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Augenblicke: Zerlegt man das Wort in seine Zwei Hälften Augen und Blicke, so erkennt man: Es sind Momentaufnahmen, die wir wahrnehmen. So ist es auch mit dieser Gedichtsammlung. Die Texte, gereimt oder nicht gereimt, sind spontan Erlebtes, Gedachtes und Empfundenes, einem Augenaufschlag gleicht, entstanden und gesammelt in vielen Jahren. Sie sind in dieser Sammlung nicht in der Chronologie ihres Entstehens aufgeführt, sondern unter vier Themen gegliedert. Bei einigen ist der Anlass des Entstehens vermerkt.
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Seitenzahl: 33
Veröffentlichungsjahr: 2013
Arnold Pesch
Augenblicke
Lyrische Impressionen
Impressum:
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen und die Einspeicherung in elektronische Systeme. Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar
Text und Titelbild: Arnold Pesch
Titelbild: Arnold Pesch
Umschlag-Design: tredition Verlag GmbH
2013: Verlag: tredition GmbH, Hamburg
ISBN:978-3-8495-0240-9
Vorwort
Augenblicke: Zerlegt man das Wort in seine Zwei Hälften Augen und Blicke, so erkennt man: Es sind Momentaufnahmen, die wir wahrnehmen. So ist es auch mit dieser Gedichtsammlung. Die Texte, gereimt oder nicht gereimt, sind spontan Erlebtes, Gedachtes und Empfundenes, einem Augenaufschlag gleicht, entstanden und gesammelt in vielen Jahren. Sie sind in dieser Sammlung nicht in der Chronologie ihres Entstehens aufgeführt, sondern unter vier Themen gegliedert. Bei einigen ist der Anlass des Entstehens vermerkt.
Stunden im Leben
Liebesgedichte
Natur und Umwelt
Gottsuche im Jahreskreis
Arnold Pesch
Stunden im Leben:
Verschlungen sind die Pfade
deiner vielen Tage
An fernem Ufer aus dem Wasser
steigt dunkler Nebel quellend auf,
und in der Sonne fahlem Licht
- der Himmel färbt sich blasser -
schaukeln Boote;
weiße, rote,
im Winde leicht geblähte Segel.
In Schwaden aufgerichtet
- zum Irrgarten wird die See -
wälzen näher Wogen dichter Nebel.
Ein Bild wohl nur,
ein Schauspiel der Natur?
Betöret durch Propheten Wort,
geblendet durch des Wohlstands Glanz,
den wir zur Neige ausgekostet,
genießen wir der Erde Mord,
um sie verbrannt,
der Kraft entmannt,
den Kindern zu vermachen.
Dräuend türmen Wolken sich,
- wohl ahnend unsre Grenzen -
die Mahner wir verlachen.
Ein Traum gar nur
von Wahrheit keine Spur?
Es gibt nur Weniges
was wirklich zählt;
die meisten glauben,
Reichtum, Macht oder Geld.
Die Gier nach diesen
brachte viel Unglück dieser Welt.
Vertrauen baut Brücken
über Schluchten im Streit.
Du weißt vom anderen,
beim gegebenen Worte er bleibt;
da du bist sicher,
er ist zu gerechtem Tun bereit!
Nur Liebe vermag doch
die Menschen zum Guten kehren.
Stellst du dich ihr
und lässt dich verzehren
im Eifer danach,
zum Dienst ohn' eignes Begehren.
Was wäre,
wenn der Tod mich überraschte,
und alles heut' zu Ende ginge?
Erkläre mir, dass ich nicht bedachte,
ich könnt aus diesen täglich Dingen
hinweggerissen werden!
Was hätt`
mein Leben denn bewirkt?
Was bliebe noch zurück von mir?
„Ach so! Ja der! Ich habe nicht gemerkt,
dass er gewesen.“ Ich lebte hier
und bin auch schon vergessen!
Was ist
geworden aus der Jugend Ideal?
Wie feiner Sand durch Finger
gleitet, ist es zerronnen, und schal
ist der Geschmack je länger
ich mich dran erinnre!
Ich bin
im Strom der Masse mit geschwommen,
weil es mir einfacher erschien!
Doch hab' ich nichts dabei gewonnen,
verloren nur mich selbst. Besinn
ich mich noch früh genug?
Nur Stunden unsrer Einsamkeit
gebären große Taten.
Des Geistes Denken und Ideen
entspringen diesen Zeiten.
Du magst mit Freunden weinen, lachen,
Probleme hin und her bewegen,
sie mögen einen Weg dir zeigen,
dich drängen, es doch so zu machen.
Gilt es jedoch sich zu entscheiden,
zieh dich zurück und sinne.
Des Geistes Kraft schafft in der Stille,
in Stunden deiner Einsamkeit.
Dem Menschen sind Flügel gegeben
ins Licht der Sonne zu tauchen,
den Atem zu spüren, das Leben,
gezeugt von Gottes Hauchen,
allen Welten zu künden;
im Wind zu schweben über den Höhen,
emporzusteigen über den Abgründen,
zu trotzen den widrigen Böen,
Feuer der Liebe zu zünden,
Freude und Hoffnung zu schenken,
selbstlosen Frieden zu gründen,
mit Geistes Kraft und Denken
der Sonne Lichter zu spiegeln
das Wohl der Menschen besiegeln.
Zwischen den Zeiten entfliehen die Stunden
unaufhaltsam gleich anderen Tagen,
im Rhythmus des Jahres entschwunden;
nur werden sie tiefer empfunden.
Erneut sich Erinnerungen zeigen,
brechen hervor aus dem Dunkel.
Im Nebel verschwinden die Leiden,
im Licht verherrlichte Freuden.
