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Eine starke und mutige Frau besiegt die finstere Macht eines tyrannischen Drachens und wird dadurch zur «Königin des Südens». Gewitzt und selbstbewusst weist sie Dominationsversuche des mächtigen Gegenspielers aus dem Norden zurück, um diesem schliesslich auf Augenhöhe zu begegnen, sich mit ihm zu versöhnen und ein Zeitalter der Zusammenarbeit und des fruchtbaren Austausches einzuleiten.
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Seitenzahl: 23
Veröffentlichungsjahr: 2023
Paul Johannes Koller
Bilgis Königin des Südens
Cover
Titelblatt
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Nachwort
Bildnachweis und Kommentare
Urheberrechte
Cover
Titelblatt
Kapitel 1
Bildnachweis und Kommentare
Urheberrechte
Cover
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Vor langer, langer Zeit herrschte im Süden der damals bekannten Welt ein rauer Drache.
Schlug er mit dem Schwanz, erzitterte die Erde und ganze Dörfer und Städte wurden weggefegt wie Pusteblumen.
Aus seinem Rachen spie er Gift und Feuer. Elend und Not waren an der Tagesordnung.
Zu Abertausenden waren die Menschen auf der Flucht, und wussten nicht, wo sie noch Unterschlupf finden konnten. Lähmende Furcht verbreitete sich überall, kaum noch etwas wuchs, und alles verdorrte.
Nur in einem kleinen, bergigen Königreich namens Saba, umringt vom Reich des finsteren Drachens und ständig bedroht, regierte noch der greise Schams mit seiner Frau Aischa.
Gerecht verteilten sie den kargen Boden und die spärlichen Früchte des Landes. Auch einen Staudamm bauten sie, um das Wasser aus den Bergen für den heißen Sommer zu sammeln.
Wenn es nötig war, schlichteten sie die Streitereien unter den Bewohnern und trieben mit den Schätzen des Landes – Weihrauch, Myrrhe, Gewürze und ein wenig Gold - Handel, damit sie die Sachen, die für ein gutes und angenehmes Leben fehlten, herbeischaffen konnten.
Schams und Aisha hatten zwei Söhne und eine junge Tochter Bilgis. Die Söhne waren leider faul und unbekümmert. Bilgis, kaum zwanzig Jahre alt, war dagegen mutig, schön und unerschrocken. Eine wahre Freude für ihre Eltern war sie. Deshalb sollte auch sie die künftige Gebieterin des kleinen Landes werden.
Der Drache, der das Land in den Bergen bis dahin einfach übersehen hatte, so winzig war es, erfuhr von diesem Plan und spie Gift und Galle. - Wer weiß, vielleicht hatten ihm gar die eifersüchtigen Brüder von Bilgis von den Absichten der Eltern erzählt? – Eine Frau als Herrscherin, das hatte es noch nie gegeben!
Deshalb sandte der Drache seine Vertreter nach Saba, um unmissverständlich klar zu fordern, er, der Drache höchstpersönlich, wolle Bilgis zur Frau nehmen, und damit die Herrschaft über das kleine Königreich.
