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Krankheiten werden nicht durch Viren übertragen!
Auslöser für die jetzige Pandemie, so die offizielle Erklärung, sei ein »gefährliches, infektiöses Virus«. Um dessen Verbreitung einzudämmen, wird ein Großteil der Weltbevölkerung in ihren Häusern isoliert. Alle eingesetzten Maßnahmen - von Gesichtsmasken über soziale Distanz bis hin zu antiviralen Mitteln und Impfstoffen - basieren einzig auf der Annahme, dass Viren schwere Krankheiten hervorrufen können und diese von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Seit den Tagen von Louis Pasteur und Robert Koch gilt es als unumstößliches Gesetz: Bakterien und insbesondere Viren sind für die meisten Krankheiten verantwortlich. Die Ansteckung durch Viren bewirkt, dass Krankheiten weitergegeben werden und sich zu Pandemien ausweiten können. Thomas S. Cowan und Sally Fallon Morell zeigen in diesem Buch, dass diese Mechanismen bis heute nicht bewiesen wurden. Auch viele Beobachtungen und Tests aus der medizinischen Praxis widersprechen der »Viren-Theorie« deutlich.
Bis heute konnte niemand den Beweis erbringen, dass insbesondere Viren Krankheiten verursachen und über sie eine Ansteckung erfolgt!
Louis Pasteur war es, der einst skeptische Mediziner davon überzeugte, dass ansteckende Keime Krankheiten auslösen. Am Ende seines Lebens jedoch musste er zugeben, dass sein Versuch, Ansteckung zu beweisen, gescheitert war, was zu seinem berühmten Geständnis auf dem Sterbebett führte: »Der Keim ist nichts, das Milieu ist alles.«
Wie Krankheiten entstehen, wie sie sich verbreiten und wie sie zu Pandemien werden
Allein die Fülle an Beispielen, die Thomas S. Cowan und Sally Fallon Morell anführen, zeigt, wie schlüssig deren Theorie ist, dass die Ursachen von Krankheiten Gifte (einschließlich elektromagnetischer Strahlung) und ein Mangel an lebenswichtigen Nährstoffen sind. Es sind heute keine Lebensmittel mehr, die auf unsere Tische kommen, sondern eine Art Restmüll aus der Unterwelt von Lebensmittelindustrie und industrialisierter Landwirtschaft. Das Credo des Buches: Wir werden keine Fortschritte in puncto Gesundheit machen, wenn wir uns nicht fortan auf die wahren Ursachen von Krankheiten konzentrieren.
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Veröffentlichungsjahr: 2021
Von Sally Fallon Morell
Seit den Anfängen der Menschheit sind Medizinmänner und Ärzte der Frage nachgegangen, was Krankheiten verursacht und was »Ansteckungen« sind – warum zahlreiche Menschen zur selben Zeit erkranken und ähnliche Symptome aufweisen. Sind derartige Ausbrüche die Rache eines erzürnten Gottes oder eines bösen Geistes? Eine Störung in der Atmosphäre? Ein Pesthauch? Bekommen wir die Krankheit von anderen, oder nimmt sie durch irgendeinen äußeren Einfluss von uns Besitz?
Durch die Erfindung des Mikroskops im 17. Jahrhundert und die Entdeckung von Bakterien bekamen Mediziner einen neuen Kandidaten, den sie verantwortlich machen konnten: winzige, einzellige Organismen, die Menschen durch Kontakt und Ausatmung weitergeben konnten. Aber die Theorie von den Krankheitskeimen verbreitete sich erst 200 Jahre später durch den berühmten Wissenschaftler Louis Pasteur. Sie wurde bald als Erklärung für die meisten Krankheiten herangezogen.
Bis zu der Erkenntnis, dass auch ernährungsbedingte Defizite für Krankheiten wie Skorbut, Pellagra und Beriberi ursächlich sein können, dauerte es Jahrzehnte. Bis dahin wurde die Theorie von den Krankheitskeimen als Erklärung für alles herangezogen, was den Menschen plagt. Als Robert R. Williams, einer der Entdecker des Thiamins (B1), beklagte, »alle jungen Ärzte waren so besessen von der Vorstellung der Infektion als Krankheitsursache, dass es gegenwärtig als fast axiomatisch unanzweifelbar akzeptiert wird, dass Krankheit keine andere Ursache (als Mikroben) haben kann. Die Voreingenommenheit der Ärzte, Infektion sei die Ursache für Krankheit, war zweifellos verantwortlich dafür zu übersehen, dass der wahre Grund für Beriberi in der Ernährung liegt.« 1
Während der Pandemie der Spanischen Grippe von 1918, dem tödlichsten Beispiel für eine ansteckende Krankheit in der jüngsten Geschichte, hatten Ärzte Mühe, die globale Reichweite zu erklären. Geschätzte 500 Millionen Menschen infizierten sich – etwa ein Drittel der Weltbevölkerung –, und 20 bis 50 Millionen starben daran. Die Seuche schien spontan in verschiedenen Teilen der Welt auszubrechen, traf Junge und Gesunde, darunter auch viele amerikanische Soldaten. Manche Gemeinden schlossen Schulen, Geschäfte und Theater, und die Leute wurden angewiesen, Masken zu tragen und sich nicht mehr die Hand zu geben, um die Ansteckung zu unterbinden.
Aber war die Spanische Grippe wirklich ansteckend? Die Gesundheitsbehörden jener Zeit glaubten, die Ursache wäre ein Mikroorganismus mit dem Namen Pfeiffer-Bakterium, und wollten herausfinden, wie der Erreger sich so schnell ausbreiten konnte. Deshalb versuchten US-Ärzte vom Öffentlichen Gesundheitsdienst hundert gesunde Freiwillige zwischen 18 und 25 Jahren zu infizieren, indem sie aus Nase, Rachen und oberen Atemwegen von Erkrankten Schleimsekrete entnahmen. 2 Diese übertrugen sie in Nase, Mund und Lungen der Freiwilligen, aber keiner von ihnen wurde krank. Das Blut infizierter Spender wurde den Freiwilligen injiziert, doch sie blieben hartnäckig gesund. Schließlich wies man die Erkrankten an, die Freiwilligen anzuatmen und anzuhusten, aber die Ergebnisse waren die gleichen: Die Spanische Grippe war nicht ansteckend, und die Ärzte konnten dem beschuldigten Bakterium nichts nachweisen.
Pasteur glaubte, der gesunde menschliche Körper sei steril und erkranke nur dann, wenn Bakterien in ihn eindrängen – eine Sichtweise, die die Praxis der Medizin über ein Jahrhundert lang dominieren sollte. In den vergangenen Jahren konnte eine komplette Umkehr des herrschenden medizinischen Paradigmas, dass nämlich Bakterien uns angreifen und krank machen, beobachtet werden. Wir haben gelernt, dass der Verdauungstrakt eines gesunden Menschen bis zu 2,5 Kilogramm Bakterien beherbergt, die viele gute Funktionen ausüben – sie schützen uns vor Toxinen, unterstützen das Immunsystem, helfen, unsere Nahrung zu verdauen, erzeugen Vitamine und produzieren sogar »Wohlfühl«-Chemikalien. Bakterien, die die Haut bedecken und den Vaginaltrakt auskleiden, üben ebenfalls eine Schutzfunktion aus. Diese Entdeckungen stellen viele derzeitige medizinische Maßnahmen infrage – von Antibiotika bis hin zum Händewaschen. Tatsächlich sind Forscher in ihrem Bemühen zu beweisen, dass Bakterien – außer als Mitwirkende unter extrem unnatürlichen Bedingungen – uns krank machen, ziemlich frustriert.
Louis Pasteur fand kein Bakterium, das Tollwut hervorrufen konnte, und er spekulierte über ein Pathogen, das zu klein war, um unter dem Mikroskop entdeckt zu werden. Die ersten Bilder dieser winzigen Partikel – nur etwa ein Tausendstel so groß wie eine Zelle – erhielt man nach der Erfindung des Elektronenmikroskops 1931. Diese Viren – von lateinisch virus für »Gift« – wurden sofort als gefährliche »Ansteckungserreger« eingestuft. Ein Virus ist kein lebender Organismus, der sich selbst reproduzieren kann, sondern eine Ansammlung von Proteinen und DNA- oder RNA-Bruchstücken, die von einer Membran umschlossen sind. Da sie in und um lebende Zellen herum zu sehen sind, nahmen Forscher an, dass Viren sich nur in der lebenden Zelle eines Organismus reproduzieren. Man glaubt, dass diese überall verbreiteten Viren »alle Arten von Lebensformen infizieren können, von Tieren und Pflanzen bis zu Mikroorganismen, einschließlich Bakterien und Archaeen«. 3
Da sie schwer zu separieren und aufzubereiten sind, sind Viren ein willkommener Sündenbock für Krankheiten, die nicht in das Bakterienmodell passen. Erkältungen, Grippe und Lungenentzündung, die einst als ausschließlich bakteriell bedingt erachtet wurden, werden heute häufig auf ein Virus zurückgeführt. Ob Wissenschaftler wohl eines Tages entdecken werden, dass diese Partikel, wie die einst vermaledeiten Bakterien, auch eine wohltuende Rolle spielen? Tatsächlich haben einige Forscher genau dies bereits erkannt, doch eingefleischte Vorstellungen, vor allem solche, die Profite durch Medikamente und Impfstoffe versprechen – die One-bug-one-drug-Mentalität (für jeden Übeltäter ein Medikament) –, sind schwer auszumerzen.
Heute liefert die Prämisse, dass das Coronavirus ansteckend ist und eine Krankheit hervorrufen kann, die Rechtfertigung dafür, dass ganze Nationen in den Lockdown geschickt werden, wodurch die globale Ökonomie zerstört und Hunderttausende arbeitslos gemacht werden. Aber ist es tatsächlich ansteckend? Kann man das Coronavirus auf andere übertragen und sie so krank machen? Oder ist es etwas anderes, irgendein äußerer Einfluss, der die Krankheit bei den Anfälligen auslöst?
Diese Fragen mögen dem öffentlichen Gesundheitswesen unangenehm erscheinen – ja, sie sogar wütend machen –, denn das ganze Vertrauen der modernen Medizin leitet sich von der Voraussetzung ab, dass Mikroorganismen – übertragbare Mikroorganismen – Krankheit verursachen. Von Antibiotika bis zu Impfstoffen, von Gesichtsmasken bis zum Abstandhalten – die meisten Menschen unterwerfen sich bereitwillig solchen Maßnahmen, um sich und andere zu schützen. Die Frage des zugrunde liegenden Prinzips der Ansteckung zu hinterfragen heißt, die Grundlage der medizinischen Versorgung anzuzweifeln.
Ich freue mich, gemeinsam mit meinem Kollegen Tom Cowan den modernen medizinischen Mythos, der besagt, dass Mikroorganismen Krankheiten verursachen und diese durch Husten, Niesen, Küsse und Umarmungen von einer Person auf eine andere übertragen werden können, zu enthüllen. Wie Tom sind mir kontroverse Sichtweisen nicht fremd. In meinem Buch Das Vermächtnis unserer Nahrung, das erstmals 1996 veröffentlicht wurde, habe ich die häretische Idee vorgestellt, dass Cholesterin und gesättigte tierische Fette keine Schurken sind, sondern wesentliche Nahrungsbestandteile, die für normales Wachstum, mentales und physisches Wohlbefinden und zur Gesundheitsvorsorge unerlässlich sind.
In Das Vermächtnis unserer Nahrung und anderen Schriften habe ich die radikale Ansicht vertreten, dass Pasteurisierung das Gute in der Milch zerstört – was die Keimtheorie noch zusätzlich beeinträchtigt – und dass Rohmilch sowohl sicher als auch therapeutisch wirksam und besonders wichtig für Kinder im Wachstum ist. Sie ist der naheliegende Ersatz für Brustmilch, wenn Mütter ihre Babys nicht selbst stillen können – ein Vorschlag, der die Gesundheitsbehörden ganz kirre macht. In späteren Veröffentlichungen habe ich die wenig verbreitete Ansicht vertreten, dass eine nährstoffreiche Ernährung und nicht die Verabreichung von Impfstoffen unsere Kinder am besten vor Krankheit schützt. Im Laufe der Jahre haben diese Sichtweisen sowohl bei Laien als auch bei Gesundheitsexperten zunehmend Anklang gefunden.
Ein Irrtum hat Folgen. Das Resultat der Auffassung, dass unsere Nahrung frei von tierischen Fetten sein müsse und unsere Kinder mit verarbeiteter entrahmter Milch aufwachsen sollten und dass es ferner gut sei, sie vor dem Erreichen des 5. Lebensjahrs Dutzende Male zu impfen, hat zu enormem Leid bei unseren Jüngsten geführt, zu einer wahren Epidemie chronischer Krankheiten bei Erwachsenen und zu einer bedenklichen Abnahme der Qualität unserer Lebensmittelversorgung. Es gibt auch ökonomische Folgen, so etwa die Zerstörung des ländlichen Lebens. Denn kleine Bauernhöfe, besonders Milchviehbetriebe, denen es untersagt ist, ihre Milch direkt an die Verbraucher zu verkaufen, können dem Preisdruck der industrialisierten Landwirtschaft nicht standhalten. Und Eltern von Kindern mit chronischen Krankheiten (schätzungsweise eins von sechs Kindern 4) haben mit den medizinischen Kosten zu kämpfen.
Was sind die möglichen Konsequenzen der Prämisse, dass Mikroorganismen, vor allem Viren, Krankheiten verursachen? Die »Coronavirus-Pandemie« liefert uns da viele Anhaltspunkte: Zwangsimpfungen, Mikrochips im Impfstoff, vorgeschriebene soziale Distanzierung, Lockdown, Maskenverordnungen und die Negierung unseres Rechts, uns zu versammeln und unsere Religion auszuüben, sobald eine Krankheit auftritt, die sich von den Medien zu einem amtlichen Gesundheitsnotfall hochstilisieren lässt.
Solange wir unsere öffentliche Politik nicht auf Wahrheit gründen, wird die Situation nur noch schlimmer werden. Die Wahrheit ist, dass Ansteckung ein Mythos ist. Wir müssen woanders nach den Ursachen von Krankheiten suchen. Nur wenn wir das tun, werden wir eine Welt der Freiheit, des Wohlstands und guter Gesundheit schaffen.
Sally Fallon Morell, Juli 2020
Von Dr. Thomas S. Cowan
Kontroverse Ansichten sind mir nicht fremd, vor allem kontroverse Positionen im Bereich der Medizin. In meinen letzten drei Büchern habe ich mehrere heilige Ikonen angeprangert, die die Grundlage unserer Einstellung zu Krankheiten und deren Behandlung bilden.
In Was lässt unser Herz schlagen? habe ich klar dargelegt, dass das Herz keine Pumpe ist und verstopfte Arterien nicht die vorwiegende Ursache für Herzinfarkte sind.
In Impfungen und Autoimmunerkrankungen – Wie Impfstoffe neue Kinderkrankheiten auslösen habe ich die Theorie vorgestellt, dass akut eintretende Krankheiten nicht durch eine Infektion verursacht werden, die uns von außen befällt, sondern vielmehr eine Reinigung unseres intrazellulären Gels ist. Eine logische Folge aus dieser Annahme ist, dass jede Maßnahme, die diese Reinigungsreaktion stört, vor allem Impfstoffe, unbeschreiblichen Schaden anrichtet, der sich in explodierenden Fallzahlen chronischer Krankheiten niederschlägt.
In meinem dritten, und wie ich dachte letzten Buch, Krebs und die neue Biologie des Wassers, zeige ich, warum der »Krieg gegen den Krebs« ein völliger Fehlschlag ist. Ich lege dar, warum der moderne chemotherapeutische Ansatz sinnlos ist und dass es eine ganz neue Art, dieses Problem zu betrachten, geben muss. Ich postuliere, dass diese neue Sichtweise der Medizin und Biologie die Frage, »was eigentlich Krankheit hervorruft«, in den Vordergrund unseres Denkens stellen muss.
Ich hatte eigentlich gedacht, ich wäre fertig mit dem Schreiben kontroverser Bücher (zumindest über Medizin) und könnte meine Aufmerksamkeit fortan darauf richten, meine Tätigkeit als praktizierender Arzt zu beenden, mehr Zeit im Garten zu verbringen und einen heilsamen Ort für mich, meine Freunde und meine Familie zu schaffen. Ich wusste, ich würde weiterhin gelegentlich Interviews und vielleicht ein paar Onlinekurse geben und als Berater tätig werden. Ich wollte zwar immer noch über die Natur des Wassers und die zunehmende Umweltverschmutzung unserer Erde sprechen, doch ich habe auch gehofft, dass das Interesse an meiner Arbeit abnehmen und sie einfach zu einem Teil des allgemeinen Bewusstseins, zu einer neuen Denkweise werden würde, die unsere Einstellung über Krankheiten verändern und die Praxis der Medizin wieder menschlicher machen würde. Es gab zwar einen nagenden Gedanken in mir – und das schon seit Jahren –, dass ich mich nämlich in das Thema HIV und Aids vertiefen müsste, aber es war eher so ein »Jucken«, das nur gelegentlich gekratzt werden will.
Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mit einem homöopathischen Arzt zu Mittag gegessen, und wir scherzten über unsere langen medizinischen Berufswege und wie viele Dinge sich im Laufe der Jahre verändert hatten. Aus irgendeinem Grund kam das Gespräch auf die Immunologie, und wir erinnerten uns daran, was wir im Studium darüber gelernt hatten – damals in den frühen 1980er-Jahren: Will man wissen, ob jemand immun gegen eine bestimmte Viruserkrankung ist, kann man testen, wie hoch die Antikörperlevel sind. Sind sie hoch, so bedeutet dies, dass jemand immun ist.
Ebenso wie sich Leute für den Rest ihres Lebens an den Moment erinnern, als sie erfuhren, dass John F. Kennedy erschossen wurde oder dass die Türme des World Trade Centers einstürzten, habe ich eine lebhafte Erinnerung daran, als ich 1984 von Robert Gallo hörte, man hätte die Ursache für Aids entdeckt. Die Krankheit werde durch das Humane Immundefizienz-Virus (HIV) ausgelöst, und dass es Aids verursachte, wusste man deshalb, weil man bei einigen (nicht allen) Aids-Patienten erhöhte Antikörperlevel festgestellt hatte. Ich erinnere mich, wie ich mich an einen Kommilitonen wandte und fragte: »Hey, wer hat denn die Regeln verändert?« Mit anderen Worten: Nachdem ich die 4 Jahre zuvor gelernt hatte, dass Menschen mit Antikörpern gegen ein Virus immun für eben dieses Virus waren, wurde uns nun ohne weitere Erklärung erzählt, Antikörper im Blut bedeuteten, dass das Virus die Krankheit tatsächlich hervorrufe.
Ich habe es damals nicht geglaubt, und ich glaube es heute noch immer nicht. Mehr als 35 Jahre habe ich zahllose Artikel, Bücher und Abhandlungen über die fehlende Verbindung zwischen HIV und Aids gelesen. Dies brachte mich natürlich dazu, die Verbindung zwischen »Viren« und anderen Krankheiten zu untersuchen, und was ich herausfand, war, gelinde gesagt, schockierend. Das ist der Hintergrund zu meinem heute berühmten 10-minütigen Video über die Ursache der Coronavirus-»Pandemie«.
Obwohl ich seit Jahrzehnten weiß, dass der »Virus-Kaiser« nackt ist, habe ich gehofft, dass andere die Herausforderung annehmen würden, diese Informationen weiter in die Öffentlichkeit zu tragen. Doch ein 10-minütiges Video drängte mich auf die öffentliche Bühne, und das kam so: Anfang 2020 erhielt ich die Einladung, auf einer Gesundheitskonferenz in Arizona zu sprechen. Ich wusste fast nichts über die Gruppe, die mich eigeladen hatte, aber sie schickten mir ein Erste-Klasse-Flugticket, also nahm ich an. Mir war nicht klar, über welches Thema ich referieren sollte, aber da ich bei meinen Vorträgen niemals Folien oder Notizen verwende, würde ich wohl wie üblich einfach improvisieren. Interessanterweise fragte mich auch meine Frau, wohin ich fahre, vor wem ich sprechen und was das Thema sein würde. Ich zuckte nur mit den Achseln und sagte, es schienen nette, ernsthafte Leute zu sein.
Ein paar Wochen zuvor hatte das »Coronavirus« es geschafft, die Nachrichten in Beschlag zu nehmen. Zuerst dachte ich mir nicht viel dabei und glaubte, es sei bloß ein weiterer in einer langen Reihe von viralen Schrecken – erinnern Sie sich noch an SARS, MERS, Vogelgrippe, Ebola, Schweinegrippe und das Zikavirus? Sie alle würden uns den Garaus machen, hieß es, aber dann verschwanden sie einfach wieder.
Doch mit dem »Coronavirus« begannen sich die Dinge zu intensivieren, vor allem die drakonischen Reaktionen seitens der Behörden. Und noch immer dachte ich mir nicht viel dabei, obwohl ich mich durchaus fragte, ob die damit verbundenen Krankheiten die ersten Folgen aus der geplanten 5G-Einführung waren – oder vielleicht eine Vertuschung der Einführung. Ich überlegte, die Konferenz in Arizona abzusagen, vor allem, weil ich befürchtete, dass ich dort in Quarantäne geschickt und es mir nicht gestattet werden würde, nach Hause zurückzukehren. Doch ich tat dies als paranoid ab und fand, ich könnte meine Auftrittszusage genauso gut einhalten.
Als ich eintraf, stellte ich fest, dass nur zwanzig oder dreißig Besucher anwesend waren. Die drei anderen Redner hatten abgesagt beziehungsweise beschlossen, ihren Vortrag via Skype oder Zoom zu halten. Ich sollte an jedem der beiden Konferenztage auftreten. Mein Vortrag am ersten Tag handelte von akut eintretenden Krankheiten und Impfstoffen (meine übliche Grundsatzrede zu diesem Thema), am folgenden Tag wollte ich über Herzkrankheiten sprechen.
An diesem Abend hörten wir weitere Meldungen über Quarantäne und von Flugzeugen, die am Boden blieben. Angesichts der spärlichen Teilnahme verbrachte ich einen Teil der ersten Nacht online, um herauszufinden, ob ich vielleicht einen früheren Heimflug bekommen und meinen zweiten Vortrag einfach ausfallen lassen könnte. Ich schlief unruhig und überlegte, lieber den Flug morgens um 7 anstelle des geplanten um 13 Uhr zu nehmen. Doch dann beschloss ich, das sei verrückt, und da ich nun schon mal dort war, würde ich meinen Vortrag über das Herz auch halten und ihn vielleicht mit ein paar Kommentaren über »Viren« und die aktuelle Situation beenden.
Es wäre falsch zu behaupten, ich hätte nicht gewusst, dass ich gefilmt wurde, da ich offensichtlich ein Mikrofon trug und ein Mann hinten im Saal mich zu filmen schien, zumindest einen Teil der Zeit. Doch in meinem Kopf sprach ich eindeutig zu dieser Gruppe von zwanzig oder dreißig Anwesenden. Am Ende des Vortrags machte ich ein paar Bemerkungen aus dem Stegreif darüber, dass Viren keine Krankheit hervorrufen. Ich absolvierte also meinen Teil und brach dann zum Flughafen auf. Im Flugzeug war ich einer von etwa zehn Passagieren, ich schaffte es sicher nach Hause und war dann sehr froh, wieder dort zu sein.
Ein paar Tage später bekam ich eine E-Mail von Josh Coleman, dem Mann, der das Video gedreht hatte. Er schrieb mir, er habe meine Bemerkungen über Viren irgendwo online gepostet, und dies habe große Resonanz ausgelöst. 1 Ich hielt das für interessant, aber auch nicht mehr. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Ich habe keine Ahnung, wie weit dieses 10-Minuten-Video verbreitet wurde oder wie viele Leute es gesehen haben – Josh sagte mir, es sei mehr als eine Million Mal aufgerufen worden. Ich wusste nur, dass ich mehr über dieses Thema sagen musste, und sei es nur, um klarzustellen, was ich auf der Konferenz zum Ausdruck hatte bringen wollen.
Interesse an meinen Kommentaren kam von Menschen auf der ganzen Welt. Über Nacht war ich zum Ansprechpartner für eine alternative Sicht auf Viren geworden, der Theorie von den Krankheitserregern, der aktuellen Gesundheitssituation und einer Menge mehr. Dies führte zu ein paar Podcast-Interviews, einschließlich einem mit Sayer Ji auf GreenMedInfo.com, und meinen eigenen Webinaren.
Natürlich wurde ich auch kritisiert und erhielt sogar ein paar schlimme Drohungen, aber ich habe auch Unterstützung erfahren – auf eine Art und Weise, die ich mir nie hätte träumen lassen. Ich wollte niemanden verletzen. Ich vertrete eine bestimmte Sichtweise und liege damit hoffentlich in manchen Dingen richtig. Sollte ich in manchen anderen Dingen falsch liegen, bitte ich meine Leser um Verständnis. Sollte ich falsch liegen, ist das einzig der Suche nach Wahrheit geschuldet und dem Wunsch, die Situation zu verstehen und einzuordnen.
Zwei Dinge treiben mich an. Zum einen möchte ich es allen von uns ermöglichen, in einer Welt zu leben, in der jeder seine Gedanken und Empfindungen frei äußern kann, ohne Angst vor Schuldzuweisungen oder Missbrauch haben zu müssen. Was könnte falsch daran sein, eine offene und ehrliche Diskussion über die Natur und die Ursache von Krankheit und Leid zu führen? Dies ist eine komplexe Frage, und keine Einzelperson oder Gruppe kennt darauf alle Antworten. Aber ist dies nicht genau das, worum es bei echter Wissenschaft (im Gegensatz zum Szientismus) gehen sollte?
Zum anderen bin ich besorgt, dass, wenn mein Verständnis der gegenwärtigen Situation auch nur annähernd richtig ist – ein Verständnis, für das wir auf diesen Seiten ein klares und überzeugendes Argument liefern wollen –, die Menschheit gerade an einem Scheideweg stehen könnte. Es wird tiefgreifende, ja unabsehbare Folgen für alles Leben auf der Erde haben, wenn wir die Botschaften, die sich aus der aktuellen Situation ergeben, nicht beherzigen. Ich behaupte, dass wir, wenn wir die wahren Ursachen der »Coronavirus-Pandemie« nicht verstehen, einen bitteren Weg einschlagen werden, von dem es kein Zurück mehr geben wird. Das ist es, was mich antreibt, dieses Buch zu schreiben.
Ich freue mich, dieses Buch zusammen mit meiner streitbaren Kollegin Sally Fallon Morell schreiben zu können. Sally und ich arbeiten seit über 2 Jahrzehnten zusammen (dies ist bereits unser drittes gemeinsames Buch), sind befreundet und (ich wage zu sagen) spirituelle Partner. Mit einem kleinen Beitrag meinerseits gründete Sally 1999 die Weston A. Price Foundation, vielleicht die beste verfügbare Quelle, um die Wahrheit über Lebensmittel, Medizin und Landwirtschaft in eine Welt zu bringen, die nach dieser Wahrheit hungert.
Ich wünsche mir aufrichtig, dass dies unser letztes gemeinsames Buch ist. Wir arbeiten gerne zusammen, doch ich gehe davon aus, dass die derzeitige »Pandemie«, die wir durchleben, zu einem tiefgreifenden Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit werden wird. Ich hoffe, dass aus diesem Ereignis eine neue Art zu leben hervorgehen wird, wir in einer Welt frei von vergifteter Nahrung, vergiftetem Wasser und der vergifteten und falschen Theorie von den Krankheitserregern leben werden.
Ich stelle mir vor, dass es in dieser Welt für Sally und mich keine Notwendigkeit mehr gibt, Bücher zu schreiben. Die Menschen werden einfach wissen, wie sie leben sollen, und überzeugt sein, dass nur Wahnsinnige es erwägen können, ihre Nahrung, ihr Wasser, ihre Luft zu vergiften und das elektrostatische Feld der Erde zu zerstören. Wir freuen uns beide auf den Tag, an dem wir aufhören können, die Leute vor diesem oder jenem zu warnen. Eine Zeit, in der wir wieder mehr Zeit mit dem Anbau und der Zubereitung von Nahrung verbringen und sie voller Freude mit unseren Familien, Freunden und Nachbarn teilen können. Keine weiteren Bücher. Nach diesem hier werdet ihr, liebe Freunde, alles wissen, was ihr wissen müsst.
Also schnallt euch an, Leute, wir haben die Fahrt unseres Lebens vor uns.
Thomas S. Cowan, Juli 2020
Lassen Sie uns gleich zum Wesentlichen kommen – zur Ansteckung. Woher wissen wir, ob bestimmte Symptome eine infektiöse Ursache haben? Wie wir uns alle denken können, kann es eine komplizierte oder schwierige Aufgabe sein, bei einem Menschen die Ursache seiner Krankheit oder seiner Symptome zu ermitteln. Natürlich müssen individuell und je nach Alter viele Faktoren berücksichtigt werden. Sind die Symptome auf genetische Veranlagung, eine Vergiftung, schlechte Ernährung und Nährstoffdefizite, Stress, elektromagnetische Felder (EMF), negative Emotionen, Placebo- oder Noceboeffekte zurückzuführen – oder auf die Ansteckung durch eine andere Person mit einem Bakterium oder Virus?
Wenn wir uns einen Weg durch diesen Morast bahnen, brauchen wir klar definierte Regeln, um zu bestimmen, wie sich die Verursachung beweisen lässt – und diese Regeln sollten klar, einfach und richtig sein. Es gibt zwar solche Regeln, aber Wissenschaftler ignorieren sie seit Jahren. Diese Regeln nicht zu befolgen, droht leider die Struktur der Gesellschaft zu zerstören.
Stellen Sie sich vor, ein Erfinder ruft Sie an und sagt, er habe einen neuen Tischtennisball erfunden, der in der Lage sei, Mauern einzuschlagen, wodurch der Abriss für Bauarbeiter und Zimmerleute sehr viel einfacher und leichter werde. Klingt interessant, obwohl es schwer vorstellbar ist, wie ein Tischtennisball Derartiges vollbringen können sollte. Sie bitten den Erfinder, Ihnen zu zeigen, wie er denn festgestellt hat, dass der neue Pingpongball in der Lage ist, Wände einzuschlagen. Seine Firma schickt Ihnen ein Video. Dieses zeigt, wie ein Tischtennisball in einen Eimer mit Steinen und Eiswürfeln gesteckt wird. Dann wird der Eimer gegen eine kleine Ziegelmauer geworfen. Die Wand bricht zusammen – »da ist der Beweis«, sagen sie.
Moment mal! Woher wissen wir denn, dass es der Pingpongball war, der die Wand eingeschlagen hat, und nicht die Steine und Eiswürfel, die sich ebenfalls im Eimer befanden?
»Gute Frage«, entgegnet der Erfinder und sendet Ihnen dann ein Video, das einen animierten oder virtuellen Tischtennisball zeigt, der eine virtuelle Ziegelmauer zerstört. Er lässt Sie wissen, dass der Ball und die Wand exakte Wiedergaben des echten Balls und der echten Mauer sind. Dennoch scheint irgendetwas nicht zu stimmen, schließlich ist es ziemlich leicht, ein Computerbild oder ein Video zu erzeugen, das einen derartigen Vorgang zeigt. Doch wir sind uns sicher einig, dass dies nichts mit dem zu tun hat, was mit dem echten Ball und der realen Mauer passieren würde.
Der Erfinder ist verärgert über all Ihre Fragen, doch da Sie ein potenzieller Investor sind und er an Ihrer finanziellen Unterstützung interessiert ist, bleibt er hartnäckig. Er schickt Ihnen dann eine detaillierte Analyse, was seinen Tischtennisball so besonders macht. Er hat spezielle Ausstülpungen an seiner Außenseite, »die sich in den Zement, der die Ziegel zusammenhält, graben und ihn zerstören«. Außerdem wurde in das Innere des Tischtennisballs ein leichtgewichtiges System eingebaut, das dem Erfinder zufolge die Kraft des Balls verstärkt und ihn so hundertmal leistungsfähiger macht als einen herkömmlichen Tischtennisball. Das, so sagt er, sei der absolute Beweis dafür, dass der neue Ball Mauern einreißen könne.
An diesem Punkt wollen Sie das Gespräch mit diesem Verrückten beenden, aber dann zieht er seine letzte Trumpfkarte aus dem Ärmel. Er schickt Ihnen Videos von fünf angesehenen Forschern auf dem neuen Gebiet des Mauerabrisses durch Tischtennisbälle. Natürlich werden diese voll und ganz vom Gremium des Pingpongball-Abrisses finanziert und haben prestigeträchtige Positionen in diesem Bereich erlangt. Sie bezeugen jeweils einzeln die interessanten Eigenschaften dieses neuen Tischtennisballs. Zwar geben sie zu, dass noch weitere Forschung nötig ist, aber sie haben »Indizienbeweise« dafür, dass die Behauptungen einer verbesserten Effizienz richtig und eine vorsichtige Investition gerechtfertigt sind. An diesem Punkt legen Sie den Hörer auf und überprüfen durch einen Blick nach draußen, ob Sie vielleicht in Alices Wunderland gefallen sind und soeben mit dem verrückten Hutmacher gesprochen haben.
Wenn nun dieser Tischtennisball tatsächlich gemauerte Wände niederreißen können soll, dann ist es doch naheliegend, den Pingpongball zu nehmen, ihn gegen die Wand zu schmettern und zu sehen, was passiert – anschließend lassen Sie zahlreiche andere nicht involvierte Leute dasselbe tun, um sicherzustellen, dass die Firma kein Blei in den Ball getan und ihn gegen eine Wand aus Pappziegeln geschleudert hat. Das Ganze könnten wir als den »Ultimativen Pingpongball-Test« (UPPBT) bezeichnen.
So grotesk und verrückt es auch klingt: Dieser Mangel an Beweisen – dafür, dass ein Mikroorganismus namens Coronavirus eine Wand Ihres Immunsystems einreißt, Ihre Zellen durchdringt und beginnt, sich in ihnen zu replizieren – ist genau das, was es mit der »Coronavirus«-Pandemie auf sich hat. Niemand hat sich die Mühe gemacht nachzuschauen, was geschieht, wenn Sie den UPPBT machen, also den Ball gegen die Wand werfen – und wenn Sie auch nur vorschlagen, dies zu tun, tauchen die Trolle aus den Schatten auf und bezeichnen Sie als eine verrückte Person, die »Fake News« verbreitet.
Die meisten Menschen würden zustimmen, es sei erforderlich zu beweisen, dass der Tischtennisball die Ziegelmauer zerstören kann, niemand von uns würde dies als verhandelbar betrachten. Und die meisten Leute würden ferner zustimmen, dass es einen Beweis darstellt, wenn man sieht, wie eine echte Ziegelwand von einem Pingpongball zerstört wird. Mit anderen Worten: Rationale Menschen mit gesundem Menschenverstand würden den obigen UPPBT als wahr und relevant akzeptieren.
Heinrich Hermann Robert Koch (1843–1910) gilt als einer der Begründer der modernen Bakteriologie. Er erstellte und verbesserte Labortechnologien, um Bakterien zu isolieren, und entwickelte außerdem Techniken, um Bakterien zu fotografieren. Seine Forschung führte zur Begründung der Koch-Postulate, einer Art von UPPBT für Krankheiten aus vier Prinzipien, die bestimmte Mikroorganismen mit bestimmten Krankheiten verbinden.
Es sind die folgenden:
Der Mikroorganismus muss in großer Zahl im ganzen Organismus des an der Krankheit Leidenden zu finden sein, nicht aber in gesunden Organismen.
Der Mikroorganismus muss von einem erkrankten Organismus isoliert und in Reinkultur gezüchtet werden.
Der kultivierte Mikroorganismus sollte die Krankheit verursachen, wenn er in einen gesunden Organismus eingebracht wird.
Der Mikroorganismus muss vom nun erkrankten experimentellen Wirt, der mit den Mikroorganismen geimpft wurde, wieder isoliert und als übereinstimmend mit dem ursprünglichen, spezifischen, verursachenden Wirkstoff identifiziert werden.
Sind alle vier Bedingungen erfüllt, haben Sie die infektiöse Ursache für eine spezifische Reihe von Symptomen bewiesen. Dies ist die einzige Art und Weise, Kausalität zu beweisen. Interessanterweise konnte aber selbst Koch bei der Anwendung seiner eigenen Postulate keinen Beweis für Ansteckung finden. Er verstieß bereits gegen die erste Bedingung, als er Träger von Cholera und Typhus entdeckte, die nicht erkrankten. 1 Tatsächlich glauben Bakteriologen und Virologen heute, dass Kochs vernünftige und logische Postulate »seit den 1950er-Jahren von Epidemiologen als größtenteils überholt betrachtet werden«. 2
Kochs Postulate gelten für Bakterien, nicht für Viren, die etwa tausendmal kleiner sind. Im späten 19. Jahrhundert gelang der erste Beweis für die Existenz dieser winzigen Partikel durch Experimente mit Filtern, die Poren hatten, die klein genug waren, um Bakterien zurückzuhalten und andere Partikel durchzulassen.
1937 modifizierte Thomas Rivers Kochs Postulate, um die infektiöse Natur von Viren zu bestimmen. Rivers’ Postulate lauten folgendermaßen:
Das Virus kann vom erkrankten Wirt isoliert werden.
Das Virus kann in Wirtszellen kultiviert werden.
Filtrierbarkeitsbeweis – das Virus lässt sich aus einem Medium herausfiltern, das auch Bakterien enthält.
Das herausgefilterte Virus wird eine vergleichbare Krankheit hervorrufen, wenn das kultivierte Virus verwendet wird, um Versuchstiere zu infizieren.
Das Virus kann vom infizierten Versuchstier rückisoliert werden.
Es lässt sich eine spezifische Immunantwort auf das Virus feststellen.
Bitte beachten Sie, dass Rivers Kochs erstes Postulat weglässt – weil nämlich viele Menschen, die an einer »viralen« Krankheit leiden, den angreifenden Mikroorganismus gar nicht beherbergen. Selbst unter Auslassung von Kochs erstem Postulat waren Forscher unter Anwendung von Rivers’ Postulaten nicht in der Lage zu beweisen, dass ein spezifisches Virus eine spezifische Krankheit auslöst. Eine Studie behauptet, dass Rivers’ Postulate bei SARS zugetroffen haben, das ja eine virale Krankheit sein sollte, aber eine sorgfältige Untersuchung dieser Arbeit zeigt, dass keines der Postulate erfüllt wurde. 3
Noch einmal: Die zentrale Behauptung des vorliegenden Buches lautet, dass keine einzige Krankheit, die Bakterien oder Viren zugeschrieben wird, alle von Kochs Postulaten oder Rivers’ Kriterien erfüllt. Und zwar nicht, weil die Postulate unkorrekt oder überholt sind (tatsächlich sind sie völlig logisch), sondern weil Bakterien und Viren keine Krankheit verursachen, zumindest nicht auf eine Weise, die wir heute verstehen.
Wie kam es zu dieser Fehleinschätzung, besonders hinsichtlich der »Infektionen« mit Bakterien und Viren? Sie reicht lange zurück – sogar bis zu den Philosophien im alten Griechenland. Mehrere Philosophen und Mediziner propagierten diese Theorie bereits während der Renaissance 4, doch in moderner Zeit wurde dieser Mummenschanz durch jenen großen Betrüger und Plagiator Louis Pasteur, dem Vater der Keimtheorie, zu der Erklärung für die meisten Krankheiten.
Stellen Sie sich einen Fall vor, bei dem manche Menschen nach dem Trinken der Milch einer bestimmten Kuh starken blutigen Durchfall entwickeln. Ihre Aufgabe ist es nun, die Ursache des Problems herauszufinden. Sie fragen sich, ob es einen übertragbaren Erreger in der Milch gibt, der von den unglücklichen Menschen aufgenommen wird und sie krank werden lässt. Das klingt so weit vollkommen vernünftig. Dann untersuchen Sie die Milch unter dem neu erfundenen Mikroskop und finden in der Milch ein Bakterium. Von seinem Aussehen her können Sie sagen, dass es sich von den üblichen Bakterien, die in der Milch gefunden werden, unterscheidet. Sie untersuchen die Milch sorgfältig und stellen fest, dass die meisten, wenn nicht sogar alle Leute mit blutigem Durchfall tatsächlich diese Milch getrunken haben. Dann untersuchen Sie die Milch, die von den Leuten getrunken wurde, die keinen Durchfall entwickelt haben, und Sie stellen fest, dass keine dieser Milchproben dieses bestimmte Bakterium enthält. Sie benennen das Bakterium nach einem Kommilitonen »Listeria«. Um den Fall abzuwickeln, reinigen Sie das Bakterium, sodass nichts von der Milch zurückbleibt. Diese gereinigte Bakterienkultur verabreichen Sie dann einer Person, die anschließend blutigen Durchfall entwickelt. Der entscheidende Punkt hierbei ist, dass Sie anschließend dasselbe Bakterium in ihrem Stuhl finden. Fall abgeschlossen, Infektion bewiesen.
Pasteur führte diese Art von Experiment 40 Jahre lang durch. Er fand kranke Menschen, behauptete, ein Bakterium isoliert zu haben, verabreichte Tieren die Reinkultur – häufig, indem er sie in ihre Gehirne injizierte – und machte sie krank. In der Folge wurde er zum hoch angesehenen Wissenschaftler seiner Zeit, gefeiert von Königen und Ministern und bejubelt als großartiger Wissenschaftler. Seine Arbeit führte zur Pasteurisierung, einer Technik, die verantwortlich dafür ist, die Reinheit und die gesundheitsspendenden Eigenschaften der Milch zu zerstören (siehe Kapitel 9). Seine Experimente gipfelten in der Keimtheorie der Krankheit, und über ein Jahrhundert lang dominierte diese radikal neue Theorie nicht nur die Praxis der westlichen Medizin, sondern auch unser kulturelles und wirtschaftliches Leben.
Wir schlagen einen anderen Weg vor, die oben angeführte Milchstudie zu verstehen. Was ist zum Beispiel, wenn die Milch von Kühen stammte, die vergiftet wurden oder aber Hunger litten? Vielleicht wurden sie in Flohgift getaucht, vielleicht wurden sie mit Getreide gefüttert, das mit Arsen besprüht war, anstelle ihr natürliches Grasfutter zu fressen. Vielleicht wurden sie mit Brennereiabfällen und Pappe gefüttert – eine zu Pasteurs Zeiten rund um die Welt übliche Praxis.
Wir wissen mit Sicherheit, dass alle Toxine, die an ein säugendes Säugetier verfüttert werden, sich in seiner Milch wiederfinden. Was, wenn diese Listeriabakterien nicht die Ursache von irgendetwas sind, sondern nur den Weg der Natur darstellen, Toxine zu verdauen und loszuwerden? Schließlich scheint das die Rolle zu sein, die Bakterien im biologischen Leben spielen. Wenn sie stinkendes Zeug auf Ihren Komposthaufen werfen, fressen die Bakterien es und vermehren sich. Kein vernünftiger Mensch würde behaupten, der Komposthaufen habe eine Infektion. Tatsächlich ist das, was die Bakterien im Komposthaufen tun, eher so etwas wie eine Biosanierung. Oder stellen Sie sich einen See vor, der zu einem Abladeplatz für Gifte geworden ist. Die Algen »sehen« das Gift, schließen es auf und versetzen so den See in einen gesünderen Zustand zurück (solange Sie die weitere Vergiftung des Sees unterbinden). Auch das ist Biosanierung, keine Infektion.
Wenn Sie aerobe Bakterien, also Bakterien, die Sauerstoff benötigen, einem anaeroben Umfeld aussetzen, in dem ihre Sauerstoffversorgung reduziert wird, erzeugen sie häufig Giftstoffe. Clostridien sind eine Bakterienfamilie, die unter gesunden Umständen Kohlenhydrate im unteren Darmbereich vergären und dabei wichtige Verbindungen wie Buttersäure produzieren. Doch unter anaeroben Bedingungen produzieren diese Bakterien Gifte, die Botulismus verursachen können. Es sind die Gifte, nicht die Bakterien selbst, die Menschen krank machen, oder grundsätzlicher: Es ist das Umfeld oder das Milieu, das die Bakterien veranlasst, Gifte zu erzeugen.
Ist es nicht möglich, dass Toxine in der Milch – möglicherweise, weil die Kuh nicht gut genährt wird und die Toxine nicht so leicht loswerden kann – für die Anwesenheit der Listerien verantwortlich sind (die zusammen mit Milliarden anderer Bakterien und Partikeln namens Viren immer in unseren Körpern vorhanden sind)? Die Listerien bauen lediglich biologisch die Toxine ab, die sich aufgrund des ungesunden Zustands der Milch vermehren.
Die zentrale Frage lautet demnach, wie wir beweisen können, dass Listerien – und nicht irgendetwas Toxisches in der Milch – den Durchfall hervorrufen. Die Antwort ist die gleiche wie bei dem Beispiel mit dem Tischtennisball: Einer gesunden Person die Milch zu verabreichen, ist, als würde man den Eimer voll mit Steinen, Eis und (ja) auch einem Pingpongball gegen die Wand werfen: Es beweist nichts. Sie müssen den Ball isolieren – in diesem Fall die Listerien – und der gesunden Person oder dem Tier nur dies verabreichen, um zu sehen, was dann passiert. Das behauptet Pasteur in seinen Arbeiten getan zu haben.
Pasteur gab seine Labornotizen an seine Erben weiter – mit der Auflage, sie niemals zu veröffentlichen. Doch sein Enkel, Louis Pasteur Vallery-Radot, der wohl nicht viel für seinen Großvater übrighatte, stiftete die Notizbücher der französischen Nationalbibliothek, die sie publik machte. 1995 veröffentlichte Professor Gerard Geison von der Princeton University eine Analyse dieser Notizbücher. Sie offenbarte, dass Pasteur in all seinen Studien massiven Betrug begangen hatte. Wenn er zum Beispiel sagte, er habe virulente Anthraxsporen geimpften und nicht geimpften Tieren verabreicht, so konnte er die Tatsache herausposaunen, dass die nicht geimpften Tiere starben, allerdings nur deshalb, weil er diesen Tieren auch Gifte injizierte.
In den Notizbüchern hält Pasteur unmissverständlich fest, dass er unfähig war, eine Krankheit durch eine reine Bakterienkultur zu übertragen (offenbar war er zu dieser Zeit noch nicht in der Lage, Viren aufzureinigen). Tatsächlich bestand die einzige Art und Weise, wie er Krankheit übertragen konnte, darin, entweder das gesamte infizierte Gewebe in ein anderes Tier einzubringen (manchmal injizierte er gemahlenes Gehirn eines Tieres in das Hirn eines anderen, um eine Ansteckung zu »beweisen«) oder aber seiner Kultur Gifte zuzufügen, von denen er wusste, dass sie bei den Empfängern die Symptome hervorrufen würden. 5
Er gab zu, dass der ganze Aufwand, Ansteckung zu beweisen, ein Fehlschlag war, der zu seinem berühmten Bekenntnis auf dem Totenbett führte: »Der Erreger ist nichts, das Milieu ist alles.« In diesem Fall bezieht sich Milieu auf den Zustand des Tieres oder der Person und darauf, ob das Tier oder die Person Gift ausgesetzt worden war.
Seit den Tagen von Pasteur hat niemand experimentell die Übertragbarkeit von Krankheit mit reinen Bakterien- oder Virenkulturen demonstriert. Niemand hat sich seit Pasteurs Zeiten darum bemüht, einen Tischtennisball gegen eine Wand zu werfen und zu sehen, was passiert. So unglaublich das auch scheinen mag: Wir sitzen auf einem Kartenhaus, das zu unermesslichem Schaden für die Menschheit, der Biosphäre und der Erdatmosphäre geführt hat.
In den Kapiteln 2 und 3 werden wir Fälle untersuchen, in denen Bakterien oder Viren fälschlich beschuldigt wurden, Krankheit hervorzurufen. Lesen Sie weiter, liebe Freunde. Die Fahrt hat gerade erst begonnen.
Die frühesten »Elektriker« waren keine Techniker, die Kabel in Häusern verlegten, es waren Ärzte und »Heiler«, die das neu entdeckte Phänomen des elektrischen Stroms und der statischen Elektrizität benutzten, um Krankheiten zu behandeln – von Taubheit über Kopfschmerzen bis hin zur Lähmung. Das einzige Problem dabei, Patienten Leidener Flaschen (eine Vorrichtung, die elektrische Hochspannungsladung speichert) berühren zu lassen oder elektrischen Strömen auszusetzen, bestand darin, dass es sie manchmal verletzte und gelegentlich sogar tötete.
Diese frühen elektrischen Experimentatoren stellten fest, dass Menschen Elektrizität gegenüber unterschiedlich sensibel waren. Alexander von Humboldt, ein preußischer Wissenschaftler, der (neben anderen Experimenten) sich selbst und andere den Schocks von elektrisch geladenen Zitteraalen aussetzte, sagte: »Es wurde beobachtet, dass sich die Empfänglichkeit für elektrische Reize und die elektrische Leitfähigkeit von einem Individuum zum anderen ebenso sehr unterscheiden wie lebende von toter Materie.« 1
Diese frühen Studien faszinierten die Forscher. Sie begannen zu erkennen, dass elektrische Ströme durch die Körper von Fröschen und Menschen liefen und selbst Pflanzen empfindlich für elektrische Phänomene waren. Nach einem Erdbeben 1749 in London schlussfolgerte der britische Physiker William Stukeley, dass Elektrizität bei Erdbeben eine Rolle spielen müsse, denn die Einwohner von London empfanden »Schmerzen in ihren Gelenken, Rheumatismus, Übelkeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, hysterische und nervöse Störungen … die genau mit der Elektrifizierung zusammenfielen, und für manche hat sie sich als fatal erwiesen.« 2
Bereits 1799 zerbrachen sich Forscher den Kopf über die Ursache der Influenza, die plötzlich auftrat, häufig gleichzeitig an verschiedenen Orten, und sie ließ sich nicht durch Ansteckung erklären. 1836 bemerkte Heinrich Schweich, Autor eines Buches über Influenza, dass alle physiologischen Prozesse Elektrizität erzeugen. Er stellte die Theorie auf, dass eine elektrische Störung der Atmosphäre den Körper daran hindern kann, sie zu entladen. Er griff den damals verbreiteten Glauben auf, dass die Anreicherung von Elektrizität im Körper die Symptome der Influenza hervorrufe. 3
Bei der Entdeckung der elektrischen Natur der Sonne machten Wissenschaftler einige interessante Beobachtungen. Die Periode von 1645 bis 1715, als die Sonnenaktivität ruhte, wird als Maunder-Minimum bezeichnet. Astronomen beobachteten in dieser Zeitspanne keine Sonnenflecken, und es gab auch keine Nordlichter (Aurora borealis). 1715 kehrten die Sonnenflecken zurück, ebenso die Nordlichter. 1728 traten auf allen Kontinenten Influenzawellen auf. Die Sonnenfleckenaktivität wurde stärker, bis sie 1738 ihren Höhepunkt erreichte, als Ärzte bei Mensch und Tier (einschließlich Hunden, Pferden und Vögeln, vor allem Spatzen) von Grippe berichteten. Einigen Schätzungen zufolge starben zwei Millionen Menschen während der 10-jährigen Pandemie.
Diese und andere Fakten über die Beziehung zwischen Influenza und Störungen in der Elektrizität stammen aus einem bemerkenswerten Buch mit dem Titel Die Welt unter Strom von Arthur Firstenberg. 4 Firstenberg berichtet darin von der Geschichte der Elektrizität auf der ganzen Welt und über die Krankheitsausbrüche, die jeden Schritt zu größerer Elektrifizierung begleiteten. Das erste Stadium umfasste die Errichtung von Telegrafenleitungen. Bis 1875 bildeten diese ein Spinnennetz, das mit circa 1,1 Millionen Kilometern die Erde überzog, mit genügend Kupferdraht, um den Globus fast dreißigmal zu umwickeln. Damit einher ging eine neue Krankheit namens Neuras-thenie. Wie diejenigen, die heute am »Chronischen Müdigkeitssyndrom« leiden, fühlten sich die Betroffenen schwach und erschöpft und waren unfähig, sich zu konzentrieren. Sie hatten Kopfschmerzen, litten unter Schwindel, Tinnitus, Augenflimmern, Pulsrasen, Schmerzen in der Herzregion und Herzklopfen, sie waren depressiv und hatten Panikattacken. Dr. George Miller Beard und die medizinische Fachwelt beobachteten, dass diese Krankheit sich entlang von Eisenbahn- und Telegrafenlinien ausbreitete. Sie ähnelte der allgemeinen Erkältung oder Influenza und erfasste die Leute häufig in der Blütezeit ihres Lebens. 5
1889 markiert den Beginn der modernen Ära der Elektrizität und auch den einer tödlichen Grippepandemie, die dem Aufkommen der Elektrizität auf dem gesamten Globus folgte. Dazu Firstenberg: »Die Influenza schlug explosiv und unvorhersagbar zu, und sie kam bis Anfang 1894 in Wellen immer wieder. Es war, als hätte sich in der Atmosphäre irgendetwas grundlegend verändert. 6
Die Ärzte rätselten über die unberechenbare Ausbreitung. William Beveridge zum Beispiel, Autor eines Lehrbuchs über Influenza von 1975, bemerkte: »Das englische Kriegsschiff Arachne kreuzte vor der kubanischen Küste ›ohne irgendeinen Kontakt zum Land‹. Nicht weniger als 114 Männer der aus 149 bestehenden Crew erkrankten an Influenza, und erst später brachte man in Erfahrung, dass es zur selben Zeit auch auf Kuba Ausbrüche gegeben hatte.« 7
Während des Ersten Weltkriegs errichteten Regierungen auf beiden Seiten des Konflikts Antennen, die schließlich die Erde mit starken Radiosignalen überzogen – und Ende 1918 trat die Katastrophe ein. Die Spanische Grippe befiel ein Drittel der Weltbevölkerung und tötete rund 50 Millionen Menschen, mehr als die Pest des 14. Jahrhunderts. Um die weitere Ansteckung zu unterbinden, schlossen Gemeinden Schulen, Firmen und Theater, und die Menschen wurden angewiesen, Masken zu tragen und sich nicht mehr die Hand zu geben. 8
Diejenigen, die auf Militärstützpunkten lebten, die mit Antennen bestückt waren, besaßen die höchste Anfälligkeit. Ein verbreitetes Symptom waren Blutungen – betroffen waren Nase, Zahnfleisch, Ohren, Haut, Magen, Darm, Gebärmutter, Nieren und Gehirn. Viele starben an Blutungen in der Lunge, sie ertranken quasi an ihrem eigenen Blut. Tests erbrachten eine verminderte Fähigkeit der Blutgerinnung. Diejenigen, die dem Tod nahe waren, entwickelten häufig »diese eigenartige blaue Farbe, die all die frühen tödlichen Fälle zu kennzeichnen schien«. 9
