Das bin ich!? - Andrea Landschof - E-Book

Das bin ich!? E-Book

Andrea Landschof

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Beschreibung

Was bedeutet ein gelungenes Leben für dich? Dieses Buch richtet sich an Menschen, die in ihrem beruflichen oder privaten Leben spüren, dass sie feststecken, und ihre Situation verändern wollen. Viele von uns tragen unbewusst den „Ahnenrucksack“ mit sich – gefüllt mit Erwartungen, Prägungen und Glaubenssätzen, die uns wie ein unsichtbares Skript steuern. Andrea Landschof vertieft in dieser überarbeiteten und erweiterten Auflage die Frage, wie nachhaltige Veränderung möglich wird. Mit praxisnahen Übungen und Erkenntnissen aus der Transaktionsanalyse lädt sie ein, Lebensgeschichten kritisch zu hinterfragen, den Blick auf verborgene Möglichkeiten zu richten und konkrete Visionen für eine erfüllte Zukunft zu entwickeln. Für alle, die Veränderungen wagen wollen: Ganz gleich, ob du dich beruflich neu orientieren möchtest oder in deinem persönlichen Leben einen Neustart suchst – dieses Buch bietet dir konkrete Impulse und begleitet dich auf deinem individuellen Entwicklungsweg. Ideal auch für Berater:innen, Coaches und Trainer:innen, die Menschen in Veränderungsprozessen professionell unterstützen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 339

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Andrea LandschofDas bin ich!?Verborgene Talente entdecken und Veränderungen gestalten

Über dieses Buch

Was bedeutet ein gelungenes Leben für dich?

Dieses Buch richtet sich an Menschen, die in ihrem beruflichen oder privaten Leben spüren, dass sie feststecken, und ihre Situation verändern wollen. Viele von uns tragen unbewusst den „Ahnenrucksack“ mit sich – gefüllt mit Erwartungen, Prägungen und Glaubenssätzen, die uns wie ein unsichtbares Skript steuern.

Andrea Landschof vertieft in dieser überarbeiteten und erweiterten Auflage die Frage, wie nachhaltige Veränderung möglich wird. Mit praxisnahen Übungen und Erkenntnissen aus der Transaktionsanalyse lädt sie ein, Lebensgeschichten kritisch zu hinterfragen, den Blick auf verborgene Möglichkeiten zu richten und konkrete Visionen für eine erfüllte Zukunft zu entwickeln. Für alle, die Veränderungen wagen wollen: Ganz gleich, ob du dich beruflich neu orientieren möchtest oder in deinem persönlichen Leben einen Neustart suchst – dieses Buch bietet dir konkrete Impulse und begleitet dich auf deinem individuellen Entwicklungsweg. Ideal auch für Berater:innen, Coaches und Trainer:innen, die Menschen in Veränderungsprozessen professionell unterstützen.

Andrea Landschof ist Diplom-Pädagogin, lehrende Transaktionsanalytikerin (TSTA) sowie Lehrsupervisorin und Lehrcoach. Sie biete im eigenen Institut Weiterbildungen rund um die Transaktionsanalyse an und begleitet seit über 25 Jahren Menschen beim beruflichen Neustart.http://www.true-talents-akademie.comhttps://www.beraterwerk-hamburg.de

Copyright: © Junfermann Verlag, Paderborn 2024

Coverfoto: © Goodboy Picture Company (https://www.istockphoto.com)

Covergestaltung / Reihenentwurf: Junfermann Druck & Service GmbH & Co. KG, Paderborn

Satz, Layout & Digitalisierung: Junfermann Druck & Service GmbH & Co. KG, Paderborn

Alle Rechte vorbehalten.

Wir behalten uns eine Benutzung des Werkes für Text und Data Mining i.S.v. § 44b UrhG vor.

Erscheinungsjahr dieser E-Book-Ausgabe: 2024

ISBN der Printausgabe: 978-3-7495-0611-8

ISBN dieses E-Books: 978-3-7495-0612-5 (EPUB), 978-3-7495-0613-2 (PDF).

Für meine Schwester Alice

Download-Material

Zu diesem Buch biete ich dir kostenloses Download-Material an. Es umfasst die im Folgenden aufgeführten Inhalte. Während der Lektüre weist dich dieses Icon auf die Online-Materialien hin:

Das Downloadmaterial erhältst du auf https://www.beraterwerk-hamburg.de/courses/buchdownloads/bzw. über folgenden QR-Code:

Übersicht über die Online-Materialien

Selbstanalysebogen zur Talententwicklung

Mein Energieprofil

Mein O.k.-Profil

Mein Zuwendungsprofil

Mein Zeitprofil

Mein Antreiber-Profil

Mein Spielprofil

Meditation 1: Inneres Licht entfachen

Meditation 2: Zeitreise

Meditation 3: Zurück in die Zukunft

Geleitwort von Veit Lindau

Es ist mir eine große Ehre, das Vorwort zu diesem wertvollen Buch zu schreiben. Warum? Aus zwei Gründen. Erstens, weil ich Andrea Landschof als reifen, integren Menschen und Expertin auf ihrem Gebiet sehr schätze. She walks her talk!

Zweitens, weil die Welt inmitten einer tiefen Transformation steckt, in der immer mehr Menschen nach Orientierung, innerer Souveränität und lebendigen Beziehungen suchen. Es geht darum, im Chaos nicht nur zu überleben, sondern wieder in Kontakt mit unseren inneren Ressourcen zu kommen. Genau hier liegt die Kraft dieses Buchs. Andrea Landschof lädt uns in Das bin ich!? Verborgene Talente entdecken und Veränderungen gestalten auf eine Reise zu uns selbst ein. Eine Reise, die viele von uns nur zu gern vermeiden, weil sie nicht immer bequem ist. Doch hier liegt der Schlüssel. In Zeiten, in denen die äußere Welt uns so oft den Boden unter den Füßen wegzuziehen scheint, ist es umso wichtiger, dass wir uns auf unsere inneren Potenziale, auf unsere Talente und auf unsere ureigenen Fähigkeiten besinnen. Andrea schafft es, uns anschaulich und vor allem praktisch zu zeigen, wie genau wir das tun können.

In meiner eigenen Arbeit habe ich oft Menschen erlebt, die sich zutiefst nach einem erfüllteren, authentischeren Leben sehnen, aber den Zugang zu ihren wahren Talenten verloren haben. Sie verharren in den Routinen des Alltags und den Loops der alten, überholten inneren Mustern, die ihnen längst nicht mehr dienen. Genau diese Menschen brauchen Bücher wie das vorliegende, die ihnen helfen, sich selbst klar und tiefgründig zu verstehen und selbstverantwortlich nachhaltige Veränderung einzuleiten.

Das bin ich!? ist kein Buch, das uns die Illusion verkauft, Veränderungen seien leicht. Ganz im Gegenteil. Andrea beleuchtet die Hindernisse, die uns auf diesem Weg begegnen: unsere Ängste, unsere Blockaden, die unbewussten Selbstsabotage-Mechanismen. Doch sie zeigt auch, wie wir diese überwinden können. Besonders gefällt mir, wie Andrea die Themen Talente, Selbstreflexion und Veränderung miteinander verwebt. Sie ermutigt uns, unsere Talente nicht länger zu verstecken, sondern sie ins Licht zu holen und zu leben. Denn genau das ist der Weg zu einem wirklich freien und kraftvollen Leben.

Ich bin nicht in Transaktionsanalyse ausgebildet, doch ich achte diese Landkarte unserer inneren und äußeren Dynamiken sehr für ihre Praxistauglichkeit. Ich bin immer sehr dankbar, wenn die Expert:innen eines solch wertvollen Ansatzes diesen eben nicht nur im Elfenbeinturm ihrer Szene diskutieren oder ihren Klient:innen oder Seminarteilnehmer:innen zur Verfügung stellen, sondern auf eine profunde und zugleich von jedem umsetzbare Weise in Buchform „unter das Volk bringen“. Vielen Dank, liebe Andrea für diesen Dienst in dieser so heißen Zeit des Wandels!

Die klare Struktur des Buchs, die fundierten Übungen und die vielen praktischen Tipps machen das Buch zu einem echten Arbeitsbuch für die Seele. Es ist kein oberflächlicher Ratgeber, der kurzzeitig motiviert, um dann wieder in der Ecke zu verstauben. Es ist eine Einladung, sich tief mit sich selbst auseinanderzusetzen und die Veränderungen in Angriff zu nehmen, die wirklich zählen. Was mir besonders gefällt, ist der würdevolle und ganzheitliche Ansatz. Es geht eben nicht nur darum, Ziele zu erreichen oder beruflich voranzukommen. Es geht darum, in eine tiefe Übereinstimmung mit unserem inneren Wesen zu kommen. Und ja, das braucht Mut. Doch Andrea zeigt uns Schritt für Schritt, wie wir diesen Mut entwickeln können. Das Buch hilft uns, die wichtigste Ressource in unserem Leben zu erkennen: uns selbst. Andrea versteht es, zu berühren, ohne dabei in Klischees oder spirituelle Plattitüden zu verfallen. Ihre Erkenntnisse sind tief, aber gleichzeitig so klar und zugänglich, dass wir sie direkt anwenden können. Sie fordert uns auf, Verantwortung zu übernehmen – für uns selbst, für unsere Talente, für unsere Beziehungen. Und genau darin liegt die Magie dieses Buchs. Es ist ein Weckruf. Ein Weckruf an uns, unser Leben nicht länger passiv zu verwalten, sondern es aktiv zu gestalten. Ein Weckruf, Talente nicht länger zu vergraben, sondern sie mutig in die Welt zu bringen. Und ein Weckruf, alte, hinderliche Muster zu durchbrechen, um Platz für das Neue zu schaffen.

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch vielen Menschen helfen wird, genau das zu tun. Es ist ein wertvoller Begleiter auf der Reise zu uns selbst – und auf dem Weg in ein erfüllteres, lebendigeres Leben.

Mit tiefem Respekt und großer Freude,Veit Lindau

Deutscher Buchautor und Coach in den Bereichen Selbsterkenntnis, Berufung, Beziehung und Meditation

Vorwort zur 2. Auflage

Es ist nie zu spät für ein glückliches Leben!

Liebe Leserinnen und Leser,

die Entscheidung, ob wir einen Neuanfang wagen sollen oder nicht, ist eine der schwierigsten, denen wir im Leben gegenüberstehen. Sicherlich kennst du das Gefühl, wenn etwas Wichtiges zu Ende geht und du vor der Aufgabe stehst, Altes loszulassen, um Neues zu entdecken. Du hast Momente erlebt, in denen du den sicheren Hafen verlassen musstest, sei es beruflich oder persönlich.

Ich erinnere mich an eine Zeit vor zwölf Jahren, als ich mein eigenes Unternehmen gründete und vor großen Herausforderungen stand. Alles schien zu Beginn schiefzulaufen, und ich fragte mich, ob es überhaupt noch Sinn machte, mein Vorhaben weiter zu verfolgen. Doch trotz der Unsicherheit und des Zweifelns lernte ich zum wiederholten Male, dass neue Wege uns die Möglichkeit geben, den „Puls des Lebens“ wieder zu spüren. Jeder Neuanfang birgt eine gewisse Magie, eine Chance, sich selbst neu zu erschaffen und neue Realitäten und Talente in sich zu entdecken.

Seit Erscheinen der ersten Auflage meines Buches (2018) habe ich eine erstaunliche Reise erlebt. Ich habe viele Leser:innen erreicht und inspiriert, es folgten zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften und ich durfte unzählige Menschen bei ihrer beruflichen Neuausrichtung begleiten. Ich habe viel über die Themen Talente und Veränderung dazugelernt und ein tieferes Verständnis dafür entwickelt, was Menschen daran hindert, ihre Träume zu verwirklichen. Ich kam in Kontakt mit Demut und innerer Weisheit, erfuhr die Kräfte der universellen Gesetze und wie wir uns ihnen und dem Leben hingeben können.

Diese überarbeitete zweite Auflage meines Buches soll dich noch gezielter dabei unterstützen, das „Beste in dir“ zu entdecken, die Angst vor Veränderung zu überwinden und Stabilität in diesen unruhigen Zeiten zu finden. Neue Impulse und Anregungen, die sich in der Praxis bewährt haben, zeigen dir, wie Veränderung gelingen kann. Gerade die Umsetzung nachhaltiger Veränderungen erfordert ein systematisches Vorgehen. Wie du kontinuierlich an der Zielerreichung arbeiten kannst, motiviert und „bei Kräften“ bleibst, darum geht es im umfangreich ergänzten Kapitel 10. Auf vielfachen Wunsch meiner Seminarteilnehmer:innen habe ich diesen Aspekt der Veränderungsarbeit noch einmal besonders intensiv unter die Lupe genommen.

Betrachte dieses Buch als Begleiter auf deiner persönlichen Reise hin zu deinen Talenten. Möge es dir Mut machen! Mark Twain drückte es so schön aus: „In 20 Jahren wirst du die Dinge, die du nicht getan hast, mehr bedauern als deine Taten. Also, mach die Leinen los, verlasse den sicheren Hafen. Fang den Wind in deinen Segeln, erforsche, träume, entdecke.“

Herzlichst

Einleitung

Gehörst du auch zu den Menschen, die ihren persönlichen und / oder beruflichen Weg aus den Augen verloren haben? Hast du das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken? Vielleicht bist du unzufrieden und drehst dich im Kreis. Du weißt nicht, ob du gehen oder bleiben sollst und ob die Entscheidung, zu der du tendierst, tatsächlich die richtige ist. Du hast dich verändert und dein aktueller Job passt vielleicht nicht mehr zu dir. Du weißt jedoch nicht, was dich stattdessen erfüllt und dir wirklich Freude bereitet. Du empfindest Leidensdruck aufgrund der aktuellen Situation und hast dennoch Angst vor einer Veränderung? Du fragst dich, wie du Klarheit in dein inneres Chaos bringen kannst? – Dann begebe dich mithilfe dieses Buches auf eine ganz persönliche Zeitreise und lasse dich überraschen, was in dir steckt!

Seit über drei Jahrzehnten beschäftige ich mich mit persönlicher und beruflicher Neuorientierung und Entwicklung. In meiner Arbeit begegnen mir viele Menschen, die im beruflichen und privaten Hamsterrad feststecken und wieder Vertrauen in ihre eigene Selbstwirksamkeit gewinnen möchten; die sich fragen: „Wer bin ich eigentlich?“ und „Wohin möchte ich mich verändern?“ Sie sind verwirrt, unsicher und wünschen sich, all ihre Potenziale und Talente im Leben richtig ausschöpfen zu können. Der anhaltende Trend des „Quit Quitting“ oder der inneren Kündigung lässt Menschen oft über lange Zeit in ihrem Leiden verharren, ohne eine Veränderung herbeizuführen. Es schmerzt mich zutiefst, zu sehen, wie immer mehr Menschen den Kontakt zu ihrem wahren Wesen und ihrer Seelenaufgabe verlieren. Ich möchte dir gerne einen Wegweiser anbieten, der dir dabei hilft, vom Verwalter zum Gestalter deines Lebens zu werden.

Warum tun sich Menschen so schwer damit, ihre Talente zu leben, herauszufinden, was oder wer zu ihnen passt oder einfach stimmige Entscheidungen zu treffen? Den meisten Menschen ist gar nicht bewusst, über welche Möglichkeiten sie verfügen. Unsere frühen Prägungen haben oftmals unsere Talente untergraben. Diese Prägungen können von gesellschaftlichen Erwartungen über familiäre Einflüsse bis hin zu persönlichen Ängsten und Unsicherheiten reichen. Talente wurden verdrängt oder abgespalten, weil sie nicht gefragt, nicht erlaubt oder nicht erwünscht waren. „Kinder mit einem Willen kriegen was auf die Brillen!“, „Ein Indianer kennt keinen Schmerz!“ oder „Sei sittsam und bescheiden, das ist die schönste Zier, dann kann dich jeder leiden, und dieses wünsch ich dir.“ Das sind möglicherweise früh übernommene Glaubenssätze, die uns noch heute beeinflussen und boykottieren können. Wir wissen nicht mehr, was wir wollen, weil wir den Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen, Gefühlen und Impulsen verloren haben. Wir zeigen keine Gefühle, weil diese uns selbst fremd geworden sind, und verhalten uns anspruchslos und angepasst. So bewegen wir uns mit angezogener Handbremse durchs Leben. Unsere in uns schlummernden Talente liegen brach. Dabei geht es im Leben doch darum, Veränderungen kraftvoll und selbstbestimmt zu gestalten, für uns stimmige Entscheidungen zu treffen und neue Pfade zu gehen, zu sich zu stehen, mit Rückschlägen konstruktiv umzugehen, mit unliebsamen Gewohnheiten zu brechen und gesetzte Ziele zu verfolgen. Es muss also etwas anders werden, damit sich die Unzufriedenheit in Zufriedenheit und innere Ruhe verwandelt.

Talent meint im Volksmund in der Regel eine besondere Begabung mit hervorstechenden Merkmalen, die nicht selten geldwerte Vorteile bringt. Es herrscht dabei heute noch der Mythos eines begnadeten Genies vor, dem alles ohne Mühen zufliegt. Wenn ich in diesem Buch von Talenten spreche, verbinde ich damit allerdings keine außerordentliche Begabung oder besondere Leistungsvoraussetzung einer Person auf einem bestimmten Gebiet. Es geht nicht um Talente, die sich mit genetischer und sozialisationsbedingter Unterstützung als überdurchschnittliche Fähigkeiten zeigen, die dann durch Übung weiter gefördert werden. So möchte ich Talente an dieser Stelle nicht verstanden wissen, sondern vielmehr als generelle Anlage und die Befähigung eines Menschen, sein Leben mit all seinen Herausforderungen zu meistern und dabei seine Fähigkeit, zu denken, zu fühlen und zu handeln, aktiv zu nutzen, um stimmige Lösungen zu kreieren.

Talent bezeichnet hier die Fähigkeit und generelle Anlage eines Menschen, sein Leben autonom und stimmig zu gestalten.

Im Zusammenhang mit Persönlichkeits- und Talententwicklung ist die Frage interessant, ob unsere Persönlichkeit eigentlich festgelegt ist – oder in welchen Bereichen und in welchem Ausmaß wir uns oder unsere Charaktereigenschaften verändern können. Damit verbunden sehe ich auch die Frage, auf welche Weise wir Menschen an unsere Talente herankommen. Können wir etwas entwickeln, das nicht da ist? Und wenn es vorhanden ist – als im Verborgenen liegende Ressource angelegt –, wie kommen wir dann an die Potenziale heran und können sie „ent-wickeln“? Neurowisschaftler:innen und Psycholog:innen gehen davon aus, dass unsere Persönlichkeit durch die Gene und die epigenetische Gen-Regulation, die vorgeburtlichen Einflüsse, unsere Bindungserfahrungen, sozio-kulturelle Faktoren und unsere individuellen Erlebnisse geformt wird (Ryba, 2018).

Ruhe dich aber bitte nicht darauf aus, dass du dieses oder jenes vererbt bekommen hast oder dass du unwiderruflich durch deine Familie geprägt wurdest. Wir sind nicht nur von außen determinierte Wesen, die von Genetik und soziokulturellen Faktoren abhängig sind. Diese Sichtweise würde uns jeglicher Freiheit berauben und uns zu Sklaven unserer Gene und Sozialisation machen. Unsere Persönlichkeit und damit auch unsere Lebensweise wären in diesem Fall durch innere (genetische) und äußere (sozialisierte) Vorgaben (vor-) bestimmt und eingeschränkt. Manche Persönlichkeitsanteile werden sicherlich immer unverändert bleiben.

Die Big Five (vgl. Kasten unten sowie Saum-Aldehoff, 2023) der Persönlichkeitsfaktoren sind ein bedeutendes Modell in der Persönlichkeitspsychologie, das die menschliche Persönlichkeit anhand fünf zentraler Dimensionen beschreibt. Eine wichtige Frage in Bezug auf die Big Five ist, wie veränderbar diese Persönlichkeitsdimensionen sind. Es gibt Hinweise darauf, dass diese Faktoren tendenziell stabil über die Zeit hinweg sind, insbesondere im Erwachsenenalter. Jedoch bedeutet Stabilität nicht Unveränderlichkeit. Bestimmte Aspekte der Persönlichkeit sind durchaus veränderbar, vor allem im Rahmen bewusster Aktivität und Übung, Selbsterkenntnis und neuer (Beziehungs-)Erfahrungen. Du wirst als leiser Mensch nicht von heute auf morgen zu einem lauten Menschen werden. Aus einem extravertierten Menschen wird kein introvertierter Mensch. Aber wir haben die Gabe, bestimmte Persönlichkeitseigenschaften flexibel und zeitlich begrenzt einzusetzen, auch wenn sie unserer Natur zunächst widersprechen. So musstest du vielleicht auch schon einmal vor einer größeren Ansammlung von Menschen eine Rede halten, obwohl du solche Auftritte nicht sonderlich magst. Auch können Menschen durch Training und Bildung ihre Gewissenhaftigkeit steigern, indem sie neue Organisationsmethoden erlernen und ihre Selbstkontrolle verbessern. Ebenso können Techniken wie Achtsamkeitstraining unsere emotionale Stabilität fördern. Die Big Five bieten somit eine nützliche Beschreibung von Persönlichkeitsmerkmalen, die sowohl stabil als auch veränderbar sind. Obwohl einige Merkmale tendenziell stärker verankert sind als andere, können individuelle Anstrengungen und äußere Einflüsse die Persönlichkeitsentwicklung und -anpassung im Laufe des Lebens unterstützen. Mir geht es jedoch nicht um solche strategisch konstruierten und zeitlich begrenzten Aktionen, die möglicherweise wider unsere Natur sind. Es geht darum, dass du dich deinen bisherigen Prägungen entgegenstellst und diese hinterfragst. Es ist möglich, über die beiden Einflussfaktoren Gene und Umwelt hinaus unsere individuellen Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster zu verändern und die darin liegenden Talente ans Tageslicht zu bringen. Wir sollten dabei nur unsere unterschiedlichen Voraussetzungen im Blick behalten.

Die Big Five

Die Ursprünge der Big Five – auch Fünf-Faktoren-Modell genannt – gehen u. a. auf die Forschung von Ernest Tupes und Raymond Christal (1961) zurück. Sie führten Studien durch, die darauf abzielten, die Struktur der Persönlichkeit anhand von sprachlichen Beschreibungen zu identifizieren. Später wurde das Modell von anderen Forschern weiter verfeinert und populär gemacht. Die fünf Hauptdimensionen der Big Five sind:

Offenheit für Erfahrungen vs. Beständigkeit: Beschreibt die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, Ideen zu erkunden und Kreativität zu zeigen.Gewissenhaftigkeit vs. Flexibilität: Umfasst Eigenschaften wie Organisation, Zuverlässigkeit, Selbstkontrolle und Zielstrebigkeit.Extraversion vs. Introversion: Beschreibt die Ausgeglichenheit, Geselligkeit, Energie und Freude an zwischenmenschlichen Interaktionen.Verträglichkeit vs. Wettbewerb: Reflektiert Empathie, Kooperationsbereitschaft, Freundlichkeit und Konfliktvermeidung.Sensibilität vs. Emotionale Stabilität: Umfasst Eigenschaften wie Ängstlichkeit, Unsicherheit, Reizbarkeit und emotionale Labilität.

Ich gehe davon aus, dass in jedem von uns von Geburt an ein unverwechselbares Wesens- und Charaktermuster angelegt ist. Wir reifen heran zu dem, was den Kern unserer Identität ausmacht, sofern uns die Gelegenheiten dazu gegeben sind und wir die Chancen nutzen, die uns das Leben bietet. Wir haben die Wahl, den Spuren unseres Wesens und unserer Talente zu folgen. Dabei muss unsere Talententwicklung nicht zu etwas Spektakulärem führen, wie etwa zu bahnbrechenden physikalischen Erkenntnissen im Ausmaß der Relativitätstheorie oder zu grandiosen Kompositionen wie die von Mozart. Talente auszuleben und sich zu etwas berufen zu fühlen, kann auch bedeuten, dass du deinen kreativen oder mathematischen Begabungen nachgehst, dass du verantwortungsvoll für deine Großmutter sorgst oder eine Familie gründest. Vielleicht entspricht es deinem Wesensmuster, eine bestimmte Lebensart zu pflegen oder einem bestimmten Hobby nachzugehen. Um seelisch und körperlich gesund zu bleiben, gilt es, dein Wesen zu respektieren und mit dir in Einklang zu bringen. Manche Prägungen drängen uns jedoch von diesem Kurs ab. Und damit geraten auch unsere Talente aus dem Fokus. Und werden zu sogenannten latenten Talenten. Unter latenten Talenten verstehe ich verdeckte, verhüllte, schlummernde, unbewusste, ungenutzte und im Verborgenen liegende Befähigungen, Anlagen und Potenziale des Denkens, Fühlens und Handelns. Um unsere Authentizität zu wahren, gilt es, unsere in uns schlummernden Talente zu entdecken, zu entwickeln und auszuschöpfen.

Latente Talente sind ungenutzte und im Verborgenen liegende Potenziale des Denkens, Fühlens und Handelns.

Die meisten Menschen tragen eine Sehnsucht in sich, ihr Leben so zu verändern, dass sie das Gefühl haben, „heil“ zu sein, wie es einmal eine Klientin ausdrückte. Dieses Buch ist ein Leitfaden und Arbeitsbuch für Menschen, die ihre eingefahrenen Sackgassen überprüfen und die ihre Blicke auf (nicht genutzte) Chancen und (nicht gelebte) Talente richten möchten; Menschen, die Lust auf Veränderung haben; die ihr Leben wieder in Passung mit ihrem Wesenskern bringen und es in Verbindung mit ihren äußeren Umständen gestalten wollen. Du wirst in diesem Buch zu einer persönlichen Zeitreise eingeladen, auf der du dein Leben im Heute reflektierst, mit Erfahrungen von gestern (besser) umgehst und Visionen für morgen entwickelst. Dabei soll die Wahrnehmung des bereits Gelungenen nicht außer Acht gelassen werden. Entdecke deine verborgenen Talente, um mit deren Hilfe kluge Entscheidungen zu treffen, deine persönlichen und beruflichen Herausforderungen zu meistern und stimmige und aktuelle Lösungen für unterschiedliche Problemlagen zu kreieren. Dazu spüre deine aktuellen Störfaktoren auf und prüfe, was für dich und deine Veränderungsprozesse jeglicher Art hilfreich sein könnte: die Komfortzone verlassen, sich von überhöhten und überholten Sehnsüchten verabschieden und deine Potenziale in deinen Erinnerungen entdecken. Komm deinem roten Faden in deinem Leben auf die Spur, der sich als Grundmuster deiner Persönlichkeit durch deine Biografie zieht und der möglicherweise nicht mehr passende und einschränkende Glaubenssätze zum Vorschein bringt. Du entlarvst deine Selbstsabotageaktionen. Das heißt, du wirfst einen Blick auf deine unbewusst und selbst entwickelten „Stolpersteine“, mit denen du dich bisher in unterschiedlichen Lebenslagen selbst boykottiert hast, zum Beispiel, indem du immer wieder an den oder die „falsche:n“ Partner:in oder in den „falschen“ Job geraten bist. Und du erhältst Impulse zur Auflösung dieser Glaubenssätze. Mithilfe dieses Buches findest du heraus, warum du in bestimmten Situationen immer gleich reagierst, obwohl du es eigentlich anders willst, und welche psychologischen Spiele du dabei immer wieder unbewusst spielst. Du entkräftest die Antreiber, die dich im Alltag stressen, und lernst, was du brauchst, um stimmige persönliche und berufliche Entscheidungen treffen zu können.

Im letzten Kapitel erfährst du, wie du sicher durch Zeiten des Umbruchs und der Veränderung kommst. Für die Übergangsphase stelle ich dir zur Unterstützung sechs konkrete Handlungsschritte mit Anleitungen und zahlreichen Übungen zur inneren und äußeren Neuentscheidung zur Verfügung, die du individuell für deinen Prozess gestalten kannst.

Du wirst in diesem Buch immer wieder Ausführungen zur Transaktionsanalyse (TA) finden. Die Modelle und die grundlegenden Konzepte der TA werden dir helfen, deine gelebten Erfahrungen zu strukturieren und deine Gefühle, dein Denken und Handeln besser zu verstehen. Durch Fallbeispiele, Erfolgsgeschichten, Tests und Übungen wirst du eingeladen, dich selbst zu entdecken und Veränderungsenergie für dein zukünftiges „Ich“ zu entwickeln.

Die TA wurde von dem US-amerikanischen Psychiater und Psychotherapeuten Eric Berne (1919–1970) auf der Basis tiefenpsychologischer und verhaltenstheoretischer Ansätze entwickelt. Die TA fördert die Wahrnehmung des eigenen Erlebens, Denkens und der Emotionen und lädt zur Realitätsüberprüfung ein: Stammt mein Fühlen, Denken und Handeln aus dem Gestern oder ist es stimmig mit mir als Person und mit meiner heutigen Lebenswelt? In einfachen Worten umschrieben, bietet die TA Erklärungen für komplexe Sachverhalte in unserem Leben. Sie schärft den Blick für das Wesentliche.

Wenn Transaktionsanalytiker:innen auf soziale Interaktionen oder einzelne Personen schauen, leitet sie die Überzeugung, dass Menschen von ihrem Wesen her in Ordnung sind und jeder die Fähigkeit hat zu denken. Transaktionsanalytiker gehen davon aus, dass es jedem Menschen möglich ist, durch das Nutzen seiner ihm innewohnenden Ressourcen autonome Entscheidungen für sich und andere zu fällen und die Verantwortung für diese Entscheidungen zu tragen. Damit verbunden, leitet sich die Lern- und Veränderungsfähigkeit eines jeden Menschen ab. Die Transaktionsanalyse hat das Ziel, Menschen darin zu unterstützen, ein selbst gestaltetes, selbst verantwortetes und autonomes Leben in Verbundenheit mit anderen Menschen und der Welt zu führen. Dazu benutzen wir unsere Fähigkeit zur Bewusstmachung der momentanen Gegebenheiten und unsere Fähigkeit, aus einer Bandbreite verschiedener energetischer Zustände auszuwählen. Diese als Spontaneität bezeichnete Fähigkeit beinhaltet eine Flexibilität, mit der wir in der Lage sind, Alternativen im Fühlen, Denken und Verhalten zu kreieren und im Hier und Jetzt zu handeln. Wir können frei auswählen und entsprechende unterschiedliche Reaktionsmuster einsetzen, ohne auf festgefahrene Erlebens- und Verhaltensmuster zurückzugreifen. Dabei sind wir bereit, uns auf einen echten emotionalen Kontakt mit anderen Menschen einzulassen. Diese Form von Intimität erlaubt es uns, Beziehungen und Begegnungen mit anderen zu gestalten, die frei von Spielen und Manipulationen sind. Wir können Nähe und Zuwendung geben und annehmen. Autonomie wird als „bezogene Autonomie“, die den Menschen in seiner Verantwortung als Teil der Welt darstellt, angesehen. Die TA bietet erstaunliche Instrumente zur Analyse und stellt ermächtigende Strategien zur Veränderung von inneren und äußeren Prozessen zur Verfügung.

Ebenso kann dieses Buch auch von Berater:innen und Coaches in ihrer Beratungspraxis eingesetzt und zum Thema persönliche und berufliche (Neu-)Orientierung und Entwicklung genutzt werden.

Je nachdem, an welchem Punkt du dich gerade befindest, kannst du das Buch chronologisch oder auch abschnittsweise lesen. Wie eingangs erwähnt, findest du alle Arbeitsblätter und Meditationen unter https://www.beraterwerk-hamburg.de/courses/buchdownloads/. Ich empfehle dir, vorab alle Unterlagen runterzuladen oder auszudrucken.

Aus Gründen der Lesefreundlichkeit verwende ich im Folgenden abwechselnd die männliche und weibliche Form und wünsche mir, dass sich alle Geschlechter angesprochen fühlen. Zum persönlichen Schutz der Klientinnen und Klienten sind alle Namen von Personen und Daten, die in diesem Buch als Anwendungsbeispiele verwendet werden, von mir geändert worden.

Bei allen Übungen in diesem Buch bist du eingeladen, in deinem eigenen Tempo zu arbeiten und entsprechend Pausen einzulegen, bevor du weiterliest. Manche Fragestellungen und Anregungen benötigen ein wenig mehr Zeit, damit das Gelesene und von dir Geschriebene „verstoffwechselt“ werden kann. Unterbrich dann einfach die Aufgaben, geh spazieren oder unterhalte dich mit einem lieben Menschen über deine Gedanken.

Geh bitte nachsichtig und milde mit dir um. Alles, was du bisher entwickelt hast, hatte seinen Sinn und Zweck und seine Berechtigung zu seiner Zeit. Ich finde, es verdient eine Würdigung, dass du dein Leben auf deine eigene Art und Weise bis hierhin und heute gestaltet hast.

Mit dieser überarbeiteten Auflage meines Buches möchte ich dir Mut machen, deine notwendigen Veränderungen kraftvoll anzugehen. Ich wünsche dir eine inspirierende Lesezeit und viel Erfolg bei der Entdeckung deiner verborgenen Talente.

Bist du bereit für den ersten Schritt zu einem gelingenden Leben?

1. Alter Trott oder neue Wege? Wie Veränderung gelingt

Denkst du gerade intensiv über deine aktuelle private und berufliche Lebenssituation nach? Hast du Lust, die Ziele, die du bisher verfolgt hast, zu überprüfen? Spürst du, dass in dir noch verdeckt liegende Potenziale schlummern, und möchtest du deinen latenten Talenten auf die Spur kommen? Dann bist du in guter Gesellschaft! Das Bedürfnis nach Sinnerfüllung in Beruf und Privatleben entspricht dem Zeitgeist. Das an sich ist völlig legitim und nachvollziehbar. Im Zeitalter des „Anything goes“ haben wir jedoch fast unendlich viele Wahlmöglichkeiten und stehen vor ganz individuellen Entscheidungen, wie wir unser privates und berufliches Leben gestalten wollen. In unserer mobilen Gesellschaft sind die unterschiedlichsten Lebens- und Arbeitsformen erlaubt. Lebensläufe sind nicht mehr vorgegeben, und entscheidende Veränderungen sind in jedem Lebensalter möglich. Identitäten können frei gewählt werden und laden Menschen zu stetigen Anpassungsleistungen ein. Was ein gelungenes Leben bedeutet, steht jedem frei, selbst zu entscheiden.

Sich in einer „Alles-ist-möglich-Gesellschaft“ zurechtzufinden, erfordert neue Kompetenzen im Umgang mit sich selbst.

In meiner Arbeit erlebe ich die Freude vieler Frauen und Männer über ihre wachsenden und unterschiedlichen Entwicklungsmöglichkeiten – und gleichzeitig ihre damit verbundene Verunsicherung. Die große Auswahl an Lebensentwürfen bietet eine bisweilen verwirrende Vielfalt. Viele scheinen erschöpft zu sein ob des stetigen Entscheidungsdrucks und des empfundenen Zwangs, dauerhaft sich selbst oder ihr Wohlgefühl zu maximieren.

Um der Dynamik um uns herum gewachsen zu sein und ihr standzuhalten, ist es hilfreich, sich mit der eigenen Identität auseinanderzusetzen und das Leben so zu gestalten, dass wir im Einklang mit uns selbst und der Umwelt leben. Trotz oder gerade wegen der aktuell rasanten Veränderungen im Außen ist es wichtig, eine innere Stabilität zu wahren. Sonst werden wir zum Spielball der äußeren Verhältnisse. In Zeiten gesellschaftlicher Turbulenzen und Krisen mag es scheinen, als ob es nicht erlaubt sei, auf sich selbst zu blicken. Doch ich möchte dem energisch widersprechen! Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig, auf sich selbst zu schauen, sich weiterzuentwickeln und die eigenen Talente zu entfalten. Denn erst wenn wir uns selbst stärken und zufrieden mit uns und unserem Leben sind, können wir auch anderen helfen und einen positiven Beitrag zu einer friedvollen Gesellschaft leisten. Das klingt zunächst recht simpel. Wie oft hast du schon gehört, dass du „einfach nur“ du selbst sein sollst und auf dich hören musst, um ein authentisches Leben führen zu können? Aber so einfach ist es für viele Menschen eben nicht, da ihnen das Entscheidende fehlt: Die Erkenntnis, wer sie sind und wer sie wirklich sein wollen. Sie kennen ihre Potenziale nicht, und auch ihre inneren Motive sind ihnen fremd. Um das subjektiv „Beste“ in uns zu entdecken, lohnt es sich, Gewohntes auf den Prüfstand zu stellen und lieb gewonnene, jedoch einschränkende Gewohnheiten abzulegen. Um Platz machen zu können für das Neue in uns. Was brauchst du, damit Veränderungen in deinem Leben gelingen und von dir gestaltet werden können? Lass uns zunächst einige grundlegende Überlegungen zu persönlicher und beruflicher Veränderung vertiefen. Diese Betrachtungen schaffen einen Rahmen und bilden die Grundlage, auf der die nachfolgenden praktischen Hinweise und Impulse zur Umsetzung aufbauen können. In meiner Arbeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass Menschen ihre Veränderungen kraftvoller gestalten, wenn sie die zugrunde liegenden Prinzipien verstehen und eine tiefere Verbindung zu diesen herstellen.

„Die einzige Möglichkeit, mit Veränderung umzugehen, besteht darin, sich selbst zu verändern,sich an ihre Anwesenheit anzupassen und sie zu umarmen.“

(Alan Watts)

1.1 Veränderung als konstante Realität

Starten wir mit einer auf den ersten Blick scheinbar banalen Erkenntnis: Die Fähigkeit zur Veränderung ist eine grundlegende Eigenschaft des menschlichen Wesens. Sie spiegelt sich in unserer Anpassungsfähigkeit, Lernbereitschaft und der Fähigkeit wider, flexibel auf verschiedene Lebensumstände zu reagieren. Alan Watts, ein britischer Philosoph und Autor, betont die natürliche Dynamik des Lebens und dass Veränderung eine konstante Realität sei. Ein bekanntes Zitat von Watts lautet sinngemäß: „Die einzige Möglichkeit, mit Veränderung umzugehen, besteht darin, sich selbst zu verändern, sich an ihre Anwesenheit anzupassen und sie zu umarmen.“ Ich stimme seinen Gedanken zu, dass es wichtig ist, sich der Natur der Veränderung hinzugeben, ohne sich dagegen zu sträuben. Stattdessen sollten wir unsere Haltung und Wahrnehmung anpassen, um in Einklang mit den natürlichen Bewegungen des Lebens zu sein.

1.1.1 Die Tendenz zum Wachstum

Die Neuroplastizität unseres menschlichen Gehirns ermöglicht uns lebenslanges Lernen und erlaubt uns auch grundlegende Veränderungen – sei es das Erlernen neuer Kompetenzen oder die Anpassung bestehender Denkmuster an unterschiedliche Herausforderungen. Die Suche nach Sinn und Glück ist ein weiterer Antrieb für Veränderungen. Die menschliche Natur strebt nach persönlichem Wachstum, Erfüllung und Glück. Eric Berne nennt es Physis, ein dem Menschen innewohnender Drang, zu wachsen und sich zu entfalten. Er geht von einer Kraft aus, „die lebendigen Wesen kontinuierlich Richtung Fortschritt schiebt“ (vgl. Müller, 2011). Insgesamt ist die Fähigkeit zur Veränderung also fest in unserer biologischen, kognitiven und sozialen Struktur verankert. Sie ermöglicht es uns, nicht nur auf äußere Veränderungen zu reagieren, sondern aktiv an der Gestaltung unseres Lebens teilzunehmen.

1.1.2 Das Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle

Menschen verspüren nicht nur eine natürliche Tendenz zum Wachstum und zur Entwicklung, sondern haben auch ein grundlegendes Bedürfnis nach Sicherheit und Kontrolle. Unsere Veranlagung ist darauf ausgerichtet, Machbarkeit, Optimierung und Kontrolle zu priorisieren. Wir etablieren Routinen, um Energie zu sparen und unsere Zeit effizient zu gestalten. Veränderungen werden oft gemieden, da sie mit Unsicherheit und Anstrengung einhergehen. Die Zurückhaltung vor Veränderungen kann durch Ängste bedingt sein: Angst vor dem Unbekannten, Angst, dass alles schlechter werden könnte, Angst vor Ablehnung oder Neid oder vor der eigenen Größe. Unser Gehirn erlaubt zwar Veränderungen, ist jedoch tendenziell darauf ausgerichtet, bereits existierende neuronale Pfade und etablierte Muster zu wiederholen. In unsicheren Zeiten zeigt sich, neurobiologisch betrachtet, Folgendes: Unser limbisches System ist aktiv, die Amygdala (das emotionale Zentrum des Gehirns) läuft auf Hochtouren und der präfrontale Kortex, der für Entscheidungen und rationale Handlungen verantwortlich ist, steht unter anhaltendem Stress. Stress wird als physische und psychische Reaktion auf eine als bedrohlich wahrgenommene Situation definiert. Dieser Mechanismus ist evolutionär tief verwurzelt. Stress tritt auf, wenn wir uns einer Aufgabe nicht gewachsen fühlen, und wir geraten in einen Zustand der (un)bewussten Angst. Der daraus resultierende „animalische Bewusstseinsprozess“1 begrenzt unsere Reaktionsmöglichkeiten. In diesen skriptsensiblen Phasen greifen wir oft auf erlerntes dysfunktionales Verhalten zurück.

In der Transaktionsanalyse bezeichnet ein Skript eine Art inneres Lebensdrehbuch, das wir unbewusst in unserer Kindheit durch frühe Erfahrungen und Botschaften, die wir erhalten haben, entwickeln. Dieses Skript besteht aus Überzeugungen, Entscheidungen und Verhaltensmustern, die beeinflussen, wie wir unser Leben gestalten und auf bestimmte Situationen reagieren. Oftmals wiederholen wir die gleichen Muster im Laufe unseres Lebens, ohne uns bewusst darüber zu sein, dass wir nach einem alten, unbewussten Drehbuch handeln.

Bei Stress analysiert das Gehirn zunächst die Situation und bewertet sie anhand unserer bisherigen Erfahrungen. Wenn ähnliche Situationen zuvor gemeistert wurden, wird die Lage als weniger belastend eingeschätzt. Die körpereigene Energie wird mobilisiert, um entweder kämpfen oder fliehen zu können, basierend auf alten biologischen Mustern. Manchmal benötigen wir diese bereitgestellte Energie jedoch gar nicht, und sie richtet sich gegen unseren eigenen Körper. Dies kann sich zum Beispiel in hohem Blutdruck, Muskelverspannungen oder Konzentrationsstörungen äußern. Die Reaktion auf Stress variiert von Mensch zu Mensch: Einige werden wütend, gereizt und aggressiv, während andere sich zurückziehen und passiv werden (Landschof & Rau, 2023). Jede Veränderung löst somit bestimmte Emotionen bei Menschen aus, die sich in ihrer Art, Intensität und Dauer unterscheiden. Die Ausprägung und der Ausdruck hängen davon ab, welche Bedeutung die jeweilige Veränderung für das eigene Leben hat und wie jemand im bisherigen Leben gelernt hat, mit Veränderungen umzugehen (siehe auch Abschnitt 4.1.2 „Skript: dein unbewusst erstellter Lebensplan“).

Veränderungen begegnen uns täglich und in unterschiedlichen Varianten und Größenordnungen. Sei es ein Umzug in eine andere Stadt, eine neue Arbeitsstelle, Verlusterfahrungen oder der Beginn einer neuen Alters- oder Lebensphase. Wenn wir akzeptieren, dass nicht alles kontrollierbar ist und dass Zeiten von Unsicherheiten auch Zeiten des Lernens sind, können wir an den Herausforderungen wachsen.

Grundsätzlich lassen sich Veränderungen unterscheiden in:

Selbstinitiierte äußere Veränderungen

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Das sind Veränderungen, die wir aus eigener Motivation heraus in Gang setzen. Sie fühlen sich oft einfacher an, weil wir sie selbst steuern können und sie idealerweise mit unseren Werten, Einstellungen, Vorlieben oder Lebensentwürfen in Einklang stehen. Ein Beispiel dafür könnte sein, regelmäßig zu joggen, um die körperliche Gesundheit zu verbessern und gleichzeitig Stress abzubauen. Die Entscheidung dafür wird von dir selbst getroffen und steht im Einklang mit deinen persönlichen Zielen und Werten. Ein weiteres Beispiel für selbstinitiierte äußere Veränderungen könnte die Entscheidung sein, eine neue Sprache zu lernen, um deine beruflichen Möglichkeiten zu erweitern und deine interkulturelle Kompetenz zu verbessern. Du könntest dich aktiv für einen Sprachkurs anmelden und regelmäßig Zeit zum Lernen einplanen.

Fremdinitiierte äußere Veränderungen:

Diese von außen initiierten Veränderungen geschehen oftmals unvorbereitet und betreffen private und berufliche Lebensumstände. Für viele beinhaltete die Coronapandemie solche Veränderungen. Menschen mussten sich plötzlich mit Lockdowns, sozialer Distanzierung und Veränderungen in Arbeitsstrukturen auseinandersetzen. Diese fremdinitiierten Veränderungen erforderten eine Anpassung an eine unvorhersehbare Realität und stellten viele vor die Herausforderung, ihr Leben neu zu gestalten. Ein weiteres Beispiel für fremdinitiierte äußere Veränderungen könnte eine plötzliche Umstrukturierung in einem Unternehmen sein, die zu Entlassungen führt. Die Entscheidungen, die getroffen werden, sind von außen initiiert und liegen außerhalb deiner Kontrolle. In solchen Situationen müsstest du dich unerwartet mit neuen beruflichen Herausforderungen auseinandersetzen.

Verlässliche äußere Veränderungen:

Diese unausweichlichen Änderungen betreffen unsere biologische und körperliche Reifung und Entwicklung vom Säugling zum Kind, zum Jugendlichen und schließlich zum Erwachsenen. Die Entwicklungsstadien mit Reifungs- und Alterungsprozessen erfolgen in natürlicher Abfolge und konfrontieren uns mit unterschiedlichen Veränderungen. Ein Beispiel für verlässliche äußere Veränderungen im Rahmen der biologischen und körperlichen Entwicklung ist die Pubertät und der damit verbundene Wachstumsschub. In dieser Phase erleben Jugendliche eine Reihe von körperlichen Veränderungen, die Teil des natürlichen Reifungsprozesses sind.

Gib dir und der Veränderung die Gelegenheit, dein Leben zu bereichern!

Ein weiteres Beispiel ist die Menopause bei Frauen, die eine biologische Veränderung darstellt und mit dem Ende der reproduktiven Phase einhergeht. Beide Beispiele verdeutlichen, wie die biologische Uhr unausweichliche Veränderungen im Lebensverlauf mit sich bringt.

 Fallgeschichte

In einem Coachingprozesses mit meinem Klienten Karsten S., einem Marketingdirektor, der eine berufliche Veränderung angehen musste, lag der Fokus für ihn auf dem Erkunden seiner Zukunftspläne. Er hatte seinen Job verloren (fremdinitiierte äußere Veränderung) und drängte in der ersten Sitzung darauf, sofort in die Arbeit mit seinen Talenten und die Jobsuche einzusteigen. Doch schon bald wurde klar, dass er sich in einer schwebenden Zeitzone befand – einem Zustand der Unsicherheit und Energielosigkeit. Anstatt uns auf die Zukunft zu stürzen, entschied ich mich, mit ihm den Abschiedsprozess von seinem aktuellen Job zu betrachten. Es wurde deutlich, dass er innerlich noch nicht bereit war, die notwendige Energie aufzubringen, um sich auf seine Talente zu fokussieren und aktiv nach neuen beruflichen Möglichkeiten zu suchen. In den folgenden Sitzungen lag unser Augenmerk darauf, das Energieloch zu überwinden. Karsten erkundete seine Gefühle des Abschieds, identifizierte ungelöste Emotionen und schuf so Raum für die Akzeptanz des Endes einer beruflichen Ära. Diese Phase des Coachings half ihm, sich von alten Belastungen zu befreien und seine mentale Energie zurückzugewinnen. Erst nachdem er sich in einem stabileren Zustand befand, konnten wir den Prozess des Job Crafting weiter angehen. Wir schauten gemeinsam auf seine Talente, Stärken und beruflichen Leidenschaften.

Dieses Beispiel verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich in einem Coachingprozess zunächst zu verorten und auf die aktuelle emotionale Verfassung der Klient:innen zu konzentrieren, bevor man in die strategische Zukunftsplanung einsteigt. Der Fokus auf die Stabilisierung des Energieniveaus ermöglichte es meinem Klienten in diesem Fall, erfolgreich die nächste Phase seiner beruflichen Reise anzugehen. Generell hilfreich für Klient:innen, die in Veränderungsprozessen feststecken, ist die Darstellung und Erläuterung der schwebenden Zeitzone.

1.1.3 Die schwebende Zeit

Viele Menschen sind erleichtert, wenn sie erkennen, dass Veränderung bedeutet, sich in einer Art Zwischenphase zu befinden – einer Zeit, in der das Alte bereits vorbei ist, aber das Neue noch nicht ganz begonnen hat, einer „schwebenden Zeit“ zwischen „nicht mehr“ und „noch nicht“. Vertrautes passt nicht mehr und das Neue ist noch nicht greifbar (vgl. Abb. 1.1). Ich bezeichne diese Zwischenphase auch gerne als eine Zeit, in der sich unsere Seele neu sortiert. In dieser schwebenden Zeit des Wandels befinden wir uns an einem Ort zwischen Vergangenheit und Zukunft. Es ist eine Phase, in der wir erkennen müssen, dass gewisse Dinge vorüber sind und wir Abschied nehmen müssen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, was wir wirklich ändern können, wo wir Einfluss nehmen können und welche Dinge wir akzeptieren müssen, wie sie sind.

Die schwebende Zeitzone ist eine Zeit, in der sich die Seele neu sortiert.

Es ist wichtig, in dieser Zeit des Umbruchs Abstand von äußeren Erwartungen, Stressoren und alten Gewohnheiten zu nehmen, um uns neu zu sortieren und unser inneres Gleichgewicht wiederzufinden. Lasse dich von dieser Phase der Neuausrichtung ermutigen. Jeder von uns hat die Fähigkeit, Veränderungen anzunehmen und aktiv an seiner Zukunft zu arbeiten. Auch wenn manche Dinge unveränderlich erscheinen mögen, haben wir immer die Freiheit, unsere Einstellungen, Gedanken und Handlungen zu beeinflussen. Nutze diesen Moment der schwebenden Zeit, um dir selbst zu begegnen.

Abbildung 1.1:

Die schwebende Zeitzone

Nicht wenige von uns verbleiben jedoch lieber in Lebenssituationen, weil sie sich an diese gewöhnt haben und weil sie schlichtweg keine Alternativen kennen. Sie ertragen lieber das „Übel“, das sie kennen. Oder aber sie wollen zu schnell einen Sprung zu ihrem in der Zukunft liegendem „Ich“ vornehmen, ohne sich vorher liebevoll von der Vergangenheit verabschiedet zu haben. Neigst du dazu, bei dem Vertrauten zu bleiben und dich vor Neuem zu drücken, weil du dich mit dem Bekannten sicher(er) fühlst? Oder gehörst du zu den Menschen, die agitieren2 und vorschnell lossprinten, ohne Vergangenes zu würdigen? Veränderung ist ein höchst individueller Prozess und es gibt keinen Einheitsweg, der für alle gleichermaßen funktioniert. Jeder Mensch navigiert in seinem eigenen Tempo und auf seine eigene Art durch Veränderungen. Letztendlich liegt der Schlüssel zum Erfolg deiner Veränderung in deiner Bereitschaft, dich auf den Prozess und die Zeit dazwischen einzulassen, die Pforten zu neuen Möglichkeiten zu öffnen und dir selbst die Erlaubnis zu geben, zu wachsen.

1.2 Der Weg von der Komfortzone zur Wachstumszone

Sicherlich hast du in deinem Leben schon selbst erfahren, das Veränderung bedeutet, sich auf Unsicherheiten, Krisen und Ängste einzulassen. Es ist nicht nur ein Schritt nach vorne, sondern auch ein Abschied von Gewissheiten, die uns Sicherheit geboten haben. Doch Loslassen bedeutet nicht, Bestehendes einfach aufzugeben. Es ist vielmehr ein Akt der Akzeptanz, der uns Halt gibt, während wir uns in neuen Gefilden bewegen. Der Überblick über die folgenden Veränderungszonen (vgl. auch Abb. 1.2) soll dir Mut für den ersten Schritt machen. Vielleicht befindest du dich aktuell inmitten eines beruflichen Wandels. Du verlässt somit deine Komfortzone und betrittst ggf. eine Zone der Angst und Unsicherheit:

Abbildung 1.2:

Von der Komfortzone zur Wachstumszone (© Grafik: Paulina Landschof)

Komfortzone:

Hier fühlst du dich sicher und deine aktuelle (berufliche) Situation ist dir vertraut. Doch dann spürst du Unzufriedenheit oder das Bedürfnis nach Veränderung. Was ist dir so vertraut, dass dir der Gedanke daran, sie loszulassen, schwerfällt? Wer hat etwas davon, wenn alles so bleibt?

Angstzone:

Der Übergang in die Veränderung kann Angst und Stress auslösen. Es ist eine Zeit der Unsicherheit, in der grundlegende Bedürfnisse wie Stabilität und Sicherheit bedroht erscheinen. Was tust du, wenn von dir verlangt wird, deine Komfortzone zu verlassen? Wie schaffst du es, den Schritt aus der Komfortzone zu verhindern? Was befürchtest du?

Lernzone:

In dieser Zone erprobst und entdeckst du neue Fähigkeiten. Du stehst vor Herausforderungen und lernst aus Fehlern. Zum Beispiel kann es bedeuten, dich in einem neuen Bereich weiterzubilden oder dich mit neuen Technologien vertraut zu machen. Was wäre dein möglicher Zugewinn, würdest du den Schritt wagen? Wie sehe ein erster kleiner Schritt aus? Was darf dir auch misslingen? Welche Alternativen könnten sich eröffnen?

Wachstumszone:

Hier findest du neuen Sinn und setzt dir Ziele für die Zukunft. Du erreichst Meilensteine und schaffst eine neue Komfortzone auf höherem Niveau. Was ist nach einem gelungenen Schritt anders in deinem Leben? Was ist möglicherweise für dich besser und warum?

„Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“

(Meister Eckhart)

Spüre, wie es dir geht und welche Antworten zu den jeweiligen Fragen entstehen. Du kannst herausfinden, welche Veränderungen dir aktuell Angst machen. Vielleicht kommst du auch in Kontakt mit deinen selbstsabotierenden Verhaltensweisen. Möglicherweise spürst du aber auch schon, was für ein Gewinn dich durch die Veränderung erwartet. Erinnere dich bitte auch daran, was dir in der Vergangenheit schon alles gelungen ist, nachdem du deine Komfortzone verlassen hast. Welche Gewohnheiten und Bequemlichkeiten hast du schon aufgegeben? Schau auch auf die kleinen Schritte, mit denen du dich aus deinem Sicherheitsgebiet herausbewegt hast. Kannst du diese Erfahrung erneut für dich nutzen?

Mögen diese Fragen zur Veränderung dich inspirieren und dir zeigen, dass in jedem Abschied auch eine neue Chance liegt.