Biss zum ersten Sonnenstrahl (Bella und Edward ) - Stephenie Meyer - E-Book
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Beschreibung

An ihr erstes Leben kann Bree sich kaum erinnern. Was jetzt zählt, sind ihre übermenschlichen Kräfte und der unstillbare Durst nach Blut – denn Bree ist ein Vampir. Und sie hält sich an die Regeln: Sei wachsam, bleib im Hintergrund, kehre immer vor Sonnenaufgang zurück ins Dunkel. Doch dann erfährt Bree, dass ihr neues Leben auf einer Lüge beruht. Dass sie Teil eines Spiels ist, dessen Dimensionen sie nicht mal ahnen kann. Und dass sie niemandem trauen kann. Außer – vielleicht – Diego.

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Außerdem von Stephenie Meyer bei CARLSEN erschienen: ›Biss zum Morgengrauen‹›Biss zur Mittagsstunde‹ ›Biss zum Abendrot‹ ›Biss zum Ende der Nacht‹›Seelen‹ CARLSEN-Newsletter: Tolle neue Lesetipps kostenlos per E-Mail! Unsere Bücher gibt es überall im Buchhandel und auf carlsen.de Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung, können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden. In diesem E-Book befinden sich eventuell Verlinkungen zu Webseiten Dritter. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Carlsen Verlag GmbH die Inhalte Dritter nicht zu eigen macht, für die Inhalte nicht verantwortlich ist und keine Haftung übernimmt. Veröffentlicht im Carlsen Verlag Oktober 2017 Alle deutschen Rechte CARLSEN Verlag GmbH, Hamburg 2010, 2012, 2017 Originalcopyright © 2010 by Stephenie Meyer Originalverlag: Little Brown and Company, New York, N.Y. Originaltitel: ›The Short Second Life of Bree Tanner: An Eclipse Novella‹ Aus dem Englischen von Katharina Diestelmeier Umschlaggestaltung und -typografie: formlabor unter Verwendung von Bildern von shutterstock.com: © DVARG © Anita Ponne © dwph Satz und E-Book-Umsetzung: Dörlemann Satz, Lemförde ISBN: 978-3-646-92829-7

 

Für Asya Muchnick und Meghan Hibbett

Einleitung

Alle Schriftstellerinnen und Schriftsteller haben ihre eigene Herangehensweise an einen Text. Wir werden alle auf unterschiedliche Art und Weise inspiriert und motiviert; bei jedem sind es andere Gründe, die dazu führen, dass bestimmte Figuren bleiben, während andere in einer Unzahl nicht weiter beachteter Dateien verschwinden. Ich persönlich habe bisher noch nicht herausgefunden, warum einige meiner Figuren ein so starkes Eigenleben entwickeln, aber ich bin jedes Mal froh darüber. Über diese Figuren zu schreiben, fällt mir am leichtesten, und daher sind es normalerweise ihre Geschichten, die ich zu Ende bringe.

Bree ist so eine Figur und sie ist der Hauptgrund, warum ihr diese Geschichte jetzt in den Händen haltet und sie nicht im Gewirr der verschollenen Ordner in meinem Computer begraben liegt. (Die beiden anderen Gründe heißen Diego und Fred.) Ich fing an, über Bree nachzudenken, als ich dabei war, Biss zum Abendrot zu überarbeiten. Zu überarbeiten, nicht zu schreiben – beim Schreiben von Biss zum Abendrot hatte ich meine Ich-Erzählungs-Scheuklappen aufgesetzt; alles, was Bella nicht sehen, hören, fühlen, schmecken oder anfassen konnte, war unerheblich. Diese Geschichte beruht ausschließlich auf ihrer Erfahrung.

Der nächste Schritt war der, sich von Bella zu lösen und zu sehen, wie die Geschichte funktionierte. Meine Lektorin Rebecca Davis hatte großen Anteil daran und sie stellte mir eine Menge Fragen über die Dinge, die Bella nicht wissen konnte, und darüber, wie wir die wichtigen Stellen jener Geschichte verdeutlichen könnten. Da Bree die einzige Neugeborene ist, die Bella zu sehen bekommt, war es ihre Perspektive, die ich einnahm, als ich überlegte, was hinter den Kulissen vor sich ging. Ich begann darüber nachzudenken, wie das Leben mit den Neugeborenen im Keller ablief und wie es war, auf klassische Vampirart zu jagen. Ich stellte mir die Welt so vor, wie Bree sie erlebte. Das war einfach. Bree war von Anfang an eine sehr deutliche Figur und auch einige ihrer Freunde erwachten mühelos zum Leben. Normalerweise versuche ich kurze Zusammenfassungen der Dinge zu schreiben, die an anderen Stellen der Geschichte passieren, und bringe schließlich Dialoge zu Papier. In diesem Fall aber stellte ich fest, dass ich statt einer Zusammenfassung einen Tag in Brees Leben beschrieb.

Als ich Brees Geschichte verfasste, schlüpfte ich zum ersten Mal in die Rolle einer Erzählerin, die ein »echter« Vampir war – eine Jägerin, ein Monster. Ich betrachtete uns Menschen durch ihre roten Augen; und plötzlich waren wir erbärmlich und schwach, leichte Beute, der keine größere Bedeutung zukam als die einer leckeren Mahlzeit. Ich spürte, wie es sich anfühlte, allein unter Feinden zu sein, immer auf der Hut, und nichts sicher zu wissen, außer dass das eigene Leben ständig in Gefahr ist. Ich musste in eine völlig andere Vampirwelt eintauchen: die Welt der Neugeborenen. Deren Leben hatte ich bisher noch nicht erkundet – selbst dann nicht, als Bella schließlich ein Vampir wurde. Bella war nie so eine Neugeborene wie Bree. Es war aufregend und düster und schließlich tragisch. Je näher ich dem unausweichlichen Ende kam, desto stärker wünschte ich mir, ich hätte Biss zum Abendrot ein wenig anders enden lassen.

Ich bin gespannt, was ihr von Bree haltet. Sie ist so eine kleine, scheinbar belanglose Figur in Biss zum Abendrot. Aus Bellas Perspektive lebt sie gerade mal fünf Minuten. Und doch ist ihre Geschichte für das Verständnis des Romans ungemein wichtig. Als ihr die Szene in Biss zum Abendrot gelesen habt, in der Bella Bree anstarrt und darüber nachdenkt, ob so wohl ihre Zukunft aussieht, habt ihr da überlegt, was Bree so weit gebracht hat? Als Bree zurückstarrt, habt ihr euch da gefragt, wie Bella und die Cullens in ihren Augen aussehen? Wahrscheinlich nicht. Aber selbst wenn, könnte ich wetten, dass ihr nicht hinter ihre Geheimnisse gekommen seid.

Ich hoffe, dass ihr Bree genauso ins Herz schließen werdet wie ich, auch wenn das in gewisser Weise ein grausamer Wunsch ist. Denn ihr wisst bereits, dass die Geschichte nicht gut für sie endet. Aber wenigstens werdet ihr jetzt die ganze Wahrheit erfahren. Und feststellen, dass keine Perspektive je belanglos ist.

Viel Spaß dabei, Stephenie

Die Schlagzeile sprang mir sofort ins Auge: SEATTLE UNTER BELAGERUNG – ZAHL DER TODESOPFER STEIGT WEITER. Die war mir bisher noch nicht begegnet. Ein Zeitungsjunge musste den kleinen metallenen Automaten gerade neu bestückt haben. Er hatte Glück, dass er jetzt nicht mehr in der Nähe war.

Großartig. Riley würde fuchsteufelswild werden. Ich würde dafür sorgen, nicht in seiner Reichweite zu sein, wenn er diese Zeitung zu Gesicht bekam. Sollte er doch jemand anderem den Arm abreißen.

Ich stand im Schatten, verborgen hinter der Ecke eines heruntergekommenen dreistöckigen Gebäudes, und versuchte nicht aufzufallen, während ich darauf wartete, dass jemand eine Entscheidung traf. Um niemandem in die Augen zu sehen, starrte ich die Wand neben mir an. Das Erdgeschoss des Gebäudes hatte früher einmal einen inzwischen längst geschlossenen Plattenladen beherbergt; die Fenster, deren Scheiben dem Wetter oder randalierenden Straßengangs zum Opfer gefallen waren, waren mit Sperrholz vernagelt. Darüber befanden sich Wohnungen – die vermutlich leer standen, denn es fehlten die üblichen menschlichen Schlafgeräusche. Das überraschte mich nicht – das Haus sah aus, als würde es bereits beim ersten heftigen Windstoß zusammenbrechen. Die Gebäude auf der gegenüberliegenden Seite der dunklen, schmalen Straße waren genauso baufällig.

Der gewöhnliche Schauplatz für eine Nacht in der Stadt also.

Ich wollte mich nicht laut bemerkbar machen, aber ich wünschte, irgendjemand würde endlich eine Entscheidung treffen. Ich hatte großen Durst und es war mir ziemlich egal, ob wir den Weg rechts oder links über das Dach nahmen. Ich wollte einfach ein paar Pechvögel finden, die noch nicht mal genug Zeit haben würden, zu denken:

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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