Gärbers Gritli - Paul Tanner - E-Book

Gärbers Gritli E-Book

Paul Tanner

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Beschreibung

Gärbers Gritli ist ein Historischer Roman, geschrieben in Unteremmentaler Dialekt. Er beschreibt die Zeit vor dem Bauernkrieg, kurz den Krieg selber und vor allem die Zeit danach. Dabei erreicht eine mutige junge Frau fast mehr als die Männer im Krieg.

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Seitenzahl: 473

Veröffentlichungsjahr: 2022

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Nicht alles was tief in meinem Herzen sitzt, kann ich auch in Worte fassen.

Da denke ich viel an ein altes Volkslied, das ich auch Ihnen empfehlen möchte.

Die Gedanken sind frei

Wer kann sie erraten?

Sie fliehen vorbei wie nächtliche Schatten

Kein Mensch kann sie wissen

Kein Jäger erschiessen

Es bleibet dabei, die Gedanken sind frei

Nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen beim Lesen und immer alles Gute auf allen Ihren Wegen.

Der Autor Paul Tanner

Si si grad am Zmorgetisch ghocket. D Mueter Gärber, d Marie, der Vater der Hans, s Gritli Tochter, der euter Suhn der Kobi u der jünger der Ueli. Zu auem Zmorgenässe heisi besproche, was hüt aus mües gwärchet sie. Es ischt scho im spötere Herbscht gsy u drum Houze agseit.

«Hets überhoupt no ä Wärt, weme öppis wärchet, es geit jo glych aus a Stüre u Abgabe zum Tüüfu!»

«Hescht rächt Köbu, mir mache nüt meh, weder di Gnädige Herre fuere!»

Der Vater der Hans het nüt gseit druf, aber derfür ä töife Süfzger log ghöre.

«E Buebe, tüet nid eso. Mir hei ömu afe gäng no z’Ässe. Was mer gässe hei chanis der Landvogt ömu nümm äwäg nä!»

«Jo, aber süscht aus. Sötimer de nid scho lengschtens ä neue Houzwage ha?

U wemer de nid öppe der Dachdeck hei, rägnets is de no ufe Höistock!

«I bi nächti jo im Dorf nide gsy, ir Pinte. Dert hetsi natürli aus um di viu z höche Abgabe träit,» het der Vater lo wüsse. «Es wird gred es gäri zäntume. Do u dert träffesi Puure u plani der Ufstang. Di Sach gfaut mer nüt. Es git de bis zletscht no Chrieg!»

«Das gloubeni ou u wüster was geschter Bärger Chrigu verzeut het. Si Brueder hetims gseit, wo grad z Bärn aus Regrut ufbote worde ischt. Jetz samli di Gnädige Herre d Siubermünze i u prägi derfür biuigs Chupfergäut u zahli ume no mid däm, wemene imfau no öppis chönn verchoufe.»

Gritlin hets ab däm Gespräch vo dä Manne schier der Appedit verschlage. Vo Politik hets nüt verstange, das sig dä Manne ihri Sach aber Chrieg, das wär de s Schlimmschte wo chönt passiere.

Es ischt es rächt grosses Heimet gsy wo Gärbers sit Generatione puuret u guet derzue gluegt hei. Sunnsitig gläge, teuwies echli haudig aber nid grad stotzig, fruchtbars guets Land u druff es bhäbigs Puurehuus. Früecher hei Gärbers gäng ä Chnächt une Jumpfere gha. Aber sider das di Gnädige Herre z Bärn d Puure däwäg usgsugget u plooget hei, ischt das nüm drin gläge. Derzue si jo jetz d Ching erwachse gsy, u weme d Arbeit guet iteut het, hetme das Heimet möge gwärche. Sundi het zwar niemer gha derbie.

Gheisse het das Awäse Sunnhaule, u we d Lüt vo der Sunnhaule gred hei, heisis mit Respäckt gmacht.

Di drei Manne hei ihri Arbeit unger sich ufteut. Der Vater ischt für d Fäudarbeite u füre Handu zueständig gsy, der euter der Kobi ischt der Mäucher gsy u Ueli der jünger der Charer. Natürli het nid jede gmeint, er mües ume für sich luege. Mi het änang ghoufe so guet dases gange ischt.

Di zwo Froue hei ou jedi ihri Houptufgab gha. D Mueter het der Hushaut gmacht u Kochet, Gritli ischt zueständig gsy für d Hoschtert, füre Gmüesblätz, füre Garte u für d Ornig ums Huus um. Derzue hetes no zum Meiezüg gluegt u d Mueter de no zu dä Söi.

Eso wär ei Fride gsy ir Sunnhaule, wene nid di Herrä z’Bärn u der Landvogt wi ou aune angere Puure fascht s’Bluet usdrückt hätti. Mängä Puur het gsüfsget u däicht es wär jetz de langsam gnue. Aber wenn de eine öppis het wöue vörtele bim Zähnte oder ou a dä angere Abgabe, so ischer de churzum uspeitscht, oder i Turm gschbert worde.

«Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht», het ä aute Maa gseit u die wos ghört hei hei gnickt derzue.

Gärbers Gritli, eso heinim au Lüt gseit, ischt nid ume es überuus fliessigs gsy. Es früntligs derzue u nid z fürnäm, ou mit em eifachschte Chnächtli es paar Wort z’wächsle u wes stimmt, das der Hergott d Lüt erschaffe het, heter sech bi Gritlin ganz bsungers müei gä. Mänge Bursch u mänge Maa hetim heimlich nochegugget u täicht derbie, er gub derfür sis Läbe wener derfür mit Gritlin chönt zäme sie. Aber es het nä nüt abtreit. Gritli het sis Härz scho eim verschänkt gha. Zwar no nüt weder s Härz. Nöcher zueche weder öppe zume Müntschi hetes si Schatz nid locho.

Mi het du no grotiburgeret ob mä der Waudwärchzüg mitem Ross wöu i Waud uechefüere oder nä säuber uecheträge. S Ross bruchmä jo süscht no nüt. De müesmes nächär wieder hei tue. Das sig ou ä vergäbne Gang. We jede öppis uf d Achslä nähm ume nid grad mein mi mües springe, gang das sicher scho. Eso si auso d’Manne usgrückt. D’Froue hei no s Zmorge äwäg grumt. Derno het d Mueter d’Söi gfueret u Gritli d’Hüener.

Im Waud obe acho, hei di drei Manne müesse berote, weli Tanne das si wöui ummache. Do mues uf mängs gluegt sie. Eini wo no schön wachs lot mä lo sto.

Ä guete Puur gsehtere das am Grotze a. Ä angeri söt mä vilicht nä, für em Jungwuchs echli me Liecht ine z lo. Wieder ame angere Ort mues der Waud echli verdünneret sie, grad eso wi d Froue im Garte d Rüebli müesse verdünnere, wes öppis Rächts söu gä. Bi töune Waudbsitzer geits de mängischt eso, dass di Manne unger sich di lengscht Zit nid einig wärd weli das mä jetz wüu nä, u weme de do afe einig wär, chunt de no di gross Diskusion wodüre das me sä jetz wöu gheije.

Sötigs hets bi Gärbers nid gä. Nid das der Vater no aus het wöue regänte, aber er het äbe im meischte Erfahrig gha u d Buebe Respäckt.

Die do, die nämer, die ischt scho mängs Johr gliech grob. Jo, die ischt nid is Chrut gschosse, das git guets Houz.

«So sagit afe der Hou Buebe, dir gseht däich scho wo!»

D Buebe hei gsagt u der Vater het der Scheidwegge nochetribe. Tanne het süferli afo heute.

«Uf D Site si gheit.» Vilicht hunder Johr aut ischi gsy, oder no euter. Jetz ischt ihri Zit ume gsy. U aus wärs ihre letscht süfzger, ischt si mit Chrache u Pole zbode gheit. Si hetsi dri müesse ergä.

Dung im Puurehus hei d Froue dene Manne öppis Zmittag zwäggmacht, wone de Gritki het söue i Waud ueche bringe. De mües ume äs hin u här, u nid drei Manne. Aber was bringe? Gaffee wärd chaut bises dobe sieg u Suppe ou.

«Eh, mi hetnä süscht öppe Tee brocht mit echli Moscht drin. Derzue ä Bitz Greuchtnigs u Brot. Mir chöise jo de derfür zum Znacht echli verwöhne. Vilicht mitere guete Späckröschti.

D Manne si bau echli is Schwize cho. Di Tanne het drum ou gar grob Escht gha u versagt hetsi ou no müesse sie. Si si drum froh gsy, wosi Gritlin hei gseh cho u gärn echli abghöcklet. Gritli het nä ä Guete gwünscht u gseit, si chöni jo de s Gschir em obe hei bringe. Si löei jo de sicher der Wärchzüg dobe.

Es wöu drum de abem Heigo no hurti im Sunnhaule-Weidli verbie. Hans sig schiens Chrank.

«Hoffetlig nid ernschthaft. Dä ischt de druf agwise daser cha wärche, süscht bringt de dä si Familie nid düre mit sine zwöi Chueline ure Geiss,» het Ueli gmeint.

«Jo wener süscht nüt hät dä Winter, chönter jo de üser Wedele cho mache.»

«Eh, wei hoffe es sig nid auzu schlimm.»

Gritli het topplet im Sunnhaule-Weidli. S Chlinschte vo dene vier Meitschi ischt cho uftue. S föif jährige Kätteli. Es het verpriegeti Ouge gha u wos Gritli gfrogt het wasim fäu, hets gschtagglet der Vati sig drum chrank.

«Tue nid plääre, dä wird de scho weider gsung,» hets Gritli wöue tröschte. Aber wos du der Weidli-Hans gseh het im Bett, isches säuber bau erchlüpft. Äs sig zwar nid Dockter aber es vermueti ä schwäri Lungeenzüntig.

«Do mues der Dockter häre,» hets zu Hannin gseit, süferli dases d Ching nid öppe ghört hei. «Ums Gottswiuä der Dockter, wär wett ächt dä zahle!»

«I luege daser chunt, i wiunim de der Lohn scho gä, Hans chas jo de cho abverdiene wener wieder gsung ischt. Gibim afe rächt vieu Kamiuetee u machim Wicku um d Bei. I wiu de grad luege dass der Dockter chunt.»

Doheim het Gritli gleitig der Mueter verzeut was si im Weidli obe atroffe het. Derno hei di Zwo d Fane, s jünger Ross gschieret, igschpannet, u Gritli ischt mit em Bockwägeli aus im Trab gägem Dorf zue.

Ob das däwä pressier, het der Dockter gmeint, wo grad der Garte umegstoche het.

«Neue schier, di Sach gfaut mer nüt, stigit im gschidschte grad uf!»

«Ume hübscheli, zerscht wirdemi wou no törfe go angersch alege u der Wärchzüg reiche!»

Es het Gritlin tüecht, es gang ä Ewikeit bis dä zwäg sieg, aber äntlige ischer doch cho. Obsi uuf het jetz d Fane nid aus chönne trabe u der letscht Bitz vom Puurehuus is Weidli ueche ischt de no gar stotzig gsy.

Dobe im Weidli het Gritli mit dä Ching ir Chuchi gwartet, die Zit wüu der Dockter Hanse ungersuecht het. Es het ume ghört wi der Dockter brummlet het, ihn rüef mä gäng erscht wen öpper scho bau tod sieg u är söt sä de wieder chönne läbig mache. Ganz ä schwäri doppleti Lungeenzüntig sig das. Er hetim Bruscht mitere Saubi igschmiert unim öppis useme Fläschli gä z treiche. Das sig di sterchschti Ruschtig woner heig. Me chöner nid mache. Si söuinim jetz au zwo Stung ä Suppelöffu vou vo däm gä u au föif Stung d Bruscht mit der Saubi iriebe. Aber ob das no guet chöm wüser ou nied. Dermit heter s Güferli wieder packt u Gritli het nä müesse heifüere. Es sig es Eländ, heter lo wüsse. Är wärd gäng erscht grüeft wens scho z spät sieg. Do het du Gritli fürins säuber täicht, höisch echli minger, de machedi de vilicht d Lüt ou ender z cho!

Wo d Gärbermanne si hei cho vom Waud, heisi sovort erchent do mües eine vone is Weidli ueche go mäuche. Hanni chönn das sicher nyd. De gang är däich, het Ueli lo wüsse. Charer bruchs jo däich hinecht kene mee.

Ueli het grad gmerkt, dass die Chüe scho lengeri Zit nümm irornig si gmouche worde. Di einti hätmä zwar auäg chönne guscht lo, aber di anger heter regurichtig früsch müesse azie. Weidli Hanni ischt dernäbe gstange miteme Miuchhafe u het ufenes Tropfli Miuch passt für d Ching. Sig das es Eländ, hets Uelin tüecht, wes ume nid no schlimmer wärd!

«U de fuere? Tüeter no grase oder fueriter scho Heu?»

«Mir heine gäng no öppe zwe Chörb vou Gras gä u der Räschte Heu.»

«Chascht Gras mäie?»

«Jo, äis geit scho.»

Mit ihrer Waudarbeit hei jetz Gärbers ä Stung spöter agfange u ou ä Stung ender ufghört. De ischt de Ueli grad im Weidli obe blibe, u het dert im Stau zum rächte gluegt.

Wenn Gritli vom Zmitag bringe hei cho ischt, isches gschwing im Weidli go ineluege wis Hanse gang. Dä hetim nüt gfaue. D Medizin vom Dokter heter chum me chönne schlücke u het höchs Fieber gha. Em zwöite Mittag, wosi id Schlofstube trappet ischt, Si Hanni ud Meitli ums Bett ume gstange u hei Briegget. Hans het no gläbt, aber er ischt nümm bi Sinne gsy u het gfantasiert u Sache gseit wo niemer me verstange het. Do häuf nüt mee weder Bätte fürin. Het Gritli Hannin küschelet. Ihm ischt säuber s Ougäwasser übere Chopf abglüffe, bsungersch wes di Chlini gseh het wisi gäng wider der Vater ar Hang zoge hei u mit schluchze Vati grüeft hei. Öpe nacher Haubstung heter der letscht Atezug to. Was derno aus abglüffe ischt, chame jetz würkli nümm beschriebe. Ä Familie wo würkli aui änang gärn gha hei, u jetz kei Vater mee!

Gritli hät gärn wöue tröschte, aber es het gmerkt das jetz jedes Wort dumm wär wones sieg. Drum hets eis ums anger anes Ärveli gno u fescht anins drückt. Eifach das si merki dass sä no öpper gärn heig.

Nacheme Wyli hets du zu Hanning seit, es gang jetz i Waud ueche eim vo dä Buebe go rüefe. Es mües sicher öpper zum Pfarer u zum Schriener. Hanni het gnickt u eso ischt Gritli abglüffe mit der trurige Botschaft.

Di drei Manne si hert erchlüpft wone Gritli di truurig Botschaft brocht het. «

Das het jetz ömu müesse sie. Usgrächnet Hans, wo keir Flöige öppis zleid too het, u wär luegt de jetz zu der Familie:» Di Wort si vom Vater cho u är het mitüüri ou ä Träne müesse abputze. D Bube hei ume der Chopf gschüttlet. Mängischt chönesi de richtig d Wäut scho nid begrieffe, was ächt do der Hergott täicht heig derbie! De mües däich churzum eine abloufe, het der Vater gseit. «Geischt du Ueli?»

«De muesi däich aber zwider isches mer scho. Muesi de abem abegoo no hurti zueche im Weidli?»

«Es miech si sicher scho guet wend giengischt go kondoliere.»

Es het nä ghudlet wi wener haub gfrore wär, woner s Hanni u di vier jetz vaterlose Meitschi gseh het u er het schier keis aständigs Wort füre brocht. Eso heter du aune zäme fescht d Hang drückt u derno gseit, er gang jetz go der Pfarer reiche u mach em Schriener pscheid.

Der Pfarer het si churzum ufe Wäg gmacht. Ou är het di Hingerblibene nid chönne tröschte, wener nä scho versicheret het, ihre Vater sig jetz im Himu u lueg de vo dert us scho zuene. Si müesi nume fescht dra gloube! Jo, het d Mueter täicht, das wird auwäg eso sie, aber d’Chüe mäuche s Gras Mäie u was süscht no aus söt gmacht sie, chaner äbe vom Himu us glych nümm.

Es mües haut eifach sie, het der Pfarer gseit. Mi mües no der Tag u Zit vor Beärdigung bestimme. Normau sig die meischtens nach dreine Tag aber wüu hüt Friti sieg, wärs däich s Gschidschte mi warteti bis am Zieschti. Är schlieg vor, am Zieschti am zwöi.

Wüu niemer nüt dergäge gha het, het der Pfarer no mitnä bättet u derno ischer wider gange.

Gfeuigerwys ischt Gritli mit em Pfarer ou grad wider ueche cho gsy. Es het gseh dases jetz Hannin mit dene vier Purscht nid cha eleini lo. Schliesslig hei ou d Iladige zur Beärdigung müesse gmacht wärde. Do het Gritli vorgschlage, ihrer Brüeder söui go biete. Mi mües ume ufschriebe wäm aus dasme wöu ilade u im übrige chön de der Pfarer am Sunndi ir Bredig säge, es sigi de aui iglade. Das sig für di Iheimische s’Beschte. «U de?» het Hanni gfrogt, «Bruch ischt doch es Lichenässe ir Pinte, aber i weis bim beschte Wiue nyd wini das söu zahle.»

«Do drüber heimer bi üs doheim scho gred. Mir übernä das. Hans ischis mängischt cho häufe we not am Mann gsy ischt. Dä het das no mee weder ume verdienet.»

«I dankeder do gheit mer wenigschtens ei Stei abem Härz, aber i wet de glych nyd, dass do weisiwas u Wyy uftreit wird. Das hät de Hans sicher nid wöue.»

«Do hescht rächt, das heimer ou gseit. I hät Miuchgaffee oder Tee bis gnue u Züpfe bsteut weder das rächt ischt.»

Wüu Hanni iverstange gsy ischt, ischt Gritli grad säuber i Pinte go bschteue.

Der Wirt ischt ganz entsetzt gsy das Hans gschtorbe ischt u är het sofort gseit, dä Maa sigim lieb u rächt gsy. Är tüei de no grad es Bitzli Chäs derzue, zum glyche Pries.

Di truurigi Gschicht wo jetz d Frou Chummer mit ihrne Töchtere im Sunnhauleweidli erläbt het, chasich jede Möntsch säuber vorsteue. Einzig vilicht chöntme erwähne, dass d Meitschi ä grosse Meye mit Stächpaume-Beeri u Wisstannigem Chris gmacht une em Vater i Sarg gleit hei.

Jetz hockesi zur Abdankig ir Chile u lose em Pfarer si Bredig.

«Mir si aui fescht truurig, vor auem d Familie Chummer wo ihre Vater verlore het. Ime sötige Momänt frogt mänge, wiso das jetz üse Hergott öppis eso heig chönne lo gsche. Nach däm dörfemer nid froge. Gott eleini weiss was für üsi Seu guet ischt. Vilicht wartet ä neui Ufgab ufis im Himu obe, u drum isches besser wemer s Schicksau woner füris bestimmt het tüe anä u nid tüe hadere. Der Hans Chummer het i sim ganze Läbe chum einischt öpperem öppis z leid to u drum chöimer hoffe es gangim jetz i der angere Wäut bsungersch guet. Meine Wege sind nicht eure wege spricht der Herr.»

Eso heter prediget aber er het Hannin ud Meitschi glych nid rächt chönne tröschte. Der Vater het nä scho jetz a aune Egge gfäut.

Nach der Bredig si jetz di meischte lüt i Pinte cho. Es hetse tüecht, die Ehr wöuesi em Chummer-Hans no atue.

Jedes het sis Plätzli gsuecht, am liebschte näbeme Koleg oder näbeme Nochber. Zerscht ischt nid viu gred worde. Mi ischt dä eigete Gedanke nocheghanget. Wo aber du der Hunger, der gröbscht echli ischt gstiuet gsy, hetmä du fascht ume no eis Thema ga. D Familie Chummer. Chaschbers Godi het zu Schrag Hanse gseit, jetz ghörtmese de afe ä Zitlang nümm singe nom Fürobe vorem Hüsli. «Jo dascht de mitüüri schad. Weni chönne ha, bini gäng vors Huus usegstange u ha glost. Vo üs us hetmese gar guet ghört quer übers Bechli übere.»

Die hei äbe zäme gha, ei Fride. Arm sisi gsy aber hei änang gärn gha u hei eso ihri Armuet überwunde.»

«Du hescht rächt, was nützt der gröscht Richtum, weme enang ä kes guets Wort ma gönne.»

«D Armuet heisi überwunde, aber äbe der Tod nyd.»

«Jo, für dä Maa isches schad.»

Eso ischt tischtibiescht worde, aber nodisno si d Lüt ufgstange u gäge hei zue.

Nid aui. Teu hets tüecht, weme de scho einischt ir Pinte sieg, bruchme de gwüss nid grad hei. Si si nume vom Saau id Gaschtstube übere züglet u hei echli Wyy bseut. Wüu Gritlis Schatz ou bi dene gsy ischt, hetes tu tüecht uf au dä Chummer hätes ou bau echli ä Uszit verdienet u eso isches du ou no grad echli bi dene Manne blibe.

Nachdäm mä no einischt usgibig über dä Todesfau brichtet het u druber was ächt jetz de mit Chummersch mües go, hets unger dene Puuremanne nume no eis Thema gä. Di gnädige Herre. Es gang jetz nüm lang, eso chöns nümm witer go. Das gäb Chrieg, es sig höchschti Zit dass d’Puure jetz zämestangi.

«Jo» het eine gseit. «di Sach louft scho. Z’Sumiswaud u z Huttu sig mä scho zämecho. Z’Huttu mängs tuusig u heigi ä Puurebund gründet. Scho zwöi mou sigesi zäme cho, ghörtme u heigi der Niklous Leueberger zum Füerer gwäut u dä Gnädige Herre es Ultimatum gsteut, aber die hei das zruggwise. Gritli het Hüenerhut übercho wes die däwäg vo Chrieg het ghört brichte. Das sig doch sicher s’Schlimmschte wos chön gä, u het abgwehrt wos nume het chönne.

«Lue», het ä Maa wos nid rächt kennt het zuenim gseit, «Wemeris nid wehre zienis die bis zletscht no d Hut ab bi läbändigem Lieb.»

«Höchschti Zit dasmer zäme stö.»

Weischt Gritli, i gloube nied wos zum Üsserschte chunt. Es längt jo meischtens ame guete Hung wener Zäng zeigt u ruuret. Das längt meischtens fü nä Scheum z’vertriebe.»

«Heiter überhoupt gmerkt was si wieder gmacht hei? Sgäut um 50% entwärtet. Wüster was das heisst. Die hei jedem wo echli öppis uf der Site het s haube gstole.»

«Jo, i chanech säge was das für Uswürkige het!» Ä grosse stämmige Maa ischt ufgstange es het nä fascht es jedes kennt. Ä Viehändler isches gsy, eine wome gärn ghandlet het mitim. Är het gäng öppe zaut was Rächt gsy ischt u ou nid überheusche wemenim öppis het wöue abchoufe. «I ha grad vorgeschter im Äntlibuech wöue es jungs Rössli choufe. Es hät mer cheibe guet gfaue. Aber woni mis Chupfergäut ha fürebletteret heimer die gseit, gangis äwäg mit dine Bärnbatze, für die uberchunscht du üsers Rössli nyd. Reich Siuber, de chasches de ha.»

«Jo, u üsers Sieuber hei si jo yzoge!»

«Wär schlau gsy ischt het echli öppis dervo versteckt!»

Im Egge hing, eleini ame Tischli ischt eine ghocket wo niemer kennt het. Dä ischt jetz ufgsatange, u het sich mits idi Gseuschaft gsteut.

«I gseh u ghöre, dir sit do z’Riblige no chli hingerem Mon doheim. Di meischte Dörfer im Ämmitau heisich scho lengschtens organisiert u si em Purebund bieträte. Dir wärdit däich nid wöue absitz stoh, unech d Chestele vo angerne Lüt wöue lo usem Füür reiche. I wiu grad erlig sie zuenech, i bi ä Wärber. Eine vo dene wo luegt, das jetz Puure zäme stö. Luegit, eso nes Heer brucht nid ume Kämpfer. Die müesse ou z’Ässe ha. Usrüschtig u Techine, dass si z’Nacht nid erfrühre. Derzue Waffe u Schiesspoufer. Das mues aus organisiert sie. Drum bruchemer ou Ross u Wäge. I ha do ä Lischte bimer. Do chöiternech iträg, de siter nachär Mitglider vom Puurebund. Die wo mit Ross u Waage chöi cho, mache eifacht hingerem Name es Stärndli!»

Gritli het der Simon, si Schatz gstüpft unim süferli küschelet «gäu, du ungerschribscht de nyd.»

Wo di Manne au echli zögeret hei, het der Wärber gseit, das begriefer scho. Er chöm de i acht Tage wieder. De chönesisich di Sach no chli überlege u mit dä Froue bespräche. Aber a eis täichit de, wi mee dasmer sie, wi ender chöimer gwinne.»

Gritli ischt jez viu öppe im Weidli obe gsy u hetsech nützlich gmacht wines nume het chönne. Ou hetes are Lösig umegstudiert, wis jetz mit der Familie Chummer chönt witer go.

Am zwöite Tag gägem Obe hets ufsmou zwe Riter gseh gägem Weidli ueche cho. Auema sigesi vom Vogt a dä Chleider a.

Was ächt die wöui, hetes gsinnet, sicher nüt Guets.

Scho wosi no nid bim Hüsli si gsy, het eine grüeft wohne do Chummers? Wo Gritli gnickt het, heter gseit, är sig der Statthauter vom Landvogt u das do sig si Adjunkt. Si chömi wäg dä Stüre, heter zur Frou Chummer gseit, wo ungerwile unger d Hustür trappet ischt. So göt ume grad wieder, i ha kei Batze Gäut.

Für zwöi Johr isch eue Maa d Stüre schoudig u die müesse zaut sie. Das wär auwäg öppe der wärt vore brave Chue. Jetz ischt Gritlin s Bluet i Chopf ueche gschosse. Dir wärdit doch nid öppe dem arme Wittfroueli wo vorgeschter der Maa het müesse vergrabe, es Chueli wöue äwäg nä? hets brüelet.

«Mir hei üser Befähle u die füeremer us». Gritli het sich vor d Stautüre gsteut, aber die Zwe heis unsanft äwäg gmüpft.

«Die do nähmer, die ischt a auema guscht u chauberet de nöchschten, u derzue heisi de vo der angere no chli Miuch.

Sit dir eigetlig no Möntsche oder het nech der Tüüfu gschickt. Jedefaus Härz heiter keis im Lieb. Am liebschte hät Gritli das Biu gno wo ufem Schitstock gläge ischt u hät eim dermit der Gring gspaute. Das zarte liebe Gritli. Wi cha ä Möntsch uf sötig Gedanke cho? Wenn d Ungrächtikeit überhang nimmt. Das het scho em Täu us sim Bluet Trachegift gmacht. Ufsmou ischt Gritli nümm gäge Chrieg gsie. Äs hät wöue, es wär ä Maa u chönt säuber häufe di Herre go brügle.

Wases dene Schlosschnächte no aus für Schlämperlige nogrüeft het, wosis Chueli zum Stau us gfüert hei hets nochär nümm gwüsst. «He he, jungi Frou,» hei di zweh umä gä. «Dascht de Beamtebeleidigung. Mir chöi di jo ou grad noche nä u di afe echli im Turm z’linge tue!» Eso heisi Bscheid gä u glachet derzue u si mit der Chue über d Haule ab. Di zwo Froue hei Ougewasser gha u der Chopf gschüttlet. Wesi bis jetz no chli ane Grächtikeit gloubt gha hei, dä Gloube heisi jetz verlore.

Di zwe Schlosschnächte hei no ihre Gschpass gha a der ganze Sach u gspöttlet wosi mit der Chue der d Sunnhaule ab sie. «Hescht di Mäde gseh», het der Jünger der Euter gfrogt.

«Däich hani, i wett i wär no lidig!»

«Das trieg der einäwäg nüt ab, bi dere heimer s Glück verschüttet!»

«Do wäri de no nid ganz sicher.»

«Weischt wimer die ischt vorcho? Wine Chrützig zwüscheme Voubluttraguner wo uf au Site ume usschlot, ure rote Rose wo grad am ufgo ischt.»

«Jo, u mie het tüecht, wi verrückter dass si sieg wi schöner wärdsi.»

«Das wär grad di richtig Frou für so nä Adjunkt.»

«Gangs doch go probiere!»

«Du gloubscht auwäg no a Osterhas!»

«I wiu wette, die brächti vorume.»

«Wi wettischt ächt de das agattige?»

«Der hütige Jugend chunt richtig nüt me Zinn, jetz geischt am Samschti zobe zuere go Pfäischterlä. Natürli wird si der nid cho uftue, aber si wird ghöre wast hescht ds säge. De jammerischt, dass es der Leid tüei u säuber wee, dass der der Frou heigit müesse go di Chue äwägnä. Du sigischt äbe ou ume ä Chnächt u wend nid fougischt wärdischt uspeitscht oder i Turm gheit. Wend öppis wieder chöntischt guetmache a der Sach so miechisches. Du legischtere do aus chlini Entschoudigung no es Pünteli Gaffeebohne ufe Fäischtersinzu. «Die chascht im Schloss ähne stibitze ohni dass öpper merkt. Es heisst mit Gaffee bringme jedes Wyberfouch vorume.»

«Ob das funkzioniert wetti bezwiefle!»

«Ömu wets nid probierscht sicher nied.»

Gritli het gwartet im Weidli bis Ueli ischt cho mäuche. «Was ischt do loos,» heter gseit woner i Stau ine trappet ischt. «Wo ischt die Chue hicho.» Do hetim si Schweschter verzeut was passiert sieg.

«Jetz ischt hingäge gnue!» heter brüelet. «Jetz ungerschriebeni, wett scho gäng dergäge bischt.»

«Jo, igloube bau i ungerschribti ou, weni ä Maa wär. Es ischt truurig dases söfu wit mues cho.»

Zäme sisi du nachem Stale der d’Sunnhaule ab gäge hei zu. Dobe im Weidli heisi vier Meitschi u nä Frou zrügglo wonä aune s Ougewasser über d Backe abglüffe ischt.

Wosi doheim verzeut hei was gange ischt, hets grad gmacht wime ines Wäschbinäscht guslet hät. Für di zwe Buebe isches ufs mou kei Frog me gsy, ob mä em Puurebund wöu biträte oder nyd. Der Vater het ou nüt me abgwehrt. Nume d Muter het no probiert ds besänftige, u gmeint ob mes ächt nid no söt em Pfarer säge. Dä chönt vilicht zauerierscht mitem Landvogt rede.

«Aha, usgrächnet der Pfarer. Dascht scho lengschtens em Landvogt u dä Gnädige Herrä ihre Handlanger. Di Gnädige Herre regieri i gottesgnade u eso wisi regieri siges Gottes Wiue. U wär si dergäge uflehni versündigi si gäge Gott u risgieri daser siner Sünde i der Höu mües büesse.

«Jo, mi mües vorne ufpasse het nächti Grüter Sami ir Pinte verzeut. Die mäudi em Landvogt wesi merki das ame Ort e Puureversammlig abghaute wärd, u zmorderischt sigi scho em Vogt siner Chnächte do».

«Losit Manne, vor luter Chrig vergässemer was im Momänt vilicht s Wichtigschte wär. Was gscheht mit Hannin u sine Ching im Weidli obe?» Die Frog het d Mueter vorbrocht. «Im Dorf nide wird scho brichtet, mi mües däich Armegmein asteue u di Meitli verdinge.» Jetz ischt Gritli ufgschoss. «Botz Stärnemilione, do bini de ou no derby. Das gits de hingäge nyd!»

«Was woscht de mache, Schweschterli, hescht öppe scho ä Plan?»

«J hätt eine, ha ä ganzi Nacht drübernoche gstudiert, aber ob der de dermit iverstange sit weisi natürli nyd.»

«Mueschnä haut einischt vorbringe!»

«I wär derfür, mir numi s Weidliland i pacht. Anschtat Zeis gubimer nä gnue Miuch Brot u Härdöpfu u si törfti no Hüener ha. De chönt Hanni Spinne vom Morge bis em Obe. Es ischt jo ä gueti Spinnere, u Flachs gnue wär sicher ume. D Meitschi, di Jüngscht chöntimer jo zu üs abe nä, u di Eutere chönti jo vilicht scho chli öppis häufe schaffe, es tüechtmi eso chönnt Hanni si Familie dürebringe.»

Do hetsi der Vater zum Wort gmäudet: «Das wär jetz mitüri nid s tümscht. Mi müest natürli Hannin froge, obes iverstange wär.»

Di acht Tag si du ume gsy u der Wärber wieder ir Pinte. Wüu mä lengschtens im ganze Dorf gwüsst het was im Sunnhaule-Weidli passiert ischt, het der Luft zimli umgschlage u was echli jünger Manne si gsy, si au ir Pinte erschine. D’Froue wärde jo meischtens nid gfrogt bi sötigne Händu, aber mängischt sisi de zletscht glych s Züngli ader Woog. Der Wärber het uf aufau chönne z’fride sie u lo wüsse, si vernähmi de churzum di nötigschte Informatione.Scho glie sisi ufbote worde zure Versammlig im Nochberdorf. Dert ischt eine cho ä Vortrag ha, wis jetz mües witer go u was afe aus gange syg. Weme wöu Chrieg füere müesme jo vor auem Waffe ha. Er het nä grad demonstriert wisi söui öschig Köile mache mit Negu drin. Das sigi dä Puure ihrer wichtigschte Waffe. Dernäbe söu jede wo es Gwehr heig, luege daser es Horn vou Boufer heig u gnue Blei. D Füerer sigi de drum besorgt das no Fesser vou uf Wäge nochegfüert wärdi.

Dernäbe mües jedes Dorf derfür sorge, dases mügligscht gnue Zässe heig für lengeri Zit. Fesser Mit Moscht, gröicktnigs Fleisch u Späck. Chäs u quetschte Haber. Vilicht no Obscht. Das müesesi unbedingt ufeme Wage nochefüere.

Mänge Maa hetsich gfrogt wo ächt de der Leuebärger des Schwarzboufer wöu här nä? Di Boufermüline sigi jo aue vo Bärn konntroliert. Der Boufermüuer vo Langnou het gseit, är sig verpflichtet dä Bärner au fierzä Tag 4 Fesser vou abzgä u meh chöner bim beschte wiue nid mache. Es brucht äbe echli Puureschlöui.

Mi het em Boufermüuer z’nacht Manne gschickt wonim ghoufe hei. Die hei di Fesser zu drei Viertu gfüut mit Sang u Sagmäu u nume no e Schicht Schwarzboufer obe druf to. Eso heisi di gnädige Herre chönne pschiesse u Boufer für sich uf d’Site mache. Ou d Solothurner hei es par Fesser derhär brocht. Wisi derzue cho sie, heisi nid verrote. Das aus het si Zit brucht u vorläufig ischt s Läbe no fascht normau witer gange. D Vögt u di gnädige Herre hei zwar scho gmerkt, was si do zämebrauet. Aber si heisi du langsam gförchtet, wüusi plötzlig bi ihrne Strofexbetitione vo Ufständische agriffe worde sie u mängischt sogar töt.

Chummer Hanni ischt iverstange gsy mit em Vorschlag vo Gerbersch. Es ischtim sogar ä grosse Stei abem Härz trolet. Mi het du sis Chueli wos no gha het abezüglet u bschlosse, mi wöus Sunnhaule-Weidli vorläufig heue u ämde.

D Mueter d Marie het du no gseit, mi söu ömu de Hannin no ä gnue grosse Gmüesblätz lo sie, dases de wenigschtens öppe Bohne u Chabis chönn setze.

Der Simon Brunner, vom Lerchebode ischt Gritlis Verlobte gsy. Gritlis Mueter, s’Marie het vor der letschte Wiehnecht zu Gritlin gseit, weder öppis cha rote, tüet nech verlobe. De hescht de klari Verhäutnis u d’Lüt müesse de nüm ihrer Mühler verzie we Simon aubeneinischt ame Samschti zueder chunt. Das het Gritli em Simon gseit u dä ischt natürli sofort iverstange gsy. Vo jetz a heter nüm müesse go pfäischterle. Er ischt zur Hustür y wener zu Gritlin wöue het.

Meischtens ischer em Samschti Zobe cho, wen no aus uuf u ider Stube gsy ischt. Dert hetme no chli torfet bis eis ums anger is Bett ischt u nume no Gritli u Simon ir Stube si gsy. De hei di Zwöi no chli Müntschi ustuschet, eifach änang echli gärn gha bis de Simon erchennt het, jetz müeser doch gäge hei zue. Gärbers Marie het zwar gäng aubeneinischt täicht, was si ächt de söu afo wen de Gritli früecher oder spöter wett hürote. Entwäder müest si de ä’Jumpfere zueche tue oder eine vo dä Buebe ä Frou.

Der Lerchebodä wo der Simon här cho ischt, ischt ou es rächts Heimet gsy, Es het gheisse, dert stöy di schönschte Chüe im Stau wome wit u noch chön gseh.

Aber der gröscht Stouz ischt em Simon si Traguner gsy. Dascht ganz es schöns u edus Ross gsy u derzue es freyns unes Gäbigs. Mit däm umä Bockwägeli isch de Simon aubeneinischt ame Sunndi ir Sunnhaule vorgfahre u de heter zäme mit Gritlin es Usflügli gmacht. Mängischt ou ume zu ihm i Lerchebodä übere. Siner Eutere hei drum Gritlin ou gärn gseh. De si de di zwöi meischtens echli go spatziere. Schlieslig hets mägs gä z’luege uf däm schöne Heimet. Vor auem hets nid wit vom Huus äwäg es Wäudli gha, miteme Weier drin. Dert het Simons Vater es Bänkli zimmeret gha u em liebschte si Gritli u Simon echli uf däm ghöcklet. Dert heisi mängs brichtet zäme, öppe wi Simon u no angeri Ching us der Nochberschaft aube i däm Weier badet hei, u sä ä eutere Chnächt wosi aube gha hei, het lere schwümme ame Sunndi. Dä ischt drum em Bieler See ufgwachse gsy u het chönne schwümme wine Fisch.

«Jä du chöntischt auso schwümme?» het Gritli der Simon gfrogt.

«Jo i gloube nyd wonis verlert ha, ha ömu aube zimli guet chönne.»

«Machmers doch vor?»

«Sicher nid i dä Chleider, u abzie wotimi ou nyd grad vor dir.» Gritli het glachet u gseit si gloubim’s jo süscht.

Mi hät chönne meinä di Zwöi hätti s’Glück u der Fride pachtet, aber für das het äbe niemer ä Garantie.

Es ischt ame Samschti zobe gsy. Wüu grad no het wöue e Chue chaubere ischt Simon nid ir Sunnhaule itroffe wi süscht. Spät u feischter isches worde, woner schlussäntlig gäg der Sunnhaule ueche cho ischt. Aus ischt feischter gsy, aus im Bett. Henu, de gohni haut einischt go as Fäischter töppele. Der Mon hetim echli züntet, drum heter gseh woner ume Husegge cho ischt, dass eine uf der Schiterbiege obe chnöilet u a Gritlis Fäischter ume riglet. S Bluet ischim grad echli i Chopf ueche gschosse. Was ischt ächt das für eine, wo nid weis, das Gritli mit mir verlobt ischt?

«Was machscht du dert obe?» Es het zimli hässig tönt. Diese ischt auäg zimli erchlüpft u het äbe so hässig ume gä: «Das geiti nüt a, i ha däich s’glyche Rächt wi du, oder hescht öppe nid sglyche wöue mache? Puz di furt, süscht überchunscht de Schleg.»

«Äis nähmi jetz wunger wär do Schleg überchöm, we eine zu mir Verlobte wot cho pfäischterle. Chum sovort ab der Schiterbiege abe, süscht lerscht mi de chenne!»

Dä het ä Gump ab der Schiderbiege abe gno u ischt fräch vorem Simon gstange u het brüelet: «Wei luege wär wäm lehrt chenne du Puuremürggu. Es ischt mer zwar fascht zwider di azrüere. Du steichscht jo vo Chüedräck u Bschütti.» Dermit heter es Schit ab der Biege ergriffe u em Simon dermit eis wöue abliere. Dä het dä Streich chönne pariere u gliechzitig dä anger a dä Hoore packt unim afe einischt links u rächts eis zum Gring zwickt. Hingäge heter nid erwartet gha das dä Donner söfu starch wär. Di Zwee hei zäme griffe u ä Zitlang hättme nid eso rächt gwüsst wär jetz obenuf chömm. Aber äntlige het Simon der anger z’Bode brocht u het nä jetz mit dä Füschte tracktiert.

Ungerwile hets du liecht gä im Huus, wüu Gritli u siner Brüeder ghört hei was do los ischt. Kobi u Ueli si cho der d Gadestäge abzspringe u S Meitschi ischt mitere Latärne zur Hustür uscho u het grüeft: «schlachne nid grad z’tod.» Dascht bau nötig gsy. Langsam het dä Widersacher nümm hert Widerstang gleischtet. «Jesses Marie!» het Gritli grüeft, wones mit der Latärne di Zwee het wöue go vonang nä, Dascht jo em Vogt si Chnächt, eine vo dene wo Weidli Hannis Chue ischt cho reiche!»

«De heter erscht rächt schleg verdienet,» het Simon zur Antwort gä u si Widersacher witer tracktiert. Dä het auerdings nümm vii gschpürt derfo, wüer nümm bi Sinne gsy ischt. «Hoffetlig ischer nid grad tod!» Het Gritli gangschtet.

«Söfu gleitig stirbt eine nied, reich dert bim Brunne ä Chessu Wasser u schlängims a Gring, de erwacheder de scho wider!»

Eso isches gsy. Di Medizin het gwürkt. Dä Kärli het afo schnobse u ischt ämänd ganz benomme ufgstange, het ä Zilete gfluecht u ischt du dürs Wägli ab gägem Dorf zue.

So, chömit ine, uf das abe weimer es Möschtli nä u dä Sieg no chli fiere,» het Ueli befole.

«Vo wäge Fiere,» het Gritli z’bedänke gä, «ob das bis zletscht öppis z’Fiere git weisi nyd. Es ischt ä Chnächt, oder weisi was vom Vogt u es chönt de sie, dass das Schlossgschichte git.»

«Chöntischt Rächt ha, aber wäge dessi weimer jetz glych afe echli der Turscht lösche. U du Simon sötisch di afe echli zum Brunne go wäsche, süscht loti de Gritli hinecht nid zuere is Bett.»

Eso isches cho, wis Gritli vermuetet het. Nach zwene Tage, Simon het grad d’Ross wöue aspanne für mit Chorn id Müli, heter föif bewaffneti Riter gseh gägem Lerchebodä zue cho. Föif Riter u no eine miteme Zwöirederchare miteme Güfi druf, wis Puure öppe brucht hei für Chauber furt z’tue, nume isches de zringetum mit Ise bschlage gsy. Simon het scho gwüsst, wases jetz gschlage het.

«Widerstang ischt zwäcklos,» het eine scho vo wittem grüeft u wo si nöcher cho sie heisine ikreiset u eine het gseit: «Simon Brunner, dir sit verhaftet wäge versuechtem Totschlag am Adjunkt Frauchiger, begange am 31 Oktober. Dir chöit säuber do i Gfangenewage stiege oder süscht legemer nech i Chötine.»

Ungerwile ischt Simons Vater u d’Mueter ou derzue cho u hei heftig protestiert. Aber es het aus nüt abtreit. Der Simon ischt verlade worde u dass truurige Zügli ischt gäge Trachsu zue.

«Stärne Millione,» het der Vater Brunner gseit, «jetz hets gfäut!»

«Mi mues sofort em Gritli Bscheid mache, mir schicke der Hans id Sunnhaule übere. Gritli bringt sicher zauerierscht öppis ab em Landvogt. Hans ischt der Verdingbueb gsy, aber nid eine vo dene wo gäng plooget worde ischt. Dä hetme nid lang müesse heisse. Dä ischt abtrabet wid Fürwer.

Ir Sunnhaule si d Manne im Waud gsy u nume Gritli u d Mueter doheim. Gritli het jo fascht echli eso öppis gahnet gha, u glych isches totebleich worde, u d Mueter het müesse s Ougewasser abputze. Nacheme Wieli het si gseit, das sig ömu vo jehär vorcho, dass di junge Puursche änang prüglet heigi, wem meh aus eine zur glychlige heigi wöue.

«Das wär sicher nüt schlimms, wenns nid grad em Landvogt si Chnächt gsy wär. Die Sach gfaut mer gar nüt, obi ächt im Gschidschte grad säuber uf Trachsu übere gieng, go säge wi aus passiert sieg?»

«De phautesi de die ämänd ou no grad.»

«I weis was, i go zum Pfarer u sägenim er söu ou grad mitcho, uf dä lost vilicht der Vogt no zerscht.»

«Aber de muescht de s’Ross us Ritwägeli nä. U ob de der Pfarer amä Puur hiuft, do bini de no nid so sicher. Mi seit jo, die sigi ganz uf der Site vo dä Gnädige Herrä

Der Pfarer het d’Stirne grunzelet wonim Gritli si Chummer vortreit het. Dä het drum gwüsst, wohär daser der Lohn überchunt, u daser die vo Gottesgnad igsetzte Herre het müesse ungerstütze. Angersits heter natürli lengschtens gmerkt, wis gäret het unger dä Puure u ä Chrieg bi längerschi warschienliger worde ischt. We äbe doch de Puure söti gwinne, wärs de vilicht guet, wener chönt säge, er heig si de ou fürse igsetzt. Drum söter wenigschtens derglyche tue er wöu em Gritli häufe. Wenn de der Vogt nid wöu druf reagiere, chöner de nüt derfür.

Eso heter si gschwing angers agleit u ischt uf Gritlis Bockwägeli ufgstige.

Z Trachsu sisi grad brezis itroffe wo der Vogt ä sogenanti Grichtsverhandlig abghaute het gäge Aklagnig Simon Brunner, aklagt wäge versuechtem Todschlag, begange am Adjunkt Frauchiger.

Uf eurer Tat steit der Gauge. Us nichtigem Grund heit dir mi Adjunkt wöu z todschlo. Miunderndi Umstäng fingeni do keni.

Grad i däm Momänt ischt Tür zum Grichtssau ufgange u Gritli u der Pfahrer si inecho.

«Was söu das sie,» het der Landvogt brüelet. «Wär het öich erloupt di Grichtsverhandlig z störe?»

«Mir hei niemere chönne froge ob mä das törf, wüu niemer ume gsy ischt. Di Frou wo do bimer ischt, wet ou no öpis säge zu däm Fau. Es ischt Gärbers Gritli, Tochter vome rächtschaffene Puur, wo siner Stüüre gäng pünktlig zaut het. Das Meitschi wot si cho wehre für si Verlobnig, äbefaus Suhn vome Puur wome landuuf landab aus ehrlige, guete u hiufsbereite Puur kennt. Dir wüssit so guet wi nig Herr Vogt, dases gäret unger dä Puure, u vilicht wäres guet, weder ihre Zorn nid mit sötignä Urteu würdit aheize.»

«Pfarer, was chunt nech a, vo wäm überchömiter der Lohn? wär het nech agsteut, heiter das vergässe?»

«Das nid, aber über auem steit der Hergott u uf dä sötme doch de ou no lose.»

«Auso, das Meitschi söu i Zügestang träte. So dir weit nech auso für eue Fründ isetze. Was spricht de miudernd für si Tat?»

Der Simon ischt mi Verlobtnig, u woner het wöue zuemer cho, heter ä Maa gseh uf der Schiterbiege obe, u däm gseit er söu ab echo, bi sir Verlobte törfer nid go Pfäischterelä. Du het dä erwideret er heig däich sglyche Rächt wo är. Oder was är de heig wöue cho mache? Är wöuim jetz häufe. Er ischt ab der Schiterbiege abe gumpet, het dert es Schit ergriffe u em Simon dermit eis wöue abliere. Dä hetsi gwert u derbie isches zum Kampf cho, wo schlussäntlig Simon gwunne het. Simon het ä kei Momänt chönne wüsse, dass das eue Adjunkt gsy ischt.

Eue Verlobtnig het übermässig greagiert. I wärte das aus versuechte Todschlag.

«Darfi ou öppis säge Herr Vogt?» hetsi du der Pfahrer lo vernä. «Sötig brüglete passiere landuf landab au Samschti zobe u es regt sich niemer uuf druber. Därung hets jetz eue Adjunkt preicht, u für das weiter der Simon Brunner a Gauge bringe!»

«I bliebe derbie. Es ischt versuechte Todschlag gsy u derzue uflehnig gäge d Obrikeit. Strof mues sie, aber i cha io s Urteu echli miudere. I erlegenech ume ä Buess uf. Dir heit es schöns Ross, Brunner. Dir chöit wähle. Entwäder bringiter mer das morn is Schloss oder dir wanderit uf d Galeere. Mis Urteu ischt gsproche. Di Sitzig ischt gschlosse.»

Der Simon ischt uf das Urteu abe chridewyss worde. Ä unghürigi Wuet het sech inim breit gmacht. Fascht wis der Täu gseit het. I sine Odere ischt vo jetz a anstadt Bluet Gift glüffe. Gritli hetim uf eir Site ighäicht u der Pfarer het nä uf der angere Site gha, wosi zum Grichtssau us sie. Si gröscht Stouz, si Traguner woter auso, der Vogt. Wener bis jetz gägene Chrieg gsy ischt, de heter si vo jetz a wöue derfür isetze, das Puure ä mügligscht starchi Armee chöni zäme steue. Dene Herre müesmä ihrer Ungrächtigkeite eis für auimou absteue. We Gritli bis jetz gäng ender abgwehrt het u besänftiget, hetes jetz gmerkt, dass das nüt me nützt.

Gärbers Manne si jetz fertig gsy mit Houze. S’Saghouz heisi ufem Houzplatz zwäg gha, für de id Sagi z füere. Das machesi de im Winter wes Schnee heig. De chönn mes de ume ufe Haubschlitte tröle. Das gang de ringer weder s’ufe Houzwage z’lade, u derzue sigs de no viu minger gfärlig. Si si zvride gsy mit ihrne schöne Trämu wosi do zwäg gha hei. Für die gäbs sicher ä schöne Batze. Aber ä angere het dä Huufe ou entdeckt. Es ischt der Vogt gsy. Dä het churzum zwee vo sine Handlanger gschickt, wone hei müesse cho säge, si wärdi de wou wüsse, dass de ä Zähtu vo dem Houz em Landvogt aus Stüre ghöri. Der Landvogt heig scho azeichnet weler Trämu daser de wöu. Kobi u Ueli si du am Sunndi go luege, weler dass er azeichnet heig. Es wurd auäg scho öppe ä Zähntu vom Huufe gsi sie, aber natürli di aueschönschte Trämu. Di zweh hei fascht kochet vor Wuet, u wosi grecklemiert hei, heisi ume zur Antwort übercho, uf d’Sagi müesesise de ou no füere.

Eso hei d Vögt u di Gnädige Herre z Bärn d Lüt vom Land gäng wi meh gägesech ufbrocht. Si hei aui Zämekunft u Tagige Verbote aber es hetnä nüt me abtreit. Es ischt nümm mügli gsy, aus z’überwache u z’verhindere.

Der Simon Brunner ischt jetz eine vo dene gsy, wo het afo Fäde zie u organisiere. Er het wit u noch a aune Puurezämekünft teugno. Z’Riblige ischer scho gly aus Gmeinsverträter gwäut worde. Er ischt es Vorbiud gsie, vo aune jüngere Manne u het sä derzue agmacht, Waffe z’beschaffe u für ihrer Büchse Poufer u Blie. Er het sogar mit dene Manne glert wime es Gwehr em gleitigschte ladet u wime di Köile mües isetze wosi zringetum mit Negu bschlage gha hei.

Gritlin het di Sach scho lang nümme gfaue, aber es het müesse igseh, dases eso nümm het chönne witergo. Es het langsam säuber ä Hass übercho gäg di Gnädige Herre u dasme nä ume mües Zäng zeige, a das hetes scho lang nümm gloubt.

Jäner 1653. D Puure hei Vorderige gsteut, vor auem die usem Äntlibuech ad d’Luzärner u die usem weschtliche Mittuland ad Bärner. Do druf het Tagsatzig bschlosse, mi wöu dä Puure nid nogä. Drufabe heisi tuusigi vo Puure zerscht z Sumiswaud u dernoz Huttu zure Landsgmein troffe. Dert ischt der Niklau Leuenberger aus Obmann bestätiget worde. Der Huttu Bund het si Suferänität über die vo ihm konntrolierte Gebiet bschlosse. Jetz het es richtigs ufrüschte stattgfunge. Weme wöu Chrieg füere mües mä Waffe ha.Vor auem ou Gwehr, Poufer u Chrugle derzue. Stadt Bärn het e riesige Vorrat gha vo Schwarzpoufer u het sogar dermit ghandlet. Eso isches bishär mügli gsy, chlineri Mängine z erwärbe, aber für Chrieg z’füere längi das nied. Mir hei scho ghört, wine schlaue Ämitauer het Rot gwüsst. Eso si du Puure zu gnue Poufer cho. Aus wichtigschti Waffe hei aber d Puure ihri Morgestärne betrachtet. Das si höuzig Köile gsie wo mit Negu bschlage si gsy. Si hei ihri Kamftaktik eso planet, wenn d Herre aföi schiesse lig sofort aus a Bode. Natürli schiesme zrugg. De wartime bis di erschti Saufe düre sieg, usi d Büchse wider müessi lade. Die Zit stangme de uf u stürmi das findliche Heer. Es het sötig gä, die hei plagiert, bis die ihrer Büchse wieder glade heigi schlöiesi drei z’tod. Es si zwar öppis ehemaligi Söudner bi dä Puure gsy, wo gwarnet hei, das wärd nid funkzioniere, aber uf die het niemer glost.

Am 14. Mai het z Huttu erneut ä Landsgmein statgfunge. Uf die abe het der Leuebärger sis Heer zämezoge. Vo aune Site sisi cho, di Manne. Viu heisi scho z’Huttu agschlosse, vor auem d Lozärner. Di angere si bim Marsch uf Bärn zuene gstosse. Hingerem Heer wo zletscht 16000 Maa zeut het, si ä längi Zilete Fuerwärch mit Läbesmittu, u auerlei Materiau wos zum Läbe brucht noche cho.

Di Gnädige Herre, wüu si ihrne Soudate wosi teuwys us Puure rekrutiert gha hei nüt trouet hei, hei du Soudate usem Waatland u usem Bärneroberland, wo a auemaa bärntröi blybe sie reckrutiert. Natürli zu ihrne eigete Lüt us der Stadt. Aber si si du no nid vorbereiitet gsy ufene Chrieg, wo d Puure du d Stadt belageret hei. Si hei du mit dä Puurefüerer verhandlet, u im Murifäudvertrag abote, si tüei dä Puure ihrer Forderige erfüue, aber d Puure müessi derfür ihre Huttubund uflöse.

Drufabe het si der Leueberger mit sine Truppe zrugzoge. Aber di meischte Manne si nid yferstange gsy, dasme der Huttubund uflöst, u wo du Späher si cho raportiere, Zürcher heigi de uf Awisig vor Tagsatzig es Heer zämegsteut, mit em Uftrag dä Puurebund gwautsam ufzlöse. Uf das abe het der Löiebärger sis Heer früsch wider zämezoge u het du ou Hiuf vo dä Äntlibuecher übercho, ungerem Füerer Chrischtian Schibi.

24000 Maa sis du gsy u mit dene ischer dä Zürcher egäge i Richtig Aargou.

I dä Hügel um Wolenschwil hei d’Buere Stellig bezoge u hei der Find erwartet. Ä Find, wo gut usgerüstet gsy ischt u sogar Kanunne gha het. D’Aführer si erfahrni Heerführer gsy. Sie hei ihri Truppen i sogenannte Schwizergfiert aufgsteut. Gäng i föüf lockere Zile. Gäng die Vorderste hei ihre Gwehr abgführet, u si derno is hingerschte Glied zrugträte, für neu z’lade. Ietz ischt s’zwöite Glied zvorderischt gstange u het gschosse. Eso ischt gäng es Glied mit gladne Gwehr zvorderischt gsy u eso hets es Trummufür gä, ununterbroche, u we eine vo dä Puure ufgstange ischt ischer der nöchscht Momänt tod umgheit.

Wone du der Von Erlach mit dä Bärnertruppe no i Rügge gfaue ischt, ischt du der Chrieg entschide gsy. Puure heisi müesse ergä. Au wo d Waffe äbgäbi chöni ungstroft hei, aber d Füerer nyd. Was mit dene wärd gscheh, ischt gly errote gsy, u eso heisi 2000 Maa ume Leuebärger gscharet, hei ihrer Waffe nid abgä u heisi Richtig Herzogebuchsi zrugzoge. Wos d Herretruppe gmerkt hei, heisise natürli sofort verfougt. Puure heisi z Buchsi i de Hüser verschanzt, aber wo du ufsmou s ganz Dorf brunne het, heisi ou dert der Chürzer zoge. Immerhin het der Leuebärger no mit paarne chönne Flüchte.

Wenn eine ime Kampf ums Läbe chunt, ischt das zwar tragisch, aber er het si wenigschtens chönne wehre bis zletscht. Aber was jetz nach der Schlacht passiert ischt, ischt söfu truurig, dases Bärnerherre i keim Protokou erwähnt hei. Ä Amnestie für aui Kämpfer aber für d Füerer nied. Wär si jetz d Füerer gsy? Der Leuebärger u der Schibi? Oder ämänd aui Houptlüt vo dä Dörfer.

Bi dä Bärner hets Soudate gha, wo ursprünglig vom Land cho sie, usi wäge ihrne schlächte Erfahrige mit dä Puure freiwiuig bim Bärnerheer gmäudet hei. Di einte si ehemaligi Verdingbuebe gsy wo plooget worde sie, anger Chnächte wo ume usgnützt worde sie für nes Hungerlöhndli, wider Angerne het ä riche Puurebueb ihrersch Meitschi usgspannet. Bis jetz heisi nüt chönne mache weder d’Fuscht im Sack. Aber jetz heisi ufsmou Macht gha. Macht über Läbe u Tod. Aui Wuet wosi im Läbe isech inegwärchet hei, heisi jetz chönne usläbe. Schlimmer, sogar viu schlimmer weder wiudi Tier sisi worde. Das dert ischt ou eine, heisi brüelet u scho ischt wider eine ame Ascht obe ghanget. Dä Rückzug ischt zure Stofexbetition usgartet. Dä Herre het das Exempel für d Puure vore neue Schlacht abzhaute grad guet passt. Die wärdesi de bsinne, bevor si si de wider einischt gäge di Gnädige Herre uflehni. Eso isches cho, das nachem Kampf viu meh Lüt si umcho aus wäret der eigetlige Schlacht.

No fascht schlimmer si Bande gsy wosi biudet hei, wo plünderet u vorauem Meitli u Froue vergewautiget hei. Mänge brafe Puurebueb het däm nid chönne zueluege u eso isches zu neue Kämpf u no meh Tote cho.

Der Simon Brunner het siner Lüt bis jetz zimli chönne binang bhaut. Paar hei leider gfäut. Gärn wärerse go sueche ufs Schlachtfäud, aber das ischt leider nid mügli gsy.

«Manne, am gschidschte isches, mir gäbi üser Waffe ab u machinis ufe Heiwäg mir schient do sig nüd me z’rettä.»

Es het em Simon gwohlet woner ufsmou bi sine Lüt no Gärbers Ueli entdeckt het. Offebar unverwundet. Dä het der Simon ou gseh u ischt churzum zuenim cho. «Gang gib diner Waffe nid säuber ab. Die sueche d Fürer u wesi eine verwütsche häichesine uf oder köpfene!»

«Gseht mer de öpper a dasi ä Füere by?»

«Mi cha nie wüsse, es git ou no Verräter. Mängischt ume für di eiget Hut z’rettä!»

«Was täichesi de, wend du d Waffe vo zwehne chunscht cho abgä?»

«I chönt jo säge, die sigi vome Gfauene.»

«Verdächtig, wär treit scho d Waffe vomene Gfauene noche, i go säuber!»

Mi het di Waffe nid ume eifach chönne go ane Huufe schlänge. Jede wosä abgä het ischt no churz agluet worde, ober de nid öppe ame Ort no es Schiesise versteckt heig u eso isches nötig gsy, das ou der Simon het müesse ine Kolone isto. Es het nä tüecht, do fauer ömu nid bsungerig uf. Woner bau am Ort gsy ischt, het ufsmou eine pääget: «Packit dä dert dascht ä Füerer, u de no was für eine. Ä Ufwiegeler. Houpme vo vierne Gmeine ischt dä. Packitne u häichit nä uuf.

Der Simon het no grad gseh wär do usgrüeft het. Em Landvogt vo Trachsu si Chnächt, woner verbrüglet het woner zu Gritlin ischt go pfäischterlä isches gsy. Jetz geits ums Läbe. Söfu gleitig heisine nid Chönne Packe. Siner Lüt heisi sofort umin gscharet, u es het ä strubi Brüglete gä. Ab auem het Ueli anim zoge u grüft do düre, do düre. Uf eir Site si entwaffneti Buure gstange. I die ine het nä der Ueli zoge. Die hei natürli gmerkt was los ischt, u dä Verfouger nid unbedingt platz gmacht. Eso si der Simon u der Ueli doch miteme chline Vorsprung gägeme Wäudli zue gschprunge. Drei vo dene Soudate hei ihrer Büchse bine gha u hei jetz afo schiesse. Aber preicht heisi nüt u söfu gleitig nocheglade heisi ou nid gha. Immerhin heisi zum Schiesse müesse bliebe stoh, u di Angere hei ou nid chönne vordüre springe. Das het dene Flüchtlinge ä witere Vorsprung itreit.

Ä Sprung is Wäudli ine u mügligscht gly i Deckig. I sicherheit sisi aber no lang nid gsy. Öpe zwe Meter im Waudsoum inn hets luter manshöchi Brumelitörn gha. Es idringe nid mügli. Drunger schnooge, rasch, rasch, do drinn fingesinis nyd. Wesi chöme stiu blybe lige, das Dörn nid öppe gwaggele. Si hei nid lang Zit gha. Scho si ihrer Verfouger vor dä Dörn gstange. «Do drie chöisi nid sie. Die gö em Soum no ums Wäudli ume!» het eine brüelet. Öpper söu lings düre u öpper rächts, los, los.»

Jetz hei Simon u Ueli glägeheit gha, witer i d Dörn ine z’schlüfe. Die hei zwar fürchterlig krauet u gstoche. Dürhar wose d Chleider nid gschützt hei, heisi blüetet. Aber immerhin heisi s Gfüeu gha, do drunger fingsä niemer. Nacheme Zitli heisi ghört das di Verfouger jetz zrüg cho sie. Gfluecht heisi wid Bürschtäbinger. «Die müesse i dä Dörn inn sie,» het eine gloubt. «Hopp schiessit drie.» Auema heisi us dreine Büchse gschosse u grad so sträng hets nid klepft, wüu si jo gäng wieder hei müesse lade. Öpis Chrugle heisi scho ghöre pfiefe u schlussäntlig het Ueli gjammeret er gloubi si heigine preicht, ines Bei. «Isches schlimm,» het Simon zrügg gfrogt. «I gloube d Chnoche sigi no ganz nume blüete tuets wine Sou.

Ufsmou het ussem Wäudli eine grüeft: «Befäu zum Aträte fürä Rückzug!»

«So, de chöimer däich do nümm witermache! Wart ume Brunner, imfau dasst no läbscht. Ichume zrugg u suechedi bisidi ha. Die bringeni a Gauge, do chascht sicher sie!»

«Jetz sisi a auema gange», het nacheme Wyli Ueli gseit.

«Jo, i schnooge jetz zueder überä u luege dis Bei a»

«So chum, beformer de der Saft aue useglüffe ischt!»

«I muester s Hosebei ueche mache, das tueter auäg de echli weh.»

«Mach nume das chamer nüm viu meh weh tue,»

Es ischt ä glatte Durchschuss, aber es blüetet zimli starch. I ha do no Verbangstoff im Chuttesack womer d’Mueter nochägä het für au Fäu. I macheder jetz ä Truckverbang drum. De chani vilicht die Bluetig echli stiue.»

Ueli het zwar no chli gweberet, aber beid si froh gsie wosi gseh hei, dases öppis abtreit het.

«Aber jetz heimeris do stiü bisi auzäme abzoge sie. I nime a, das duret scho es Zitli, bis die di zähtusig Maa zäme hei u chöi abmarschiere.»

Es ischt tatsächlich lang gange. Si hei ghört wi dene ihrer Komandante gäng wider öpis befole hei. Es ischt langsam Nacht worde u di Armee hetsi no nüt i Bewegig gsetzt.

«Die marschiere sicher erscht em Morge ab.» «Das gloubeni ou, wenn überhoupt. I ha ghört, die löi nachere Schlacht aube no Totewache ufem Schlachtfäud.»

«Jä, mir chöi nüt mache, weder is do i dä Törn inn stiuha bis au abzoge sie.»

«Weni ume nid ä sötige Durscht hät,» het Ueli gjammeret.

«Dascht wägem Bluetverluscht, du sötischt unbedingt öppis chönne treiche.»

«Meinscht nyd, mir chöntinis di Nacht dervoschlieche?»

«Du mit dim verschossne Bei znacht i dene Törn umeschnooge? Das müesemer auäg vergässe.

«Achtung, hescht ghört? Es donneret.»

«Das wär bau s’Bescht, wens schäm cho wättere, de verwütschtimer vilicht echli Wasser.»

«Jä das chunt, es tuet jo gäng wi lüter u aubeneinischt wird’s jo tagheiter vo dä Blitze.»

«Weischt was? Sötimer ächt nid echli es Loch useschare u vilicht echli Grebli mache derzue? Vilicht füutis de das mit Rägewasser?»

«Blib ume lige Ueli, i wiu das mache.»