Anders 1 - Marko Kraft-Slačanin - E-Book

Anders 1 E-Book

Marko Kraft-Slačanin

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Beschreibung

Ein Buch für alle, die sich ein wenig anders fühlen als ein gesellschaftskonformer "Modernmensch". Anders, weil das Herz nicht mit der alleinigen Herrschaft des Verstandes einverstanden ist. Größtes Anliegen dieses Buches ist es, verborgene Gefühle des Herzens in die denkbare Welt des Verstandes zu transportieren. Vieles, was das Herz schon lange fühlt schlummert im Unterbewussten, solange der Verstand keine Inspiration erhält, die irrationale Gefühle in denkbare Logik übersetzt. Getragen von persönlichen Erlebnissen und Philosophien des Autors werden viele Themen unserer Zeit von einem selten eingenommenen Standpunkt umrissen. Der Autor ermuntert dazu, eigene ethische Werte zu entdecken und zu leben. Er möchte dadurch Wege in eine friedliche Welt unterstützen. "Lasst die Wildheit sich gebären, es lebe das Leben, der Tod, das Chaos und die Geburt des Neuen." (Zitat aus dem Kapitel "Landschaft und Tod")

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Seitenzahl: 76

Veröffentlichungsjahr: 2016

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www.tredition.de

Marko Kraft-Slačanin

Anders 1

Zivilisation im Wa(h)n(del)

www.tredition.de

© 2016 Marko Kraft-Slačanin

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

ISBN

Paperback:

978-3-7345-2231-4

Hardcover:

978-3-7345-2232-1

e-Book:

978-3-7345-2233-8

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Anders 1

Zivilisation im Wa(h)n(del)

Persönliche Geschichten-Inspirationen-Ansichten

Inhalt:

Vorwort von Peter Frank

Einleitung

Persönliches und etwas Schubladendenken

Kapitel 1 - Flucht, Barmherzigkeit, Angst und Hoffnung

Kapitel 2 - Klimawandel - Opfer, Täter und Mitgefühl

Kapitel 3 - 2012 und das paradiesische Erwachen

Kapitel 4 - Krieg und Terror

Kapitel 5 - (freie) Energie

Kapitel 6 - Gemeinschaft, Kultur und Individuum

Kapitel 7 - Fleisch und Tierprodukte

Kapitel 8 - Landbau und pflanzliche Nahrung

Kapitel 9 - Landschaft und Tod

Vision und Schluss

Weiterführende Informationen

Ich empfehle das Buch von vorne nach hinten zu lesen, da immer wieder auf Vorausgegangenes zurückgegriffen wird

Vorwort von Peter Frank

Die Veränderung einer Kultur- wie sie gerade vonstatten geht- geschieht nicht von Außen: durch Institutionen, die Politik, die Wirtschaft, etc. sondern durch das innere Ringen um Integration neuer Handlungsformen und Denkweisen in Einzelnen. Daraus entstehen Gestaltungsräume, in denen eine Kultur sich pflanzen und entwickeln kann. Die hier reflektierten Lebensprozesse eines Mannes zeugen von den Spannungen, die in einem Individuum wirken, wenn es versucht, sich, sein persönliches Leben und die Welt zu vereinen.

Es geht in diesen Lebensschilderungen nicht um „Wahrheit“ in einem allgemein gültigen Sinne, sondern um das Nachvollziehen der Vorgänge, die in einer sensiblen Seele, konfrontiert mit der Moderne- vollzogen werden müssen, um diese Spannungen zu leben. Eine authentische Äußerung eines radikalen, das heißt „zu den Wurzeln gehenden“, Weges, der einerseits einzigartig ist und gleichzeitig modellhaft zeigt, mit welchen Herausforderungen junge Generationen in die Welt gestellt werden. So ist diese Schrift meines Erachtens ein wichtiger Beitrag, dass diese Vorgänge in der Öffentlichkeit wahrgenommen und verstanden werden.

Einleitung

Ich weiß, dass ich nichts weiß! Dieses Zitat von Sokrates möchte ich als eine der größten Lebensweisheiten, die ich bisher in meinem Leben gehört und verstanden habe, als Motto dieses Buches vorstellen.

Ich spüre die Liebe, als stärkste Kraft im Universum. Ich glaube an die Liebe, die alles verbindet, jedes beseelte Wesen mit jedem noch so winzigen Atom im unendlichen All. Ich bin überzeugt von unserer geistigen Einheit und doch lebe ich als verkörperter Mensch, in der uns voneinander trennenden Polarität. Ich habe meine eigene Geschichte, meine Prägungen und meine Überzeugungen die mich zu der Person werden lassen, die ich im Jetzt bin und die mir meine ganz eigene individuelle Wirklichkeit verleihen. Ich habe genau wie jeder andere, eine einzigartige Brille, durch die ich die Welt sehe und beurteile. Sie lässt mich Sympathie, Zustimmung, Abneigung oder auch Ohnmacht empfinden. Wenn ich mich aber darauf besinne, dass ich in Wahrheit nur weiß, dass ich nichts weiß, lässt mich das eine ganz andere Perspektive einnehmen. Dazu muss ich die Liebe, von der ich nichts weiß sondern sie „nur“ spüre nicht beiseite schieben. Denn ohne sie, bin ich nichts und weiß nichts, nicht einmal mehr, dass ich nichts weiß.

Mit meiner Brille kann ich keinen völligen Frieden empfinden. Ich kann Frieden anstreben, weil ich ihn spüren kann und vielleicht wird sich irgendwann einmal, die Brille so verändern, dass ich auch wenn ich durch sie hindurch sehe nur Frieden spüre. Haben die sogenannten Erleuchteten solche Brillen auf? Vielleicht!

Ich für meinen Fall, empfinde es als sehr bereichernd diese Brille immer wieder in sinnierenden Momenten ein Stück beiseite schieben zu können um ein wenig durch die „nicht wissende Liebe“ zu schauen. Aber auch wenn die Eindrücke, die ich mit der Sicht durch meine Brille erhalte nicht nur friedlich sind, gehören diese zu mir. Ich möchte mir nicht verkneifen die Wut zu zeigen die in mir steckt und ich möchte mir auch nicht verbieten zu beurteilen, wenn ich es innerlich auch tue. Doch ich erinnere daran, es nicht so ernst zu nehmen weil ich es besser weiß, denn ich weiß, dass ich nichts weiß.

Persönliches und etwas Schubladendenken

Irgendwie scheint es mir abwegig ein Kapitel dieses Buches „Persönliches“ zu nennen, denn persönlich werden alle Kapitel dieses Buches sein. Ich möchte dir als Leser aber gerne ein knappes Bild von mir vermitteln und dir verraten mit welchen Zugehörigkeiten ich mich einigermaßen identifizieren kann. Wenn mich jemand fragt woher ich komme, was aufgrund meiner hochdeutschen Sprache in Bayern und meines kroatischen Namens sehr oft vorkam, war mir das meistens recht schwierig zu beantworten. Ich fühle mich weder als Deutscher, noch komme ich aus Braunschweig wo ich im Mai 1976 geboren wurde und aufgewachsen bin, noch als Kroate oder Europäer. Vielleicht spüre ich mich etwas mehr als Mensch auf der Erde. Doch in meiner tiefsten Wahrheit spüre ich mich als Seele in einem Körper so wie jedes andere verkörperte Wesen auf der Erde oder sonst irgendwo im unendlichen Kosmos. Ich habe mir vorgenommen die Frage, von wo ich komme, mit „Aus Gott“ zu beantworten. Meine Religion ist wild und frei und die einzige Begrifflichkeit aus dem spirituellen Bereich mit der ich mich griffig und seit langem verbunden fühle ist Pan. Pan heißt Alles, er verkörpert die Natur wird im kirchlichen Kontext oft als teuflisch bezeichnet und wird in der griechischen Mythologie als bockfüßiger Hirtengott beschrieben. Für mich ist Pan die Intelligenz, die alle Dimensionen des Lebens auf der Erde in sich vereint, und sowohl liebevoll-wild als auch liebevoll-sanft auftritt.

Wenn ihr mich nach meiner politischen Philosophie fragt, dann kann ich euch sagen, dass ich, seit ich mir über politische Konzepte ein wenig Gedanken mache, Anarchist bin. Anarchie ist für viele Menschen eine Horrorvorstellung, „Alle gegen Alle“ oder „Die Macht des Stärkeren“. Ich möchte Anarchie vielmehr als „Alle mit Allen“ beschreiben und kurz erwähnt, geht es in anarchistischen Philosophien um Konzepte einer herrschaftslosen Ordnungsstruktur die alle mit einbezieht. Doch selbst, wenn Anarchie zu „Alle gegen Alle“ ausarten würde, wäre das für mich nur ein ehrliches Bild dessen was vorherrscht. Es würde die Wahrheit zeigen die in den Menschen steckt ohne sie durch Staatsgewalt zu unterdrücken. Ich wäre auch bereit für das absolute Chaos, denn es bereitet den Raum für etwas Neues. Das Chaos hätte aber mit funktionierender Anarchie nichts zu tun, Anarchie benötigt die Reife der Menschen und fördert diese zugleich. Als ich als achtzehnjähriger einmal im Anschluss an einen Vortrag, mit viel älteren Anthroposophen über Anarchie diskutierte. meinte irgendwann einer, dass ich mit Anarchie wohl Theokratie meine. Und für wahr, wenn jeder Mensch die Freiheit hat, tun und lassen zu können wie das es eigene Herz, das eigene Gewissen und die eigenen Impulse es ausdrücken, was wäre es dann anderes als Gottesherrschaft.

Als ich, mit vielleicht sechzehn Jahren angefangen habe, bewusst über die Geschehnisse in der Welt zu sinnieren, haben mich apokalyptische Visionen begleitet. Gesellschaftliche Zusammenbrüche die mich aber nicht ängstlich stimmten, sondern im Gegenteil sogar mit Hoffnung erfüllten. Das mag zum einen an der tiefen Abscheu liegen, die ich zu vielen Zuständen in unserer Zivilisation empfinde, zum anderen hat sich mir aber offenbart dass ich eine Aufgabe in der Welt habe, die erst an Kraft gewinnt, wenn die Gesellschaft aus dem Ruder gerät.

Ich habe mich in der späten Jugend viel in der sogenannten „autonomen Szene“ aufgehalten und empfinde einen Großteil dieser Menschenschublade als mein zu Hause. Doch, stand ich inhaltlich dort ziemlich in meiner eigenen Nische, da für mich spirituelle Themen im Grunde wichtiger waren als politische. In der deutschen autonomen Szene wird generell alles was esoterisch anmutet eher befeindet als befreundet. Außerdem hatten für mich auch Verschwörungstheorien und Grenzwissenschaften Bedeutung und das gilt in linken Kreisen als ziemlich unakzeptabel. In Sachen Verschwörungstheorien und politischen Hintergründen folge ich jedoch keinerlei Überzeugung, viel mehr glaube ich erstmal überhaupt nichts, aber halte alles für möglich.

So spüre ich mich als ganzheitlich fühlenden Menschen, der sich am ehesten in einer Schublade zu Hause fühlt, die mit Menschen besiedelt ist, die zwar in unserer Gesellschaft die Anforderungen einigermaßen erfüllen können und einen Platz für sich gefunden haben, jedoch gequält sind von den Zuständen einer ausbeuterischen Welt. Die enorme Sehnsucht haben, nach Freiheit und Gerechtigkeit und die sich deshalb in unserer Gesellschaft nur sehr bedingt voll entfalten können.

Ich lebe gerne ein einfaches Leben mit viel Selbstversorgung und habe mit etwas Geduld, aber auch spürbarer Führung ganzheitliche Landbaumethoden und bäuerliches Wissen zu meiner Lehre gemacht. Nach der Schule habe ich zunächst eine klassische Landwirtschaftslehre begonnen und war schockiert über die Inhalte die ich in der Berufsschule lernen sollte. Nach elf Jahren staatlicher Schule hatte ich aber die Nase dermaßen voll, etwas zu lernen, dass ich gar nicht lernen wollte und brach diese Ausbildung ab. Ich ging und gehe meinen individuellen Lernweg und lernte durch Bücher, Eigenversuche, verschiedenen Kursen, durch Ausbildungen in Geomantie(1) und in Permakultur(2)… Gesellschaftlich habe ich keine anerkannte Ausbildung, muss mich finanziell immer irgendwie über Wasser halten, was mir mit einem einfachen Leben und vielen gelebten Jahren im Bauwagen auch gut gelingt.