Arbeit ist Scheiße! - Jürgen Braun - E-Book
  • Herausgeber: BookRix
  • Kategorie: Ratgeber
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2018
Beschreibung

Unfreie Arbeit und "freie" Wirtschaft ade! - Dieses Buch zeigt den Unsinn des Leistungszwang und das Arbeiten um des arbeiten Willens in unserer Gesellschaft. Gezeigt werden Auswege aus einem Matrixsystem in dem die Profitmaximierung Vorrang hat vor Glück, Mitmenschlichkeit, Solidarität und dem göttlichen Recht, eines gemütlichen Daseins. Ein System in dem die Menschen immer mehr zum ängstlichen (Angst um den Arbeitsplatz) Hamster im Hamsterrad mutieren und ausgebeutet werden. Gründe warum Arbeit den Menschen mehr schadet als nützt Tipps zur Befreiung aus der üblichen Lohnsklaverei Aussteigerbuch Kapitalismuskritik Lob auf die Faulheit. Warnhinweis: Das Lesen dieses Buches kann dazu führen, daß Sie umgehend Ihren Job kündigen!

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Seitenzahl:156

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Jürgen Braun

Arbeit ist Scheiße!

Das Buch!

Ich widme dieses Buch allen durch Arbeit ausgebeuteten (Menschen, Tiere ect.).BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Titel

Jürgen Braun. Die Spirituelle Anarchistin auf Youtube.

(Unfreie)

Arbeit

ist

Scheiße!

Schnauze voll!

Ich steige aus!

Wir pfeifen auf die Leistungsgesellschaft! Befreiung vom Zwang und ein gutes Leben, ohne (unfreie) Arbeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Wahrheit

Unbequem, befreiend und radikal.

 

 

 

Gemeinfreies Flugblatt gegen Hartz IV –Sanktionsschikane

 

„Die Dummen leben von der Arbeit und die Klugen von den Dummen“.

Unbekannt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeit macht unfrei!

Arbeit macht unfrei!

Der Slogan „Arbeit ist Scheiße“ stammt ursprünglich von der APPD= Anarchistischen Pogo Partei Deutschlands. Dieser Wachspruch der APPD, diente mir als Inspiration für mein Buch.

Eine freundlich, gleichgesinnte Anlehnung zum Inhalt der Aussage „ Arbeit ist Scheiße“ besteht natürlich. Dank an APPD= Anarchistischen Pogo Partei Deutschlands. Die altdeutsche Schrift auf dem Cover ist als Satire zu verstehen, die sich gerade gegen die Deutschtümelei von Fleiß, Ordnung und Sauberkeit richtet und somit politisch nichts zu tun hat mit politisch- rechtem Gedankengut!

Jürgen Braun kämpft:

Für die Kraft der Herzen und gegen die Macht der Ellenbogen!

 

„Die Muße ist die Schwester der Freiheit!“

Aristoteles

Vorwort:

Vorwort:

 

In der Antike galt Muße als Ideal. Sokrates beschrieb die Muße als "Schwester der Freiheit"." Arbeit und Tugend schließen einander aus", stellte Aristoteles fest, die Arbeit überließ man Sklaven und Ausländern. Vorbildlich lebte der Philosoph Diogenes, der angeblich in einem Fass dem reinen Müßiggang nachging. Als Alexander der Große ihn voll Mitleid nach seinen Wünschen fragte, soll Diogenes nur gesagt haben: "Geh mir aus der Sonne." Hätte es damals schon die Euro-Zone gegeben, wäre Griechenland wegen dieser Einstellungen wohl rausgeflogen.

Weit ins Mittelalter hinein war die Faulheit/Muße nicht mal in deutschen Landen ein Makel, sondern ein Privileg, ein Lebensideal, ein Weg zur tieferen Erkenntnis, bei dem die Arbeit nur im Wege stand. Bettler schnorrten damals noch ohne Gitarrenbegleitung. Arbeit wurde nicht so wichtig genommen wie heute. Erst die Neuzeit brachte die Wende: Fortschrittsglaube und Industrialisierung machten den Faulenzer zum ungelittenen Parasiten. "Von Arbeit stirbt kein Mensch, aber von Ledig- und Müßiggehen kommen die Leute um Leib und Leben; denn der Mensch ist zum Arbeiten geboren wie der Vogel zum Fliegen", wetterte Martin Luther. Das Leben wurde zur heiligen Pflicht, Müßiggang zur Sünde. Arbeit stieg zur zentralen Größe auf. Sozialismus-Erfinder Karl Marx verklärte die Arbeit zum Zentrum der Menschwerdung und Weltendeutung.

 

Verrückt nach Arbeit

 

Im Märchen vergoldet Frau Holle die fleißige Bettenaufschüttlerin, über die Faule kippt sie Pech. Seit Hunderten Jahren wird uns eingetrichtert, dass das Glück den Fleißigen gehört. Kein Wunder, dass wir verrückt nach Arbeit wurden.

In der DDR galt Arbeitspflicht. Wer sich entzog, wurde als "asozial" gebrandmarkt und musste Gefängnis fürchten. Im vereinten Deutschland ernten Frauen schiefe Blicke, wenn sie "nur Hausfrau und Mutter" sind. Dauerarbeitslose werden in "Maßnahmen" berufsgestählt - eine teure und oft vergebliche Beschäftigungstherapie. Hauptsache, man tut was. Müßiggang ist aller Laster Anfang, sagt der Volksmund. Es gibt kein Recht auf Faulheit, sagte Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Nichtstun ist uns höchst verdächtig. Ein Faulpelz hat nicht viel zu erwarten in unserer Gesellschaft, in der es üblich geworden ist, mit Stress anzugeben: Wer noch keinen Burnout hatte, hat noch nie für was gebrannt.

Der Physiker und Publizist Ulrich Schnabel beschreibt darin die Ursachen der allgemeinen Zeitnot (fast sämtlich hausgemacht) und hat Tipps parat für alle, die dem Drang zum Immer-mehr und Immer-schneller widerstehen wollen.

(Zum Beispiel: am Sonntag alle Uhren in den Schrank packen.) Schnabels Credo: Im System der Gehetzten kommt man nicht umhin, auch die Muße zu planen. Das klingt schon wieder verdammt nach Arbeit.

(aus Spiegel Online Leistungsdruck: Ein Hoch auf die Faulheit 13.06.2012)

 

Ein kurzer Blick nach Großbritannien

 

Der britische Schriftsteller Tom Hodkinson, schreibt in seinem Werk: „Die Kunst, frei zu sein“: Handbuch für ein schönes Leben, wie sich in England nach der Machtübernahme der Puritaner im 16. Jahrhundert und der Arbeitszwangsmaßnahmen für arbeitslose Arme, die Melancholie in der gesamten britischen Gesellschaft stark zunahm. Es begann ein nuklearer Winter für den Müßiggänger. Muße konnten sich bald nur noch die ausbeuterischen Arbeitgeber leisten. Das beweist eindeutig, daß Arbeitszwang krank macht. Die Verpflichtung arbeiten zu müssen, führt zur Griesgrämigkeit und Depression. Die Menschen waren vor den Puritaner glücklicher, da man vor ihrer Zeit, Arbeit nicht so wichtig nahm. Auch Tom Hodkinson berichtet von einer Vielzahl von Bettlern und Bettelmönchen im Mittelalter, denen gerne gegeben wurde.

„Faule“/Müßiggänger/Aussteiger wehrt, den „Fleißigen“/Arbeitswütigen/Workaholics gehört nicht das Leben allein! Es gibt ein Recht auf „Faulheit“/Müßiggang, denn:

Menschen in der kapitalistischen Arbeitsmatrix sind wie Kühe die immer mehr gemolken und ausgenommen werden. Und das in allen Bereichen: Als Steuerzahler, als Verbraucher, als Abhängige vom Gesundheitssystem, an der Zapfsäule, als Rentner, Hartz IV-empfänger ja sogar als Urlauber. In allen wichtigen Bereichen unserer Lebensfristung wird massiv gespart, und wir dürfen auch noch die Schäden bezahlen, die gierige Banker und Spekulanten angerichtet haben. Viele erfahren, dass sie für die Leistungen ihrer Arbeitskraft immer weniger erhalten. Doch der Leistungsdruck nimmt sogar noch zu. Allein die privaten Vermögen des reichsten Prozents der Bevölkerung, sind so hoch wie alle öffentlichen Schulden in Deutschland zusammen. Auf der Suche nach Rendite trächtigen Anlagemöglichkeiten, heizen sie die Spekulation an den Finanzmärkten an und verschärfen die Krise.

 

Sie haben kein Bock mehr auf Arbeit?- Sie haben Recht!

 

„(Unfreie) Arbeit ist Scheiße“!

Mit diesem provozierenden Titel möchte ich aufrütteln und aussprechen, was viele Menschen in der heutigen Arbeitswelt empfinden. Dieses Buch enthält viele Auszüge aus unabhängigen Quellen, um den Wahrheitsgehalt meiner Behauptungen über das „Frohe Schaffen“ zu untermauern. Zudem, verweise ich auf andere Buchautoren und berichte aus eigener Erfahrung. Sie müssen sich vorstellen, dass wir um der Arbeitsplätze willen, sogar bereit sind eine Unmenge an Waffen an die dritte Welt zu verkaufen. Deutschland ist der drittgrößte Waffenexporteur!

Die Bundesrepublik liegt weltweit beim Export von Waffen nur hinter den USA und Russland. Damit Sie mal klar sehen: Unsere vom Wirtschaftslobbyismus gekaufte Regierung unterstützt und verteidigt (statt ihn zu verbieten) den Waffenhandel um Arbeitsplätze zu erhalten. Ich kann nur eins dazu sagen:

DAS IST KRANK!!!!!!!!!!

Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum um jeden Preis. Und wenn man dann einen Arbeitsplatz hat: Wo man hinkommt wird man abgezockt. Abdrücken dürfen wir unser Geld von einem mickrigen Lohn, den wir oft unter widrigsten Arbeitsbedingungen (hoher Leistungsdruck, lange Arbeitszeiten, Schicht- und Wochenendarbeit, schwere gesundheitsgefährdende Arbeit, Umgang mit gefährlichen Stoffen usw.) verdienen; für Miete, Auto, Strom und Telefon. Arbeitslose Harz IV Empfänger, werden mit Sanktionsterror soweit „gedrückt“ und schikaniert bis in völliger Demut jeden Job annehmen, sei er auch noch so prekär und unzumutbar. Alles wird begründet mit dem „Leistungsprinzip“. Doch im gleichen Atemzug, werden Banken Europaweit gerettet (siehe Griechenland, Zypern ect.), mit dem harterarbeiteten Geld des fleißigen Steuerzahlers. Was für eine Heuchelei! Ich soll arbeiten und wohlhabende Bänker verzocken dann mein Geld und liegen dann die meiste Zeit „faul“ in der Sonne (Ich bin nicht neidisch- soll mir ja Recht sein) aber mir soll das gottgegebene Recht auf Müßiggang verwehrt bleiben? Finde ich ungerecht!

Wenn es zudem ein Recht auf Überarbeitung gibt (denn Kapputarbeiten, das will man ja auch keinem verbieten).

Wenn Leistung schlecht und/oder ungerecht bezahlt wird (siehe Managergehälter im Vergleich zur Bezahlung von Frisösen, Kassiererinnen ect… oder auch die ungleiche Bezahlung von Leiharbeitern).

Wenn viel zu viel Leistung verlangt wird und dies der Gesundheit schadet (Burnout), wenn man in der Arbeitswelt nicht mit Respekt behandelt wird als Mensch (Mobbing), wenn durch den Industriekapitalismus ein Raubbau ohne Nachhaltigkeit an der Natur, an den Tieren (Massentierhaltung) und an den natürlichen Ressourcen der Welt begangen wird.

Wenn also durch Überproduktionen, eine immer größere Wertminderung von Menschen und Produkten entsteht. Und somit die Allgemeinheit langfristig Schaden nimmt.

Jawohl! Dann gibt es nicht nur ein Recht, sondern ich wage es sogar zu behaupten: Sogar die Pflicht zur Faulheit, bzw. zur Befreiung aus der üblichen Lohnsklaverei, um das Unrechtssystem der Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur, zu Fall (in einem gigantischen Generalstreik aller Menschen) zu bringen. Viva la Revolution!

Sind Sie es auch leid immer denselben Trott zu gehen und dem Geld hinterherjagen wie ein Hamster im Hamsterrad? Eine Arbeit nachzugehen die Ihnen kein Spaß macht? Kein Respekt zu erfahren und letztendlich nur ausgebeutet zu werden? Arbeiten- Zahlungen, Zahlungen- Arbeiten. In ständiger Abhängigkeit und mit Verlustängsten geplagt?

Somit ist eins schon mal klar: Müßiggang hat nichts mit Egoismus zu tun sondern ist ein natürliches, gottgegebenes Menschenrecht!

Natürlich, von irgendwas muss man Leben, wirst Du (Da ich auch speziell junge Menschen ansprechen möchte erlaube ich mir ab hier den Leser mit „Du“ anzusprechen), dir jetzt sicherlich denken. Aber braucht es wirklich mehrere Autos in einem Haushalt, wenn man in der Stadt wohnt? Wenn es doch selbst in Kleinstädten Busse und Bahnverbindungen gibt. Und was ist mit dem guten alten Fahrrad, um nur ein Beispiel zu nennen? Ich selber praktiziere Downshifting („Das einfache Leben“ Wikipedia) und bin ein spiritueller Anhänger (mit starken Bezug zum Urchristentum und Buddhismus) des Minimalismus und Müßiggang. Ich arbeite nur so viel wie ich gerade zum Leben brauche und arbeite auch gelegentlich ehrenamtlich in der örtlichen Tafel. Ich arbeite zudem an meinen Youtube Kanal namens „Spiritueller Anarchist“. Ich habe weder Auto noch rauche ich noch habe ich Versicherungen und zahle ich wenig Miete (die ich mit meiner Frau teile), da ich den Vermietern bei gewissen arbeiten wie rasenmähen helfe. Aber alles freiwillig! Ansonsten habe ich keine monatlichen Ausgaben, außer: Essen, Trinken und Kleidung. Die Sinnlosigkeit materieller Arbeit die in diesem Buch beschrieben wird, schließt die ehrenamtlichen Arbeiten von Wohltätigkeitsorganisationen, Dienste am Menschen Rettungshelfer ect. und anderen sozialen Organisationen selbstverständlich aus, auch das Helfen von Freunden und Bekannten bei z.B. Gartenarbeit, Wohnung streichen ect. Dies ist etwas das ich nicht unbedingt als Arbeit im üblichen Sinne bezeichnen würde, sondern eher als unentgeltliches Helfen. Ich denke dies bräuchte eigentlich, keiner besonderen Erwähnung und versteht sich von selbst. In meinem Buch geht es ja nicht darum, dass jede Tätigkeit an sich „Scheiße“ ist sondern, dass immer mehr Menschen Arbeit zu Recht als schlecht, bzw. als „Scheiße“ empfinden. Zumal z.B. der Freund oder Bekannte sich bei dir meldet und dich um Hilfe bittet, während Du bei einem üblichen Arbeitgeber mit Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen um einen Job betteln sollst. Wenn der Arbeitgeber Dich dann einstellt, gehen nach einer gewissen Zeit die Schikanen und Zumutungen los. Warum tust du Dir das an? Die Firmenchefs haben meist schon genügend Leute und picken sich aus dem Arbeitsmarkt nur noch die Rosinen raus. Dies mal vorweg.

Dieses Buch zeigt die Ursachen und Auswüchse des Kapitalismus, geht der Leistungslüge auf den Grund und weist Auswege aus Leistungszwang und Konsumterror. Es fordert auf zum schrittweisen Ausstieg, ohne dabei auf Lebensqualität verzichten zu müssen.

Wenn du natürlich an deinem Wohlstand, Luxus, teurem Auto hängst, oder mit übertriebenem Ehrgeiz hohe Lebensziele erreichen willst, kann dir dieses Buch leider auch nicht weiterhelfen. Ich könnte Dir höchstens den Tipp geben, Dein Glück bei beim Lottospielen zu versuchen. Jedoch kann ich keinem Bär helfen der sagt: “Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass“. Frage dich nicht was du brauchst. Frage dich lieber was du nicht brauchst. Bescheidenheit und sich trotzdem seine Wünsche erfüllen, ist mein Kredo; das mich von einem unglücklichen, ängstlich, hektischen Leben in Abhängigkeit, zu einem glücklichen und gemütlichen Leben in Unabhängigkeit geführt hat. Dazu muss einem erst mal bewusst werden, daß nur Liebe und nicht Geld das glücktragende Element im Leben ist. Ich werde mein „Kredo“ genauer erläutern und stelle dir verschiedene Aussteigermodelle, vom „kritischen Normalverbraucher“ bis zum „Total-Aussteiger“ vor. Es geht nicht darum nichts mehr zu tun, sondern wie man mit weniger Geld und materiellen Dingen trotzdem glücklich werden kann. Verwiesen wird in meinem Werk der Befreiung, auch auf andere Buchautoren wie z.B. Tom Hodkinson, Felix von Konradin (Asket Strategie) und Paul Larfarge. Wenn es ein Recht auf Überarbeitung gibt, dann muss es auch für das Individuum, ein Menschenrecht auf Faulheit bzw. Müßiggang geben. Doch leider leben viele Leute in dem Glauben, daß Geld das Glücksbringende Element ist. Dabei gibt es nur ein glücksbringendes Element: Nämlich die Liebe zu den Mitmenschen. Rufen wir auf zum Generalstreik, um mit weniger Arbeit und Konsumzwang ein besseres Leben zu führen.

Hab Mut und geh mit mir mit, auf einen genüsslichen, freudigen und moralisch vernünftigen Weg, zu persönlicher Freiheit und Einklang mit Sich und der Welt. Mein Buch ist ein Warnschild für eine Leistungsgesellschaft, die sich im Arbeitswahn immer weiter, wie getunter und ungekühlter Motor überhitzt. Eine Anwaltschaft für den Müßiggang und Anleitung für den stilvollen Ausstieg.

Was braucht ein Mensch um glücklich zu sein?

 

In einem Hafen in Portugal, liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot. Er ruht sich aus und sieht den fliegenden Möwen zu.

Es ist Mittagszeit und ein Tourist nähert sich dem Boot. Er fragt den Fischer: „Hatten Sie einen guten Fang?“   -

„Ja“, antwortet der Fischer, „ich hatte einen sehr guten Fang.“   „Fahren Sie denn heute noch einmal zum Fischen ´raus?“

„Nein“, entgegnet der Fischer, „ich habe genug für heute.“

Der Tourist lässt nicht locker: „Aber wenn Sie ab heute nicht nur einmal am Tag, sondern zweimal oder dreimal ausfahren, dann könnten Sie einen großen Kutter kaufen, mit der Zeit eine kleine Flotte. Sie könnten Kühlhäuser bauen, später eine eigene Fischfabrik…“

Der Fischer unterbricht die Begeisterung des Touristen:

“Aber was habe ich davon?“  „Nun, Sie könnten Ihren Reichtum genießen. Sie könnten in der Sonne liegen und den Möwen zusehen“

Der Fischer sagt: „Aber das mache ich ja jetzt schon.“

(nach einem Motiv von Heinrich Böll)

Leben um zu arbeiten, oder arbeiten um zu leben? Das sollten gerade wir Deutschen uns endlich wieder einmal fragen. „Ich arbeite nur so viel wie ich zum Leben brauche.“ Die Einstellung eines Menschen, mit gesunden Selbstvertrauen. Doch Menschen mit Schuldkomplexen denken da anders: Sie glauben nur wenn sie das Maximum an Leistung aus sich herauspressen, werden sie von der Gesellschaft akzeptiert. „Burnout“ nimmt immer mehr zu.

https://www.sein.de/sinnlose-jobs-wie-arbeit-die-gesellschaft-krank-macht/

 

„Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: Sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden“.

Demokrit

 

1. Burnout

Teil 1:

Die

Kacke

 

1. Burnout

 

Der gefährliche Karrierewahn

 

Das ungute Gefühl im Bauch steigt von Jahr zu Jahr: Beruflich kann das doch nicht alles gewesen sein. Klar, der Job ist nicht schlecht, das Arbeitsklima auch O.K. Manchmal nervt der Chef. Also alles nicht so wirklich schlimm. Oder doch? Und dennoch: Der Alltagstrott zerrt an den Nerven, die Routine reißt einen nicht mehr vom Hocker. Ein schaler Geschmack, legt sich über die berufliche Wirklichkeit. Ach ja, die persönliche Karriere war eigentlich auch nicht schlecht. Irgendwie ist das aber schon vergessen. Eigentlich zu Unrecht, denn es war eine deutliche Statusverbesserung. Und das Konto bekommt seither monatlich auch einen kräftigen Schluck. Schleichend, war das aber schon bald kein Thema mehr. Nur der Stress, der Leistungsdruck, die überbordende Verantwortung gruben sich immer tiefer in die Psyche ein.

Dass der Wunsch nach Beförderung genau in eine solche Leidensgeschichte münden kann, hat eine umfangreiche Studie der University of Melbourne belegt. Befragt hatten die Forscher 2681 australischen Angestellten zwischen 18 und 64 Jahren. Eine der Kernerkenntnisse ist, dass die Aufstiegseuphorie höchstens drei Jahre andauert. Dann fällt der „Ausgezeichnete“, wieder auf das Niveau vor dem Sprung nach oben zurück. Erfreulich: auf lange Sicht veränderten sich die körperliche Gesundheit und die Lebenszufriedenheit nicht. Salopp kann als Ergebnis der australischen Forschung festgehalten werden, dass der Kick nach oben häufig der Psyche einen Kick nach unten verpasst. Die Gründe dafür sind die gestiegenen Belastungen wie mehr Überstunden und die daraus entstehende Nervosität und Unruhe.

Reaktionen in Chat-Foren bestätigen dies: „Nach 13 Wochen in der Psychosomatik hatte ich vor neun Jahren eines wirklich gelernt: Für meine berufliche Karriere werde ich ganz sicher nie wieder meine seelische und körperliche Gesundheit opfern. Keine Gehaltserhöhung ist das wert“, berichtet ein Betroffener.

 

Alarm durch “Fehlzeiten-Report” der AOK

 

Aufstieg bedeutet oft den Umstieg zu mehr Mobilität. Auch dies ist im Übermaß ein Gesundheitskiller. Denn wenn sich die zeitliche und räumliche Flexibilisierung der Arbeitswelt, plötzlich zusammen mit mehr Verantwortung und ständiger Erreichbarkeit ausdehnen, dann werden schnell Belastbarkeitsgrenzen überschritten. Lange Anfahrtswege und wechselnde Arbeitsorte, verursachen häufig insbesondere psychische Beschwerden. In einer repräsentativen Befragung hat dies das Wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) für den jüngst veröffentlichten „Fehlzeiten-Report 2012“ herausgefunden. Danach sind 40 Prozent der Berufstätigen, zirkulär oder residenziell mobil. Sie sind Wochenendpendler oder pendeln täglich mindestens eine Stunde zur Arbeit. Für Arbeitnehmer kann eine solche Entgrenzung der Arbeit durchaus vorteilhaft sein, weil sie dadurch Arbeitslosigkeit vermeiden oder Aufstiegschancen an anderen Orten nutzen. “Im Grunde ist es gut für die Gesundheit, wenn Beschäftigte ihre Arbeit räumlich und zeitlich an die eigenen Bedürfnisse anpassen können. Aber diese Flexibilität braucht ihre Grenzen”, unterstreicht Helmut Schröder, Herausgeber des Fehlzeiten-Reports und stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

Massives Indiz aber für die negativen Auswirkungen der Entgrenzung sind steigende Fehlzeiten. So haben die 7,5 Millionen bei der AOK versicherten Beschäftigten, wenn sie bis zu 30 km zur Arbeit fahren, 12 Millionen Fehltage. Der Grund sind psychische Erkrankungen. Tendenz steigend. “Hier gilt es, die Innovationen bei den modernen Kommunikationsmedien zu nutzen. So können Unternehmen und Beschäftigte Flexibilitätsanforderungen und gesundes Arbeiten besser miteinander in Einklang bringen”, schlägt Altkanzler Schröder vor. Bei solchen Entwicklungen und Erkenntnissen sollten sich der Aufstiegsbereite, der Umsteigebereite, der Reduzierungswillige und -fähige genau überlegen, zu welchem Preis und mit welchen voraussichtlichen Folgen er Veränderungen für sich einkaufen kann. Weitreichendes Abwägen und eine pingelige Folgenanalyse sind sicherlich angeraten. Nur die Lust an der Veränderung ist ein schlechter Berater für die eigene Zukunftsplanung.