Das Transmitter-Rätsel - Claude Faine - E-Book

Das Transmitter-Rätsel E-Book

Claude Faine

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Beschreibung

p>Was verbindet drei Prospektoren, einen Animateur, einen Mondarchäologen, einen Versorger-Kapitän und dessen Ersten Offizier sowie ein paar weitere schillernde Gestalten?
Elrik, Jan, Agnetha, Bernd, Frank, Engelhardt, Geza, Tanya und Livingstone – sie stürzen von einem Abenteuer in das nächste, und sie haben nur eins gemeinsam: Sie alle bemühen sich, das Geheimnis der Transmitter zu enträtseln – phantastische Artefakte, mit deren Hilfe man sich zu den Sternen teleportieren kann, womöglich bis zum galaktisch weit entfernten System Beta Lyrae.
Die Konföderation des äußeren Sonnensystems plädiert für eine demokratische Nutzung der Transmitter, während die gierige Erde nur skrupellos an Expansion und die Ausbeutung kosmischer Rohstoffe denkt. Es kommt zum Kampf zwischen den Vertretern der beiden Gruppen und es mangelt nicht an Intrigen, schmutzigen Tricks und Manipulationsversuchen.
Dann, plötzlich: Kontakt zu den Bewohnern von Beta Lyrae! Sind sie des Rätsels Lösung?

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Veröffentlichungsjahr: 2023

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Claude Faine

 

 

Das Transmitter-Rätsel

 

 

 

Science-Fiction

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

 

 

Copyright © by Authors/Bärenklau Exklusiv

Cover: © by Steve Mayer, nach Motiven, 2023

Korrektorat: Antje Ippensen

 

Verlag: Bärenklau Exklusiv. Jörg Martin Munsonius (Verleger), Koalabärweg 2, 16727 Bärenklau. Kerstin Peschel (Verlegerin), Am Wald 67, 14656 Brieselang

 

 

Alle Rechte vorbehalten

 

 

 

Inhaltsverzeichnis

Impressum 

Das Buch 

Das Transmitter-Rätsel 

1. Kapitel 

2. Kapitel 

3. Kapitel 

4. Kapitel 

5. Kapitel 

6. Kapitel 

7. Kapitel 

8. Kapitel 

9. Kapitel 

10. Kapitel 

11. Kapitel 

12. Kapitel 

13. Kapitel 

14. Kapitel 

15. Kapitel 

16. Kapitel 

17. Kapitel 

18. Kapitel 

19. Kapitel 

20. Kapitel 

21. Kapitel 

22. Kapitel 

23. Kapitel 

24. Kapitel 

25. Kapitel 

26. Kapitel 

27. Kapitel 

28. Kapitel 

29. Kapitel 

30. Kapitel 

31. Kapitel 

32. Kapitel 

Von Claude Faine sind folgende Titel bereits erhältlich oder befinden sich in Vorbereitung: 

 

Das Buch

 

 

 

 

Was verbindet drei Prospektoren, einen Animateur, einen Mondarchäologen, einen Versorger-Kapitän und dessen Ersten Offizier sowie ein paar weitere schillernde Gestalten?

Elrik, Jan, Agnetha, Bernd, Frank, Engelhardt, Geza, Tanya und Livingstone – sie stürzen von einem Abenteuer in das nächste, und sie haben nur eins gemeinsam: Sie alle bemühen sich, das Geheimnis der Transmitter zu enträtseln – phantastische Artefakte, mit deren Hilfe man sich zu den Sternen teleportieren kann, womöglich bis zum galaktisch weit entfernten System Beta Lyrae.

Die Konföderation des äußeren Sonnensystems plädiert für eine demokratische Nutzung der Transmitter, während die gierige Erde nur skrupellos an Expansion und die Ausbeutung kosmischer Rohstoffe denkt. Es kommt zum Kampf zwischen den Vertretern der beiden Gruppen und es mangelt nicht an Intrigen, schmutzigen Tricks und Manipulationsversuchen.

Dann, plötzlich: Kontakt zu den Bewohnern von Beta Lyrae! Sind sie des Rätsels Lösung?

 

 

***

Das Transmitter-Rätsel

 

1. Kapitel

 

Irgendwo fiel eine Tür ins Schloss. Ein Anflug von Modrigkeit durchzog augenblickslang den Raum, ließ die Gespräche verstummen und die Köpfe sich neugierig in Richtung Eingang drehen. Das schummrige Licht hier unten in der berühmtesten Kellerschenke von Köpentown, Südgrönland, schien noch eine Spur schwächer zu werden, um sogleich wieder aufzuleuchten. Der Modergeruch wurde von der Mischung aus Alkoholdämpfen und Zigarettenrauch aufgesogen. Die Gespräche flammten wieder auf.

»Also wie gesagt«, setzte Jan seinen unterbrochenen Gedankenfaden fort, »keine Spur von Leben. Nur diese scheußlichen Makromoleküle. Irgendwelches halborganisches Zeug, das sich auf deinen Anzug setzt, die Luftritzen verklebt, die Filter zerstört und deine ganze Elektronik durcheinanderbringt.«

»Die Elektronik? Das verstehe ich nicht …«

»Keiner hat es bislang verstanden. Jeder Pennäler kann das Zeug mit einem Chemiekasten zusammenmixen, und dennoch …« Er verstummte und blickte erneut zum Eingang. Die automatische Getränkeversorgung auf seinem Tisch leuchtete in dienstbeflissenem Grün. Ein Meer grüner Lichtpunkte zog sich durch die überdimensionale Kellerschenke, bis es in Rauchschwaden undeutlich wurde und verschwand.

Um diese Punkte gruppiert: kleine Menschengruppen. Prospektoren, die sich hier von der Arbeit auf dem neuen Kontinent erholten, alte Wracks, die schon immer hier gelebt hatten, junge Liebende, die das Glück und das Geld für einen Ausflug zusammenkratzen konnten, der in dieser nüchternen Welt einen Hauch von Abenteuerlichkeit versprochen hatte. Jan und Elrik. Elrik Elrikson, Sohn des berühmten Elrikson, der anno dazumal die ersten bedeutenden Funde gemacht hatte, die jetzt die übergroße Anziehungskraft Grönlands ausmachten.

Elriks Augen folgten der Kopfbewegung Jans. Dort, wo sich der Eingang zur Schenke befand, tat sich ein dunkler Korridor im grünen Lichtermeer auf. Am Ende des Korridors schwebte eine filigrane Konstruktion aus schwach glänzenden Leichtmetallstreben. Vor den Streben stand eine Gestalt. Eine weibliche Gestalt. Sie lächelte.

»O verdammt«, hauchte Elrik.

 

 

2. Kapitel

 

Beta Lyrae ist ein Doppelstern-System. Das ist im Kosmos nichts Besonderes. Sterne sind in der Regel keine Individualisten. Entweder es bildet sich bei ihrer Entstehung ein Planetensystem um sie herum, oder ein mehr oder weniger weit entfernter Nachbarstern entsteht gleichzeitig. Oder sie fangen sich im Laufe ihrer millionenjährigen Reise um den Kern einer Galaxis einen Partner ein. Oder …

Wie gesagt: Das ist nichts Besonderes.

Das Besondere an Beta Lyrae ist die Tatsache, dass die beiden Komponenten – ein heller, fast weißer B-Stern und ein gelber F-Stern – so eng beieinander stehen, dass sie keinen Frieden miteinander halten können. Sie umkreisen einander in dreizehn Erdtagen, und während dieser Umkreisung fließt einmal Materie vom Haupt- zum Begleitstern und dann wieder umgekehrt. Aus dem ehedem kugelförmigen Hauptstern ist so ein einseitig ausgebeultes Ellipsoid geworden, während der Begleiter sich mit einer ringförmigen Atmosphäre umgeben hat, die den Kontakt mit dem Hauptstern aufrechterhält. Diese Ring-Atmosphäre ist das eigentlich Besondere an Beta im Sternbild Leier.

Die tausend Lichtjahre, die der Doppelstern von der Erde entfernt liegt, sind eher lästig. Vielleicht auch ärgerlich. Kein Mensch käme auf die Idee, sie überwinden zu wollen.

Und wenn jetzt hinter Bernd ein flammendes Abbild des Systems prangte, während er seine mitreißende Rede für die Wiedereinführung des freien Informationszugriffs hielt, so war dieses dreidimensionale, bewegte Bild ein faszinierender, beinahe hypnotisierender Blickfang.

Es war noch nicht einmal von einer automatischen Raumsonde gewonnen worden. Nein, ein Präzisionsteleskop im Mondkrater Aristarch, verbunden mit einer Handvoll trickreicher Prozessrechner und ebenso fähigen wie kreativen Graphik-Ingenieuren, hatte Beta Lyrae über tausend Lichtjahre hinweg bis vor die Haustür der Erde herangeholt. Bis auf den Mond, genauer gesagt, der jetzt von Bernd und den Seinen bewohnt wurde.

Bernd beendete seine Rede, das Aufnahmesystem schaltete sich ab. Beta Lyrae tat es ihm gleich. Mit einem Seufzer der Erleichterung sank Bernd in die sanften Arme der schwachen Mondschwerkraft.

»Lästig«, murmelte er.

»Aber einträglich«, erwiderte Frank. Frank hatte den Posten des Chef-Mondarchäologen schon ein paar Jahre inne, und er war es gewesen, der Bernd nach einem Aufenthalt auf der Erde mitgebracht hatte. Als Animateur, sozusagen. Entertainment war Bernds Broterwerb auf der Erde gewesen, mit dem er sich mehr schlecht als recht gegen die unlautere Konkurrenz der perfekten Synthi-Unterhaltung durchgeschlagen hatte. Auf dem Mond hingegen hatte er sich so rasch eingegliedert, dass seine allabendlichen Animationen nach wenigen Wochen zu einer Pflichtsendung für fast achtzig Prozent der Mondbesatzung geworden waren. Keiner wusste, warum eigentlich. Am allerwenigsten Bernd selber.

Jetzt wehrte er die Erwiderung seines Gegenübers mit einer müden Geste ab. »Das Dumme ist, dass ich genau weiß, was ich machen muss, um Erfolg zu haben. Auch wenn es mir selber nicht gefällt.«

»Du bist ein guter Schauspieler.«

»Ich bin süchtig auf Erfolg.«

»Nach der langen Zeit auf der Erde ist das …«

»Schiet«, sagte Bernd. »Um was geht es dir wirklich? «

Frank lächelte. Es war unbegreiflich, wie Bernds Talente auf der Erde so lange hatten brachliegen können. Oder vielleicht war es angesichts der Bürokratie, der Verstocktheit und Engstirnigkeit der Erde doch gar nicht so unverständlich. Jedenfalls war Bernd der beste Fang, den er je von der Erde mitgebracht hatte. Aber jetzt musste er ihn weggeben.

»Beta Lyrae«, sagte er langsam.

In Bernds schmalen Gesichtszügen bewegten sich die Wangenmuskeln, als er mit dieser Eröffnung zu kombinieren versuchte. Frank sah sich das einen Moment an, dann ließ er sich zu einer weiteren Erklärung herab.

»Das Bild, das sich stets hinter dir befindet, wenn du auf Sendung bist.«

»Na und? Ein Doppelstern …«

»Du hast es damals von der Erde mitgebracht und darauf bestanden, dass es gezeigt würde.«

Bernd zuckte mit den Schultern.

»Gab es einen besonderen Grund dafür?«

»Nein. Es gefiel mir. Eine Art Talisman. Die Sendungen mit diesem Bild hatten auch auf der Erde die meisten Zuschauer.«

»Es stammt vom Mond.«

»Das Bild? Es ist also echt? Ich dachte immer …«

»Krick hat es aufgenommen. Noch mit der alten Anordnung. Natürlich hat ihm keiner geglaubt, dass es echt ist. Tausend Lichtjahre und so. Der Durchmesser des gesamten Systems betrug kaum eine zehntausendstel Bogensekunde. Und dann diese phantastischen Details. Die ganze Sequenz über zehn Echtzeitminuten hinweg.«

»Krick«, murmelte Bernd. »Ach Krick – er ist tot«, kommentierte er lakonisch. »Gestorben und aller Beweispflicht enthoben. Aber«, er öffnete ratlos die Hände, »damit weiß ich immer noch nicht, was es mit diesem Bild Besonderes auf sich hat. Selbst wenn es echt sein sollte.«

»Ja«, nickte Frank. Er ließ sich endlich auf einem der vielen Sitzpolster nieder, die unregelmäßig verteilt das Studio bevölkerten. Ein Hauch von Diamagnetismus unterstützte die schwächliche Mondgravitation und fesselte ihn an das Polster.

Bernd hieb auf die Zentraltaste, die den gesamten Aufzeichnungs- und Übertragungsmechanismus abschaltete. »Würdest du bitte zur Sache kommen«, bat er. »Es ist schon ziemlich spät, und ich muss mir noch Gedanken für die morgige Sendung machen. Das Thema Informationsfreiheit habe ich lange genug strapaziert. Ich dachte …«

»Vergiss es«, unterbrach Frank. »Es wird keine morgige Sendung geben! Ich habe mit dem Direktorium gesprochen. Sie sind einverstanden, dass wir eine Pause einlegen. Unsere Psychologen meinen, dass die Stimmung innerhalb der Basen ausgeglichen genug ist. Außerdem wird für Ersatz gesorgt werden.«

»Ersatz für mich?«

»Nur für die Zeit deiner Abwesenheit.«

»Bin ich nicht mehr gut genug?«

Frank lachte. Er kannte Bernds Selbstbewusstsein. »Das meinst du nicht im Ernst.«

Bernds Augenbrauen, buschig und kohlrabenschwarz, in starkem Gegensatz zu seinen ziseliert wirkenden Gesichtszügen, hoben sich halb. Seine Mundwinkel verzogen sich mürrisch. »Lass endlich diese blöden Spielchen«, knurrte er. »Ich bin wirklich nicht in der Laune …«

»Okay, okay.« Frank hob beschwichtigend die Hände. »Es ist einfach so: Wir brauchen dich.«

»Wer wir?«

»Die Erde. Nein, nicht die ganze Erde. Ein paar Leute. Ein paar wichtige Leute, die einen Fund gemacht haben.«

»Auf der Erde?«

»Richtig.«

»Ich habe mit der Erde nichts mehr am Hut seit …«

»Ich weiß. Aber es ist eine mehr …« Frank holte tief Luft und rollte mit den Augen. »Es wäre mir lieber, du würdest dich ein wenig kooperativer zeigen und es erraten.«

»Du willst es nicht aussprechen?«

»Ich habe versprochen, es dir nicht so direkt zu sagen.«

Ein fünfsekündiger Summton erinnerte sie daran, dass das Studio in wenigen Minuten evakuiert werden würde. Energie war immer noch kostbar auf dem Mond, und die Aufrechterhaltung einer atembaren Atmosphäre verbrauchte sehr viel Energie.

Frank inaktivierte die diamagnetische Klammer und stieß sich zu einem meterweiten Schwebeflug ab. »Also gut«, seufzte er, während er Bernd näher kam, »vor ein paar Monaten hat eine Expedition am Nordpol etwas … nun, Merkwürdiges entdeckt. Zweihundert Kilometer südlich des Nordpols, um genau zu sein. Es scheint sich um eine Station zu handeln, ein ziemlich großes, unterirdisches Areal, das bislang erst zu einem Bruchteil erforscht worden ist.«

»In den Erdnachrichten …«

»Man hat sich bemüht, die ganze Angelegenheit nicht publik werden zu lassen. Diese Station …«

»Ist außerirdischen Ursprungs«, grinste Bernd. »Endlich sind wir nicht mehr allein im Kosmos.«

»Das ist kein Scherz«, meinte Frank ernst. »Es ist nicht geklärt, ob es sich um eine außerirdische Station handelt oder nur um ein Relikt aus der Vergangenheit der Erde.«

»Das sollte sich ziemlich leicht entscheiden lassen …«

»Wir wissen nicht, wie weit die Entwicklung vor dem Krieg wirklich fortgeschritten war. Einige Staaten sind so vollkommen vernichtet worden, dass unsere besten Archivare keinerlei Hinweise …«

»Was soll ich bei der ganzen Sache?«, unterbrach ihn Bernd. Er hatte Franks weiten Flug gebremst und zog ihn nun mit sich zum Schott in Richtung Wohnbezirk. Das Licht hinter ihnen erlosch bis auf ein mattes Schimmern richtungsweisender Notleuchten. »Ich soll ja wohl nicht diese Station erforschen, oder? Du müsstest am besten wissen, dass meine Talente auf anderem Gebiet liegen.«

»Ich war noch nicht ganz fertig mit meiner Erzählung«, sagte Frank. »Der erste Raum, den man in der Station gefunden hat, hat sich als eine Art Senderaum herausgestellt. Ein – Transmitter.«

Sie hangelten sich von Lichtpfeil zu Lichtpfeil durch einen unterlunaren Mondkorridor. Hinter ihnen schlossen sich die Trennschotte mit sattem Saugen. Bernd blickte Frank kopfschüttelnd an. »Du meinst nicht etwa einen dieser sagenumwobenen …«

»Man weiß nicht genau, um welche Art von Transmitter es sich handelt. Es könnte genauso gut ein Raum- wie ein Zeittransmitter sein. Fakt ist jedenfalls, dass Gegenstände, die in den Abstrahlbereich gelegt werden, verschwinden.«

»Wohin?«

Frank zuckte mit den Schultern. »Das ist das Problem. Eines der Probleme jedenfalls. Wir haben allerdings die Vermutung …«

»Schon wieder wir?«

»Dass es sich um einen Raum-Transmitter handelt«, fuhr Frank ungerührt fort, »dessen Zielpunkt das Doppelstern-System Beta Lyrae ist.«

»Womit wir endlich bei deiner Eröffnung angelangt wären.«

»Mehr hast du dazu nicht zu sagen?«

»Du wirst mir gleich verraten, wie ihr auf diese kühne Hypothese gekommen seid«

»Das Bild.

---ENDE DER LESEPROBE---