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Hearty, Bavarian and vegetarian – in this book, true love meets good traditional Bavarian fare with a meatless shopping list! Birgit Fazis, a food blogger and author from Bavaria’s beautiful Ammersee lake region, vividly shows how our favourite dishes from the Bavarian heartlands can be turned into mouth-watering vegetarian feasts. More than 50 recipes will win you over with a combination of much-loved classics, and other delicious titbits with a modern twist: from radish tarte flambé fresh from the oven to a bee sting cake in a glass. A small “beer garden glossary” and attractive photographs round off the book, making it a must for all lovers of Bavarian cuisine from the heartlands.
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Seitenzahl: 74
Veröffentlichungsjahr: 2017
Brotzeit und Salate
Laugenherzen
Biergarten-Brot
Obazda
Bärlauch-Zitronen-Butter
Kartoffelkäs
Brotzeitgurken
Himbeersenf
Wildkräutersalat mit Blüten und Himbeer-Vinaigrette
Radieschensalat mit Bergkäse und Schnittlauch-Vinaigrette
Frühlingssalat mit grünem Spargel
Bayerischer Kartoffelsalat
Brezensalat
Bayerische Schnittlauchbutter-Häppchen
Bauernbrot mit Avocado & Ei
Suppen und warme Kleinigkeiten
Kürbiscremesuppe mit Brezen-Croûtons
Kartoffelcremesuppe mit Radieschen und Gänseblümchen
Grießnockerlsuppe
Herzhaftes Ofenbaguette mit Ei
Gefüllte Ofenkartoffel
Reiberdatschi mit Schnittlauch-Dip
Radieschen-Flammkuchen
Warmer Kürbis-Feigen-Salat
Laugenstange mit gemischten Waldpilzen
Bayerisches Bruschetta
Bayerische Schmankerl zum Sattessen
Ofenspargel mit Radieschen-Vinaigrette
Polentaschnitten
Sauerkraut-Kartoffel-Rösti
Gemüsepflanzerl
Bayerischer Veggie-Burger mit Ofenchips
Kohlrabischnitzel mit Kartoffelbrei
Bratkartoffeln mit Rucola & Nüssen
Rahmschwammerl mit Knödeln
Bayerischer Gemüseeintopf
Knödelauflauf mit Ofen-Ratatouille
Käse-Kräuter-Spätzle
Gefüllter Ofenkürbis
Gebackener Kohl mit Parmesankruste
Kartoffelnudeln mit Steinpilzen
Mangoldstrudel mit Maroni
Süße Mehlspeisen, Desserts & mehr
Frühstücksgugelhupf
Rohrnudeln mit Aprikosenmarmelade
Apfelschmarrn mit Nüssen
Scheiterhaufen
Schneller Kirsch-Schmand-Kuchen
Zwetschgendatschi
Schneller Apfelstrudel
Ausgebackene Hollerküchle
Apfelkücherl mit Zimtschmand
Bayerische Creme mit Erdbeer-Holunderblüten-Soße
Bienenstich im Glas
Zimtcreme mit Zwetschgenröster
Erdbeer-Holunderblüten Steckerl-Eis
Selbstgemachte Fliederlimo
Gebrannte Mandeln
Bratäpfel im Nussmantel
Ich freue mich, dass Sie dieses Buch in den Händen halten und sich mit mir auf einen kulinarischen Streifzug durch Bayern begeben.
Bayerisch und vegetarisch sind zwei Wörter, die selten in einem Satz genannt werden, oder? Anders als man glaubt, gibt es in der bayerischen Küche aber eine Vielzahl traditioneller vegetarischer Köstlichkeiten. In diesem Buch habe ich meine liebsten bayerisch vegetarischen Rezepte in vier Kapiteln gesammelt. Vom knusprigen Biergartenbrot über ofenfrischen Radieschen-Flammkuchen bis zum Bienenstich im Glas finden Sie auf den nächsten Seiten über 50 weiß-blaue Schmankerl, die allesamt einfach nachzukochen sind, dabei ohne exotische Zutaten, Gewürze oder Ersatzprodukte auskommen und richtig gut schmecken.
Dass Sie heute dieses Buch in Ihren Händen halten, ist für mich immer noch ein kleines Wunder, denn zum Kochen und Schreiben bin ich erst über einige Umwege gelangt. Dass mein Food Blog www.emmabee.de, einst als reiner Zeitvertreib gedacht, irgendwann mein ganzes Leben auf den Kopf stellen würde, daran hatte ich wohl vor über sechs Jahren nicht geglaubt. Eine treue und stetig wachsende Leserschaft und meine große Freude an dieser neuen Aufgabe sorgten schon bald dafür, dass mein berufliches Leben in neue Bahnen gelenkt wurde. Heute bin ich stolz auf meinen Mut, mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben, denn ich darf nun tagtäglich das tun, wofür mein Herz so leidenschaftlich schlägt: kochen, schreiben und dieses Glück mit vielen anderen genussbegeisterten Menschen teilen.
Bei meiner Art zu kochen lege ich großen Wert auf kompromisslos leckeren Geschmack und einfache, authentische Rezepte. Weil ich als Mutter von drei Kindern meist keine Zeit habe, um stundenlang in der Küche zu stehen, sind mir unkomplizierte Gerichte mit einem Maximum an Geschmack und gleichzeitig minimalem Aufwand die liebsten. Essen muss glücklich, zufrieden und angenehm satt machen, deswegen interpretiere ich beliebte Klassiker gerne neu.
Kleine Tischkärtchen-Bastelei
Mein Schlemmerparadies: der Wochenmarkt
Beim Bummel über den Wochenmarkt lasse ich mich zu frischen, modernen Rezepten inspirieren und freue mich über Gerichte, die jedem schmecken, egal ob man sie mit der Familie am hübsch gedeckten Tisch oder umringt von Freunden im Biergarten verspeist.
Unser Zuhause am bayerischen Ammersee gibt uns die Möglichkeit aus einem großzügigen saisonalen und regionalen Angebot an frischen Zutaten schöpfen zu können. Dies ist die Basis meiner persönlichen Ernährungsphilosophie.
Ganz egal ob Sie sich dauerhaft fleischlos ernähren oder nur tageweise vegetarisch kochen möchten, das Angebot an frischem Obst, Gemüse und Salaten war wohl noch nie besser als heute. Die Zeiten, in denen Gemüse meist nur eine schmückende Beilage war, sind glücklicherweise schon lange vorbei. Die vegetarische Küche ist heute so modern und unkompliziert wie niemals zuvor.
Die bayerische Küche liegt mir sehr, weil sie eine ehrliche, bodenständige und in den Ursprüngen bäuerliche Küche ist. Viele klassische Gerichte sind wandlungsfähig, die traditionelle Brotzeitkultur verfügt über eine Unmenge an vegetarischen Speisen, und es gibt wohl kaum jemanden, der keinen Gefallen an bayerischen Mehlspeisen wie Rohrnudeln, Zwetschgendatschi und Apfelstrudel findet.
Ich möchte Sie nun einladen, es sich mit diesem Buch an Ihrem Lieblingsplatz gemütlich zu machen und sich inspirieren zu lassen von so manch Altbekanntem und Vertrauten und vor allem auch von den Rezepten, die neu und ungewöhnlich klingen. Ich hoffe, Sie finden auf den nächsten Seiten jede Menge Inspiration, viele neue Ideen und vor allem die ganz große Lust zum Kochen.
Viel Freude beim Genießen wünscht Ihnen Ihre
Birgit Fazis
• Wenn Sie die Möglichkeit haben auf einem Wochen- oder Bauernmarkt einzukaufen, sollten Sie dies so oft wie möglich tun. Hier finden Sie in der Regel gute Produkte, die frisch, saisonal und regional sind.
• Die angegebene Zubereitungszeit ist ein Durchschnittswert und soll Ihnen vor allem bei der Planung helfen.
• Backöfen sind oft sehr unterschiedlich, nehmen Sie die angegebene Backzeit deswegen immer nur als Richtwert. Behalten Sie das Gericht immer im Auge und verkürzen oder verlängern Sie die Backzeit gegebenenfalls.
• Bei vielen Rezepten finden Sie einen Tipp-Kasten mit zusätzlichen Hinweisen zu Zubereitung, Variations- oder Serviermöglichkeiten.
• Die meisten Rezepte erlauben kleine Shortcuts für Eilige: Beispielsweise lässt sich der Flammkuchenteig durch ein Fertigprodukt aus dem Kühlregal ersetzen, anstatt einem würzigen Schmanddip können Sie getrost auch mal einen gekauften Kräuterquark servieren, und im Ratatouille-Auflauf dürfen auch hin und wieder Mini-Knödel aus dem Supermarkt schwimmen. Passen Sie die Gerichte ganz einfach und unkompliziert Ihren Bedürfnissen an.
• Und zum Schluss: Seien Sie kreativ! Tauschen Sie beim Kochen Zutaten, die Ihnen oder Ihrer Familie nicht schmecken, einfach aus. Lassen Sie sich inspirieren und wenn Sie die Lust und den Mut haben, dann kombinieren, ändern oder interpretieren Sie ganz nach Ihrem Geschmack!
Über die Entstehung des Laugengebäcks gibt es zahlreiche Geschichten und Legenden. Welche davon nun wahr ist, wird wohl ein Rätsel bleiben, aber eine Sache ist gewiss: Gutes Laugengebäck lässt sich mit etwas Geduld auch wunderbar zu Hause zubereiten.
Zubereitungszeit: ca. 1 ½ Stunden
+ 12 Stunden Gehzeit
Ergibt etwa 8–10 Laugenherzen
Teig:
500 g Weizenmehl Type 550
2 TL Salz
200 ml lauwarmes Wasser
100 ml lauwarme Milch
1 TL Zucker
1 Würfel Hefe
30 g kalte Butter
ca. 2 EL Mehl zum Bestäuben
Lauge:
1 l Wasser
50 g Kaisernatron
Zum Bestreuen:
grobkörniges Salz
Sesam
Mohn
Sonnenblumen- und Kürbiskerne
1 Das Mehl in eine große Schüssel geben, mit dem Salz vermischen und eine kleine Mulde formen.
2 Das lauwarme Wasser, die Milch, den Zucker und die Hefe mischen und in die Mulde geben. Leicht einarbeiten und etwa 10 Minuten an einem warmen Ort abgedeckt stehen lassen.
3 Anschließend den Teig mit den Händen oder einer Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten. Die Butter in kleinen Flöckchen einarbeiten. Der Teig ist ausreichend geknetet, wenn er nicht mehr klebrig ist und sich leicht vom Schüsselrand löst. Sollte dies nicht der Fall sein, noch ein wenig weiterkneten bzw. etwas Mehl hinzugeben.
4 Den Teig mit etwas Mehl bestäuben, mit Folie abdecken und über Nacht im Kühlschrank reifen lassen.
5 Am nächsten Morgen den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und nochmals gut durchkneten.
6 Den Backofen auf 230 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Etwa 8–10 Teiglinge abstechen und jeweils zu 35 cm langen Rollen formen. Daraus ein Herz legen und die Spitze leicht zusammendrücken.
7 1 Liter Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Das Natron ins Wasser geben und die Temperatur auf die niedrigste Stufe herunterschalten.
8 Die Teiglinge mit Hilfe eines Schaumlöffels für ungefähr 25 Sekunden ins Laugenwasser tauchen und anschließend auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen. Mit Salz, Sesam, Mohn oder Körnern bestreuen (evtl. noch mit einem scharfen Messer einschneiden) und in der Mitte des Ofens ca. 20–30 Minuten backen, bis die Laugenherzen die gewünscht dunkle Färbung annehmen.
Jeder liebt gutes Brot, aber ans Brotbacken zu Hause trauen sich die wenigsten. Das muss nicht sein, denn dieses wunderbar herzhafte Biergarten-Brot gelingt auch Anfängern und schmeckt sagenhaft. Alles was man dafür braucht, sind ein paar wenige Zutaten und etwas Zeit und Geduld.
Zubereitungszeit: 15 Minuten
+ 27 Stunden Gehzeit
+ 40–50 Minuten Backzeit
Ergibt 1 Brot
200 ml lauwarmes Wasser
½ Würfel frische Hefe
1 EL Honig
330 ml mildes Bier
500 g Weizenmehl (Type 1050)
250 g Dinkelvollkornmehl
Körner, Nüsse, Röstzwiebeln etc. nach Geschmack
Mehl zum Bestäuben
1 Das lauwarme Wasser in eine große Schüssel geben und die Hefe darin auflösen. Honig, Bier, Weizen- und Dinkelvollkornmehl dazugeben und per Hand oder mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig kneten.
2 Die Schüssel mit Frischhaltefolie verschließen und bei Raumtemperatur etwa 20 Stunden gehen lassen.
3 Anschließend den Teig für 24 Stunden in den Kühlschrank zum Reifen geben.
4 Nach der Reifezeit den Brotteig auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und kurz durchkneten. Wer möchte kann dem Brot an dieser Stelle noch ein paar Körner, Nüsse oder Röstzwiebeln hinzufügen. Den Teig zu einer Kugel formen, in ein bemehltes Gärkörbchen geben und abgedeckt nochmals 1 Stunde gehen lassen.
5 Den Backofen samt Backblech oder Brotbackstein auf 250 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen.
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