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Wer möchte nicht sein Gewinnvolumen verhundertfachen? Bei dem neuen Anlageprodukt (CFDs) Contracts For Differences können Anleger mit einem Vielfachen ihres Eigenkapitals handeln, und auf diesem Weg sehr beachtliche Gewinne erzielen. Diese Anlageform hat Potential und könnte eine neue Ära des Tradings einläuten, denn sie sind viel einfacher zu handeln als Optionsscheine und Turbos. CFDs können sowohl auf nationalen, als auch auf internationalen Märkten gehandelt werden und bieten eine fast unbegrenzte Anzahl an Basiswerten. Hiermit können Trader nicht nur auf steigende Kurse setzen, sondern genauso an fallenden Märkten Geld verdienen. Doch bei vielen Anlegern herrscht immer noch Skepsis und Unwissenheit über diese innovative Geldanlageform auf dem deutschen Markt. Hier setzt das Buch von Carsten Pferdkämper an. Der Autor gibt dem Leser einen detaillierten Überblick über alle Spielregeln im Umgang mit CFDs und unterstreicht durch die klare Abgrenzung der Contracts for Difference von Futures und Optionen die einfache Handhabung und die Attraktivität dieses Finanzprodukts für den privaten Anleger. Außerdem erklärt Pferdekämper die richtige Benutzung von Trading-Software, die verschiedenen Ordertypen und gibt Auskunft darüber, wie ein vernünftiges Money- und Risikomanagement auszusehen hat.
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Seitenzahl: 88
Veröffentlichungsjahr: 2013
Carsten Pferdekämper
Das 1x1 der CFDs
Carsten Pferdekämper
Trading in Theorie und Praxis
FBV
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen
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2. Auflage 2013
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Gesamtbearbeitung: Stephanie Villiger
Lektorat: Dr. Renate Oettinger
Druck: Books on Demand GmbH, Norderstedt
ISBN Print 978-3-89879-764-1
ISBN E-Book (PDF) 978-3-86248-389-1
ISBN E-Book (EPUB, Mobi) 978-3-86248-823-0
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Vorwort
Einleitung
Was sind CFDs?
Vor- und Nachteile von CFDs
Gründe, warum CFDs für Sie interessant sind
Der Handel mit CFDs – ein Überblick
Der Handel mit CFDs in der Theorie
CFD-Handel – Fehleranalyse
Der Handel mit CFDs in der Praxis
Was Sie noch wissen sollten
Schlusswort
Lexikon
Danksagung
Bevor ich Sie in die aufregende Welt der CFDs einführe und Sie auf dem Weg durch sie begleite, möchte ich mich Ihnen, lieber Leser, vorstellen. Seit mehr als elf Jahren handle ich an der Börse. Meine ersten Schritte machte ich als privater Eigenhändler im Aktienhandel, danach betätigte ich mich mehrere Jahre als Vermögensverwalter. Am 15.April 1999 eröffnete ich gemeinsam mit meiner Lebensgefährtin, als einer der ersten Anbieter Europas, ein Daytrading-Center in Düsseldorf. Anfangs vermieteten wir Handelsplätze in unserem Daytrading-Center. Zuweilen besuchten uns täglich mehr als 30 Kunden, um die professionell ausgestatteten Börsenhandelsplätze zu nutzen.
Seither pflege ich jeden Tag telefonische und persönliche Kontakte zu Vermögensverwaltern, Profihändlern sowie zu Privatpersonen, die Gewinne an der Börse erzielen möchten. Aufgrund der rasanten technischen Weiterentwicklungen im Software- und Internetkommunikationsbereich war die Geschäftsidee eines Daytrading-Centers allerdings schnell überholt.
Die Zahl der potenziellen Kunden ist, aufgrund der „langen Wege“ bis zum Tradingplatz im Daytrading-Center, stark eingeschränkt. Kaum jemand ist heute noch daran interessiert, täglich lange Pendelwege in Kauf zu nehmen – zumal heute in beinahe jedem Haushalt ein PC mit Internetanschluss steht.
Zurzeit vermiete ich keine Trading-Plätze, nehme jedoch sehr viele Anfragen in Bezug auf Schulungen, Seminare, Softwarepräsentationen oder auch Trader-Treffen entgegen und führe solche Veranstaltungen durch. Die Nachfrage nach Weiterbildung ist enorm.
Selbst bei Messen, Börsenveranstaltungen und Kundenpräsentationen habe ich stets ein „Ohr am Markt“. Seit dem Winter 2001/2002 biete ich meinen Kunden den Handel mit CFDs über verschiedene Broker (Online-Broker) an. Seitdem befasse ich mich intensiv mit diesem revolutionären Trading-Vehikel und habe mir dabei einen großen Erfahrungsschatz aufgebaut. Durch die zahlreichen Kundengespräche war ich in der glücklichen Lage, mir das nötige fachliche Wissen aufzubauen, mir wurden praxisnahe Einblicke in die Börsenpsychologie gewährt, und ich lernte, komplexe und schwierige Sachverhalte leicht und verständlich zu erklären. So entschloss ich mich im Herbst 2005, die Quintessenz meiner Erfahrungen in dieses Buch zu packen.
Ich erinnere mich noch, als sei es gestern gewesen: Vor gut elf Jahren war ich als Vermögensverwalter zu Gast bei einem sehr gut betuchten, gebildeten, älteren Herrn in Süddeutschland. Es ging um ein Investment in großer Höhe. In dieser für den Geschäftsabschluss entscheidenden Besprechung wollte ich durch den Gebrauch englischer Fachausdrücke glänzen.
Mitten in meinen Ausführungen fragte mich der Kunde plötzlich: „Herr Pferdekämper, sind Sie eigentlich Deutscher?“ Ich wunderte mich über diese Frage, aber bevor ich diese bejahen konnte, sagte er: „Wenn ja, dann sprechen Sie doch bitte Deutsch mit mir.“ Ich überlegte kurz und begriff schnell, was er mir damit sagen wollte. Wir verstanden uns fortan bestens, und ich konnte das Geschäft erfolgreich abschließen.
Auf der Heimfahrt ließ ich mir den vergangenen Nachmittag noch einmal durch den Kopf gehen und beschloss, in Zukunft mit meinen Kunden auf eine leicht verständliche Art und Weise zu kommunizieren.
Was will ich Ihnen damit sagen? Nun, wenn Sie in diesem Buch ein Fachbuch mit unendlichen Zahlenkolonnen, hochtrabenden mathematischen Formeln oder langatmigen, unverständlichen Erläuterungen von Handelsregeln sehen, dann muss ich Sie enttäuschen. Ich möchte, dass Sie Spaß am Lesen dieses Buches haben. Die Beispiele, die ich Ihnen erläutere, beziehen sich auf Situationen, die jeder von uns schon erlebt hat oder noch erleben wird. Ich bemühe mich, allgemeinverständliche Vokabeln zu nutzen. Natürlich gibt es aber auch börsengebräuchliche Standardbegriffe, die man nicht immer einwandfrei ins Deutsche übersetzen kann. Ich werde mich in diesem Fall jedoch bemühen, die Begriffe leicht verständlich und trotzdem korrekt zu erklären.
Diese Beispiele werden in einer lockeren Art und Weise geschildert, so, als säßen wir uns in einem Gespräch gegenüber. So werden Sie sich viel wohler fühlen, und ich kann die Inhalte leicht und effektiv vermitteln.
Die Börse ist lebendig, immer in Bewegung, facettenreich und spannend. So wie die Börse, so ist dieses Buch verfasst.
Carsten Pferdekämperam schneereichen Samstag, den 26.11.2005
Das Internet mit vielen Millionen miteinander vernetzten Computersystemen schuf für alle Anwender fantastische neue Möglichkeiten der internationalen Kommunikation und des Datenaustausches. Diese Möglichkeiten wurden vor einigen Jahren auch für Börsengeschäfte entdeckt und ersetzten immer mehr den alteingesessenen Parketthandel, der dem Privatkunden die eigenen Handelsmöglichkeiten weitestgehend verweigerte, verteuerte und deutlich erschwerte.
Durch die Geburtsstunde des Online-Brokering konnten fortan auch Privatinvestoren direkt und schnell ihre Aufträge an der Börse platzieren. Sicher, die ersten Schritte waren recht mühsam, aber die Online-Broker arbeiteten eifrig an der Verbesserung der Börsenzugänge, der Order-Abwicklungsgeschwindigkeit sowie ihres Produktangebotes. Die Vorteile für den Anleger liegen auf der Hand: Mit computerunterstützten Systemen benötigten die Broker zur Gewährleistung einer schnellen und stabilen Auftragsabwicklung viel weniger Mitarbeiter. Das senkte die Lohn- und Lohnnebenkosten.
Dadurch konnten die Handelsgebühren drastisch gesenkt werden, was auch die breite Masse der Privatanleger in den Bann der Börse zog. Unter dem Motto „Auf mein sauer verdientes Geld passe ich selbst am besten auf“ entschlossen sich viele Anleger, ein Online-Depot einzurichten und damit ihr eigener Börsenhändler oder Vermögensverwalter zu werden.
Zu Anfang dieser Entwicklung waren die Kosten für Echtzeitdaten, Nachrichten- und Chartsysteme exorbitant hoch. Allerdings sind diese Werkzeuge sehr wichtig und – Professionalität vorausgesetzt – unerlässlich. Das war die Geburtsstunde der Daytrading-Center, die wie Pilze aus dem Boden schossen. Hier konnten angehende Börsenhändler einen professionell eingerichteten Arbeitsplatz mieten. Da die komplette Infrastruktur von den Betreibern der Daytrading-Center bereitgestellt wurde, waren die Kosten überschaubar, und es bot sich den Privatanlegern die Möglichkeit auszutesten, ob man mit diesen neuartigen Möglichkeiten langfristig an der Börse erfolgreich sein konnte. Börsenlektüre, meist Übersetzungen aus dem englischsprachigen Raum, überfluteten den Markt, und entsprechende Seminare bereiteten immer mehr Trader auf das harte Geschäft vor, an der Börse Geld verdienen zu wollen. Es wurden Börsenforen im Internet eröffnet, und auch hier fand ein reger Wissens- und Informationsaustausch statt.
Mit dem Ende des Internet-Hype und nach dem Platzen dieser aufgebauschten, künstlichen Blase Anfang 2000 mussten viele Anleger erkennen, dass die Börse keine Einbahnstraße ist und auch verbrannte „Erde“ hinterlassen kann. Das Gros der Anleger zog sich enttäuscht zurück, andere wiederum bewiesen Mut und Ehrgeiz und kämpften auch nach diversen Niederlagen weiter.
Viele enttäuschte, „abgebrannte“ Anleger stellten sich im Zuge des Crashs die Frage, welche Möglichkeiten es denn gibt, um auch von fallenden Börsenkursen zu profitieren. Die Antwort war schnell gefunden: Die einzige Möglichkeit, auch bei fallenden Börsenkursen zu verdienen, ist die des Shortens, auf Deutsch: des Leerverkaufens.
Dem erfahrenen Börsianer standen Termingeschäfte offen. Aufgrund des geringen erforderlichen Kapitaleinsatzes beim Handel mit Optionsscheinen erfreuten sich diese einer immer größer werdenden Beliebtheit. Und auch mit Turbos (auch Waves oder Knockouts genannt) konnte man mit rückläufigen Kursnotierungen Profite erwirtschaften. Doch wie bereits eingangs erwähnt, ist auch an der Börse der Fortschritt nicht aufzuhalten. Um das Interesse der Kleinanleger immer wieder aufs Neue zu wecken, werden attraktive und innovative Produkte entwickelt und dem Privatkunden zugänglich gemacht. So ergeben sich stets neue Möglichkeiten, an der Börse Geld zu verdienen.
Ende 2001 wurde den Börsianern ein neues Produkt angeboten: die Contracts for Difference – kurz CFDs.
Als einer der ersten Anbieter in Deutschland konnte ich meinen Kunden den Handel von CFDs offerieren, die sich seitdem bestens mit diesem Produkt in den Finanzmärkten behaupten.
Bevor ich in den folgenden Kapiteln auf die Möglichkeiten, Funktionsweisen und die Unterschiede der CFDs zu anderen gebräuchlichen Finanzinstrumenten eingehe, möchte ich Ihnen eine wichtige Erkenntnis aus meiner Erfahrung mit auf den Weg geben – sozusagen ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern.
Entgegen der weitläufig verbreiteten Meinung vieler Hobby-Börsianer ist Trading alles andere als ein Kinderspiel, geschweige denn für jedermann geeignet.
Bitte prüfen Sie vor Ihren ersten Börsenengagements ganz genau Ihre Vermögensverhältnisse und beantworten Sie sich ganz ehrlich die Frage, ob Sie überhaupt für Investitionen an der Börse bereit sind und ob Sie Ihr Investment im schlechtesten Fall auch vollständig verlieren könnten. Wenn Sie es sich nicht erlauben können, unter Umständen mehrere tausend Euro in dieses Geschäft zu investieren und dieses Geld möglicherweise komplett zu verlieren, dann lesen Sie bitte nicht weiter. Ein Handeln an der Börse ist für Sie nicht das Richtige.
Wenn Sie aber Mut, Willen und Unternehmergeist mit sich bringen, sind Sie auf dem besten Weg, ein erfolgreicher Händler zu werden. Die besten Order-, Analyse- und Informationssysteme, der tollste Dumpingpreis-Broker sowie der teuerste und schnellste Profirechner nutzen Ihnen überhaupt nichts, wenn Sie undiszipliniert handeln und Ihre eigenen Regeln nicht einhalten.
Wie bei allen Tätigkeiten des Lebens sollten Sie auch den Börsenhandel mit einer Ausbildung beginnen und sich darüber im Klaren sein, dass der Weg zum Börsenhändler auch von Misserfolgen begleitet sein wird. Erfolg wird aus harter Arbeit geboren, er wird Ihnen nicht in den Schoß fallen. Zwar gehört auch ein wenig Glück zum Börsenerfolg dazu, aber auch Glück will hart erarbeitet sein. Kämpfen Sie für Ihren persönlichen Erfolg und denken Sie auch nach Niederlagen stets daran, dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist.
Wenn Sie dieses Buch intensiv gelesen haben, werden Sie wissen, welche Möglichkeiten Ihnen der Handel mit CFDs bietet. Ob Sie beim Handel langfristig Erfolge haben, werden Sie aber erst feststellen, wenn Sie die Höhen und Tiefen des Handelns selbst durchlebt haben.
Auch CFDs sind kein Garant für hohe Erträge, aber sie bieten dem ambitionierten Börsianer neue Möglichkeiten, die bislang nur den Profis vorbehalten waren.
