir in der Regel zum Arzt? Meistens erst dann, wenn wir fast nicht mehr laufen können. Würden wir früher gehen – würden wir länger laufen!
Je weniger Ärzte, desto mehr kranke Menschen, wären aber alle gesund, gäbe es keine Ärzte.
Selbst der mittelmäßige Arzt muss keine Angst um seinen Job haben – eine Tierarztstelle kann er immer finden.
s. Chirurg, Besuchen, Diagnose, Erkrankung, Genesung, Handschrift, Heilen, Heilender Arzt, Heilung, Koch, Krankenversicherung, Krankheit, Medizin(er), Natur, Patient, Simulant, Tod, Trinken, Zahnarzt.
Arzt (im Osten und im Westen)
Bei Sozialismus sind Ärzte mit ihren niedrigen Löhnen daran interessiert, dass Patienten möglichst schnell ausgeheilt werden und seltener zu ihnen kommen. Bei westlichen Ärzten mit ihren hohen Honoraren schaut es umgekehrt aus – als hätten sie gar kein Interesse an der schnellen Heilung und möchten nur, dass Menschen sie öfter aufsuchen.
Arzt und Heilung
Es gibt Ärzte, die gut heilen und freundlich mit Patienten umgehen, aber auch solche, die unfreundlich sind und schlecht behandeln. Eins schaffen sie aber alle – gut zu leben!
Kein normaler Arzt möchtet, dass alle Patienten genesen – für seine Existenz wäre das tödlich!
s. Genesung, Verbindung.
Arzt und Krankenkasse
Würden Ärzte ihren Lohn nicht für die Zahl der empfangenen Patienten erhalten, sondern für die ausgeheilten, könnten Kosten der Krankenkassen um die Hälfte gesenkt werden.
Arzt und Pharmaindustrie
Einen unabhängigen, von Pharmazeuten nicht bestochenen Arzt findet man nur noch selten. Gerade der aber verschreibt uns keine neue teure Arznei, sondern die erprobte alte billigere, viel wirksamere und weniger schädliche.
Arzt und Veterinär
Unter den Ärzten – nicht ohne Veterinäre! Und auch umgekehrt!
Ärztetermin
Dass bei Ärzten nicht bald ein Termin zu bekommen ist, hat auch seine positive Seite – bis dahin sind die meisten Patienten von selbst schon gesund!
Asphalt
Als wirklich hartes Material für die Bedeckung moderner Wege kann Asphalt nur im Norden und bloß im Winter dienen. Im Süden, vor allem im Sommer, ist er, im Gegensatz zu Beton, ziemlich weich.
s. Kaugummi.
Ästhet
In einer abgeschnittenen, verwelkenden herrlichen Blume sieht der Ästhet eine junge, zum Tode verurteilte Schönheit.
Astronaut
Ein Bisschen weltfremd müssen sich Astronauten sowohl auf der Erde als auch im All fühlen!
Astronomies. Universum. Asylants. Heimat, Migrant.
Atheist
In der Tiefe der Seele auch jedes an Gott zweifelnden, sogar Atheisten, lebt sein eigener, großer oder kleiner Schöpfer.
Macht man sich vertraut mit Biografien bekannter Atheisten und Gotteslästerer, so ist festzustellen, dass viele von ihnen, noch ziemlich jung, durch furchtbare Krankheiten vom Schicksal bestraft wurden.
Glaubt jemand, er glaube an niemand, glaubt er an sich als einen Atheisten.
Der aufrechte Atheist hat im Unterschied zum Gläubigen um eine Sorge weniger – er muss nicht nachdenken, wohin seine Seele nach dem Tod wandern wird.
s. Gott, Ungläubiger, Weihnachtsgeld, Zensur.
Atlants. Rad, Wichtig. Atmens. Luft, Rauchen, Schnarchen. Atmosphäres. Schreiben, Wetter. Atombombes. Tabak.
Attraktivität
Nur ein kleines Merkzeichen im Aussehen oder ein besonderer Strich im Charakter bzw. Verhalten eines Menschen können ihn attraktiver machen. Und gerade diese winzigen Zeichen werden oft in der Freundschaft und Liebe am meisten geschätzt.
Ein Giftpilz ist immer anziehender als der essbare. Die Blume einer Dornbuschart, die unsere Haut verbrennen kann, ist größer, bunter und auffallender als andere. Oder die wunderbaren Blüten fast aller Kakteen mit ihren gefährlichen Stacheln! Und selbst die Schönheit der Rose mit den starken Dornen! Sind die nicht mit manchen attraktiven Menschen vergleichbar?
s. Güte, Schöner Mensch, Sympathie, Tugend.
Aufbauen
Vieles sind Menschen fähig im Laufe der Zeit aufzubauen, zerstören aber – noch mehr und wesentlich schneller!
s. Bauen, Errichten, Krieger, Zerstörung, Zukunft.
Aufdringlicher
Hat sich Ihnen in guten Zeiten jemand als Freund aufgedrungen, wird er bei schlechten als erster einen Anlass finden, um sich von Ihnen auch zu trennen!
Es gibt zwei Typen von aufdringlichen Menschen – einige ersuchen unsere Seele, die anderen haben den Geldbeutel im Auge.
Die aufdringliche Fliege beunruhigt mehr, als ein harmloser Schwarm.
Aufdringlichkeit
Aufdringlichkeit hat viele Wurzeln, die in Neugierde, Einsamkeit, unerwiderter Liebe, im Neid, in der Schadenfreude oder latenter Feindschaft stecken können.
Die Rettung vieler einsamen Menschen liegt in ihrer Aufdringlichkeit. Wo findet aber die Rettung von Aufdringlichen jener, der beziehungsreich und ausgelastet ist?
s. Gutes tun.
Aufenthalts. Standort.
Auferstehung
Sollte die Auferstehung der Verstorbenen möglich sein, wäre das menschliche Leben mit der Existenz einer Schneeflocke vergleichbar, die tauend und dampfend, mehrmals empor in den Himmel steigt und wieder auf Erden landet.
„Auferstehen“ können wir höchstwahrscheinlich nur in Form eines Baumes, der über dem Grab mit seinen Wurzeln uns einsaugen wird.
Glauben sollte man nur an eine „Auferstehung“ durch allverzeihende Worte unserer Nächsten.
Wer sagt: „Man lebt nur einmal!“, glaubt nicht an die Auferstehung der Toten!
Zugegeben, die Auferstehung der Toten ist möglich! Wie aber würden die sich aus ihren Gräbern herauswühlen und in welchem Zustand erscheinen?
s. Demografie, Gericht (höchstes), Narkose, Schlaf, Seele, Verstorbener.
Auffallendess. Wunder.
Aufgabe
Schwierige Aufgaben, die wir uns selber vornehmen, die aus Notwendigkeit entstehen, nicht als Befehl, sondern als Bitte empfangen werden, sind die leichtesten.
Aufgebens. Suchen. Aufheiterns. Lustig, Stolpern. Auflages. Verlag, Wikipedia. Aufmerksamkeits. Sympathie, Zärtlichkeit, Zusammenführung.
Aufnahme
Das Anschauen und Anhören von Aufnahmen ist wie eine Mahl aus der Konservendose. Ein eigenes Erlebnis dagegen – wie ein persönlich vorbereitetes Gericht.
s. Gedanke, Kino, Tourist.
Aufregung
Ein aufgeregter Mensch möchtet nur gehört werden. Hat er sich ausgesprochen, wird er sich beruhigen. Ob er dabei auch verstanden wurde, ist für ihn nicht wichtig.
Erbärmlich ist, wenn sich die geistige Tätigkeit eines großen Denkers von kleinen Aufregungen beschränken lässt.
s. Ruhe, Unruhe, Unglück.
Aufrichtigkeit
Als gute Menschen auftreten – das wollen wir alle, doch ist es nicht einfach, nach Gottesgesetzen zu leben. Dennoch versuchen wir es ständig, ihnen zu folgen und auch in schlimmsten Zeiten am aufrichtigsten zu bleiben.
Eine übermäßige Aufrichtigkeit und Leichtgläubigkeit zeigen wir vertrauensvoll oft unabsichtlich, trotz Vorahnung, dass man auch damit nie zu weit gehen sollte.
Aufruf
Aus allen Aufrufen, die mit „Es lebe!“ beginnen, sollte man groß nur „Es lebe die Liebe!“ preisen.
Aufrüstungs. Abrüstung. Aufschreibens. Gedanke, Schreiben.
Aufschwung
Aufschwung und Fortschritte, die ständig öffentlich versprochen werden, sind meistens lange nicht in Sicht.
s. Reich sein, Verfall.
Aufsicht
Ein Stammgeldspieler eines Kasinos nannte die dortige Aufsicht nur „Aufsucht“. Auf die Frage: „Warum?“ antwortete er: „Weil Sie auf uns, Süchtigen, aufpassen!“
Aufstand
Aufstände machen nur, sich auf dem Boden befindende.
s. Zerstörung.
Aufstehen
Ein russisches Sprichwort lautet: „Wer früh aufsteht, dem gibt der liebe Gott“. Ja, Er gibt ihm wirklich, in erster Linie aber mehr Arbeit und Sorgen!
s. Fallen.
Aufstieg
Für jeden Aufstieg gibt’s auch einen Abstieg.
s. Schwierig.
Aufwachsens. Nabel der Welt, Wurzel.
Auge
Augen sind die Fenster unseres Körperhauses.
Durch Augen und Ohren, wie durch vier Toren, schreitet die Umgebung in uns hinein.
Viele machen ihre Augen erst dann richtig auf, wenn sie schon bald auf immer geschlossen werden müssen.
Man liest, wie bekannt, mit Augen, aber in ihnen ist ebenfalls viel zu lesen – auch ob sie schon viel gelesen haben, kann man von ihnen ablesen!
s. Sehen, Sehvermögen, Träne(nsack).
Augenarzts. Brille, Ophthalmologe, Sehen, Sehwinkel.
Augenblick
Es gibt Augenblicke, die wichtiger als Jahre sind.
Augenlider
Augenlider sind Fensterläden des Gesichtes.
Ausbesserns. Vollenden.
Ausbildung
Nicht jener ist gut ausgebildet, der sich für vieles interessiert, sondern wer viel weiß und kann!
s. Tüchtigkeit.
Ausbildungs. Bildung und Erziehung.
Ausdauernd
Ein normaler junger und gesunder Mensch kann nicht besonders ausdauernd sein.
Ausdrücken
Je weniger es originell denkende und sprachbegabte Menschen gibt, desto mehr abgenutzte Ausdrücke!
s. Gedanke, Gesagtes, Humor, Plauderer, Prosa, Redegabe, Sprechen, Stil, Wort, Zweifel.
Auseinandersetzungs. Gespräch, Trennung. Ausgangs. Sackgasse. Ausgebens. Geld.
Ausgehen
Es wundern sich manche Einheimische, warum Ausländerfamilien wenig ausgehen und nur selten öffentliche Veranstaltungen besuchen. Die Ursache liegt auf der Hand – die meisten von ihnen sind arm und dadurch gezwungen, an allen Ecken zu sparen.
Ausheilens. Heilung.
Ausland
Der Deutsche interessiert sich im Ausland aufrichtig für die dortige Bevölkerung, die ihm ehrwürdig, lieb und gastfreundlich vorkommt. Meistens ist sie aber ärmer. Der Hintergedanke unseres Landsmannes ist daher: „Ihr sollt doch, um Gottes Willen, nicht selber mal in unser ohnehin überfülltes Vaterland kommen!“
s. Fremde.
Ausländer
Mit den Ausländern ist es in reichen Ländern so, dass die Einheimischen sie wirklich gerne hätten, am besten aber als unterbezahlte Gast-Tagelöhner an schwierigsten und schmutzigsten Arbeitsstellen.
Es meinen viele Ausländer, dass der Mangel an Wissen von Gebräuchen des fremden Landes sie nicht besonders in Verlegenheit bringen muss – immerhin kennen ja auch Ansässige die fremde Traditionen nicht! Diese Ansicht ist daher falsch, weil jeder als Gast in eine solch unangenehme Lage geraten kann.
Wir leben alle gleichzeitig sowohl im In- als auch im Ausland, da wir für den Rest der Welt alle Ausländer sind!
s. Auto, Dialekt, Einheimischer, Fremder, Führerschein, Migrant, Spielothek, Sprache, Sprechen, Wohlstand.
Auslastungs. Planerfüllung.
Ausnahme
Ausnahmen sind erlaubte Verbote.
Hinter jeder Ausnahme steckt die Absicht eines Privilegs.
Ausnahmen gibt es meist viele für Wenige und wenig für Viele.
Ausnahme und derer Entstehung
Eine Ausnahme entsteht dann, wenn etwas zu keiner Regel passt.
Ausnahmen werden für die häufigsten Fehlern beschlossen, mit dem Ziel – die wenigsten von ihnen für solche zu halten.
Ausnahme und Gesetz
Zu Gesetzen werden dafür Ausnahmen verabschiedet, dass man sie nicht unbedingt einhalten muss oder umgehen kann.
Ausnahme und Mensch
Jeder Mensch ist eine Ausnahme – weil er einmalig ist!
Ausnahme und Regel
Ausnahmen werden nur zu unvollkommenen Regeln benötigt.
Viele Ausnahmen müssten schon als Regeln gelten!
In der Regel sollte es keine Ausnahmen zu Regeln geben!
Es sollten mal solche Regeln erarbeitet werden, die alle Ausnahmen beseitigen!
Ausnutzens. Tier, Zukunft. Ausprobierens. Probieren. Auspuffs. Autofahrer.
Ausrede
Ausreden gelten als Schuldeingeständnisse, sie sind Feinde des Erfolges.
Ausrufezeichens. Fragezeichen. Ausschöpfens. Möglichkeit.
Aussehen
Willst Du gut aussehen – sei natürlich!
s. Jung aussehen, Kompliment, Spiegel.
Äußeres
Die Natur ist nicht nur freigebig, sondern auch gerecht. So kann sie dem Hässlichen eine beachtliche und stattliche Figur verleihen.
Das Äußere eines normal gebauten Menschen kann nicht abscheulich sein.
Nur selten ist der Mensch ideal gebaut und absolut schön, hässlich aber kann nur das Äußere einer Missgeburt oder eines Verwahrlosten sein.
Die Innenwelt eines unschönen Fremden öffnet sich nicht gleich. Ist er bei uns aber gut angekommen, wird mit der Zeit auch sein Äußeres attraktiver.
s. Blick, Figur, Gesicht, Inneres, Kleidung, Mode, Öffentlichkeit.
Äußeres und Änderungen
Nur durch strenge Beachtung der Hygiene und die geschmackvoll gewählte Kleidung kann man sein Äußeres verschönern.
Ihr Äußeres ändern Menschen entweder zwecks Konspiration oder um schöner auszusehen. Sich aber besser zu gestalten als die Mutter-Natur es getan hat, können sie nicht. Alle Versuche in dieser Richtung bringen mit der Zeit negative Ergebnisse, sie machen uns abartiger und hässlicher. Möglicherweise, ist es sogar eine Sünde, die der Selbstverstümmelung gleich ist.
s. Schönheitsoperation.
Äußeres und Inneres
Sein Äußeres kann der Mensch im Spiegel sehen, das Innere – aus seiner Umgebung erfahren.
Jedes Menschen Äußeres liegt in seinem Inneren. Etwas am Äußeren zu ändern bzw. zu verbessern kann man nur aus innen heraus.
Der Unterschied zwischen dem Äußeren einer Person und ihrer Innenwelt ist oft deshalb so groß, weil den Körper selbst die Natur geformt hat, die Seele aber – Menschen gebildet haben.
Könnten Menschen ihre Seele ebenso schön zurechtmachen, wie ihr Äußeres, wären die meisten von ihnen Engel.
s. Verlieben.
Außerirdisches. Planet. Äußerns. Liebesgefühle, Meinungsäußerung, Transparenz, Wort.
Aussichtslosigkeit
Bei der Suche nach einem Ausweg aus der aussichtslosen Lage helfen nur Findigkeit und Entschlossenheit.
Aus allen aussichtslosen Situationen findet sich ein Ausgang, nicht selten – durch die Hintertür!
Aussiedler
Aussiedler sind gleichzeitig auch Einsiedler.
Die meisten Aussiedler interessieren sich nicht mehr für russische Kultur, aber auch noch nicht besonders für die deutsche. In ihrem Herkunftsland aber haben sie sich dafür auch nicht viel interessiert, da es hauptsächlich Handwerker und Mechaniker waren. Dazu sind hier, in der neuen Heimat, sogar Akademiker und Ingenieure ungewollt einfache Arbeiter geworden, weil man ihre Diplome nicht anerkannt hat. Ganz anders aber, hoffen fast alle, soll es bei ihren Kindern kommen.
s. Einheimischer, Heimat, Migrant, Russlanddeutsche.
Aussiedler und Heimat
Aussiedler haben zwei Heimaten – die erste, wo sie geboren und großgezogen wurden, dort aber wegen ihrer Nationalität immer Fremde waren, und die zweite, historische, die sie aufgenommen und geholfen hat, wieder auf die Beine zu kommen. Wegen schwachen Sprach- und Kulturkenntnissen knüpfen sie selten neue Kontakte mit Einheimischen und sind deshalb auch hier noch Halbfremde. Nach ein oder zwei Jahrzehnten gliedern sie sich aber schon ein. Ihre Kinder kommen noch schneller voran und gehen viel weiter. Die Enkelkinder kann man in paar Jahren nicht mehr von Ansässigen unterscheiden.
Aussiedler und Spätaussiedler
Der Unterschied zwischen Aussiedlern und Spätaussiedlern besteht darin, dass die ersten etwas früher in ihre historische Heimat zurückgehen dürften. Auch in besseren Zeiten kamen sie nach Deutschland und wurden bei ihrem Neuanfang stärker von der Regierung unterstützt.
Aussöhnungs. Konflikt.
Ausspielung
Ein echter Glücksspieler ist auch mit misslungener Ausspielung zufrieden: „Da hatte ich wenigstens die Möglichkeit zu gewinnen, verpasste aber die Chance!“ – meint er.
Ausspraches. Gesagtes, Schreiben, Sprechen, Zungenbrecher.
Ausstellung
Ausstellungen sind Orte, wo hauptsächlich neue, hochwertige, teure und mangelnde Waren vorgestellt werden, die viele sehen können, nur wenige aber kaufen.
Austauschs. Meinungsaustausch.
Austeilen
Wie man nicht nur nehmen, sondern auch geben soll, so sollte man nicht nur einstecken, sondern auch austeilen können!
Auswahl
Bei der Auswahl des Notwendigen ist Vielfalt erforderlich.
Die höchste Freiheit der Auswahl wird dort garantiert, wo es am wenigsten zu wählen gibt.
s. Sozialismus, Ware.
Auswanderers. Integration, Migrant.
Ausweg(slosigkeit)
Ist man in einer Lebenssackgasse hoffnungslos stecken geblieben und sieht keinen Ausweg, so gibt es immer die Möglichkeit, den Weg zurück einzuschlagen, der Chancen zum Neuanfang bietet.
s. Sackgasse, Selbstmord, Situation.
Auszeichnung
Es ist bei manchen die Brust mit Auszeichnungen und Ordens voll bedeckt, die Seele aber – komplett leer!
s. Orden.
Auto
Je ärmer ein mancher Fremder, desto ein teureres Auto möchte er besitzen! Das letzte Geld wird ausgegeben, Schulden auf viele Jahre aufgenommen, aber er kauft sich einen Wagen, über den alle staunen werden! Wie oft jedoch zerschlägt er ihn, bevor das Darlehen ausbezahlt wurde! Der sparsame Einheimische dagegen nimmt selten Kredite auf und benutzt länger ein einfaches Fahrzeug.
Ohne Klimaanlage ist das Auto im Sommer ein Dampfbad auf Rädern, eine finnische Sauna, im Winter dagegen, ohne Heizung – eine Gefriertruhe!
s. Autofahrer, Automobil, Mechaniker, Unfall, Zug(unglück).
Autobahn
Die Autobahn ist ein solch wunderbarer Weg, auf dem jeder Fahrer gerne möchte, dass sein Wagen Flügel hätte.
Alle Autobahnen führen zu einem Ort, der „Ausfahrt“ heißt!
s. Verkehrsmeldung, Weg.
Autobiografie
Jede Autobiografie ist eine Form des Selbstporträts, das nicht mit Farben, sondern Worten dargestellt wird. Und sie hat noch eine Übereinstimmung mit dem Selbstbildnis – auch hier zeigt sich der Mensch so, wie er gesehen werden möchte.
Weil sie nie selbstkritisch genug ist und hauptsächlich aus Eigenlob besteht, kann fast jede Autobiografie als vorsätzliche Täuschung bezeichnet werden.
s. Testament.
Autobiografie schreiben
Trotz allen Vorbehalten kann das autobiografisch beschriebene Leben einer vorbildlichen Person sehr belehrend sein. Besonders aber dann, wenn es nicht von ihr selbst, sondern von einem neutralen Autor als Biografie dargestellt wurde. Die Berühmtheit selbst sollte stattdessen in eigener Richtung etwas Neues schaffen.
Eine Autobiografie beginnen zu schreiben heißt, sich nicht nur der Erforschung, sondern auch Beschönigung des eigenen Lebens zu widmen, sich einem großen Ruhm stellen zu wollen und sich damit zum baldigen Sterben vorbereiten.
Autobiografie veröffentlichen
Die Autobiografie zu veröffentlichen ist nichts anderes als sein Lebenslauf auf die große Bühne zu bringen – nach eigener Inszenierung und Regie.
Eine absolut wahrhafte Autobiografie zu publizieren wäre vergleichbar mit der Öffnung des eigenen Schlafzimmers für jeden Neugierigen.
Autodieb
Meldung über einen Autodieb: „Mit dem „Ford“ war Er fort!“
Autofahrer
Das Auto verleiht manchem, am Steuer sitzenden, eine bestimmte Wichtigkeit, ein Gefühl des Vermögenden, ein Machtgefühl sogar – die Macht nicht nur über den Wagen, sondern auch über die unvermögende und machtlose Fußgänger. – Nicht aber die Macht über sich selbst!
Geld wird heutzutage von vielen Autofahrern nicht aus dem Fenster geworfen, sondern durch den Auspuff verpulvert!
Der Unterschied zwischen Autofahrer und Radfahrer besteht darin, dass der erste, bevor er abfährt, sich setzt, der zweite dagegen fährt zuerst los und erst dann setzt er sich.
s. Fahrer.
Autohandel
Ein Sprichwort von Kfz-Händlern: „Beginnen Autos zu rosten – ab mit ihnen in den Osten!“
Autoindustrie
Was die Autoindustrie noch vernachlässigt: Sie baut keine sparsame kleine Autos für umweltfreundliche große Menschen!
Automat
Zeiten, in denen alles von Automaten und Robotern getan wird, scheint sich rasch zu nähern! Menschen können schon bald ein ganz herrliches Leben führen und nur statt Lohn – Arbeitslosengeld kassieren! Man bringt damit den Kommunismus bzw. das Himmelreich auf Erden praktisch schon bald unter Dach und Fach!
s. Roboter.
Automobil
Das Wort „Automobil“ weckt die Frage, ob es Autos gibt, die nicht mobil sind?
s. Auto.
Autor
Fast jeder bei Lebzeiten nicht anerkannte Autor hofft auf den Ruhm nach dem Tod.
Es triumphierte einmal die Gerechtigkeit – das Honorar für den wissenschaftlichen Beitrag wurde irrtümlich einem Mitverfasser ausbezahlt, der in der langen Autorenreihe als letzter stand.
Der ehrliche Verfasser ist im Vergleich zum Plagiator ein „Plage-Autor“.
s. Gedanke, Journalist, Kürzung, Plagiat(or), Rezensent, Roman, Stil, Text, Thema, Übersetzer, Verlag, Vorwort, Werk, Zitieren.
Autor und Buch
Ein Buch, dessen Autor unser Bekannter Verwandter oder Nächster ist, kann nie hervorragend sein! Schon deshalb nicht, weil wir ihn ja gut kennen und er ein ganz normaler Mensch ist!
s. Buch.
Autorität
Wie es kein Licht ohne Wärme gibt, so gibt es keine wahrhafte Autorität ohne Güte.
Autorität ist nicht mit autoritären Mitteln zu erreichen.
Unter den begeisterten für unsere Autorität gibt es nicht wenige, die es schon mehrmals versucht haben, sie zu ruinieren.
Autoscheibenwischer
Dem Erfinder des Autoscheibenwischers, unter den die Parküberwacher ihre Strafknöllchen stecken, könnten Städte und Kommunen leicht einen goldenen Denkmal setzen, da die Kosten dafür nur den kleinsten Teil der riesigen Einnahmequellen ausmachen würden.
Autoversicherungs. Versicherung.
