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Gefühle des Versagens, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen sind nur drei von vielen Anzeichen, mit denen sich Burnout bemerkbar macht. Der geistige, körperliche und seelische Erschöpfungszustand kann sich über Jahre hinziehen und unbehandelt schwere Folgen haben. Zumeist richtet sich der Fokus bei Burnout auf die psychische Dimension. Der Autor zeigt, dass es aber auch körperliche Ursachen gibt, zum Beispiel Serotonin- und Nährstoffmangel. Er erklärt, welche Tests bei Burnout wirklich sinnvoll sind und wie eine ganzheitliche Behandlung aussehen kann. Im Special "Doping im Job" thematisiert er zusätzlich das Phänomen, dass sich viele Menschen durch Selbstmedikation mit Antidepressiva scheinbar fit machen.
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Seitenzahl: 215
Veröffentlichungsjahr: 2010
Dr. med. Volker Schmiedel
Burnout
Wenn Arbeit, Alltag & Familie erschöpfen Welche körperlichen Untersuchungen Ihnen jetzt weiterhelfen Wie Sie aus der Stressspirale aussteigen
Dr. med. Volker Schmiedel ist Internist und Chefarzt der Inneren Abteilung der Habichtswald-Klinik Kassel. In den letzten Jahren hat er einen rasanten Anstieg von Patienten beobachtet, die als Nebenimmer mehr aber auch als Hauptdiagnose » psychovegetatives Erschöpfungs syndrom« oder »Burnout« aufweisen. Die Beschwerden können dabei einfach nur störend, mitunter aber auch existenzgefährdend sein. Schließlich muss sich der Autor angesichts zahlreicher Verpflichtungen (nicht zuletzt auch durch das Schreiben von Büchern wie diesem) an die eigene Nase fassen und schauen, wie er sich selbst wirksam vor Burnout zu schützen vermag.
Dieses Buch widme ich meinen Töchtern Caroline und Leandra, die während der intensiven Arbeit am Manuskript manchmal zu kurz kamen.
Ganz herzlich möchte ich mich bei Dr. Wolf-Jürgen Maurer, dem Chefarzt der Panorama Fachkliniken Scheidegg, bedanken, der das Manuskript kritisch durchgesehen hat und mir wichtige Anregungen gab. Mein weiterer Dank gilt der Programmplanerin Sibylle Duelli, die ich nach dem Erfolg des Buches »Verdauung – 99 verblüffende Tatsachen« auch zu diesem Werk »überreden« konnte. Der Redakteurin Anne Bleick danke ich für die konstruktive Zusammenarbeit beim Feinschliff des Manuskripts.
Liebe Leserin, lieber Leser,
Basiswissen
Was ist Burnout?
Unterschiedliche Definitionen
Burnout als Protest gegen ein Ungleichgewicht
Wie verläuft Burnout?
Burnoutstufe 1 – Aktivierungsphase
Burnoutstufe 2 – Widerstandsphase
Burnoutstufe 3 – Erschöpfungsphase
Wie Burnout entsteht – körperliche Ursachen
Anämie – Blutarmut erschöpft
Eisenmangel beheben
Die Schilddrüse – die Zündkerze unseres Stoffwechsels
Chronische Entzündungen – Energieräuber par excellence
Was haben Blähungen und Durchfall mit Burnout zu tun?
Jede Infektion erschöpft
Chronisches Müdigkeitssyndrom
Krebs – Erkrankung und Therapie kosten Energie
Nährstoffmangel kann Burnoutsymptome verursachen
Magnesium – das Anti-Stress-Mineral
Fehlt Kalium, kann das zu Muskelschwäche und Antriebsarmut führen
Zink und Vitamin B6 – wichtig für die Psyche und den Schlaf
Q10 – Wundervitamin oder Abzockernährstoff?
Was Sie über Genussmittel und Medikamente wissen sollten
Kaffee – ein Teilchen im Burnoutpuzzle
Bei Burnout(-gefahr): Vorsicht mit Alkohol!
Rauchen – Raubbau am eigenen Körper
Medikamente können Erschöpfung verursachen
Wie Burnout entsteht – seelische Ursachen
Äußere Faktoren, die ein Burnout begünstigen
Persönlichkeitsmerkmale, die für Burnout prädestinieren
Burnout tritt nicht nur in »Helfer berufen« auf
Im Fokus: Frauen und Burnout
Burnout bei Lehrern
Perfektionismus – ein sicherer Weg ins Burnout
Aggression – verschwendete Energie
Resignation – Wer von vornherein aufgibt, hat schon verloren
Burnout hat meist viele Gründe
Raus aus der Erschöpfungsspirale
So finden Sie Ihren Ausweg
Was tun in Burnoutphase 1?
Was tun in Burnoutphase 2?
Was tun in Burnoutphase 3?
Mögliche Erkrankungen erkennen und therapieren
Den Erfolg kontrollieren
Ernährung und Genussmittel
Der Schokokick hält nicht lange vor
Essen Sie vollwertig
Machen Sie einen Koffeinentzug!
Alkohol sollten Sie nur selten genießen
Rauchen – nein danke!
Bewegen, entspannen und regenerieren
Betreiben Sie regelmäßig Ausdauersport
Pausen machen
Freizeit und Urlaub zur Regeneration nutzen
Warum Schlapplachen bei Burnout hilft
Entspannungsverfahren – weit mehr als bloßes Nichtstun
Psychosoziale Faktoren: Was hilft gegen Burnout?
Beziehungslust statt Beziehungsfrust
Mit familiären Konflikten und Belastungen umgehen
Psychotherapie
Lohnt sich die Mühe? Der Ertrag muss stimmen!
Aufstieg um jeden Preis?
Wie schütze ich mich bei der Arbeit vor Burnout?
Die Zeit richtig einteilen
Fragen, die Sie weiterführen
Ziele setzen und erreichen
Entrümpeln entlastet
Outing – ein Schritt auf dem Weg zur Besserung
Service
Sachverzeichnis
SPECIAL
Fragebogen-Test – Habe ich Burnout?
Wichtige Laboruntersuchungen bei Burnout
Mit Ritalin, Speed & Co. ins Burnout
Naturheilkundliche Hilfen bei Burnout
Die wichtigsten Tipps im Schnelldurchlauf
Burnout ist eine der schillerndsten Krankheiten unserer Zeit. Immer mehr Menschen fühlen sich erschöpft oder ausgebrannt. Manche nennen Burnout auch eine Modekrankheit und deuten damit an, es sei doch gar keine richtige Krankheit, sondern nur ein entschuldigender Begriff für vielfältige andere Beschwerden, eine Verleugnung einer tatsächlich vorliegenden Depression oder einfach nur ein Feigenblatt für die eigene Faulheit. In unserer schnelllebigen und leistungsorientierten Gesellschaft gehört es mitunter sogar dazu, auch unter Burnout zu leiden. Wer früher einfach nur unter dem Stress litt, muss doch heute unter Burnout leiden. »Ich habe Burnout!« klingt einfach beeindruckender als »Ich bin gestresst!«.
Daran mag im Einzelfall sogar etwas dran sein. Es gilt daher immer kritisch zu prüfen, ob wirklich ein Burnout vorliegt oder vielleicht etwas ganz anderes. Dass aber immer mehr Menschen die wichtigsten Kriterien des Burnout erfüllen, ihren normalen Alltagsbelastungen kaum noch nachkommen können und einen echten Leidensdruck haben, kann nicht mehr weggedeutelt werden. Da es keinen Laborwert für Burnout gibt, sondern eher weiche Parameter darüber bestimmen, gibt es auch keine zuverlässigen statistischen Angaben, wie verbreitet Burnout tatsächlich in unserer Gesellschaft ist. Je nachdem, welche Schätzungen oder welche Fragebögen als Grundlage gewählt werden, kommt man zu unterschiedlichen Zahlen. Unbestritten dürfte jedoch sein, dass Millionen
INFO
Wer ist eigentlich betroffen?
Ursprünglich vermutete man Burnout nur bei Angehörigen sogenannter »helfender Berufe«, also beispielsweise Krankenschwestern, Sozialarbeiter, Ärzte, Pfarrer oder Lehrer. Inzwischen ist aber bekannt, dass eigentlich keiner davor gefeit ist – wenn bestimmte innere und äußere Faktoren das Terrain entsprechend bereiten. Ganz besonders gefährdet sind Frauen, die sich beispielsweise – oft doppelt belastet – in Beruf und Familie aufreiben oder die einen chronisch erkrankten Angehörigen pflegen. Oft ist es nicht nur die Menge der zu leistenden Arbeit, sondern die ungenügende Anerkennung durch andere oder fehlende Gestaltungsmöglichkeiten, die zur Erschöpfung beitragen. Das Außerachtlassen der eigenen Bedürfnisse und Grenzen und ein beständiges Aufopfern für andere sind Verhaltensweise, die sich bei vielen Frauen mit Burnout finden.
Menschen in Deutschland zumindest einige Kriterien des Burnout erfüllen und entsprechend darunter leiden – Tendenz steigend!
Diese Häufigkeit und die Tatsache, dass es kein Patentmittel gegen Burnout gibt, haben dazu geführt, dass dem Thema in den Medien immer mehr Aufmerksamkeit zuteil wird. Gibt man das Stichwort Burnout ins Internet ein, so erscheinen mehr als 15 Millionen Artikel. Sucht man bei www.amazon.de nach Büchern zum Thema, so erhält man 400 Buchempfehlungen.
Schaut man sich die Veröffentlichungen zum Thema näher an, so fällt doch eines auf: Es werden in der Vorbeugung und Behandlung des Burnout fast ausschließlich psychosoziale Aspekte abgehandelt:
Wie gehe ich mit mir um?
Wie gehe ich mit meinen Mitmenschen, meiner Arbeit, meinen Leistungsanforderungen um?
Welche Emotionen bewegen mich?
Wie trage ich Konflikte aus?
Wo sind meine Energieräuber?
Habe ich Kraftquellen zur Erholung?
Welche Ziele – kurzfristig an der Arbeit oder langfristig als Lebensziele – treiben mich an?
Man könnte diese Liste nahezu endlos fortsetzen. Daraus resultieren dann natürlich auch Vorschläge, sein Verhalten und seine Einstellungen zu überdenken undggf. zu ändern. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Das alles halte ich für wichtig und richtig. Die eigenen – vielleicht angeborenen, vielleicht im Laufe des Lebens erworbenen oder von Vorbildern erlernten – Einstellungen und das daraus resultierende (Fehl)Verhalten sind in ihrer Bedeutung für das Entstehen bzw. das Ausmaß des Burnout gar nicht zu unterschätzen. Daran kann kein Betroffener vorbeigehen. Nicht selten benötigt er sogar professionelle Hilfe – durch einen Coach, einen in Burnout erfahrenen Arzt oder Psychotherapeuten. Das will ich alles gar nicht leugnen. Und dennoch ist dies nur eine Seite der Medaille Burnout. Die andere – körperliche – Seite wird merkwürdigerweise fast völlig ausgeblendet.
Welche chronischen Krankheiten liegen vor, die Burnout bedingen oder verstärken?
Welche Fehlernährung trägt zum Burnout bei?
Welche Nährstoffe benötige ich, um Burnout zu vermeiden?
Wie sollte ich mich sportlich betätigen?
Welche Genussmittel rauben mir die letzte Energie?
Alle diese Fragen sollen im vorliegenden Buch erschöpfend (ich hoffe nicht, zu sehr!) beantwortet werden. Die psychosozialen Aspekte – wie ich sie hier einmal vereinfachend nennen möchte – sollen dabei- keineswegs vernachlässigt werden, sie sollen aber auch nicht immer die Hauptrolle spielen.
Sie werden also Begriffe wie »psychosoziale Präventivstrategien«, »externale Kontrollmechanismen« und »ressourcenorientiertes Agieren« in diesem Ratgeber vergeblich suchen. Nicht etwa, dass es um diese Themen nicht auch ginge, aber ich verwende ungern »Psycho-Fachkauderwelsch«, da meiner Meinung nach die häufige Verwendung solcher Begriffe weniger der Aufklärung des Lesers als vielmehr der Darstellung der vermeintlichen oder tatsächlichen Kompetenz des Autors dienen. Wer solche Begrifflichkeiten bevorzugt, sei auf die entsprechende Fachliteratur verwiesen.
Ganz können wir aber auch nicht darauf verzichten – schließlich ist Burnout ja selbst aus dem »Denglischen« oder »Neudeutschen«. Wo aber Begriffe allgemein bekannt und anerkannt sind, sollten wir uns auch nicht krampfhaft bemühen, dafür deutsche Worte zu finden.
Ich möchte Ihnen nicht zu viel versprechen, so viel aber schon: Sie werden in diesem Buch einiges Bekannte wiederfinden, mit Sicherheit aber auch Fakten, die Sie niemals so in einen Zusammenhang mit Burnout gebracht haben. In jedem Fall wünsche ich Ihnen, dass Sie aus diesem Buch einen Informationsgewinn ziehen – mit etwas Glück vielleicht sogar die wesentlichen Punkte, um Ihnen bei Ihrem individuellen Burnout entscheidend weiterzuhelfen. Ich wünsche Ihnen aber auch, dass Sie dieses Buch mit Spannung, mit Gelassenheit und vielleicht manchmal auch mit einem Lächeln lesen. Viel Erfolg!
Dr. Volker Schmiedel Kassel, Februar 2010
Was ist eigentlich Burnout und wie verläuft es? Welche Erkrankungen oder Mangelzustände können ein Erschöpfungssyndrom verursachen oder verstärken? Und wie findet man heraus, was die individuellen Ursachen bei einem selbst sind? – In diesem ersten Buchteil lernen Sie alle Puzzleteile kennen, die Sie zum Erkennen und Verstehen Ihres Erschöpfungssyndroms brauchen.
Arbeiten, die ich früher mit links erledigt habe, schaffe ich nun nicht mehr.« »Nach jeder Beschäftigung – auch nach eigentlich leichten körperlichen Belastungen – fühle ich mich wie ausgelaugt.« »Ich habe überhaupt keine Energie mehr – es ist mir einfach alles zu viel.
Dies sind exemplarische Aussagen, wie sie oft von Betroffenen zu hören sind und die bereits einige Aspekte des Burnouts treffend beschreiben. Leider gibt es keine einheitliche und allgemein anerkannte Definition des Burnouts. Trotz der Symptombeschreibungen des Burnoutsyndroms fällt es nicht immer leicht zu entscheiden, ob bei einem Menschen eine »normale«, adäquate Erschöpfung, ein »echtes« Burnoutsyndrom oder gar eine ganz andere Krankheit vorliegt.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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