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Philosophie und Esoterik verbinden sich in neun Balladen mit 375 Versen mit den Themen Kosmos, Gott, Teufel, Liebe, Tod, Seele und Geist, dem menschlichen Sehnen und Erfahren und der drohenden Apokalypse. Die Erkenntnisse, die aus der Dichtung gewonnen werden können, eignen sich als Helfer und Wegweiser für jeden, der bereit ist sich zu öffnen, um die Grenzen des Erfahrbaren zu überschreiten und so die Ängste zu überwinden, die durch die Unausweichlichkeit des Todes uns Menschen begleiten. Die Verse sind auch eine Reflexion der geistigen und moralischen Verfassung unserer heutigen Gesellschaft.
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Seitenzahl: 48
Veröffentlichungsjahr: 2014
Table of Contents
Das unendliche Sein
Inhaltsverzeichnis
Der Dialog
Die Seele
Unendlich
Mephisto
Felia und Leonidas
Der Träumer
Der Präsident
Die Apokalypse
Der Monolog
Das unendliche Sein
Philosophie und Esoterik
Balladenzyklus
Das unendliche Sein
Autor: Dieter Arndt
Copyright: 2009 Dieter Arndt
published by epubli GmbH, Berlin
www.epubli.de
ISBN 978-3-8442-7751-7
Philosophie und Esoterik
Nur wer bereit ist, sich zu öffnen, kann die Grenzen des Erfahrbaren überschreiten und sich transzendente Welten erschließen, die weit über das hinausreichen, was wir Menschen als bewusst empfinden.
Inhaltsverzeichnis
Der Dialog 4
Die Seele 13
Unendlich 16
Mephisto 19
Felia und Leonidas 24
Der Träumer 30
Der Präsident 34
Die Apokalypse 38
Der Monolog 42
Der Dialog
Ich werfe mich zu Deinen Füßen
in Demut, Furcht und Ehrerbietung,
erlaube Herr, Dich so zu grüßen.
Erhebe dich, du Menschensohn,
dein Antlitz will ich frei erblicken,
um deine Seele zu erkennen,
so fürchte nicht den Gottesthron.
Oh Herr, ich bitte um Erbarmen,
mein Drang zu Dir war Menschensehnen,
auch Unart war’s, Dich zu bedrängen,
mich wünschend zu Dir zu begeben.
Den Wunsch vor tiefen Dank zu setzen
ist allgemeine Menschart
anstatt die Gunst des Seins zu ehren
und hohen Sinns nach Hohem strebend
zu freuen sich an Land und Meeren.
Doch zweifle nicht mit bangem Herzen,
all deine Fragen will ich hören,
da ich dich hob in meine Sphären,
um diese Gunst dir zu gewähren.
Dennoch bedenke, dass mein Wort
des Menschen Geist in Grenzen misst,
und dass des Menschen tiefe Seele
nur Teil von meinem Geiste ist.
Oh Herr, ich danke dieser Gnade,
die Du mit Geste mir gewährst
und bitte auf die folgend Frage
Dein hohes Wort, das tief mich ehrt.
So wünsche ich mit ganzem Herzen
den Sinn zu sehen, den Du ersiehst
in dem, was Menschen Liebe nennen,
die Frohsinn bringt und zugleich Schmerzen.
Als ich die Welt erschaffen hatte
mit Wasser, Land und Tier und Pflanzen,
war hingezogen ich dem Ganzen.
Unwiderstehlich wuchs mein Drängen,
dabei zu sein in dieser Welt,
als schaffend Wesen zu gestalten,
was bindet und zusammenhält.
Ich schuf den Menschen nach dem Bilde,
das nahe meinem Bilde ist
und gab ihm auch ein messend Teil
des Geistes, der mein Wesen ist.
Ich schuf den Mann und auch das Weib,
sie sollten stark verbunden sein,
in Treue liebend sich vereinen,
sich mehren und die Welt gestalten
nach meinem Plan im Geiste rein.
Die Liebe so geschaffen ward
von Mann und Frau nach Gottesart.
Die Liebe gab ich einst als Kraft,
damit der Mensch stets Gutes schafft,
stets suche sie und bleib ihr treu.
Die Liebe bindet, stärkt und drängt
den Menschen hin zu vielem Tun,
sie kann bewirken und sie lenkt
den Menschen stets aufs neu.
Das Lieben Menschen ich verlieh
als Lebensmaß und hohes Ziel,
soll irdisch Sein in Waage halten
in einer Welt in Harmonie.
Doch ist sie nicht ein Teil von mir,
denn meine Art es ist,
die Welt der Welten zu gestalten
mit Sonnen, Sternen, kosmisch Weben
und allem Werden und Vergehen.
So muss mein Geist sich weit entfalten
und ohne Liebe kraftvoll walten.
Doch liebt der Mensch stets wechselhaft,
erst froh gesinnt, dann voller Leid,
was falsch erkannt als bindend Band
ist oft ein Schwert in schwacher Hand,
das schwankend ist und ohne Kraft.
Die Liebe ist oft Illusion,
verführend, fordernd und zerstörend,
kaum einigt sie, da trennt sie schon,
schafft Hass und Reue, Angst und Tränen.
Der Mensch, der ganz der Liebe traut,
kann auch verloren sein
und schwerem Schicksal nicht entgehen,
weil er auf schwankend Boden baut.
Ich liebe dich, ist oft ein Wort,
das schnell gesprochen ist,
nicht aus den Innersten entspringt,
nicht aus dem Herzen fließt.
So soll der Mensch, wenn er sich bindet
aus reiner Liebe nur,
erforschen, ob auch Herz und Seele
sich beugen diesem Schwur.
Doch wo der Mensch zum Menschen steht
um schwere Pein zu bannen,
wo Geben Herzensgeste ist,
die keinen Dank einfangen will,
ist Liebe, die beständig lebt.
Oh Herr, kann Gottes Wille sein,
wenn Menschenliebe oft weit fehlt,
ist doch der Mensch von Deinem Geist
geschaffen und gewählt.
Wie kann es sein, dass Menschen stets
das Band der Liebe brechen,
mit Wort und Tat und schlechtem Ziel
aus Liebe Unheil geht?
Das was der Mensch vollkommen sieht
ist fehlerhaft schon aus Natur,
mein Plan sich in die Zukunft dehnt
und dient zum Zweck als Probe nur.
Der Mensch ist frei, den Weg zu wählen
aus eigner Kraft und eignem Sinn,
kann Liebe geben, Liebe nehmen,
kann Liebe suchen und nicht finden,
mit Tugend, aber auch mit Fehlen.
Wo Liebe ist, da kann der Mensch
befreit in Frieden leben,
wenn Liebe doch die Menschen flieht,
dem irdisch Leben sich entzieht,
das Ende ist gegeben.
Wenn einst der Mensch in ferner Zeit
die Einsicht hat gefunden,
der Liebe tiefen Sinn versteht,
dann ist mein Plan gelungen.
Oh Herr, der Liebe Angesicht
mich schreckt, doch zieht auch hin,
gibt Rätsel auf, doch gibt auch Licht,
dass hoffnungsvoll ich bin,
dass irrend nicht der Mensch zerbricht.
Doch Herr, der Mensch, der forscht und plant,
ist reich an großem Wissen,
hat vieles Unentdeckte nun
mit großem Fleiß und schlauem Geist
befördert und erkannt.
Die Forschung und die Wissenschaft
dem Menschen einst gegeben,
soll helfen ihm auf seinem Weg
und schützen ihn in schwerer Zeit
im wechselhaften Leben.
Die Forschung ist ein weites Feld,
wo hoch man denken muss,
doch Ziel und Maßstab wohlbestimmt
und Demut vor dem Schöpfungssinn
der Mensch nicht wichtig hält.
Er glaubt, sein Forschen sei bestimmt
dem Göttlichen zu gleichen,
will kosmisch fest vernetztes Sein,
das seit Äonen existiert,
dem Gottesplan entreißen.
Er glaubt, gerader Menschengeist
kann ahnen all die Wege,
die jetzt Natur, zuvor noch Geist,
als Wiege allen Werdens einst
erschufen alles Leben.
Vermessen ist der Mensch von heut,
