Bärgli Bärble - Paul Tanner - E-Book

Bärgli Bärble E-Book

Paul Tanner

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Beschreibung

Dank ihrem Tagebuch klärt Barara Schütz schlussendlich ein Rätsel auf. Weshalb brennt ein heller Halogenscheinwerfer oft nächtelang unter dem Dachgiebel des abgelegenen, rings von Wald umschlossenen Kleinstheimwesen "Güduweidli?"Ist es ein Hinweis, dass es da etwas zu kaufen gibt? In der ganzen Schweiz werden in letzter Zeit Kälber gestohlen. Diese werden doch wohl nicht etwa im "Güduweidli" geschlachtet?

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Seitenzahl: 137

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Ein Roman für Jugendliche und Junggebliebene

Insgesamt zwöuf Schüer si wi au Tag im Schueubus ghocket, wose vom Hasabett Dorfschueuhuus düre Grabe hingere hei, oder äbe a ihri Hautsteue brocht het. Di Endere hei ir Öschematt use müesse u die vo witer hing bim ehemalige Hasligrabe Schueuhuus.

Eigetlig hei di Schüer au ä chlini Wuet im Buuch gha, wümene ihrersch Schuehuus zuto het, usi jetz is Dorf füre müesse hei. Si hei natürli aui zäme di negativi Istellig scho vo ihrne Eutere glert gha, wo usnahmslos über di Schliessig vo däm Schueuhüsli gwätteret hei.

«Mi Vater het gseit,» het Hopfefridu ä Achtklässler, lo wüsse, «ä Lehrer hät ömu weniger koschtet aus die Asylante wome jetz dert iquartiert het.» «Das het üse ou gseit,» het ä angere nochedopplet.

Z’vorderischt im Bus si zwöi Meitschi ghocket. Si si beidi i di achti Klass. S’Einte ischt Bärgli Bärble gsy u s’anger äbe es Schwarzes. Usgrächnet eis vo dene Asylante wo im ehemalige Schueuhüsli iquartiert gsy si. Das het jetz der Chopf vorabe gha u auwäg ä Träne abputzt.

„Luegit do, wasme het vo dene Cheibe! Do steits im Zwänzgminüteler! Schon wieder ein Kalb gestohlen. Die soufräche Sieche! Das ischt niemer angersch aus das Gsindu, womer do bi üs müesse ufnäh u dürefuere!“

„Jo, use mit däm Pack!“ het Hohle-Köbu grüeft, „eso öppis hets früecher nid gä bi üüs i der Schwitz.“

Die eutere Giele hei nidemou gseh, dass jetz das Schwarze, Julia hets gheisse, s Luterwasser pläret het.

„Z fule z wärche si die u chöme uf üser Chöschte cho s Läbe gniesse!“het wider Hopfefridu usposunet. Jetz ischt Bärgli Bärble ufgstange, ischt drei Schritt dürs Gängli hingere u het Fridun ä Chlapf gä, daser fascht abem Sitz abe gheit ischt. „So, du verdammte Totsch, das hescht keim Tote gmacht.“ Är ischt ufgschosse u het d’Bärble packt. Do ischt du aber der Chauffeur igschritte. Er het ä Voubrämsig gmacht u derzue grüeft: „Do wird nid gschleglet. I gheienech aui zäme use, wenn der nid Ornig heit! Das het gwürkt. Fridu ischt abghocket miteme unerchant toube Gring ud Bärble ischt wider a ihre Platz. Niemer het me es Wort gseit.

Wo der Bus ir Öschematt stiu gha het, hei di drei eutere Buebe müesse usstiege. Fridu, Köbu u der Täntsch-Lukas. Derzue no zwöi Zwöitklässlerli. Jetz het Bärgli Bärble gseit si gang de ou do use. Si louf de nachär hingere is Schueuhüsli. „Do muess a auem a no branzet si!“ het sä dr Chauffeur apfupft. „Nei ume öppis klärt muess jetz sie,“ het d’Bärble erwideret u ischt usgschtige.

„So, do wäri, wäge keim Tote gmacht. Aber zerscht muess nech jetz no öppis säge. D Julia ischt mi Fründin, u i weis Sache wo si erläbt het, wosi auäg süscht niemerem het chönne verzeue. U dir wüssit nüt gschidersch, weder sötigs Züg go uszposune, grad eso, dass sis ömu de ou muess ghöre. I wüu nech jetz säge was si het müesse erläbe. Dir zwöi Chline loufit afe. Es ischt nüt für öy Ohre. Si het aus vier jährigs Ching müesse zueluege, wisi ihre Vater erschosse hei, wüer nid dä Islamischte het wöue biträte. Was si mit der Muetter gmacht hei, chanech nid verzeue. Die vom Rote Chrütz heise drei Tag spöter haub tod funge u d’Julia isch näbere ghocket. Was miechiter ächt dir Hudubuebe, wenech eso öppis passiert wär?. Hättischt ächt de gäng no es söfu grosses Muu, Fridu? So, u jetz wettmi no woscht brügle so machs, u süscht schämit nech u göt hei. Vilicht macht der de d’Mueter es Teeli gäge d Schmärze wot hescht müesse usstoh, oder si leiter ä füechte Hudu uf d Backe. Du hescht jo no ä Muetter, i ha keini meh.“

Jetz hei di drei Buebed’ Gringe lo hange u si wortlos derfo gschliche. D’ Bärble het jetz haut ä Haubstung lenger gha bis si doheim im Bärgli bir Grossmuetter gsi ischt, aber das het jetz einischt use müesse.

Dürs Tau hingere bis is Hasligrabe Schueuhus, dass het si ire Haubstung bewäutiget. Derno no dürne stotzige Fäudwäg gägem Bärgli ueche. Scho vo witem het si ghört, dass d’Grossmuetter mit em Hung, em Bäri brichtet het. Das het si mängischt stungelang gmacht. Der Bäri öppis gfrogt u dä hetere Antwort gä, het si sich ömu vorgsteut, wes scho irer eigete Gedanke si gsy. Es het sä tüecht, eso gang Zit gleitiger ume, weme fascht der ganz Tag eleini sig.

„Worum chunt ächt Barbara söfu lang nid hei, i ha doch der Blaser Peter u der Grüebli Franz scho lang gseh der d‘ Stross hingere go?“

„Vilicht het si müesse dinn blibe.“

„Das gloubeni nid, söfu gschickti wi die ischt.»

„Aha jetz gsese cho dürsch Wägli uf.“

Jetz ischt dr Bäri aber ufgschosse. Tür heter grad säuber chönne uftue u ischt mit Freudesprüng d‘Bärble go empfo.

„Jo jo, hescht hüt lang müesse warte. I ha drum no öppis müesse erledige.“

„Wiso chunscht du söfu spät hei, Meitli?“

„I ha einischt öppis müesse klar steue mit dene tonersch Lölibuebe.“Jetz het d Barbara der Grossmuetter aus verzeut wis gange ischt.

„Jo jo, du hescht das scho richtig gmacht, aber es het äbe aus gäng zwo Site. Dene wird ihri Heimat gschtole u mir müesse derfür üsi mit nä teile. Das geit, solang mer öppis z’Teile hei, aber was passiert de, wenns einischt bi üs kriselet, umer säuber nidemou me gnue Zässe hei? Das chönt gleitig passiere. De päägeti de ufsmou d’Lüt: „Use mit dene, die ghöre nid zu üs! Aber wo söuesi de häre? Ischt de ufsmou der Chrieg bi üs?“

„Äh Grossmuetter, ömu geits is afe no guet u i gloube vorläufig müessemer nid Hunger lide.“

„Weis hoffe, gäu Bäru.“

Hunger hei si würkli nid müesse lide, d‘Bärgli Frida u d Barbara, aber grad dasesne de gäng öppe guet gange wär, chame nid säge. D’ Bärble het mit drü jährig ihri Muetter verlore. A Leukämie ischi gstorbe. D’Barbara het denn no nid eso rächt begriffe was jetz gscheh ischt, aber ihre Vater het dä Schlag fascht nid chönne verchrafte, er het du fascht wine Flucht nach füre aträte. Het sich mit Arbeit u vor auem mit Witerbiudig probiert abzlänke. Eso isches du cho, dass useme Muurer ä Boufüerer worde ischt. Nid lang isches gange, ischim vore grosse Boufirma ä Steu abote worde ufere Grossbousteu z’Tunesie. Warschinlech häter sä nid agno, wenn si Frou no gläbt hät. Aber däwäg heter das guet zaute Angebot nid chönne usschlo. Sider ischer auso dert u chunt nume zwöi mou im Johr hei. Es paar Tag ar Wiehnecht u i dä Summerferie. Z’Tunesie bruchter ussert echli Sackgäut nid viu. Der Lohn wird im ufenes Schwizerbankkonto zaut. Nid weni, u dert cha si Mueter näh dervo, soviu si ume wott. Die isch si aber vo früecher här gwahnet sorg z ha zum Gäut u nimt nid meh weder das für seiä ud Barbara nötig ischt. Eso läbe di zwo recht guet im Bärgli. Es ischt no chli Umschwung zu däm Hüsli u vor auem ä schöne Garte. Der Grossmutter wird’s zwar mängischt e chli längwilig, wes Meitschi der ganz Tag ir Schueu ischt u nidemou hei chunt cho Zmittag ässe. De muess si dr ganz Tag mit em Bäru prichte, u dä versteit jo jedes Wort.

Ischt de d‘Bärble äntlige vor Schueu hei, mues de zerscht afe der Hunger gstiuet sie.

Eso nä toue Ankebock unes Glas chauti Miuch ischt de grad s’Richtige. Derno het de mängischt Grossmuetter no öppe es Alige, filicht ä Arbeit wosi säuber fascht nid cha erledige. Nachär heist uf d‘Ufgabe los. Es si meischtens nid weni sider das s Meitschi id Sekundarschueu geit. De ischt de öppe s’Znacht noche. Eso nä Röschti mit Späck u mängischt no es Stierenoug derzue ischt gäng öppis guets. Nom Znacht hocket me no chli vors Hüsli ufs Bänkli. Natürli ischt der Bäri ou derbi, u dr Güggu mit sir Hühenerschar het ou no öppis z’chraue em Gartemüürli no. Das wär öpe eso s’Schönwätterprogramm. Rägnets de, oder ischt chaut veruss, het de Bärble scho gli einischt es Buech vor der Nase. Grossmuetter hets scho mängischt gseit, sie sig ä richtigi Läseratte. Das ischt si ou gsy. Fascht au Wuche zwöi Mou het si vor Schueubiblioteg es früsches Buech heigno. Meischtens ä Krimi, wesi eine verwütscht het. Im Liebschte eine vom Hansjörg Schneider, vom Kommissar Hunkeler. Die het si au gläse, aber ou no viu anger. Derby ischi mängischt fascht säuber echli ä Kommissar worde. Uf aufäu het si sich scho lengschtens i Chopf gsetzt gha, si wöu einischt Polizischt wärde. Dass si de hingäge no di haub Nacht im Bett gläse het, het Grossmuetter entwäder nid gmerkt, oder si het de nüt gseit. Aber es ischt warschinliger, dass si res verbote hätt, wüu si Angscht gha hätt, s Meitli mach sech de dermit no d Ouge kaput. Das wär guet mügli gsy, were der Blaser Peter nid es Läselämpli baschtlet gha hätt. Em Blaser Peter, es ischt ihre Schueukamerad gsy, hei aui nume der Elektroniker gseit. Er ischt scho fascht echli es Scheni gsy u het mit sim Elektronikbouchaschte, woner vom Götti übercho het, scho schier erstunligi Sache gmacht. Er het sogar auti kabutnigi Kompjuter wieder mache z’go. Ou het er mit eme chline Chraftwärchli woner im Bach g’installiert gha het, Liecht für sis Schlof- u Baschtuzimmer produziert. Eso ischer auso mit Freude druflos, wone Bärble gfrogt het, ober ere nid chönt es Lämpli mache wosi chönt as Buech stecke, dass si znacht im Bett chönt läse? Zwe Tag isches gange u si het eis gha. Es Led-Lämpli mitere Baterie wosi het chönne am hingere Buechdechu achlemme. Dascht eso guet gmacht gsy, dass si d Site het chönne umchere ohni gäng s Lämpli abznäh. Bevor si de aber is Bett ischt go läse, hetsi de no ihrersch Tagebuech nochetreit. Das ischt i ihrem Zimmerli ufeme chline Chriesbäumige Tischli gläge, gäng grad ei Site offe u der Chuguschrieber dernäbe. Das Tagebuch hetsi scho sit meh aus zwöine Johr gfüert, nachdäm si es Büechli gläse gha het, „wie werde ich Polizist“. Dert drin hets nämli gheisse, eso nes Tagebuch sig fürne Polizischt ganz wichtig. Ou weme mängischt nid chönn wüsse, zuwas dases no chumlig chöm, sigi dürtür scho ganz schwirigi Kriminaufäu glöst worde. Ou sig ä Züge, wo chön säge was ame bestimmte Tag aus los gsi sieg, ou wis Wätter gmacht heig u was süscht aus passiert sieg a däm Tag, ame Richter viu gloubwürdiger aus eine wo ume öpis bhoupti woner vilicht nidemou Bewise heig derfür. Natürli het si jetz ou ä Itrag gmacht wo gheisse het „Hopfe Fridu georfeigt.“ Ä witere het gheisse, „es wurde wieder ein Kalb gestohlen.“

Si ischt zfride gsy mit sich u der ganze Wäut. Jo sogar stouz druf isch si gsy, dasi em Fridu eine gwäsche het u no fascht meh, wüu sise derno no mit Worte zäme gstucht het.

Hingäge drei Kilometer witer im Tau vor, ime bhäbige Puurehof ufeme Hoger obe, wo Hopfe gheisse het, ischt eine desume glüffe wine gschlagne Hung u het ä Gring gmacht wines Fueder Hudle. Gschämt heter si. Nei toube über Bärble ischer nid gsy. Si heig jo eigetlig rächt gha. Wi heter ume äme Möntsch eso chönne weh tue, mit sine tumme Sprüch, de no ame Meitschi! Klar, er het jo nid chönnne wüsse, wases aus erläbt het. Aber dases ä angeri Hutfarb het, äis häter jo gseh u hät drum i sir Awäseheit nid söfu tum söue über d Asilante rede. Es het wüescht gmacht mitim u är het gsinnet winer di Sach wider chönt guet mache. Aber di Wort si duss gsy ud Julia het sicher ihri Meinig über ihn biudet. Aber öppis Angersch het nä fascht no herter plooget. Usgrächnet Bärble het im ä Wasche gä, usgrächnet. Derbie het er sä i sine Träum scho lengschtens zu sim Schatz erkore gha. Wi anger Buebe i däm Auter ou, heinim d’ Meitschi afo gfaue u Bärble bsungersch guet. Das heiger jetz sicher verchachelet, ischesim gäng u gäng wider düre Chopf.

D Mueter het no churzum gmerkt, dass do öppis nid cha stimme mit däm Bueb. Si het nä ou gfrogt was los sieg, aber si het kei richtigi Antwort übercho. Zum Verwungere gly ischer is Bett u het dert witer gmoralet. Woner du äntlige igschlofe ischt, heter du Träum gha woner aupot erwachet ischt drab u froh gsi ischt dases ume ä Troum gsy ischt. Bandite si cho u heinim zerscht d Mueter u der Vater töt u derno aui Chüe gstole u gmetzget. Er müest der Julia öppis gä, aber öppis rächts, öppis woner säuber gärn heig, Vilicht sis neue Sackmässer woner vor Gotte übercho het. Er chönt jo säge,0000000 er heigs verlore. Aber nei es Sackmässer ame Meitschi! Eim wo sicher süscht scho der Gruuse heig vo Mässer u Waffe!

Wärim doch ou z Sinn cho, dases nid drufab chäm wi gross das es Gschänk wär. Viu wichtiger wär, wes vo Härze chäm u derzue es paar liebi Wort. Aber Fridu, wo süscht jo gärn es grosses Muu gfüert het, het eifach keni passende Wort funge.

Em angere Morge im Schuebus, ischt dä Vorfau mit kem Wort me erwähnt worde. D Bärble het ume gmerkt, das Hopfe Fridu ordeli tuuche ischt. Uf aufäu id Ouge luege hetere nid törfe. D Julia het sich i ihre Egge ine trückt u ischt auwäg irne eigete Gedanke noghanget. Wen ume Fridun z Sinn cho wär, winer d Sach mit dene Meitli wider chönt id Ornig reise.

Em Obe ischt Bärble wider normau im Hasligrabe Schuehuus hing usgstige. Dert hetsi no es Bitzli mit em Blaser Peter u em Grüebli Franz chönne der d Stross düre Hasligrabe hingere loufe. Äiner zwe hei du no wöue wüsse wi das geschter no usgange sieg. Dene zwene het si das wou chönne verzeue, die si sowiso uf ihrer Site gsy. Öppe nach zäh Minute het d Barbara adie gseit u het uf der linge Tausite is Bärgli ueche müesse. Nid viu witer hing ischt der Blaser Peter ime ehemalige, guet zwäggmachte Puurehüsli, noch näbem Bach gwohnt, u der Grübli Franz het fascht em glieche Ort uüberne Brügg müesse, äbe is Grüebli ueche ines wärschafts Puurehuus. Em Peter si Vater ischt ä leitende Bankagsteute gsy u em Franz sine Puur. Eso hetes sich ergä, dass der Peter viu Zit gha het für sis Hobi, während der Franz haut het müesse häufe puure, wener d Ufgabe gmacht gha het. Eigetlig isches im nid hert es Müesse gsy. Vor auem Tierli heter gärn gha u zuene gluegt. Aber ou ame schöne Härdöpfublätz oder are Heumatte heter chönne Freud ha. Mit dä Schueuufgabe isches eso chli ä Sach gsy. Wi weniger wi besser! Aber er het nie grad lang are Ufgab ume gstudiert. Für was häter de süscht es Funkgrät gha, wonim der Peter zwäggmacht gha het. „Grüebli Franz von Peter, antworten.“ Hets meischtens tönt, u de uf dieser Site: „Peter verstanden antworten.“ „Hescht du di Rächnig glöst?“

„Jo, hani, d Wurzle drus git sibenefüfzg ä haube Meter.“

„Danke, bis morn!“

Öpe drei Kilometer witer im Hasligrabe hing, aber nid im Grabe nide, hundrtfüfzg Meter ob der Tausole fascht mits im Waud inne ischt es Huus gstange. Es Heimetli wome fascht no hät müesse d Hüener pschlo, dass si nid überusgrütscht wäri u Katze hät müesse ame Seu abe lo, dass si hätti chönne go muuse. Güdu Weidli het das Awäse gheisse. Mi het gseit mi gsei das Huus vo niene, ohni vilicht weme änet em Hasligrabe uf der Egg obe gsi wär. Ums Huus um hets öppe söfu Land gha, das das Puurli triessg Schof u no es Chueli het chönne ha. Zweni zum Läbe u zviu zum Stärbe hei d Lüt gseit. Aber irgend ufene Art ume het sech dä Maa mit sir Frou, si si chinderlos gsy, glych düre brocht. Auäg wüuer no Störemetzger gsy ischt.

Das mä das Huus vo niene het chönne gseh, stimmt nid ganz. Usgrächnet vom Bärgli us, hetmä, weme guet gluegt het, echli chönne vom Dach gseh, gnau gno der Gibu vor hingere Stotzwang. Grad das Bitzli vo däm Huus het der Bärble, däm chline Dedektiv z’däiche gä. Genau i däm Egge obe ischt nämli ganz ä heitere Schienwärfer gsy, wo mängischt di ganz Nacht brunne het. Wiso zum tonner brucht ächt dä Güdu Weidli Chrigu ä ganzi Nacht es sötigs heitersch Liecht, deno hingerem Huus. Das het der Bärble z täiche gä. Drum hetsi ou jedes mou wes brunne het ä Itrag gmacht i ihrersch Tagebuech. „Licht brennt“, hets mängischt drei Tag hingerenang gheisse, u de teu Täg wider nüt. Das mües irgend es Signau sie, ischere düre Chopf, aber was für eis. Si het gläse gha ime Krimi, dass di Prostituirte e roti Lampe löiy lo brünne wesi frei sigi. Aber erschtens ischt dä Schinwärfer nid rot gsy u zwöitens hät auäg Rosi vom Ussehe här kei Batze verdienet.

„Hescht ou gseh das im Güdu Weidli hing viu di ganz Nacht ä Lampe brünnt?“ het si d Grosmueter gfrogt.

„Jo i hami ou scho gfrogt, für was dass das ächt guet sieg. Vilicht woter jo dermit der Luchs verschüche, wonim chönt cho es Schof nä.“