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Diese Abhandlung beschäftigt sich mit der heutigen Überflüssigkeit des Begriffes "Volk", wozu es sich kurz mit den Vorstellungen zu "Kultur" beschäftigt und schließlich eine Lanze für den Exotismusbricht, indem es ihn als der Xenophobie überlegen zeigt.
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Seitenzahl: 16
Veröffentlichungsjahr: 2018
Schon viel zu lange führen wir den Gedanken mit uns herum, dass wir ein Volk sind, das sich fundamental von anderenn unterscheidet. Wie kann es auch anders sein? Wir wachsen ja mit völlig unterschiedlichen Kulturen auf. Da müssen ja Unterschiede entstehen. Es stimmt doch, das wir alle als ein Volk geeint sind.
STOP! An dieser Stelle interveniere ich, weil es mir zu bunt oder besser schwar-weiß wird. Sie sollten mich mittlerweile (hoffentlich) ausreichend kennen, dass Sie gleich im ersten Satz bemerkt haben, dass ich eine andere Meinung vertrete. Gerne begründe ich ihnen nachvollziehbar, warum dieser Begriff „Volk“ heute überholt sein sollte.
Ich beginne gleich damit, dass ich dem „Volk“ etwas näher komme, um unseren Gegner besser kennenzulernen. Nachlesbar handelt es sich bei einem Volk um eine Gruppe Menschen, die aufgrund bestimmter kultureller Gemeinsamkeiten, Beziehungen und Verwandtschaftsgruppen miteinander verbunden sind (s. Wikipedia→ Volk).
Das ermöglicht uns schon, anzugreifen, indem ich mich dem Begriff „Kultur“ widme, wenn ich Sie frage, welche Vorstellung Sie davon haben. Als Hilfe gebe ich Ihnen die Namen mit einer kleinen Erklärung der verschiedenen Vorstellungen mit auf den Weg:
traditioneller Kulturbegriff
Dies ist der Älteste, was Ihnen bereits zeigen sollte, dass er heute als überholt gilt. Hier werden die Kulturen als Kugeln oder Inseln gesehen, die sich nicht berühren oder gar vermischen können. Hier hat der Kenianer eine kenianische Kultur und der Mitteleuropäer eine mitteleuropäische. Mit dieser Vorstellung hätte das Englische niemals Eingang in unsere Sprache, Toast Hawaii den Weg in unsere Küchen oder Porzellan den Pfad auf unsere Tische.
Sie sehen, dass dieses Kulturvertändnis schon überholt war, ehe die Menschen bemerkt haben, dass es auch anders sein könnte. Aus diesem Grund schlage ich vor, dass wir ihn schnell vergessen und uns den alternativen zuwenden.
Multikulturalität
