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Beschreibung

Projektarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Pflegewissenschaft - Pflegemanagement, Note: 1,7, Hanseatische Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademie VWA gemeinnützige GmbH, Studienzentrum Hamburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Krankenpflegekräfte bilden mit ca. 517 000 Beschäftigten die größte Berufsgruppe in deutschen Krankenhäusern. Der Pflegeberuf gilt als schwieriger Beruf, da der unmittelbare, fast tägliche Kontakt zu Sterbenden und kranken Menschen, der Schichtdienst sowie andere belastende Arbeitsbedingungen Krankenschwestern und -pflegern ein hohes Maß an Energie abfordern und diese gezwungen sind, enorme Regenerationsleistungen zu erbringen. Das Risiko, selbst zu erkranken und vorzeitig aus dem Beruf auszuscheiden, ist für Pflegekräfte hinlänglich bekannt, jedoch trifft dies erst seit Zeiten des Pflegenotstands, hervorgerufen durch den demografischen Wandel, wieder auf öffentliches Interesse. Trotz gesundheitspolitischer Umstrukturierungen in den Krankenhäusern in den letzten Jahren gilt betriebliches Gesundheitsmanagement häufig als „Luxusthema“. Die Zahl der Krankenhäuser, in denen systematisch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen eingeführt und umgesetzt wurden, ist im Vergleich zu anderen Branchen gering. Wie aus einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts von 2009 hervorgeht, ist die Umsetzungs- und Implementierungsquote von Systemen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in deutschen Krankenhäusern als unbefriedigend zu bezeichnen. Nur 38% der befragten Häuser haben die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter in ihrem Leitbild verankert, messbare Ziele haben sogar nur 20% der befragten Krankenhäuser formuliert. Dies bedeutet, dass 80 % der Häuser keine konkrete strategische Ausrichtung hinsichtlich des betrieblichen Gesundheitsmanagements besitzen. Die oben genannten Fakten zeigen, dass dringender Bedarf besteht, Systeme und Strukturen in Krankenhäusern zu professionalisieren. Die Motivation dieser Projektarbeit ist es, dem Leser zu veranschaulichen, welchen Belastungen Pflegekräfte im Krankenhaus ausgesetzt sind und herauszuarbeiten ob es möglich ist, Fehlzeiten von Pflegekräften im Krankenhaus mit Hilfe von Instrumenten des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu reduzieren.

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Veröffentlichungsjahr: 2015

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Inhaltsverzeichnis

 

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Hinführung zum Thema

1.2 Zielsetzung und Gliederung der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Gesundheit

2.2 Das Krankenhaus

2.3 Das betriebliche Gesundheitsmanagement

3. Arbeitsplatz Krankenhaus

3.1 Die Arbeitssituation im Krankenhaus

3.2 Arbeitsinhalt von Pflegekräften

3.3 Belastungen von Pflegekräften

3.4 Fehlzeiten

3.4.1 Fehlzeiten von Pflegekräften im Krankenhaus

3.4.2 Erkrankungsarten

3.4.3 Kosten durch krankheitsbedingte Fehlzeiten

4. Betriebliches Gesundheitsmanagement im Krankenhaus

4.1 Aufgaben des betrieblichen Gesundheitsmanagements

4.2 Nutzen für das Krankenhaus

4.3 Kosten für das Krankenhaus

4.4 Der Zusammenhang von Gesundheitsförderung und Gesundheitsmanagement

4.5 Gesundheitsförderung von Pflegekräften

4.5.1 Ziele von betrieblicher Gesundheitsförderung

4.5.2 Maßnahmen

5. Fazit und Ausblick

6. Literaturverzeichnis

 

Hinweis:

Aus Gründen der Einfachheit und Sprachästhetik werden in dieser Arbeit bei Verwendung der männlichen Form immer beide Geschlechter angesprochen.

Abbildungsverzeichnis

 

Abbildung 1 Drei Säulen der betrieblichen Gesundheitspolitik

 

1. Einleitung

 

Im Folgenden werden einleitende Worte zum Thema „Betriebliches Gesundheitsmanagement im Krankenhaus“ gemacht.

 

1.1 Hinführung zum Thema

 

Krankenpflegekräfte bilden mit ca. 517 000 Beschäftigten die größte Berufsgruppe in deutschen Krankenhäusern.[1] Der Pflegeberuf gilt als schwieriger Beruf, da der unmittelbare, fast tägliche Kontakt zu Sterbenden und kranken Menschen, der Schichtdienst sowie andere belastende Arbeitsbedingungen Krankenschwestern und -pflegern ein hohes Maß an Energie abfordern und diese gezwungen sind, enorme Regenerationsleistungen zu erbringen. Das Risiko, selbst zu erkranken und vorzeitig aus dem Beruf auszuscheiden, ist für Pflegekräfte hinlänglich bekannt, jedoch trifft dies erst seit Zeiten des Pflegenotstands, hervorgerufen durch den demografischen Wandel, wieder auf öffentliches Interesse. Trotz gesundheitspolitischer Umstrukturierungen in den Krankenhäusern in den letzten Jahren gilt betriebliches Gesundheitsmanagement häufig als „Luxusthema“. Die Zahl der Krankenhäuser, in denen systematisch Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen eingeführt und umgesetzt wurden, ist im Vergleich zu anderen Branchen gering[2]. Wie aus einer Studie des Deutschen Krankenhausinstituts von 2009 hervorgeht, ist die Umsetzungs- und Implementierungsquote von Systemen des betrieblichen Gesundheitsmanagements in deutschen Krankenhäusern als unbefriedigend zu bezeichnen.[3] Nur 38% der befragten Häuser haben die Gesundheitsförderung der Mitarbeiter in ihrem Leitbild verankert, messbare Ziele haben sogar nur 20% der befragten Krankenhäuser formuliert. Dies bedeutet, dass 80 % der Häuser keine konkrete strategische Ausrichtung hinsichtlich des betrieblichen Gesundheitsmanagements besitzen. Die oben genannten Fakten zeigen, dass dringender Bedarf besteht, Systeme und Strukturen in Krankenhäusern zu professionalisieren.

 

1.2 Zielsetzung und Gliederung der Arbeit

 

Die Motivation dieser Projektarbeit ist es, dem Leser zu veranschaulichen, welchen Belastungen Pflegekräfte im Krankenhaus ausgesetzt sind und herauszuarbeiten, ob es möglich ist, Fehlzeiten von Pflegekräften im Krankenhaus mit Hilfe von Instrumenten des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu reduzieren. Dabei wird in Kapitel 2 eine Begriffserklärung von Gesundheit, betrieblichem Gesundheitsmanagement und dem Krankenhaus allgemein vorgenommen. In Kapitel 3 wird das Krankenhaus als Arbeitsplatz betrachtet, Belastungen und Risiken der Pflegekräfte herausgestellt sowie Erkrankungen und die damit verbundenen Fehlzeiten von Mitarbeitern aufgezeigt. Im 4. Kapitel gibt die Autorin einen Überblick übe die Aufgaben des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Kosten und Nutzen aus Sicht des Krankenhauses werden dargestellt. Kapitel 4 beschäftigt sich außerdem mit dem Zusammenhang von betrieblichem Gesundheitsmanagement und betrieblicher Gesundheitsförderung. Die Ziele von Gesundheitsförderung im Krankenhaus und die möglichen Maßnahmen, die zur Verbesserung der Gesundheit der Mitarbeiter beitragen könnten werden näher betrachtet. Zum Abschluss zieht die Autorin ein Fazit und gibt einen Ausblick in Bezug auf die vorausgegangenen Kapitel.

 

2. Theoretische Grundlagen

 

Im Folgenden werden Begrifflichkeiten zum Thema der Projektarbeit „Betriebliches Gesundheitsmanagement im Krankenhaus“ erklärt.

 

2.1 Gesundheit

 

Zunächst gilt es zu definieren, was unter dem Begriff Gesundheit zu verstehen ist. Laut Begriffsbestimmung der Weltgesundheitsorganisation von 1946, ist Gesundheit:

 

„ein Zustand vollkommenen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.“[4]

 

In dieser Definition wird Gesundheit als Zustand bezeichnet, der sich erst dann einstellt, wenn der Mensch sich in seiner sozialen Umgebung seelisch, körperlich und psychisch wohl fühlt. Allein die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen reicht demnach nicht aus, um von Gesundheit des Menschen zu sprechen[5].