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Dieser zweite Teil der Reihe, Fee Dagna, kann auch ohne Kenntnis des ersten Teils gelesen werden. Man findet sich schnell in die Handlung ein, da alles neu ist und vom ersten Teil lediglich die Protagonisten übernommen sind. Arm und reich, faul und fleißig, gut und böse, alle diese Eigenschaften wie im richtigen Leben kommen hier vor. Und wenn es zum Schluss im Buch heißt : "Wer richtig hinsah konnte wohl erkennen, dass eine Fee noch am Tisch saß und Roderich prostete ihr zu. Das war doch…! Aber das ist dann eine andere Geschichte!" mag wissen das ein dritter Teil vielleicht folgt.
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Seitenzahl: 34
Veröffentlichungsjahr: 2019
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Marcel-Martin Kuhnt
Bruno und die Fee Dagna
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Abschied von den Eltern
Bei den Räubern
Die Furt
Weichenfels
Die Hilfe naht
Die Verlobte
Hausbau
Wo ist Bruno
Die Vermählung
Die große Feier
Glossar
Impressum neobooks
Bruno und die Fee Dagna
Fortsetzung des Buches
Tagebuch der Fee Dagna
Auch bei den Böhrhoffs waren einige Jahre ins Land gegangen. Bruno und Caroline von Börhoff, wurden in ihrer Kindheit von einer Fee bezaubert.
Sie waren vom Spielen beschmutzt, die Fee hatte sie gereinigt. Sie erinnerten sich oft an die Begebenheit. Vor allem Bruno, denn die Fee hatte ihn angehaucht, dadurch hat er sie erkannt. Keinem, außer seiner Schwester, Caroline, die er nur Caro nannte, hat er davon erzählt. Sie haben beschlossen Vater und Mutter nichts davon zu erzählen, glaubt sowieso niemand!
Der Vater Graf von Börhoff behandelte seine Untertanen sehr fürsorglich. Ein guter, allseits beliebter, Landesvater. Aber leider war die Familie, durch die vielen Abgaben, an den Kaiser, verarmt. Es war nicht Vaters Art das Volk auszupressen und die Schuldner in den Turm zu sperren! Wer aber so gutmütig, in den harten Zeiten war, musste auch die Folgen tragen. Alle Diener waren schon entlassen. Nur Martin und Irene, die Dienstältesten sind geblieben. Seit vielen Generationen standen Martins Vorfahren im Dienst der Böhrhoff. Die gehörten fast zur Familie. Martins Frau, die Irene, war eine fabelhafte Köchin, was man ihr auch ansah! Der Martin konnte einfach alles, Reitlehrer, Kutscher, Fechtlehrer, Tanzlehrer, Kammerdiener und was weiß ich nicht noch alles! Er war auch im Rechnen und Schreiben sehr bewandert. Oft saß er mit dem Grafen im Studierstübchen und rechnete die Schulden zusammen. Aber trotz aller Rechnerei die Schulden wurden nicht weniger.
Aus diesem Grund riefe der Graf, am Sonntagabend, die Familie zusammen und verkündete: „Meine Gemahlin und ich sind sich einig, dieses Anwesen hier wird verkauft! Sie und ich ziehen sich auf unser Gut Eidenpichel zurück. Leider ist es nicht so groß, dass wir alle hinkönnen. Ich habe mit unseren Verwandten vom Schloss Weichenfels korrespondiert, Caroline du wirst mit Bruno hinreisen,
man wird sich deiner annehmen. Für Bruno will man eine angemessene Stellung finden!“ „Ich weiß schon“, entgegnete Caro aufbrausend „verheiraten will man mich mit diesen, diesen!“ sie rang nach Luft. Weinend lief Caro aus dem Zimmer. Da standen alle da, wie die begossenen Pudel! Bruno, der nicht eingeweiht war, sah seinen Vater mit vorwurfsvollem Blick an. Der Vater sah zunächst zu seiner Frau, die ein großes Taschentuch gezückt hatte und damit ihr Gesicht verbarg. Keiner sollte ihre Tränen sehen!
Dann sprach er mit brüchiger Stimme: „Morgen früh reist du mit Caroline nach Weichenfels, Martin wird euch kutschieren. Wir beide und Irene reisen nach Gut Eidenpichel, es geht nicht anders.“ Caro war inzwischen wieder eingetreten. „Kniet nieder, Kinder, ich will euch segnen, es werden auch wieder bessere Zeiten kommen!“
Hop hophop, Pferdchen lauf Galopp, über Stock und über Stein…Wer kennt dieses Liedchen nicht! Leider, so lustig ging es in der gräflichenKutsche nicht zu. Caro und Bruno saßen, schweigend, in dem Einspänner.Die große Kutsche fuhr ja mit den Eltern und dem restlichen Hausrat nach Eidenpichel. Caro und Bruno folgten dem Willen ihres Vaters und reisten in Richtung Weichenfels. Martin, der Kutscher trieb das Pferd an. Der Weg bog nun nach links ab, in einen großen Buchenwald.Wart ihr schon mal in einem Buchenwald? Sieht dort sehr gespenstisch aus!Hinter jeden, der knorrigen Bäume, hausen bestimmt, mindestens drei böse Geister! So würden ängstliche Seelen denken! Aber Martin war da von einem anderen Schlag! „Ho Pferdchen“, rief er und schnalzte mit der Zunge. „Nicht so schnell, hier gibt’s Wurzeln und schnell ist da ein Rad entzwei!“Ruuums! Kaum hat Martin gewarnt, neigte sich die Kutsche, wäre fast umgefallen, blieb aber in einem Loch stecken. Direkt neben einer großen Kastanie, die hier einsam im Buchenwald stand. Ein Rad war ab.
