Der kleine Rentenratgeber - Rolf Winkel - E-Book

Der kleine Rentenratgeber E-Book

Winkel Rolf

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Beschreibung

Dieser Ratgeber ist eine Pflichtlektüre für alle ab 50 Jahren, damit Sie später als Rentner Ihren Ruhestand genießen können! Unser vollständig überarbeiteter und aktualisierter Leitfaden zur Rente bietet Ihnen einen kompakten Überblick über Ihre Ansprüche aus der Rentenversicherung mit Stand Juli 2025. Die aktuelle Rentenanpassung vom 1.7.2025 wurde in allen Beispielberechnungen berücksichtigt. Die richtige Vorbereitung auf den Ruhestand beginnt früh – idealerweise 10 bis 15 Jahre vor dem geplanten Renteneintritt. Wer sich rechtzeitig informiert, kann seine finanzielle Zukunft gezielt gestalten und entspannt dem Ruhestand entgegensehen. Unser umfassender Ratgeber unterstützt Sie dabei, alle wichtigen Entscheidungen rund um Ihre Altersversorgung zu treffen und bietet praxisnahe Tipps sowie konkrete Beispiele für die Umsetzung. Wir liefern Ihnen Antworten auf wichtige Fragen rund um Ihre Rente: - Was ändert sich ab dem 1. Juli 2025 in der gesetzlichen Rente? - Welche Möglichkeiten haben Sie beim Renteneintritt – speziell für Ihren Jahrgang? - Vorzeitiger oder schrittweiser Eintritt: Was ist zu beachten, wenn Sie früher in Rente gehen möchten? - Wie lässt sich eine Zusatzrente durch den Ausgleich von Abschlägen in der gesetzlichen Rentenversicherung erzielen? - Was sind Entgeltpunkte – und wie werden diese berechnet? - Wer kann wann in die Altersrente gehen? - Was sollten Sie bei Frührente, Regelaltersgrenze, Renteneintrittsalter und Rentenbeginn besonders beachten? - Wie planen Sie einen vorzeitigen Renteneintritt sinnvoll? - Kindererziehungs- und Berücksichtigungszeiten: Wie können Eltern diese Zeiten optimal für ihre Rente nutzen? - Kombination von Arbeit und Rente: Wie lassen sich Verdienstmöglichkeiten und Rentenzahlungen optimal verbinden? Dieser Ratgeber gibt Ihnen das kompakte und praxisnahe Wissen an die Hand, das Sie für eine fundierte Rentenplanung benötigen. Egal, ob Sie flexibel in den Ruhestand starten, Abschläge vermeiden oder zusätzliche Einnahmen erzielen möchten.

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Veröffentlichungsjahr: 2025

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© 2025 by Wolters Kluwer Steuertipps GmbHPostfach 10 01 61 · 68001 MannheimTelefon 0621/[email protected]

Das Werk einschließlich seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt insbesondere für die Vervielfältigung, Übersetzung, Mikroverfilmung sowie Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Alle Angaben wurden nach genauen Recherchen sorgfältig verfasst; eine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben ist jedoch ausgeschlossen.

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit verwenden wir allgemein die grammatisch männliche Form. Selbstverständlich meinen wir aber bei Personenbezeichnungen immer alle Menschen unabhängig von ihrer jeweiligen geschlechtlichen Identität.

Inhaltsübersicht

1   Vorwort

2   Gesetzliche Rentenversicherung: Aktuelle Entwicklungen im Jahr 2024

2.1   Der 1.1.2025: Deutsche Einheit – auch bei der Rente

2.2   Die Rentenerhöhung zum 1.7.2025

2.2.1   Näheres zur Rentenerhöhung zum 1.7.2025

2.2.2   Wie kommt das Rentenplus um 3,74 % zustande?

2.3   Was genau ist unter dem garantierten Rentenniveau zu verstehen?

2.4   Welche Bedeutung hatte dann für die Anpassung 2025 der Faktor Lohnentwicklung?

2.5   Rentenniveau bei Berücksichtigung der Steuer deutlich höher

2.6   Neues von der Witwen- und Witwerrente

2.6.1   Kann ich ab Juli 2025 mit einer höheren Hinterbliebenenrente rechnen?

2.6.2   Was ändert sich ab Juli 2025 bei der Anrechnung von Einkommen auf die Hinterbliebenenrente?

2.6.3   Wie hoch sind die Freibeträge für Einkommen zusätzlich zur Witwenrente?

2.6.4   Neuer Modus der Anrechnung von Arbeitsentgelt bei Entgeltminderung

2.7   Die schwarz-rote Rentenpolitik

2.7.1   Vorübergehende Garantie des Rentenniveaus

2.7.2   Mütterrente III – ab 2027 oder 2028

2.8   Finanzielle Anreize zur Arbeit im Rentenalter und Beseitigung arbeitsrechtlicher Hindernisse

2.8.1   Die neue Aktivrente

2.8.2   Seniorenbeschäftigung und Arbeitsrecht – was sich ändern soll

2.9   Die neue digitale Rentenübersicht im Regelbetrieb

3   Wann können Sie in Rente gehen?

3.1   Die Regelaltersrente

3.2   Altersrente für besonders langjährig Versicherte

3.2.1   Was sonst noch zählt

3.2.2   Kinderberücksichtigungszeiten können vor allem Frauen Anspruch bringen

3.2.3   Regelungen beim Arbeitslosengeld

3.2.4   Ausnahme: Letzte 2 Jahre vor der abschlagsfreien Rente

3.2.5   Ausnahme von der Ausnahme: Wann Arbeitslosengeld-Zeiten dennoch zählen

3.2.6   Freiwillige Beiträge können Anspruch auf abschlagsfreie Rente sichern

3.2.7   Selten wirksame Ausnahmeregel beachten

3.2.8   Keine Rentenabschläge, aber auch keine -zuschläge

3.2.9   Erfüllung der Wartezeit von 45 Jahren reicht nicht

3.2.10   Hinzuverdienst unbegrenzt erlaubt

3.3   Altersrente für langjährig Versicherte

3.4   Altersrente für schwerbehinderte Menschen

3.4.1   Anerkannte Schwerbehinderung muss bei Renteneintritt vorliegen

3.4.2   Entscheidend ist der Tag des Renteneintritts

3.4.3   Wenn die Gültigkeit des Behindertenausweises »zu früh« ausläuft

3.4.4   Schonfrist von 3 Monaten gilt in jedem Fall

3.5   Renteninformation und Rentenauskunft

3.5.1   Wenn Sie keine Renteninformation erhalten haben

3.5.2   Die Regelaltersrente

3.5.3   Rente wegen voller Erwerbsminderung

3.5.4   Höhe der künftigen Regelaltersrente

3.5.5   Rentenanpassungen

3.5.6   Die Rentenauskunft

3.5.7   Berücksichtigungszeiten bereits auf dem Rentenkonto?

3.5.8   Ausbildungszeiten korrekt ausgewiesen?

3.5.9   Erste Rentenauskunft kann sich kurz nach dem 40. Geburtstag lohnen

3.6   Lücken auf dem Rentenkonto schließen

3.6.1   Lückenfüllen auch bei veränderter Rentengesetzgebung sinnvoll

3.6.2   Nachträgliche Lückenfüllung bis zum 45. Geburtstag für Schul- und Studienzeiten, die nicht als Anrechnungszeit gelten

3.6.3   Zeitnahe Entrichtung freiwilliger Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung

3.6.4   Spätere Nachzahlungen nur in wenigen Härtefällen möglich

3.6.5   Lückenfüllung durch rentenversicherungspflichtigen Minijob

3.6.6   Per Versorgungsausgleich zur Frührente: Scheidung bringt manchen Versicherten einen vorzeitigen Rentenanspruch

3.6.7   Einige erhalten erst durch den Versorgungsausgleich ein Rentenkonto

3.6.8   Wie bei den Versicherungszeiten der Ausgleich erfolgt

4   Wie hoch fällt Ihre Rente aus – und wie können Sie die Rentenhöhe beeinflussen?

4.1   Entgeltpunkte – was ist das?

4.2   Wie sich der aktuelle Rentenwert entwickelt

4.2.1   Was gilt in den neuen Bundesländern

4.2.2   Wie sich die Beitragsbemessungsgrenze auswirkt

4.3   Wofür Sie Entgeltpunkte erhalten

4.3.1   Arbeitslosengeld/Krankengeld/Kurzarbeitergeld

4.3.2   Zeiten mit Bezug von Grundsicherungsleistungen sind wenig wert

4.3.3   Rentenplus durch Kindererziehungszeiten

4.3.4   Rentenplus durch Zeiten der Angehörigenpflege

4.4   Scheidung: Auswirkungen des Versorgungsausgleichs auf Rentenansprüche

4.4.1   Rentnerinnen gewinnen pro Jahr rund 3,5 Milliarden Euro Rentenansprüche durch den Ausgleich

4.4.2   Der Grundsatz der »internen Teilung« als »Standardfall«

4.4.3   Ausnahmsweise kein Versorgungsausgleich

4.4.4   Vereinbarung statt hälftiger Einzelausgleich

4.4.5   Manchmal ist der Aufschub der Scheidung sinnvoll

4.4.6   Achtung beim »Neuaufrollen« des Versorgungsausgleichs

4.4.7   Früher Tod des Expartners – Auswirkung auf den Versorgungsausgleich

4.5   Wann Entgeltpunkte aufgewertet werden

4.5.1   Aufwertung bei niedrigem Verdienst

4.5.2   Aufwertung von Beschäftigungszeiten neben der Kindererziehung

4.5.3   Aufwertung von betrieblichen Ausbildungszeiten

4.6   Entgeltpunkte: DDR und neue Bundesländer

4.7   Wie der Zugangsfaktor die Höhe der Altersrente regelt

4.8   Handlungsmöglichkeiten zur Erhöhung Ihrer gesetzlichen Rente

4.8.1   Zahlungen zum Ausgleich einer Rentenminderung

4.8.2   Wofür kann ich genau freiwillige Einzahlungen leisten?

4.8.3   Wie viel müsste im Beispielfall gezahlt werden, um den Rentenabschlag auszugleichen?

4.8.4   Wann kommen für mich solche Ausgleichszahlungen infrage?

4.8.5   Wie beantrage ich die Zahlung von Ausgleichsbeträgen?

4.8.6   Worauf muss ich als Versicherter bei der Antragstellung achten?

4.8.7   Was gilt für den Fall, dass ich selbst vor der Altersrente auf Erwerbsminderungsrente angewiesen bin?

4.8.8   Wie geht es weiter, wenn ich das Formular zum Ausgleich der Abschläge an die Deutsche Rentenversicherung abgeschickt habe?

4.8.9   Lohnt sich die Einzahlung?

4.8.10   Wie kann ich im Folgenden weitere Ausgleichsbeträge einzahlen?

4.8.11   Zahlungen zum Ausgleich von bei Scheidung verlorenen Entgeltpunkten

4.9   Wann sich Ausgleichszahlungen rentieren können

4.10   »Normale« freiwillige Beiträge

4.10.1   Der Zahlungsmodus

4.10.2   Die Beitragshöhe

4.10.3   Was freiwillige Beiträge bringen: Rentenansprüche

4.10.4   Was freiwillige Beiträge bringen: Höhere Rente

4.10.5   Höhere »Rendite« für Privatversicherte

4.10.6   Steuerlicher Zusatznutzen

4.10.7   Die Verfahrensweise

4.11   Erhöhung der Altersrente durch Weiterarbeit über das reguläre Rentenalter hinaus

5   Die neue Grundrente: Rentenaufstockung für langjährig Versicherte

5.1   Anspruchsvoraussetzung Nr. 1: Mindestens 33 Grundrentenzeiten

5.1.1   Völlig neuer Begriff: Grundrentenzeiten

5.1.2   Definition Grundrentenzeiten

5.1.3   Häufig bringen Kinderberücksichtigungszeiten einen Anspruch auf Grundrente

5.1.4   Minijobs mit Rentenversicherungspflicht zählen zu den Grundrentenzeiten

5.1.5   Zeit des Bezugs von Kurzarbeitergeld zählt als Grundrentenzeit

5.1.6   Auslandszeiten unterschiedlich behandelt

5.1.7   Bis wann die Zeiten erworben werden müssen

5.1.8   Nach Eintritt in die Altersrente gibt es keine Grundrentenzeiten mehr

5.1.9   Regeln für Bezieher einer Erwerbsminderungsrente

5.2   Anspruchsvoraussetzung Nr. 2: »Bedürftigkeit«

5.2.1   Grenzbeträge werden jährlich angepasst

5.2.2   Bedürftigkeit wird jährlich überprüft

5.3   Die Berechnung der Grundrente

5.3.1   Grundrentenbewertungszeiten und Grundrentenzeiten

5.3.2   Stichwort Entgeltpunkte

5.3.3   Berechnung der Grundrente bei (mindestens) 35 Grundrentenzeiten

5.4   Rechenbeispiele aus der Praxis

5.4.1   Beispiel 1: 35 Jahre mit Grundrentenbewertungszeiten, aber mehr Grundrentenzeiten

5.4.2   Beispiel 2: Grundrentenzeiten und Grundrentenbewertungszeiten jeweils 35 Jahre

5.4.3   Beispiel 3: 35 Jahre Grundrentenzeiten, aber deutlich weniger Grundrentenbewertungszeiten

5.4.4   Beispiel 4: Grundrentenzeiten und Grundrentenbewertungszeiten über 35 Jahre

5.5   Berechnung der Grundrente bei 33 bis unter 35 Grundrentenzeiten

5.5.1   Beispiel für 33 Jahre Grundrentenzeiten

5.5.2   Beispiel für 34 Grundrentenzeiten

5.5.3   Zum Vergleich: Was würde im Beispielfall bei 35 Grundrentenzeiten gelten?

5.6   Vorteile bei mindestens 33 Grundrentenzeiten beim Wohngeld und bei der Grundsicherung im Alter

5.7   Grundrente und Hinterbliebenenrente

6   Der Ausbau der Flexirente durch die Reform 2023: Unbegrenzter Hinzuverdienst und frei wählbare Teilrente

6.1   Wegfall der Hinzuverdienstgrenzen auch für vorgezogene Altersrenten

6.1.1   Beispiel 1: Die Schwerbehindertenrente

6.1.2   Beispiel 2: Langjährig Versicherte

6.1.3   Beispiel 3: Besonders langjährig Versicherte

6.1.4   Steuern nicht vergessen

6.2   Hinzuverdienst und Rentenversicherung

6.2.1   Abwandlung des Beispiels bei Wahl einer Teilrente

6.2.2   Was sich nach Erreichen der regulären Altersgrenze ändert

6.3   Konsequenzen des Doppelbezugs von Lohn und Rente für die Kranken- und Arbeitslosenversicherung

6.3.1   Beitragserstattung für Gutverdiener

6.3.2   Eingeschränkte Folgen beim Bezug einer Teilrente

6.4   Steuerbelastung bei gleichzeitigem Bezug von Lohn und Rente

6.5   Arbeitsrechtliche Folgen des Rentenbezugs

6.5.1   Arbeitgeber erfährt ohnehin vom Rentenantrag

6.5.2   Sozialrechtliche Informationspflicht

6.5.3   Rentennähe oder Anspruch kann bei Sozialauswahl schaden

6.6   Neu seit 2023: Verdienstunabhängige Teilrente

6.6.1   Breiter Spielraum für Teilrenten

6.6.2   Warum wurden Teilrenten eingeführt?

6.6.3   Was ist denn dann der Sinn einer Teilrente?

6.7   Nutzung der Teilrente durch ältere Arbeitnehmer

6.8   Mit der Teilrente als pflegender Senior zu neuen Rentenansprüchen

6.8.1   Vor der regulären Altersgrenze

6.8.2   Nach der regulären Altersgrenze

6.9   Schritt-für-Schritt-Anleitung: So kommen Sie als pflegender Rentner zu höheren Rentenbezügen

6.9.1   Beratungsstellen und Kassen auf »offizielle Quelle« hinweisen

6.9.2   Teilrente beantragen

6.9.3   Fragebogen besorgen und der Pflegekasse zuschicken

6.9.4   Schreiben der Pflegekasse abwarten

6.9.5   Positive Entscheidung der Pflegekasse

6.9.6   Bei ablehnender Entscheidung der Pflegeversicherung

6.9.7   Wenn Sie bereits eine 99-Prozent-Teilrente erhalten

6.10   Nutzung der Teilrente zur Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung

6.10.1   Lösung: Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung

6.10.2   Was gilt, wenn der Betreffende weitere Einkünfte hat?

6.10.3   Wie kann ich in die Teilrente wechseln?

6.10.4   Wie funktioniert der Wechsel in die Familienversicherung?

6.10.5   Ist der Teilrenten-Trick rechtsmissbräuchlich?

6.10.6   Was passiert, wenn ich später wieder in die Vollrente wechsle?

6.10.7   Wie teuer ist für mich die Krankenversicherung nach dem Ende der Familienversicherung?

6.10.8   Wie kann ich meine private Krankenversicherung beenden?

6.10.9   Wird der »Teilrententrick« vom Bundessozialgericht oder der Bundesregierung einkassiert?

6.11   Risiken der Teilrentenwahl für die Betriebsrente

6.11.1   Was ist die Rechtsgrundlage dafür?

6.11.2   »Kann-Regelung«

6.11.3   Beispiel Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL)

7   Nettorente: Was Ihnen von der Bruttorente bleibt

7.1   Sozialversicherungen

7.2   Wann auf die Rente Steuern anfallen

7.3   Auf diesen Teil Ihrer Einkünfte greift der Fiskus (nicht) zu

7.4   Wann müssen Sie als Rentner eine Steuererklärung abgeben?

7.5   Wie geht es in den Folgejahren weiter, wenn das Finanzamt eine Steuerschuld von »0« errechnet?

7.6   Was verändert sich, wenn ich zusätzlich eine Hinterbliebenenrente erhalte?

7.7   Wie geht es weiter, wenn das Finanzamt beispielsweise für mich eine Einkommensteuer in Höhe von 1.000,– € festsetzt?

7.8   Bleibe ich von der Steuer verschont, wenn ich einfach keine Steuererklärung abgebe?

8   Der Rentenantrag und Rentenbezug

8.1   To-do-Liste: Sie möchten einen Rentenantrag stellen

8.1.1   Antragstellung

8.1.2   Sechs Monate vor dem Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. dem geplanten Eintritt in ein vorzeitiges Altersruhegeld

8.1.3   Drei Monate vor Rentenbeginn

8.1.4   Erhalt des Rentenbescheids

8.2   Check des Rentenbescheids

8.3   Häufige Fehlerquellen bei Rentenversicherungsverläufen bzw. Rentenbescheiden

8.4   Endlich endgültig im Ruhestand

8.4.1   Umzug ins Ausland

8.4.2   Steuern

8.4.3   Krankenversicherung

8.4.4   Grundsicherung im Alter

8.5   Der Rentnerausweis

9   Die Erwerbsminderungsrente: Wann diese für Sie infrage kommt

9.1   Die Rentenarten und welche persönlichen Voraussetzungen dafür gelten

9.1.1   Rente wegen voller Erwerbsminderung

9.1.2   Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung

9.1.3   Die »Arbeitsmarktrente«

9.1.4   Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit

9.1.5   Beispielfälle

9.2   Rentenrechtliche Voraussetzungen

9.2.1   Erfüllung der Mindestversicherungszeit

9.2.2   Die »36 in 60«-Regel

9.2.3   Mit freiwilligen Beiträgen Ansprüche sichern?

9.2.4   Selbstständige: Antragspflichtversicherung als Rettung

9.3   Das Antragsverfahren

9.3.1   Erst andere Töpfe ausschöpfen

9.3.2   Krankengeld und Arbeitslosengeld

9.3.3   Diese Unterlagen brauchen Sie zum Rentenantrag

9.3.4   Tipps zur Beantragung und zur Begutachtung

9.3.5   Reha vor Rente

9.3.6   Widerspruch und Klage

9.3.7   Wie lange die Erwerbsminderungsrente gezahlt wird

9.4   Zusätzliche Fragen und Antworten zur Erwerbsminderungsrente

10   Die Höhe der Erwerbsminderungsrente

10.1   Zurechnungszeiten füllen Rentenlücken

10.2   Rentenabschläge bei früher Verrentung

10.3   Besondere Vorteile für langjährige ältere Versicherte

10.4   Erwerbsminderungsrente oder vorzeitiges Altersruhegeld?

10.5   Bei weniger Gehalt vor der Erwerbsminderungsrente: Günstigerprüfung bringt Vorteile

10.6   Aufbesserung der Erwerbsminderungsrente am 1.7.2024 für »Bestandsrentner«

10.6.1   Keine Gleichstellung der »Bestandsrentner«

10.6.2   Die Ausgestaltung des Nachteilsausgleichs

10.6.3   Zuschlag nicht nur für Erwerbsminderungsrentner

10.6.4   Bundessozialgericht sieht keinen Verstoß gegen Verfassung

10.7   Hinzuverdienst bei der Erwerbsminderungsrente

10.7.1   Neu seit 2024: Möglichkeit von 6 Monaten Probebeschäftigung

10.7.2   Einkommensanrechnung bei voller Erwerbsminderung

10.7.3   Anrechnung bei teilweiser Erwerbsminderung

10.8   Die neue Beschäftigung zur Probe: Erwerbsminderungsrentner können testweise Job erproben

10.8.1   Ändert sich durch die neue Probebeschäftigung etwas beim Arbeitsrecht?

10.8.2   Wie wird die Regelung im Detail umgesetzt?

10.8.3   Wie wird das Arbeitseinkommen auf die Erwerbsminderungsrente angerechnet?

10.8.4   Welche Abgaben fallen in der Probebeschäftigung an?

10.9   Arbeitszeit verkürzen und Rente beantragen

10.10   Welche Einkünfte werden (nicht) angerechnet?

10.10.1   Einkommen aus Erwerbstätigkeit

10.10.2   Einkommen aus Sozialleistungen

10.11   Wenn die Erwerbsminderungsrente nicht reicht – was tun?

11   Die Hinterbliebenenrenten: Wann Sie Anspruch darauf haben

11.1   Ansprüche geltend machen

11.2   Erste Schritte zur Hinterbliebenenrente

11.2.1   Die Rentenfortzahlung

11.2.2   Sonderregelungen für Witwen und Witwer im Sterbevierteljahr

11.2.3   Bisher keine Altersrente

11.2.4   Die Vorschusszahlung

11.3   Bei erstmaligem Rentenbezug: Kontenklärung erforderlich

11.4   Grundregeln für die Witwen- und Witwerrenten

11.4.1   Gleichberechtigung der Geschlechter und von Lebenspartnern

11.4.2   Auf die standesamtliche Eheschließung kommt es an

11.4.3   Ehe besteht bis zur Scheidung

11.4.4   Hinterbliebenenrente nur bei Rentenanwartschaft

11.4.5   Keine Prüfung des Vermögens

11.4.6   Antragstellung erforderlich

11.5   Altes oder neues Recht?

11.6   Witwen-/Witwerrente – Höhe und Dauer

11.7   Die große Witwen-/Witwerrente

11.7.1   Höhe und Dauer der großen Hinterbliebenenrente

11.7.2   Rentenberechnung bei Verstorbenen ohne Rentenbezug

11.7.3   Bei Bezug von Hinterbliebenenrente bereits vor 2019: Nachteilsausgleich durch Sonderzuschlag

11.7.4   Sonderregelung für das Sterbevierteljahr

11.7.5   Anspruchsvoraussetzungen für die große Witwen-/Witwerrente

11.7.6   Alternative Anspruchsvoraussetzungen

11.8   Die kleine Witwen-/Witwerrente

11.9   Sonderregel: Witwen-/Witwerrente an vor dem 1.7.1977 geschiedene Ehegatten

11.10   Die Altregelung

11.11   Witwen-/Witwerrenten nach neuem Recht

11.12   Die kleine Witwenrente gibt es für 2 Jahre

11.13   Die große Witwenrente fällt jetzt etwas niedriger aus – dafür gibt es einen Kinderzuschlag

11.14   Rentensplitting unter Ehegatten

11.15   Härtere Regelungen bei der Einkommensanrechnung nach neuem Recht

11.16   Tipps für Witwen-/Witwerrentenbezieher

11.16.1   Abfindung der Witwen-/Witwerrente bei Wiederheirat

11.16.2   Witwen-/Witwerrente nach dem vorletzten Ehegatten

11.17   Halb- oder Vollwaisenrente

11.17.1   Allgemeine Anspruchsvoraussetzungen

11.17.2   Rentenantrag erforderlich

11.17.3   Waisenrente an Volljährige: Besondere (persönliche) Voraussetzungen

11.17.4   Unterschiede zum Kindergeld

11.18   Die Erziehungsrente

11.19   Antragsverfahren bei der Witwen-/Witwerrente

12   Die Hinterbliebenenrenten: So wird Einkommen angerechnet

12.1   Anrechnung von Arbeitsentgelt

12.1.1   Ermittlung der Bruttoeinkünfte

12.1.2   Gestaltungsmöglichkeit Arbeitszeitkonto

12.1.3   Gestaltungsmöglichkeit Entgeltumwandlung

12.2   Ermittlung der Nettoeinkünfte

12.3   Gegenüberstellung von Nettoeinkommen und Freibetrag

12.4   Anrechenbares Einkommen

12.5   Regelung bei Altersteilzeit

12.6   Bezug von Altersrente und Hinterbliebenenrente

12.7   Minijob neben Alters- und Hinterbliebenenrente

12.8   Ermittlung des fiktiven Nettoeinkommens – Übersicht

12.9   Tipps zur Einkommensanrechnung

12.9.1   Erhöhung des Arbeitseinkommens im aktuellen Kalenderjahr

12.9.2   Einkommenssenkung nach der Rentenanpassung

12.9.3   Von der »Nullrente« zur ausgezahlten Hinterbliebenenrente

12.9.4   Rückwirkende Berücksichtigung der Einkommensänderung möglich

Der kleine Rentenratgeber: Alles, was Sie zur Rente wissen müssen

1   Vorwort

»Wenn Sie an sämtliche Rentenansprüche denken, die Sie im Rahmen der gesetzlichen, betrieblichen oder privaten Altersvorsorge erworben haben: Welche Aussage trifft auf Sie am ehesten zu?« – so lautete eine zentrale Frage in einer aktuellen Erhebung des DIA – Deutsches Institut für Altersvorsorge. Eine der Antwortoptionen: »Ich habe ausreichend vorgesorgt.«

Ganz ehrlich: Wie hätten Sie persönlich geantwortet? Als Referenz kann vielleicht folgende Faustregel dienen: Die Stiftung Warentest empfiehlt, bei der Ruhestandsplanung von einem Bedarf von etwa 80 % des letzten Nettoeinkommens auszugehen. Schaffen Sie es, diese Zielmarke zu erreichen? Tatsächlich bestätigten in der DIA-Untersuchung lediglich 26 % der Befragten, dass ihre Vorsorge ausreicht. Im Umkehrschluss beklagen rund drei Viertel eine unzureichende Altersvorsorge.

Die Alterssicherung in Deutschland ruht grundsätzlich auf drei Säulen: der gesetzlichen Rente, der betrieblichen Altersvorsorge und der geförderten privaten Vorsorge (insbesondere der Riester-Rente). Zur Erinnerung: Mit dem Altersvermögensgesetz, das am 11. Mai 2001 verabschiedet wurde, erfolgte eine Neujustierung zugunsten der staatlich geförderten privaten Vorsorge. Der Gesetzgeber setzte darauf, dass Versicherte langfristig 4 % ihres sozialversicherungspflichtigen Einkommens in Riester-Verträge investieren, unterstützt durch staatliche Zulagen und steuerliche Vorteile. Als Ausgleich für zusätzliche Eigenvorsorge wurde das sogenannte Rentenniveau, das aktuell wieder stark diskutiert wird, reduziert.

Die geplante Senkung des Rentenniveaus wurde konsequent umgesetzt. Die damit verbundene Hoffnung, dass private und betriebliche Altersvorsorge die Lücke füllen, hat sich aber nicht erfüllt: Die Riester-Rente blieb hinter den Erwartungen zurück, die betriebliche Altersvorsorge stagniert. Der Anteil derer, die neben der gesetzlichen Rente auch privat oder betrieblich vorsorgen, ist im vergangenen Jahrzehnt sogar gesunken – eine Entwicklung entgegen den politischen Zielen.

Gerade deshalb ist es heute wichtiger denn je, die Möglichkeiten der gesetzlichen Rentenversicherung voll auszuschöpfen. In diesem umfassend aktualisierten Rentenratgeber, den wir Ihnen inzwischen in der 13. Auflage präsentieren, finden Sie alle relevanten Informationen zu den Grundzügen des deutschen Rentenrechts – praxisnah, verständlich und mit vielen Beispielen illustriert. Sie erfahren, welche Fehler Sie vermeiden sollten und wie Sie Ihre gesetzliche Rente gezielt erhöhen können. Das ist übrigens selbst noch in den frühen 60ern oder kurz vor dem Rentenbeginn möglich.

Ein wichtiger Hinweis gilt insbesondere der Möglichkeit, Rentenminderungen durch freiwillige Zahlungen auszugleichen. Haben Sie – zum Beispiel nach einer Erbschaft, dem Ende einer Lebensversicherung oder einer Abfindung – vor dem Ruhestand freie Mittel zur Verfügung, so kann es sich lohnen, diese gezielt zur Aufstockung Ihrer Rentenansprüche einzusetzen. Schritt für Schritt erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber das Vorgehen und die zu beachtenden Bedingungen.

Die Stiftung Warentest kommt in »Finanztest« zu dem Fazit: Ein Ausgleich von Rentenabschlägen lohnt sich in jedem Fall – vorausgesetzt, Sie haben ein langes Leben. Schon nach etwa 15 Jahren haben sich die Einzahlungen amortisiert. Wer beispielsweise mit 63 Jahren in Rente geht, hat die Investition mit circa 78 Jahren wieder ausgeglichen – jährliche Rentenanpassungen noch nicht eingerechnet. Wie bei jeder Rentenentscheidung bleibt dies auch eine Wette auf ein langes Leben, aber die statistischen Chancen stehen gut: Im Jahr 2024 lag die Lebenserwartung für 65-jährige Frauen bei 21,2 Jahren, für Männer bei 18 Jahren.

Fazit: Verschaffen Sie sich jetzt Klarheit über Ihre Ansprüche bei der Deutschen Rentenversicherung. Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre und viel Erfolg dabei, Ihre Rentenansprüche optimal zu gestalten.

Rolf Winkel