Verlag: Knaur Balance eBook Kategorie: Lebensstil Sprache: Deutsch Ausgabejahr: 2016

Dein Yoga, dein Leben. Das Kochbuch E-Book

Tara Stiles

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E-Book-Beschreibung Dein Yoga, dein Leben. Das Kochbuch - Tara Stiles

Yoga-Rebellin Tara Stiles ist eine leidenschaftliche Köchin. Inspiriert von ihren Reisen, ihren europäischen Wurzeln und ihrem täglichen Leben in New York präsentiert sie mehr als 100 leckere und gesunde Koch- und Backrezepte. Tara stellt herrliche vegetarische Gerichte, Säfte, Smoothies, Salate und Desserts vor, sowie gesunde Varianten von »nicht so gesunden« Klassikern. Ihr Anliegen ist es, Menschen für eine gesunde Lebensweise zu begeistern, die einfach und mühelos umzusetzen ist. Das Kochbuch folgt der Philosophie »Gutes Essen ist, wenn es dir guttut« und zeigt, wie viel Spaß es machen kann, den eigenen Regeln in der Küche zu folgen. Sie möchten mehr zum Thema Gesunde Ernährung lesen? Auf unserem Portal einfachganzleben.de finden Sie einfache Rezepte, gesunde Ernährungstipps und alles Wissenswerte zu neuen Food-Trends.

Meinungen über das E-Book Dein Yoga, dein Leben. Das Kochbuch - Tara Stiles

E-Book-Leseprobe Dein Yoga, dein Leben. Das Kochbuch - Tara Stiles

Tara Stiles

Dein Yoga, dein Leben

Das Kochbuch

Aus dem Englischen von Iris Halbritter

Knaur e-books

Über dieses Buch

Inhaltsübersicht

WidmungVorwort von Kris CarrEinführungTeil IKapitel 1Vom Lieferservice zum SelbermachenBedürfnis nach RaumWir sind einsZurückgehen, um voranzukommenEnergie ist allesKapitel 2Vor-VorbereitungRäum aufMach dein Zuhause »grüner«Richte deine Küche einMarktzeitSüßes RezeptLiebessoßeTeil IIKapitel 3Jetlag-SaftCrazy-Kids-FastendrinkGrüne TräumeKlassischer Grüner TraumSommertraumOscars TraumVirgin MaryInsel-ShakeBeerenglückKokos-Schoko-ShakeCrunchy & StormyWassermelonen-SplashApango-TangoErkältungsdrinkNervenzusammenbruchsteeWerde-nie-krank-TeeFeuertreppen-TeeScharfe heiße SchokoladeKapitel 4Rührtofu mit GemüseRancherosBirnenstapelSmiley-ToastKartoffelpufferFitness-Sandwich »Elvis«Edler Chili-ToastTofu-ToastBananen-Mandelmus-PfannkuchenACaI-SchaleBananen-BootKokosparfaitGrandmas ObstsalatKapitel 5Oliven-GuacamoleAnanas-SalsaRote-Bete-ChipsTanyas GrünkohlchipsMango-SalsaBaumposen-BeutelAvocado-Cashewcreme-DipTrauminsel-DipKäsesoßeKapitel 6Moms BrokkolisuppeRote SuppeVeras BorschtschWerde-nie-krank-SuppeEinfache MisosuppeTomatensuppe mit ReisChilliges ChiliLässige LinsenReisNudel-GemüsesuppeGemüsesuppe wie bei OmaKapitel 7Durchtriebener Dijon-SalatMandelcreme-Curry-SalatCooler Ranch-SalatMalaysischer MangosalatGrünkohl-InvasionThailändischer PapayasalatCruCola-SalatVieques-SalatKandierter Mandel-PopeyeScharfe SommerfrischeKapitel 8Cremiges Spinat-Radieschen-SandwichNicht-matschiger Veggie-BurgerPilz-TacosTrauminsel-ToastTofu-Toast-TürmchenKapitel 9Regenbogen-CevicheKnoblauch-Kartoffel-PüreeSpinat mit Reis und BohnenGegrillter Kokos-MaisKnoblauch-FrittenNudelsalat mit GemüseGrandma Grays KartoffelsalatKapitel 10Spinat in Bangalore-SoßePhat Thai für FauleNudeln in Paprika-CremesoßeGemüseteller mit GewürzsoßeGrünkohl-Curry mit UdonnudelnMuschelnudeln mit einfachem PestoGroßer Topf voll MutSchüssel für innere StärkeCremiges PilzgratinSpaghettiringeMandelrahm-CurryTomatencurryBratnudeln »SoHo«GemüseauflaufTaras Phat ThaiFernandos MofongoPikanter Grünkohl mit GemüseGemüse-Sushi in 5 MinutenCremiges QuinoaGegrillte Ananas mit ReisKapitel 11Veras russische BratäpfelChickie-Grandmas Spülschüssel-KekseMoms Twinkie-TorteSpaschlamm-Keksstreusel-PuddingLimettenkuchenBeeren-CupcakesSupersüße SchüsselBezirzende BrowniesKlebriger Emily-Erdbeer-KuchenKokos-Schoko-Minz-EisErnas Zimt-Nussbutter-CrossiesIngwerplätzchenMoms HaferkekseShihos KratzeisGrüntee-KratzeisBanane in SirupSchokoladen(k)elchEndeDankeschön!Über die Autorin
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Für Grandma Gray und Grandma Richardson, die mir gezeigt haben, dass der beste Weg zu einem vollen, glücklichen Haus ein Tisch voller köstlicher Speisen und Leckereien ist.

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Vorwort von Kris Carr

Hi, du Schöne(r)!

Ich finde es toll, dass du hier bist! Du stehst kurz davor, dich auf eine fantastische Abenteuerreise zu mehr Gesundheit und Glück zu begeben – durch Kochen! Dein Yoga, dein Leben. Das Kochbuch ist dein Reisepass zu köstlichen Gerichten, die mit Sicherheit jeden in deinem Umfeld ansprechen werden.

Meine Freundin Tara reist um die ganze Welt und steckt jeden, dem sie begegnet, mit ihrem sonnigen Gemüt und ihrer sprühenden Yoga-Energie an. Ich bin begeistert von ihrer neuesten Mission: dich mit einfachen und leckeren Mahlzeiten zurück in die Küche zu locken. Die Rezepte werden dich dazu inspirieren, deiner Intuition zu folgen, deine Kreativität auszuloten und deinen wunderschönen Körper zu nähren.

Ein wesentlicher Aspekt für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden ist unsere Gemeinschaft, das heißt die Menschen, mit denen wir uns umgeben. Gemeinsam zu essen und Rezepte auszutauschen mit den Menschen, die uns am nächsten stehen, ist eine jahrtausendealte Tradition, die uns glücklich macht, gesund erhält und die einzigartigen Gaben feiert, die wir alle zu bieten haben. Mit diesem Gedanken im Hintergrund wurde Dein Yoga, dein Leben. Das Kochbuch mit über 100 pflanzenbasierten Rezepten von Freunden, Familienmitgliedern, Küchenchefs, Yoga-Lehrern und anderen Wellness-Kriegern aus der ganzen Welt gefüllt. Tara verbindet ihre herzhaften, vom Mittleren Westen der USA inspirierten Gerichte mit exotischer Kost aus Malaysia, Indien, Japan, Russland, Thailand, Kuba und anderen Ländern – sie bringt die ganze Welt an deinen Tisch!

In Dein Yoga, dein Leben. Das Kochbuch zeigt Tara, dass es ganz einfach sein und sogar Spaß machen kann, gesundes, leckeres Essen zuzubereiten. Mit ihren verlockenden Interpretationen von klassischen grünen Säften und Smoothies über Veggie-Burger, Grünkohlsalat und Misosuppe bis hin zu ihrem dekadenten und supereinfachen Phat Thai, ihren Bananen-Mandelmus-Pfannkuchen und ihrem Emily-Erdbeer-Kuchen sorgt sie stets dafür, dass du satt und zufrieden bist und von innen heraus aufblühst und gedeihst. Tara nimmt dich bei der Hand und führt dich in das aufregende Reich der internationalen und der bodenständig-amerikanischen Küche. Dabei ermuntert sie dich, den Rezepten deine eigene Note zu geben, zu improvisieren und zu experimentieren. Mach dir deine eigenen Regeln, in der Küche!

Ich bin so stolz auf Taras Weg vom Model zur Yoga-Lehrerin und zur authentischen Wellness-Ratgeberin, die Millionen Menschen dazu motiviert, zusammenzukommen und ihre Leidenschaft zu teilen, sich von innen und außen strahlend gut zu fühlen und nicht nur zu leben, sondern sich voll zu entfalten. Alle von uns haben in einem gewissen Maß Phasen erlebt, in denen wir uns nicht wohl gefühlt haben, aufgrund unserer Ernährung oder der Art und Weise, wie wir mit uns umgegangen sind. Doch je mehr von uns sich dazu entschließen, ein paar wahnsinnig gesunde Mahlzeiten für sich selbst und ihre Lieben zu zaubern, desto mehr Bewusstsein wird es in uns und um uns herum geben! Wie toll ist das denn?

Bist du bereit? Wie erinnert uns Tara so schön: »Wenn du essen kannst, kannst du auch kochen!« Also kremple dir die Ärmel hoch, zieh dir einen Stuhl heran und bereite dich darauf vor, alles bis zum letzten Bissen zu genießen!

 

KRIS CARR,

Die Autorin des Bestsellers Crazy sexy gesund

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Einführung

Kennst du das alte Sprichwort: »Wenn du essen kannst, kannst du auch kochen«? Daran glaube ich wirklich. Ich glaube auch, dass du, wenn du die nötige Vorstellungskraft besitzt, etwas erschaffen kannst. Darum geht es, wenn du in deiner Küche deine eigenen Regeln aufstellst – und darum geht es in diesem Buch. Es geht um dich. Es geht um das Essen, das du isst. Es geht darum, was du jeden Tag in deinen Körper hineinlässt. Es geht darum, wie leicht es ist, ein Leben in der Küche zu haben, das dein restliches Leben nicht völlig übermannt. Und es geht darum, Spaß zu haben. Richtig gelesen … Spaß.

Die einzige Frage ist: Wenn du nicht in deiner Küche stehst, was hält dich draußen? Viele Leute sagen, sie seien zu beschäftigt, zu konfus, zu inkompetent oder einfach zu uninspiriert. Was immer dein Grund sein mag, ich will dir zeigen, dass du jederzeit beschließen kannst, in die Küche zu gehen. Und dass es schön ist. Vertrau mir: Du brauchst weder viel Zeit noch chefkochartige Präzision beim Kochen – geschweige denn etwas von deren unglaublich schnellen Schnippelkünsten –, um etwas Leckeres zuzubereiten. Die Rezepte in diesem Buch werden dir das beweisen.

Ich möchte dir auch zeigen, dass du dich besser fühlen und besser aussehen wirst, dass mehr Ruhe und Konzentration in dein Leben einziehen werden, wenn du dir die Zeit nimmst, in der Küche kreativ zu sein. Im Grunde wirst du noch effizienter und noch toller, als du schon bist. Du schaffst dir auf magische Weise Raum für dich selbst, so dass du dich wohl fühlen und über alles freuen kannst, was du erlebst.

Sobald du mit dem Kochen anfängst, entfaltest du dein kreatives Potenzial. Auch wenn diese Rezepte lecker sind und du sie genau so nachkochen kannst, wie sie hier stehen, hoffe ich, dass sie dich dazu inspirieren werden, davon abzuweichen und selbst etwas auszuprobieren. Ehrlich gesagt, besteht die geheime Zutat beim Kochen nach deinen eigenen Regeln darin, fest auf deine eigene Intuition zu vertrauen. Das hilft dir dabei, dich selbst besser kennenzulernen. Du findest heraus, was du magst und was du nicht magst. Und gleichzeitig kreierst du deine eigenen Mahlzeiten, durch die du dich von innen heraus einfach fantastisch fühlst. Wenn es richtig gutläuft, entsteht Magie und strömt aus dir heraus – und das nicht nur in der Küche.

Dein Yoga, dein Leben. Das Kochbuch ist dein Begleiter durch die große Schlemmertour des Lebens. Das Buch steckt voller sinnlicher Leckerbissen, voller warmem Trost und voller exotischer Speisen, die alle deine Sinne anregen und dich dazu inspirieren werden, die wunderbare Erfahrung zu genießen, einfach du selbst zu sein. Auf diesen Seiten findest du einige meiner Lieblingsrezepte. Manche gehen auf meine Kindheit zurück, die ich auf einer Farm in Illinois verbracht habe, andere stammen von meinen Reisen um die ganze Welt. Alle sind lecker. Alle sind einfach. Und alle sind gesund. Ich hoffe, sie helfen dir dabei, dich einfach großartig zu fühlen.

Willkommen am üppigen Büfett! Schon bald wirst du deine eigenen wunderbaren Mahlzeiten kreieren, mit haufenweise Liebe und extra viel Spezialsoße. Und wenig später wirst du am eigenen Leibe erfahren, wie viel Freude das Leben macht, wenn du dich richtig ernährst. Also lass uns ein paar Rezepte austauschen, neue Zutaten entdecken, gewagte Kombinationen verschiedener Esskulturen ausprobieren und endlose Stunden damit verbringen, kreativ zu sein. Es ist Essenszeit!

© Winnie Au

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Teil I

Bereite alles vor

Kapitel 1

Meine Essensregeln

© Winnie Au

Wenn du mich oder Strala Yoga bereits kennst, wird es dich nicht überraschen, wie meine einzige Essensregel lautet: Iss, wodurch du dich gut fühlst. Traurigerweise ist das etwas, was viele von uns nicht beherzigen. Zu oft verheddern wir uns in Regeln und Einschränkungen. Essen wird zum Feind. Wir teilen es in »gut« oder »schlecht« ein. Wir verurteilen uns dafür, wie wir essen. Dann kann sich das Essen grässlich anfühlen, wie eine Falle, die wir uns selbst stellen. Das ewige Hin und Her zwischen Kalorienzufuhr und Kalorienverbrauch wird zum Alptraum. Unser Verhältnis zu dem, was wir essen, wie viel wir essen und wie wir uns dabei fühlen, ist angespannt und verbunden mit Stress und Angst. Wenn wir es nicht besser wissen, denken wir, dass Beschränkung der beste Weg ist.

Gott sei Dank gibt es eine Alternative zu dieser Angstprogrammierung: Sich gut zu fühlen und gut auszusehen müssen sich nicht ausschließen. Unsere Beziehung zum Essen kann fröhlich, liebevoll, spannend und nährend sein. Und das Erstaunliche ist: Wenn wir diesen Wandel vollziehen, lassen unsere Ängste nach, und unser Körper wird tatsächlich stärker und strahlender. Unser Geist wird scharf, klar und weit. Und unser Leben gewinnt an Freude und Freiheit.

Wenn wir erkennen, dass es eigentlich ganz einfach und angenehm ist, Ausstrahlung zu verkörpern, wird es eine wunderbare tägliche Erfahrung, sich um sich selbst zu kümmern. Und dazu gehört auch das Essen. Sobald du dich darauf einstimmst, was dir guttut, wirst du dich danach sehnen. Auch wenn wir alle ab und zu einmal einen Keks brauchen (ja, brauchen), will unser Körper meistens gesündere Optionen. Es mag seltsam klingen, aber du wirst tatsächlich aufhören, nach Dingen zu greifen, die nicht gut für dich sind – wie Frittiertem, Fertigprodukten und Junkfood – und total verrückt auf Gemüse, Obst, Getreide, Gewürze und Nahrungsmittel sein, die dir mehr Energie geben und dich lebendiger machen. Sich einzuschränken wird albern und überflüssig, wenn du dich für das Kochen interessierst, denn du wirst sensibler dafür, wodurch du dich gut fühlst. Wenn du Neues entdecken und alle Regeln fallenlassen willst, stehen dir unendlich viele Möglichkeiten offen.

Diese »Iss, was du willst«-Philosophie habe ich mir nicht ausgedacht, und ich bin auch nicht die Einzige, die damit Erfahrungen gesammelt hat. Nachdem ich eine Weile so gelebt hatte, bemerkten die Leute, dass ich mich veränderte. Sie stellten mir die übliche Frage: Welche Diät machst du? Ich erzählte ihnen vom Herumprobieren in meiner Küche und wie mir dies die Augen dafür öffnete, was mich wirklich gesund machte. Ich sagte ihnen weiterhin, dass ich einfach nur das aß, was ich wollte – wodurch ich mich gut fühlte –, und sie sahen mich komisch an. Doch das hielt mich nicht auf. Schon bald tauschte ich mit meinen Freunden einfache Rezepte aus, nicht ohne ihnen auf sanfte Weise nahezulegen, ihre eigenen Lieblingsgeschmacksrichtungen hinzuzufügen. Meine Freunde kochten meine Rezepte nicht nur nach, sondern optimierten sie sogar, so dass sie besser in ihr eigenes Leben passten. Wenn ich meine Freunde Wochen später wiedersah, fühlten sie sich toll und strotzten nur so vor Energie.

Das wünsche ich mir auch für dich. Erkunde. Iss. Achte auf deinen Körper. Aber das Wichtigste ist: Fühl dich niemals schuldig – lerne einfach dazu und nimm entsprechende Änderungen vor. Du kannst den Kreislauf aus Vollfressen und Abführen, Strafe und Belohnung, Diät und Misserfolg durchbrechen. Du wirst bekommen, was du willst, aber du musst dazu deinen Entdeckerhut aufsetzen.

Vom Lieferservice zum Selbermachen

Als ich nach New York kam, ging es mir wie vielen jungen Leuten, die in die Welt hinausziehen: Ich war dauernd auf Achse. Ob ich zu einem Auftritt hastete, mich mit Freunden traf oder die Stadt erkundete, mehrmals am Tag überkam mich der Hunger – wie er das so an sich hat –, und das Einfachste war, mir schnell unterwegs etwas zu holen oder den Lieferservice anzurufen. Essen war etwas, das außer Haus bestellt wurde, ein Problem, das in letzter Minute gelöst werden musste, anstatt ein genussvoller Prozess des Kreierens und Zelebrierens. Was die kulturelle Vielfalt angeht, schwebte ich in meinen Anfangsjahren in der Stadt im siebten Himmel. Ein Falafel-Imbiss in der Nachbarschaft versorgte mich regelmäßig mit meinem Wohlfühlessen. Crêpe-Stände und Eisdielen servierten mir meine Süßspeisen. Die skurrilen Imbisswagen und -buden ließen mich mitten in New York Indien entdecken. Und natürlich machte ich mich mehrmals pro Woche auf die Suche nach dem besten Stück Pizza in der Stadt. Ich aß billig und hatte viel Spaß. Es kam selten vor, dass ich mehr als sechs Dollar pro Mahlzeit ausgab – eine beeindruckende Leistung –, aber ich bekam dafür auch nicht sehr viele Nährstoffe.

Zu dieser Zeit wäre es mir nie in den Sinn gekommen, mir Zeit zum Kochen zu nehmen. Das erschien mir wie Zeitverschwendung. Ich sah keinen Wert darin, mein Geld in Lebensmittel zu stecken, geschweige denn in Küchengeräte, wenn ich einfach rausgehen und mir schnell etwas Einfaches, Leckeres und Billiges kaufen konnte. Es schien mir einfach nicht sinnvoll.

Mein Energiepegel spiegelte natürlich meine Essgewohnheiten. Es begann ein Kreislauf zwischen heißhungrig und pappsatt, hoch und tief. Ich achtete nicht auf die Qualität meines Essens; ich aß nur, um meinen Hunger zu stillen. Das heißt, ich dachte nicht viel darüber nach, welche Auswirkungen die Dinge hatten, die ich konsumierte. Ich war jung und gesund und fühlte mich unbesiegbar, aber in Wirklichkeit wurde ich von meinen Launen bestimmt. Meinem Körper ging es ganz gut, aber nicht super – ganz egal, welchen Sport ich machte. Obwohl es mir damals noch nicht bewusst war, hing dies alles davon ab, was ich aß und wie ich aß. Wenn ich Energie brauchte, stürzte ich Koffein hinunter oder schnappte mir etwas, das viel Zucker enthielt. Wenn ich einen harten Tag hatte, stopfte ich mich mit Pommes frites voll. Natürlich hoben diese Lebensmittel nicht wirklich meine Stimmung, aber ich war noch nicht so weit, nach besseren Möglichkeiten zu suchen.

Unterbewusst war ich jedoch bereits auf einem anderen Weg. Ich hatte mich schon eine Zeitlang mit den Lehren der östlichen und klassischen Künste beschäftigt. Bald wuchs in mir der Wunsch, etwas zu verändern. Jeden Tag rief eine Stimme lauter in meinem Kopf: »Kümmere dich um dich selbst!« Diese Aufforderung schallte immer wieder durch mein Gehirn, und ehrlich gesagt kam ich mir etwas komisch dabei vor. Es war wie meine Mom, die mir predigte, dass ich genug schlafen und gut auf mich achtgeben soll, aber dieses Mal kam die Stimme aus mir selbst. Die Weisheit der Mütter muss wohl aus einer höheren, inneren Kraftquelle stammen. Und wie sich herausstellt, ist sie nicht nur nervig, sondern wahr. Ich begann alles, was ich studiert hatte, zu verinnerlichen. Dazu kam mein Wunsch, etwas zu verändern. Ich steckte alles in einen Topf, rührte kräftig um und ließ es vor sich hin köcheln. Ich wusste, dass ich etwas zusammenbraute; ich wusste nur noch nicht, wie würzig dieses Gebräu werden würde.

Bedürfnis nach Raum

Was mich letztendlich zu einem gesünderen Leben brachte, war das Bedürfnis nach mehr Raum. Ich glaube, dieses Gefühl kennen viele von uns, wenn wir uns eine positive Veränderung in unserem Leben wünschen. Klar, wir wollen uns besser ernähren, uns besser fühlen, mehr Spaß und Befriedigung erleben, aber letztendlich sehnen wir uns nach mehr Raum. Wir fühlen uns niedergedrückt von den miesen Dingen in unserem Leben. Daher müssen wir uns den Raum schaffen, der es uns erlaubt, etwas zu verändern. Wir brauchen eine neue Welt – einen offenen Ort, an dem wir den Himmel anmalen, den Wald erkunden und im Ozean schwimmen können, und zwar genau so, wie es sich für uns richtig anfühlt. Wir müssen diese neue Welt erschaffen, um uns selbst neu zu erschaffen. Jedes bisschen, das du erschaffst, erschließt das Potenzial für mehr Raum. Und wenn du darauf aufbaust, schaffst du dir ein offenes Leben voller Möglichkeiten, wo es dir freisteht, dein bestes Selbst zu sein.

Als ich begann, mir immer mehr Raum zu wünschen, merkte ich, dass ich bereit für einen Wandel in meinem Leben war. Auch wenn ich – altersmäßig gesehen – bereits zu den Erwachsenen zählte, war ich erst jetzt bereit, zu mir selbst zu finden. Ich freute mich über die Möglichkeit, mehr Energie in meinem Leben zu haben, daher musste ich mich darauf vorbereiten.

Es hatte für mich Priorität, mir mehr körperlichen und emotionalen Raum zu schaffen. Ich knappste mir Zeit ab, um runterzukommen, mich zu entspannen, zu konzentrieren und nachzudenken. Manchmal lief das darauf hinaus, dass ich 20 Minuten lang in mein Tagebuch schrieb. An anderen Tagen nahm ich mir eine Viertelstunde Zeit, um zu Hause zu meditieren und Yoga zu machen. Und ab und zu gestattete ich mir einfach, ein paar Minuten auszuruhen, mich hinzulegen und gar nichts zu tun. Indem ich nicht jeden Moment mit Geschäftigkeit ausfüllte, schuf ich mir mehr Raum und lenkte mein Leben in eine bessere Richtung. Das half mir, den Kreislauf aus Müdigkeit, Stress und Erschöpfung zu durchbrechen. Diese kleinen Augenblicke für mich haben meine Kreativität in Gang gesetzt und meinen Energiepegel gehoben. Ich hatte ein ganz neues Gefühl von Raum in meinem Leben. Dann verspürte ich plötzlich den Drang, zu kochen. Ich wollte entdecken, etwas ausprobieren, versagen (oder Erfolg haben!) und sensationelle Gerichte kreieren. Ich wollte nichts mehr von einer Speisekarte bestellen. Also zog ich los, bewaffnet mit einem überwältigenden Wunsch und einem kleinen bisschen Mumm, um mir die nötigen Utensilien zu besorgen. Supermarkt, ich komme!

Meine ersten Ausflüge in den Laden waren ziemlich lächerlich und auch etwas peinlich. Ich hatte keine Ahnung, was ich in meinen Einkaufswagen legen sollte. Meine Einkaufserfahrung war bis zu diesem Zeitpunkt mehr als begrenzt. Hummus und Cracker und diese Tüten mit Babykarotten sind doch gesund, oder? Das waren meine Grundnahrungsmittel, zusammen mit Frühstücksflocken, Brot und Erdnussbutter. Damit beliefen sich meine Kochkenntnisse in etwa auf die einer durchschnittlichen Achtjährigen. Ich konnte eine Schüssel Frühstücksflocken anrühren und mir einen Snack zubereiten. Das war es im Grunde schon.

Aber es hieß: jetzt oder nie. Ich sprang sofort ins kalte Wasser und steuerte die furchteinflößendste Abteilung im Supermarkt an: die Wände, wo das frische Gemüse auf mich herabsah und sich über meine mangelnden Kochkünste lustig machte. Riesige Grünkohlblätter, lose Pilze und exotische Gewürze, über die ich bisher nur in Kochzeitschriften gelesen hatte, wanderten in meinen Wagen. Die Asien-Abteilung schlug mich in ihren Bann. Die vielen Nudeln, Gewürze und Pasten versetzten mich auf die bestmögliche Art in Erstaunen. Ich nahm von allem etwas und dachte mir, ich würde schon herausbekommen, was ich damit anfangen konnte. Ich hatte keine bestimmten Gerichte geplant, sondern sammelte einfach nur einen Haufen hochwertiger Zutaten und experimentierte wild damit herum. Ich hatte das Gefühl, dass eigentlich nichts schiefgehen konnte. Im schlimmsten Fall würde ich ein paar Mahlzeiten zubereiten, die zwar nicht besonders gut schmeckten, aber sehr gesund waren.

Zu Hause experimentierte ich mit Suppen, indem ich Gemüse mit Gewürzen einkochte. Meine größten Irrtümer brachten Suppen hervor, die entweder eine seltsame Farbe hatten oder viel zu stark gewürzt waren. Trotzdem aß ich meine Fehlschläge aus Prinzip auf. Es steckten gute Zutaten darin, und ich konnte mich glücklich schätzen, sie zu haben. Salate und Sandwiches gingen mir schon bald leicht und schnell von der Hand und machten richtig Spaß. Ich hatte es sogar ganz gern etwas raffinierter, röstete das Brot und schnitt es diagonal. Durch diese kleinen Dinge fühlte ich mich wie ein Gourmet.

Ich experimentierte mit Dressings, mixte frischen Ingwer, Zitronensaft und Gewürze. Da ich nicht gewillt war, auf üppigen Genuss zu verzichten, suchte ich viele reichhaltige, schmackhafte Zutaten zusammen. Ich begeisterte mich für verschiedene Senfsorten, Kokosmilch, Mandelmus und gesunde Öle – eigentlich alles, was cremig war. Ich mischte fast alles zusammen und entdeckte schon bald meine persönlichen Lieblingszutaten und die Favoriten meiner Freunde und Familienangehörigen, die schnell meine tapferen Testesser wurden.

In dieser Phase des Experimentierens und Herumspielens erkannte ich, dass der Weg zählt, nicht das Ziel. Und ich fing an, mein Leben als zusammenhängendes Ganzes zu sehen. Das war eine neue Art, das Leben zu betrachten, und eine große Veränderung für mich. Ich hatte mein Leben bisher immer in Kategorien eingeteilt – Arbeit, Freizeit, gut, schlecht, ja, nein –, und das machte mich angespannt.

Ich glaube, viele von uns tun das. Wir sehen den Alltag als Plackerei und leben hauptsächlich für die Auszeiten, die wir uns davon nehmen. Ganz gleich, ob diese in einem Drink nach der Arbeit, einem wilden Wochenende oder einem langen Urlaub besteht, wir trennen Spaß und Nicht-Spaß, und dadurch etabliert sich ein Muster von Strafe und Belohnung. Unter der Woche essen wir vernünftig, bleiben in der Spur, gehen zur Arbeit und haben im Wesentlichen keinen Spaß. Am Wochenende lassen wir los, geraten außer Kontrolle und geben uns allen möglichen verrückten Dingen hin. Ich lebte für die Auszeit. Die meisten von uns haben das in der einen oder anderen Form schon einmal erlebt.