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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Eisenbahn, das Auto, das Flugzeug und das Internet haben eins gemeinsam - sie beeinflussen das Reisen. Bei den ersten drei scheint es völlig klar zu sein, aber was macht das Internet? Wie kann das Web die Tätigkeit des Reisens beeinflussen. Um das zu verstehen, ist ein kurzer Rückblick nötig. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand die Eisenbahn. Mit ihrer Entstehung veränderte sich der Tourismus (somit auch das Reisen). Menschen waren in der Lage bequemer, schneller und einfacher von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Das gleiche geschah, als die Automobile entwickelt wurden. Mit der Entwicklung der Flugzeuge kam es zu eine Revolution des Reisens. Die Preise der Verschiedenen Luftfahrtgesellschaften sind immer angenehmer für den Otto-Normalverbraucher, so dass fast jeder Mensch vereisen kann. Sprich Tourismus betreiben kann.
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Veröffentlichungsjahr: 2014
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der Tourismus
2.1 Der Kulturtourismus
2.2 Das Reisen
2.3 Das Internet. Soziale Netzwerke
3. Was ist Couchsurfing bzw. der Hospitality Club?
3.1. Die Geschichten der jeweiligen Plattformen
3.2 Zweck der Plattformen
4. Die Gastfreundschaft
5. Die Perspektiven der Plattformen
6. Andere Communities
7. Fazit: Die Zuordnung von couchsurfing.org/hospitalityclub.org in der Ethnologie
8. Literatur- und Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Die Eisenbahn, das Auto, das Flugzeug und das Internet haben eins gemeinsam - sie beeinflussen das Reisen. Bei den ersten drei scheint es völlig klar zu sein, aber was macht das Internet? Wie kann das Web die Tätigkeit des Reisens beeinflussen. Um das zu verstehen, ist ein kurzer Rückblick nötig. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand die Eisenbahn. Mit ihrer Entstehung veränderte sich der Tourismus (somit auch das Reisen). Menschen waren in der Lage bequemer, schneller und einfacher von einem Ort zum nächsten zu gelangen. Das gleiche geschah, als die Automobile entwickelt wurden. Mit der Entwicklung der Flugzeuge kam es zu eine Revolution des Reisens. Die Preise der Verschiedenen Luftfahrtgesellschaften sind immer angenehmer für den Otto-Normalverbraucher, so dass fast jeder Mensch vereisen kann. Sprich Tourismus betreiben kann. [1]
Sehr viele verschiedene Disziplinen beschäftigen sich mit Tourismus, und das ist auch gut so, denn es ist notwendig, den Tourismus als ein komplexes Phänomen zu verstehen. Das muss aber auch bedeuten, ihn so zu betrachten, dass die verschiedenen Aspekte, die bei ihm eine Rolle spielen, auch in ihrer Spezifik und Eigendynamik berücksichtigt werden können. Jede Disziplin die sich mit Tourismus beschäftigt muss ihren eigenen Platz in diesem Bereich finden. Ökonomie, Soziologie, Kulturwissenschaft und auch die Volkskunde. Die Komplexität soll bewahrt werden. Volkskunde neigt in diesem Zusammenhang leicht dazu, sich an der Objektivation zu bedienen. In Engführung an dem, was Volkskunde traditionell tat, würden die verschiedenen Objektivationsbereiche dazugehören: Von den Souvenirs und den Kleidermoden für Touristen bis zu den nichtmateriellen Objektivationen wie Sitte, Bräuche, Rituale usf. im Tourismus (einschließlich der „Rites de passage“ und der Bräuche des Cluburlaubs).[2] Fast jede Disziplin, die sich mit dem Thema Tourismus beschäftigt, hat eine eigene Definition für diesen Begriff entworfen. Alle Definitionen haben mehrere Stichpunkte die sich überschreiten: Tourismus dient der Erholung; Tourismus ist an das Reisen gebunden; und Tourismus kann von jedem Menschen individuell betrieben und gestaltet werden.
„Viele Faktoren haben es bewirkt, dass ein eigener Tourismus-Markt entstanden ist, ein bestimmter ökonomischer Status immer weiterer Bevölkerungskreise, die Entstehung der Freizeit, die Herausbildung einschlägiger Bedürfnisse der Zeitverbringung, aber auch Innovationen verkehrstechnischer Art. Der Tourismus ist weltweit eine der Wachstumsbranchen überhaupt. Das bedeutet: Immer mehr Menschen reisen immer öfter, zu nahen wie auch zu entfernten Zielen. Tourismus ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken; er ist fester Bestandteil unseres Alltags geworden.“ (Burkhart Lauterbach)[3]
Ein Bereich des Tourismus, der Kulturtourismus hilft dem Einzelnen, das Gleiche in anderer Gestallt kennenzulernen. Kultur ist weit mehr als Kunst und im Grunde umfasst sie all unsere Lebensbereiche. Kultur beeinflusst Denken, Fühlen und Handeln jedes Einzelnen, und zwar unimittelbar. Neben der Kunst gehören auch Bildung und Erziehung, Forschung und Wissenschaft genau so zur Kultur wie Brauchtum und jede andere Form gemeinsamer Erfahrung. Es ist wichtig die Multifunktionalität des Tourismus zu betrachten und zu verstehen. [4] „Die tollsten Kulturbauten nützen nichts, wenn sie nicht von lokaler Kreativität flankiert werden“ (Richard Greg 2007)[5]. Eine Anregung zum Reisen - das Wahrnehmen von kreativen und künstlerischen Szenen sowie deren Lebensstil und Lebensqualität zu genießen. Manchen Städten ist es gelungen, sich auf der europäischen Landkarte hervorzuheben und nachhaltiges Wachstum der Tourismuszahlen zu generieren. Dies ist auf das verbesserte Image zurückzuführen. Speziell Städte mit einem nicht sehr ausgeprägten „kulturellen“ Image, wie z. B. Glasgow oder Rotterdam, zählen zu den Image Gewinnern. Der Tourismus ist generell eine ausgesprochene Wachstumsbranche. Die Tourismuswirtschaft ist ein Besucher und Publikumsgenerator für Kultureinrichtungen und Kulturveranstalter, die endsprechend beworben werden müssen. Städte und Regionen, die es schaffen, ihr kulturelles Erbe wie auch ihre zeitgemäße Kreativität in sich zu vereinen, eingebettet in ein weltoffenes, tolerantes Lebens- und Arbeitsumfeld, werde zahlungskräftige Touristen anlocken. Toleranz und Diversität sind dafür die Schlüsselfaktoren. [6]
Das Reisen war schon immer Bestandteil der Alltagskulturen von Menschen, die seit undenklichen Zeiten unterwegs sind. Der Mensch als Jäger und Sammler, hat sich über die Erde ausgebreitet, wurde sesshaft, entwarf Ackerbaukulturen und schließlich städtische Hochkulturen. Doch bis heute hat er es nicht aufgegeben, vorübergehend seine angestammten Orte zu verlassen und nach neuen Ufern Ausschau zu halten. Die Bindung an einen Raum hat zugleich die Neugierde und die Sehnsucht nach den noch nicht entdeckten bzw. weit entfernten Räumen ausgelöst. Durch die Entdeckung Amerikas entstand ein Reisetyp, der immer das Ideal vieler Tourismusutopie darstellt und sich auch in den theoretischen Konzeptionen eines sanften Tourismus wiederfindet: die Bildungsreise. Sie (die Bildungsreise) dient der Bereicherung des Wissens über die Welt, um diese besser zu verstehen. [7]
„Reisen (sollten)...den Verstand erleuchten...die Sitten...verbessern...den Geschmack verfeinern, ihn zum gesellschaftlichen Leben und allen bürgerlichen Tugenden bilden, von Vorurteilen befreien und ihn im ganzen betrachtet vervollkommnen.“
(zit. in: Lange 1976, 123)[8]
