Darmstädter Beiträge zur neuen Musik -  - E-Book

Darmstädter Beiträge zur neuen Musik E-Book

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Beschreibung

Vermutlich jeder, der sich intensiver mit zeitgenössischer Musik beschäftigt, hat mehr als einmal die Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik konsultiert. Die seit 1958 erscheinenden Bände trugen ohne Frage auch dazu bei, dass sich die Darmstädter Ferienkurse als maßgebliches Theorie- und Diskurs­forum etablieren konnten. Der 22. Band versammelt Vorträge, Texte und Diskussionen der 46. Ferienkurse des Jahres 2012. Einblicke in die eigene Arbeit bzw. das aktuelle Komponieren geben u. a. Stefan Prins, Michael Maierhof, Hannes Seidl und Hans Thomalla.

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Seitenzahl: 206

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik | Band 22

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Bestellnummer SDP 109

ISBN 978-3-7957-8656-4

© 2015 Schott Music GmbH & Co. KG, Mainz

Alle Rechte vorbehalten

Als Printausgabe erschienen unter der Bestellnummer NZ 5034

© 2014 Schott Music GmbH & Co. KG, Mainz

www.schott-music.com

www.schott-buch.de

Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlags. Hinweis zu § 52a UrhG: Weder das Werk noch seine Teile dürfen ohne eine solche Einwilligung kopiert und in ein Netzwerk gestellt werden. Das gilt auch für Intranets von Schulen oder sonstigen Bildungseinrichtungen.

Darmstädter Beiträge

zur Neuen Musik | Band 22

Herausgegeben von

Michael Rebhahn und Thomas Schäfer

Inhalt

Vorwort

Joanna Bailie: Squeezing out the music from real sound

Adam Harper: Composition, Change and Musical Objects in Infinite Music

Claus-Steffen Mahnkopf: Überblick über meine Vokalmusik

Michael Maierhof: «Musik der Klangkomplexe»

Ulrich Mosch: «Rückblick nach vorn» – Musikalische Form heute

Germán Toro Perez: Musik als Kunst des Ereignisses

Stefan Prins: Composing today / Luft von diesem Planeten

Michael Rebhahn: Hiermit trete ich aus der Neuen Musik aus

Hannes Seidl: Sozialgeräusch

Hans Thomalla: Traces of Meaning

Nikolaus Heyduck: David Tudors Weg zur Elektronik. Ein Überblick

Konstellationen 2012: How to perform John Cage? Stefan Fricke und Michael Rebhahn im Gespräch mit Klaus Reichert

AutorInnen

Vorwort

«Was Form in der Musik ist, steht nicht fest, und ein Versuch, Regeln zu formulieren, würde nichts als Hohn provozieren» – Die Zustandsbeschreibung, die Carl Dahlhaus im 1966 erschienenen zehnten Band der Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik gibt, hat an Aktualität nichts verloren. Beinahe fünfzig Jahre danach führt das Thema «Form», zumal in Bezug auf Relevanz und Nutzen normativer Zugriffe, erneut auf unerschlossenes Terrain. So widmet sich auch ein Teil des vorliegenden Bandes der Darmstädter Beiträge aus verschiedenen Perspektiven dieser Fragestellung. Ulrich Mosch dokumentiert – ausgehend von den Ergebnissen des ästhetischen Kolloquiums bei den Darmstädter Ferienkursen 2012, das demselben Thema gewidmet war – gegenwärtiges musikalisches Formdenken anhand der Analyse eines Werks des dänischen Komponisten Hans Abrahamsen. Germán Toro Pérez hinterfragt die Rolle der zeitgenössischen Musik im wissenschaftstheoretischen Diskurs und erörtert die Potenziale künstlerischer Forschung nicht zuletzt mit Blick auf alternative Definitionen musikalischer Formgestaltung.

Einblicke in die eigene Arbeit geben Joanna Bailie, Michael Maierhof, Claus-Steffen Mahnkopf und Hannes Seidl. Bailie diskutiert die Verwendung von Fieldrecordings im kompositorischen Kontext, Maierhof wiede rum exploriert die Gestaltung einer Musik, die der Tonhöhe als ordnende Kategorie eine Absage erteilt, während Mahnkopf am Beispiel verschiedener Werke seine Zugänge zu den Phänomenen «Stimme», «Gesang» und «Text» beschreibt. Die Anwendung eines systemtheoretischen Begriffs auf musikalisch-visuelle Konzeptionen reklamiert schließlich Hannes Seidl: Er spricht sich für die Kontingenz als künstlerisches Gestaltungsprinzip aus.

Aus musikästhetischer bzw. musiksoziologischer Perspektive nähern sich Adam Harper, Stefan Prins, Michael Rebhahn und Hans Thomalla. Prins zeichnet die Auswirkungen alltäglicher Technologien auf die kompositorische Praxis nach, und Rebhahn fragt nach dem Missverhältnis zwischen konservatorischem Musikbetrieb und künstlerischer Innovation. Harper skizziert in seinem Text einen Zukunftsentwurf musikalischer Produktion und Rezeption: Musik als andauernder Prozess der Erneuerung. Gegenwärtige musiktheatralische Konzeptionen erörtert Hans Thomalla, wobei sein Augenmerk vor allem der Antinomie zwischen musikalischer Eigenständigkeit und Funktionalisierung gilt.

Komplettiert wird Band 22 der Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik durch zwei Texte, die einen Programmschwerpunkt der Ferienkurse des Jahres 2012 widerspiegeln: Des 100. Geburtstags von John Cage wurde in zahlreichen Veranstaltungen gedacht. Im Gespräch aus der Reihe «Konstellationen» erinnert sich der Anglist Klaus Reichert an seine persönlichen Begegnungen mit dem Komponisten. Dem herausragenden Cage-Interpreten David Tudor widmet sich schließlich Nikolaus Heyduck, indem er den wenig erforschten Weg des Pianisten zum Komponisten und Performer elektronischer Musik nachzeichnet.

Die Herausgeber danken allen Autorinnen und Autoren für die Überlassung ihrer Texte zu diesem Band, der rechtzeitig vor den 47. Internationalen Ferienkursen für Neue Musik Darmstadt erscheinen kann. Unser Dank gilt weiter Schott Music für die zuverlässige und angenehme Zusammenarbeit. Wie notwendig der Diskurs über aktuelle Fragestellungen heutiger Musikproduktion und -rezeption ist, steht außer Frage. Die bisher erschienenen Bände der Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik haben hierzu ihren Teil beigesteuert – und wir hoffen, dass auch diese Ausgabe zur produktiven Verständigung anregen kann.

Michael Rebhahn und Thomas Schäfer

Darmstadt, im März 2014

Squeezing out the music from real sound

Joanna Bailie

Introduction

While the use of field recordings in electro-acoustic music and sound art has become fairly commonplace in recent years, within the world of notated instrumental music (with or without electronics) it is still confined to a fairly small (though growing) group of artists. One might think primarily of the work of the Austrian composer Peter Ablinger and his project of creating a sort of photorealism by transcribing recordings of the environment and of the speaking voice for instruments. Certainly his installation for midi-controlled player-piano QUADRATUREN IIIh Deus Cantando (God, Singing) from 2009 comes as close as anything one could think of to reproducing the sound of the real world through traditional musical means. Of course Deus Cantando does not sound exactly like a child speaking and it is in this ‘not exactly’ that the interest lies – it is the strange gap where our relationship to the function of the sound is in a kind of flux and the idea that we might find music in the not-intentionally musical could emerge.

Over the course of this article, I’m going to look at what originally attracted me to this particular area of music, and voice some questions I have concerning the aesthetics of using ‘real sound’ in a compositional context. I’ll then focus in on a particular technique I’ve been using over the past years, namely the audio-freezing of field recordings, mentioning some of my works that use this technique and how they might relate to time manipulation of real material in other media.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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