Das kleine Dutch-Oven-Buch - Carsten Bothe - E-Book

Das kleine Dutch-Oven-Buch E-Book

Carsten Bothe

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Beschreibung

Was ist ein Dutch Oven? Wo kommt er her? Welchen Dutch Oven soll ich kaufen? Was mache ich mit einem neuen Dutch Oven? Wie pflege ich ihn? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Outdoorkoch Carsten Bothe. Er war der erste, der die "schwarzen Pötte" aus den USA importierte und hierzulande bekannt machte. Die kleine Fibel richtet sich vor allem an Einsteiger und behandelt nicht nur Einsteigerfragen und wie viele Kohlen für welches Gericht benötigt werden, sondern beinhaltet auch viele leckere Rezepte.

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Seitenzahl: 53

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HEEL Verlag GmbHGut Pottscheidt53639 KönigswinterTel.: 02223 9230-0Fax: 02223 9230-13E-Mail: [email protected]

© 2019 HEEL Verlag GmbH

Autor: Carsten BotheSatz und Gestaltung: gb-s Mediendesign, Königswinter Coverdesign: Axel Mertens, KönigswinterLektorat: Helge Wittkopp

Fotos: © Philipp Hympendahl, © Library of Congress, © Carsten Bothe, Fotolia.de: © fahrwasser, M.studio

Dieses Kochbuch wurde nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Weder der Verlag noch der Autor tragen die Verantwortung für ungewollte Reaktionen oder Beeinträchtigungen, die aus der Verarbeitung der Zutaten entstehen.

Alle Rechte, auch die des Nachdrucks, der Wiedergabe in jeder Form und der Übersetzung in andere Sprachen, behält sich der Herausgeber vor. Es ist ohne schriftliche Genehmigung des Verlages nicht erlaubt, das Buch und Teile daraus auf fotomechanischem Weg zu vervielfältigen oder unter Verwendung elektronischer bzw. mechanischer Systeme zu speichern, systematisch auszuwerten oder zu verbreiten.

– Alle Rechte vorbehalten –

– Alle Angaben ohne Gewähr –

Printed in LatviaISBN 978-3-95843-867-5

eISBN 978-3-95843-923-8

Inhalt

Vorwort

Ein bisschen Geschichte

Technik und Zubehör

Was ist ein Dutch Oven und wie funktioniert er?

Kaufberatung

Die richtige Größe

Zubehör

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Reinigen

Sicherheit

Ein paar Worte zu den Rezepten

Rezepte

Gebackener Feta

Datteln im Speckmantel

Gefüllte Jãlapenos

Chicken Wings

Hühnercurry

Wachteln mit Datteln und Schalotten

Schichtfleisch

Heubraten

Chili mit Maisbrotkruste

Pulled Pork

Brisket

Rippchen

Ochsenschwanzsuppe

Erbsensuppe

Feuriger Bohneneintopf

Mac'n' Cheese

Kartoffeln im Salzbett

Süßkartoffelpommes

Bauernbrot

Focaccia

Maisbrot

Vorwort

Liebe Leser,

wer hätte vor rund 20 Jahren, als ich die ersten Dutch Oven nach Deutschland importierte, gedacht, dass heute die schwarzen Pötte in jedem Baumarkt stehen und aus der Grill- und BBQ-Szene nicht mehr wegzudenken sind?

Als mich mein Verleger bat, meine Erfahrungen und mein Wissen mit und über die Dutch Oven in einem kleinen, praktischen Ratgeber für Anfänger zusammenzufassen, war ich sofort bereit dazu. In den letzten Jahren hat sich die Szene in einigen Sozialen Medien gefunden und dort werden Rezepte und Tipps ausgetauscht, die leider nicht immer ganz stimmig sind. Aber im Internet hat nicht derjenige Recht, der es richtig weiß, sondern der am meisten Aufmerksamkeit bekommt. So stellt ein Anfänger eine Frage, beispielsweise zum Einbrennen, und er erhält dutzende Antworten, die sich teilweise extrem widersprechen. Es bleibt dann ein User zurück, der nicht entscheiden kann, was richtig ist.

Diesen Umstand möchte ich mit dem vorliegenden Büchlein ändern. Hier steht alles drin, was Sie als Einsteiger wissen müssen, um mit dem neu erworbenen Topf sicher zum Erfolg zu kommen und schmackhafte, einfache Gerichte zuzubereiten.

Im Folgenden werden die häufigsten Anfänger-Fragen beantwortet, die gebräuchlichsten Größen und Zubehörteile erläutert, Brennmaterial empfohlen und einige gängige Rezepte vorgestellt. „Das kleine Dutch-Oven-Buch“ soll Ihnen alle nötigen Informationen liefern, damit Sie herausfinden können, ob der Dutch Oven die richtige Ergänzung neben dem klassischen Grill ist. Sollte diese Entscheidung nach der Lektüre mit einem „Daumen hoch“ getroffen worden sein, dann gibt es mit den Standardwerken zum Thema (Das große Dutch-Oven-Buch, Dutch Oven – Kochen über offenem Feuer, Dutch Oven – Quick and Easy – alle im Heel-Verlag erschienen) noch genügend Material für optimales und erfolgreiches Feintuning.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen immer genug Glut unter dem Topf!

Herzlichst, Ihr

Carsten Bothe

Ein bisschen Geschichte

Der Dutch Oven begleitet die Amerikaner bereits seit Jahrhunderten und wird in historischen Erzählungen immer wieder als das wichtigste Utensil der großen Trecks beschrieben, die sich im frühen 18. Jahrhundert Richtung Westen bewegten. Die Dutch Oven lagerten in den „Chuckwagons“, den Küchenwagen, die die großen Trecks und Viehtriebe begleiteten. Viele werden die Chuckwagons und auch die Dutch Oven aus Kinofilmen kennen, die vom Cowboyleben handeln. Mit den Dutch Oven wurden tatsächlich zahlreiche hungrige Cowboys bekocht. Für alle, die für ein paar Tage unter freiem Himmel campen mussten, gab es eine Ausführung aus leichterem Blech oder Alu. Doch mit diesen Dutch Oven umzugehen, war ungleich schwerer und nicht selten schmolz einem armen Cowboy der Aludeckel in die Bohnen, bevor diese gar waren. Zurück im Basislager oder auf der Ranch freute sich jeder Cowboy auf den Platz am Feuer und auf das Essen aus dem schweren Dutch Oven – und alle anderen warteten gespannt auf die ausgeschmückte Erzählung seiner Erlebnisse, während sie sich um das Feuer versammelten und aßen.

Ca. 1880: Cowboys beim Essen in der Prärie; im Hintergrund ein Chuckwagon

Auch für die ersten Siedler waren die Dutch Oven unentbehrlich. Hausierer sorgten damals für ihre Verbreitung. Sie entstammten der Siedlergruppe, die man „Pennsylvania Dutch“ nannte. „Dutch“ heißt übersetzt eigentlich „holländisch“, jedoch weiß man heute, dass die Siedler Ohios und Pennsylvanias deutschen Ursprungs sind. Die Lautverwandtschaft zwischen „Dutch“ und „Deutsch“ scheint zu einem Missverständnis geführt zu haben, das bis heute nicht eindeutig geklärt werden konnte.

Der Besitz einer Sammlung von gusseisernem Küchengeschirr stellte damals einen großen Wert dar, sodass die „cast-iron kitchen furniture“ regelmäßig mit in den letzten Willen aufgenommen wurden – so beispielsweise auch in den von George Washingtons Mutter Mary.

Die Qualität des Kochens in den „Gusseisernen“ ist in den USA auch heute noch so bekannt, dass es dort Restaurants im rustikalen Country-Style gibt, in denen ausschließlich mit Dutch Oven gekocht wird. Zudem gibt es Koch-Shows und Fernsehköche, die das Dutch-Oven-Cooking praktizieren. Die Outdoor-Köche ermitteln sogar regelmäßig ihre Meister in einem großen Dutch-Oven-Kochduell, das in Utah stattfindet, wo auch die International Dutch Oven Society (IDOS) ansässig ist.

Cowboy Ende 1800

Technik und Zubehör

Was ist ein Dutch Oven und wie funktioniert er?

Dieser Punkt ist schnell erklärt: Ein Dutch Oven ist ein schwerer Topf aus Gusseisen mit einem exakt passenden Deckel. Die richtige Übersetzung lautet Bräter. Es gibt Dutch Oven in verschiedenen Größen mit einem Durchmesser zwischen 8 und 16 Zoll und einige in tiefen und flachen Ausführungen. Aufgrund der EU-Bürokratie durften die handlichen Zoll-Größen beim Verkauf nicht verwendet werden und es musste alles in Zentimeter angegeben werden. Dieses Problem wurde umgangen, indem beispielsweise bei Lodge aus einem 12-Zoll-Dutch-Oven ein „12er Dutch Oven“ wurde. Andere Hersteller, wie Petromax, gehen einen andern Weg und bezeichnen ihre Dutch Oven durch die gerundete Zahl des Fassungsvermögens in Liter. Ein ft12 von Petromax entspricht somit nicht dem 12" Dutch Oven von Lodge, sondern dem 14" tief.