QuickStart Nährstofftherapie - Volker Schmiedel - E-Book

QuickStart Nährstofftherapie E-Book

Volker Schmiedel

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Beschreibung

Therapie mit Nährwert: Eine überzeugende Verbindung zwischen fundiertem Fachwissen und ansprechender Lektüre: Nährstofftherapie verstehen und sinnvoll einsetzen. Quickstart Nährstofftherapie bietet einen differenzierten Umgang mit einer komplexen Materie: - Was sind die Grundlagen einer gesunden Ernährung? - Was sollten Therapeuten über eine adäquate Nährstoffversorgung wissen? - Wann sollten Nahrungsergänzungen eingenommen werden? - Welche Nährstoffdiagnostik ist sinnvoll? - Welche Nährstoffdosierungen sind bei welchen Indikationen hilfreich? Für alle, die einen raschen Einstieg in die Nährstofftherapie suchen und umgehend erste Anwendungen in die Praxis einbringen möchten. Mühelos neues Verfahren kennenlernen und in die Praxis integrieren.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 506

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Der Autor

Volker Schmiedel

Jahrgang 1958, ist seit 1996 Chefarzt der Inneren Abteilung der Habichtswald-Klinik in Kassel. Er verfügt über die Zusatzbezeichnungen „Naturheilverfahren“ und „Homöopathie“. Er ist Fortbildungsleiter für Naturheilverfahren in der Ärztegesellschaft für Erfahrungsheilkunde und Mitglied der Arzneimittelkommission D beim BfArM. Außerdem ist er Mitherausgeber der Zeitschrift Erfahrungsheilkunde und Autor zahlreicher Fachbücher und Laienratgeber.

Volker Schmiedel

QuickStart Nährstofftherapie

2., unveränderte Auflage96 Abbildungen

Danksagung

Ganz herzlich möchte ich mich bei Frau Silvia Mensing und Frau Ulrike Marquardt vom Hippokrates Verlag bedanken, ohne deren Initiative und Beharrlichkeit der QuickStart Nährstofftherapie mit Sicherheit ein „Fehlstart“ geworden wäre.

Bedanken möchte ich mich ebenso bei Frau Nanette Hänsel, der Redakteurin dieses Buches, deren konstruktive Kritik und Kreativität maßgeblich dazu beigetragen haben, dem „Rohdiamanten“ in Form des eingereichten Manuskripts den richtigen Schliff zu geben.

Vorwort

Die orthomolekulare Medizin ist noch ein recht junger Zweig der Heilkunde und ergänzt (nicht ersetzt) eine gesunde Ernährung. Es wurden schon seit längerer Zeit gezielt Vitamine und Mineralstoffe zur Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten eingesetzt. So kann etwa die Lebertrangabe (Vitamin D!) bei Rachitis als frühe Form einer orthomolekularen Medizin angesehen werden. Ihre eigentliche Geburtsstunde hatte diese Therapie aber im Jahre 1968, als der 2-fache Nobelpreisträger und „Vitamin-C-Papst“ Linus Pauling in einem Aufsatz über orthomolekulare Psychiatrie die Therapie von Krankheiten mit Nährstoffen definierte und begründete.

Seitdem sind Nahrungsergänzungen sozusagen in aller Munde – einerseits, weil viele Menschen diese Präparate täglich schlucken, andererseits, weil kaum eine Behandlungsform innerhalb der Medizin so umstritten ist wie die orthomolekulare Therapie. In der Ärzteschaft gilt sie als alternativ-medizinisches Verfahren. Es gibt überzeugte Anhänger und entschiedene Gegner. Die Protagonisten sehen durch veränderte Ernährungs- und Lebensbedingungen eine zunehmend schlechtere Versorgung großer Teile der Bevölkerung. Sie versprechen sich und ihren Patienten Schutz vor zahlreichen Krankheiten durch eine optimierte Nährstoffversorgung. Kritiker meinen hingegen, dass diese Behauptungen einer objektiven Überprüfung nicht standhalten, es keine wissenschaftlichen Belege gebe und im Gegenteil sogar Gefahren von einer Überdosierung mit Nährstoffen ausgingen.

In der Bevölkerung hat die zusätzliche Einnahme von Nährstoffen hingegen eine große Anhängerschaft. Die Einnahme von Vitaminen und anderen Nährstoffpräparaten ist außerordentlich positiv besetzt. Allein der Begriff „Vitamin“ vermarktet sich quasi von selbst, da er von der Herkunft des Wortes bereits verspricht, das Leben zu erhalten und zu fördern. Millionen Menschen dürften allein in Deutschland regelmäßig oder gelegentlich das eine oder andere Vitaminpillchen einführen – teilweise, um einem vermeintlichen oder tatsächlichen Mangel zu begegnen, teilweise, um einfach etwas Gutes für die Gesundheit zu tun, oder vielleicht sogar, um Fehler in der Lebensweise damit zu kompensieren.

Die Einnahme solcher Präparate durch Laien wird dabei häufig unkritisch durchgeführt. Ich selbst sehe bei meinen Patienten, von denen etwa jeder Zweite irgendeine Nahrungsergänzung zu sich nimmt, oftmals Mittel, die unterdosiert sind oder gar nicht zu den vorzubeugenden oder zu behandelnden Krankheiten passen. Daneben gibt es Patienten, die mit ganzen Plastikbeuteln voller Schachteln kommen – zehn und mehr Tabletten und Beutel unterschiedlichster Einzel- und Kombinationspräparate sind keineswegs die Ausnahme. Ob das noch alles rational oder gesund sein soll, ist tatsächlich im Einzelfall zu hinterfragen.

Die Umsätze mit orthomolekularen Präparaten gehen weltweit in die Milliarden. Auch wenn die Profite dieser Mittel aufgrund der Patentfreiheit diejenigen der konventionellen Medikamente mit Patentschutz bei Weitem nicht erreichen, ist der Markt attraktiv genug, dass sich zahlreiche Fische in diesem Teich tummeln – manche davon mitunter in recht trüben Gewässern. In Apotheken, Reformhäusern, selbst in Supermärkten kann jeder nach Belieben die unterschiedlichsten Nährstoffe erwerben. Viele Versandhändler und Internetvertreiber haben sich auf den Verkauf orthomolekularer Präparate spezialisiert. Charismatische Heiler versprechen geradezu Wunderdinge „ihrer“ Präparate, bedienen sich dabei nicht immer seriöser Mittel und nehmen mit überhöhten Preisen den gläubigen Kunden aus.

Aber es existiert auch eine seriöse orthomolekulare Therapie. Zunächst einmal greift die konventionelle Medizin viel häufiger auf Nährstoffe zurück, als sie dies selbst wahrhaben will. Folsäure-Gaben in der Schwangerschaft zur Verhinderung von Neuralrohrdefekten, Vitamin D und Kalzium bei bestehender Osteoporose oder Eisen-Substitution bei Blutarmut mögen nur einige wenige Beispiele einer ebenfalls in der Schulmedizin anerkannten orthomolekularen Therapie sein.

„Richtige“ Orthomolekularmediziner gehen freilich noch weit über diese anerkannten Indikationen hinaus und erwarten wenn schon nicht Heilung, dann doch zumindest Unterstützung bei chronischen Erkrankungen wie Krebs, koronarer Herzkrankheit oder Rheuma.

Wenn dies ohne Heilsversprechen, sondern mit einem realistischen Aufzeigen von Möglichkeiten und Grenzen dieser Behandlungsform geschieht,

wenn nicht nur allein damit behandelt wird, sondern auch andere schulmedizinische und weitere ganzheitliche Verfahren sinnvoll in ein therapeutisches Gesamtkonzept eingebunden werden und

wenn ggf. vor und während der Therapie Blutspiegel bestimmter Nährstoffe zur Optimierung herangezogen werden,

dann stellt die orthomolekulare Therapie sicher eine seriöse Behandlungsform dar. Richtig angewendet hat die Therapie mit Nährstoffen ein für den Patienten relativ zu vielen anderen Verfahren günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis (die Kosten hat der Patient in der Regel selbst zu tragen) bei einem sehr überschaubaren Nutzen-Risiko-Verhältnis.

Ich würde mich freuen, wenn der QuickStart Nährstofftherapie zur Verbreitung einer seriösen Nährstofftherapie zum Wohle der Patienten seinen Beitrag leistet. Ich selbst kann mir diese Therapie aus meiner klinischen und praktischen Tätigkeit nicht mehr wegdenken und wünsche Ihnen viele gute Erfahrungen mit diesem interessanten Zweig der Medizin, von dem wir zukünftig noch sehr viel hören werden.

Kassel, im Januar 2010

Dr. med. Volker Schmiedel

Chefarzt der Inneren Abteilung

Habichtswald-Klinik Kassel

Inhaltsverzeichnis

Danksagung

Vorwort

1 Nährstoffe – durch Ernährung oder Substitution?

Gesunde Ernährung: wichtig, aber machbar?

Die bundesdeutsche Durchschnittskost ist eine Mangelernährung

Schlechter Ernährungszustand trotz Schlaraffenland

Emotio ist wichtiger als Ratio

Manipulation unseres Essverhaltens

Vollwertkost und orthomolekulare Medizin – ein Widerspruch?

Der Patient im Spannungsfeld höchst unterschiedlicher Aussagen

Vorurteilsfreie Diskussion tut not – mehr Sachlichkeit statt Ideologie

Empfehlungen nicht immer frei von ökonomischen Interessen

Grundsätze, mit denen Sie nichts verkehrt machen

Vollwertkost – aber richtig!

Unüberschaubare Vielfalt von Ernährungsempfehlungen

Qualität geht vor Quantität

Wie können Ernährungsempfehlungen im Einzelnen aussehen?

Ballaststoffe sind kein Ballast

Müssen wir alle Vegetarier werden?

Fett oder nicht Fett – das ist hier die Frage

Täglich mindestens ein Milchprodukt?

Alkohol schützt vor Arteriosklerose – aber wie viel ist sinnvoll?

Weitere gesundheitsfördernde Lebensmittel

Mittelmeerkost – die ideale Ernährung?

Nutzen Sie die globale Vielfalt der Lebensmittel!

Was bedeutet eigentlich Therapie mit Nährstoffen?

Viel hilft nicht immer viel!

Was ist orthomolekulare Medizin oder Therapie?

Substanzen der orthomolekularen Medizin

Keine Hormonpräparate über das Internet besorgen!

Auch „Schulmediziner“ arbeiten orthomolekular

Orthomolekulare Therapie – Synergien zu anderen Verfahren

Biochemie nach Schüssler ist keine orthomolekulare Therapie

Heilfasten und orthomolekulare Therapie

Fazit

Nützliche Adressen

Literatur

2 Bedeutung der Ernährungstherapie

Sind die klassischen Naturheilverfahren noch zeitgemäß?

Sebastian Kneipp – Vorreiter der klassischen Naturheilverfahren

Nicht selten bestimmt Sensationsgier das Handeln der Patienten

Allgemeiner Ernährungsstatus

Keiner ist mehr unterernährt

Mangel im Überfluss

Zu viel Energie, zu wenige Nährstoffe

Fehlernährung als Basis der meisten „Zivilisationskrankheiten“

Richtige Ernährung zwischen Bewusstem und Unterbewusstem

Schuld und Sühne – in der Ernährung fehl am Platz

Immer wichtiger: vorbeugen statt heilen

Primäre und sekundäre Prävention

Was ist wissenschaftlich belegt?

Fazit

Nützliche Adressen

Literatur

3 Die Basis: Eine bedarfsgerechte Ernährung

Die richtigen Bestandteile

Was sind eigentlich Nährstoffe?

Eiweiß – wichtig für Struktur und Funktion

Fette – wichtig als langfristiger Energiespeicher

Kohlenhydrate – wichtig für die kurzfristige Energiebereitstellung

Lebensmittel ausgewogen zusammenstellen

Allgemeine Ernährungsregeln

Individuelle Bedürfnisse

Unterschiede zwischen Lebens-, Nahrungs- und Genussmitteln

Lebens- und Nahrungsmittel

Genussmittel

Fazit

Nützliche Adressen

Literatur

4 Einflüsse auf Gehalt und Aufnahme der Nährstoffe

Zubereitung, Lagerung und Herkunft

Was gibt es alles zu beachten?

Störungen bei der Aufnahme und Verwertung

Krankheiten, die die Aufnahme von Nährstoffen beeinträchtigen

Krankheiten, die Nährstoffe rauben

Genussmittel, die Nährstoffe rauben

Koffein

Alkohol

Nikotin

Keine Askese, sondern vernünftiger Umgang mit Genussmitteln

Gemeinsam macht nicht immer stark: Wechselwirkungen

Nährstoffe, die Nährstoffe beeinflussen

Medikamente, die Nährstoffe beeinflussen

„Oxidativer Stress“ und Antioxidanzien

Keine Energiegewinnung durch Oxidation ohne Bildung freier Radikale

Krankheiten, bei denen freie Radikale eine Rolle spielen

Ursachen erhöhter Belastungen mit freien Radikalen

Antioxidative Schutzsysteme

Interventionstherapien mit Antioxidanzien zum Teil umstritten

Antioxidanzienreiche Kost schadet nie, hilft immer

Fazit

Nützliche Adressen

Literatur

5 Wie stelle ich den Ernährungsstatus fest?

Die wichtigen und richtigen Fragen

Fragen zu Symptomen

Fragen zu Ernährungsgewohnheiten

Fragen zu Verdauungsstörungen

Beispiele aus der Praxis

Fazit

Literatur

6 Nährstofftherapie in der Praxis

Wie motiviere ich zu einer gesunden Ernährung?

Vor der eigenen Haustür kehren – Therapeut mit Vorbildfunktion sein

Wie kann ich meinen Patienten für Ernährungsfragen sensibilisieren?

Den Patienten dort abholen, wo er steht

Änderungen sanft oder hart – was braucht der Patient?

Zielvereinbarungen helfen auch in der Ernährung

Keine Ernährungsänderung ohne Partner

Wann verordne ich eine orthomolekulare Ergänzung?

Prävention, Linderung oder Heilung

Widerstände nicht brechen, sondern überwinden

Therapeutische Grundregeln

Nimmt der Patient bereits Nährstoffpräparate ein?

Substitution oder pharmakologische Wirkung

Adäquate Diagnostik zur optimalen Therapiesteuerung

Indikation für Nährstoffe nach Klinik oder nachgewiesenem Mangel

Dosis nach bewährten Schemata oder nach Laborwerten

Kontrolle am Erfolg

Wir behandeln Menschen, keine Laborwerte!

Einseitige Behandlungsstrategie oder Ganzheitsmedizin?

Die Qual der Wahl: Welches Präparat verordne ich?

Das Angebot ist schier unüberschaubar

Welches Präparat für welchen Patienten?

Auswahl der Präparate nach Indikation

Auswahl der Präparate je nach Patient

Auswahl der Präparate nach Darreichungsform

Auswahl der Präparate abhängig von Zusatzstoffen

Auswahl der Präparate nach dem Preis

Ziele: Hohe Patientencompliance und optimaler Therapieerfolg

Wie bringe ich mein Wissen an den Mann beziehungsweise die Frau?

Flyer und Plakate als Blickfänger

Vorträge wecken den Bedarf nach individueller Beratung

Internet – immer mehr genutzt

Wie geht es nach erfolgreicher Werbung weiter?

Passen Ihre Praxiseinrichtung und Ihr Verhalten zu Ihren Anliegen?

Rechtliche Aspekte: Medikament oder Nahrungsergänzungsmittel?

Kunstfehler sind möglich, aber vermeidbar

Wie ist es rechtlich um die verordneten Substanzen bestellt?

Nahrungsergänzungen aus dem Ausland – ein ganz heißes Eisen

Nahrungsergänzung und Medikament manchmal identisch

Betreuen Sie Leistungssportler?

Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Augen auf

Orthomolekulare Therapie als zusätzliche Einnahmequelle

Kann man mit orthomolekularer Medizin Geld verdienen?

Verkauf orthomolekularer Präparate in der Praxis – äußerst delikat

Fazit

Nützliche Adressen

Literatur

7 Vitamine

Empfohlene und optimale Zufuhr

Vitamin-Mangelzustände

Wissenschaftliche Fragestellungen

Nebenwirkungen und Toxizität von Vitaminen

Rechtfertigung einer Therapie oder Prävention mit Vitaminen

Exkurs: Vitamine und Evolution

Vitamin A, Beta-Karotin

Vitamin B1 (Thiamin, Aneurin)

Vitamin B2 (Riboflavin)

Vitamin B3 (Niacin, Nikotinamid, Nikotinsäure, PP-Faktor)

Pantothensäure (Vitamin B5)

Vitamin B6 (Pyridoxin)

Biotin (Vitamin B7, Vitamin H)

Folsäure (Vitamin B9)

Vitamin B12 (Kobalamin)

Vitamin C (Askorbinsäure)

Vitamin E (Tokopherol)

Vitamin K (Phyllochinon)

Nützliche Adressen

Literatur

8 Mineralstoffe

Generelle Mineralstoffversorgung der Bevölkerung

Zu wenig oder zu viel

Kalzium

Kalium

Magnesium

Nützliche Adressen

Literatur

9 Spurenelemente

Essenziell oder nicht essenziell?

Mangelerkrankungen

Chrom

Eisen

Fluor

Jod

Kupfer

Selen

Zink

Nützliche Adressen

Literatur

10 Fettsäuren

Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren

Essenzielle und nicht essenzielle Fettsäuren

Fettsäuren auf dem „Vormarsch“

Alpha-Linolensäure

Eikosapentaensäure (EPA) und Dokosahexaensäure (DHA)

Gamma-Linolensäure

Nützliche Adressen

Literatur

11 Aminosäuren

L-Tryptophan

12 Spezielle Lebensmittel – Was ist dran an Rotwein, Grüntee und Co.?

Fisch

Grüntee

Kaffee

Knoblauch

Leinsamen

Milchsaure Lebensmittel

Olivenöl

Rotwein

Walnüsse

Literatur

13 Nährstoffbedarf – unterschiedliche Gesellschaften, unterschiedliche Empfehlungen

Nützliche Adressen

Literatur

14 Der Schritt in die Praxis: Therapie mit Nährstoffen bei bewährten Indikationen

Stellenwert von Ernährung und allgemeines Behandlungskonzept

Individuelle Unterschiede beachten

Therapieerfolg ist entscheidend

Auswahl der Therapieempfehlungen im Buch

Atemwege

Rhinitis

Sinusitis

Pneumonie

Bronchitis

Asthma bronchiale

Bewegungsapparat

Rheuma (rheumatoide Arthritis, primär chronische Polyarthritis)

Morbus Bechterew

Arthrose

Osteoporose

Lumboischialgie

Zervikalsyndrom

Endokrinium

Diabetes mellitus

Hyperlipidämie

Gicht/Hyperurikämie

Adipositas

Blande Struma

Hyper- und Hypothyreose

Genitalorgane

Prostatitis

Sexuelle Funktionsstörungen

Sterilität

Menstruationsbeschwerden

Klimakterische Beschwerden

Mastodynie und Mastopathie

Hals, Nase, Ohren

Tonsillitis

Otitis media

Harnsystem

Pyelonephritis

Infektionen der ableitenden Harnwege

Harnsteine

Haut und Hautanhangsorgane

Akne

Psoriasis

Neurodermitis

Herpes-Infektionen

Haarausfall

Herz-Kreislauf-System

Herzinsuffizienz

Koronare Herzkrankheit

Herzrhythmusst

Leber und Galle

Leberverfettung

Leberzirrhose

Hepatitis

Magen-Darm-Trakt

Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni

Akute Enteritis

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn

Diarrhö

Obstipation

Hämorrhoiden

Nervensystem

Migräne/Kopfschmerz

Multiple Sklerose

Allergien

Fieber

Infektionen

Krebs

Psychische und psychosomatische Erkrankungen

Burn-out-Syndrom

Depressionen

Schlafstörungen

Konzentrationsstörungen

Schmerzen

Besonderheiten kindlicher Erkrankungen

Unruhe und Aggressivität

Wachstumsstörungen

Lernstörungen und Legasthenie

Besonderheiten bei Schwangerschaft und Geburt

Allgemeines zur Schwangerschaft

Schwangerschaftserbrechen

Geburtserleichternde Maßnahmen

Laktationsstörungen

Besonderheiten im Alter

Besonderheiten beim Sport

Nützliche Adressen

Literatur

15 Nützliche Adressen

Allgemein

Zeitschriften für Ernährung und orthomolekulare Medizin

Labore mit Vollblutmineral- und -vitaminanalysen

Labore mit Stuhldiagnostik

16 Kurse für orthomolekulare Medizin

Weitere Zusatzausbildungen (Naturheilverfahren)

Abbildungsnachweis

Literatur

Sachverzeichnis

1 Nährstoffe – durch Ernährung oder Substitution?

Das erste Kapitel ist eine Einführung in dieses Buch und in die Nährstofftherapie. Mit diesem Buch soll Ihnen ein Schnellstart in die orthomolekulare Medizin und Nährstofftherapie gegeben werden, der bei aller Schnelligkeit nicht zum Fehlstart wird.

Sie erhalten viele Hintergrundinformationen zur derzeitigen Ernährungssituation in Deutschland, zu den verschiedenen Ansichten innerhalb der Ernährungsmedizin, was meiner Meinung nach eine gesunde Ernährung ist und was hierbei besonders zu beachten ist. Außerdem gebe ich Ihnen Tipps zu praktikablen und einfachen Ernährungsempfehlungen. Zu guter Letzt stelle ich Ihnen die Grundsätze einer orthomolekularen Therapie vor, wann sie zum Einsatz kommen sollte und wie sie mit anderen Therapieverfahren kombiniert werden kann.

Gesunde Ernährung: wichtig, aber machbar?

Wenn wir Patienten fragen, ob sie sich „richtig und ausgewogen“ ernähren, antworten die meisten: „Ja!“ Der mittlerweile geflügelte Begriff „gesunde Ernährung“ sagt aber alles und nichts aus. Ernährungsgesellschaften kommen nämlich regelmäßig zu dem Ergebnis, dass die durchschnittliche deutsche Kost zu energiereich, zu fett, zu salzig, zu süß und zu ballaststoffarm ist. Wahrnehmung und Realität stimmen also nicht überein.

Die bundesdeutsche Durchschnittskost ist eine Mangelernährung

Die Nationale Verzehrsstudie II (2008, Max Rubner-Institut/Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel) untersuchte das Essverhalten mehrerer tausend Bundesbürger. Diese füllten eine zeitlang Ernährungsprotokolle aus, in denen jedes Getränk und jede Nahrungsaufnahme genau dokumentiert wurde. Mithilfe von computergestützten Programmen wurde dann die Zufuhr bestimmter Nährstoffe mit den Empfehlungen der Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) verglichen. Das erschreckende Ergebnis: Große Teile der Bevölkerung erfüllen bezüglich wichtiger Nährstoffe nicht die nach Ansicht vieler orthomolekularer Mediziner ohnehin bescheidenen Vorgaben der DGE.

So halten bspw. 90 % der jungen erwachsenen Frauen (19–34 Jahre) nicht die Zufuhrempfehlung von 5 µg/Tag für Vitamin D ein. Wir wissen, dass die Frau bis zum 34. Lebensjahr ihre Peak Bone Mass, ihre „Spitzenknochenmasse“, aufbauen muss. Danach geht es mit der Knochendichte bergab. Der wichtigste Nährstoff für die Knochen (neben, vermutlich aber sogar vor dem Kalzium) ist Vitamin D. Wenn es hier einen Mangel gibt, ist ein rascherer Abfall der Knochendichte nahezu sicher.

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