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Altern ade! Falten unübersehbar - Bindegewebe schlaff - Gedächtnis eingerostet? Was hilft wirklich, länger jung und fit auszusehen und sich auch so zu fühlen? Die 50 Anti-Aging-Tipps: - sind wissenschaftlich fundiert, praktisch erprobt, zum Schmunzeln und voller Aha-Erlebnisse. - zeigen Ihnen, wie Sie lange jünger und strahlend aussehen. - bescheren Ihnen körperliche und geistige Fitness und helfen Krankheiten vorzubeugen. - bringen kurz und knackig auf den Punkt, was Sie tun und was Sie besser lassen sollten, von Ernährung über Freizeitbeschäftigungen bis Körperpflege. Einfach rauspicken, was Ihnen gefällt und loslegen - für ein langes, gesundes Leben!
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Seitenzahl: 76
Veröffentlichungsjahr: 2018
Anti-Aging
Die 50 besten Tipps
Dr. med. Peter Niemann
1. Auflage 2018
3 Abbildungen
seit Jahrtausenden träumt der Mensch davon, nicht zu altern. Dabei möchte er nicht unbedingt das Vorrücken der Zeit aufhalten, sondern in dieser verstreichenden Zeit seinen Körper so wenig wie möglich älter werden sehen. Funde aus dem alten Ägypten bestätigen, dass schon unsere Vorfahren diesem Wunsch nachhingen. Doch obwohl wir heutzutage statistisch länger als jede Generation vor uns leben: Wie nah sind wir diesem Traum eines langen und guten Alterns eigentlich gekommen?
Ich meine noch nicht nah genug. Als Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie beschäftige ich mich oft mit älteren Menschen und ihren gesundheitlichen Problemen und sehe viel Potenzial, um unsere Gesundheit zu verbessern und Alterungsprozesse rückgängig zu machen oder zumindest zu verlangsamen.
Denn die moderne Wissenschaft hat sehr viel über uns Menschen und unsere körperlichen Veränderungen in den letzten Jahrhunderten entschlüsseln können. Vieles davon bleibt bis heute ungenutzt. Zwar kann das Altern und der Tod – noch? – nicht aufgehalten, aber Alterungsprozesse können verlangsamt, manchmal sogar zum Teil rückgängig gemacht werden.
Verspreche ich zu viel? Ich meine nein, denn mein ärztliches Wirken hat mir tiefe Einblicke gegeben, wie groß das Wissen mittlerweile auf diesem Gebiet ist. Dieses möchte ich nun mit Ihnen teilen und hoffe, Ihnen so zu mehr Gesundheit, einer längeren Jugend oder vielleicht sogar einer Art zweiten Jugend verhelfen zu können.
Gesundes Älterwerden bedeutet hierbei nicht nur die Erhaltung der eigenen Gesundheit und Lebensenergie, sondern auch die Vermeidung von Krankheit und möglichst viele gute Jahre in der zweiten Lebenshälfte. Viele der hier vorgestellten Anti-Aging-Ratschläge setzen daher an einem oder beiden dieser Hebel an, d. h., die Gesundheit wird gestärkt oder Erkrankung vermieden, alles gepaart mit dem Ziel eines längeren Lebens.
Ich habe dieses Buch in zwei Hauptteile gegliedert. Der erste spricht über das Älterwerden im Allgemeinen, der zweite und deutlich längere verrät Ihnen 50 Tipps, wie Sie lange gesund und jugendlich frisch bleiben. Manche von ihnen sind Ihnen vielleicht schon bekannt, andere jedoch kaum oder gar nicht. Sie basieren nicht nur auf persönlichen Erfahrungen, sondern vor allem auf wissenschaftlichen Untersuchungen.
Müssen Sie alle diese Ratschläge umsetzen? Das ist wahrscheinlich weder möglich noch machbar, aber je mehr Sie umsetzen, umso größer die Wahrscheinlichkeit, gesund und lange jung zu bleiben. Patienten, Freunde und Kollegen, die manche dieser Tipps umsetzten, fühlten sich schon nach kurzer Zeit besser und vitaler – es sind also nicht nur Ergebnisse von abstrakten Forschungen. Dabei gelten diese Ratschläge für jedermann, ob Sie nun Anfang 20 oder schon jenseits der 90 sind – es ist nie zu früh oder zu spät für Anti-Aging!
Lassen Sie sich von meinen Tipps inspirieren, ich freue mich über Ihr Interesse an diesem sehr wichtigen und spannenden Thema. Ihnen allen wünsche ich eine hoffentlich anregende Lektüre(1), vor allem aber Gesundheit, Kraft und ein langes und gutes Leben!
Dr. med. Peter Niemann
Liebe Leserin, lieber Leser,
Teil I Senken Sie Ihr biologisches Alter
1 Was passiert, wenn wir älter werden?
1.1 Biologische Modelle des Älterwerdens
1.1.1 1) Die Reparaturleistung des Körpers lässt nach
1.1.2 2) Schützende Telomere werden kürzer
1.1.3 3) DNS-Methylierung lässt die Zellen altern
1.1.4 Die Beeinflussbarkeit des Alterns
Teil II Die 50 besten Anti-Aging-Tipps
2 Wie Sie länger jung bleiben
2.1 1 Rauchen Sie lieber nicht
2.2 2 Schaffen Sie sich ein Haustier an
2.3 3 Gehen Sie nur zum Arzt, wenn Sie krank sind
2.4 4 Konsultieren Sie einen Arzt, der Sie auch versteht
2.5 5 Nehmen Sie weniger Medikamente ein
2.6 6 Heiraten Sie. Oder suchen Sie sich zumindest einen Partner
2.7 7 Essen Sie Nüsse
2.8 8 Trinken Sie ab und zu ein Gläschen Alkohol
2.9 9 Seien Sie körperlich aktiv
2.10 10 Gehen Sie raus in die Sonne (aber nicht zu lange)
2.11 11 Schlafen Sie ausreichend
2.12 12 Achten Sie auf Ihr Gewicht
2.13 13 Legen Sie Ihr Smartphone häufiger beiseite
2.14 14 Tragen Sie passende Schuhe
2.15 15 Vermeiden Sie unnötige Operationen
2.16 16 Nehmen Sie Schlafmittel nur in Ausnahmefällen
2.17 17 Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie krank sind
2.18 18 Genießen Sie Ihren täglichen Kaffee
2.19 19 Essen Sie mehr Fisch
2.20 20 Treffen Sie sich regelmäßig mit Ihren Freunden
2.21 21 Genießen Sie die Glücksmomente im Alltag
2.22 22 Essen Sie täglich viel Obst und Gemüse
2.23 23 Meiden Sie Süßstoffe
2.24 24 Nehmen Sie möglichst selten Antibiotika ein
2.25 25 Versuchen Sie Stress zu vermeiden
2.26 26 Essen Sie Joghurt
2.27 27 Nehmen Sie sich Zeit für die tägliche Hautpflege
2.28 28 Arbeiten Sie möglichst nicht an Wochenenden
2.29 29 Gehen Sie so oft wie möglich zu Fuß
2.30 30 Verreisen Sie mindestens einmal im Jahr
2.31 31 Gehen Sie erst mit 70 in Rente. Oder mit 75. Oder gar nicht
2.32 32 Arbeiten Sie kürzer und weniger pro Woche
2.33 33 Tragen Sie eine Brille – nur keine Gleitsichtbrille
2.34 34 Pflegen Sie Ihre Zähne gut
2.35 35 Engagieren Sie sich ehrenamtlich
2.36 36 Machen Sie einen Bogen um zuckerhaltige Getränke
2.37 37 Gehen Sie nur zu bestimmten Vorsorgeuntersuchungen
2.38 38 Reden Sie mit Ihren Nachbarn
2.39 39 Essen Sie Käse (wenn Sie keine Laktoseintoleranz haben)
2.40 40 Erlernen oder spielen Sie ein Instrument
2.41 41 Hören Sie mehrmals in der Woche Ihre Lieblingsmusik
2.42 42 Meiden Sie Lärm
2.43 43 Trainieren Sie ohne Smartwatch
2.44 44 Genießen Sie einmal im Monat einen Sonnenuntergang
2.45 45 Schränken Sie Ihren Salzkonsum ein
2.46 46 Nehmen Sie weniger Kalorien zu sich
2.47 47 Essen Sie Vollkornprodukte
2.48 48 Zahlen Sie lieber bar
2.49 49 Trinken Sie mehr Wasser, gerne auch Mineralwasser
2.50 50 Essen Sie weniger Fleisch
3 Ausblick
Autorenvorstellung
Impressum
1 Was passiert, wenn wir älter werden?
Keiner von uns kann das Rad der Zeit zurückdrehen. Doch wir können einiges tun, um unser biologisches Alter zu senken und länger jung und fit zu bleiben.
Altern bzw. Älterwerden, in der Fachsprache auch als »Seneszenz« bezeichnet, kann auf zweierlei Weise verstanden werden. Wenn man vom Altern spricht, dann denken viele vor allem an die chronologische Form, also jene, bei der das Älterwerden als »Anhäufen« gelebter Zeit begriffen wird. Man wird, mit anderen Worten, jede Sekunde, Minute und letztlich jedes Jahr ein Stück älter, schreitet also durch eine linear verlaufende Zeitspanne. »Ich bin 46 Jahre alt«, sagt man und meint damit die Zahl der bereits gelebten Jahre.
So wird etwa das Erwachsenenalter mit Vollendung des 18. Lebensjahres erreicht und man wird zur Seniorin oder zum Senior, wenn man 65 Jahre alt geworden ist – unabhängig vom körperlichen oder geistigen Zustand.
Diese chronologische Betrachtung des Alterns ist zwar nicht ganz falsch, aber eben auch nicht ganz richtig. Denn Altern ist keine Zugfahrt entlang einer geraden Strecke, ausgehend von einem Anfang (Zeugung oder Geburt) bis zu einem Ende (dem Tod) bei gleichbleibender Geschwindigkeit. Vieles davon kann beeinflusst werden, sei es die Geschwindigkeit, mit der wir altern, oder eben der Zeitpunkt des Lebensendes, den wir viele Jahrzehnte nach hinten verschieben können.
Daher kann man menschliches Altern auch auf eine andere Weise betrachten: als einen biologischen Vorgang, der von uns gesteuert werden kann. Wir sprechen dann von unserem biologischen Alter. Dieses bemisst sich an unserer körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sowie an unserem aktuellen Gesundheitszustand. Beides können wir beeinflussen durch unsere Lebensweise im Alltag.
Alterungsvorgänge im menschlichen Körper können gemessen werden, etwa anhand der muskulären Leistungsfähigkeit, durch Messungen der Lungen- und Herzfunktion, der Blutwerte oder auch anhand der Zahl und des Schweregrades der Krankheiten. Medikamente und Operationen sind Mittel, mit denen die moderne Medizin diese Alterungsvorgänge positiv beeinflussen kann; doch viel deutlicher und nachhaltiger ist eine Lebensführung, die aktiv die körperlichen Kräfte stärkt und auf den Körper wirkende Schäden minimiert oder meidet. So wird die körperliche Leistungsfähigkeit so lange wie möglich bewahrt und altersbedingte Krankheiten werden so lange wie möglich vermieden. Die 50 hier im Buch vorgestellten Ratschläge können die Grundlage eines solchen langen und gesunden Lebens sein.
Alle Lebewesen altern. Dem ist nicht zu entkommen. Alterungsvorgänge entstehen aus dem unablässigen Ablauf einer Vielzahl an Stoffwechselprozessen, die nicht immer perfekt vonstattengehen und deren dabei entstandene Fehler nicht alle behoben werden. Diese Ansammlung von fehlerhaften Strukturen hat, wie auch die stete Abnutzung von Zellen und Zellverbänden, körperliche Fehlfunktionen zur Folge, die wiederum zu biologischem Altern führen.
Im Laufe unseres Lebens machen sich diese Alterungserscheinungen wie z. B. Gelenkverschleiß oder verminderte Lungenfunktion durch Symptome wie Schmerzen, Müdigkeit oder Kurzatmigkeit bemerkbar. Später führen diese Alterungserscheinungen oft zu Krankheiten, wie etwa degenerativer Gelenkarthrose oder restriktiver Lungenerkrankung. Wenn Alterungsvorgänge ungebremst voranschreiten, verschlimmern sich diese Erkrankungen und können auch zu einem relativ frühzeitigen Tod führen.
Doch wie stellen sich Wissenschaftler dieses Älterwerden auf mikroskopischer und molekularer Ebene vor? Im Wesentlichen gibt es drei Haupttheorien:
Hier gehen Wissenschaftler davon aus, dass es zu Alterungs- und Abnutzungsvorgängen aufgrund von inneren wie auch äußeren Einflüssen, etwa Hitze, Kälte, Strahlung, Sauerstoffmolekülen, Giften, Bakterien, chemischen Substanzen usw., kommt. Entstandene Schäden werden zwar vom Körper repariert, aber nicht zu 100 Prozent und so sammeln sich immer mehr Schäden im Körper an.
