Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Aufnehmen, bearbeiten, mixen und mastern
Die Musiksoftware Cubase von der Firma Steinberg gehört zu den beliebtesten Digital Audio Workstations und enthält zahlreiche Funktionen zum Aufnehmen, Bearbeiten sowie für das Mixing und Mastering von Musik. Die Version Cubase Elements ist die preisgünstige Variante und für Einsteiger in die Musikproduktion besonders gut geeignet.
Leichter Einstieg
Hans-Georg Schumann zeigt Ihnen Schritt für Schritt und leicht verständlich anhand eines durchgängigen Songbeispiels, wie Sie Ihre eigenen Songs und Musikstücke mit Cubase Elements 14 aufnehmen, mixen und mastern. Dabei können Sie sowohl unzählige vorhandene Beats und Synthesizerklänge nutzen als auch externe Instrumente wie Gitarre, Synthesizer sowie Blas- und Streichinstrumente einbinden. Sie erfahren u.a., wie Sie Gesang auf einen Song abstimmen und Effekte kreativ für Ihr Sounddesign nutzen. Auch der Umgang mit der Mix-Console sowie der Tempo- und Akkord-Spur wird für Sie zum leichten Spiel.
Praktische Tipps für die Song-Veröffentlichung
Dieses kompakte Einstiegsbuch bietet Ihnen zudem einen Einblick in den Noten-Editor und erläutert Ihnen die Grundlagen der Harmonielehre. Mit vielen praktischen Tipps zum Export Ihres Musikstücks als WAV oder MP3 steht einer Song-Veröffentlichung bei YouTube oder Spotify am Ende nichts mehr im Wege.
Aus dem InhaltZum Download: viele Musik-Dateien der Buch-Projekte
Das Buch ist für die Versionen Cubase Elements 9 bis 14 (und höher) geeignet.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 192
Veröffentlichungsjahr: 2025
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Hans-Georg Schumann
Cubase Elements
Praxisbuch für Einsteiger
Grundlagen für die Musikproduktion
2. Auflage
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über https://portal.dnb.de/opac.htm abrufbar.
ISBN 978-3-7475-1008-7
2. Auflage 2025
www.mitp.de
E-Mail: [email protected]
Telefon: +49 7953 / 7189 - 079
Telefax: +49 7953 / 7189 - 082
© 2025 mitp Verlags GmbH & Co. KG, Augustinusstr. 9a, DE 50226 Frechen
Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften.
Dieses E-Book verwendet das EPUB-Format und ist optimiert für die Nutzung mit Apple Books auf dem iPad von Apple. Bei der Verwendung von anderen Readern kann es zu Darstellungsproblemen kommen.
Der Verlag räumt Ihnen mit dem Kauf des E-Books das Recht ein, die Inhalte im Rahmen des geltenden Urheberrechts zu nutzen. Dieses Werk, einschließlich aller seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Der Verlag schützt seine E-Books vor Missbrauch des Urheberrechts durch ein digitales Rechtemanagement. Bei Kauf im Webshop des Verlages werden die E-Books mit einem nicht sichtbaren digitalen Wasserzeichen individuell pro Nutzer signiert. Bei Kauf in anderen E-Book-Webshops erfolgt die Signatur durch die Shopbetreiber. Angaben zu diesem DRM finden Sie auf den Seiten der jeweiligen Anbieter.
Lektorat: Katja Völpel
Sprachkorrektorat: Jürgen Dubau
Covergestaltung: Christian Kalkert
Bildnachweis: © Andrey VP/stock.adobe.com
Satz: Petra Kleinwegen
electronic publication: CPI books GmbH, Leck
Einleitung
DAW – was ist das?
Und was ist Cubase?
Voraussetzungen
1 Cubase kennenlernen
1.1 Der Steinberg Hub
1.2 Projektfenster
1.3 Eingänge – Ausgänge
1.4 Klangfülle
1.5 Die ersten Takte
1.6 Key- oder Noten-Editor
1.7 Transport
1.8 Ausklang
2 Audio-Mix
2.1 Neues Projekt, neue Spur
2.2 Musik-Schnipsel
2.3 Datei-Import
2.4 Anpassungen
2.5 Stretching
2.6 Duplikate und Loops
2.7 Ausklang
3 Akkorde
3.1 Auf ein Neues
3.2 Die Akkord-Spur
3.3 Automatik?
3.4 Akkord-Pads
3.5 Auf der Basslinie
3.6 Akkord-Malerei
3.7 Ausklang
4 Schlagzeug und Keyboard
4.1 Der Groove Agent
4.2 Pattern
4.3 Der Schlagzeug-Editor
4.4 Das Keyboard
4.5 Ausklang
5 Selbstgemachtes
5.1 Das Metronom
5.2 Drum-Keys
5.3 Achtung Aufnahme
5.4 Korrekturen
5.5 Die Lead-Spur
5.6 Harmonisierung
5.7 Ausklang
6 Feintuning
6.1 Zu laut, zu leise?
6.2 Die Mix-Console
6.3 Quantisierung 1
6.4 Quantisierung 2
6.5 Die passende Tonlänge
6.6 Ausklang
7 Arbeitsplatz Cubase
7.1 Programmeinstellungen
7.2 Events und Farben
7.3 Tastenbelegung
7.4 Die Werkzeugleiste
7.5 Raster und Layout
7.6 Die Transportleiste
7.7 Ausklang
8 Musik »von außen«
8.1 Mikrofon einrichten 1
8.2 Mikrofon einrichten 2
8.3 Hallo, wer singt?
8.4 Audio-Daten bearbeiten
8.5 Klangvielfalt
8.6 Ausklang
9 Synthesizer und Sampler
9.1 Synthetische Klänge
9.2 MIDI trifft Cubase
9.3 In – Out – In
9.4 Von MIDI zu Audio
9.5 VST-Instrumente
9.6 Plug-in-Management
9.7 Ausklang
10 Audio-Effekte I
10.1 Von Clean bis Delay
10.2 Distortion
10.2.1 AmpSimulator
10.2.2 BitCrusher
10.2.3 DaTube
10.2.4 Grungelizer
10.2.5 Amp Rack
10.3 Dynamik
10.3.1 Compressor
10.3.2 De-Esser
10.3.3 Limiter
10.3.4 Weitere Kompressoren
10.3.5 VSTDynamics
10.4 Ausklang
11 Audio-Effekte II
11.1 Equalizer
11.1.1 DJ-EQ
11.1.2 Studio-EQ
11.2 Filter
11.2.1 DualFilter
11.2.2 MorphFilter
11.2.3 StepFilter
11.2.4 ToneBooster
11.2.5 Underwater
11.2.6 Wah-Wah
11.3 Modulation
11.3.1 AutoPan
11.3.2 Chopper
11.3.3 Chorus
11.3.4 Flanger
11.3.5 Metalizer
11.3.6 Phaser
11.3.7 Ringmodulator
11.3.8 Rotary
11.3.9 Tranceformer
11.3.10 Tremolo und Vibrato
11.4 Pitch-Shift
11.4.1 Octaver
11.4.2 Pitch Correct
11.5 Ausklang
12 »Effekt-Effizienz«
12.1 Welcher wann, welcher wo?
12.2 Send-Effekte
12.3 Einbindung und Aktivierung
12.4 Song-Tuning?
12.5 Reverb
12.5.1 RoomWorks
12.5.2 RoomWorks SE
12.6 Ausklang
13 Der Noten-Editor
13.1 Notenbild
13.2 Partitur-Tuning
13.3 Tonkunst
13.4 Noten bearbeiten …
13.5 … und drucken
13.6 Ausklang
14 Verwalten und veröffentlichen
14.1 Die MediaBay
14.2 Der Pool
14.3 Aggregatoren
14.4 Export
14.5 Publikation
14.6 Ausklang
Anhang
A.1 Cubase installieren und aktivieren
A.2 Projekte und Links
Früher hat man Musik in einem Studio gemacht, das war recht aufwendig, man benutzte teure Geräte, um letztendlich einen optimalen Song oder ein ganzes Album zu produzieren.
Auch heute gibt es weiterhin Studios, nur arbeiten die mit moderneren Mitteln. Dazu gehört eine Digitale Audio Workstation (kurz DAW). Heutzutage nutzt man eine Software, die z.B. auf Computern mit Microsoft Windows oder Apple macOS läuft. Dadurch lässt sich inzwischen ein solches Tonstudio auch zu Hause betreiben, im Grunde genügt dazu erst einmal ein schneller Computer mit viel Speicherplatz.
Dort lassen sich Musikinstrumente über die USB-Schnittstelle anschließen und betreiben oder man nimmt über ein Mikrofon Gesang, Schlagzeug oder Naturinstrumente auf. Eine andere Möglichkeit ist die Nutzung sogenannter virtueller Instrumente, deren Sound künstlich auf dem Computer erzeugt wird. Natürlich braucht man ein dazu passendes Programm, und damit wird das Ganze erst zur DAW.
Kommen wir zu der Software, die man für ein Musikstudio braucht. Es gibt da ein breites Angebot, einiges ist sogar kostenlos. Doch für die besten Programme muss man schon etwas bezahlen. Aber nicht unbedingt allzu viel. Hier haben wir es mit Cubase zu tun. Und das ist eine sehr weitverbreitete DAW-Software, die von vielen Musikprofis genutzt wird.
Ich selbst habe Cubase schon sehr früh kennengelernt und damit ab der ersten Version gearbeitet. Aktuell ist Version 14. Die verwende ich auch für dieses Buch. Sollten Sie bereits eine frühere Version haben oder in Erwägung ziehen, nicht die ganze neue, sondern eine ältere Version günstig zu erwerben, lässt sich auch dann vieles in diesem Buch nutzen.
Es gibt derzeit drei Varianten von Cubase: Pro, Artist und Elements. Alle bieten Möglichkeiten, Musik schon mit einfachsten Mitteln zu komponieren, ohne zusätzliche andere Hard- oder Software. Auch weil eine Fülle virtueller Instrumente inklusive Schlagzeug bereits mit dabei ist.
Für unsere Zwecke als Einsteiger reicht Cubase Elements völlig aus. Die neueste Version belastet Ihren Geldbeutel mit nicht einmal 100 Euro. Wenn Sie im Laufe der Zeit zum Profi aufsteigen, dann sollten Sie einen Blick auf Cubase Artist und Cubase Pro werfen. Die kosten mehrere Hundert Euro, bieten aber auch weitere hochprofessionelle Zusatzwerkzeuge. Später, wenn Sie mit Musik Geld verdienen und es Ihnen mal mit Cubase Elements »zu eng« wird, können Sie leicht auf eine der höheren Varianten aufrüsten.
Sie brauchen einen Computer mit folgenden Eigenschaften:
64 Bit Windows 10 oder 11, am besten die neueste Version,
einen Prozessor vom Typ Intel Core-i oder AMD Ryzen Multi-Core, empfohlen Intel i5 oder schneller,
RAM mit mindestens 8 GB RAM,
freien Speicherplatz auf dem Datenträger von mehr als 50 GB,
eine Bildschirmauflösung mit mindestens 1440 x 900, empfohlen 1920 x 1080.
Für den Anfang können Sie Cubase als Vollversion zum Test für zwei Monate herunterladen, danach müssen Sie es kaufen. Wie Cubase installiert wird, erfahren Sie im Anhang.
Die meisten Projekte im Buch bekommen Sie in einem Paket auf dieser Verlagsseite:
https://www.mitp.de/1006
Wir beginnen mit einer kleinen Wanderung durch Cubase, um das Wichtigste kennenzulernen, bevor Sie Ihr erstes Musikprojekt erstellen. Vorweg eine Bemerkung zum Thema Lizenz: Bei Cubase reicht es nicht, einfach nur einmalig den Aktionscode einzugeben.
Beim Start von Cubase wird kontrolliert, ob es eine Lizenz für dieses Produkt gibt. Ggf. müssen Sie sich noch mal bei Steinberg anmelden, um als rechtmäßiger User anerkannt zu werden.
Ich gehe jetzt davon aus, dass Cubase bereits installiert ist. Wie das geht, steht im Anhang.
1. Starten Sie Cubase durch Doppelklick auf das Symbol auf dem Desktop oder über den Eintrag STEINBERG CUBASE im Startmenü.
Ganz oben ist die Hauptmenüleiste von Cubase – darauf kommen wir später.
Das Fenster, das Sie als Erstes sehen, ist der sogenannte Steinberg Hub, mit einem »kleineren« Hauptmenü. Auf der linken Seite finden Sie aktuelle Nachrichten, Hinweise (u.a. auf Updates) und Tutorials.
Interessanter ist die rechte Seite. Dort können Sie Vorlagen finden, die Steinberg mitgeliefert hat. Damit lässt sich für Ihre Projekte gleich das Passende zusammenstellen. Unter dem Button LETZTE stehen später auf dieser Seite die Namen Ihrer gerade aktuellen eigenen Projekte.
2. Kontrollieren Sie zuerst, ob die Option ANDEREN SPEICHERORT WÄHLEN aktiviert ist, damit Sie später Ihren eigenen Musikordner nutzen können (ich habe mir dazu einen (jetzt noch leeren) Ordner CUBASE eingerichtet).
3. Klicken Sie dann auf LEERES ERZEUGEN.
4. Ein Dialogfeld öffnet sich, dort klicken Sie sich zu dem Ordner durch, in dem Sie Ihre künftigen Projekte unterbringen wollen.
5. Klicken Sie anschließend auf ORDNER AUSWÄHLEN.
Das Dialogfeld verschwindet, und ein neues Fenster tut sich auf. Oder eigentlich gleich mehrere?
Und das sieht mit den vielen Bereichen zunächst ein bisschen verwirrend aus. Daher erkläre ich die Aufteilung jetzt näher.
Im oberen Bereich ist die Werkzeugleiste vorwiegend für die Bearbeitung einer Spur. Mehr darüber erfahren Sie nach und nach, vor allem aber in Kapitel 7.
Ganz unten ist die Transportleiste. Auch auf die kommen wir schon bald zu sprechen, aber erst in Kapitel 7 ausführlicher.
Schauen wir uns den Mittelteil an, den Bereich für die Projektdaten. Von links nach rechts sehen Sie hier:
Die INSPECTOR-Zone: Dort stehen (später) alle Informationen, die für eine Musikspur wichtig sind.
Die Spuren-Zone: Hier sind alle Spuren aufgelistet, aus denen das Projekt besteht.
Die eigentliche Projekt-Zone: Hier stehen die kompletten Spuren für die Bearbeitung zur Verfügung.
Außerdem gibt es noch die Rack-Zone: Hier finden sich alle im Projekt verwendeten Instrumente und Medien. Sie kann man »dazuschalten«, wenn man oben rechts auf den vorletzten Button klickt. Dieses Fenster braucht man aber nur selten.
Was sind denn eigentlich Spuren? Das sind die Grundbausteine eines Projekts. In ihnen werden die Daten der Töne gesammelt, die Sie beim Musikmachen erzeugen. Das kann auch ein Geräusch sein, das Sie z.B. über ein Mikrofon aufnehmen, oder ein externer Tonschnipsel.
Es gibt verschiedene Arten von Spuren, darunter Audio-, MIDI- oder Instrument-Spuren. Mit denen bekommen Sie im Laufe der folgenden Kapitel zu tun und Sie erfahren dann jeweils mehr darüber.
Und nun? Fangen wir gleich damit an, für unser Projekt die erste Spur zu erzeugen? Nicht sofort, denn es gibt vorher noch einiges zu klären. Zum Beispiel ist bei mir ganz oben ein Warnhinweis zu sehen:
Um wirklich Musik zu machen, die man dann auch hören kann, braucht Cubase die passenden Verbindungen: Das sind für die Audio-Ausgänge üblicherweise Lautsprecher, und für die Audio-Eingänge können das z.B. Mikrofon, Gitarre oder Keyboard sein.
Kümmern wir uns also zuerst darum, dass die Ein- und Ausgänge richtig »verkabelt« sind.
1. Klicken Sie dazu in der Hauptmenüleiste auf STUDIO und dann auf STUDIO-EINSTELLUNGEN.
2. Ein Dialogfeld öffnet sich. Sorgen Sie dafür, dass links unter AUDIOSYSTEM der Eintrag STEINBERG BUILT-IN ASIO DRIVER (oder GENERIC LOW LATENCY ASIO DRIVER) markiert ist.
ASIO ist die Abkürzung für »Audio Stream Input/Output«. Gemeint ist damit ein System, das Cubase (und anderen Programmen) den Zugriff auf die Fähigkeiten der in Ihrem Computer eingebauten Sound-Chips erlaubt. Dadurch ist ein weitgehend störungs- und verzögerungsfreier Datenverkehr möglich.
Unter ANSCHLÜSSE sind die Lautsprecher aufgeführt, die aktuell am Computer angeschlossen sind. Das werden bei Ihnen wohl andere als bei mir sein.
3. Kontrollieren Sie, ob Ihre Lautsprecher angezeigt werden und der STATUS auf AKTIV steht.
Wenn der STATUS NICHT AKTIV ist, hat Cubase die Lautsprecher nicht erkannt.
Dann schließen Sie Cubase erst einmal. Kontrollieren Sie, ob die Lautsprecher eingeschaltet sind (ggf. schalten Sie sie aus und wieder ein). Danach starten Sie Cubase neu und wiederholen die obigen Schritte. Anschließend sollten die Audio-Ausgänge auf AKTIV stehen.
Möglicherweise gibt es zwei Lautsprechersysteme: das eine intern, in den Computer eingebaut, das andere extern, über USB oder Bluetooth angeschlossen. Dann können Sie so zwischen den Systemen wechseln:
1. Klicken Sie im Dialogfeld für die Studio-Einstellungen oben auf die Schaltfläche EINSTELLUNGEN.
2. Im nächsten Dialogfeld wählen Sie das Lautsprecherpaar aus, das Sie für Cubase benutzen wollen.
3. Abschließend klicken Sie auf OK und im Hauptdialog ebenfalls auf OK.
Damit sollten die Ausgänge »versorgt« sein. Das wird dann auch oben angezeigt:
Um die Eingänge müssen wir uns jetzt noch nicht kümmern; darauf kommen wir später zurück, wenn wir z.B. ein Mikrofon oder ein externes Instrument benutzen.
Nun zurück zu unserem immer noch leeren Projekt.
1. Klicken Sie jetzt mit der rechten Maustaste in die Spuren-Zone, um das folgende Kontextmenü zu öffnen.
2. Wählen Sie per Mausklick SPUR HINZUFÜGEN: INSTRUMENT.
3. Klicken Sie auf die Schaltfläche SPUR HINZUFÜGEN.
Und bald darauf tut sich ein Fenster mit dem Titel HALION SONIC auf.
Erst mal ist da offenbar gähnende Leere. Daneben jedoch befindet sich ein weiteres Feld, in dem Sie einiges auswählen können. Ich empfehle, dass Sie sich mal die verschiedenen Einträge genauer ansehen.
Sie sehen dort einige Gruppen bzw. Kategorien von Sounds. Alle werden von einem sogenannten virtuellen Synthesizer erzeugt.
HALion Sonic ist ein Instrument-Paket, das mit Cubase mitgeliefert wird. Unter einem Synthesizer versteht man etwas, das künstlich Töne erzeugen kann. Die können völlig »synthetisch«, aber auch natürlich klingen.
Ursprünglich war das ein Gerät, deshalb wird das auch Hardware-Synthesizer genannt.
Heutzutage, wo die Prozessoren der Computer immer leistungsfähiger geworden sind, kann das auch eine Software erledigen, die auf Ihrem Computer läuft. Und so etwas heißt dann virtueller Synthesizer oder Software-Synthesizer. Viele sprechen auch von Workstation, weil ein solches Gerät so vielseitig ist.
Suchen wir uns jetzt einen Sound bzw. ein Instrument aus. Stehen Sie auf Geige? Oder Trompete? Oder wie wäre es mit einem elektrischen Klavier?
4. Wählen Sie oben aus der Liste eine Instrument-Gruppe, dann klicken Sie auf KEYBOARD. Und anschließend unten auf das Bildfeld ALL.
5. Suchen Sie sich in der Liste darunter ein konkretes Instrument aus – z.B. eins der beiden ELECTRIC PIANOS. Dazu doppelklicken Sie auf einen Eintrag.
Und der Eintrag erscheint auch an anderer Stelle.
6. Nun können Sie mit der Maus auf der unteren Tastatur spielen (einfach auf eine Taste klicken) und mithören, ob Ihnen der Sound gefällt.
Da der virtuelle Synthesizer Hunderte von Klängen anbietet (die man auch noch mit den Reglern über der Tastatur modifizieren kann), wären Sie nun längere Zeit beschäftigt – wenn Sie alles, was geht, durchprobieren wollen, könnten es auch Tage werden. Für jetzt aber reicht es, sich auf die Schnelle irgendeinen Sound auszusuchen.
7. Schließen Sie das HALION-Fenster durch Klick auf das X oben rechts.
Und die Spuren-Liste hat ein neues erstes Mitglied – wenn auch erst mal nur eine leere Spur.
8. Um der Spur einen sinnvollen Namen zu geben, doppelklicken Sie auf den Eintrag HALION.SONIC 01. Dann tippen Sie den Namen des von Ihnen gewählten Instruments ein, z.B.E-PIANO.
Sie könnten jetzt mit dem Komponieren beginnen – falls Sie eine Melodie im Kopf haben. Doch wie kriegen Sie die Töne in Cubase?
Ich gehe erst einmal von der Situation aus, dass (noch) kein externes Keyboard-Instrument vorhanden ist. Auch dann lassen sich in Cubase Töne erzeugen. Schauen wir uns mal eine der Möglichkeiten an.
1. Suchen Sie oben in der Werkzeugleiste nach dem Stift-Symbol und klicken Sie darauf.
Nun können Sie im Bereich hinter der aktuellen Spur, der Projekt-Zone, etwas einzeichnen.
2. Klicken Sie links (unter »1«) in den Bereich auf der Höhe der aktuellen Spur, halten Sie die Maustaste gedrückt und ziehen Sie die Maus nach rechts, dann lassen die die Maustaste wieder los.
3. Anschließend klicken Sie in der Werkzeugleiste wieder auf den Mauszeiger.
Sie sehen einen breiten Balken, der in meinem Fall insgesamt sechs Takte umfasst. Man erkennt das an der darüberliegenden Skala.
Ein Musikstück ist in kleine Zeitabschnitte aufgeteilt, Takte genannt. Hier haben wir es mit einer Folge von sechs Takten zu tun, aus denen das Musikstück besteht.
Jeder Takt ist in der Regel noch mal aufgeteilt: Ein 4/4-Takt zum Beispiel besteht aus 4 Zähleinheiten, wie man auch sagt. Zählen Sie einfach mal von 1 bis 4, das ist dann ein Takt. Beim nächsten beginnt man mit der Zählung dann wieder bei 1 usw.
Auch sehr häufig ist der 3/4-Takt. Prinzipiell kann es jede Art von Takt geben, doch das, was bei diesem Bruch im Nenner steht, muss immer ein Vielfaches von 2 sein. Einen 2/3-Takt zum Beispiel gibt es also nicht.
Natürlich ist der von uns erzeugte Bereich noch leer. Dort hinein kommt nun das, was wir später als Musik hören können. Doch wie füllen wir diesen Bereich?
4. Doppelklicken Sie auf den Spurabschnitt bzw. Balken.
Und schon tut sich darunter ein neues Fenster auf – oder eine neue Zone, wenn Sie so wollen. Unterhalb der Projekt-Zone erscheint der sogenannte Key-Editor.
Wenn Sie auf die Klaviertasten links klicken, bekommen Sie was zu hören. Aber Sie haben damit noch keine Töne für Ihr Musikstück.
Auch hier taucht oben eine Werkzeugleiste auf, aus der wir ebenfalls den Stift auswählen.
5. Klicken Sie oben auf den Stift.
Und wenn Sie nun irgendwohin in die Editor-Fläche unter der Werkzeugleiste und rechts von den Klaviertasten klicken, entsteht dort ein Ton bzw. eine Note.
6. Klicken Sie also in einen Bereich und ziehen Sie die Maus bei gedrückter Taste nach rechts. Es entsteht ein kleiner Balken. Das wiederholen Sie noch einige Male.
Falls Sie sich mal vertan haben, können Sie jeden Schritt wieder rückgängig machen.
Suchen Sie links oben in der Werkzeugleiste unter dem Fenstertitel zwei Symbole mit »Rundpfeilen«, klicken Sie dann auf den linken. Das Ganze geht auch mit der Tastenkombination Strg+Z.
Anschließend haben Sie eine Tonfolge. Wenn Sie einfach irgendwohin geklickt haben, kann das dann z.B. so aussehen:
In meinem Fall sind es die einzelnen Töne eines Akkords, hintereinander gespielt.
Bei einem Akkord erklingen mehrere Töne gleichzeitig. Spielt man diese Töne direkt hintereinander, so spricht man von einem Arpeggio.
Nun sollten Sie Ihr Erstlingswerk aber endlich einmal speichern.
1. Klicken Sie dazu im Hauptmenü auf DATEI und SPEICHERN UNTER (weil es das erste Mal ist, geht hier auch SPEICHERN).
2. Im Dialogfeld geben Sie nun einen Namen für Ihr Projekt ein.
Ich war so bescheiden und habe erst mal PROJEKT1 als Namen gewählt.
3. Klicken Sie abschließend auf SPEICHERN.
Zerbrechen Sie sich bitte nicht den Kopf, um sich jetzt schon eine besonders wohlklingende Melodie auszudenken. Beginnen Sie mit dem Anfang eines einfachen Musikstücks, das Sie kennen. Oder einer Akkordfolge. Oder Sie erzeugen einfach irgendwelche Töne, egal wie schräg sie nachher beim Anhören klingen.
Schauen wir uns die entstandenen Balken einmal genauer an.
Wie Sie sehen, lassen sich drei Werte eindeutig einstellen:
Die Höhe eines Tons hängt davon ab, wo Sie den Balken positionieren: Schieben Sie ihn nach oben, wird der Ton höher, nach unten geschoben wird er tiefer.
Dass die Tonlänge durch die Länge des Balkens bestimmt wird, dürfte klar sein.
Die Lautstärke der Töne wird durch die Höhe der kleinen senkrechten Linien am unteren Rand des Editors bestimmt. Man spricht hier auch von Anschlagstärke – bezogen auf die Klaviertastatur.
Und es gibt noch einen vierten Wert:
Die waagerechte Lage des Balkens bzw. seine Position bestimmt, wo der Ton beginnt. Schieben Sie den Balken nach links, erklingt der Ton früher, durch Schub nach rechts beginnt er später.
Mit Strg+ und Strg+ können Sie die Position eines Balkens nach links oder rechts verschieben. Und wenn Sie die Tonhöhe ändern wollen, dann schubsen Sie den Balken mit oder einen Halbton höher oder tiefer.
Genannt werden diese Balken übrigens Keys, weshalb der Editor, in dem wir uns gerade befinden, auch Key-Editor heißt. Daneben gibt es noch einen weiteren Editor für Töne. Der ist besonders interessant für diejenigen, die Noten lesen können.
Ganz unten beim Eintrag EDITOR kann man ein kleines Menü öffnen.
Und mit Klick auf NOTEN-EDITOR schaltet man um, danach sieht das Ganze so aus:
Sie sehen die Noten, die wir soeben »komponiert« haben. Auch hier lassen sich diese verschieben – was z.B. sinnvoll sein kann, wenn man sich mal verspielt hat.
Die Takte sind klar zu erkennen. Die vielen »Mini-Balken«, die Sie da außerdem sehen, sind Pausenzeichen, was heißt, dass es in diesen Takten stumm ist, weil die Musik pausiert.
Mehr will ich jetzt dazu nicht sagen. Wir werden für unsere Werke vorwiegend den Key-Editor einsetzen. In Kapitel 13 erfahren Sie aber mehr über Noten und den Noten-Editor.
Mit Klick auf EDITOR und KEY-EDITOR kehren Sie zurück zur alten Ansicht.
Nun möchten Sie sicher endlich hören, wie unsere erste kleine Melodie klingt. Womit wir auf die Transportleiste zu sprechen kommen. Genauer: auf den mittleren Teil davon.
Im Mittelfeld sind ein paar Schaltflächen oder Buttons, die u.a. dazu dienen, dass die Musik gestartet oder gestoppt wird. Aktuell aktiviert ist der STOP-Button (mit dem Quadrat als Symbol).
1. Klicken Sie jetzt mal auf den START-Button rechts daneben (mit dem Dreieck als Symbol).
Und schon kriegen Sie was zu hören; klingt schön oder hässlich – je nachdem, wie Sie die Balken (Keys) gesetzt und welchen Geschmack Sie haben.
Sie können auch einfach die Leertaste einsetzen. Drücken Sie einmal, wird das Abspielen des Musikstücks gestartet, drücken Sie noch mal, wird es wieder gestoppt.
Ich finde die Möglichkeiten, die die Transportbuttons derzeit bieten, etwas mickrig. Mit einem Klicken und Ziehen an den 3 kleinen senkrechten Pünktchen rechts können Sie diesen Bereich erweitern.
So lässt sich per Mausklick auch an den Anfang und das Ende eines Musikstücks springen oder man spult die Musik vor oder zurück.
Wenn Sie genau hinschauen, sehen Sie, dass sich da in der Projekt-Zone was mitbewegt. Das ist der Positionszeiger, der anzeigt, an welcher Stelle sich die Musik bei der Wiedergabe gerade befindet.
Einen kleinen Teil der Transportleiste kennen Sie jetzt, doch da gibt es noch einiges mehr, was Sie im Laufe des Buchs nach und nach auch kennenlernen sollen.
Nun sollten wir eine Pause einlegen. Speichern Sie Ihr Projekt noch mal (geht auch mit Strg+S), dann können Sie Cubase über DATEI und BEENDEN (oder Strg+Q) verlassen.
Sie wissen jetzt, wie man ein Musikprojekt erzeugt, eine Instrument-Spur anlegt und wie man diese mit Tönen befüllt. Und Sie wissen, wie man sich das Ganze anhören kann.
Füllen Sie auch die restlichen Takte noch mit ein paar Tönen, experimentieren Sie auch damit, indem Sie Balken (Keys) verschieben.
Und wenn Sie wollen, spendieren Sie Ihrem ersten Projekt eine zweite Spur – mit einem anderen Instrument.
