Das (bald) zurückgewonnene Paradies - Thoreau Henry David - E-Book

Das (bald) zurückgewonnene Paradies E-Book

Thoreau Henry David

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Beschreibung

"Das (bald) zurückgewonnene Paradies" ist Henry David Thoreaus Auseindersetzung mit John Adolphus Etzlers Schrift "The paradise within the reach of all men". John Adolphus Etzler gehört zu den Frühsozialisten. Er träumte von einer Welt, in welcher es keine Not mehr gibt. In Etzlers Paradies wird die Energie nur aus Sonnen-, Wind- und Wasserkraft gewonnen. Die Menschen leben in wunderschönen Glaspalästen, niemand wird mehr diskriminiert, jeder hat genug zu essen, niemand muss mehr arbeiten - außer eine Kurbel drehen. ------ Ist dies möglich? Ist dies wirklich das Paradies - oder finden wir es wo anders? ------ "Vertrauen ist in der Tat die ganze Reform, die nötig ist; sie ist selbst eine Reform. Zweifelsohne sind wir ebenso langsam darin, uns das Paradies als den Himmel vorzustellen, [wie darin] uns eine vollkommen natürliche oder eine vollkommene geistige Welt vorzustellen. Wir sehen, wie vergangene Zeitalter vertrödelt und geirrt haben. 'Ist unsere Generation vielleicht frei von Irrationalität und Irrtum? Haben wir vielleicht jetzt den Gipfel der menschlichen Weisheit erreicht und brauchen nicht mehr nach geistiger oder körperlicher Verbesserung Ausschau zu halten?'"? (Henry David Thoreau)

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Seitenzahl: 119

Veröffentlichungsjahr: 2021

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Zur Veröffentlichung

Das (bald) zurückgewonnene Paradies

[Einleitung]

[Das Paradies]

[Die Reformierung der Erde]

[Einmischen ohne zu schaden]

[Beispiele für grobe Einmischungen in die Natur].

[Die Zukunft im Umgang mit der Natur]

[Die Kraft des Windes]

[Die Kraft des Wassers]

[Die Bebauung der Meere]

[Die Energie der Sonne]

[Die dauerhafte Nutzbarmachung der Kräfte]

[Das Wasserspeicherkraftwerk]

[Der Wärmespeicher]

[Die Veränderung der Landschaft durch Maschinen]

[Neue Fortbewegungsmittel]

[Science-Fiction à la Thoreau]

[Wohnsiedlungen und gläserne Wolkenkratzer]

[Der Kristallpalast]

[Die Umgebung des Kristallpalastes]

[Arbeit, die noch getan werden muss]

[Kosten und Vertrauen]

[Luftschlösser]

[Die Kraft der Liebe]

Etzlers Verfassung

Etzler und Thoreau

Etzler

Frühsozialisten, Thoreau und Emerson

Literaturangaben

Weitere Veröffentlichungen

Sammelbände

Die Essays als Einzelausgaben:

In Vorbereitung

VORWORT

(Christina Schieferdecker)

"Wir gestehen, dass wir aus der Lektüre dieses Buches mit erweiterten Ideen und größeren Vorstellungen von unseren Pflichten in dieser Welt hervorgegangen sind. Es hat uns ein wenig erweitert. Es ist es wert, beachtet zu werden, wenn auch nur, weil es große Fragen aufwirft." (Henry David Thoreau)

Paradise (to be) regained ist mehr als eine Buchbesprechung, es ist Henry David Thoreaus Auseinandersetzung mit John Adolphus Etzlers technischen und sozialistischen Zukunftsideen. Diese Ideen waren zur Zeit Thoreaus sehr populär und beschäftigten viele Menschen in seinem Bekanntenkreis. Doch sind sie durchführbar? Könnte so unsere Zukunft aussehen? Finden wir durch sie das wahre Glück?

Etzler träumt von einer Welt, in welcher die nötige Energie nur durch Wasser, Wind und Sonne erzeugt wird. Er beschreibt, wie dies gehen könnte und wie man Energie auf natürliche Weise speichern kann - und wir entdecken, wie viele von Etzlers Ideen wir dabei sind umzusetzen.

Sowohl Etzlers Werk als auch Thoreaus Gedanken erstaunen: Wir finden darin viele Vorstellungen, die heute verwirklicht wurden - und Träume, die wir heute noch träumen, wie die Besiedelung des Weltraums, geäußert von Henry David Thoreau.

Etzler möchte ein Welt, in welcher der Energiebedarf der Menschen allein durch Wasser-, Wind- und Sonnenenergie gedeckt wird. Eine Vision, die wir auch heute noch haben - und somit ist dieses Werk und Thoreaus Auseinandersetzung mit ihm so aktuell wie nie zuvor. Es fasziniert, dass jemand vor fast 200 Jahren ein Buch schrieb über eine Energieerzeugung, zu der wir auch heute noch hin wollen. Die Ideen von sauberer Energie sind älter, als ich vermutete.

Der Transzendentalist Thoreau zeigt sich beeindruckt von Etzlers Werk und gesteht, dass es ihn beeinflusst hat. Und das ist nachvollziehbar: Man kann sich noch so sehr dagegen wehren, die Ideen als altmodisch oder nicht-durchführbar abtun, sie bleiben einem im Kopf.

Doch während Etzler daran glaubt, dass man die Umwelt verändern muss, um eine bessere Gesellschaft zu errichten, ist Henry David Thoreau davon überzeugt, dass man das wahre Glück nur in sich selbst finden kann.

"Ein guter Mensch braucht sich nicht die Mühe zu machen, um einer Aussicht willen einen Hügel zu ebnen, oder um eines Paradieses willen Früchte und Blumen zu züchten und schwimmende Inseln zu errichten. Er genießt bessere Aussichten, als hinter jedem Hügel liegen. [...]

Die Liebe ist der Wind, die Flut, die Wellen, der Sonnenschein. Ihre Kraft ist unermesslich; [...] sie kann den Erdball bewegen, ohne einen Ruheplatz zu haben; [...] sie kann ein Paradies im Innern schaffen, das auf ein Paradies im Äußeren verzichtet. [...] Sollen wir dann nicht unseren Teil zu diesem Unternehmen beitragen?"

Die Wege zum Innern und zur Liebe suchen wir meist noch heute, doch Etzlers Ideen haben wir zum größten Teil bereits verwirklicht: Wir haben Wolkenkratzer aus Glas, Wasserspeicherkraftwerke, riesige Passagierschiffe, LKWs, Aufzüge, Windkraftwerke und vieles mehr, was Etzler in seinem Werk beschreibt. Wir sind der Welt Etzlers näher, als der Henry David Thoreaus. Doch wollen wir dahin?

Ich glaube, wir haben zu viel Etzler und zu wenig Thoreau. Wir glauben nicht mehr wirklich an die Macht der Liebe, oder dass wir die wahren Schätze oder das wahre Glück in uns finden. Wenn ich mich umschaue, so sehe ich eine Welt der Depression - oder bin ich zu pessimistisch?

"Das bringt doch nichts!"

"Man kann eh nichts ändern!"

Das höre ich häufig, wenn ich Menschen versuche zu aktivieren und aufzumuntern, sich für ihre Interessen einzusetzen.

Etzler hat geträumt - und alle seine Maschinen funktionierten nicht. Sein Paradies war eine einzige Katastrophe, als man es ausprobieren wollte. Doch die meisten seiner technischen Träume sind Wirklichkeit geworden.

Man kann etwas verändern, sagt dieses Buch. Doch um wirklich etwas zu ändern, müssen wir an uns glauben und Vertrauen haben. Wir leben dieses Leben zum ersten Mal, wir können nicht auf Erfahrungen zurückgreifen - doch haben wir uns.

Christina Schieferdecker

ZUR VERÖFFENTLICHUNG

(Christina Schieferdecker)

"Das Paradies (wird) zurückgewonnen" ist ein Essay, der zum ersten Mal im November 1843 in der United States Magazine and Democratic Review veröffentlicht wurde. Die Buchveröffentlichung erfolgte nach dem Tode Henry David Thoreaus 1866 in A Yankee in Canada with Anti-Slavery and Reform Papers (Thoreau u. a. 1866) mit kleineren Überarbeitungen. Der vorliegende Text entstammt letzterer Veröffentlichung.

DAS (BALD) ZURÜCKGEWONNENE PARADIES

[Originaltitel: Paradise (To Be) Regained1]

(Autor: Henry David Thoreau, Übersetzung und Fußnoten: Christina Schieferdecker)

"Ein gerechteres Paradies wird nun gegründet

Für Adam und seine auserwählten Söhne,

welche du, Ein Retter,

herabgekommen bist,

um sie wieder einzusetzen;

Wo sie sicher wohnen werden,

wenn die Zeit gekommen ist,

Vor Verführern und Versuchungen, ohne Furcht."

John Milton, Das Zurückgewonnene Paradies

(Paradise Regained)2

[Einleitung]

[1] Wir erfahren, dass Herr Etzler3 ein gebürtiger Deutscher ist und sein Buch4 ursprünglich vor zehn oder zwölf Jahren in Pennsylvania veröffentlicht hat; und nun wird eine zweite englische Ausgabe, ausgehend von der ursprünglichen amerikanischen, von seinen Lesern jenseits des Wassers verlangt, was, wie wir vermuten, auf die kürzliche Verbreitung von Fouriers Lehren5 zurückzuführen ist. Es ist

eines der Zeichen der Zeit. Wir gestehen, dass wir aus der Lektüre dieses Buches mit erweiterten Ideen und größeren Vorstellungen von unseren Pflichten in dieser Welt hervorgegangen sind. Es hat uns ein wenig erweitert. Es ist es wert, beachtet zu werden, wenn auch nur, weil es große Fragen aufwirft. Bedenken Sie, was Herr Etzler vorschlägt:

Abbildung 1: "The paradise within the reach of all men" von 1836

[Das Paradies]

[2] "Mitmenschen! Ich verspreche, [euch] die Mittel zur Schaffung eines Paradieses innerhalb von zehn Jahren zu zeigen, in welchem jeder Mensch alles, was für das menschliche Leben wünschenswert ist, im Überfluss, ohne Arbeit und ohne Bezahlung, haben kann; wo das ganze Gesicht der Natur in den schönsten Formen verändert werden wird, und der Mensch in den prächtigsten Palästen leben kann, in allen erdenklichen Raffinessen des Luxus, und in den herrlichsten Gärten; wo er ohne Arbeit in einem Jahr mehr vollbringen kann, als bisher in Tausenden von Jahren getan werden konnte; [der Mensch] kann Berge ebnen, Täler absenken, Seen schaffen, Seen und Sümpfe trockenlegen und das Land überall mit schönen Kanälen und Straßen durchschneiden, um schwere Lasten von vielen tausend Tonnen zu transportieren und um tausend Meilen in vierundzwanzig Stunden zu reisen; [der Mensch] kann den Ozean mit schwimmenden Inseln bedecken, die sich mit ungeheurer Kraft und Schnelligkeit in jede gewünschte Richtung bewegen lassen, in vollkommener Sicherheit und mit allem Komfort und Luxus, mit Gärten und Palästen, mit Tausenden von Familien und versorgt mit Rinnsalen von süßem Wasser; [der Mensch] kann das Innere des Erdballs6 erforschen und in zwei Wochen von Pol zu Pol reisen; sich mit bisher unbekannten Mitteln ausstatten, um sein Wissen über die Welt und damit seine Intelligenz zu vergrößern; ein Leben in ständigem Glück und mit bisher unbekannten Genüssen führen; sich von fast allen Übeln befreien, die die Menschheit heimsuchen, außer dem Tod, und sogar den Tod [kann der Mensch] weit über die übliche Zeit des menschlichen Lebens hinausschieben und ihn schließlich weniger quälend machen. Die Menschheit kann so in einer neuen Welt leben und sich an ihr erfreuen, die der gegenwärtigen weit überlegen ist, und [kann] sich in der Skala des Seins weit nach oben erheben."

[Die Reformierung der Erde]

[3] Daraus und aus verschiedenen anderen Anzeichen ergibt sich, dass es sowohl in der Mechanik als auch in der Ethik einen Transzendentalismus7 gibt. Während das ganze Feld des einen Reformers jenseits der Grenzen des Raumes liegt, treibt der andere seine Pläne zur Hebung der [menschlichen] Rasse bis an ihre äußersten Grenzen. Während der eine die [göttlichen] Himmel8 erforscht, fegt der andere über die Erde. Der eine sagt, er werde sich selbst reformieren, und dann werden [auch] die Natur und die Umstände [sich ändern und] in Ordnung sein9. Wir sollten uns nicht selbst behindern, denn das ist die größte Reibung. Es ist von geringer Bedeutung, wenn eine Wolke die Sicht des Astronomen versperrt, verglichen mit seiner eigenen Blindheit. Der andere wird die Natur und die Umstände reformieren, und dann wird [auch] der Mensch [sich ändern und] in Ordnung sein. Sprich nicht mehr vage, sagt er, von der Reformierung der Welt - ich werde den Erdball selbst reformieren. Was macht es aus, ob ich diesen Körpersaft10 aus meinem Fleisch entferne, oder diese pestilente Körperflüssigkeit aus dem fleischigen Teil des Erdballs? Nein, ist nicht das Letztere der großzügigere Weg? Gegenwärtig bewegt sich der Erdball mit einer zerrütteten Verfassung in seiner Umlaufbahn. Hat sie [, die Erde,] nicht Asthma und Schüttelfrost und Fieber und Wassersucht und Blähungen und Rippenfellentzündung und ist sie nicht mit Ungeziefer behaftet? Hat sie nicht ihre gesundheitsfördernden Gesetze, die dem entgegenwirken, und ihre Lebenskraft, die sie noch retten wird? Zweifellos würden die einfachen Kräfte der Natur, wenn sie vom Menschen richtig gelenkt würden, sie [, die Erde,] gesund und zu einem Paradies machen; so wie die Gesetze der eigenen Beschaffenheit des Menschen nur darauf warten, befolgt zu werden, um ihn [, den Menschen,] gesund und glücklich zu machen. Unsere Allheilmittel heilen nur wenige Erkrankungen, unsere allgemeinen Krankenhäuser sind privat und exklusiv11. Wir müssen einen anderen Hygeianer12 aufstellen, als er jetzt verehrt wird. Verordnen die Quacksalber nicht sogar kleine Dosen für Kinder, größere für Erwachsene, und noch größere für Ochsen und Pferde? Lasst uns daran denken, dass wir [auch eine Medizin] für die Erde selbst verschreiben sollen.

[4] Diese schöne Heimstatt ist uns zugefallen, und wie wenig haben wir getan, um sie zu verbessern, wie wenig haben wir gerodet und mit Hecken und Gräben versehen! Wir sind zu sehr geneigt, in ein "besseres Land"13 zu gehen, ohne einen Finger zu rühren, so wie es unsere Farmer zu den Böden von Ohio zieht14; aber wäre es nicht heldenhafter und treuer, den Boden der Welt in Neuengland zu bestellen15 und zu bewirtschaften16? Die noch jugendlichen Energien des Erdballs müssen nur in den richtigen Kanal gelenkt werden. Jede Zeitung bringt Berichte über die unbelehrbaren17 Launen des Windes, - Schiffsbrüche und Orkane, die der Seemann und der Pflanzer als besondere oder allgemeine Vorsehung annehmen;18 aber sie berühren unser Gewissen, sie erinnern uns an unsere Sünden. Eine weitere Sintflut würde die Menschheit entehren19. Wir gestehen, dass wir nie viel Respekt vor dieser vorsintflutlichen Rasse hatten. Ein reinrassiger Geschäftsmann kann sich nicht mit ganzem Herzen in das Geschäft des Lebens stürzen, ohne vorher in seine Bücher zu schauen. Wie viele Dinge stehen jetzt auf wackligen Beinen! Wer weiß, aus welcher Richtung der Wind morgen wehen wird? Wir wollen uns nicht der Natur beugen. Wir werden die Wolken ordnen und die Stürme bändigen; wir werden gefährliche Ausdünstungen [der Erde] in Flaschen abfüllen; wir werden nach Erdbeben forschen, sie ausrotten und für das gefährliche Gas eine Entlüftung anlegen20; wir werden den Vulkan ausweiden und sein Gift herausziehen, seinen Samen herausnehmen. Wir werden das Wasser waschen und das Feuer erwärmen und das Eis kühlen und die Erde abstützen. Wir werden den Vögeln das Fliegen beibringen, den Fischen das Schwimmen und den Wiederkäuern das Wiederkäuen. Es ist Zeit, dass wir uns mit diesen Dingen beschäftigen.

[5] Und es wird auch die Aufgabe des Moralisten sein zu fragen, was der Mensch tun könnte, um das System zu verbessern und zu verschönern; damit die Sterne heller leuchten, die Sonne heiterer und fröhlicher, [und auch] der Mond ruhiger und zufriedener ist. Könnte er nicht die Farben der Blumen und die Melodie der Vögel verstärken? Erfüllt er [, der Mensch,] seine Pflicht gegenüber den minderwertigen Rassen?21 Sollte er nicht ein Gott für sie sein? Was ist die Rolle der Großmut gegenüber dem Wal und dem Biber? Sollten wir uns nicht fürchten, mit ihnen für einen Tag den Platz zu tauschen, damit sie uns nicht durch ihr Verhalten beschämen? Könnten wir nicht mit Großmut den Hai und den Tiger behandeln, [könnten wir] nicht hinabsteigen, um ihnen auf ihrer eigenen Ebene zu begegnen, mit

Speeren aus Haifischzähnen und Bucklern22 aus Tigerhaut? Wir reden schlecht23 über die Hyäne24; [doch] der Mensch ist das grimmigste und grausamste Tier. Ah! er hat wenig Vertrauen; sogar die auf Abwege geratenen Kometen und Meteore würden ihm danken und seine Freundlichkeit auf ihre Art und Weise erwidern.

[Einmischen ohne zu schaden]

[6] Wie gemein und grob gehen wir mit der Natur um! Könnten wir nicht eine weniger grobe25 Arbeit haben? Was sonst noch legen diese ausgezeichneten

Erfindungen nahe, - Magnetismus26, Daguerreotypie27, Elektrizität28? Können wir nicht mehr tun, als den Wald zu fällen und zu stutzen - können wir ihn nicht in seiner inneren Ökonomie unterstützen, bei der Zirkulation des Lebenssaftes? Jetzt arbeiten wir oberflächlich und gewalttätig. Wir ahnen nicht, wie viel getan werden könnte, um unser Verhältnis zur belebten Natur sogar zu verbessern; welche Freundlichkeit und verfeinerte Liebenswürdigkeit29 es [im Verhältnis zur Natur] geben könnte.

[7] Es gibt gewisse Beschäftigungen, die, gänzlich unpoetisch und unwahrhaftig, eine edlere und bessere Beziehung zur Natur nahelegen, als wir sie kennen30. Das Halten von Bienen zum Beispiel ist ein sehr leichter Eingriff. Es ist wie das Lenken der Sonnenstrahlen. Alle Völker, von der entferntesten Antike an, haben so mit der Natur hantiert. Es gibt Hymettos31 und Hybla32, und wie viele bienenbekannte Orte daneben? Es ist nichts Grobes im Konzept33 dieser kleinen Herden, - [oder] in ihrem Summen [, es ist] wie das schwächste Muhen der Kühe in den Wiesen. Ein freundlicher Rezensent hat uns kürzlich daran erinnert, dass sie [die Bienen] an manchen Orten auf die Weide geführt werden, wo die Blumen am reichlichsten sind. "Columella34 erzählt uns", sagt er,