4,99 €
Das Buch zeichnet in kurzen Texten und vielen Fotos die Ereignisse vom Mauerfall am 9. November 1989 bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 in Berlin nach. Der Leser erfährt dabei, dass die Grenzöffnung für den Regierenden Bürgermeister von West-Berlin, Walter Momper, nicht ganz überraschend kam und dass es keineswegs selbstverständlich war, dass es in der Nacht vom 9. zum 10. November friedlich blieb. Zu sehen ist überdies, wo die Betonteile für die Berliner Mauer produziert wurden und wie die D-Mark 1990 nach Ost-Berlin kam. Auch Kurioses, wie die Begegnung des Verfassers des Buches mit einem Bären bei der Grenzöffnung am Potsdamer Platz, gehören dazu. Abgerundet wird der geschichtliche Rückblick in Bildern durch aktuelle Fotos von den Standorten, an denen die Berliner Mauer noch heute zu finden ist. Und zu guter Letzt kann sich der Leser anhand eines Vorher-nachher-Vergleichs ein Bild davon machen, wie sich die Stadt nach dem Fall der Mauer entwickelt hat.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 35
Veröffentlichungsjahr: 2019
Ulrich Paul
Der Mauerfall
Berlin vom 9. November 1989 bis zur Wiedervereinigung
Copyright: © 2019: Ulrich Paul
Lektorat: Erik Kinting – www.buchlektorat.net
Umschlag & Satz: Erik Kinting
Bilder: Ulrich Paul
Foto letzte Seite: Wolfgang Steche
Verlag und Druck:
tredition GmbH
Halenreie 40-44
22359 Hamburg
Paperback
978-3-7497-3287-6
Hardcover
978-3-7497-3288-3
e-Book
978-3-7497-3289-0
Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.
Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:
Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.
Gewidmet meiner Tochter Sophia, die ohne Mauer aufgewachsen ist
Zu diesem Buch
Ich bin als West-Berliner mit der Mauer aufgewachsen. Als ich geboren wurde, stand sie fast ein Jahr. Bis zum 9. November 1989 hätte ich nicht geglaubt, dass die Mauer jemals fallen könnte. Den Kontakt mit der Mauer habe ich – wie viele West-Berliner – soweit es ging vermieden. West-Berlin war so groß, dass wir uns monatelang durch die Stadt bewegen konnten, ohne die Mauer zu sehen. Nur wenn wir Besuch bekamen, dann fuhren wir schon mal an die Grenze. Zum Beispiel zum Brandenburger Tor oder zum Potsdamer Platz, wo Aussichtsplattformen standen, die einen Blick über die Mauer und auf den Todesstreifen ermöglichten. Die weite Fläche des Grenzstreifens führte einem dabei vor Augen, wie aussichtslos jeder Fluchtversuch sein musste. Die Teilung Berlins schien unüberwindbar.
Dann kam der 9. November 1989. Ich war an diesem Tag mit meiner Freundin zuhause in unserer Charlottenburger Wohnung. Wir hatten am Abend Besuch. Nachdem der Besuch gegangen war, schalteten wir noch mal die Nachrichten ein und sahen die Berichte von den Grenzübergängen. Gegen Mitternacht stand der Regierende Bürgermeister Walter Momper in einer Fernseh-Live-Sendung plötzlich auf und erklärte, sein Platz sei jetzt woanders. In dem Moment war für uns klar, dass das auch für uns galt. Wir stiegen ins Auto und fuhren zum Grenzübergang Invalidenstraße.
Als wir dort ankamen, herrschte ein dichtes Gedränge. Dort, wo der Schlagbaum und ein kleiner Wachturm waren, kletterte ich auf die Mauer und machte Fotos von Menschen, die Richtung Westen drängten. »Wahnsinn« – das war das Wort dieser Nacht. Dass es friedlich blieb, war dabei keineswegs selbstverständlich, wie sich später herausstellte.
In diesem Buch zeichne ich anhand eigener Fotos die Ereignisse vom 9. November 1989 bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 nach. Es ist ein persönlicher Ausschnitt der Geschehnisse, keine geschichtliche Abhandlung mit Anspruch auf Vollständigkeit. Neben Bildern vom Mauerfall gibt es Fotos aus dem Baustoffkombinat, in dem die Mauer produziert wurde, Ablichtungen von den Geldtransporten zur Einführung der D-Mark und Bilder von der Feier zur Wiedervereinigung am 3. Oktober.
Dass es vom Grenzübergang Invalidenstraße aus der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 so viele Fotos gibt, ist der Geduld meiner damaligen Freundin zu verdanken, die in der Kälte auf mich wartete. Sie ist seit 1990 meine Frau. Die Bilder zeigen vor allem eines: die Freude und das Glück über die wiedergewonnene Freiheit.
Viel Spaß bei der Lektüre
Ulrich Paul
Zum Autor
Ulrich Paul, Jahrgang 1962, wurde in West-Berlin geboren. Er studierte an der Freien Universität Berlin Publizistik, Politologie und Geschichte. Von 1988 bis 1990 arbeitete er für das Volksblatt Berlin. 1991 wechselte er zur Berliner Zeitung, wo er in der Lokalredaktion für Themen der Stadtentwicklung zuständig ist.
Inhaltsverzeichnis
Der 9. November 1989
Die Öffnung der Mauer am Potsdamer Platz
Die Öffnung der Mauer am Brandenburger Tor
Weihnachten und Silvester 1989
Wo die Mauer gebaut wurde
Die D-Mark kommt
Die Wiedervereinigung
Wo die Berliner Mauer noch heute steht
Wie sich Berlin verändert hat
Literaturverzeichnis
Zu guter Letzt: Der Autor in der Nacht vom 9. zum 10. November
Der 9. November 1989
Es ist Donnerstag, der 9. November 1989, kurz nach 19 Uhr. Gerade hat Günter Schabowski, Mitglied des Politbüros der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands
